
München, den 24. Oktober 2011 (autaro) Lancia setzt künftig auf bewährte Chrysler-Technik, zumindest vorübergehend. Denn die Modellpolitik der Italiener verfolgt den Plan, sämtliche Chrysler-Fahrzeuge in Europa als Lancia zu vermarkten, entsprechend gezeichnet und mit jeder Menge italienischem Chic. Ob die Rechnung aufgeht, hängt allerdings nicht nur von der wohlgeformten Schale der neuen Lancia ab, sondern auch vom Preis. Denn hier war Chrysler bislang mehr als konkurrenzfähig, die Angebote aus den USA waren echte Knaller. Nun veröffentlichen die Italiener auch die Preise für den neuen Lancia Thema und Voyger, mit denen eine stattliche Oberklasse-Limousine und ein geräumiger Van mit bis zu sieben Sitzen an den Start gehen. Dabei haben die Ingenieure dem ehemaligen Chrysler 300C nicht nur eine gediegenere Optik verpasst, laut Fiat wurde gut eine Milliarde Euro in die neue Generation des Lancia Thema gesteckt. Deutlich weniger aufwendig vollzog sich die Metamorphose des Chrysler Voyager, der nun unter dem Lancia Voyager läuft und nicht einemal einen neuen Namen erhielt.
Ab 41.400 Euro steht der Thema in der Preisliste, dann werkelt unter der Haube ein Dreiliter-Diesel mit sechs Zylindern und 190 PS Leistung in der Ausstattungslinie Gold. Der prinzipiell baugleiche Selbstzünder mit 239 PS kostet ab 46.900 Euro, kommt dann allerdings auch schon in der üppiger ausgestatteten Platinum-Variante. Nahezu voll ausgestattet, unter anderem auch mit einem komplett mit Leder überzogenen Armaturenbrett kommt der bullige Diesel für 50.900 und ist damit ebenso teuer wie der einzig verfügbare und ebenfalls vollausgestattete Benziner. Dieser schöpft seine Kraft ebenfalls aus sechs Zylindern und 3,6 Litern Hubraum, nominell sind es ganze 286 PS. Geschaltet werden die Selbstzünder über eine Fünfstufenautomatik, der Benziner erhält eine achtstufige Automatik von ZF. Mit Diesel verbraucht die 5,22 Meter lange Limousine laut Lancia 7,1 Liter, der Benziner 9,4 Liter auf 100 Kilometer. Zudem erfüllen alle Motoren die Abgasnorm Euro 5.
Der Lancia Voyager kostet sowohl mit 3,6-Liter-Benziner (287 PS) als auch mit 2,8-Liter-Diesel ((163 PS) 39.900 Euro in der Gold-Ausführung. Bereits diese kommt mit elektrisch verstellbaren Vordersitzen, Klimaautomatik und hochwertigem Soundsystem. 7,9 Liter Diesel bzw. 10,8 Liter Benzin gibt Lancia als Durchschnittsverbrauch an, im Falle des Benziners eindeutig zuviel für den europäischen Markt. Dafür erweist sich das Familien-Schiff als ausgesprochen günstig in der Kfz-Versicherung (hier können Sie vergleichen), die Kfz-Steuer schlägt dem großen Hubraum entsprechend dagegen etwas stärker zu Buche. Beide neuen Lancia gefallen aber mit einem überdurchschnittlich guten Preis-Leistungs-Verhältnis und stellen eine individuelle Alternative zur etablierten Konkurrenz dar. (autaro)







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