München, den 12. Juni (autaro) Egal was man vom Lexus hält, eines muss man sich auf jeden Fall eingestehen: Die Tochter-Marke des weltweit führenden Automobilherstellers hat das Luxus-Segment revolutioniert und für sich erobert. Jeder, der in dieser Kategorie kämpfen will, muss sich einige Punkte gut überlegen. Luxus heißt nicht mehr nur in aufwendiges Design und unnützen Schnick-Schnack im Innenraum zu investieren, sondern umfangreiche Projekte auszuarbeiten, die jedes einzelne Element des Automobils auf ein neues Niveau bringen. Keine Ausnahme stellt hierbei das neue Modell der Japaner, das Ende Mai an den Start geht – der Lexus RX, den wir für Sie getestet haben.
Der dubiöse Zwillingsbruder
Am Äußeren bemerkt man die aufwendige Arbeit, von der wir gerade gesprochen, allerdings nicht. Die Ähnlichkeiten mit dem Vorgänger – dem RX 350 – sind weder subjektiv noch dezent. Um lediglich zwei Zentimeter ist der Radstand gewachsen, was sich bei den Platzverhältnissen überhaupt nicht bemerkbar machen. Im Lexus-SUV sitzt man weiterhin bequem, ohne aber dabei besonders üppige Komfortverhältnisse zu genießen. Geändert hat sich allerdings viel am Innendesign. Hauptfigur ist hier das neue Armaturenbrett, das sich besonders stilvoll und elegant zeigt. Fast revolutionär ist die geschwungene Mittelkonsole, die für eine künstlerische Atmosphäre sorgt.
Nicht zu retten ist aber der Kofferraum. Dieser bleibt unterdurchschnittlich klein und beweist einmal mehr, dass Perfektion nur nahbar ist, erreichbar aber nicht. 446 Liter fasst das hintere Kompartiment, bei umgeklappter Rückbank stehen allerdings 1180 bis 1570 Liter zur Verfügung.
Luxus a lá Lexus
Einen kleinen Kofferraum können die Luxusfans auf jeden Fall verschmerzen. Schließlich verwenden wenige so einen Wagen zum Transport von Parkett für einen ganzen Ballsaal oder von Holzbrettern für ein Oktoberfestzelt. Nicht fehlen dürfen hingegen die Luxus-Highlights im Innenraum. Sie sollten eine besondere Botschaft vermitteln – hier fährt ein kleiner Star mit seiner Familie. Besonderes Lob verdienen hier die Ablagen, die Sitze und das Head-Up-Display. Die Materialien für die Tapezierung der Oberflächen hinterlassen einen teuren Eindruck und geben ein klares Signal: Hier wurden weder Finanzen noch Arbeitskraft gescheut.
Aufwendige Motorisierung
Das Luxus-Gefühl wird von der absoluten Geräuschlosigkeit abgerundet. Der Motor macht sich sogar beim festeren Gaspedaldrücken kaum bemerkbar. Dabei kann der Kunde zwischen zwei Varianten wählen – entweder mit Hybrid-Technik oder mit reiner Verbrennungstechnologie. Die erstere entpuppt sich als ein wahres Wunder. Die Systemleistung liest sich fast wie eine Ode an den Hybrid-Motor – mit 220 kW und 299 PS wird dieses Triebwerk sogar die größten Skeptiker überzeugen. In nur 7,8 Sekunden sprintet der Japaner auf Tempo 100, die Spitzengeschwindigkeit beträgt dabei 200 km/h. Noch zeremonieller wird es bei dem Spritverbrauch, der mit 6,3 Liter Super auf 100 km unvorstellbar sparsam ist. So viel verbrauchen schließlich einige Kleinmodelle und kein anderes SUV im weltweiten Automobilkatalog.
Wie macht Lexus das alles möglich? Zugegeben, die Motortechnik ist sehr aufwendig. Der Verbrennungsmotor – ein 3,5-Liter-V6-Antrieb – arbeitet ausschließlich im so genannten Atkinson-Modus, der eine höchst effiziente Umsetzung der Verbrennungsenergie ermöglicht. Gleichzeitig arbeiten auch ganze zwei Elektrobatterien für den Komfort und das Umweltbewusstsein der Fahrer und Passagiere. Die schwächere konzentriert sich dabei völlig auf die Hinterachse. Viel gearbeitet wurde am Hybrid-Steuergerät, das mittlerweile nur noch 22 Kilogramm wiegt. Kleiner konnten die Lexus-Ingenieure die Nickel-Metallhydrid-Batterie nicht konzipieren. Sie übernimmt weiterhin einen riesigen Raum unter der Rücksitzbank.
Das ganze Motorspektakel wird von einer Reihe Fahrassistenzen und Elektronik unterstützt, die dafür sorgen, dass das richtige Gemisch aus Elektro- und Verbrennungsenergie zu jedem Zeitpunkt erzielt wird.
Fazit
Die 59960 Euro, die man für das Basismodell parat haben sollte, erweisen sich als ein Kinderspiel, wenn man bedenkt, was für Investitionen im neuen Lexus-SUV stecken. Die Toyota-Tochtermarke hat vor der Autoindustrie mit Sicherheit neue Horizonte eröffnet. Wer einmal einen Lexus gefahren ist, wird kaum jemals aussteigen wollen. Dieser hohe Maßstab macht sich auch beim neuen Modell bemerkbar. Lexus erfüllt alle Kundenwünsche – vom Komfort, über beeindruckende Motorleistung bis hin zur Umweltfreundlichkeit seiner Maschinen. (autaro)

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