Archiv für die ‘VW’ Kategorie
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Januar 31st, 2011

München, den 31. Januar (autaro) Die Konkurrenz dürfte aufmerken, bei den neuesten Meldungen aus Wolfsburg: Volkswagen will den neuen Golf VII bereits im November 2012 auf den Markt bringen, also deutlich früher, als bisher angekündigt. Dies berichtet die „Automobilwoche“ und beruft sich dabei auf das nähere Umfeld des VW-Vorstandsvorsitzenden, Martin Winterkorn. Nach nur vier Jahren Bauzeit würde der aktuelle Golf VI damit aufs Altenteil gehen, der an sich topfit ist und nach wie vor fast alle Vergleichstests in dieser Klasse für sich entscheidet. Der Genauigkeit halber sollte aber auch an dieser Stelle nochmals erwähnt werden, dass es sich beim Golf VI u, keine komplette Neuentwicklung, sondern um eine tiefschürfend weiterentwickelte Version des Vorgängers handelt. Damit dürfte ebenfalls klar sein, dass der gerade erst weiterentwickelte VW Passat früher einen Modellwechsel erleben dürfte, als bisher erwartet.

Die Konkurrenten des VW Golf dürfte diese Nachricht ins Schwitzen bringen. Denn der neue Golf, dann in kompletter Neuentwicklung, soll ein Kracher werden. Optisch wesentlich dynamischer und nicht mehr so bieder wie der aktuelle Golf, kommt er größer aber flacher daher. Außerdem bietet der Neue ebenso mehr Platz, nicht nur für die Passagiere, sondern auch für Elektrotechnik nebst Akkus. Bereits 2013 soll dann auch die Elektro-Version unter Namen Golf blue-e-motion aus den Werkshallen rollen, zu einem moderaten Preis und mit praxisgerechter Reichweite. Ebenfalls geplant und im Golf VII erstmals erhältlich: eine Hybridversion, die vermutlich sogar in mehreren Leistungsstufen erhältlich sein wird. Hinsichtlich der konventionellen Verbrennungsmotoren setzt Volkswagen weiterhin verstärkt auf Downsizing, dank mehrerer Aufladungskonzepte werden die Benziner trotz kleinen Hubraums aber nachdrücklich zur Sache gehen. Auch die Diesel sollen nochmals knauseriger mit ihrem Heizöl umgehen, möglicherweise wird es auch Versionen mit weniger als vier Zylindern geben – bereits jetzt röhrt im Polo BlueMotion unter anderem ein Dreizylinder.

Was die Verarbeitungsqualität, die Materialauswahl und das Geräuschniveau im Innenraum angeht, soll der Golf VII ein echter Meilenstein werden. Bereits das aktuelle Modell ist das leistete seiner Klasse, der Neue müsste also für Erstaunen sorgen. Dabei können die Wolfsburger aus dem Vollen schöpfen, der Golf VII wird auf dem neuen „Modularen Querbaukasten“ (MBQ) des VW-Konzerns aufbauen, der die Basis für mehr als ein Duzend neuer Modelle stellt. Darunter der Audi A3, der Skoda Oktavia und der Seat Leon. Die Modelle verwenden also die gleiche Plattform und können sich jede Menge Technik einfach teilen, was eine immense Kostenersparnis bedeutet. Die eingesparten Kosten lassen sich in feiere Materialen und aufwendigere Technik investieren. Auch bei den allseits beliebten Assistenzsystemen will der Golf die Vorreiterrolle übernehmen. Der Preis sollte im Vergleich zum Golf VI kaum steigen, möglicherweise bleibt er sogar gleich. Ansonsten freut der Golf seine Fahrer mit günstigen Schadensfreiheitsklassen, was bares Geld bei der Kfz-Versicherung einpsart – dass soll sich auch in Zukunft nicht ändern. Und schließlich hat ein Golf traditionell den geringsten Wertverlust in seiner Klasse. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Januar 16th, 2011

passat_variant1
München, den 16. Januar (autaro) Er ist das beliebteste Fahrzeug deutscher Flottenmanager und auch im privaten Bereich, nicht zuletzt bei unzähligen Familien, steht er als Erster oder auch als Zweitwagen in die Garage oder vorm Haus: der VW Passat. Und da sich selbst der in die Jahre gekommene Vorgänger noch immer gut verkauft, sogar noch so manchen Vergleichstest in der Fachpresse gewinnt, haben die Wolfsburger auf eine komplette Neuentwicklung verzichtet. Wie schon beim Golf VI, der eine Weiterentwicklung des Golf V ist, wurden zwar zahlreiche Teile geändert. Prinzipiell basiert der neue Passat aber noch auf seinem Vorgänger. Die Techniker werden indes nicht müde zu betonen, dass insbesondere bei der Karosserie bis auf die Türen kein Teil gleichgeblieben ist. Wir glauben es, zumal der Neue wesentlich eleganter aus dem typischen VW-Gesicht mit den nun ebenfalls eckigen Scheinwerfern blickt.

Innen Premium

Noch deutlicher sicht- und spürbar wird der Evolutionsschritt im Innenraum. Wie bereits beim aktuellen Golf verbaut Volkswagen hier nur noch ausgesuchte Materialien, Hartplastik kommt allenfalls unterhalb der Sichtlinie zum Einsatz. Die Verarbeitungsqualität ist ohnehin die Referenz in dieser Klasse, der Abstand zu Audi ist hier auf ein Minimum geschrumpft. Edle Details wie die in Chrom gefasste Uhr oder die neuen Instrumente verströmen Oberklasse-Flair, alles wirkt solide wie eine Burg. Außerdem verfügt das Kombiinstrument nun neben den feineren Rundinstrumenten über ein Farbdisplay, während auf der Mittelkonsole die groben Regler feinen, in Aluminium gefassten Drehschaltern weichen mussten. Kenner der Marke erkennen allerdings auf Anhieb, dass mittlerweile so etwas wie Eigenständigkeit kaum noch vorherrscht. Vom Polo über sämtliche Modelle bis hin zum Passat kommt beispielsweise der identische Lichtschalter oder andere Bedieneinheiten zum Einsatz, was angesichts der aufwendigen Beschaffenheit, die so zum verträglichen Preis möglich wird, freilich kein Nachteil sein muss. Schließlich ist der Passat ein echter Leisetreter geworden. Sicher, auch das Vorgängermodell war keineswegs ein Rüpel, aber im aktuellen Passat scheint fast das Ende der Fahnenstange erreicht. Dickere Dämmmatten und eine aus fünf Glas- und Kunststoffschichten zusammengesetzte Windschutzscheibe schotten Fahrgeräusche effektiv ab. Im Stand ist der Benziner eigentlich nicht mehr zu hören. Geht die Fahrt dann los, vernimmt man hauptsächlich leichte Abrollgeräusche, der Motor hält sich stets im Hintergrund und die Windgeräusche lassen sich erst ab 120 Sachen dezent vernehmen. Für 285 Euro ist übrigens auch eine Doppelverglasung erhältlich, die den Schalldruck um weitere zwei Dezibel verringert – bis jetzt ein exklusives Merkmal von Oberklassefahrzeugen.

Unzahl an Assistenzsystemen

Bei den Assistenzsystemen will der Passat künftig nicht nur zuschauen, dass er das Klassenniveau halten kann, er will hier den Ton angeben. Addiert man alle Systeme auf, kommt man daher auf immerhin 19 verschiedene Einrichtungen, die den Fahrer hinsichtlich der Sicherheit entlasten oder wenigstens den Komfort steigern. Die meisten der unauffälligen Helferlein lässt sich Volkswagen natürlich extra bezahlen. Ein Müdigkeitswarner, erstmals gesehen mit der Neuvorstellung der aktuellen E-Klasse von Mercedes, warnt nun auch Passatfahrer vor schleichender Erschöpfung. Über verschiedene Sensoren wird unter anderem das Lenkverhalten des Fahrers erfasst. Wird dieses ruckartig, erkennt der Passat eine mögliche Einschlafphase und mahnt den Fahrer zur Pause. Der Abstandsregel-Tempomat aus dem Vorgänger wurde weiterentwickelt und bremst jetzt auch selbstständig ab oder warnt zumindest vor drohenden Kollisionen. Den Einparkassistenten, der die Arbeit auf Gasgeben und Bremsen reduziert, kennen wir bereits. Ein weiteres Highlight sind im wahrsten Wortsinne die optionalen BiXenon-Scheinwerfer. Wie auch schon im großen SUV Touareg blendet bei diesen eine Jalousie den Lichtkegel für entgegenkommende Fahrzeuge einfach aus. Das Fernlicht kann daher auch bei entgegenkommendem Verkehr eingeschalten bleiben, was die Nachtsicht erheblich verbessert.

Bekannt gutmütiges Fahrverhalten

Da Fahrwerk und Lenkung eigentlich nie Anlass zur Kritik boten, hat VW hier auch das Wesentliche unverändert gelassen. Neutral und gutmütig folgt der Passat auch im Grenzbereich präzise den Lenkbefehlen des Fahrers, bei ausgereizten Sicherheitsreserven regelt das ESP konsequent aber mit aller gebotenen Sanftheit. Die McPherson-Federbeine und die aufwendige Vierlenker-Hinterachse machen sich bezahlt, das Konzept mit quer eingebautem Motor schafft Platz.

Motoren und Getriebe harmonieren bestens

Die Motoren haben die Wolfsburger nochmals auf Effizienz getrimmt. Der getestete 1,4-Liter TSI mit 122 PS verbraucht nur 5,8 Liter Benzin pro 100 Kilometer, in Kombination mit dem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe sind es sechs Liter. Letzteres schaltet übrigens derart ruckfrei und sortiert die Gänge so passend, dass nie der Wunsch nach einer angeblich komfortableren Wandlerautomatik aufkommt. Auch der Einstiegsmotor sollte für alle Fälle ausreichen, auch wenn natürlich die stärkeren Benziner und Diesel weiterhin zur Verfügung stehen. Auch mit Erdgasantrieb bieten Volkswagen seinen Mittelklässler an, ebenso das bekannte Sparmodell BlueMotion, das nur noch 109 Gramm CO2 pro Kilometer emittiert.

Trotz aller Verbesserungen: der Neue wird billiger

Wer nun die übliche Preissteigerung erwartet, wird angenehm überrascht. Trotz der beschriebenen Verbesserungen und einer deutlich aufgewerteten Serienausstattung ist der neue Passat sogar billiger geworden. 24.425 Euro kostet der 1.4 TSI Trendline, der nun auch über vier elektrische Fensterheber, eine Mittelarmlehne, höhenverstellbare Sitze und sogar über das MP3-CD-Radio RCD 210 verfügt. Damit ist der Basispassat 675 Euro billiger geworden, bei unveränderter Einstufung für die Kfz-Versicherung (hier können Sie vergleichen) und konstantem Steuersatz. Verglichen mit der Konkurrenz ist der Passat außerdem verblüffend wertstabil, zumindest als Kombi. Viel Auto also fürs Geld und tatsächlich Premiumqualität in der Mittelklasse (autaro)

(Foto: VW)

 

Zurück zum Seitenanfang

Januar 10th, 2011

München, den 10. Januar (autaro) Die meisten europäischen Autofahrer, insbesondere Fahrer eines Volkswagen, schütteln auf diese Nachricht nur ungläubig den Kopf: die US-Version des VW Passat, länger und breiter als die europäische Version, kostet in Grundausstattung rund 20.000 US-Dollar, das entspricht derzeit rund 15.000 Euro. Für diesen Preis bekommt man in Deutschland einen VW Polo mit etwas Ausstattung, ein Golf ist teurer. Es erschließt sich daher auch Nicht-Marketingstrategen, warum ein Export nach Europa nicht geplant ist – gebaut wird der neue Midsize-Sedan übrigens in Arizona.

Motorenseitig geht VW in den USA ebenfalls einen anderen Weg. Dies Basis stellt ein Fünfzylinder-Benziner mit 170 PS Leistung, der laut VW 7,6 Liter super auf 100 Kilometer verbrauchen soll. Darüber rangiert der 280 PS starke VR6, ein Sechszylinder also, der sich angeblich mit 8,5 Litern Super begnügt. Für umweltbewusste Fahrer, die man in den USA freilich suchen muss, ist auch ein Zweiliter-TDI mit Clean-Diesel-Technologie im Programm. Norm-Verbrauch: 5,5 Liter Diesel je 100 Kilometer. Alle Motoren sind mit einem Doppelkupplungsgetriebe kombinierbar, der Sechszylinder ist serienmäßig mit diesem verbunden. Neben der schieren Größe und dem langen Radstand (Länge: 4,87 Meter, Radstand: 2,8 Meter und Breite: 1,84 Meter) sorgen reichlich serienmäßige Extras für viel Komfort. Schon in der Grundausstattung S ist alles wichtige enthalten: elektrische Fensterheber rundum, Klimaanlage, Berganfahrassistent, Tempomat, ein MP3-Radio-CD-System und eine Bluetooth Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung sowie sechs Airbags, ABS und ESP. Die Ausstattungslinien „SE“ und „SEL“ verfgen über weitere Extras, die in Europa vergleichsweise teurer bezahlt werden müssen. Derweil bedienen besonders zwei Ausstattungsdetails amerikanische Anforderungen: Beim Valet Parking kann der Kofferraum und das Handschuhfach per Tastendruck für Dritte gesperrt werden und über eine Taste auf der serienmäßigen Funkfernbedienung lässt sich der Motor starten. Denn die Amerikaner lassen den Motor gerne warmlaufen, noch bevor sie überhaupt in das Auto einsteigen – auch um der Klimaanlage vorab Zeit zu geben, den Innenraum herunter zu kühlen. In Deutschland ist das übrigens verboten, nicht gut für die Umwelt.

Unverständlich wird all das für viele deutsche Autofahrer bleiben, in den USA werden sich jedoch sicher einige für den neuen Passat entscheiden. Schließlich bietet er Premium-Qualität zum Preis eines Kompakten. Fraglich ist, ob nicht der eine oder andere an einen Re-Import denkt. Doch diese Suppe werden vermutlich die Zollämter versalzen. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Dezember 18th, 2010

vw-lavida-blue-e-motion
München, den 18. Dezember (autaro) Wie die meisten anderen Autohersteller auch, geht Volkswagen im Reich der Mitte eigene Wege. Eigen hinsichtlich Design und Ausstattung, eigen aber auch mit Hinblick auf die Antriebstechnologie. Zumindest verglichen mit Europa dürfen die chinesischen Produkte des VW-Konzerns selbst für Wolfsburger Verhältnisse als konservativ gestaltet bezeichnet werden. Chinesen lieben die konventionelle Limousine, während hierzulande das Stufenheck als piefig und der Kombi als lifestylig gepriesen wird.

So sieht denn auch der für China in China produzierte VW Lavida ein wenig aus, wie der verflossene VW Jetta. Auch die Ausstattung ist zumindest sicherheitsseitig nicht das, was man in Europa erwarten würde. Dafür glänzt das Armaturenbrett in schimmerndem Silber-Alu und die Passagiere dürfen sich in flauschige Polster kuscheln. Normalerweise verrichtet der 1,6-Liter-Vierzylinder mit vier Ventilen pro Zylinderkopf unter der Haube seinen Dienst und reicht für chinesische Verhältnisse in Sachen Fahrleistungen völlig hin. Nun wollen die Wolfsburger aber auch das wachsende chinesische Umweltbewusstsein bedienen und haben einen Prototypen mit reinem Elektroantrieb auf die Räder gestellt. Für ordentlich Vortrieb sorgt ein 85 kW starker Elektromotor, der eine Energie aus einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 26,5 Kilowattstunden bezieht. Das reicht für einen Sprint von Null auf Tempo 100 in 11,8 Sekunden und für eine Höchstgeschwindigkeit von abgeregelten 135 Sachen – der Kapazität der Batterie zuliebe. Wer einmal durch China gereist ist, weiß aber auch, dass eine solche Geschwindigkeit selten gefahren werden kann, zumal auch auf chinesischen Autobahnen ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern gilt. Rein subjektiv fühlt sich der E-Motor freilich deutlich stärker an, denn das maximale Drehmoment von immerhin 270 Newtonmetern liegt naturgemäß von der ersten Drehzahl an bereit. Darüber hinaus kann auf ein Getriebe verzichtet werden, der Stromer dreht vpm Stand bis zur Höchstgeschwindigkeit in der gleichen Übersetzung.

Der Lavida E-Motion soll voraussichtlich schon im nächsten Jahr in den chinesischen Handel gehen, ein Export nach Europa wird aber ausgeschlossen. Premiere wird der elektrische Antriebsstrang hierzulande im Jahr 2013 mit dem Golf VII haben, dann aber mit der einen oder anderen Finesse zusätzlich. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

November 11th, 2010

vw_golf_cabrio
München, den 11. November (autaro) Seit Auslaufen der vierten Generation hat Volkswagen keine offene Version des Golf aufgelegt. Die Generation V und bislang auch der Golf VI mussten auf eine Stoffmütze verzichten, Cabrio-Freunde mussten die Marke wechseln oder zum VW Eos greifen. Dieser ist zwar auch ein durchaus gelungenes Auto und hat mit dem versenkbaren Metalldach inklusive Glasschiebedach auch einiges zu bieten. Doch er ist eben kein Golf – das wegen seines Überrollbügels „Erdbeerkörbchen“ genannte Kult-Cabrio ist aus den Köpfen vieler einfach nicht wegzudenken.

Wie nun offiziell, von VW-Chef Martin Winterkorn selbst, bestätigt wurde, wird es bald wieder einen Golf mit Stoffdach geben. Premiere wird dieser auf dem Genfer Autosalon im März 2011 feiern, gebaut wird er bei Karmann in Osnabrück. Um Kosten zu sparen, teilt er sich die Verdeckkonstruktion übrigens mit dem Audi A3 Cabrio, dessen textile Lösung in Tests keine Hardtopkonstruktion vermissen ließ. Folglich wird der Golf VI Cabriolet der erste seiner Art sein, der ohne das Henkelchen des „Erbeerkörbchens“ wird auskommen müssen. Nostalgiker wird dies sicherlich dauern, Ästheten hingegen war das Sicherheitsmerkmal ohnehin stets ein Dorn im Auge. Optisch will sich das Cabrio nah an den kompakten Golf anlehnen, außerdem werden die bekannten TSI-Motoren mit einem Leistungsspektrum zwischen 105 und 160 PS auch das Cabriolet antreiben. Außerdem sind zwei TDI mit 105 oder 160 PS verfügbar, zusammen mit Audi hat VW damals im Golf III das erste Cabriolet mit Diesel angeboten.

Damit dem Eos, der eigentlich das kompakte Cabrio-Segment bei VW abdecken sollte, nicht zuviel Konkurrenz erwächst, werden die Preise für das Golf-Cabrio deutlich unterhalb des Einstiegspreises für einen Eos liegen. Während dieser preislich bei knapp 28.000 Euro startet, wird der billigste Golf mit Stoffmütze bereits für 23.900 Euro zu haben sein. Hoffen wir, dass VW die Saison nicht verschläft, geht es nach uns: „der Sommer kann kommen!“ (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Oktober 28th, 2010

vw_jetta
München, den 28. Oktober (autaro) Im Juni wurde der neue VW Jetta vorgestellt, standesgemäß und mit viel Pomp auf dem New Yorker Times Square. Dass die 4,64 Meter lange, gefällig gestaltete Stufenheck-Limousine in den USA präsentiert wurde, hat seinen Grund: dort wird der Golf, dem hierzulande die meisten Käufer den Vorzug geben, kaum bestellt – die Amerikaner stehen einfach auf Limousinen. Dort kostet ein neuer VW Jetta übrigens 15.995 US-Dollar, während der Einstieg in eine VW-Limousine in Deutschland mit wenigstens 20.900 Euro zu Buche schlägt.

Nach Europa kommt der Jetta also auch, ab nächstem Jahr kann die unterhalb des Passat angesiedelte Limousine bestellt werden. Für besagte 20.900 Euro bekommt man den Jetta 1.2 TSI mit 105 PS und Handschaltung. Der Benziner verbraucht laut VW 5,3 Liter Benzin je 100 Kilometer, mit dem optionalen Doppelkupplungsgetriebe soll sich der Verbrauch nochmals verringern. Serienmäßig helfen eine Start-Stopp-Automatik, ein System zur Rückgewinnung frei werdender Bremsenergie und eine Schaltpunktanzeige beim Sparen, was ebenfalls für die Diesel gilt. Auf der Selbstzünderseite kostet der Einstieg 20.075 Euro, dafür gibt es den 1,6-Liter-TDI mit ebenfalls 105 PS Leistung und Fünfganggetriebe. Als besonders sparsamer BlueMotion soll die Fuhre nur 4,2 Liter Diesel verbrauchen. Daneben stehen die gängigsten Motoren, darunter drei weitere Benziner mit bis zu 200 PS Leistung und der Zweiliter-TDI mit 140 PS Leistung zur Auswahl.

In den USA ist der Jetta, insbesondere gemessen an den VW-Gesamtstückzahlen, ein regelrechter Bestseller. Daran, dass in Europa noch immer die meisten Kunden zum Golf greifen werden, wird sich vermutlich auch in dieser Modellgeneration nichts ändern. Mit Blick auf die Vorgänger a la VW Vento wird der Jetta aber auch in unseren Breiten seine Käufer finden – aus gutem Grund. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Oktober 26th, 2010

vw_werk
München, den 26. Oktober (autaro) Gerade erst berichteten wir von erneuten Qualitätsproblemen, die knapp 1,5 Millionen Fahrzeuge des größten Herstellers der Welt, Toyota, und seiner Tochter Lexus außerplanmäßig in die Werkstätten zwingt. Doch nun trifft es auch den zweitgrößten Hersteller und direkten Konkurrenten Toyotas, nämlich Volkswagen. Zwar hält sich der Schaden mit rund 3.800 Fahrzeugen vom Typ Polo und Sharan des Modelljahres 2011 in deutlich überschaubareren Grenzen. Doch wirft auch eine „kleine“ Serviceaktion zumeist schnell zu einem Kratzer am Image einer Marke – in den Köpfen der Menschen bleiben eben die Schlagzeilen hängen. Außerdem drängt sich grundsätzlich die Frage auf, ob die Hersteller ihre Produkte noch ausreichend testen, oder ob das Sammeln gewisser Erfahrungswerte nicht aus Kostengründen dem Verbraucher als eine Art Phase-Zwei-Tester angelastet wird.

Bei den betroffenen VW Polo muss die Kühlflüssigkeit ausgetauscht werden, da das Mischverhältnis von destilliertem Wasser zu Kühlmittel nicht stimmt. Daher müssen 824 Fahrer ihren Polo in die Werkstatt bringen, was freilich von VW bezahlt wird und laut Unternehmensangaben rund 45 Minuten in Anspruch nehmen soll. Folge des Fehlers kann ein deutlicher Abfall der Heizleistung sein, ein kompletter Ausfall der Heizung droht nicht. Bei 2987 VW Sharan müssen Ablauföffnungen nachgerüstet werden, über die Wasser abfließen kann, dass sich möglicherweise zwischen Fahrzeugschweller und Tür sammelt. Dies passiert jedoch nur, wenn man mit entsprechender Geschwindigkeit durch tiefe Pfützen oder andere Wasseransammlungen fährt. Für das Nachrüsten veranschlagt VW gut 30 Minuten.

In keine der beiden Serviceaktionen musste das Kraftfahrtbundesamt (KBA) eingeschaltet werden, Volkswagen informiert betroffene Eigentümer selbst. Nach dem Werkstattaufenthalt werden die Modifikationen in das Serviceheft eingetragen und die Fahrzeuge werden mit einem Aufkleber kenntlich gemacht. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Oktober 21st, 2010

München, den 21. Oktober (autaro) Da Volkswagen seine Produktion in Russland aufstocken will, die Kapazitäten des VW-Werks in Kaluga bei Moskau aber offensichtlich erschöpft sind, ist eine neue Kooperation in Planung. Der russische GAZ-Konzern soll künftig teile der VW-Produtkion mit übernehmen, teilte die russische VW-Tochter Group Rus mit: “Wir sind in engem Kontakt mit der russischen Regierung, um die beste Lösung zu finden und unsere strategischen Ziele zu erfüllen.” Details wurden indes noch nicht veröffentlicht.

Auch der GAZ-Konzern teilte seinen Optimismus mit. Konzernchef Bo Andersson äußerste in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehsender „Russia Today“: “ich denke, dass wir innerhalb eines Monats Vollzug melden können.” Auch die „Financial Times“ will bereits Details erfahren haben und veröffentlichte unter Berufung auf ungenannte Quellen, dass die Montage von bis zu 150.000 Wagen pro Jahr im Gaz-Werk in der Stadt Nischni Nowgorod an der Wolga geplant sei. Laut Insidern aus dem VW-Kreis hängt die geplante Kooperation allerdings stark mit der Entscheidung des russischen Kabinetts über die Zukunft der Automobilindustrie zusammen.

Laut GAZ und den russischen Medien hat nicht nur Volkswagen Interesse an einer Zusammenarbeit mit GAZ. Auch General Motors wolle mit dem Unternehmen, das zum Konsortium des russischen Oligarchen Oleg Deripaska gehört, zusammenarbeiten. Ein Sprecher des Unternehmens teilte mit: “das Interesse ausländischer Autobauer an einer Zusammenarbeit mit Gaz ist sehr hoch”. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Oktober 9th, 2010

d10976_1024x768
München, den 09. Oktober (autaro) Schon andere hatten es schwer, den Sprung in die automobile Oberklasse zu schaffen. Konzerntochter Audi kann ein Lied davon singen, von Anfang an mitgemischt haben eigentlich nur Mercedes und BMW. Der Audi V8 blieb erfolglos und wurde verlacht, anfangs ging es auch seinem direkten Nachfolger, dem A8 kaum besser. Doch nun ist Audis Großer aus der Oberklasse nicht mehr wegzudenken, verkauft sich streckenweise besser als die Platzhirsche aus Stuttgart und München. Insofern bleibt dem VW Phaeton, von dem die Wolfsburger im letzten Jahr nur knapp 2.000 Exemplare absetzen konnten, allenfalls eine offene Prognose. Dabei ist er, von seinem Leergewicht von rund 2,3 Tonnen einmal abgesehen, kein schlechtes Auto. Und gerade auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist die grundsätzlich allradgetriebene Limousine dank ihres hohen Wertverlustes und der mäßigen Nachfrage für viele der erschwingliche Zugang zum automobilen Olymp. Dank penibelster Verarbeitung in der Dresdner Manufaktur, hoher Zuverlässigkeit und meist opulenter Ausstattung nicht die schlechteste Wahl, allein der Durchschnittsverbrauch ist wegen des hohen Gewichtes bei praktisch allen Motorvarianten zu hoch.

Der Dreiliter Diesel wurde auf Sparkurs gebracht

Die wirtschaftlichste Alternative, den Wolfsburger Luxusliner zu fahren, ist der Dreiliter-Sechszylinder-TDI mit 240 PS und 500 Newtonmetern maximalem Drehmoment. Zudem ist es die einzige Alternative, einen Phaeton mit Selbstzünder zu dirigieren, den bärenstarken und durstigen Fünfliter-Zehnzylinder hat Volkswagen aus dem Programm genommen. Allerdings möchte man VW den angegebenen Durchschnittsverbrauch von 8,5 Litern Diesel nicht so recht abnehmen, zumal auch der Dreiliter bereits als Fünfsitzer 2,3 Tonnen auf die Waage bringt. Macht man in der Aufpreisliste das Kreuzchen neben den Einzelsitzen im Fond und macht den Phaeton damit zum Viersitzer, wiegt er schon fast 2,4 Tonnen – aufgefrischte Optik hin oder her, diese Werte passen einfach nicht mehr in die heutige Zeit. Dagegen können sich die Fahrleistungen durchaus sehen lassen, tut der Diesel ja auch im Porsche Cayenne seinen Dienst. Die schwere Limousine rennt auf Wunsch 237 Sachen und sprintet in 8,6 Sekunden von Null auf Tempo 100 (Fünfsitzer).

Der Phaeton verwöhnt nach wie vor mit hohem Komfort

Dabei geht der Sechszylinder derart diskret und vornehm zu Werke, dass eigentlich nie der Wunsch nach zehn Zylindern aufkommt. Laufruhig, spontan in der Gasannahme und souverän bei praktisch jeder Drehzahl drückt der Passagiere sanft in die üppig dimensionierten, komfortablen Sessel. Allein beim Kick-Down vernimmt man ein heiseres Fauchen aus dem gut gedämmten Motorraum. Daran hat auch die gut gestufte und weich schaltende Sechsstufen-Automatik ihren Anteil, die ihre Charakteristik stets dem Gasfuß des Fahrers anpasst. Sechs Stufen sind in dieser Klasse freilich nicht mehr zeitgemäß und spiegeln sich im Alltagsverbrauch von gut 10 Litern Diesel deutlich wieder. Am Federungskomfort und der guten Isolierung sämtlicher Abroll- und Windgeräusche gibt es noch immer nichts auszusetzen, auch wenn der schwere Vorderwagen auf schnell befahrenen Buckelpisten gelegentlich zum Poltern neigt. Erfreulich auch, dass die Luftfederung im Phaeton grundsätzlich mit an Bord ist und nicht extra bezahlt werden muss.

Qualität zum Anfassen.

Das Facelift beschränkte sich in erster Linie auf die Optik. So trägt nun auch der Phaeton das aktuelle VW-Gesicht, das Chefdesigner Walter DeSilva mit dem Golf VI einführte. Dadurch wirkt der große VW deutlich breiter und wuchtiger, ohne jedoch plump aufzutreten. Die serienmäßigen Bi-Xenonscheinwerfer werden nun durch Kurvenlicht mit LED-Technik unterstützt, hier und da ein wenig Chrom – damit ist der Phaeton für die nächsten drei Jahre gerüstet. Unter dem Blechkleid kommt eine neue Bremsanlage zum Einsatz, die Goliath einen Bremsweg von nur 35 Metern von 100 km/h in den Stand beschert. Ansonsten betreffen die Änderungen den feinen Innenraum. Schon von Baubeginn an schwelgten die Passagiere in einem Meer feiner Materialien. Chrom, edle Hölzer und weiches Leder, soweit das Auge reicht. Hieran hat sich auch im aktuellen Modell nichts geändert, allein die Bedienung wurde der aktuellen VW-Mode angepasst und die Beleuchtung hüllt den Phaeton nachts in ein noch weicheres Licht. Keine Frage: hier kann man sich wohlfühlen.

Stressfreies Fahren

Vom serienmäßigen Allradantrieb einmal abgesehen, der das Fahrverhalten bei jeder Witterung narrensicher macht, unterstützen auch moderne Assistenzsysteme den Fahrer. Eine Kamera erkennt Verkehrszeichen und projiziert diese direkt in das zentrale Display. Derweil sorgt ein Spurhalteassistent dafür, dass die Fuhre nicht ungewollt die Autobahn verlässt, ein Tempomat mit Abstands-Radar verhindert Auffahrunfälle und ein Totwinkel-Assistent warnt vor vorschnellen Überholmanövern.

Fazit

Auch wenn der Phaeton von manch einem S-Klasse- oder BMW-Fahrer verlacht wird, ist er ein respektables Oberklasse-Auto. Die Verarbeitung und die Materialauswahl müssen sich hinter keinem Konkurrenten verstecken, ebenso wenig wie der hervorragende Langstreckenkomfort und das problemlose Handling. Allein am in dieser Klasse besonders wichtigen Prestige muss der große Volkswagen noch arbeiten, hier blicken die Wolfsburger erwartungsvoll auf das nächste Modell. Eindeutig nicht mehr zeitgemäß ist das hohe Gewicht der kopflastigen Limousine und der draus resultierende Durchschnittsverbrauch. An letzterem hat auch die Sechsstufenautomatik ihren Anteil, an der man dann eben doch merkt: der Phaeton kommt in die Jahre. Erfreulich günstig stufen den großen Wolfsburger die Versicherer ein (hier geht’s zum Vergleich), bei der Kfz-Steuer nimmt er seinen Konkurrenten nichts. Allein der überproportional hie Wertverlust treibt die laufenden Kosten in ungeahnte Höhen – macht ihn aber zugleich als Gebrauchten interessant. Und der Einstiegspreis ist angesichts der hervorragenden Ausstattung mit 66.500 Euro ein echter Knaller. (autaro)
d11018_1024x768
d10969_1024x768
vw-phaeton-interieur-01_01
vw-phaeton-interieur-02_01

 

Zurück zum Seitenanfang

August 23rd, 2010

ca0939
München, den 23. August (autaro) der VW California, also jene Variante des VW-Bus, deren Dach sich ausklappen und damit zeltartig vergrößern kann, ist ein Klassiker. Seit Generationen nicht nur bei Individualisten und Abenteurern beliebt, technisch nicht überkompliziert aber schlicht genial. Und so wichtig billig war das Vergnügen auch noch nie. Um Kaufanreize zu schaffen, haben die Wolfsburger den California nun in drei Sondermodellen aufgelegt, die bis zu 3.643 Euro Preisvorteil mit sich bringen.

Die Sondermodelle heißen „Europe“, „Safety“ oder „Executive“. Während man dem Europe seinen Unterschied zum Basismodell nicht ansieht, kommt das Sondermodell mit einigen Extras daher, die bei VW ansonsten Aufpreis kosten. Dazu zählt der Fahrradträger, der am Heck montiert wird, sowie die Privacy-Verglasung im Fahrgastraum inklusive grüner Wärmeschutzverglasung im Fahrerhaus. Für Unterhaltung sorgt das Radio RCD 310, für Wohlfühlatmosphäre flauschige Einlegeteppiche und ein Teilleder-Paket. Schließlich steht der VW auf Alurädern der Dimension 7,5 J x 17 und sorgt für einen sportiven Auftritt.

Das Safety-Paket kommt mit Multifunktions-Lenkrad, Spurhalte-Assistent und Safe in der Küchenzeile, außerdem parkt die Fuhre auf Knopfdruck selbstständig ein. Und wer sich die Variante Executive gönnt, bekommt zusätzlich noch Das Navigationssystem RNS 510, über dessen Display auch eine Rückfahrkamera ihre Bilder sendet. Fahrer und Passagiere werden außerdem von Leder-Alcantara-Sesseln umschmeichelt. Die Preise beginnen bei 54.119 Euro, zur Wahl stehen vier TDI-Motoren, die ein Leistungsspektrum zwischen 84 und 180 PS abdecken. (autaro)

Zurück zum Seitenanfang