Archiv für die ‘Hybrid’ Kategorie
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Mai 16th, 2011

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(Fotos: Infiniti)
München, den 16. Mai 2011 (autaro) Knapp drei Jahre nach dem Marktstart in Europa sind Autos der japanischen Edelmarke Infiniti auch auf deutschen Straßen noch echte Raritäten. In den USA, wo japanische Fabrikate ein wesentlich höheres Prestige besitzen, ist das anders. Dort rangiert die Tochtermarke von Nissan in der Zulassungsstatistik selbst vor so mancher deutschen Premium-Marke – hierzulande undenkbar. Dabei könnten die feinen Gefährte von Infiniti schnell zur Konkurrenz werden, insbesondere im Segment der gehobenen Mittelklasse. Denn gerade hier haben die Deutschen bislang kein Modell mit Hybridantrieb im Portfolio.

Hybrid ohne Verzicht

Ab sofort kann der Infiniti M35h bestellt werden, ab September beginnt dann die Auslieferung. Dabei versteht sich die große Limousine weniger als puristisches Sparmobil, sondern vielmehr als kraftvolle Business-Limousine, die obendrein auch noch sparsam mit dem teuren Benzin umgeht. Eine Systemleistung von 364 PS und ein maximales Drehmoment von rund 500 Newtonmetern über fast das ganze Drehzahlband lassen denn auch ahnen, dass das Doppelherz kaum Mühe hat, die beinah 1,8 Tonnen schwere Limousine adäquat zu bewegen. Dabei leistet der 3,5-Liter-Sechszylinder bereits von Haus aus stramme 306 PS. Zusätzlich gesellen sich noch einmal 68 elektrische Pferdchen, womit der M35h laut Infiniti über den stärksten Elektromotor im Hybrid-Segment verfügt. Die Fahrleistungen beeindrucken auf den ersten Blick: in nur 5,5 Sekunden schießen die beiden Motoren die Fünfmeter-Yacht auf Tempo 100 und erst bei 250 Sachen greift der elektronische Geschwindigkeitswächter ein. Dazu kommt, dass auch Zwischenspurts, beispielsweise zum Überholen auf Landstraßen, dank des wuchtigen Drehmoments nie ein Thema sind.m35h_001_hires

Der rein elektrische Modus reicht kaum aus

Solche Zwischenspurts gehören zur Paradedisziplin des Japaners, hier funktioniert die Technik einwandfrei. Wer vorsichtig mit dem Gaspedal umgeht, fährt häufig mit abgekoppeltem und ausgeschaltetem Benziner, die Ingenieure sprechen dann vom sogenannten Segeln. Und wer segelt, spart Sprit. Das alles harmoniert bestens mit dem siebenstufigen Automatikgetriebe, das bisweilen zwar ein wenig träge agiert, ansonsten aber eigentlich immer die passende Fahrstufe parat hält und weich schaltet. Wer auf der Landstraße wissen möchte, welcher der beiden Motoren denn nun den Hauptteil der Arbeit verrichtet, muss schon einen Blick auf das digitale Energie-Diagramm werfen. Der Sechszylinder läuft derart seidig und ist von Karosserie so effektiv abgekapselt, dass man von ihm eigentlich nichts bitbekommt. Die Schattenseit zeigt sich allerdings im Stadtverkehr. Hier haben selbst die 68 PS des Stromers zuviel Mühe, die 1,8 Tonnen in Fahrt zu bringen. Zwar soll die rein elektrische Fahrt selbst bis zu einem Tempo von 100 km/h und bis zu zwei Kilometer weit funktionieren, doch schaltet sich in den meisten Beschleunigungs-Szenarien sofort der Benziner zu. Nur wer das Gaspedal beim Anfahren allenfalls anstupst, kann sich rein durch E-Energie fortbewegen und das auch kaum mit annehmbarer Geschwindigkeit. Immerhin: wer fleißig übt, der kann. Und der Showeffekt auf deutschen Straßen beim lautlosen davon Surren ist immer noch verblüffend.
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Ein Soundgenerator warnt Fußgänger

Lautlos? Das denken vielleicht die Insassen, bei geschlossenen Fenstern. Wer sich außerhalb des Infiniti befindet, wird bis zu einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern von einem Soundgenerator gewarnt. Insbesondere Sehbehinderte sollen so vor Unfällen geschützt werden. Da sich die europäischen Verkehrsminister bereits auf bestimmte Richtlinien für die Betriebssicherheit von Elektro- und Hybridfahrzeugen geeinigt haben, könnte es hier allerdings noch Modifikationen geben. Bislang imitiert der Generator den Klang einer Rakete bzw. piepst beim Rückwärtsfahren wie eine Müllabfuhr. m35h_006_hires

Feines Interieur

Im Innenraum haben sich die Designer sichtlich Mühe gegeben. Handschuhweiches Leder schmeichelt der Haut, glänzendes Wurzelholz den Augen. Zudem ist alles penibel verarbeitet, die vielen Tasten reagieren auf Druck mit einer satten Haptik, die Ergonomie geht nach ein wenig Eingewöhnungszeit auch in Ordnung. Außerdem ist schon in der Serienausstattung das meiste Enthalten, was dem Kunden lieb und in vielen anderen Fällen teuer ist. Vom belüfteten Gestühl in der ersten Reihe über das große Navigationssystem bis zu Premium-Soundanlage und zur zugfrei operierenden Klimaautomatik, alles ist mit an Bord. Auch in der zweiten Reihe sitzt es sich überaus kommod, wobei die Kopffreiheit dank der geschwungenen Dachlinie für Großgewachsene ein wenig Beklemmung mit sich bringt.

Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis

Dass all die feinen Zutaten bereits serienmäßig mit an Bord sind, relativiert den Einstiegspreis von 56.600 Euro noch einmal deutlich. Denn bereits dieser liegt weit unterhalb der 60.000-Euro-Marke, die in dieser Fahrzeug-Kategorie bei vergleichbarer Ausstattung eigentlich grundsätzlich geknackt wird. Jedenfalls von der deutschen Konkurrenz und das auch ohne Hybridantrieb. Und man bedenke: der Infiniti hat als erster Vollhybride bereits eine 1,4 kWh große Lithium-Ionen-Batterie im Kofferraum, die kompakter und leichter baut, als die bisher verfügbaren Systeme der Konkurrenz. Den Durchschnittsverbrauch, den Infiniti mit exakt sieben Litern Benzin auf 100 Kilometer angibt, erreicht man in der Praxis freilich nur bei extrem schonender Fahrweise. Doch auch hier gilt: er ist möglich. Zum geringen Anschaffungspreis gesellen sich also auch durchaus vertretbare Kraftstoff-Kosten und dank der geringen CO2-Emissionen fällt die Kfz-Steuer erfreulich gering aus. Bleibt abzuwarten, was der Infiniti bei der Kfz-Versicherung berappen muss, ebenso wie die Kasko-Versicherung die Business-Limousine aus Fernost einstufen wird. Dagegen steht ein hoher zu erwartender Wertverlust, den sowohl private Käufer wie auch Flottenmanager einkalkulieren sollten.

Fazit

Mit dem M35h hat Infiniti ein überzeugendes Angebot geschnürt. Elegantes Design, Platz im Überfluss, überzeugender Komfort und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis sollten die Businiess-Limousine eigentlich auch in Deutschland zu einem Kassenschlager machen. Zumal die etablierte Konkurrenz aus Stuttgart, Ingolstadt oder München noch gar keine Alternative im Programm hat. In dieser Klasse ist allerdings auch Prestige gefragt und hier haben die Japaner noch eindeutig das Nachsehen. Wer beispielsweise nach Lexus, der Edeltochter von Toyota fragt, wird am einen oder anderen deutschen Stammtisch noch auf Reaktionen stoßen. Aber Infiniti? Vielleicht in ein paar Jahren. Wenn das so weitergeht, eigentlich sogar mit Sicherheit. (autaro)

 

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Mai 12th, 2011

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(Foto: Volvo)
München, den 12. Mai 2011 (autaro) Bei der 11. Michelin Challenge Bibendum (18. - 22. Mai 2011) schickt Volvo den ersten Hybriden an den Start, bei dem sich ein Diesel die Arbeit mit einem Elektromotor teilt. Zudem kann der Akku auch an der heimischen Steckdose geladen werden, was die Arbeit des Diesel-Motors zugunsten des Stromers weiter einschränkt. Damit passt das Modell bestens zur Philosophie zur Veranstaltung, die sich die nachhaltige Mobilität zum Inhalt gemacht hat. Dabei soll der Fahrspaß keineswegs auf der Strecke bleiben. „Um wahren Auto-Enthusiasten die Vision von ökologisch verträglichen Motoren schmackhaft zu machen, müssen wir ihnen die Möglichkeit geben, trotz deutlicher Emissionsminderung ein unverfälschtes Fahrvergnügen genießen zu können”, so Dr. Peter Mertens, Senior Vice President der Volvo Car Corporation. Mertens zeichnet für den Bereich Forschung und Entwicklung bei Volvo verantwortlich.

Beim V60 mit Doppelherz hat der Fahrer drei Antriebsmodi zur Auswahl, nämlich „Pure“, „Hybrid“ und „Power“. Dabei ist standardmäßig die Einstellung Hybrid vorgewählt, die eine ausgewogene Balance zwischen Dynamik und geringem Verbrauch herstellt. Dabei soll der sportliche Kombi lediglich 1,9 Liter Diesel pro 100 Kilometer verbrauchen und eine Reichweite von bis zu 1.200 Kilometer ermöglichen. Entsprechend dem niedrigen Kraftstoffverbrauch bläst der Volvo in diesem Falle lediglich 49 Gramm CO2 pro Kilometer in die Atmosphäre – ein sensationeller Wert. Übrigens kann der V60 auch bis zu 50 Kilometer weit rein elektrisch fahren und erzeugt auf diese Weise nicht ein Gramm CO2. Voraussetzung ist hier freilich, dass der geladene Strom aus regenerativen Energien stammt, oder aber aus einem Atomkraftwerk. Wer schließlich die Einstellung „Power“ wählt, bekommt Kraft im Überfluss. Der Diesel leistet nämlich für sich genommen schon ordentliche 215 PS, zu denen durch den Stromer noch einmal 70 PS hinzu kommen. Auch das Drehmoment von immerhin 440 Nm erfährt durch den E-Motor nochmals eine Steigerung um 200 Nm. Derart befeuert, sprintet der Kombi in unter sieben Sekunden von Tempo Null auf 100.

Noch ist allerdings nicht klar, was das Technik-Aufgebot am Ende kosten wird. Klar dürfte allerdings schon jetzt sein, dass der V60 mit Diesel-Plug-in-Hybrid dank seines geringen CO2-Ausstoßes bei der Kfz-Steuer ein echter Sparmeister werden dürfte. Auch die Kosten für die Kfz-Versicherung dürften sich in vertretbaren Grenzen bewegen. Und von einem Kraftstoffverbrauch von den angegebenen knapp zwei Litern Diesel bei einem Volvo Kombi hätte man bis vor kurzem wohl nicht zu träumen gewagt. (autaro)

 

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April 20th, 2011

München, den 20. April 2011 (autaro) Den Audi A3 werden die Ingolstädter in der nächsten Generation auch als Stufenheck-Limousine anbieten. Die ist zwar hinreißen schön und leichtfüßig gezeichnet und hat überhaupt nichts von dem gefürchteten Biedermann-Chic, den man solchen Limousinen gerne nachsagt. Es ist aber auch schlicht nichts Neues mehr. Etwas brand neues haben sich die Ingenieure für die Limousine allerdings doch einfallen lassen, auf der Auto Shanghai (19. bis 28. April 2011) wird der A3 als Concept mit Plug-in-Hybrid präsentiert. Also einem Antriebssystem aus Benziner und Elektromotor, dessen Akkus außerdem an der heimischen Steckdose geladen werden können.

Die Nennleistung des Systems kann sich sehen lassen: 238 PS bringt die umweltfreundliche Studie zusammen, wovon 211 PS dem 1,4-Liter-TFSI geschuldet sind und der Stromer weitere 27 PS in die Schale wirft. Derart gerüstet sprintet der A3 in 6,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 231 Sachen. Wer anhand der reinen Leistungsdaten mehr erwartet hätte, sollte natürlich beachten, dass insbesondere die Akkus ihr Gewicht haben. Die Studie wiegt leer stolze 1.720 Kilogramm. Und auch sonst kann sich der A3 e-tron sehen lassen: mit einer Länge von 4,44 Metern, einer Breite von 1,84 Metern und dem gestreckten Radstand von 2,63 Metern macht der Audi schnell klar, dass umweltbewusste Technik nicht zwangsläufig mit Verzicht einher gehen muss. An Komfortfeatures ist alles mit an Bord, was der Stand der Technik derzeit hergibt und über Platzmangel wird keiner der vier Passagiere klagen.

Unter der Haube wurde alles auf Effizienz und Verbrauchsreduktion ausgelgt. So kommen neben den bereits bekannten Systemen wie Start-Stopp-Automatik und Bremsenergierückgewinnungsanlage auch ein intelligentes Thermomanagement und sogar eine bedarfsgesteuerte Ölpumpe zum Einsatz. Der Durchschnittsverbrauch kann sich schließlich auch sehen lassen. 2,2 Liter Benzin gibt Audi als Durchschnitt auf 100 Kilometer Wegstrecke an, wobei freilich nicht übersehen werden darf, dass vorab ja auch schon Energie aus der Steckdose gezogen wurde. Dennoch, ein beachtlicher Wert, zumal der Audi bis etwas über 50 Kilometer auch rein elektrisch fahren können soll. Auf der Kurzstrecke, die den Bärenanteil der meisten Fahrten eines Mitteleuropäers ausmacht, wird folglich kein Tropfen Benzin verbrannt. Leider steht noch nicht zu lesen, in welcher Form die Technik Einzug in die Großserie halten wird, oder zu welchem Preis. Käme sie bald, ließe sich wieder mit Fug und Recht behaupten: Vorsprung durch Technik. (autaro)

 

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April 11th, 2011

München, den 11. April 2011 (autaro) In Sachen Hybridtechnologie geht BWM in China offenbar einen anderen Weg als in Europa. Während hier im 5er eine Kombination aus einem 306 PS starkem, doppelt beatmeten Dreiliter-Reihensechser und einem 55 PS starken Elektromotor geplant ist, stellt der chinesische Markt andere Anforderungen an die Bayern. Daher zeigen BMW und Brilliance, der chinesische Kooperationspartner der Bayern auf der Shanghai Auto Show 2011 (21. bis 28 April) einen 5er in Langversion. Soviel schon einmal zu den äußeren Maßen, denn die Chinesen wollen Platz im Überfluss und wollen außerdem mit einem großen Auto aus dem Premiumsegment zeigen: „Seht her, ich hab’s geschafft!“

Die chinesische Version geht außerdem auch technisch einen anderen Weg. Zwar wird auch die Europa-Version als Parallelhybrid gebaut, der die eine oder andere Strecke rein elektrisch bewegt werden kann. Doch kommt der Chinese mit einem sogenannten Plug-In-Hybridsystem, was bedeutet, dass die Akkus auch an der heimischen Steckdose geladen werden können. Der E-Motor lesitet immerhin 105 PS, der Benziner 218 PS. Bei konstanter Fahrt mit einer Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern kann der Chinese gute 70 Kilometer rein elektrisch angetrieben zurücklegen. Geht die Fahrt dann weiter, generiert der Benziner nochmals eine Reichweite von rund 400 Kilometern. Was für unsere Verhältnisse nach nicht viel klingt, macht nach chinesischen Marktforschern in etwa die durchschnittliche Maximaldistanz aus, zumindest bei solchen Kunden, die sich in diesem feudalen Fahrzeugsegment bewegen.

Warum aber gerade die Europäer so lange auf die Plug-In-Hybrid-Technologie warten müssen, während diese in Japan und nun sogar schon in China Einzug hält. Das Prinzip bietet viele Vorteile, insbesondere für Fahrer, die sich hauptsächlich auf Kurzstrecken beschränken. Für die Tägliche Fahrt zum Kindergarten oder zur Schule und den zusätzlichen, kurzen Einkauf um die Ecke gib es im Prinzip nichts besseres und wird die Fahrt doch einmal länger als geplant, fährt man eben mit Hybrid. Bei der Kfz-Versicherung werden Hybriden grundsätzlich günstig eingestuft, was an einer vorsichtig fahrenden Käuferschaft liegt. Allein bei Kasko-Versicherung sollte man genauer hinschauen, denn auch bei Langfingern sind die modernen Spritsparer beliebt. (autaro)

 

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März 21st, 2011

München, den 21. März 2011 (autaro) Ab April ist der Honda Jazz mit Hybridantrieb zu haben und damit der erste Kompakte, dessen Benziner elektrische Unterstützung erhält. Optisch unterscheidet sich die umweltfreundliche Variante des Jazz nur durch einen Hinweis auf dem Heckdeckel von ihren konventionellen Geschwistern, außerdem durch blau eingefasst Frontscheinwerfer neben einem Chrom-Kühlergrill und Heckleuchten in Klarglas-Optik. Außerdem gibt es unter anderem exklusive Lackfarben, die dem Hybriden vorbehalten bleiben, darunter ein auffälliges „Lime Green Metallic“.

Der Innenraum unterscheidet sich nicht von dem der reinen Benziner oder Diesel, was prinzipiell gut ist. Von reichlich verwendetem Hartplastik einmal abgesehen, ist alles in Ordnung, die Verarbeitungsqualität stimmt und die Passagiere nehmen auf ordentlichen Stühlen Platz. Diese lassen sich übrigens durch wenige Handgriffe so positionieren, dass problemlos auch ein stehendes Fahrrad oder andere Sperrgüter transportiert werden können – der Jazz gehört zu den variabelsten Kompakten, die derzeit gekauft werden können. Allein der laute Benziner der Antriebseinheit schmälert den Langstreckenkomfort deutlich, der ansonsten keinen Anlass zum Mäkeln bietet. Die Federung ist angenehm straff, die Abroll- und Windgeräusche bewegen sich auf Klassenniveau.

Licht und Schatten zugleich fallen auf die Antriebseinheit, die im Wesentlichen aus dem bereits bekannten Honda Insight übernommen wurden: ein 1,3-Liter-Vierzylinder-Benziner erhält Unterstützung von einem besonders schmal bauenden Elektromotor, der noch einmal 14 PS zusätzlich liefert. Überschüssige Energie wird ebenfalls durch den Stromer zurück gewonnen und in einer Nickel-Metallhydrid-Batterie gespeichert, die unter dem Kofferraum Platz fand. Das komplette Hybridsystem soll übrigens nicht schwerer sein, als rund 70 Kilogramm. In der Praxis funktioniert das alles recht gut, leider mit den gleichen Eigenheiten, die auch im Insight schon auf zahlreichen Testfahrten nervten. Dabei ist das größte Manko das lustlos agierende CVT-Getriebe, das bei beherztem Tritt aufs Gaspedal sofort die Drehzahl des Benziners hochschnellen lässt, ohne dass sich spürbarer Schub einstellt. Außerdem ist der altmodische Zweiventiler alles andere als ein Leistreter. Mit etwas Übung und Gefühl im Gasfuß kann man recht angenehm reisen, hohe Leistung fordert man aber besser nicht. Zumal es auch dann mit dem Kraftstoffverbrauch nicht mehr so ganz hinhaut. Honda verspricht im Durchschnitt einen Verbrauch von 4,4 Litern Benzin pro 100 Kilometer, in der Praxis werden es freilich eher Zahlen mit einer fünf vor dem Komma sein. Bedenkt man aber die fairen Einstufungen bei der Kfz-Versicherung ebenso wie bei Teil- und Vollkasko und betrachtet man den Einstiegspreis von 18.900 Euro, muss man sagen: ein gutes Angebot. (autaro)

 

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März 8th, 2011

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München, den 08. März 2011 (autaro) Mit dem Optima dürfte Kia sein Billigheimer-Image endgültig abgelegt haben. Wurde der Magentis-Nachfolger doch eigens von Designer-Kapazität Peter Schreyer entworfen und kommt so hochwertig verarbeitet gefällig daher, wie vor ihm kein anderer Kia. Nun zeigen die Koreaner in Genf die Europa-Version des Optima Hybrid, nachdem bereits auf der Los Angeles Auto Show die Amerikaner einen Blick auf die umweltfreundliche Mittelklasse-Limousine werfen durften.

Reichlich Leistung bei niedrigem Verbrauch

Doch nicht allein der Umwelt will der Hybridantireb des Optima gefallen, auch der Fahrer kommt in den Genuss üppiger Leistung. Allein der Benziner schöpft bereits 168 PS aus immerhin 2,4 Litern Hubraum. Dazu gesellt sich ein rund 30 kW starker Elektromotor, der die Gesamtleistung auf 209 PS steigert. Dabei ist der E-Motor nicht allein als Unterstützung für den Benziner vorgesehen. Die Fahrt kann auch bis zu einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern rein elektrisch von Statten gehen. Moderne Lithium-Polymer-Akkus im Kofferraum des Optima versorgen den Stromer mit Energie. Grundsätzlich wird die Antriebsenergie über eine Sechsstufen-Automatik an die Vorderräder übertragen. Kia hält sich mit konkreten Angaben zum Optima Hybrid noch recht bedeckt. Ein Durchschnittsverbrauch von 6,2 Litern Benzin pro 100 Kilometer wurde bereits verraten – sollte dieser in der Praxis zu realisieren sein, läge er rund 40 Prozent unterhalb einer vergleichbaren Limousine ohne zusätzlichen E-Motor. Ein durchaus respektabler Wert also.

Marktstart vermutlich Mitte 2011

Noch ist der Optima in Deutschland nicht bestellbar, auch nicht mit konventionellen Motoren. In den nächsten Wochen sollen aber die ersten großen Kia in den Schauräumen der Händler stehen, die Einführung des Optima Hybrid wird für den Sommer 2011 erwartet. Preise sind indes noch nicht bekannt, ebenso wenig die Kosten für die Kfz-Steuer oder für die Kfz-Versicherung sowie die Kasko-Versicherung. Im Vergleich zur Konkurrenz aus Deutschland werden sich aber aller Voraussicht nach einige Euro sparen lassen. (autaro)

 

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März 2nd, 2011

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München, den 02. März 2011 (autaro) Endlich, Chevrolet lüftet das letzte Geheimnis seines lange angekündigten Volt: den Preis. Für 41.950 Euro wird das Elektroauto mit benzinbetriebenem Range Extender kosten und damit knapp 1.000 Euro weniger als sein Zwillingsbruder aus Rüsselsheim. Opel bietet den Ampera für exakt 42.900 Euro an, beide gehen zeitgleich an den Markt. Die Differenz erklärt Wayne Brannon, Geschäftsführer bei Chevrolet Europe, wie folgt: “Unser Einstiegspreis orientiert sich an einem vergleichbaren US-Volt und berücksichtigt sämtliche Nebenkosten wie Transport, Steuern, Wechselkurse und die Zulassung für den europäischen Markt.”

In Europa wird der Ampera dominieren

Dass Chevrolet mit den Preisen für den Volt knapp unterhalb denen des Ampera liegen würde, konnte man von Anfang an erwarten. Zwar drängt auch Chevrolet verstärkt auf den Markt des alten Kontinents, doch hat Opel hier eindeutig die Nase vorn, nebst der britischen Tochter Vauxhall. Chevrolet versucht sich in besonders preisgünstigen Angeboten mit guter Ausstattung, Opel wird näher an das Premium-Segment positioniert. In diesem Falle ist die Preisdifferenz voraussichtlich zu gering, um tatsächlich eine große Käufergruppe aus dem Lager der Rüsselsheimer abzuziehen. In den USA wird der Volt für 41.000 Dollar zu haben sein, das sind umgerechnet derzeit rund 31.300 Euro. Darüber hinaus haben amerikanische Kunden die Möglichkeit, den umweltfreundlichen Chevrolet für 350 Dollar pro Monat zu leasen, was umgerechnet knapp 270 Euro entspricht. Hinzu kommt außerdem, dass die amerikanischen Bundesstaaten in den meisten Fällen hohe Subventionen für den Kauf eines Elektroautos gewähren, bis zu 7.500 Dollar (rund 5.700 Euro) lassen sich so nochmals sparen.

Alltagstaugliche Technik

An den technischen Daten ändert sich indes nichts, weder bei Opel noch bei Chevrolet. Eine 16 kWh starke Lithium-Ionen-Batterie liefert Strom für Fahrten bis zu 80 Kilometer. Fährt man längere Strecken, ohne zwischendurch an einer Steckdose neu zu laden, schaltet sich der Range Extender zu und versorgt das System als Generator mit neuer Energie. Angetrieben werden die Räder stets rein elektrisch. Damit ergibt sich, je nach Länge der Fahrt und Vorladung der Akkus ein Durchschnittsverbrauch von deutlich unter vier Litern pro 100 Kilometer und eine Reichweite von alltagstauglichen 600 Kilometern. Alltagstauglich ist unterdessen auch das Platzangebot für vier Personen, die rund 300 Kilo Gepäck mit an Bord nehmen dürfen. Allein die Höchstgeschwindigkeit ist auf 160 Stundenkilometer begrenzt, die Beschleunigung von Null auf Tempo 100 geht in unter zehn Sekunden vonstatten. (autaro)
(Foto: Chevrolet)

 

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Februar 28th, 2011

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München, den 28. Februar 2011 (autaro) In Japan gehört es beinah zur Tradition, dass Volumenmarken für das Premium-Segment eigene Tochtermarken unterhalten. Was Lexus für Toyota oder Acura für Honda, ist die Nobelmarke Infiniti für Nissan. In Europa nur leidlich bekannt, gehören feine SUV, elegante Limousinen oder üppig motorisierte Cabriolets der Marke auf dem amerikanischen Kontinent fest ins Straßenbild. Um mehr europäische Autofahrer auf den Geschmack zu bringen, setzt Infiniti neben dem Selbstzünder als Alternative zum Benziner nur auch auf das Hybrid-Konzept. Auf dem Genfer Autosalon zeigen die Japaner den M35h und geben auch direkt den Preis für die umweltfreundliche Limousine bekannt: 56.600 Euro soll sie kosten und damit ausstattungsbereinigt in etwa 1.500 Euro mehr als der Diesel. Ein fairer Preis.

Fahrleistungen auf Sportwagenniveau

Im M35h erhält der bekannte 3,5-Liter-Sechszylinder mit 306 PS Leistung Unterstützung durch einen 68 PS starken Stromer. Damit ergibt sich eine Gesamtleistung von 364 PS, die den Hybriden zum Alpha-Wolf der M-Baureihe macht. Von Null auf Tempo 100 sprintet die opulente Limousine in nur 5,5 Sekunden, das Ende der Fahnenstange ist bei abgeregelten 250 km/h erreicht. Dabei soll der Durchschnittsverbrauch laut Infiniti bei nur sieben Litern Benzin pro 100 Kilometern liegen, was für eine Reichweite von immerhin 1.200 km sorgen würde. Ein weiteres Gimmik: bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h kann der Infiniti rein elektrisch fahren. Für die Kraftübertragung sorgt ein modernes Soppelkupplungsgetriebe, das dank zugunterbrechungsfreier Beschleunigung hervorragend zum drehmomentstarken Antriebscharakter des Stromers passt.

Üppige Ausstattung inklusive

Wie bei japanischen Premium-Marken üblich, kommt auch der Infinti M35h mit nahezu allem daher, was dem Fahrer lieb und andernorts teuer ist. Zwei Ausstattungslinien stehen zur Wahl, GT oder GT Premium. Fällt die Wahl auf letztere, sorgen ein Premium-Soundsystem von Bose und weitere Features für Kurzweil. Grundsätzlich sorgen belüftete und beheizbare Sessel, eine Armada an elektrischen Helferlein und gediegene Materialien für Wohlfühl-Atmosphäre. Dem niedrigen Anschaffungspreis steht ein ordentlicher Wertverlust gegenüber, außerdem wollen Kfz-Versicherung sowie die in den ersten Jahren höchst ratsame Kasko-Versicherung bezahlt werden. Dagegen lassen sich mit vorsichtigem Gasfuß respektabel niedrige Spritkosten realisieren – und das keineswegs spaßfrei. (autaro)

 

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Februar 24th, 2011

München, den 24. Februar 2011 (autaro) Während Toyota seine Führungsposition im Bereich des Hybridantriebs mit dem sogenannten Vollhybrid-System auszubauen sucht, geht Honda einen anderen, technisch einfacheren Weg. Wie bereits im Honda Insight und Honda CR-Z vertrauen die Japaner im Honda Jazz Hybrid auf eine Mild-Hybrid-System, bei dem der Verbrennungsmotor stets nur Unterstützung durch einen Stromer erhält. Damit entfällt die Möglichkeit, rein elektrisch zu fahren und sich in der Stadt lautlos von der Ampel fortzupirschen. Dafür ist die Technik wesentlich kostengünstiger anzubieten.

In der Praxis bedeutet das im Falle des Honda Jazz Hybrid: ein 1,3-Liter-Vierzylinder mit 88 PS Leistung erhält Unterstützung durch einen 14 PS starken E-Motor, der gleichzeitig auch als Starter funktioniert. Damit ist ein reibungsloses Starten und Stoppen beispielsweise an Ampeln garantiert, was zusätzlich den Verbrauch schmälert. Allerdings ist der Jazz Hybrid allein mit einem stufenlosen CVT-Getriebe lieferbar, das naturgemäß nicht eben hilft, den Verbrauch zu reduzieren. Im Gegenteil: Der versprochene Knauer-Verbrauch lässt sich allenfalls erreichen, wenn der Fahrer das Gaspedal höchsten im kleinen, einstelligen Zentimeter-Bereich in Richtung Ölwanne bewegt. Wer hier lieber trampelt, kann fast zum herkömmlichen Benziner greifen. Ebenfalls ist die Frage berechtigt, warum man nicht zu einem der Spar-Modelle der Konkurrenz greift. Ein Polo BlueMotion verbraucht beispielsweise gute zwei Liter weniger und spielt in einer ähnlichen Preisklasse. Bei genauem Hinschauen zeigt sich aber, dass diese Rechnung nicht tief genug schürft. Denn die meisten Konkurrenten verfügen über keine komfortable Automatik und haben einen Diesel unter der Haube. Und letzterer bläst wegen seiner insgesamt schlechteren Energieausbeute schlicht mehr CO2 pro Liter in den Äther. Außerdem bietet ein Honda Jazz verhältnismäßig viel Platz und ein durchdachtes Raumkonzept. Bei der Kfz-Versicherung ist er günstig eingestuft, ebenso bei der Kasko-Versicherung (hier können Sie vergleichen). Der Einstiegspreis von 18.900 Euro ist ein gutes Angebot, lediglich der Wertverlust in den ersten vier Jahren schmerzt. Mit ein wenig Abstand betrachtet, sollte der Jazz mit Hybridantrieb, einer Gesamtleistung von 98 PS und einem sehr ordentlichen Durchschnittsverbrauch seine Käufer finden. Das Rad hat Honda mit ihm freilich nicht neu erfunden. (autaro)

 

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Februar 21st, 2011

München, den 21. Februar 2011 (autaro) Ausgerechnet die schwedische Traditionsmarke Volvo, bisher eher bekannt für nicht eben sparsame, dafür aber besonders robuste und sichere Kombis, geht in jüngster Zeit ganz neue Wege. Das neueste Modell mit Kombiheck, der Volvo V60, hat sich endgültig vom kantigen Design verabschiedet und offeriert neben einem besonders gefälligen Design jede Menge Sportsgeist und Fahrspaß. Dabei sind die verfügbaren Dieselmotoren nicht nur drehmomentstark, sondern auch verhältnismäßig sparsam. Dass sich das letztere Merkmal nochmals verbessern lässt, zeigt Volvo nun auf dem Genfer Automobilsalon, wo eine nahezu serienreife Studie auf Basis des V60 mit Plug-In-Hybrid zu sehen sein wird.

Gemeinsam mit dem Energie-Riesen Vattenfall wurde ein Antriebsduo aus Diesel und Elektromotor entwickelt, das dank einer 12 kWh fassenden Lithium-Ionen-Batterie an der heimischen Steckdose aufgeladen werden kann und bis zu 50 Kilometer rein elektrisch fährt. Beim Selbstzünder handelt es sich um den bereits bekannten 2,4-Liter-Fünfzylinder, dem ein 51 kW starker E.Motor zur Seite steht. Dieser gibt seine Kraft an die Hinterachse ab und ergänzt die bereits von Hause aus sehr ordentlichen 440 Newtonmeter maximalen Drehmoments durch weitere 200 Nm. Damit sind Beschleunigungsorgien und zügige Zwischenspurts vorprogrammiert, von Null auf Tempo 100 sprintet der Schwede in nur 6,9 Sekunden. Die eigentliche Sensation aber ist der von Volvo angegebene Minimalverbrauch von 1,9 Litern Diesel pro 100 Kilometer. Dieser gilt zwar freilich nur für Fahrten mit vollständig vorgeladenem Akku. Doch wer den üblichen Rahmen der meisten Fahrten von unter 100 Kilometer im Alltag nicht sprengt, wird häufig in diesen Genuss kommen. Auch die Gesamtreichweite erhöht sich beträchtlich, laut Volvo können Etappen von 1.200 Kilometern ohne Tankpause bewältigt werden.

Die geringen Kosten für unsere raren fossilen Brennstoffe sind natürlich nicht der einzige Faktor. Es belibt abzuwarten, wie die Kfz-Versicherer den schnellen Öko-Kombi einstufen werden. Bei der Kfz-Steuer hingegen dürfte der Hybrid wegen seines geringen CO2-Ausstoßes (49 Gramm pro Kilometer) sicherlich ein Schnäppchen werden. Schließlich aber wird sich für viele eine Anschaffung an der Kasse entscheiden. Volvo nennt bisher keine Preise, es steht aber zu erwarten, dass die aufwendige Technik deutlich teurer bezahlt werden will, als beispielsweise der Fünfzyilnder ohne elektrische Unterstützung. Ab Januar 2012 soll der Verkauf starten, ausschließlich in Kombination mit sechsstufiger Automatik. (autaro)

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