Archiv für die ‘Saab’ Kategorie
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Dezember 8th, 2011

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München, den 08. Dezember 2011 (autaro) Das Gezerre um den drohenden Untergang der schwedischen Traditionsmarke Saab hat noch immer kein Ende. Mittlerweile sieht es allerdings doch danach aus, als könne der eigenwillige Hersteller aus Trollhättan nicht mehr gerettet werden, auch nicht mithilfe der Chinesen. Der niederländische Eigner, Victor Muller, will zwar weiterhin versuchen, mit dem chinesischen Hersteller Youngman eine Lösung zu finden, doch stellen sich mit Blick auf Fernost die ehemaligen Besitzer aus Amerika, namentlich General Motors (GM) quer. Der Grund: mit einem großzügigen Einstieg der Chinesen würden diese auch an die Lizenzen der GM-Gruppe gelangen, was GM um jeden Preis verhindern will.

Mittlerweile hat der gerichtlich eingesetzte Zwangsverwalter Guy Lofalk beantragt, das freiwillige Sanierungsverfahren, das ebenfalls einen Gläubigerschutz beinhaltet, wieder einzustellen. Lofalk sah bereits nach der ersten negativen Reaktion der Amerikaner das “Ende des Weges” für Saab gekommen. Ohne den Einstieg eines finanzkräftigen Investors sind die Schweden nicht in der Lage, die Produktion wieder aufzunehmen. Schon seit Anfang des Jahres musste die Produktion wegen nicht gezahlten Gehältern immer wieder gestoppt werden, seit mehreren Monaten tut sich nun überhaupt nichts mehr. Auch weis keiner, was mit den rund 3.500 Beschäftigten aus dem Stammwerk Trollhättan geschehen soll oder ob diese die ausstehenden Löhne noch ausgezahlt bekommen.

Kann Victor Muller bis zur nächsten Woche keinen realistischen Plan zur Finanzierung des Unternehmens vorlegen, wird das Insolvenzverfahren eröffnet. Damit stünde der Traditionshersteller Saab zum Leidwesen vieler Individualisten endgültig vor dem Aus. (autaro)
(Foto: Wikipedia)

 

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Oktober 31st, 2011

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(Foto: Saab)
München, den 31. Oktober 2011 (autaro) Buchstäblich in letzter Minute haben der chinesische Autohersteller Youngman und das ebenfalls chinesische Handelsunternehmen Pang Da das schwedische Traditionsunternehmen Saab vor der Insolvenz gerettet. Für umgerechnet 100 Millionen Euro übernimmt China die eigenwillige Marke aus Schweden, die zuletzt mehrmals vor dem Aus stand und wegen ausstehender Zahlungen an Zulieferer und Belegschaft immer wieder die Produktion anhalten musste. Der niederländische Eigner Victor Muller, der Saab vom amerikanischen Giganten General Motors (GM) übernommen hatte, sagte am vergangenen Freitag in einem Rundfunk-Interview: “Das ist fantastisch, jetzt ist die Zukunft wirklich gesichert.”

Wie es nun mit Saab weitergehen wird, ist unklar. Weder Pang Da noch Youngman machten konkrete Angaben darüber, ob die Produktion im schwedischen Trollhättan bleiben wird, oder ob eine Verlegung nach China in Planung sei. Auch lizenzrechtlich ergeben sich aus dem Verkauf durch GM Probleme für die Chinesen, denen es in erster Linie um den Erwerb westlicher Technologien geht. Branchenkenner sehen außerdem mittelfristig die Strategie, in China selbst viele Fahrzeuge der Marke Saab verkaufen zu wollen.

Mit dem Verkauf geht nach Volvo die zweite schwedische Automarke an China. Skeptiker dürften allerdings insofern beruhigt sein, dass es der schwedischen Traditionsmarke in chinesischer Hand besser gehen könnte, als unter der Führung durch GM. Die Amerikaner hatten während der rund zwanzig Jahre durch Gleichteilpolitik und Einheitsdesign viel vom Markenimage zerstört. Die Erfahrung mit Volvo zeigt, dass China durchaus in der Lage ist, traditionsreiche Autohersteller profitabel weiterzuführen. (autaro)

 

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Oktober 17th, 2011

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München, den 17. Oktober 2011 (autaro) Die Produktionsanlagen bei dem schwedischen Traditionshersteller Saab laufen wieder. Nach der Übernahme durch die kleine niederländische Sportwagenschmiede Spyker Cars musste Saab immer wieder Produktionsausfälle hinnehmen, teilweise weil man die eigene Belegschaft nicht bezahlen konnte, teilweise weil Zulieferer aufgrund nicht bezahlter Rechnungen keine Teile mehr bereitstellen wollten. Zudem zermürbten ständig neue Meldungen über eine mögliche Pleite die Moral der Belegschaft, während Spyker-Chef Muller händeringend Investoren suchte, die neues Kapital in das angeschlagene Unternehmen pumpen sollen.

Nun hat die chinesische Youngman-Gruppe einen Brücken-Kredit in Höhe von 11 Millionen Euro überwiesen, sodass Saab die fälligen Löhne und Gehälter für seine rund 3.500 Beschäftigten am Monatsende bezahlen kann. Gemeinsam mit dem chinesischen Großhandelsunternehmen Pang Da soll Youngman zudem längerfristig bis zu 245 Millionen Euro an frischem Kapital zur Verfügung stellen und damit zum Haupteigner des schwedischen Traditionsunternehmens avancieren.

Für das schwedische Unternehmen mit Sitz i Trollhättan ist die massive chinesische Beteiligung der letzte Ausweg aus einem finanziellen Debakel. Spyker Cars hat sich mit dem Kauf der ehemaligen Ford-Tochter offensichtlich übernommen, seit rund einem halben Jahr wurde in Trollhättan wegen Geldmangels kein Fahrzeug mehr montiert. Bereits vor wenigen Wochen wollten schwedische Zeitungen von einem Insolvenzverfahren gewusst haben, das Spyker Cars beantragt haben soll. (autaro)

 

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August 3rd, 2011

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(Foto: Saab)
München, den 03. August 2011 (autaro) Der angeschlagene schwedische Traditionshersteller Saab kommt nicht zur Ruhe. Nachdem im April für mehrere Tage die Produktionsstraßen stillstanden, weil Rechnungen an zuliefernde Firmen nicht beglichen werden konnten, kam im Juni ein erneuter Stolperstein hinzu: die Löhne und Gehälter der Beschäftigten konnten nur mit Verzögerung ausgezahlt werden. Ständig ist das Unternehmen auf der Suche nach frischem Kapital und streckt dabei seine Fühler in alle nur erdenklichen Richtungen aus. Nachdem russische Oligarchen ebenso wie Chinesen im Gespräch waren, will Saab nun einen erklecklichen Teil seiner Aktien, nämlich fünf Millionen, an die GEM Global Yield Fund Limited verkaufen.

Ob sich Saab damit sclhießlich einen Gefallen tut, bleibt abzuwarten, Kritiker sehen in dem Investment-Unternehmen eine klassische „Heuschrecke“. Zunächst wird der Deal den rund 3.700 Beschäftigten im Stammwerk im schwedischen Trollhättan die Löhne und Gehälter sichern. In einer internen Mitteilung des Unternehmens heißt es: “Saab erwartet, dass die Gehälter für die Angestellten noch in dieser Woche ausgezahlt werden können”. Wie viel der Verkauf des Aktienpaketes dem Unternehmen tatsächlich einbringen wird, hängt nter anderem von der Kursentwicklung der Aktie in den nächsten Tagen ab.

Wie es langfristig weitergehen soll, mit dem Traditionsunternehmen aus Schweden, steht in den Sternen. Der Neustart der Produktion ist für Ende August geplant, laut Saab verfügt das unternehmen über einen Auftragsbestand von über 11.000 Fahrzeugen. Bislang musste aber neben dem nun geplanten Verkauf der Aktien schon ein Teil der Fabrikanlage veräußert werden. Saab muss zudem dringend das Vertrauen potentieller Käufer zurückgewinnen. Prinzipiell ist die Palette der Schweden mit dem Oberklasse-Modell 9-5 und einem in Kürze erwarteten, ebenfalls neu entwickelten SUV gut aufgestellt. Die Preise sind durchaus konkurrenzfähig und neben zeitgemäßer Technik bieten die Schweden vor allem eines: Individualität. (autaro)

 

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Mai 2nd, 2011

München, den 02. Mai 2011 (autaro) Seit nunmehr drei Wochen stehen die Produktionsstraßen bei dem schwedischen Traditionsunternehmen Saab still. Grund sind Zahlungsschwierigkeiten und damit verbundene Lieferstopps der meisten Zulieferer Saabs. Mit jedem Tag, an dem nicht produziert werden kann, steigt der Druck auf Saab und den niederländischen Eigner Spyker Cars immens, einige Experten sehen die Traditionsmarke bereits mitten in der Pleite.

Nun scheint allerdings wieder Rettung in Sicht. Der umstrittene russische Milliardär Wladimir Antonow will mit 30 Millionen Euro bei Saab einsteigen und soll dies mittlerweile auch dürfen. Der ehemalige Saab-Eigner General Motors (GM) hatte es beim Verkauf von Saab zur Bedingung gemacht, Antonow als Finanzier auszuschließen. Grund hierfür sind Erkenntnisse des US-Geheimdienstes CIA, die Antonow Verbindungen zur Mafia zuschreiben. Ferner muss die schwedische Kreditaufsicht dem Deal zustimmen. Sollte Antonow die genannten 30 Millionen beisteuern dürfen, würden ihm fortan 29,9 Prozent der Saab-Anteile gehören. Der Chef der schwedischen Kreditaufsicht, Bo Lundgren, bezweifelte in einem Rundfunk-Interview allerdings, dass die Summe von knapp 30 Millionen Euro zur Rettung der Marke ausreichen. Eine weitere schlechte Nachricht für die rund 3.700 Angestellten bei Saab dürften die Nachrichten des holländischen Unternehmen Spyker Cars sein. Demnach hat die Sportwagenschmiede im ersten Quartal bereits einen Verlust von 72 Millionen Euro eingefahren, der Aktienkurs des Unternehmens brach darauf hin um knapp sechs Prozentpunkte ein. Auch das ambitionierte Ziel von Spyker-Chef Viktor Muller, pro Jahr gut 80.000 neue Saab zu verkaufen, wird wohl nicht realisiert werden können. Im Vergangenen Jahr kam man gerade einmal auf 32.000 produzierte Einheiten.

Ob auch weiterhin chinesische Investoren Interesse an Saab haben, oder ob es bei Antonow als Geldgeber bleiben wird, ist derweil unklar. Fakt ist: Saab kann nur überleben, wenn die Kundschaft wieder Vertrauen in die eigenwillige Marke mit Sitz im schwedischen Trollhättan fasst. Neue Modelle, darunter die Oberklasse-Limousine 9-5, haben an sich gut Chancen sich zu verkaufen. Doch kann dies nur gelingen, wen die Finanzierung endgültig steht und die Käufer nicht das Gefühl haben müssen, mit ihrem nächsten Saab ein Auto zu kaufen, dessen Hersteller demnächst nicht mehr existiert. (autaro)

 

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April 28th, 2011

München, den 28. April 2011 (autaro) Um den schwedischen Traditionshersteller Saab ist es dieser Tage schlechter bestellt denn je. Eigentlich fuht das eigenwillige Unternehmen mit Stammsitz im Schwedischen Trollhättan seit der Übernahme durch den amerikanischen Riesen General Motors (GM) Anfang der 90er Jahre nur Verluste ein, seit der Übernahme durch die Holländische Sportwagenschmiede Spyker Cars ist die Lage aber tatsächlich prekär. An der Misere sind die Schweden freilich nicht selbst Schuld, vielmehr war es die lieblose Baukasten-Taktik der GM-Lenker in Detroit, die der Marke schließlich jegliches Charisma nahm. Mit neuen Modellen und wachsendem Vertrauen der Stammkundschaft könnte die Marke zu altem Leben erwachen – vorausgesetzt, sie fährt nicht endgültig vor die Wand.

Seit gut drei Wochen stehen die Produktionsbänder in Trollhättan still, da Rechnungen an Zulieferer nicht überwiesen werden konnten und diese nun nicht mehr liefern. Derweil teilte Unternehmenssprecher Eric Geers gestern im Schwedischen Rundfunk mit, es gebe „mehrere Interessenten“ aus dem fernen China. Damit könnte Saab dem schwedischen Traditionsunternehmen Volvo folgen, das von Ford an das Chinesische Unternehmen Geely verkauft wurde. Dort entwickelt sich Volvo übrigens äußerst erfolgreich, während die Marke unter Ford ähnlich zu leiden hatte, wie Saab unter GM. Bisher konzentrierte man sich bei Saab auf den russischen Milliardär Wladimir Antonow, der mit etlichen Millionen frisches Kapital beisteuern will. Allerdings steht die Genehmigung der schwedischen Behörden sowie der Europäischen Investitionsbank (EIB) noch aus. Die Amerikaner hatten, da sie Antonow russischen Mafia-Kreisen zurechnen, den Ausschluss Antonows von sämtlichen Beteiligungen zur Bedingung während des Verkaufs gemacht.

Eine Beteiligung oder gar eine komplette Übernahme durch China könnte tatsächlich die Rettung für die unter Traditionalisten und Intellekteullen so beliebte Marke bedeuten. Dabei sollte mit Blick auf Volvo und die Entwicklung im Vergleich zu der unter amerikanischer Führung freilich niemand die Nase rümpfen. Ohne ausländische Investoren wären beide Traditionsunternehmen längst von der Bildfläche verschwunden und die internationale Autolandschaft dadurch um einiges ärmer. (autaro)

 

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April 12th, 2011

München, den 12. April 2011 (autaro) Bereits in unseren News vom 02.04. berichteten wir über massive finanzielle Engpässe beim schwedischen Traditionshersteller Saab. Diese sind so schwerwiegend, dass Zulieferer dringend benötigte Teile nicht mehr liefern und die Produktion daraufhin zum Erliegen gekommen ist. Um die Produktion wieder anlaufen lassen zu können, braucht Saab also noch immer dringend Kapital. Der einzige potentielle Investor aber, der russische Milliardär Wladimir Antonow, darf kein Geld zuschießen. Der Grund: die amerikanische Central Intelligence Agency (CIA) rechnet Antonow der russischen Mafia zu und hat General Motors (GM) beim Verkauf von Saab an die niederländische Spyker Cars verpflichtet, Antonov von Geschäften mit Saab auszuschließen.

Der Eigner von Spyker Cars, Victor Muller, verkaufte seine Spyker-Anteile nach seinem Einstieg bei Saab an den Russen Antonov. Dieser will außerdem schon seit längerem direkt bei Saab einsteigen und hat bei der schwedischen Kreditaufsicht und bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) beantragt, mit 50 Millionen Euro einsteigen zu dürfen. Die Prüfung ist bislang nicht abgeschlossen.

Ein weiterer Versuch, frisches Kapital für die Produktion aufzutreiben, sieht so aus: Saab verkauft seine Immobilien an einen Investor und mietet sie von diesem für das laufende Geschäft zurück. Auf diese Weise wäre schnell ein großer Betrag verfügbar, um die dringenden Forderungen der Zulieferer zu befriedigen. Da als einziger möglicher Investor hier aber wiederum der russische Milliardär Antonow im Gespräch ist, steht auch dieses Vorhaben auf tönernen Füßen. Viele Schweden sind indes langsam erzürnt, denn die Marke Saab hat für das skandinavische Land etwas sehr identitätsstiftendes und genießt Kultstatus. Es ist für viele Schweden nicht nachvollziehbar, wie der amerikanische GM-Konzern die Marke erst derart in den Ruin wirtschaften und dann auch noch die Rettung durch – egal welche – Investoren behindern kann. Zumal die zweite große Automarke aus Schweden, Volvo, ebenfalls vom amerikanischen Ford-Konzern zu Boden gewirtschaftet und schließlich ins Reich der Mitte verkauft wurde. Immerhin: die Chinesen sind emsig am Produzieren, Saab könnte es schon bald gar nicht mehr geben. (autaro)

 

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April 5th, 2011

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(Foto: Saab)
München, den 05. April 2011 (autaro) Noch vor kurzem drangen Meldungen über Zahlungsprobleme und stillstehende Produktionsstraßen bei der schwedischen Traditionsmarke Saab an die Öffentlichkeit. Man musste bei einer überblickenden Bewertung der Gesamtsituation zu dem Schluss kommen, dass Saab zum einen dringend das Vertrauen potentieller Käufer wiederbeleben muss. Und dass zum anderen neue Modelle auf den Markt müssen, denn die bisherige Modelle ist mehr als angestaubt. Ausnahme ist die neue Oberklasse-Limousine 9-5, die noch unter GM-Regie entwickelt wurde und die tatsächlich technisch wie auch optisch auf Augenhöhe mit der Konkurrenz fährt.

Nun kommt der nächste Hoffnungsschimmer, nämlich die Kombiversion der des 9-5. Über das Design kann man kaum streiten, wie schon die Limousine geriet auch der 9-5 Sport Combi höchst eigenständig und gefällig und kaschiert seine schiere Größe sehr dynamisch. Eine echte Sensation ist allerdings der Preis. Die schwedische Tageszeitung „Vibilagare“ verriet nun, dass der Kombi sogar billiger angeboten werden soll als die Limousine. Das gilt zumindest in Schweden, wo aber wie in Deutschland mehr Saab mit Laderaum verkauft werden als Limousinen. Umgerechnet 32.820 Euro soll der 9-5 Combi in Schweden kosten, ausgestattet mit dem 180 PS starken Turbo-Benziner. Umgerechnet ist der Lastesel damit 114 Euro billiger als seine vornehme Schwester, die Preise für Deutschland stehen allerdings noch nicht fest. Wer in Schweden einen Diesel unter der Haube haben will, muss umgerechnet 34.593 Euro anlegen, für den 160 PS starken Vierzylinder-Diesel. Die übrigen Motoren werden ebenfalls aus der Limousine übernommen, mit Topmotor kostet der Sport Combi 53.296 Euro. Dann sorgt der 300 PS starke Turbo-Sechszylinder für ordentlich bums und kultivierten Vortrieb – Vollausstattung nebst Sechsstufenautomatik inklusive.

Gelingt es Saab, das Vertrauen der Kundschaft zu reanimieren, könnte der 9-5 Sport Combi erheblich zur Rettung des Unternehmens beitragen. Technisch aktuell, optisch ein echter Hingucker und mit eigenständigen Details wie der “Wrap-around”-Fensterverglasung ein echter Saab. Hinzu kommt ein riesiger Kofferraum, der 527 Liter Gepäck schluckt, bei umgelegten Sitzen sogar 1.600 Liter. Ein vergleichbarer 5er von BMW oder eine E-Klasse von Mercedes kostet eine beträchtliche Geldsumme mehr, während sich die Kosten für die Kfz-Versicherung oder für die Kfz-Steuer auf einem ähnlichen Niveau bewegen (hier können Sie vergleichen). (autaro)

 

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April 2nd, 2011

München, den 02. April 2011 (autaro) Seit einiger Zeit häufen sich die Schreckensmeldungen um den schwedischen Autohersteller Saab, durch die niederländische Sportwagenschmiede Spyker Cars vor dem Untergang gerettet wurde. Doch für wie lange? Vor der Übernahme durch Spyker Cars befand sich Saab in den Händen des US-Riesen General Motors (GM), der die Marke sukzessive zu Grunde gerichtet hatte. Nun, quasi in der Übergangszeit, verkauft Saab bei weitem nicht so viele Fahrzeuge, wie das Unternehmen eigentlich müsste, um langfristig bestehen zu können. 2010 verließen rund 32.000 neue Saab das Werk im schwedischen Trollhättan, während die Unternehmensleitung mittelfristig einen Absatz von 80.000 Einheiten pro Jahr plant. So ergab sich ein Gesamtverlust von gut 218 Millionen Euro im Jahr 2010.

In dieser Woche berichtete die schwedische Presse nun erneut von Zahlungsproblemen. Mittlerweile haben sogar mehrere Zulieferer ihre Belieferung eingestellt, da Saab schon seit längerem keine Rechnungen mehr beglichen haben soll. Seither stehen die Produktionsstraßen bei Saab still. Selbst die Werbeagentur Low Brindfords ist nach über zehn Jahren Zusammenarbeit nicht mehr bereit, weiter zu arbeiten. Verschiedenen schwedischen Blättern gegenüber bestätigte das Unternehmen, Saab habe seit Dezember des vergangenen Jahres keine Rechnungen mehr beglichen. Derweil ist Spyker Chef und Saab-Eigner Victor Muller bemüht, Meldungen über eine mögliche Zahlungsunfähigkeit zu dementieren. Gegenüber der Presse berichtete er von Investoren, die neues Kapital bereitstellen würden, ohne diese jedoch zu benennen. “Saab Automobile hat ausreichend Mittel, um seinen Liquiditätsbedarf aus den bisherigen und zugänglichen Quellen zu decken.” Kenner der Branche gehen davon aus, dass es sich bei dem Investor um den Russischen Milliardär Wladimir Antonow handelt, den die amerikanische CIA für einen Mafioso hält. In dieser Woche beantragte er dennoch die Erlaubnis der schwedischen Regierung, sich mit 50 Millionen Euro an Saab beteiligen zu dürfen.

Sicherlich eines der größten Probleme des schwedischen Traditionsunternehmens ist das mangelnde Vertrauen in der Bevölkerung. Wer kauft schon ein Auto für mehrere Zehntausend Euro, wenn er befürchten muss, dass der Hersteller in der nächsten Zeit vor die Wand fährt. Hinzu kommt, dass die Modellpalette teilweise völlig veraltet ist und dass die einzigen neuen Modelle noch unter der Regie von General Motors entwickelt wurden. Mit Spannung wird ein neues SUV erwartet, während sich der große Saab 9-5, der sich vieles auch mit dem unter GM entwickelten Opel Insignia teilt, eher schleppend verkauft. Die Durststrecke, bis Saab wieder eigenständige Fahrzeuge, darunter auch solche aus dem Kompaktsegment, entwickeln kann, muss das Unternehmen noch überwinden. (autaro)

 

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September 8th, 2010

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München, den 08. September (autaro) Seit 2002 wird der Saab 9-3 nun schon gebaut, also seit geschlagenen acht Jahren. Und während die Konkurrenz einen Modellzyklus meist nach gut sechs Jahren beendet, will Saab den 9-3 nun noch einmal in die Verlängerung schicken. Freilich optisch und technisch auf die aktuelle Linie gebracht, aber prinzipiell alt. Doch das sind keine konservativen Anwandlungen, noch fehlt dem holländischen Eigentümer des schwedischen Traditionsunternehmens schlicht das Geld für ein neues Modell. Vorerst wird also der einzige wirklich neue Saab die große Limousine 9-5 bleiben, deren Kombi-Version dafür mit Freude erwartet wird.

Beim 9-3 beschränken sich die Modifikationen äußerlich auf dezente Retuschen, insgesamt sieht die mittlere Baureihe dem 9-5 nun ähnlicher. Die wirklich tiefschürfenden Neuerungen halten unter der Motorhaube Einzug, wo künftig weniger Kraftstoff bei gleicher oder gestiegener Leistung verbrannt werden soll. Der 1,9-Liter-TTiD-Diesel soll mit 180 PS und 400 Newtonmeter maximalem Drehmoment nur 4,5-Liter im Drittelmix verbrauchen, was einem CO2-Ausstoß von 119 Gramm pro Kilometer entsprechen würde. Darunter rangieren die beiden kleineren Diesel, die nun 130 und 150 PS leisten, statt vormals 120 bzw. 130 Pferdchen. Der Durchschnittsverbrauch wird bei 4,5 bzw. 5,1 Litern Diesel liegen – angesichts der gebotenen Leistung ein wirklich respektabler Wert. Schließlich rundet ein neuer Benziner die Motorenpalette ab, ein 2,0-Liter-Turbo mit 163 PS und dem Allradantrieb XWD. Ermöglicht wird die Verbrauchsreduktion bei allen Modellen durch eine geänderte Getriebeübersetzung und eine Schaltpunktanzeige, die zu sparsamem Fahren animieren soll. Dazu kommen Leichtlaufreifen und ein verbesserter Windschlupf.

Für den großen 9-5 wird übrigens ab 2011 auch ein neuer Einstiegsbenziner zur Verfügung stehen, ein 1,6-Liter-Turbo mit 180 PS. Kostenpunkt: ab 33.700 Euro. (autaro)

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