
(Foto: Volvo)
München, den 16. Dezember 2011 (autaro) Plug-In-Hybriden haben gegenüber herkömmlichen Konzepten mit Elektro- und Verbrennungsmotor den Vorteil, dass man die übernacht an die heimische Steckdose anschließen und somit die rein elektrische Reichweite deutlich verlängern kann. Noch sind die Hersteller zögerlich, ein echter Plug-In-Hybrid ist bislang eine echte Seltenheit. Bei Volvo wird ein solcher ab November 2012 erhältlich sein, mit einer weiteren Besonderheit: bei dem Verbrennungsmotor handelt es sich nicht um einen Benziner, sondern um einen Diesel. Und der hat sogar richtig Bums, denn Volvo greift bewusst zum D5, der aus fünf Zylindern mit einem Hubraum von 2,4 Litern stattliche 215 PS generiert und ein maximales Drehmoment von 440 Newtonmetern auf die Antriebswelle wuchtet. Die geballte Kraft fällt über die Vorderachse her, denn an der Hinterachse sitzt der Stromer. Dieser leistet nochmals 70 PS und weitere 200 Nm Drehmoment. All das verspricht Fahrleistungen auf höchstem Niveau, was ein Blick ins Datenblatt bestätigt. Die Höchstgeschwindigkeit ist zwar mit 200 Sachen nicht außergewöhnlich, aber den Sprint von Null auf Tempo 100 in 6,2 Sekunden muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lasse.
Der Fahrer hat die Wahl zwischen drei unterschiedlichen Fahrprogrammen. Wir über eine der drei Tasten der sogenannte Pure-Modus angewählt, fährt der V60 bis zu 50 Kilometer rein elektrisch. Wer den Hybrid-Modus wählt, bekommt ein ausgewogenes Zusammenspiel und eine Reichweite von bis zu 1.000 Kilometern, während das Programm Power stets die maximale Leistung bereitstellt – was den Verbrauchsvorteil des Hybriden freilich schrumpfen lässt. Wer es puristisch angeht und voll auf Verbrauchsvorteil fährt, den belohnt der Schwede bei voll aufgeladenen Akkus mit einem Durchschnittsverbrauch von 1,9 Litern Diesel auf den ersten 100 Kilometern. In CO2 gemessen entspricht dies einem Ausstoß von 49 Gramm pro Kilometer. Währenddessen sind die Kosten für die Kfz-Steuer und die Kfz-Versicherung überschaubar (hier können Sie vergleichen), der Anschaffungspreis hat es aber in sich. Die erste Charge limitiert Volvo auf 1.000 Exemplare und liefert ausschließlich in der „Pure Limited Edition“. Derart gerüstet kostet der sportliche Schwede 57.000 Euro, also in etwa 5.000 Euro mehr, als der vergleichbar ausgestattete Diesel ohne unterstützenden Stromer.
Der auf diese Weise nicht eben billige Kombi hat es indes in sich. Auf der höchsten Ausstattungsstufe Summum aufbauend kommt dieser V69 praktisch mit Vollausstattung, von elektrisch verstellbaren Ledersitzen über das High-End-Audiosystem bis hin zu besonderen 17-Zoll-Alus, einem Optik-Paket und feinen Holzeinlagen in Blau-Grau. (autaro)










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