Archiv für die ‘Öko News’ Kategorie
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Juli 30th, 2010

porsche-918
München, den 30. Juli (autaro) Die Studie war atemberaubend, die Zahlen lasen sich, als kämen sie direkt aus einem Science-Fiction-Roman. Auf dem Genfer Autosalon 2010 präsentierte Porsche der Weltöffentlichkeit die Studie 918 Spyder, einen aufregend geschnittenen Roadster mit 3,4-Liter-V8 und 500 PS Leistung, kombiniert mit Elektromotoren in den Radnaben, die zusammen weitere 218 PS wuchten. Dabei handelte es sich keineswegs um einen herkömmlichen Hybriden à la Toyota Prius oder Honda Insight. Der Porsche 918 kann nämlich an der heimischen Steckdose aufgeladen werden und bewältigt somit Stadtfahrten oder kürzere Ausflüge über Land auf Wunsch auch rein elektrisch. Die absolute Sensation: Porsche gibt den Durchschnittsverbrauch auf 100 Kilometer bei aufgeladenen Akkus mit lediglich gut 3 Litern Super an. Und das bei diesen Fahrleistungen – 320 Stundenkilometer Spitze und der Sprint von Null auf Stammtischtempo ist in 3,2 Sekunden erledigt.

Michael Macht, neuer Chef im Hause Porsche, erklärt seine Absicht: “Die Umsetzung des 918 Spyder in einer limitierten Serie zeigt, dass wir mit dem Ansatz Porsche Intelligent Performance sowie der Verbindung von Höchstleistung und effizienten Antriebskonzepten den richtigen Weg für die Marke Porsche eingeschlagen haben. Wir werden den 918 Spyder in Weissach entwickeln und in Zuffenhausen produzieren.” Optisch soll sich die Serienversion dicht an der gezeigten Studie orientieren, wenngleich bestimmte Merkmale sicherlich entschärft werden dürften.

 

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Juni 30th, 2010

München, den 30. Juni (autaro) Der schwer angeschlagene französische Autoteile-Zulieferer Heuliez rauscht nicht in die Insolvenz, wie das französische Industrieministerium am heutigen Mittwoch bekanntgab. Der französische Staat beteiligt sich mit rund zehn Millionen Euro an der Rettung des 1920 gegründeten Unternehmens, das unter anderem die Dachkonstruktion für den Peugeot 207 CC entwickelte und für die Produktion des Opel Tigra TwinTop verantwortlich zeichnet. Zuletzt konzentrierten sich Franzosen allerdings in erster Linie auf die Elektromobilität und entwickelte einen Dreisitzer für den Stadtverkehr, der noch im nächsten Jahr in Serie gehen soll.

Gerade an dieser zukunftsträchtigen Sparte zeigten auch zwei deutsche Unternehmen Interesse, die nun die entsprechenden Anteile übernehmen werden. Dabei handelt es sich um die Saarländische Kohl-Gruppe, die bislang vor allem im Gesundheitswesen tätig war. Unter ihrem Dach findet sich unter anderem die Kohlpharma, die führend auf dem Gebiet des Arzneimittelimportes in Deutschland ist. Des Weiteren sitzt die Essener con|energy ag mit im Boot, die sich in erster Linie als Beratungsgesellschaft für Energieunternehmen versteht, aber auch weitere Tätigkeitsfelder unterhält.

Durch die bisherige Branchenfremdheit zumindest der Kohl-Gruppe zeigt sich indes deutlich, welches Potential auch hinsichtlich zu erwartender Renditen in der Elektromobilität steckt. Ob und wie weit sich auch größere deutsche Energie-Unternehmen in der nächsten Zeit an der Produktion von Elektroautos, möglicher Weise sogar eigener Modelle beteiligen werden, bleibt abzuwarten. Im Hinblick auf die aufzubauende Infrastruktur in Form von Service-Netz und E-Tankstellen hat der Wettbewerb längst begonnen. (autaro)

 

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Mai 18th, 2010

München, den 18. Mai (autaro) Nissan verrät, zu welchen Preisen der rein elektrisch betriebene Leaf auf den Markt kommen wird. Zumindest in den Ländern, in denen er noch in diesem Jahr bestellt werden kann. Das sind zunächst England, die Niederlande und Portugal, während sich deutsche Interessenten noch mindestens bis Ende 2011 gedulden müssen. Einer der Gründe für diese „Salami-Taktik“ ist, dass hierzulande noch nicht klar ist, ob der Staat den Kauf reiner Elektroautos fördern wird, oder nicht. Nach wie vor wird in der Regierung erörtert, ob nur die Forschung, oder auch jedes einzelne Auto in Form einer Prämie gefördert werden wird.

In den oben genannten Ländern greift der Staat den Interessenten in Form einer Prämie oder durch kräftige Steuervergünstigungen unter die Arme. So kostet der Leaf in Großbritannien voraussichtlich umgerechnet 27.471 Euro, während er ohne Prämie mit umgerechnet 33.353 Euro zu Buche schlagen würde. In den Niederlanden beträgt der Kaufpreis stets 32.839 Euro, dafür kommt der Fahrer aber in den Genuss von Steuererleichterungen in Höhe von gut 6.000 Euro – für Halter eines Firmenwagens sind noch deutlich höhere Beträge drin. Auch in Portugal und in Irland wird der Kaufpreis nach Abzug aller Subventionen deutlich unter 30.000 Euro bleiben, außerdem müssen die Fahrer zunächst eine Kraftfahrzeugsteuer bezahlen. Der Leaf „kostet damit etwa genauso viel wie ein vergleichbar ausgestattetes Diesel- oder Hybrid-Fahrzeug”, wie uns Nissan vorrechnet. Bedenkt man hierzu die nahezu komplette Serienausstattung mit Schnelllader, Klimaanlage, Rückfahrkamera und dem ansonsten in dieser Klasse üblichen Schnickschnack, ergibt sich tatsächlich ein faires Angebot. Bleibt abzuwarten, wie sich die deutsche Politik in Sachen Förderung entscheiden wird. Doch auch ein nicht geförderter Preis von rund 32.000 Euro wäre ein Schritt in die richtige Richtung – der deutlich kleinere Mitsubishi i-MiEV soll bei uns voraussichtlich über 40.000 Euro kosten. (autaro)

 

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Mai 13th, 2010

München, den 13. Mai (autaro) Den Passat gibt es bereits seit längerem mit Gasanlage, ebenso den Golf. Nun erweitert Volkswagen die BiFuel-Palette nach unten und offeriert den Polo BiFuel mit einem 52-Liter-Gastank, der platzsparend in der Mulde für das Reserverad untergebracht ist. Der Motor ist ein alter bekannter, der 1,4-Liter Vierzylinder mit 85, der im Gasbetrieb allerdings nur 82 PS leistet. Auf dem Papier ein beinah zu vernachlässigender Wert, doch in der Praxis ist der Leistungsverlust durchaus spürbar. Dafür bietet der Polo BiFuel sensationell kleine Kraftstoffkosten von 5,18 Euro pro 100 Kilometer, bei einem aktuellen Gaspreis von 64 Cent je Liter und einem Durchschnittsverbrauch von 8,1 Liter auf 100 Kilometer.

Die Kombination aus möglichem Gasbetrieb mit herkömmlichem Benzinbetrieb hat einen weiteren Vorteil: ist der Gastank nach 640 Kilometern leer, kann mit 45 Litern Benzin weitergefahren werden. Damit ergibt sich eine Reichweite von rund 1.300 Kilometern – das schafft kein Diesel. Schließlich verbrennt LPG (Liquified Petroleum/Propane Gas) auch noch sauberer als Benzin, der Polo wirft im Gasbetrieb nur 132 Gramm CO2 aus, gegenüber 146 Gramm im Benzinbetrieb.

Bestellbar ist der VW Polo BiFuel wie seine konventionellen Geschwister in den Ausstattungslinien Trendline, Comfortline und Highline, los geht es ab 16.325 Euro. Dafür bekommt man zwar auch schon einen Golf 1.4 Trendline, also im Prinzip den gleichen Motor im höherwertigen Golf. Der läuft allerdings nicht mit Gas und den Mehrpreis gegenüber dem Basispolo hat man bereits nach gut 30.000 Kilometern wieder hereingefahren. (autaro)

 

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Mai 5th, 2010

München, den 04. Mai (autaro) Honda steht mit seinem FCX Clarity kurz vor der Serienreife. In einer Kleinserie von gut 20 Fahrzeugen testen derzeit vor allem Prominente in den USA das Wasserstoff-Fahrzeug – als LeasingFahrzeug für monatlich 600 US-Dollar, inklusive aller Kosten. Und wider alle Erwartungen macht der Honda seine Sache sehr gut. Selbst bei fiesesten Minusgraden im Winter brauchte das Auto höchstens ein paar Sekunden, um den Betrieb aufzunehmen. Die Angst der Ingenieure, die Brennstoffzelle könne gar einfrieren, wollte sich nicht bestätigen.

Dass die Wasserstofftechnik sich in den nächsten Jahren, möglicherweise sogar überhaupt, durchsetzen wird, gilt allerdings als unwahrscheinlich. Diese zeigt sich bereits an der kaum vorhandenen Infrastruktur. Insgesamt existieren weltweit lediglich rund 200 Stationen, an denen Wasserstoff getankt werden kann. Dies funktioniert dann zwar ähnlich simpel wie bei einem Auto mit Gasanlage, erfordert aber ebenfalls gewisse Voraussetzungen. So ist im Falle des Honda FCX Clarity ein Ladedruck von 350 Bar erforderlich, den beispielsweise die Stuttgarter Zapfanlage in den wenigsten Fällen zur Verfügung stellen konnte. Weltweit haben sich daher namhafte Hersteller zusammengeschlossen, um die Entwicklung einer vernünftigen Infrastruktur voranzutreiben. Darunter befinden sich Ford, General Motors (GM), Honda, Hyundai, Kia, Renault und Nissan sowie deren Kooperationspartner Daimler. (autaro)

 

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Mai 5th, 2010

München, den 05. Mai (autaro) Mit großer Spannung erwartet die Welt den VW Golf mit Elektroantrieb und damit den ersten reinen Stromer aus Wolfsburg. 2013 wird es soweit sein, dann rollt der Golf blue-e-motion zu den Händlern. Die Namensgebung geriet als Fortführung der Bezeichnung der bisherigen Spritsparmodelle (BlueMotion) schon einmal sehr konsequent. Nach und nach kommen auch immer mehr Details zum umweltfreundlichen Volkswagen ans Licht und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) durfte ihn bereits fahren. Unklar ist unterdessen noch immer, ob der Golf den Anfang in Sachen Elektromobilität machen wird, oder doch das Konzept VW up!

Fest stehen hingegen bereits die Eckdaten. Der Golf blue-e-motion erhält einen 115 PS starken Elektromotor, der immerhin 270 Newtonmeter als maximales Drehmoment auf die Kurbelwelle stemmt. Damit rennt der Golf bis zu 140 Sachen und soll eine Reichweite von 150 Kilometern ermöglichen. Die modernen Lithium-Ionen-Akkus werden im Mitteltunnel, im Kofferraum und unter den Rücksitzen untergebracht, was das Kofferraumvolumen um 113 Liter auf 237 Liter eindampft. Außerdem wird der Golf dank der Batterien zu einem echten Schwergewicht: 1.545 Kilogramm bringt der Kompakte auf die Waage, wenn hier nicht noch optimiert werden kann.

Technisch ermöglichen die Ingenieure das sogenannte „Segeln“, das wir bereits aus dem Porsche Cayenne Hybrid kennen. Dabei wird der Motor ausgekuppelt, sobald man ihn nicht braucht, und das Auto rollt lediglich gegen die üblichen physikalischen Widerstände an. Energie wird lediglich im Schiebebetrieb oder beim Bremsen zurück gewonnen. (autaro)

 

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April 27th, 2010

München, den 27. April (autaro) Wie die meisten deutschen Autohersteller, tüftelt auch BMW an einem serientauglichen PKW mit reinem Elektroantrieb. Denn bislang hat man den alternativen Antriebsarten eindeutig zu wenig Beachtung geschenkt, selbst den Hybridantrieb bringt BMW erst langsam und vornehmlich in den großen Baureihen auf die Straße. Das soll sich 2013 ändern, wenn die Bayern ihr erstes, rein elektrisch betriebenes Auto für die Großstadt auf den Markt bringen werden: das Megacity Vehicle. Allzu viele Details ließen sich noch nicht in Erfahrung bringen, lediglich dass das Megacity Vehicle unter dem Label einer der Tochtermarken der Bayern vertrieben werden wird, gilt als sicher – vermutlich als Mini.

BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer kündigte zwischenzeitlich selbstbewusst an: “Mit diesem innovativen und von Grund auf neu konstruierten Fahrzeug setzen wir ab 2013 neue Maßstäbe im Bereich der Elektromobilität. Unser Megacity Vehicle wird deutlich leichter als herkömmliche Fahrzeuge sein und in Puncto Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine neue Bestmarke setzen.“ Damit ist unter anderem gemeint, dass das Fahrzeug hinsichtlich der Materialauswahl neue Wege gehen wird. Die Karosserie wird zu wesentlichen Teilen aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) bestehen, der eine deutlich Reduktion des Leergewichtes ermöglicht. Reithofer: “Dieses Fahrzeug wird die Automobilindustrie, wie wir sie heute kennen, in erheblichem Maße verändern.” Außerdem kündigte der BMW-Chef ein eigenständiges E-Fahrzeug für den chinesischen Markt an, das auch dort entwickelt und mit dem Joint Venture-Partner Brilliance hergestellt werden soll. (autaro)

 

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April 20th, 2010

München, den 20. April (autaro) Es sieht schon ein wenig so aus, als habe Volkswagen den Elektroantrieb bisher vernachlässigt. In erster Linie konzentrierten sich die Wolfsburger auf verbrauchsoptimierte Benziner und Diesel, ein Hybridantrieb kommt bisher nur im neuen SUV Touareg zum Einsatz, das erste E-Modell wurde halbherzig für 2013 angekündigt. In Form des Kleinstwagen-Konzeptes VW Up!, von dem allerdings noch nicht allzuviel zu sehen war. Um dem Elektromotor sozusagen mit der nötigen Ehrerbietung zu begegnen, kündigte VW nun an, den Golf und damit das wichtigste Modell des Konzerns als ersten Stromer zu verkaufen. Dies berichtete die Deutsche Presseagentur (dpa), die direkt informiert wurde. Laut VW müsse ein „wichtiges Signal“ gesendet werden, da sonst die Gefahr bestünde, in Sachen Elektromobilität von der Konkurrenz abgehängt zu werden.

Noch im März 2010 kündigte VW-Chef Martin Winterkorn an, VW habe das Ziel, sich auf dem Gebiet der Elektromobilität weltweit „an die Spitze der Bewegung“ zu arbeiten. Außerdem habe Volkswagen „wie kein Zweiter“ die Möglichkeiten, das „Elektroauto für alle“ in Großserie zu bringen. Dabei sieht Winterkorn den Dreh- und Angelpunkt in der Entwicklung preiswerter und leistungsfähiger Lithium-Ionen-Akkus. Zu diesem Zwecke ging der Konzern mehrere Kooperationen mit ausländischen Partnern ein, darunter der chinesische Autohersteller BYD und die japanischen Elektronikkonzerne Toshiba und Sanyo. (autaro)

 

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April 15th, 2010

München, den 15. April (autaro) Über das Für und Wider des Elektroantriebes wird derzeit heftig diskutiert. Dass mittelfristig kein Weg an ihm vorbeiführt, scheint klar. Doch wo soll der zusätzlich benötigte Strom denn eigentlich herkommen? Eine besonders elegante Lösung wäre eine möglichst dezentrale Versorgung über Fotovoltaikanlagen. Das Zentrum für Sonnenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) hat diese Überlegung verfolgt und ausgerechnet: 20 Quadratmeter Solarzellen reichen aus, um ein Auto ein Jahr lang zu bewegen. Dabei legten die Forscher eine jährliche Laufleistung von 12.000 Kilometern zugrunde und gingen von einer durchschnittlichen Motorleistung aus – einen Tesla Roadster wird man freilich keine 12.000 Kilometer jährlich versorgen können. Außerhalb der Großstädte gewinnt mit dieser Aussicht das Garagendach prompt an Attraktivität, könnte es doch künftig quasi als Kraftwerk und Wetterschutz zugleich dienen.

Doch auch anderen alternativen Energiequellen schenkten die Ulmer Forscher Aufmerksamkeit. So konnten sie einmal mehr bestätigen, dass die Erzeugung von Biodiesel ihr Ziel verfehlt. Für die entsprechende Laufleistung eines Selbstzünders wird beispielsweise für den Anbau von Raps eine ungleich größere Fläche von 5.000 Quadratmetern benötigt. ZSW-Vorstand Werner Tillmetz: “Damit wird klar, dass nicht alle Technologien wirklich Sinn ergeben” (autaro)

 

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April 14th, 2010

München, den 14. April (autaro) Wie bringen wir die Elektromobilität auf die Überholspur? Frankreich scheint eine erste Antwort auf diese Frage gefunden zu haben. In einem großen ersten Schritt will ein Zusammenschluss von 20 französischen Unternehmen, darunter auch staatliche Behörden, 50.000 Elektroautos kaufen. Eine internationale Ausschreibung soll in Kürze veröffentlich werden, wie Umweltminister Jean-Louis Borloo am gestrigen Dienstag in Paris mitteilte. Außerdem plant die Regierung die Förderung der Elektromobilität in Form einer Prämie für private oder gewerbliche Käufer eines Elektroautos in Höhe von 5.000 Euro.

Das Hauptaugenmerk der französischen Regierung liegt auf der Einführung eines einheitlichen Standards für die Infrastruktur. Laut Borloo „geht es nicht an, dass wir wie bei Mobiltelefonen 200 verschiedene Ladegeräte haben“. Hierfür verpflichteten sich zwölf französische Städte und Metropolregionen zur Einrichtung eines einheitlichen Netzes von Ladestationen. Wie weit sich allerdings ein System auch auf EU-weite Richtlinien, die erst noch verabschiedet werden müssten, ausweiten lässt, ist bislang noch nicht geklärt. Zudem werden Stimmen von Umweltschützern und Kritikern der Elektromobilität laut, die insbesondere den hohen Anteil von Atomstrom an der gesamten französischen Elektroenergie monieren. Desweiteren ist bis dato ein ebenfalls gewichtiges Problem noch nicht hinreichend beleuchtet: wer seine Akkus besonders schnell, beispielsweise über Hochspannungs-Ladegeräte wieder auffüllen möchte, verbraucht auch besonders viel Strom in relativ kurzer Zeit. Steigt die Zahl solcher Verbraucher mit großer Geschwindigkeit, könnte dies zu Versorgungsengpässen und Spannungsschwankungen im landesweiten Stromnetz führen, die letztlich die Betriebssicherheit gefährden.

Frankreich weist den Weg in die richtige Richtung. Unerlässlich ist aber sicherlich eine EU-weite Beteiligung und das Einführen europäischer, einheitlicher Standards. Denn wer beispielsweise in Deutschland losfährt und dann in Frankreich „tanken“ will, muss dies bedenkenlos tun können, ohne sich über technische Voraussetzungen informieren zu müssen oder gar einen Adapter oder ähnliches anzuschaffen. (autaro)

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