München, den 12. Juli (autaro) So langsam wird es ein wenig peinlich für den Mutterkonzern Volkswagen. Erst mussten einige Tausend des neuen Golf in die Werkstätten zurück, da es Probleme mit den vorderen Fensterhebern gab. Dann wurde bekannt gegeben, dass es bei einigen Modellen des Golf Plus Probleme mit der Bremsleuchte geben kann, es wurde ebenfalls eine Rückrufaktion gestartet.
Nun macht der neue Seat Ibiza und damit auch die neu entwickelte Plattform, auch der auch der VW Polo basiert, auf sich aufmerksam. Es betrifft zwar ausschließlich den 1,6-Liter-Benziner (105 PS) und auch nur in Kombination mit dem Siebengang-DSG. Doch ist der beschriebene Mangel keine Kleinigkeit. Stellt der Fahrer das Fahrzeug am Berg ab und vergisst, die Feststellbremse ordnungsgemäß einzulegen, kann das Fahrzeug, obwohl der Wählhebel in Stellung „P“ eingerastet ist, wegrollen. Grund sind Mängel am verbauten Schalthebelseilzug. Rein rechtlich ist die Lage für Seat unproblematisch, denn die Bedienungsanleitung sieht grundsätzlich das Sichern auch mittels Feststellbremse vor. Und passiert ist Gott sei dank bisher auch nichts. Doch kratzen derlei Pannen empfindlich am sonst sehr zuverlässigen Gesamtbild der Modelle des Volkswagen-Konzerns. Außerdem nähren sie den Verdacht, dass bei der Entwicklung zunehmend gespart wird und die Kunden der ersten Serienfahrzeuge unfreiwillig als „Tester“ mitarbeiten.
Die Halter der betroffenen Fahrzeuge werden übrigens alle von Seat angeschrieben. Der freiwillige Werkstattbesuch soll in etwa zwanzig Minuten in Anspruch nehmen, danach ist dann auch hoffentlich wieder alles sicher. (autaro)

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