Archiv für die ‘Öko News’ Kategorie
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

April 6th, 2011

München, den 06. April 2011 (autaro) Hinterfragt man die Existenzberechtigung eines Cross Polo oder eben des neuen Cross Touran einmal rational, kommt man schnell zu einem vernichtenden Schluss. Emotional hinterfragt, ergibt sich allerdings ein anderes Bild. Es handelt sich bei solchen Ablegern ihrer zivilen Brüder nämlich streng genommen um Mogelpackungen. Sie kommen ohne Allradantrieb daher, verfügen aber über etwas mehr Bodenfreiheit, über einen leichten Unterfahrschutz und über eine deutlich kernigere Optik. Und während die einen sagen, man bräuchte diese Versionen etwa so dringend wie ein drittes Knie, kontern die anderen mit einem durchaus ernst zu nehmenden Argument: der größte Teil in Deutschland zugelassener SUV wird praktisch nie abseits befestigter Straßen bewegt, die meisten kaufen solche Spritfresser allein wegen der erhöhten Sitzposition und weil sie eben im Trend liegen und so chic aussehen. Der Cross Touran bietet solche Vorzüge, verzichtet aber auf den Allradantrieb, der den Verbrauch in die Höhe treibt.

Der CrossTouran macht dicke Arme

Neben dem bereits erwähnten Unterfahrschutz und dem um 20 Milimeter aufgebockten Fahrwerk verfügt das Cross-Paket im Touran über markante Details wie verbeiterte Radhäuser aus Kunststoff und mischbereifte Leichtmetallfelgen im 17-Zoll-Format. Das lässt ihn optisch deutlich kerniger erscheinen, gaukelt so manchen Käufer vielleicht auch ein Mehr an Solidität vor. Im Innern sorgen spezielle Sitzbezüge und zahlreiche andere Details für eine aparte Optik, der Rest, eingeschlossen die hohe Variabilität und die problemlose Bedienung, kennen wir vom herkömmlichen Touran.

Optik vor Komfort

Leicht nachteilig wirken sich alle die kleinen Modifikationen auf den Fahrkomfort aus. Der von uns getestete TSI EcoFuel CrossTouran mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe läuft zwar genauso leise und das Automatikgetriebe macht seine Sache ebenso unauffällig wie sonst. Doch rollt der CrossTouran spürbar holpriger ab als sein serienmäßiger Teilespender und die Abrollgeräusche lassen sich besser vernehmen. Insgesamt jammern wir freilich gerade auf verdammt hohem Niveau.

TSI-Motor über jeden Zweifel erhaben

Der 1,4-Liter-TSI, der hier in Verbindung mit dem siebenstufigen DSG sein Werk verrichtet, gehört einfach zur Spitze der Motorenbaukunst. Sein maximales Drehmoment von 220 Newtonmetern liegt in einem breiten Drehzahlbereich an (1.500 bis 4.500 Newtonmeter), was auch das Getriebe weiß. Es schaltet daher erst zurück, wenn dies wirklich notwendig ist, bleibt ansonsten in der aktuellen Stufe und lässt das Drehmoment über die Antriebswelle herfallen. Das senkt nicht nur den Verbrauch sondern trägt ebenfalls maßgeblich zum ausgewogenen Fahrverhalten bei. Die 150 PS sind dabei für den Touran völlig ausreichend, was die Fahrleistungen belegen: von Null auf Tempo 100 geht es in 10,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 198 Stundenkilometern erreicht. Dabei hält sich der Verbrauch in vergleichsweise niedrigen Grenzen. Der von VW angegebene Durchschnittsverbrauch von 7,4 Kubikmetern Erdgas pro 100 Kilometer lässt sich zwar nur bei sehr vorsichtigem Umgang mit dem Gaspedal erreichen, in der Praxis kommt man aber mit acht bis neun Kubikmetern gut hin. Für weniger bewanderte auf dem Gebiet der Physik: der von Volkswagen angegebene Wert von 7,4 Kubikmetern entspricht 4,8 Kilogramm – die Umrechnung in den mit Benzin vergleichbaren Liter gestaltet sich schwierig und ist wegen der unterschiedlichen Dichte und deren Temperaturabhängigkeit ungenau. Wer grob 1:1 rechnet, kann sich aber einen (ebenfalls groben) Überblick verschaffen.

Unschlagbare Kilometerkosten

Da Autogas, namentlich das in Deutschland zumeist verwendete LPG („Liquefied Petroleum Gas“) wesentlich günstiger ist, als Benzin, spart man mit jedem gefahrenen Kilometer. Wie viel das im Einzelnen ist, hängt vom Mehrpreis des Fahrzeugs gegenüber dem vergleichbaren Benziner und von der jährlichen Laufleistung ab (hier geht es zum Vergleichs- bzw. Amortisationsrechner). Hinzu kommt eine sehr saubere Verbrennung, was den Motor im Falle des Touran wiederum fit für die Abgasnorm Euro 6 macht. Dies führt wiederum zu einer Ersparnis bei der Kfz-Steuer. Und schließlich gehören die Fahrer eines gasbetriebenen Fahrzeugs naturgemäß zu der eher bedächtigen Sorte, die grundsätzlich eher selten in Unfälle verwickelt ist. Dies führt schließlich dazu, dass auch bei der Kfz-Versicherung bares Geld gespart werden kann, da die Schadensfreiheitsklasse geringer ausfällt.

Gewohnt variabler Innenraum

Am Innenraum gibt es auch mit der Cross-Ausstattung nichts zu tadeln, Platz herrscht im Überfluss und die Variabilität ist hervorragend. Eine dritte Sitzreihe, die dann allerdings das Kofferraumvolumen empfindlich einschränkt, ist gegen einen Obolus von 715 Euro erhältlich. Stehen nur fünf Stühle im Touran, fasst das Gepäckabteil ordentliche 695 Liter Ladegut.

Qualität hat ihren Preis - Fazit

Dass der Touran auch in der Cross-Variante kein Billigheimer ist, sieht, fühlt und riecht man. Die Produkte aus dem Hause Volkswagen setzen sich im Vergleich mit der Konkurrenz stets aus hochwertigsten Materialien zusammen und sind tadellos verarbeitet. Dazu kommt, dass sich der Preis durch eine Flut an verführerischen Extras problemlos in die Höhe treiben lässt. Wer aber mit dem Notwendigsten zufrieden ist und einen geräumigen, variablen Van mit geländegängiger Optik in Premiumqualität sucht, ist mit einem unschlagbaren Kilometerpreis im CrossTouran EcoFuel zum Preis von 31.375 Euro bestens aufgehoben. (autaro)

 

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Februar 23rd, 2011

München, den 23. Februar 2011 (autaro) Mit dem Zoe will der französische Autohersteller Renault am langsam wachsenden Markt der Elektromobilität partizipieren. Ab 2012 soll der Kleinwagen mit reinem Elektroantrieb in den Verkauf gehen, mit pfiffigen Innovationen, einer alltagstauglichen Reichweite – und zu einem verblüffend niedrigen Preis: rund 21.000 Euro wird der Zoe voraussichtlich kosten, allerdings ohne die modernen Lithium-Ionen-Akkus. Diese müssen vom Kunden zusätzlich gemietet werden, was zusätzlich nochmals mit rund 70 Euro pro Monat zu Buche schlagen wird. Diese Preispolitik hat für den Kunden allerdings auch einen gewichtigen Vorteil, bedenkt man die noch mangelnde Erfahrung mit den empfindlichen Energiespeichern im Alltag.

Akku laden oder binnen drei Minuten einfach austauschen

Die Betriebsdaten des seriennahen Prototyps lesen sich derweil sehr vielversprechend. Renault gibt eine alltägliche Reichweite von gut 160 Kilometern an, womit mehr als 90 Prozent der durchschnittlichen Fahrtstrecken eines Europäers abgedeckt wären. Neigt sich der Akkustand dem Ende entgegen, muss der Zoe für vier bis acht Stunden an eine herkömmliche Steckdose. Oder aber an eine Schnellladestation mit Hochspannung, an der sich ein Ladezyklus binnen 30 Minuten vollziehen lässt. Alternativ kann der Fahrer auch an einer Quickdrop-Station vorfahren und die komplette Batterie gegen eine vollgeladene austauschen lassen. Das gemeinsam mit dem japanischen Kooperationspartner Nissan entwickelte System braucht lediglich drei Minuten für einen solchen Austausch, danach kann die Fahrt sorgenfrei fortgesetzt werden. Der Zoe bietet vier Erwachsenen ausreichend Platz, auch der Kofferraum des etwas über vier Meter langen Kompakten soll ein adäquates Ladevolumen bereitstellen.

Wellness für die Passagiere

Mit dem Slogan „Drive The Change“ drücken die Franzosen aus, dass auf Innovation großer Wert gelegt wird. So will der Zoe seine Insassen nicht nur mit einem besonders umweltfreundlichen Antrieb beeindrucken, sondern bemüht sich mit feinen Details auch um deren Entspannung. Neben einer beonders beruhigenden Illumination des Innenraums wird auch eine Anlage zur Parfümierung der Fahrgastzelle zur Verfügung stehen, die mit verschiedenen Duftnoten versucht, Stress erst gar nicht aufkommen zu lassen. Einen wichtigen Stressor hat jedenfalls das elektrische Antriebskonzept beseitigt, nämlich die stetig wachsenden Spritpreise an der nächsten Tankstelle. Stromer wiegen bei dieser Gelegenheit den derzeit noch vergleichsweise hohen Anschaffungspreis auf und bestechen außerdem mit besonders günstigen Kraftfahrzeugsteuern. Lediglich die Einstufung bei der Kfz-Versicherung muss noch abgewartet werden, ebenso wie die Höhe der Kasko-Beiträge. Mit Hinblick auf eine besonnene Käuferschaft sind die Prognosen allerdings günstig. (autaro)

 

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Februar 21st, 2011

München, den 21. Februar 2011 (autaro) Ausgerechnet die schwedische Traditionsmarke Volvo, bisher eher bekannt für nicht eben sparsame, dafür aber besonders robuste und sichere Kombis, geht in jüngster Zeit ganz neue Wege. Das neueste Modell mit Kombiheck, der Volvo V60, hat sich endgültig vom kantigen Design verabschiedet und offeriert neben einem besonders gefälligen Design jede Menge Sportsgeist und Fahrspaß. Dabei sind die verfügbaren Dieselmotoren nicht nur drehmomentstark, sondern auch verhältnismäßig sparsam. Dass sich das letztere Merkmal nochmals verbessern lässt, zeigt Volvo nun auf dem Genfer Automobilsalon, wo eine nahezu serienreife Studie auf Basis des V60 mit Plug-In-Hybrid zu sehen sein wird.

Gemeinsam mit dem Energie-Riesen Vattenfall wurde ein Antriebsduo aus Diesel und Elektromotor entwickelt, das dank einer 12 kWh fassenden Lithium-Ionen-Batterie an der heimischen Steckdose aufgeladen werden kann und bis zu 50 Kilometer rein elektrisch fährt. Beim Selbstzünder handelt es sich um den bereits bekannten 2,4-Liter-Fünfzylinder, dem ein 51 kW starker E.Motor zur Seite steht. Dieser gibt seine Kraft an die Hinterachse ab und ergänzt die bereits von Hause aus sehr ordentlichen 440 Newtonmeter maximalen Drehmoments durch weitere 200 Nm. Damit sind Beschleunigungsorgien und zügige Zwischenspurts vorprogrammiert, von Null auf Tempo 100 sprintet der Schwede in nur 6,9 Sekunden. Die eigentliche Sensation aber ist der von Volvo angegebene Minimalverbrauch von 1,9 Litern Diesel pro 100 Kilometer. Dieser gilt zwar freilich nur für Fahrten mit vollständig vorgeladenem Akku. Doch wer den üblichen Rahmen der meisten Fahrten von unter 100 Kilometer im Alltag nicht sprengt, wird häufig in diesen Genuss kommen. Auch die Gesamtreichweite erhöht sich beträchtlich, laut Volvo können Etappen von 1.200 Kilometern ohne Tankpause bewältigt werden.

Die geringen Kosten für unsere raren fossilen Brennstoffe sind natürlich nicht der einzige Faktor. Es belibt abzuwarten, wie die Kfz-Versicherer den schnellen Öko-Kombi einstufen werden. Bei der Kfz-Steuer hingegen dürfte der Hybrid wegen seines geringen CO2-Ausstoßes (49 Gramm pro Kilometer) sicherlich ein Schnäppchen werden. Schließlich aber wird sich für viele eine Anschaffung an der Kasse entscheiden. Volvo nennt bisher keine Preise, es steht aber zu erwarten, dass die aufwendige Technik deutlich teurer bezahlt werden will, als beispielsweise der Fünfzyilnder ohne elektrische Unterstützung. Ab Januar 2012 soll der Verkauf starten, ausschließlich in Kombination mit sechsstufiger Automatik. (autaro)

 

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Januar 7th, 2011

München, den 07. Januar (autaro) Dass moderne Navigationssysteme mehr können, als nur den Weg weisen oder Tipps zur Verkehrslage geben, beweist einmal mehr das Unternehmen Garmin. Mit dem neuen System „ecoRoute HD“ hat der amerikanische Hersteller einen Adapter auf den Markt gebracht, der das Navigationssystem mit dem Bordcomputer und dem Diagnosesystem des Motors verbindet und die Daten in Echtzeit ausliest. Über Bluetooth wird das Navigationssystem mit dem Adapter verbunden, das die Daten dann leicht verständlich für den Fahrer aufbereitet. Über 4.000 Fehlercodes kann das System verarbeiten und dem Fahrer quasi übersetzen. Darüber hinaus kann sich der Fahrer den aktuellen Sprintverbrauch und die entsprechenden CO2-Emissionen anzeigen lassen und, vielleicht noch effektiver: er kann seinen eigenen Fahrstil analysieren lassen und so möglicherweise seinen Gasfuß optimieren. Der Adapter ist kompatibel mit sämtlichen Garmin-Navigationssystemen der “Nüvi”- und “NüLink!”-Serien 1xxx, 2xxx und 3xxx, die über eine Bluethooth-Schnittstelle verfügen.

Der Einbau indes gestaltet sich recht einfach. Das Gerät wird über die die OBD-II-Schnittstelle des Fahrzeugs angeschlossen. In Autos ab Baujahr Mitte der 90er-Jahre ist diese Schnittstelle grundsätzlich an Bord und befindet sich im Fahrzeuginnenraum. Lange Suchaktionen auf der Hebebühne sind damit nicht notwendig. Sobald der Fahrer sein Auto startet, beginnt Ecoroute HD die Fahrzeugdaten auszulesen und verbindet sich mit dem Navigationssystem, Telemetriedaten und ggf. Fehlercodes werden dann in Echtzeit übertragen.

Wer nun angesichts solch geballter High-Tech einen entsprechend hohen Preis erwartet, wird angenehm überrascht sein: 99 Euro verlangt Garmin für den neuen Adapter, allerdings exklusive Einbau. Geübte Bastler und Heimwerker werden den Anschluss selbst bewerkstelligen können, weniger technikaffine Fahrer fragen besser in ihrer Werkstatt nach. Wegen des geringen Aufwandes für den Einbau dürften sich die Werkstattkosten im Rahmen halten. (autaro)

 

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Januar 3rd, 2011

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München, den 03. Januar (autaro) Haben Branchenkenner eigentlich das Jahr 2012 für den Durchbruch des Elektroautos bestimmt, erfährt bereits das neue Jahr 2011 einen angemessenen Auftakt: niemand geringeres als Portugals Premier José Sòcrates fährt künftig dienstlich ein E-Fahrzeug. Der Nissan Leaf, eines der ersten serienreifen Autos mit reinem E-Antrieb befördert künftig das Oberhaupt Portugals, medienwirksam übergab der japanische Hersteller den Stromer mit leistungsfähiger Lithium-Ionen-Batterie. Überhaupt macht der Leaf von sich reden, ob als Auto des Jahres 2011 oder durch das New Yorker “Time“-Magazine. Dieses hat den Nissan Keaf in die Liste der 50 besten Erfingungen des Jahres 2009 aufgenommen – reichlich Vorschusslorbeeren für eine noch nahezu unbekannte Neuentwicklung. Zeitgleich übergab Nissan neun weitere Leaf an das portugiesische Konsortium MOBI-E. Dessen Vorstand wird künftig ebenfalls im Nissan Leaf durch die Lande surren.

Das MOBI-E Konsortium zeichnet verantwortlich für die Einrichtung eines engmaschigen Netzes an E-Tankstellen in ganz Portugal. In enger Kooperation der portugiesischen Regierung und mit Renault und Nissan wurde bereits 2008 der Grundstein für eine entsprechende Infrastruktur gelegt, mittlerweile verfügt Portugal über E-Tankstellen in über 25 Städten. Bis Sommer 2011 sollen weitere 1.300 Ladestationen hinzukommen, außerdem 50 Schnellladestationen. Neben einem Modell, dass den schnellen Tausch der Akkueinheiten voll automatisch übernimmt besteht die Möglichkeit, den Leaf an einer solchen Station binnen 30 Minuten zu 80 Prozent wiederaufzuladen.

Deutsche Kunden müssen sich unterdessen noch in Geduld üben. Hier wird der Nissan Leaf voraussichtlich ab Herbst dieses Jahres erhältlich sein, zu bislang unbekannten Preisen. Mit einer staatlichen Förderung in Form einer Kaufprämie wird aktuell nicht gerechnet, Bundeskanzlerin Angela Merkel will direkt die Entwicklung der E-Mobilität unterstützen, nicht allein den Verkauf. Außerdem werden Fahrer eines Elektromobils steuerlich begünstigt und sparen bares Geld bei der Kfz-Versicherung (hier finden Sie weitere umfassende Informationen). Ob und wie lange sich Portugal die großzügige Subventionspolitik für die E-Mobilität noch wird leisten können, ist ebenfalls fraglich. Das hochverschuldete Land gilt als heißer Anwärter für den Europäischen Rettungsschirm und müsste im Falle einer „Rettung“ durch die europäischen Nachbarn harte Sparauflagen einhalten. (autaro)

 

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Dezember 28th, 2010

München, den 28. Dezember (autaro) Schon lange warten deutsche Autofahrer auf umweltfreundliche Alternativen zum bisherigen, lediglich aus fossilen Ressourcen stammenden Benzin. Dabei ist die Lösung, dem herkömmlichen Benzin eine größere Menge an Bioethanol beizumischen, nur scheinbar umweltschonend. Denn für die Gewinnung von Bioethanol wird andernorts hektarweise Ackerland benötigt, das auf zwei Weisen rekrutiert wird. Entweder, wie beispielsweise in weiten Teilen der USA, wird der Anbau von Pflanzen für die Herstellung von Ethanol zu Lasten der herkömmlichen Nahrungspflanzen subventioniert. Das hat massive Teuerungen auf dem weltweiten Nahrungsmittelmarkt zur Folge. Oder, für die Umwelt noch viel verheerender: riesige Regenwaldbestände fallen der Rohdung anheim, bis die Böden schließlich gänzlich erodieren und verwüsten.

Hierzulande, ebenso wie in weiten Teilen des europäischen und außereuropäischen Auslandes, gilt Bioethanol jedoch als besonders umweltfreundlich und zukunftsweisend – der Name ist scheinbar Programm. So beschloss denn auch die Bundesregierung, dass die Mineralölkonzerne ihrem Benzin künftig bis zu zehn Prozent Ethanol beimischen dürfen und ihren Kraftstoff getrennt als besonders grün vermarkten können. Allerdings konnten die Tankstellenbetreiber, namentlich auch die führenden Mineralölkonzerne, die Anlagen noch nicht flächendeckend umrüsten. Der Geschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes, Klaus Picard, teilte am heutigen Dienstag mit: “Das wird eine Zeit dauern, denn die Kälte hat auch einen Einfluss auf die Umstellung.” Vor Februar des nächsten Jahres ist mit einer einheitlichen Umsetzung wohl nicht zu rechnen.

Experten rechnen außerdem damit, dass die Mineralölkonzerne wenigstens moderate Aufpreise für den neuen „Biosprit“ verlangen werden. Dabei sei eine Preiserhöhung laut Elmar Baumann, vorsitzendem des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB), nicht gerechtfertigt: “Da Benzin bereits jetzt E5 enthält, also bis zu fünf Prozent Ethanol, ist die Steigerung auf zehn Prozent gering und kann keine höheren Preise begründen”, so Baumann. Umweltschützern bleibt schließlich zu hoffen, dass ein höherer Preis die Nachfrage nach dieser Mogelpackung gering halten wird. (autaro)

 

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Dezember 13th, 2010

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München, den 13. Dezember (autaro) Noch tun sich die Autohersteller schwer mit dem reinen Elektroantrieb, der bei den meisten noch in der Entwicklung steckt. Doch die ersten Serienmodelle kann man bereits kaufen, darunter der i MiEV des japanischen Herstellers Mitsubishi. Zwar konnte der Kleinwagen auf Basis des herkömmlichen Mitsubishi i seinen Weg in Deutsche Schauräume noch nicht schaffen, dies wird sich aber in Kürze ändern. Bis dahin verkaufte sich der eiförmige Viersitzer als Rechtslenker bereits über 5.000 Mal – und dürfte Skeptikern so den Wind aus den Segeln nehmen. Auch die Schwestermodelle der Französischen Hersteller, der Citroën C-ZERO und der Peugeot iOn werden bald erhältlich sein und mit leicht modifiziertem Design aber praktisch identischer Technik an den Markt gehen.

Anders als ursprünglich geplant, läuft der i MiEV seit 2009 nicht mit Radnabenmotoren vom Band, sondern kommt mit einem Permanentmagnet-Synchronmotor, der seinen Platz unter dem Kofferraumboden findet. Dieser leistet 47 kW und wuchtet 180 Nm maximales Drehmoment auf die Antriebswelle, die ab der ersten Drehzahl anliegen und den etwas über eine Tonne schweren Zwer daher munter antreiben. Die Beschleunigung von Null auf Tempo 100 geschieht mit rund zwölf Sekunden zwar nicht in Rekordzeit, fühlt sich aber wegen des Drehmomentes und der zugunterbrechungsfreien Beschleunigungscharakteristik gewaltiger an. Außerdem verblüfft das fehlende Motorgeräusch immer wieder aufs Neue. Die Akku-Einheit, die aus insgesamt 88 Lithium-Ionen-Zellen besteht, die unter dem Wagenboden untergebracht sind, braucht für einen kompletten Ladezyklus sechs Stunden. Dies gilt jedenfalls, wenn der Mitsubishi seinen Saft aus der heimischen Steckdose mit 230 V Spannung bezieht. An der Schnellladestation mit 400-V-Drehstrom sind nach einer halben Stunde 80 Prozent der Kapazität wieder aufgeladen, was für eine Reichweite von über 100 Kilometern ausreicht. Die Gesamtreichweite liegt bei etwa 130 Kilometern, je nachdem, wie viel Leistung man dem Elektromotor abverlangt. Außerdem stehen zwei Akkuversionen zur Verfügung, einer mit 16 kWh und einer mit 20 kWh Kapazität. Die genannten Werte gelten für den Kleineren, mit dem größeren Akku lässt sich eine Strecke von 160 bis 180 Kilometern zurücklegen. Grundsätzlich verbrauchen E-Motoren im Vergleich zu Verbrennern im Stadtverkehr wenig Energie, da diese beim Bremsen wieder rekuperiert werden kann. Dafür kann man an Steigungen oder bei längerer Fahrt mit „Vollgas“ der Kapazitätsanzeige beinah beim Fallen zuschauen, ein sicherlich gewöhnungsbedürftiger Umstand. Auch wird sein Erfolg in Deutschland maßgeblich vom Anschaffungspreis abhängen, der noch immer nicht feststeht. Branchenkenner rechnen mit 33.000 bis 35.000 Euro. (autaro)

 

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September 27th, 2010

vlc
München, den 27. September (autaro) Ausgerechnet ein Benziner hat den Spritspar-Wettbewerb Progressive Insurance Automotive X-Prize in den USA gewonnen. Und das obwohl diverse Alternativen mit an den Start gingen, darunter der allseits beliebte Hybrid und reine Elektro-Fahrzeuge. Der Clou: der Gewinner, namentlich das „Very Light Car“ (VLC) des Teams Edison2, wiegt nur 377 Kilogramm. Und wo wenig transportiert bzw. mitgeschleppt werden muss, da wird auch wenig Kraftstoff verbraucht.

Die Konstruktion, die ein wenig wie die Kreuzung zwischen Flugzeug und Kabinenroller daherkommt, besteht im Wesentlichen aus Stahl und Aluminium. Für Vortrieb sorgt ein Einzylinder mit einem Viertel Liter Hubraum, der wahlweise mit Benzin oder mit Bioethanol E85 betrieben werden kann. Während des Rennens kam das VLC mit einer Gallone E85 genau 102,3 Meilen weit, was einem Durchschnittsverbrauch von 2,24 Litern auf 100 Kilometer entspricht. Ursprünglich plante das Team Edison2 ein Elektroauto, doch man kam irgendwann zu dem Schluss, dass ein niedriges Leergewicht deutlich größere Vorteile beim Verbrauch erbringt – das Thema Elektroantrieb bzw. Akkus hatte sich damit erledigt.

Den überraschenden Ausgang dieses Rennens sollte man sich zum Anlass nehmen, einmal über die Entwicklung des Automobils in den letzten 30 Jahren nehmen. Sicher, ein VW Golf von vor 30 Jahren verbrannte den Kraftstoff unsauberer als ein Golf aus der aktuellen Generation. Der Durchschnittsverbrauch an sich ist aber eher gestiegen. Und wenn man nun die Frage nach dem Warum stellt: der Golf VI wiegt eben eine halbe Tonne mehr als der Golf I. (autaro)

 

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September 2nd, 2010

mitsubishi_imiev
München, den 02. September (autaro) In Japan dreht der Mitsubishi i-MiEV bereits seit 2009 seine Runden, emissionsfrei und nur von einem dezenten Summen begleitet. Doch auch für Europa hat das Warten bald ein Ende, im Dezember wird die Gemeinschaftsproduktion mit dem französischen PSA-Konzern (Peugeot und Citroën) auch hier in die Verkaufsräume der Händler rollen – abermals emissionsfrei, nur von einem dezenten Summen begleitet. Für Europa wurde das Elektro-Auto auf den entsprechenden Stand der Technik gebracht: hier fahren also das Stabilitätsprogramm ASC, die Traktionskontrolle TCL sowie zusätzliche vordere Front-, Seiten- und Kopfairbags mit. Vor der Markteinführung kann der i-MiEV, ebenso wie das Schwestermodell aus dem hause Peugeot auf dem Pariser Autosalon 2010 (2. bis 17. Oktober) begutachtet werden.

Wie erwartet, leistet der permanenterregte Synchronmotor des 1110 Kilo schweren City-Flitzers 67 PS. Damit lässt er sich in der Stadt adäquat bewegen und erreicht auf der Autobahn bei Bedarf Tempo 130. Die wichtigste Frage bei Elektroautos, nämlich die nach der durchschnittlichen Reichweite, beantwortet Mitsubishi mit einer wenig beeindruckenden, in den meisten Fällen aber völlig ausreichenden Zahl: 150 Kilometer. Danach kann der i-MiEV an der heimischen Steckdose innerhalb mehrerer Stunden wieder aufgeladen werden, oder an einer Schnellladestation innerhalb von 25 Minuten.

Über Sinn und Unsinn elektrobetriebener Personenwagen mit Energiespeicher an Bord wird sicherlich in den nächsten Jahren noch heftig diskutiert werden, der Schwachpunkt sind die Reichweite sowie der ökonomische und ökologische Wahnsinn bei der Herstellung der Akkus. Der ökonomische Haken an der ganzen Angelegenheit schlägt sich indes direkt auf den Preis nieder. Je nachdem , in welchem europäischen Land der i-MiEV gekauft und zugelassen wird, soll der Kleinwagen zwischen 33.000 und 35.000 Euro kosten. (autaro)

 

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August 2nd, 2010

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München, den 02. August (autaro) In der vergangenen Woche veröffentlichte Chevrolet die Preise für den Volt, das erste Elektroauto aus dem Hause General Motors (GM) und Schwestermodell des Opel Ampera. Zwar handelt es sich genaugenommen um einen Stromer mit Range Extender, also kein reines Elektroauto. Doch der Preis von umgerechnet 31.500 Euro inklusive achtjähriger Garantie auf die komplette E-Einheit nebst Akkus scheint die Japaner nervös gemacht zu haben. Jedenfalls reagiert Nissan prompt und gibt den Leaf, das erste E-Auto aus dem Hause Nissan (mit Partner Renault), ab sofort zur Bestellung frei. Zunächst gilt das allerdings nur für Portugal und Irland, in Großbritannien kann der Leaf gegen 300 Pfund Anzahlung ab September vorbestellt werden.

Der Grund: in Portugal und Irland hat sich die Regierung bereits auf eine staatliche Förderung von Elektroautos verständigt, die der Käufer praktisch mit einkalkulieren kann. Im Klartext bedeutet dies in Portugal einen Basispreis von 30.240 Euro und in Irland von 29.995 Euro, in Großbritannien werden es umgerechnet 28.800 Euro sein. Man beachte: die Preise inkludieren in jedem Falle die moderne Lithium-Ionen-Akkus, mit denen der Leaf bis zu 160 Kilometer weit kommt. Außerdem ist die Serienausstattung mit Klima, Navi, Einparkhilfe nebst Rückfahr-Kamera und eigentlich allem, was man sonst so bestellen würde, nahezu komplett. Deutsche Kunden müssen leider noch bis Oktober 2011 auf den Leaf warten und kennen noch nicht den Preis. Nissan hofft zwar auf eine Förderung seitens der deutschen Regierung, bislang erteilte diese einer Förderprämie aber nur Absagen. Zwar fördert die Bundesregierung die Elektromobilität mit Millionenbeträgen, doch gehen die Mittel in erster Linie in Forschung und Entwicklung, nicht in Subventionsstrategien diverser Hersteller. Laut Nissan bekundeten in Europa bereits 12.000 Interessenten ihre Kaufabsicht.

Um weitere Kaufanreize zu setzen, listete Nissan noch einmal die laufenden Kosten auf, die durch den Leaf entstehen. Gemessen an den aktuellen Benzinpreisen kommt ein Brite pro 100 Kilometer auf 1,29 Euro, ein Ire auf 1,20 Euro und in Portugal kostet die gleiche Strecke nur 1,05 Euro. Die besagten 160 Kilometer Reichweite reichen für über 90 Prozent der durchschnittlich gefahrenen Strecken völlig aus und die Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern darf, abgesehen von deutschen Autobahnen, ohnehin nirgends ausgefahren werden. Fraglich ist noch, wie reine Elektroautos besteuert werden und wie hoch die Beiträge für Haftpflicht- und Kaskoversicherung (hier geht’s zum allgemeinen Vergleich) ausfallen werden. (autaro)

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