Archiv für die ‘Jeep’ Kategorie
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

April 27th, 2011

München, den 27. April 2011 (autaro) Jeep stellt einen neuen Superlativ auf die Räder: den Grand Cherokee SRT. Ganz nach Art des Hauses verfügt das Topmodell der Baureihe über einen Hemi-V8, dem praktisch nie die Puste ausgeht und eine Serienausstattung, die jedes Kreuzchen auf einer Aufpreisliste überflüssig macht. Auch äußerlich künden besondere, geschmiedete Leichtmetallfelgen und eine noch aggressivere frontale Optik von der überbordenden Leistung des Geländegängers.

Gegenüber dem Vorgänger, der mit 430 PS Leistung und 6,1 Litern Hubraum bereits keineswegs schwachbrüstig unterwegs war, stieg die Leistung nochmals um 40 PS auf 470 Pferdchen insgesamt. Damit rennt der Koloss locker abgeregelte 250 Sachen und absolviert den Sprint von Null auf 100 km/h in weniger als fünf Sekunden. Das Pendant aus den USA, nämlich den Sprint aus dem Stand über eine viertel Meile erledigt der SRT in knapp 13 Sekunden – für einen Geländewagen ein brachialer Wert. Derweil dürfte uns Europäer eine Meldung überraschen: den Ingenieuren ist es gelungen, den Durchschnittsverbrauch gegenüber dem Vorgängermodell um 13 Prozent zu senken. Damit ist der Grand Cherokee zwar immer noch ein Auto, für das der Fahrer aus Sicht eines Umweltbewussten in die Hölle kommen sollte. Dennoch zeigt es, dass die Amerikaner nicht mehr ganz so ignorant an der Klimaerwärmung und den steigenden Spritpreisen vorbeischauen können. Möglich macht die Effizienzsteigerung unter anderem die Zylinderabschaltung, die den Motor so oft als möglich auf nur vier Zylindern laufen lässt. Immerhin stieg dadurch auch die Reichweite des Jeep, laut Hersteller schafft er mit einer Tankfüllung über 700 Kilometer.

Ganz gleich, ob man in Europa Mitleid oder Verachtung für die Fahrer des Grand Cherokee SRT empfindet: gebaut werden solche Autos, nachgerade in Amerika. Und dass der Verbrauch zumindest im Vergleich zum Vorgänger gesunken ist, sollte honoriert werden. Hierzulande wird die Wahl vermutlich zu über 90 Prozent der Fälle auf die Alternative mit Selbstzünder entfallen, zumal auch die Kfz-Steuer sowie die Kosten für Haftpflicht- und Kaskoversicherung das Budget von Otto Normalverbraucher spielend sprengen. Im Vergleich zur deutschen Premium-Konkurrenz a la BMW X5 M oder Mercedes ML 63 AMG wird der Grand Cherokee SRT hingegen vermutlich ein Schnäppchen. Die Preise für die Europa-Version, sollte es denn eine geben, liegen noch nicht vor. Und Importen kommen die Kosten für die Verschiffung hinzu, außerdem werden sie vom TÜV einzeln abgenommen. (autaro)

 

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November 25th, 2010

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München, den 25. November (autaro) Die Zeiten, in denen Produkte aus dem Hause Chrysler bzw. Jeep hochwertige Mercedes-Technik zum kleinen Preis boten, sind passé. Das zeigt sich deutlich am neuen Jeep Grand Cherokee, dem Inbegriff eines amerikanischen Luxus-Geländewagens. Dieser kommt Anfang 2011 neu aufgelegt zu den deutschen Händlern, für wenigstens 52.850 Euro. Damit ist der Hausfrauenpanzer deutlich teurer geworden, bisher kostete der Einstieg hierzulande 45.690 Euro.

Derweil muss Deutschland, wie auch der Rest Europas auf den Diesel warten. Der bislang verwendete Selbstzünder aus dem Mercedes-Regal steht nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen wird Jeep aller Voraussicht nach zu einem Dreiliter-V6 des Motorenherstellers VM greifen (250 PS, 550 Newtonmeter), der noch entsprechend angepasst werden muss. Vermutlich wird dieser Vorgang noch gut ein halbes Jahr in Anspruch nehmen, so lange müssen auch die Europäer zu den durstigen Benzinern greifen – in den USA, wo der Sprit noch immer aus verchromten Zapfsäulen zu sprudeln scheint, spielt der deutlich sparsamere Selbstzünder nach wie vor kaum eine Rolle. Als Basismotorisierung steht ein neuer 3,6-Liter-V6 zur Verfügung, der 280 PS leistet und elf Prozent weniger Sprit verbrauchen soll, als sein Vorgänger. Freunde der Verschwendung greifen freilich weiterhin zum 360 PS starken 5,7-Liter-Hemi. Insgesamt soll die Verarbeitungsqualität deutlich besser sein als bisher, ebenso die Materialauswahl im Innenraum. In Sachen Extras gab es beim Grand Cherokee ohnehin noch nie etwas, das es nicht gibt. Als Option ist eine Luftfederung verfügbar, die den Geländewagen im Gegensatz zum serienmäßigen Stahlfeder-Fahrwerk in der Bodenfreiheit variabel macht. Zudem gehört die wankelmütige Starachse, die bisher den Komfort trübte, der Vergangenheit an, der Neue wird an allen vier Rädern über eine Einzelaufhängung verfügen.

Im Vergleich zum Mercedes ML, dessen neue Generation sehr zeitnah auf dem Markt erscheinen wird, ist der Jeep bei gleichem Radstand vier Zentimeter länger, zwei Zentimeter breiter und fünf Zentimeter niedriger. Dass er hierzulande einen deutlich kleineren Marktanteil haben wird als das ebenfalls in den USA montierte Schwaben-SUV, gilt als umso wahrscheinlicher, je länger die deutschen Kunden auf den Diesel warten müssen. (autaro)

 

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Juli 11th, 2010

Grand Cherokee 2011

Grand Cherokee 2011

München, den 11. Juli (autaro) Im Herbst kommt der neue Jeep Grand Cherokee, der Inbegriff eines amerikanischen SUV, zumindest aus Sicht der Europäer. Denn während die wirklich großen Hausfrauenpanzer vom Schlage eines Chevrolet Suburban oder Cadillac Escalade eher selten den Weg auf den alten Kontinent finden, verkauft sich der Grand Cherokee hier bereits in der dritten Generation. Und da es sich bei der Neuauflage formal um ein Derivat der M-Klasse von Mercedes handelt, dürften auch die Verkaufszahlen der vierten Generation zumindest nicht stagnieren. Allerdings fehlen dem aus der alten Mercedes-Chrysler-Ehe entstanden Modell wichtige Voraussetzungen, um den Anschluss an die etablierte Konkurrenz zu halten: darunter vor allem sparsamere Motoren und Getriebe auf dem neuesten Stand.

Die Technik stammt aus erster Ehe

Mittlerweile Ist Chrysler mit Fiat liiert, doch für die Modelle aus der geschiedenen Ehe mit Mercedes liefert der Daimler-Konzern weiterhin die Motoren und entsprechende Technik-Komponenten. Das gilt allerdings offensichtlich nur für den bei der Entwicklung verinbarten Stand der Technik. Während die M-Klasse mittlerweile über ein modernes Siebengang-Automatikgetriebe und sogar über eine Version mit Hybridantrieb verfügt, müssen sich Chrysler Kunden mit Brot-und-Butter-Technik von vor Jahren zufrieden geben. Zur Auswahl steht allein ein Fünfgang-Wandler, Hybrid-Modelle oder gar einfache Zutaten wie ein Start-Stopp-System: Fehlanzeige. Dafür gestaltet sich die Motoren-Palette nach typisch amerikanischem Vorbild, Hubraum satt und Leistung im Überfluss.

Motoren aus einer vergangenen Ära

Während sich europäische Käufer zum überwiegenden Teil für den Diesel entscheiden werden, hat in den USA auch bei großen SUVs und Geländewagen der Benziner die Nase vorn. Diesel gelten dort nach wie vor als schlapp, laut und wenig chic, den TDI-Boom der 90er haben die Amerikaner komplett verschlafen. So ist der einzige Selbstzünder im Programm den auch der bekannte Dreiliter-V6 von Mercedes, der 218 PS liefert und gute 500 Newtonmeter auf die Kurbelwelle stemmt. Allein er dürfte adäquate Verbrauchswerte abliefern, Fünfgangautomatik hin oder her. Des Weiteren wird ein 3,6-Liter-V6-Benziner zur Auswahl stehen, 284 PS liefert und ein maximales Drehmoment von 353 Newtonmetern bereitstellt. Laut Chrysler soll der Durchschnittsverbrauch nach ECE-Norm 10,2 Liter je 100 Kilometer betragen, auszugehen ist daher wohl von einem Praxiswert um die 12 Liter. Wesentlich trinkfester dürften sich die beiden V8-Benziner zeigen, mit Hubräumen von 5,7 und 6,1 Litern. Der 5,7-Liter-Hemi leistet 365 PS und der ab 2012 geplante 6.1-V8 stolze 426 PS. Durchschnittsverbrauch? Jenseits von Gut und Böse.

Innen endlich Premium

Profitiert von der Zusammenarbeit mit Daimler haben die Amerikaner deutlich hinsichtlich der Qualität ihrer Fahrzeuge. Fühlte sich schon das Leder der Sitze bei den älteren Versionen an wie Kunststoff, geht sich die künftige Version im Innenraum deutlich feiner an. Nicht nur die Auswahl der Materialien fiel feiner aus, auch die Verarbeitung entspricht mittlerweile dem Klassenstandart. Hinzu kommen eine Komfort- und Sicherheitsausstattung, die sich nicht mehr hinter der Konkurrenz verstecken muss. Front- Seiten- und Fensterairbags sind mittlerweile ebenso Serie wie aktive Kopfstützen, die einem Schleudertrauma vorbeugen sollen. Dazu kommen ein Radar gestützter Schutz vor Auffahrunfällen, ein adaptiver Tempomat und ein System, dass den toten Winkel überwacht und den Fahrer beim Spurwechsel vor Kollisionen schützt. Auch die Unterhaltung der Passagiere kommt nicht zu kurz. Ein Festplatten-Multimediasystem mit Touchscreen sorgt ebenso für Kurzweile wie optionale Displays in der zweiten Reihe. MP3-Player können ebenfalls angeschlossen und dann über den Touchscreen oder das edle Multifunktionslenkrad aus Holz mit Lederbezug angesteuert werden.

Auch im Gelände macht der Neue eine gute Figur

Auch wenn schwere SUVs hauptsächlich auf dem Asphalt eingesetzt werden, haben die Entwickler dem Grand Cherokee ein ordentliches Arsenal an Offroad-Goodies mit auf den Weg gegeben. Neben dem bekannten Allradantrieb und einer Geländeuntersetzung stehen unter anderem ein Hill Start Assistant System und eine Hill Descent Control zur Verfügung, die den Fahrer über voreingestellte Geschwindigkeiten immens entlasten und das Scharren der Räder verhindern. Geregelt wird alles über einen Drehregler in der Mittelkonsole – chic.

Fazit: der Grand Cherokee hat durchaus Potential

Mit der vierten Generation unter der Mitregie von Mercedes ist Jeep bzw. Chrysler prinzipiell ein echter Wurf gelungen. Optisch wie technisch ist das SUV der europäischen Konkurrenz dichter auf den Fersen als je zuvor. Dazu kommt eine Material- und Verarbeitungsqualität, die sich endlich nicht mehr verstecken muss und eine angemessene Sicherheits- und Komfortausstattung. Dringend sollte Chrysler allerdings sparsamere Motoren und Getriebe der neuesten Generation nachschieben, hier fährt der Cherokee der Konkurrenz mit großem Abstand hinterher. Wer aber den Diesel wählt und sich mit dem Gasfuß zurückhält, könnte mit diesem Jeep aber durchaus glücklich werden. Das Aggregat erfüllt die Abgasnorm Euro-5, was sich auch bei der KfZ-Steuer bemerkbar macht. Zwar macht Chrysler noch keine Angaben zum Preis, doch das aktuelle Modell gibt es vor vereinbarten Rabatten schon zu Preisen ab rund 45.000 Euro. Außerdem scheinen Jeep-Fahrer zu den besonders vorsichtigen Vertretern ihrer Zunft zu gehören, was sich in vertretbaren Einstufungen bei der KfZ-Versicherung (hier geht’s zum Vergleich) niederschlägt. Der Grand Cherokee darf also auch auf dem alten Kontinent in eine vielversprechende Zukunft blicken – vorausgesetzt, die Entwicklung zeitgemäßer Antriebstechnik bleibt in der Fiat-Chrysler-Ehe nicht gänzlich stehen. (autaro)

Grand Cherokee 2011
Grand Cherokee 2011
Grand Cherokee 2011

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