
München, den 13. Dezember 2011 (autaro) Ausgerechnet Allrad-Spezialist Subaru aus Japan hat es bislang nicht geschafft, auf dem boomenden Markt kleiner SUV a la Nissan Quashquai mitzumischen – bis jetzt. Denn ab März 2012 schicken die Japaner den kompakten XV ins rennen, mit klassischen Subrau-Tugenden zum echten Kampfpreis. Zu diesen Tugenden gehört, dass unter der Haube ausschließlich Boxermotoren für Vortrieb sorgen, zwei werden mit Benzin befeuert, einer mit Diesel. Letzterer ist übrigens weltweit der einzige seiner Art und gefällt konstruktionsbedingt, wie auch die Benziner, durch einen besonders vibrationsarmen Lauf. Bei den Abmessungen fügt sich der Subaru unauffällig ins Klassenbild, liefert auf einer Länge von 4,45 Metern ein ganz neues Qualitätsgefühl. Das Innenraumdesign kommt zwar höchst unauffällig und beliebig daher, die Verarbeitung aber sowie die Materialauswahl ist ordentlich. In diesem Subaru klappert nichts.
Die Benziner kommen entweder mit 1,6 Litern Hubraum und 114 PS Leistung oder mit zwei Litern Hubraum und 150 PS. Am souveränsten ist der XV aber sicherlich mit dem Boxer-Diesel motorisiert, der aus zwei Litern Hubraum 147 PS generiert und bereits kurz über Leerlaufdrehzahl stattliche 350 Newtonmeter maximales Drehmoment auf die Kurbelwelle wuchtet. In 9,3 Sekunden geht es von Null auf Tempo 100, in praktisch jeder Lebenslage steht ausreichend Kraft zur Verfügung und bei Bedarf sind 198 Sachen drin. Zudem läuft der Diesel untypisch leise und ruhig, Laien würden ihn auf Anhieb überhaupt nicht als solchen erkennen. Ebenfalls gelungen ist das gut gestufte und sauber geführte Sechsganggetriebe, die optionale und stufenlos arbeitende Automatik hinterlässt einen eher zwiespältigen Eindruck. Zwar hilft das CVT-Getriebe beim Sparen und verbraucht weniger Sprit, als herkömmliche Wandler-Automaten. Die typische Drehzahlcharakteristik, die den Motor bei starker Beschleunigung laut aufheulen lässt, macht aber schlicht keinen Spaß und wirkt wenig temperamentvoll. Die zusätzlichen 2.000 Euro sollte man sich sparen, für den Diesel ist das CVT-Getriebe zudem erst gar nicht erhältlich. Genauere Angaben zum Durchschnittsverbrauch bleibt Subaru bislang schuldig, die vorab angegebenen Werte von 5,6 bis 6,9 Liter auf 100 Kilometer gefallen aber auf Anhieb. Ähnlich kostengünstig zeigen sich Subaru bislang bei der Einstufung in die Kfz-Versicherung (hier können Sie vergleichen), die Kfz-Steuer bewegt sich im Klassenschnitt und der Werterhalt ist für ein japanisches Auto meist überdurchschnittlich.
Ein großes Hallo erleben Interessenten beim Blick in die Preisliste. Bei 21.600 Euro geht es los, inklusive Allradantrieb, CD-Radio und Klimaautomatik. Der Diesel kostet mindestens 26.700 Euro, kann aber für 33.090 Euro auch in der Ausstattungslinie Exclusive geordert werden. Dann sind ein großes Navi, Ledersitze mit elektrischer Verstellung und selbst ein Glasschiebedach und eine Rückfahrkamera mit an Bord. (autaro)



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