Archiv für die ‘Alternative Kraftstoffe’ Kategorie
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Mai 13th, 2010

München, den 13. Mai (autaro) Den Passat gibt es bereits seit längerem mit Gasanlage, ebenso den Golf. Nun erweitert Volkswagen die BiFuel-Palette nach unten und offeriert den Polo BiFuel mit einem 52-Liter-Gastank, der platzsparend in der Mulde für das Reserverad untergebracht ist. Der Motor ist ein alter bekannter, der 1,4-Liter Vierzylinder mit 85, der im Gasbetrieb allerdings nur 82 PS leistet. Auf dem Papier ein beinah zu vernachlässigender Wert, doch in der Praxis ist der Leistungsverlust durchaus spürbar. Dafür bietet der Polo BiFuel sensationell kleine Kraftstoffkosten von 5,18 Euro pro 100 Kilometer, bei einem aktuellen Gaspreis von 64 Cent je Liter und einem Durchschnittsverbrauch von 8,1 Liter auf 100 Kilometer.

Die Kombination aus möglichem Gasbetrieb mit herkömmlichem Benzinbetrieb hat einen weiteren Vorteil: ist der Gastank nach 640 Kilometern leer, kann mit 45 Litern Benzin weitergefahren werden. Damit ergibt sich eine Reichweite von rund 1.300 Kilometern – das schafft kein Diesel. Schließlich verbrennt LPG (Liquified Petroleum/Propane Gas) auch noch sauberer als Benzin, der Polo wirft im Gasbetrieb nur 132 Gramm CO2 aus, gegenüber 146 Gramm im Benzinbetrieb.

Bestellbar ist der VW Polo BiFuel wie seine konventionellen Geschwister in den Ausstattungslinien Trendline, Comfortline und Highline, los geht es ab 16.325 Euro. Dafür bekommt man zwar auch schon einen Golf 1.4 Trendline, also im Prinzip den gleichen Motor im höherwertigen Golf. Der läuft allerdings nicht mit Gas und den Mehrpreis gegenüber dem Basispolo hat man bereits nach gut 30.000 Kilometern wieder hereingefahren. (autaro)

 

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Mai 5th, 2010

München, den 04. Mai (autaro) Honda steht mit seinem FCX Clarity kurz vor der Serienreife. In einer Kleinserie von gut 20 Fahrzeugen testen derzeit vor allem Prominente in den USA das Wasserstoff-Fahrzeug – als LeasingFahrzeug für monatlich 600 US-Dollar, inklusive aller Kosten. Und wider alle Erwartungen macht der Honda seine Sache sehr gut. Selbst bei fiesesten Minusgraden im Winter brauchte das Auto höchstens ein paar Sekunden, um den Betrieb aufzunehmen. Die Angst der Ingenieure, die Brennstoffzelle könne gar einfrieren, wollte sich nicht bestätigen.

Dass die Wasserstofftechnik sich in den nächsten Jahren, möglicherweise sogar überhaupt, durchsetzen wird, gilt allerdings als unwahrscheinlich. Diese zeigt sich bereits an der kaum vorhandenen Infrastruktur. Insgesamt existieren weltweit lediglich rund 200 Stationen, an denen Wasserstoff getankt werden kann. Dies funktioniert dann zwar ähnlich simpel wie bei einem Auto mit Gasanlage, erfordert aber ebenfalls gewisse Voraussetzungen. So ist im Falle des Honda FCX Clarity ein Ladedruck von 350 Bar erforderlich, den beispielsweise die Stuttgarter Zapfanlage in den wenigsten Fällen zur Verfügung stellen konnte. Weltweit haben sich daher namhafte Hersteller zusammengeschlossen, um die Entwicklung einer vernünftigen Infrastruktur voranzutreiben. Darunter befinden sich Ford, General Motors (GM), Honda, Hyundai, Kia, Renault und Nissan sowie deren Kooperationspartner Daimler. (autaro)

 

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März 22nd, 2010

München, den 22. März (autaro) Noch im Herbst dieses Jahres soll der VW „Up!“ und damit das vorerst kleinste Automobil aus dem Hause Volkswagen den internationalen Markt erobern. Mit neuen Dreizylinder-Motoren und schließlich auch einem reinen E-Antrieb soll er nicht nur kompakter und preiswerter sein, als die bisherigen VW-Alternativen, sondern vor allem nochmals sparsamer. Doch wird es künftig vielleicht sogar noch eine Version unterhalb des „Up!“ geben? In Brasilien wurde gerade eine Studie namens „IN Concept“ entwickelt. Dabei handelt es sich um einen reinen Zweisitzer a la Smart, der aber den Fahrkomfort eines VW Fox und damit eines „vollwertigen“ und langstreckentauglichen Automobils realisieren soll.

Ein angeblich revolutionäres Raumkonzept packt all diese Attribute auf eine Länge von gerade einmal 2,5 Metern und will damit die Frage nach dem wachsenden Raumproblem der immer enger werdenden Metropolen beantworten. Zwar dürfte es bis zur Serienreife noch eine ganze Weile hin sein. Doch kann bereits jetzt spekuliert werden, mit welchem Antrieb der Zweisitzer kombiniert werden könnte. Denkbar ist alles, vom herkömmlichen Verbrennungsmotor bis hin zum reinen Elektroantrieb. Im Falle des Verbrennungsmotors würde vermutlich gerade für den Südamerikanischen Raum eine Version herangezogen, die mit Ethanol betrieben werden kann – an dem andernorts gescheiterten Konzept der Bio-Ethanol-Gewinnung hält Südamerika noch immer fest. (autaro)

 

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März 10th, 2010

München, den 10. März (autaro) LPG steht für Liquified Propane Gas, oder auf Deutsch: für Autogas. Und es ist eine kostengünstige Alternative zum Benzin, die noch dazu die Umwelt schont, da Gas rückstandsfreier verbrennt als flüssige Kraftstoffe. Allerdings hat es auch den einen oder anderen Nachteil, wie eine etwas schlechtere Leistungsausbeute oder, in den meisten Fällen sicherlich der schwerwiegendere Grund: den höheren Anschaffungspreis eines entsprechenden Fahrzeuges oder die Nachrüstung. Letztere Bietet Chevrolet für all seine Modelle bereits seit längerer Zeit an, zum Preis von rund 2.000 Euro.

Um den Verkauf anzukurbeln, legt Chevrolet seinen Käufern nun die Gasanlage kostenlos obendrauf. Diese erhalten also für 8.890 Euro einen nagelneuen Kleinwagen mit werksseitig verbauter Gasanlage – kein schlechtes Angebot. Allerdings läuft der Matiz nicht gänzlich ohne Benzin. Wird der Motor kalt gestartet, funktioniert dies nur mit Super, erst nach ein paar Hundert Metern schaltet die Anlage dann auf Gasbetrieb um. In der alltäglichen Praxis ist dies sicherlich kein großes Manko, zumal sich die alternative Betankung mit Benzin bei der hiesigen Dichte an Gas-Tankstellen zumindest in ländlichen Regionen ohnehin empfiehlt. Den Übergang von Benzin- zu Gasbetrieb spürt man indes recht deutlich. Schon mit flüssigem Kraftstoff befeuert, ist der kleine Chevi alles andere als ein Temperamentsbolzen. Wer dem kleinen Dreizylinder die Sporen gibt, dem beschert dieser unter lautstarkem Röhren die Beschleunigung von Null auf Landstraßentempo in mörderischen 18,2 Sekunden. Im Gasbetrieb sind es dann gefühlte 30, die für den Benzinbetrieb angegebene Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h wird allenfalls bergab erreicht. Dass Sicherheitsausstattungen wie ein ESP nicht lieferbar sind, ist schade, im Hinblick auf den Preis allerdings fast verständlich. Immerhin sind zwei Airbags und ein ABS mit an Bord, außerdem sogar die Zentralverriegelung und eine Isofix-Kindersitzbefestigung. Wie gesagt, inklusive Gasanlage für 8.890 Euro. (autaro)

 

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Januar 29th, 2010

München, den 29. Januar (autaro) Im Grunde genommen ist es eine Sensation, was gerade in aller Stille auf der Washington Auto Show präsentiert wurde. Ein Auto, das mit Altpapier betrieben wird! Ganz so einfach ist es freilich nicht, aber bitte:

Das Biotechnik-Unternehmen Novozymes stellt gerade einen Chevrolet und einen Ford F-150 mit Flexifuel-Antrieb aus, also einem Motor, der anteilig mit Bioethanol betrieben werden kann. Soweit nichts Neues. Der Clou an der Sache ist aber, dass der Ethanol-Anteil im Kraftstoff ausschließlich aus Altpapier gewonnen wurde. Dieses fällt in den USA ohnehin zu tonnenweise an, im vorliegenden Falle stammt es von der US-Regierung. Neu entwickelte Enzyme wandeln den Zellstoff nach biologischem Aufschluss und mehreren Reinigungsschritten in Stärke um. Das Prinzip ist also ähnlich wie bei der bisher bekannten Herstellung von Bioethanol – nur dass nun keine Nahrungsmittel wie Mais oder anderes Getreide mehr vernichtet werden müssen. Außerdem fallen die Kosten für die Förderung fossiler Brennstoffe weg. Laut Novozymes lassen sich mit dem neuen Verfahren gut 90 Prozent der CO2-Emissionen herkömmlich verfeuerten Benzins einsparen. Bis zum 31. Januar lässt sich die neue Technik noch in Washington erleben, Probefahrt inklusive. (autaro)

 

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Januar 10th, 2010

München, den 10. Januar (autaro) Die Blue Motion-Serie von Volkswagen wurde entwickelt, um den Durst nach umweltfreundlichen, sparsamen und power-effizienten Automobilen zu löschen. Erinnert sich noch jemand an die große Sprit-Hysterie, die vor zwei Jahren wie ein Lauffeuer auch die Automobilbranche erreichte? Ja, genau zu diesem Zeitpunkt erschien auch das erste Blue Motion-Modell bei den Wolfsburgern. Und das war ausgerechnet der Polo, der als erster die neue öko-freundliche und vor allem spritsparende Serie angekündigt hat. Die Überraschung war groß. Das Modell hielt zwar durchaus, was es versprach, doch die Nachteile zeigten sich ebenfalls so zahlreich, dass sich der Polo Blue Motion schnell als das Sorgenkind von Volkswagen entpuppte. Nun folgt die revidierte Version, die auch mit vielen, vielleicht viel zu vielen Erwartungen belastet wird.

Das Exterieur
Am meisten Kritik bei dem Vorgänger erntete der Motor. Vielleicht entschieden sich die Wolfsburger Ingenieure aus diesem Grund, an dem Äußeren nichts zu ändern. Die Aerodynamik zeigt sich auf gewohnt hohem Niveau. Markanter Akzent ist der optimierte Frontspoiler, der eigens für die Blue Motion-Serie strömungstechnisch optimiert wurde. Auch die Frontmaske soll dank eines Querspalts den Luftwiderstand minimieren. Ein absoluter Vorteil, der für das Modell spricht, ist die Garantie von zwölf Jahren, die VW gegen Durchrostung der Karosserie gewährt. Das kann sich nicht jeder leisten und ist ausschließlich dem klugen Einsatz von Zink bei der Anfertigung der verschiedenen Bauelemente zu verdanken. Zugleich bietet das Coupé einen phantastischen Schutz gegen Unfälle, und zwar dank der crashoptimierten Sicherheitsstruktur des Wagens.

Das Interieur
Im Interieur wartet der Polo Blue Motion mit einer Ausstattung auf, die den gewohnt hohen Standards der Wolfsburger folgt. Hohe Wertigkeit der Materialien, Ergonomie, Funktionalität und Qualität – das sind die Charakterzüge des Modells und auch die Punkte, ohne die ein Volkswagen kein Volkswagen sein könnte. Fahrer und Passagiere fühlen sich im relativ kleinen Innenraum sehr wohl. Dank der phantastisch konzipierten Sitze kann man die Fahrt im Polo Blue Motion richtig genießen. Auch der Gepäckwagen macht den umweltfreundlichen Polo zu einem perfekten Reisebegleiter. Ganze 270 Liter Gepäck kann man mit dem neuen Modell transportieren – das sind deutlich mehr als alle Konkurrenten in diesem Segment fassen können.

Das Triebwerk
Im neuen Modell wurde der Spritkonsum nochmals deutlich reduziert. Während der Vorgänger 3,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer brauchte, genügen in der neuen Entwicklung bereits 3,3 Liter. Das hört sich phantastisch an, doch damit sind die guten Nachrichten im punkto Motor auch leider erschöpft. Der Polo Blue Motion kommt mit einer Motorkraft auf den Markt, die bei weitem keine Fahrerlebnisse auf der Autobahn verspricht. Dem Fahrer stehen lediglich 75 PS und 55 KW zur Verfügung. Unterstützt werden diese Zahlen von 180 Nm bei 2000 Umdrehungen als maximales Drehmoment – auch keine Highlights also. Das neue Modell ist aber dank seines geringen Spritverbrauchs sehr praktisch – mit vollem Tank kann man über 1000 Kilometer zurücklegen. Doch wer wirklich 1000 Kilometer mit seinem Polo Blue Motion verbringen will, muss etwas für seine Ohren und Nerven tun. Unter den aktuellen Modellen im weltweiten Automobilkatalog ist das Triebwerk der Wolfsburger mit Abstand das lauteste. Gepaart wird die Charakteristik mit einem lang ausgelegten Getriebe, das sich auf die Agilität und Dynamik des Automobils auswirken.

Fazit
Angesichts der oben genannten Punkte wird der Basispreis von 16.575 Euro zu einem Fest der Arroganz. Für diese Summe bekommt der Käufer eine ziemlich biedere Ausstattung. Sollte man den Polo Blue Motion auf den aktuellen Stand bringen – mit Klimaanlage, Stereoanlage, mehr Airbags usw. – muss man natürlich viel tiefer in die Tasche greifen, für so manch VW-Interessenten mit Sicherheit viel zu tief. (autaro)

 

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Januar 8th, 2010

München, den 08. Januar (autaro) Die Hamburger Hochbahn AG ist einer der ganz Großen im öffentlichen Personenverkehr. Über 400 Millionen Fahrgäste transportierte das Unternehmen aus der Hansestadt allein im vergangenen Jahr – Tendenz: steigend. Denn auch die Nordmetropole ächzt unter dem hohen Verkehrsaufkommen, insbesondere die vielen PKW legen die Stadt gelegentlich halb lahm.

Dabei wird das Umsteigen auf Verkehrsmittel des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Hamburg demnächst noch attraktiver – und ökologisch nochmals korrekter. Denn ab 2018 plant die Hochbahn den Kauf von jährlich 60 bis 70 Bussen, die mit Brennstoffzellen betrieben werden. Man geht davon aus, dass spätestens im Jahre 2030 die Ressourcen derart erschöpft sein werden, dass sich Diesel als Brennstoff schlicht nicht mehr lohnen wird. Derzeit sind rund 750 Omnibusse mit Dieselmotor in Betrieb, aber immerhin bereits sechs Stück mit Brennstoffzelle. Und bereits dieses Jahr will das Unternehmen die ersten zehn Serienbusse von Daimler entgegennehmen, die Schwaben haben die Technik mitlerweile zur Serienreife gebracht. Damit übernimmt Hamburg bewusst eine Vorreiterrolle: weltweit sind dies die ersten öffentlichen Brennstoffzellenfahrzeuge überhaupt. Vom futuristischen Treibstoff einmal abgesehen, gewinnen die Wasserstoffbusse natürlich beim Bremsen Energie zurück. Derart gerüstet sollen sie mit weniger als zehn Kilogramm Wasserstoff im Durchschnitt auskommen. (autaro)

 

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Dezember 21st, 2009

München, den 21. Dezember (autaro) Hierzulande weitestgehend unbekannt, baut die Dr Motor Company aus Süditalien bereits seit drei Jahren ein SUV. Den Dr5. Dabei bedient sich das Unternehmen des ehemaligen Rennfahrers und Autohändlers Massimo Di Risio vieler Teile aus dem fernen China. Fertigungspartner ist der Automobilbauer und Autoteilezulieferer Chery.

Nun präsentiert die Dr Motor Company ihren neuesten Coup, den Dr1. Dabei handelt es sich um einen kompakten Viersitzer, mit einer Länge von 3,59 Metern. An der Entwicklung war auch maßgeblich der traditionsreiche Karosseriebauer Bertone beteiligt, der bislang insbesondere durch den Bau feiner Cabriolets von sich Reden machte. Für den Antrieb sorgt ein 1,3-Liter-Benziner mit einer Leistung von 84 PS. Dieser kann auch mit Autogas betrieben werden, was die laufenden Kosten erheblich senkt. Antreten soll er speziell gegen die etablierte Konkurrenz im Tiefpreissegment, namentlich unter anderem gegen Fahrzeuge wie Dacia Sandero und Co. Das dürfte zwar zunächst nach keinem leichten Unterfangen klingen, bedenkt man den Einstiegspreis von 11.330 Euro. Doch der Blick in die aufgelistete Serienausstattung macht schnell klar, dass der Kunde auch einiges an Gegenwert bekommt. Von der Metalliclackierung über Leichtmetallfelgen ist rein äußerlich alles serienmäßig mit drin. Im Innenraum dürfen sich Fahrer wie Passagiere über die serienmäßige Klimaanlage und eine Radio-CD-Anlage freuen. Außerdem sind serienmäßig elektrische Fensterheber, eine fernbedienbare Zentralverriegelung sowie ein Ultraschall-Parksensor mit an Bord.

Der Dr1 soll der Dr Motor Company helfen, die Fertigungszahlen mindestens zu verdoppeln. Dafür wurde eigens ein neues Werk in Isernia gebaut. Außerdem ist ein Ausbau des Händlernetzes von 70 auf 100 Verkaufsstellen geplant. (autaro)

 

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Dezember 10th, 2009

München, den 10. Dezember (autaro) Noch immer konnte sich Wasserstoff als Alternative zu herkömmlichen fossilen Brennstoffen wie Benzin, Diesel oder Ethanol nicht durchsetzen. Dabei setzen die Automobilhersteller bei der Erforschung ihrer Hydrogensysteme auf unterschiedliche Grundprinzipien: während im Schwabenland an der sogenannten Brennstoffzelle geforscht wird, in der durch Wasserstoff elektrische Energie erzeugt wird, setzt BMW auf die Verbrennung von Wasserstoff in konventionellen Motoren. Bereits in der letzten Modellgeneration des BMW 7er lief eine größere Testflotte zur Erforschung der Alltagstauglichkeit, unter dem Namen Hydrogen 7.

BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger teilte nun überraschend mit: “Es wird vorerst keine neue Wasserstoff-Testflotte geben”. Das bedeute aber nicht, dass BMW nicht weiter an der Erforschung der Technik arbeite, es würden lediglich neue Forschungsschwerpunkte gesetzt. Dabei werde der Fokus zunächst auf der Erforschung der Infrastruktur liegen, da die Technik an sich bereits zuverlässig laufe. Ein Sprecher teilte mit: “Wir forschen derzeit beispielsweise an einem Tank, aus dem sich Wasserstoff nicht so schnell verflüchtigt.” Außerdem setze BMW künftig vermehrt auf den reinen Elektroantrieb. Bereits bis Mitte 2010 wollen die Bayern ihr „project i“ auf den Markt gebracht haben und damit einen vollwertigen Viersitzer mit reinem E-Antrieb. Gleichzeitig forderte BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer auf diesem Gebiet eine deutlich stärkere staatliche Unterstützung. (autaro)

 

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November 30th, 2009

München, den 30. November (autaro) Bislang konnten sich Autos, die mit Flüssiggas (LPG) befeuert werden, kaum gegen ihre etablierte Konkurrenz mit herkömmlichem Benziner oder Selbstzünder durchsetzen. Und das obwohl der Staat noch bis ins Jahr 2018 satte Steuervergünstigungen garantiert und der Liter LPG derart subventioniert nur rund 60 Cent kostet. Selbst Diesel, wenngleich billiger als Benzin, kostet noch gut das Doppelte. Auch Gegenargumente wie ein zu kleines Tankstellennetz oder Bedenken hinsichtlich der Betriebssicherheit konnten in den letzten Jahren zerstreut werden. Bleibt als gewichtigstes Gegenargument der Preis, denn eine Nachrüstung kostet in der Regel mehrere Tausend Euro, während werksseitig kaum Fahrzeuge mit der Spartechnik ausgerüstet werden.

Die Werkslösung wirkt unausgegoren

Eine Ausnahme bildet der Ford Fiesta LPG, mit dem Ford seine Gas-Flotte jüngst nach unten erweiterte. Ebenfalls mit LPG-Anlage lieferbar sind der Ford Mondeo, Ford C-Max, und der Ford Focus. Im Fiesta befindet sich ein Gastank mit bis zu 33 Liter Fassungsvermögen, der crashgünstig in der Mulde für das Reserverad untergebracht wurde, das daraufhin einem Reifenreparaturset weichen musste. Dies ist jedoch nicht das einzige Provisorium: betankt werden nämlich beide Kraftstofftanks, also auch der für Benzin, über denselben Einfüllstutzen. Tankt man, wie es die Regel ja eigentlich vorsieht, Gas, muss man stets einen Adapter auf den Tank fitzeln. Liegt dieses Ärgernis hinter dem Fahrer, ist die gute Laune erneut in Gefahr. Denn die Tankanzeige berücksichtigt lediglich den Inhalt des Benzintanks, während der Inhalt des Gastanks lediglich über vier mickrige Leuchtdioden mitgeteilt wird. Außerdem liegen diese außerhalb des Blickfeldes zwischen Schaltknauf und Handbremse – wo übrigens auch von Benzin- auf Gasbetrieb umgeschaltet wird. Lässt man seine Finger vom Schalter, erledigt der Fiesta das Umschalten auf Benzinbetrieb selbst, sobald der Gastank leergefahren wurde. Das geschieht mitunter schneller als erwartet, denn LPG weist eine geringere Energiedichte auf, als konventionelles Benzin. Im Gasbetrieb ermittelten wir einen Durchschnittsverbrauch, der mit knapp 9,5 Litern mehr als zwei Liter über dem Benzinverbrauch lag, der mit 7,1 Litern für einen Kleinwagen bereits nicht als bescheiden gelten darf. Ein Glück, dass der Leistungsabfall kaum zu spüren ist, Ford gibt 92 PS für den Gas- und 96 PS für den Benzinbetrieb an.

Der Motor: Fahrspaß geht anders

Der 1,4-Liter-Vierzylinder arbeitet eigentlich in beiden Modi eher zäh, wer zügig fortkommen möchte, muss oft zum Schaltknüppel greifen. Das ist zwar dank der sauberen Führung der Fünfgang-Box keine Strafe, treibt aber das Geräuschniveau des brummigen Motors und zudem den Verbrauch in die Höhe. Den Rest kennen und schätzen wir bereits aus anderen Modellen der Baureihe: ein ungewöhnlich agiles Fahrverhalten, bei dem auch der Komfort nicht auf der Strecke bleibt. Ordentliche Sitze für alle vier Personen, auch wenn der Platz im Fond naturgemäß ein wenig eng ausfällt. Den größten Sprung hat Ford aber sicherlich in Sachen Verarbeitungsqualität und Materialauswahl gemacht. Sicher, verglichen mit einem VW Polo kommt auch der Fiesta eher grobschlächtig daher, aber Klappergeräusche oder unsaubere Spaltmaße scheinen in Köln der Vergangenheit anzugehören. Ebenfalls weniger gewöhnungsbedürftig als erwartet: das Cockpit, in dem auf den ersten Blick eher die Funktion der Form folge, als umgekehrt.

Der Mehrpreis rechnet sich bereits nach 60.000 km

Bei den Kosten schlägt schließlich die Stunde des Ford Fiesta 1.4 LPG. Zwar ist der Wagen mit einem Grundpreis von 15.490 Euro knapp 2.000 Euro teurer als sein Benzinbetriebener Bruder (ab 13.500 Euro). Doch rechnet man die Ersparnis an der Tankstelle mit ein, hat sich dieser Mehrpreis bereits nach knapp 60.000 Kilometern relativiert. Und ab diesem Zeitpunkt spart man Kilometer für Kilometer bares Geld. Bei einem Diesel rechnet sich der ganze Spaß für gewöhnlich erst deutlich später. Hinzu kommt, dass Sowohl Steuern als auch die Versicherung nicht höher ausfallen, als bei einem vergleichbaren Benziner – auch dies ist wieder ein Vorteil im direkten Vergleich mit dem Diesel. Wer also das eine oder andere Provisorium in Kauf nimmt, kann mit dem Fiesta 1.4 LPG durchaus glücklich werden. (autaro)

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