München, den 14. April 2011 (autaro) Als bislang erstes deutsches Elektroauto dreht der Smart Fortwo Electric Drive bereits für eine ausgewählte Käuferschaft seine Runden. Bis 2012 kann der lautlose Flitzer allein geleast werden und auch das nicht von jedem Privatkunden. Ab 2012 sieht das anders aus, dann kann auch Lieschen Müller zum Smarthändler gehen und verbrennungsfrei von dessen Hof rollen. Zu noch nicht bekannten Preisen und mit neuen Lithium-Ionen-Batterien der Firma Litec.
Die aktuell im Betrieb befindlichen Stromer mit zwei Türen werden noch von Akkus des amerikanischen Unternehmens Tesla mit Energie versorgt. Als optimal erweist sich dabei die aufwendige Sandwich-Konstruktion des Smart Fortwo, denn die Zellen verschwinden einfach zwischen den beiden Böden des Mini-Mercedes – crashsicher untergebracht und ohne zusätzlichen Platz in Anspruch zu nehmen. Insgesamt fassen die Energiespeicher 16,5 kWh, was für Reichweiten über 100 Kilometer sorgt und damit für mehr als 80 Prozent aller Fahrten eines Mitteleuropäers völlig hinreicht. Die Reichweite schrumpft allerdings empfindlich, wenn sämtliche elektrischen Vorrichtungen auf Hochtouren laufen, wie beispielsweise im Winter die Heizung. Zudem liegt der Verbrauch mit rund 22 kWh pro Ladezyklus unerwartet hoch, vorausgesetzt die Akkus waren vor dem Laden tatsächlich völlig leer. Ein kompletter Ladezyklus an der heimischen Steckdose braucht übrigens rund acht Stunden. Das Fahrverhalten ähnelt im Prinzip dem des Benziners oder Diesels, bis auf das Motorgeräusch. Von einem leichten Summen begleitet, zieht der Kleine kräftig an und überrascht sofort mit einem weiteren Plus: das sequentielle Getriebe der Smart mit Verbrennungsmotor entfällt und damit auch die nervtötenden Schaltpausen. Ansonsten wurde die Höchstgeschwindigkeit der Reichweite zuliebe auf 100 Stundenkilometer begrenzt und die Beschleunigung von Null auf Tempo 100 benötigt rund 25 Sekunden.
Über Gedeih und Verderb des emissionsfreien Zweisitzers wird zweifelsfrei der Grundpreis entscheiden. Für den Stadtverkehr ist der Smart Fortwo Electric Drive die nahezu optimale Lösung, vereint er doch alle Vorzüge eines Kleinstwagens mit denen des Elektroantriebes. Hinzu kommen sensationell günstige Kilometerkosten und eine deutliche Ersparnis bei der Kfz-Steuer. Abzuwarten bleibt freilich noch, wie die Kfz-Versicherungen den Vorreiter einstufen, hinsichtlich der Haftpflichtversicherung (hier können Sie vergleichen) kann aber von niedrigen Beiträgen ausgegangen werden. Und schließlich entscheiden die Kunden durch ihre Stromverträge, ob die Umweltbilanz zum Schluss aufgeht, oder ob sich alles nur in die eine oder andere Richtung verschiebt. (autaro)



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