Archiv für die ‘Nissan’ Kategorie
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Januar 3rd, 2011

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München, den 03. Januar (autaro) Haben Branchenkenner eigentlich das Jahr 2012 für den Durchbruch des Elektroautos bestimmt, erfährt bereits das neue Jahr 2011 einen angemessenen Auftakt: niemand geringeres als Portugals Premier José Sòcrates fährt künftig dienstlich ein E-Fahrzeug. Der Nissan Leaf, eines der ersten serienreifen Autos mit reinem E-Antrieb befördert künftig das Oberhaupt Portugals, medienwirksam übergab der japanische Hersteller den Stromer mit leistungsfähiger Lithium-Ionen-Batterie. Überhaupt macht der Leaf von sich reden, ob als Auto des Jahres 2011 oder durch das New Yorker “Time“-Magazine. Dieses hat den Nissan Keaf in die Liste der 50 besten Erfingungen des Jahres 2009 aufgenommen – reichlich Vorschusslorbeeren für eine noch nahezu unbekannte Neuentwicklung. Zeitgleich übergab Nissan neun weitere Leaf an das portugiesische Konsortium MOBI-E. Dessen Vorstand wird künftig ebenfalls im Nissan Leaf durch die Lande surren.

Das MOBI-E Konsortium zeichnet verantwortlich für die Einrichtung eines engmaschigen Netzes an E-Tankstellen in ganz Portugal. In enger Kooperation der portugiesischen Regierung und mit Renault und Nissan wurde bereits 2008 der Grundstein für eine entsprechende Infrastruktur gelegt, mittlerweile verfügt Portugal über E-Tankstellen in über 25 Städten. Bis Sommer 2011 sollen weitere 1.300 Ladestationen hinzukommen, außerdem 50 Schnellladestationen. Neben einem Modell, dass den schnellen Tausch der Akkueinheiten voll automatisch übernimmt besteht die Möglichkeit, den Leaf an einer solchen Station binnen 30 Minuten zu 80 Prozent wiederaufzuladen.

Deutsche Kunden müssen sich unterdessen noch in Geduld üben. Hier wird der Nissan Leaf voraussichtlich ab Herbst dieses Jahres erhältlich sein, zu bislang unbekannten Preisen. Mit einer staatlichen Förderung in Form einer Kaufprämie wird aktuell nicht gerechnet, Bundeskanzlerin Angela Merkel will direkt die Entwicklung der E-Mobilität unterstützen, nicht allein den Verkauf. Außerdem werden Fahrer eines Elektromobils steuerlich begünstigt und sparen bares Geld bei der Kfz-Versicherung (hier finden Sie weitere umfassende Informationen). Ob und wie lange sich Portugal die großzügige Subventionspolitik für die E-Mobilität noch wird leisten können, ist ebenfalls fraglich. Das hochverschuldete Land gilt als heißer Anwärter für den Europäischen Rettungsschirm und müsste im Falle einer „Rettung“ durch die europäischen Nachbarn harte Sparauflagen einhalten. (autaro)

 

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November 28th, 2010

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München, den 28. November (autaro) Während sich die Meldungen über neue Elektro-Prototypen auf dem Automarkt buchstäblich überschlagen, macht der japanische Hersteller Nissan Ernst. Der Leaf, der bereits im nächsten Jahr auch in Deutschland erhältlich sein wird, ist einer der ersten Stromer, die tatsächlich in Großserie produziert werden. Die Japaner haben sich also viel vorgenommen und sind ein ordentliches Risiko eingegangen. Francois Bancon, der Chefstratege des japanischen Autobauers, formuliert es so: “Wenn diese Nummer schief geht, sind wir tot, mausetot.” Denn der Konzern mit Sitz im japanischen Yokohama hat gut fünf Milliarden Dollar in die Hand genommen, um das Modell Leaf bzw. dessen technische Basis zu entwickeln. Neben dem Leaf ist ein besonders edles Modell in Planung, das unter dem Markennamen Infiniti vermarktet werden soll. Außerdem ein leichtes Nutzfahrzeug und ein besonders avantgardistisches Modell, das deutlich auffälliger und weniger an den Mainstream angepasst daherkommen wird, als der Leaf. “Wer das sieht, wird uns nie mehr Langeweile vorwerfen“, schwärmt Bacon. Bis 2014 sollen alle vier Modelle mit E-Antrieb auf dem Markt sein.

Unaufdringliche Optik

In der Tat ist der Leaf ein Fahrzeug geworden, das keinesfalls auffällt. “Die Zurückhaltung ist Absicht”, begründet Bacon das Design, “man darf die Leute nicht zweimal schocken.” Insgesamt aber hebt sich der Leaf doch recht deutlich von der bekannten Design-Linie in der Kompaktklasse ab, wirkt mit 4,45 Metern Länge und 1,55 Metern Höhe etwas gestreckter als beispielsweise ein Opel Astra oder VW Golf. Hierin spiegelt sich auch die optimierte Aerodynamik des Leaf wieder, die Karosserieform sollte in erster Linie dem Windkanal gefallen, nicht dem Publikum. Im Innenraum setzt sich der leicht zwiegespaltene Eindruck fort. Zwar geriet die Gestaltung des Interieurs durchaus gefällig, die Verarbeitungsqualität weist allerdings die eine oder andere Liederlichkeit auf und die Materielauswahl wurde eindeutig in Hartplastik-Land getroffen

Alltagstauglichkeit mit Einschränkungen

Insgesamt kommt bei den Passagieren niemals das Gefühl auf, wegen des zukunftsweisenden Antriebes müssten Kompromisse oder Zugeständnisse gemacht werden. Platz bietet der Kompakte allen Mitreisenden in völlig ausreichendem Maße und auch das Ladevolumen des Kofferraums ist mit 330 Litern auf Klassenniveau. Der Aufwand, die 48 Akkus, von denen jeder in etwas die Größe eines handelsüblichen Notebooks besitzt, im Fahrzeugboden unterzubringen, hat sich also gelohnt. Machen wir also den ersten Ausflug: wer mittels des knubbeligen Wählers entschieden hat, die Fuhre vorwärts zu bewegen, ist prompt überrascht. Mit unglaublicher Vehemenz schiebt der Leaf nach vorne, die Beschleunigung von der Ampellinie lässt manchen Porsche-Fahrer nur ungläubig staunen. Das maximale Drehmoment von 280 Newtonmetern liegt bei E-Motoren naturgemäß von der ersten Drehzahl an bereit. Von einem kaum hörbaren Surren begleitet, zischt der Leaf ab wie die vielzitierte Katze der Familie Schmidt. Auf der Autobahn wird bei 145 Stundenkilometern elektronisch begrenzt, höhere Geschwindigkeiten würden zu sehr am Füllstand der Akkus saugen. Doch Produktmanager Malo le Masson erwidert auf das typisch deutsche Ressentiment der Einengung treffend: “Das reicht überall in Europa für den Verlust des Führerscheins, außer in Deutschland, natürlich.”

Komplett neue Motorcharakteristik

Insgesamt muss sich der Fahrer eines Leaf komplett umstellen und beinah jede durch Diesel oder Benziner gewonnene Gewohnheit über Bord werfen. Häufiges Anfahren in der Stadt beeindruckt den 1,6 Tonnen schweren Nissan wenig, die dabei verlorene Energie wird beim nächsten Halt an der Ampel wieder aufgefangen und gespeichert. Im Stadtverkehr ist der Leaf also kaum zu schlagen. Auch bei Landstraßengeschwindigkeit jagt einem die „Tankuhr“ in Form einer Reichweitenanzeige noch wenig Angst ein. Lässt man es aber krachen und fährt auf der Autobahn eine Strecke mit Höchstgeschwindigkeit, kann man kaum schauen, so schnell schmilzt die Reichweite zusammen. Und auch an Steigungen offenbart der E-Motor bzw. die Akkutechnologie ihre große Schwäche. Geht etwas steiler bergauf, büsst man für jeden Kilometer Steigung runde zehn Kilometer Reichweite ein. Und in diesem Falle funktioniert das mit der Energie-Rekuperation nicht ganz so optimal, die Rechnung, bei folgender Bergabfahrt würde die Energie wieder in die Akkus zurückfließen, geht diesmal nicht auf. Und ein weiteres Manko haben die Lithium-Ionen-Akkus. Für eine Vollladung müssen sie nämlich gute acht Stunden an die heimische Steckdose, was vermutlich in den meisten Fällen übernacht passieren wird. An Schnellladestationen öffentlicher Stromtankstellen lässt sich der Akku übrigens binnen einer Stunde wieder zu 80 Prozent aufladen.

Für gut 80 Prozent aller Fahrten völlig ausreichend

Experten haben ausgerechnet, dass in etwa 80 Prozent aller Fahrten mit dem PKW eine kürzere Dauer haben als 80 Kilometer. Die maximale Reichweite des Leaf dürfte also für die alltäglichen Bedürfnisse der meisten Menschen völlig hinreichen. Für Uralubsfahrten hingegen haben sich die Marketingstrategen daher etwas verblüffend einfaches, für Nissan aber freilich sehr aufwendiges einfallen lassen: “Für die Urlaubsfahrt bekommen Leaf-Kunden kostenlos einen Leihwagen von uns”, sagt Masson. Neigt sich die Energie dem Ende entgegen, lotst der Leaf den Fahrer übrigens per GPS zur nächsten Ladestation.

Der Kilometerpreis ist unschlagbar

Die große Stunde des Nissan Leaf schlägt beim Blick auf die Kilometerkosten. Die betragen auf 100 Kilometer unschlagbare zwei Euro – das wwerden weder Benziner, noch Diesel oder Hybrid jemals schaffen. Dagegen steht freilich ein Anschaffungspreis von ca. 35.000 Euro, der sich je nach Land und dessen Subventionspolitik für Elektroautos noch einmal um den Betrag X reduziert. Nissan rechnet daher hauptsächlich mit Leasingkunden und Aufträgen durch Kommunen und Gemeinden. Die Vorbestellungen sprengen laut Unternehmensmitteilungen jedenfalls den Absatzrahmen von geplanten 50.000 Einheiten pro Jahr schon jetzt. Und abermals mischt sich unweigerlich ein gewisser Zwiespalt in die Erörterung des Antriebskonzeptes. Denn der Leaf selbst emittiert beim Fahren kein Gramm CO2 oder sonstige Abgase. Doch der Strom, den er für die Fortbewegung allenthalben aufnehmen muss, will auch irgendwo produziert werden. Und eben hier stellt sich wiederum die Frage, ob dieser aus Atomkraft, Gas, Öl, Kohle oder aber aus regenerativen Energiequellen geschöpft werden soll. Und ob die Politik nicht irgendwann auf die Idee kommt, auch den Strom für die automobile Fortbewegung zu besteuern – analog zur Mineralölsteuer. Bis dahin bleibt dem Leaf jedenfalls sein Image. (autaro)

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November 19th, 2010

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München, den 19. November (autaro) Einen Ausblick auf die Zukunft in Japan gibt die Nissan-Studie Ellure. Wie aus einem Guss steht sie da, die fünftürige Limousine mit den gegenläufig öffnenden Türen und dem komplett durchgehenden Glasdach. Funktionselemente, die die fließende Formgebung stören könnten, wurden gnadenlos eliminiert: so die Außenspiegel, an deren Stelle Rückfahrkameras zum Einsatz kommen oder die Türgriffe, die komplett eingelassen sind. Frontal sind die wichtigsten Stilmerkmale die gepfeilten Scheinwerfer und der mächtige Chromgrill, während das schlichte Heck spitz zuläuft und daher eine besondere Dynamik versprüht.

Der Innenraum demonstriert das derzeit technisch machbare, hieraus werden – ebenso wie aus dem Exterieur – lediglich wichtige Design-Elemente in die Serie übernommen. Fließende Formen dominieren den Stil und jede Menge transparent erscheinende Flächen. Insbesondere das Glasdach, das von der Windschutzscheibe an ohne abrupten Übergang bis in die Heckscheibe übergeht und somit erst am Kofferraumdeckel endet, schafft ein bei Limousinen bislang nicht gekanntes Raumgefühl. Macht man zusätzlich noch die im 90-Grad-Winkel öffnenden Türen auf, bietet der Ellure dem Wind praktisch keine Angriffsfläche mehr – so luftig kam noch keine Limousine daher.

Die Gesamtleistung von 275 PS ensteht durch einen 2,5-Liter-Vierzylinderbenziner mit einer Nennleistung von 177 kW/240 PS. Dieser erhält Unterstützung durch einen 25 kW/35 PS starken Elektromotor, der den Ellure bei niedrigeren Geschwindigkeiten und über kurze Distanzen auch rein elektrisch bewegt. Nissan setzt damit auf den sogenannten Vollhybriden, ähnlich wie Konkurrent Toyota. Vie viel von der atemberaubend schönen Studie bei Nissan in die Serie einfließen wird, bleibt abzuwarten. Und zu hoffen bleibt, dass es nicht bei einigen wenigen Design-Elementen bleiben wird. (autaro)

 

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August 15th, 2010

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München, den 18. August (autaro) Mit dem Qashqai ist Nissan ein großer Wurf gelungen, trotz des sperrigen Namens. Das SUV verkauft sich wie geschnitten Brot, das jüngste Facelift hielt die Optik aktuell. Diesen Erfolg wollen die Japaner nun eine Klasse tiefer fortsetzen, mit dem Nissan Juke. Ob es das eigenwillige Design des Juke ebenfalls auf über 200.000 Stück in drei Jahren bringen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedenfalls, dass Nissan mit seinen ausgefallenen Modellen eine lukrative Nische gefunden hat, auch der auffällige Cube verkauft sich bestens.

Basis mit Frontantrieb

Grundsätzlich kommt der Juke mit Frontantrieb daher, schließlich wird er sich die meiste Zeit auf befestigten Straßen, vornehmlich vermutlich in der Stadt, bewegen. Wer es aber wissen will, der kann den Juke auch mit 190-PS-Turbo, Allradantrieb und Sperrdifferential an der Hinterachse bestellen. Durch dieses lässt sich die Antriebskraft beliebig zwischen linkem und rechtem Rad variieren, wodurch sich der Kleine auch durch grobe Schlammpisten wühlen kann. Doch auch der von uns getestete 110-PS-Diesel mit 1,5 Litern Hubraum und Frontantrieb hinterlässt schon einen ausgesprochen agilen Eindruck. Aus dem Drehzahlkeller heraus geht es zügig voran, der Selbstzünder nimmt willig Gas an und dreht mühelos bis in den roten Bereich des Drehzahlmessers. Darüber hinaus hat Nissan bei der Motor-Kapselung ganze Arbeit geleistet, das Diesel-Nageln dringt kaum bis in die Fahrgastzelle durch. Darüber hinaus läuft der Vierzylinder überraschend vibrationsarm. Das gut gestufte Sechsgang-Schaltgetriebe hilft außerdem, den Motor stets in seinem „Wohlfühl-Bereich“ zu halten, selbst auf der Autobahn bleibt der Nissan überraschend leise. Schade übrigens, dass sich der Basis-Benziner mir 1,6 Litern Hubraum und 117 Pferdestärken mit einem Fünfgang-Getriebe begnügen muss, vorausgesetzt man ordert ihn nicht mit dem stufenlosen CVT-Getriebe (Aufpreis: 1.400 Euro).

Individuell gestaltetes Interieur

So auffällig sich der Juke äußerlich gibt, so auffällig setzt sich das Design im Innenraum fort. Langeweile kommt hier nicht auf, die Mittelkonsole ist teilweise in Wagenfarbe lackiert und nachts fühlt man sich dank der hellen Beleuchtung ein bisschen wie in Tokyo mit all seinen Reklame-Tafeln. Trotz des juvenilen Auftrittes stimmt aber die Verarbeitungsqualität und die verwendeten Materialien genügen auch europäischen Ansprüchen. Dass der Juke kein Raumwunder ist, sieht man ihm bereits von größerer Entfernung an. Die Platzverhältnisse könnten, gemessen an der beträchtlichen äußeren Größe (Länge: 4,13 m, Breite: 1,76 m, Höhe: 1,57 m), großzügiger ausfallen. Sie reichen aber für den Alltag aus, auch hinten können zwei Erwachsene entspannt sitzen. Ein bisschen dürftig fällt der Kofferraum aus, der seine 251 Liter Ladevolumen nur erreicht, wenn man das Fach unter dem eigentlichen Laderaum mit einrechnet.

Faire Preisgestaltung

Der Basis-Benziner steht mit 16.990 Euro in der Liste. Dafür bekommt der Kunde bereits eine Klimaanlage, eine CD-Radio, sechs Airbags, ESP und die wichtigsten, in dieser Klasse üblichen Features. Der Top-Benziner mit 190 Turbo-PS und Allradantrieb hat des weiteren 17-Zoll-Alus sowie Navi und eine Rückfahrkamera mit an Bord. Hinsichtlich der Kfz-Versicherung (hier geht’s zum Tarifcheck) und der Steuer wird eine niedrige Einstufung erwartet (bei Steuer dank des kleinen Hubraums der aufgeladenen Motoren), zum Verbrauch sind noch keine verlässlichen Werte ermittelt. Außerdem bietet Nissan günstige Finanzierungsmöglichkeiten inklusive Wartung und Garantie an, was die Kosten kalkulierbar macht. (autaro)

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August 2nd, 2010

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München, den 02. August (autaro) In der vergangenen Woche veröffentlichte Chevrolet die Preise für den Volt, das erste Elektroauto aus dem Hause General Motors (GM) und Schwestermodell des Opel Ampera. Zwar handelt es sich genaugenommen um einen Stromer mit Range Extender, also kein reines Elektroauto. Doch der Preis von umgerechnet 31.500 Euro inklusive achtjähriger Garantie auf die komplette E-Einheit nebst Akkus scheint die Japaner nervös gemacht zu haben. Jedenfalls reagiert Nissan prompt und gibt den Leaf, das erste E-Auto aus dem Hause Nissan (mit Partner Renault), ab sofort zur Bestellung frei. Zunächst gilt das allerdings nur für Portugal und Irland, in Großbritannien kann der Leaf gegen 300 Pfund Anzahlung ab September vorbestellt werden.

Der Grund: in Portugal und Irland hat sich die Regierung bereits auf eine staatliche Förderung von Elektroautos verständigt, die der Käufer praktisch mit einkalkulieren kann. Im Klartext bedeutet dies in Portugal einen Basispreis von 30.240 Euro und in Irland von 29.995 Euro, in Großbritannien werden es umgerechnet 28.800 Euro sein. Man beachte: die Preise inkludieren in jedem Falle die moderne Lithium-Ionen-Akkus, mit denen der Leaf bis zu 160 Kilometer weit kommt. Außerdem ist die Serienausstattung mit Klima, Navi, Einparkhilfe nebst Rückfahr-Kamera und eigentlich allem, was man sonst so bestellen würde, nahezu komplett. Deutsche Kunden müssen leider noch bis Oktober 2011 auf den Leaf warten und kennen noch nicht den Preis. Nissan hofft zwar auf eine Förderung seitens der deutschen Regierung, bislang erteilte diese einer Förderprämie aber nur Absagen. Zwar fördert die Bundesregierung die Elektromobilität mit Millionenbeträgen, doch gehen die Mittel in erster Linie in Forschung und Entwicklung, nicht in Subventionsstrategien diverser Hersteller. Laut Nissan bekundeten in Europa bereits 12.000 Interessenten ihre Kaufabsicht.

Um weitere Kaufanreize zu setzen, listete Nissan noch einmal die laufenden Kosten auf, die durch den Leaf entstehen. Gemessen an den aktuellen Benzinpreisen kommt ein Brite pro 100 Kilometer auf 1,29 Euro, ein Ire auf 1,20 Euro und in Portugal kostet die gleiche Strecke nur 1,05 Euro. Die besagten 160 Kilometer Reichweite reichen für über 90 Prozent der durchschnittlich gefahrenen Strecken völlig aus und die Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern darf, abgesehen von deutschen Autobahnen, ohnehin nirgends ausgefahren werden. Fraglich ist noch, wie reine Elektroautos besteuert werden und wie hoch die Beiträge für Haftpflicht- und Kaskoversicherung (hier geht’s zum allgemeinen Vergleich) ausfallen werden. (autaro)

 

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Juli 18th, 2010

München, den 18. Juli (autaro) Die Zukunft ist da! Das erste voll-elektrische Automobil feiert bald Premiere. Produziert wurde dies natürlich von Japanern, doch nicht von dem ständig verdächtigten Hersteller Toyota, sondern von dem großen Rivalen und inzwischen der absolute Leader im Bereich der umweltfreundlichen Automobile – Nissan. Der Nissan Leaf soll Ende des Jahres 2011 auf dem Markt sein und bis dahin eine Serienreife erreichen. Die online-Bestellungen starten aber jetzt schon und die Tatsache, dass das Interesse an Öko-Automobilen riesig ist und dass es in diesem Segment noch viele freie Nischen gibt, beweist die Statistik: Innerhalb der ersten paar Stunden wurden alle geplanten Einheiten für 2011 reserviert. Das spricht von einem großen Erfolg, den man gebührend feiern muss.

Der japanische Stolz
Das war ein echt harter Kampf, in dem sich Nissan eigentlich immer sehr bescheiden gegeben hat. Autoexperten haben mit der japanischen Nummer zwei nie gerechnet. Man dachte, dass Toyota das erste Zero-Emission-Fahrzeug auf den Markt bringen sollte. Dann präsentierte Chevrolet die Studie Volt, die stolz auf fast allen großen Automobilausstellungen weltweit Auftritte feierte. Gefolgt wurde dieser amerikanische Erfolg von dubiosen Studienmodellen von fast allen großen Automobilherstellern – von Honda über Mercedes bis hin zu BMW, Peugeot und Renault. Der Gewinner in diesem fast zu amüsanten Kampf ist aber Nissan mit seinem vollblutigen Auto mit fünf Türen, innovativem Design und ausgereifter Elektro-Motorisierung.

Debüt in den USA
Die ersten Kunden, die den neuen Leaf fahren dürfen, leben in den USA. Dort kommt das Elektrofahrzeug schon Ende dieses Jahres auf den Markt. Das ist natürlich nicht verkehrt. Die Obama Regierung startete vor einigen Monaten eine beispiellose Umwelt-Strategie, die an eine Prämie in Höhe von 7.500 Dollar gekoppelt ist. In Kalifornien gibt es zusätzlich 5.000 Dollar für die Besitzer von Zero-Emission-Fahrzeugen. Rechnen wir dann mal aus! Bei einem Basis-Preis von rund 30.000 Dollar für den Leaf wird er seinem Besitzer in Kalifornien nur rund 20.000 Dollar kosten. So wird das Elektro-Wunder einfach unschlagbar im Segment der Elektro-Fahrzeuge. Der Erfolg ist somit gesichert: Wir hatten bereits in den ersten drei Stunden 2700 Reservierungen – das ist deutlich mehr als wir kalkuliert haben“ zeigt sich stolz der Nissan-Manager Dave Mingle.

Zukunftsweisende Technik
Unter der Haube des neuen Leaf versteckt sich eine potente Elektro-Batterie, die unglaubliche 109 Ps anbietet. Somit schafft das Automobil eine Spitzengeschwindigkeit von 140 km/h. Ja, das ist die Power eines Porsches, doch auf jeden Fall ist diese automobile Kraft ausreichend. Aufgeladen werden will die Elektrobatterie nach etwa 160 Kilometern. Laut den Nissan-Ingenieuren soll das die Einwohner der Großstädte wie New York, Tokyo oder London auf jeden Fall zufrieden stellen. Die Aufladezeit beträgt dabei neun Stunden. Wenn die Batterie voll ist, wird der Besitzer über eine SMS informiert auch über SMS kann er auch die Klimaanlage, die Scheinwerfer und das Autoradio in seinem Fahrzeug regulieren. Die Nissan-Ingenieure perfektionieren aber immer noch die Elektrobatterie. Bald nach der Premiere soll auch ein Schnellademodus eingeführt werden. Durch eine Versorgung mit Hoch-Druck-Strom sollen die Akkus innerhalb von dreißig Minuten aufgeladen sein.
Fazit
Der Nissan Leaf ist mit Sicherheit der Elektro-Messias und die beste Nachricht von dem weltweiten Automobilmarkt nach der Einführung des Toyota Prius. Nissan ist eine phantastische technische Entwicklung gelungen, die jetzt schon für schiere Begeisterung sorgt. Natürlich muss die Technik noch ausreifen, natürlich muss das Netz von Ladestationen weltweit ausgebaut werden. Doch natürlich ist auch die Tatsache, dass der Leaf eine Sensation auf dem Automobilmarkt ist. (autaro)

 

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Mai 31st, 2010

München, den 31. Mai (autaro) Nissan erweitert seine Crossover-Modellpalette konsequent nach unten. Neben Qashqai, Qashqai+2 und Murano kommt nun der Nissan Juke, den die Japaner auf dem Genfer Salon 2010 der Weltöffentlichkeit vorstellten. Ab dem 11. Juni 2010 können Interessenten den Juke bestellen, zu Preisen ab 16.990 Euro, wie Nissan soeben bekanntgab. Für diese Summe erhält der Kunde den Juke 1.6 in der Basisausstattung Visia. Für die beiden höherwertigen Ausstattungslinien Acenta und Tekna ruft der Händler 18.390 Euro bzw. 19.890 Euro auf, ebenfalls motorisiert durch den 1,6-Liter-Benziner mit 117 PS Leistung.

Daneben sind für den europäischen Markt zwei weitere Motorisierungen lieferbar, ein 1.5-Liter-Diesel und ein weiterer Benziner mit Turbolader und Direkteinspritzung. Der Diesel leistet dank Common-Rail-System 110 PS, der Turbo-Benziner stellt ordentliche 190 PS zur Verfügung – alle drei Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro 5. Zu den Durchschnittsverbräuchen lassen sich noch keine belastbaren Zahlen festschreiben, letztlich werden diese auch von der Wahl des Getriebes abhängen. Je nach Ausstattungslinie kommen manuelle Schaltboxen mit fünf oder sechs Gängen zum einsatz, optional wird auch ein stufenloses Xtronic-Sechsganggetriebe zur Verfügung stehen. Verfeinert wurde außerdem der Allradantrieb. Das bereits in den Modellen Quashqai und Murano eingesetzte All-Mode-System wird durch eine “torque-vectoring”-Funktion ergänzt, die den Antriebsschlupf nun auch zwischen den beiden Hinterrädern verteilt und damit noch mehr Bodenhaftung verspricht.

Dass der Juke hauptsächlich auf Asphalt zum Einsatz kommen wird, wissen auch die Ingenieure von Nissan. So wird er, einem allgemeinen Trend folgend, auch als reiner Fronttriebler erhältlich sein, der knapp einen Liter weniger verbrauchen soll, als seine geländegängigen Geschwister. (autaro)

 

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Mai 30th, 2010

München, den 30. Mai (autaro) In Deutschland ist der Nissan Micra seit seiner Markteinführung im Jahre 1983 (Damals noch unter dem Namen Datsun Micra) zum echten Verkaufsschlager geworden. Einfache aber robuste Technik und im Vergleich zur Konkurrenz niedrige Preise sind in dieser Klasse eben ein Argument. Mit der Zeit gewöhnten sich die Deutschen an die ausgesprochen niedliche Optik, das aktuelle Modell geriet geradezu verspielt. Nun steht wieder ein Modellwechsel auf der Agenda, der tiefschürfende Änderungen mit sich bringt.

Der Neue kommt aus Thailand

Dank eines üppigen Subventionsprogramms wurde die Produktion des Nissan Micra nach Thailand verlegt. Neuerdings fördert das Königreich nämlich Hersteller, die in Thailand nach europäischen Umwelt- und Sicherheitsstandards Autos herstellen lassen. Die Regierung legt außerdem noch einen obendrauf und erlässt Käufern des neuen Micra nahezu die komplette Mehrwertsteuer. So vermag es eigentlich kaum zu verwundern, dass sich die Thailänder neuerdings auch für Kleinwagen erwärmen können, wo doch bislang Pickups maßgeblich das Verkehrsbild des Urlaubsparadieses prägen. Knapp 10.000 Vorbestellungen gingen bislang bei Nissan ein.

Äußerlich wirkt der Micra erwachsener

Die Dimensionen des Kleinen wachsen Moderat, in der Länge misst der Nachfolger gute sechs Zentimeter mehr. Das Design wurde dem Trend zu opulenten Lufteinlässen angepasst, der Micra reißt nun auch im Rückspiegel weit das Maul auf. Insgesamt kommt er auch, da deutlich flacher, dynamischer daher, der mäßig verlängerte Radstand kommt in erster den Insassen zugute. Das Interieur hingegen kann nur als einfallslos und billig bezeichnet werden, Hartplastik soweit das Auge reicht und wenig gestalterischer Einfallsreichtum. Da wird es europäische Interessenten freuen, dass bis zur hiesigen Markteinführung noch Hand angelegt wird. Ob sich die Designer und Werkstoffingenieure dabei auf hochwertigere Oberflächen beschränken werden, oder ob ein komplett neues Design zum Einsatz kommen wird, ist bislang allerdings nicht klar. Ein Trost vorweg: die Verarbeitung entspricht dem bisherigen, durchaus ordentlichen Niveau.

Die größten Veränderungen finden unter dem Blech statt

Die mit Abstand größten Veränderungen betreffen Motor und Fahrwerk. Zum Einsatz kommen neue Dreizylinder-Benziner, die dank herabgesetzter Reibung deutlich sparsamer laufen und einen Durchschnittverbrauch von knapp Litern Benzin ermöglichen sollen. Zunächst kommen zwei 1,2-Liter-Aggregate auf den Markt, die Einstiegsversion mit 80 PS, die nächst stärkere offeriert dank Kompressoraufladung immerhin 98 PS. Auf die SO-Emission umgerechnet, ergibt sich für den Kompressor ein Wert von 95 Gramm pro Kilometer – ein durchaus respektabler Wert. Nissan hält diesen für nahezu optimal und verzichtet daher auch im neuen Micra komplett auf einen Diesel. Hieran hat aber auch konsequenter Leichtbau seinen Anteil, der Kleine bringt ein Leergewicht von 945 Kilogramm auf die Waage und gehört damit zu den leichtesten seiner Klasse. Darüber hinaus gefallen die Motoren mit einem unauffälligen und vibrationsarmen Lauf, in der Klasse der Dreizylinder setzen sie Maßstäbe. Beide können übrigens mit einem stufenlosen CVT-Getriebe kombiniert werden, bislang blieb die Automatik der Topmotorisierung vorbehalten.

Sehr agiles Fahrverhalten und zeitgemäße Ausstattung

Nicht zuletzt wegen des geringen Gewichts wetzt der Micra äußerst behände auch um enge Kehren. Zwar geriet das auf fernöstlichen Geschmack getrimmte Fahrwerk für europäische Verhältnisse sehr weich, doch wird es für Europa noch entsprechend angepasst. Hinsichtlich der Sicherheitsausstattung hat Nissan dazugelernt: beide Varianten werden künftig serienmäßig mit ESP ausgerüstet, ABS und eine Entsprechende Anzahl an Airbags gehören ohnehin zum Standard. Darüber hinaus hat der Käufer die Wahl zwischen mehreren pfiffigen Extras, vom Touchscreen-Navi bis zur neuen Parkplatzgrößen-Vermessung. Bei gesetztem Blinker und langsamer Fahrt erfassen Sensoren im Vorbeifahren Parklücken und melden solche von geeigneter Größer dem Fahrer.

Erfolg praktisch garantiert

Dass der Nissan Micra hierzulande eine Feste Größe in seiner Klasse bleiben wird, daran besteht eigentlich kein Zweifel. Voraussetzung dafür ist freilich eine moderate Preisgestaltung, was mit Hinblick auf die Niedrigen Produktionskosten in Thailand allerdings als gewährleistet betrachtet werden kann. (autaro)

 

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Mai 18th, 2010

München, den 18. Mai (autaro) Nissan verrät, zu welchen Preisen der rein elektrisch betriebene Leaf auf den Markt kommen wird. Zumindest in den Ländern, in denen er noch in diesem Jahr bestellt werden kann. Das sind zunächst England, die Niederlande und Portugal, während sich deutsche Interessenten noch mindestens bis Ende 2011 gedulden müssen. Einer der Gründe für diese „Salami-Taktik“ ist, dass hierzulande noch nicht klar ist, ob der Staat den Kauf reiner Elektroautos fördern wird, oder nicht. Nach wie vor wird in der Regierung erörtert, ob nur die Forschung, oder auch jedes einzelne Auto in Form einer Prämie gefördert werden wird.

In den oben genannten Ländern greift der Staat den Interessenten in Form einer Prämie oder durch kräftige Steuervergünstigungen unter die Arme. So kostet der Leaf in Großbritannien voraussichtlich umgerechnet 27.471 Euro, während er ohne Prämie mit umgerechnet 33.353 Euro zu Buche schlagen würde. In den Niederlanden beträgt der Kaufpreis stets 32.839 Euro, dafür kommt der Fahrer aber in den Genuss von Steuererleichterungen in Höhe von gut 6.000 Euro – für Halter eines Firmenwagens sind noch deutlich höhere Beträge drin. Auch in Portugal und in Irland wird der Kaufpreis nach Abzug aller Subventionen deutlich unter 30.000 Euro bleiben, außerdem müssen die Fahrer zunächst eine Kraftfahrzeugsteuer bezahlen. Der Leaf „kostet damit etwa genauso viel wie ein vergleichbar ausgestattetes Diesel- oder Hybrid-Fahrzeug”, wie uns Nissan vorrechnet. Bedenkt man hierzu die nahezu komplette Serienausstattung mit Schnelllader, Klimaanlage, Rückfahrkamera und dem ansonsten in dieser Klasse üblichen Schnickschnack, ergibt sich tatsächlich ein faires Angebot. Bleibt abzuwarten, wie sich die deutsche Politik in Sachen Förderung entscheiden wird. Doch auch ein nicht geförderter Preis von rund 32.000 Euro wäre ein Schritt in die richtige Richtung – der deutlich kleinere Mitsubishi i-MiEV soll bei uns voraussichtlich über 40.000 Euro kosten. (autaro)

 

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März 20th, 2010

München, den 21. März (autaro) Fast alle großen Hersteller präsentierten beeindruckende Neuheiten auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon. Große, starke, spritschluckende Limousinen mit abgefahrenen Triebwerk-Technologien konnte man bei den Ständen von BMW, Opel, Audi, Toyota, Chevrolet und vielen anderen erleben. So konnte der neue Nissan Micra nahezu unbemerkt bleiben. Doch wahre Autoexperten wissen, dass man das japanische Kleinauto nicht unterschätzen darf. Deshalb konnte sich das winzige Schmuckstück doch noch schnell als ein Höhepunkt auf der aufregenden Automobilausstellung etablieren. Der Micra geht nun in seine vierte Auflage und gilt inzwischen als eines der erfolgreichsten Automobile weltweit. Seit über 25 Jahren überzeugt das japanische Meisterwerk die weltweite Kundschaft. Auch die neue Inspiration zum Thema Micra wird die treuen Kunden nicht enttäuschen.

 

Klein, aber ohoooo…

Die Nissan-Ingenieure haben versucht, fast jedes Element neu einzustudieren. Der neue Micra erscheint in einem ganz andern Licht, und zwar als ein modernes Automobil, das sowohl praktisch, kompakt und puristisch wirkt, als auch erlebnisreiche Momente auf der Autobahn verspricht. Gearbeitet wurde unter anderem am Außendesign. Neu ist der Kühlergrill, der nun sportlich und nicht mehr kindlich oder naiv wirkt. Großartige Akzente werden mit den großen mandelförmigen Scheinwerfern gesetzt. Der neue Micra ist kein Kinderauto mehr, sondern hinterlässt einen reiferen, kraftvolleren Eindruck.

Begeben wir uns nun aber  in den Innenraum. Das Erste, was auffällt, ist der Komfort. In den früheren Versionen des Micra mussten sich groß gewachsene Personen eher quälen. Akrobatische Nummern aus der Gymnastik waren unter anderem auf den hinteren zwei Sitzen gefragt. Das ist nun nicht mehr der Fall. Natürlich hat man in einem Audi A8 mehr Platz, doch die Japaner schenken den Micra-Passagieren einige zusätzliche Zentimeter, sodass wir durchaus den Begriff Kleinwagen-Komfort einführen können. Was das Armaturenbrett angeht, da haben die Ingenieure alles klar und übersichtlich gehalten. Verzichtet haben sie auf unnötigen Schnickschnack, der die Konzentration stören könnte. Obwohl das Hartplastik im Innenraum dominiert, wirken die Elemente gut verarbeitet, sodass man sich hier durchaus wohl und nicht unbedingt als Besitzer eines Billig-Autos fühlt.

 

Motorstärke pur

So überzeugend wie die Innen- und Außenräume auch sind, wären sie doch nichts, ohne die beachtlichen Triebwerke. An den Start geht der neue Micra mit lediglich zwei Motoren, doch die Palette soll langsam aber sicher erweitert werden. Beide Maschinen sind auf jeden Fall sehr gelungene Entwicklungen und werden die neuen Micra-Fahrer nicht enttäuschen. Als Basis-Antrieb dient ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner, der 59 kW und 80 PS anbietet. Die Motorkraft ist für die Maße des Stadtflitzers durchaus ausrechend. 108 Newtonmeter Drehmoment stehen dem Fahrer zur Verfügung, was eine akzeptable Leistung darstellt. Ein großes Plus ist der CO2-Ausstoß, der nach Herstellerangaben bei 115 g/km liegt – so ist die Euro 5-Norm mit Bravour geschafft.

Stärker ist der Alternativ-Motor, der 72 kW und 98 PS aus einem 1,2-Liter Hubraum auf die Räder bringt. Hier wurde der Co2-Ausstoß weiter auf 95 g/km gesenkt.

 

Fazit

Der neue Micra wird in Deutschland erst ab dem kommenden November verkauft. Doch bereits jetzt kann man ruhigen Gewissens sagen, dass die Verbesserungen, die die Nissan-Ingenieure an dem Vorgänger-Modell vorgenommen haben, durchaus gelungen sind. Ein weiterer Plus-Punkt ist die zusätzliche Ausstattung, die für den kleinen Stadtflitzer angeboten wird. ABS, ESP, Front- und Seitenairbags, Gurte mit einem innovativen Sicherheitsverschluss – die Japaner halten bekanntlich viel von der Sicherheit der Passagiere und bieten ein Rund-Um-Paket, mit dem man sich im kleinen, aber gereiften Micra durchaus wohl fühlen kann. (autaro) 

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