Archiv für die ‘Oeko Auto des Monats’ Kategorie
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

September 20th, 2010

München, den 20. September (autaro) Diesmal werden wir nicht meckern: Ja, die europäischen Automobilhersteller haben die Vorteile des Hybrid-Antriebs unterschätzt und verschenkten riesige Markträume den Konkurrenten aus Asien. Weder die Riesen VW, Mercedes oder Renault noch der Mittelstand mit Opel und BMW dachten, dass es Potenzial in dieser zwar sehr komplizierten, doch aber auch sehr sparsamen und umweltfreundlichen Technik gibt. Jetzt ist es zu spät, sogar dringende Maßnahmen würden wahrscheinlich nichts bringen. In dieser komplizierten und undurchdringlichen Situation erscheint auch das erste Hybrid-Fahrzeug von Peugeot. Das klingt fast lächerlich, doch wer zuletzt lacht… Das Ende ist bekannt. Und doch schafft es die französische Kreation die Presse und das Publikum zu beeindrucken. Wie?

Engagement für die Umwelt
Erst einmal muss betont werden, dass Peugeots Automobile mit Abstand die umweltfreundlichsten sind. Alleine im Jahr 2009 verkauften die Franzosen über 700.000 Fahrzeuge in Europa. Alle von denen pusten in der Atmosphäre 120 Gramm CO2 oder weniger aus. Das sind Zahlen, von denen die Konkurrenten aus Wolfsburg oder Stuttgart nur träumen können. Das Ziel des Unternehmens, laut Entwicklungsvorstand Guillaume Faury, ist, im Jahr 2012 über eine Million 120-Gramm-pro-Kilometer Autos zu verkaufen. Das ist ein Plan, der durch und durch beeindruckt. Dazu kommt das Projekt 3008, das Anfang 2011 auf den Markt kommen soll. Dieses Engagement für die Umwelt darf nicht unbemerkt und ohne Lob bleiben – die Investition in der Zukunft ist im PSA-Konzern anscheinend Priorität Nummer eins.

Revolutionäre Technik
Natürlich soll das erste Hybrid-Automobil von Peugeot eine Revolution sein. Das liegt nicht nur daran, dass der französische Hersteller immer mit technischen Revolutionen assoziiert wird, sondern vor allem daran, dass die Hybrid-Technologie längst woanders eine Tradition ist. Der erste Punkt, der genannt werden muss, ist die Tatsache, dass es sich beim 3008 um eine Kombination aus Elektro-Batterie und Diesel-Antrieb handelt. Das ist schon mal ein guter Anfang. So kombiniert der 3008 die zwei sparsamsten Technologien. Darüber hinaus ist die Stelle der Elektrobatterie im Automobil bahnbrechend. Diese ist nicht wie sonst ins Getriebe integriert, sonder sitzt sie zusammen mit der Leistungselektronik und dem Elektromotor an der Hinterachse. Dabei sind der Diesel-Motor und das E-Triebwerk elektronisch gekoppelt. Das erlaubt eine bessere Verbindung und unproblematischere Schaltung zwischen den zwei Triebwerken. Der Zulieferer Bosch weist auf einen weiteren Vorteil dieser Positionierung und Verkopplung hin: Die Elektro-Technologie kann so in jede Technik eingebaut werden. Also ob Diesel oder Benzin – der 3008 erlaubt alles.
Die Diesel-Mechanik verspricht eine solide Leistung. Untergebracht unter der vordereren Haube stellt diese 170 PS dem Fahrer zur Verfügung. Der elektrische Motor wartet wiederum mit 41 PS auf. So kommt man auf eine Gesamtleistung von 200 PS. Die Höchstgeschwindigkeit wird dementsprechend bei über 200 km/h liegen. Überzeugend ist auch der Spritkonsum: Der neue 3008 wird sich mit lediglich 3,8 Litern Diesel zufrieden geben.

Fazit
Der neue Hybrid-Peugeot ist eine längst fällige Neuvorstellung. Das Publikum hat zwar lange gewartet, doch das Warten scheint sich gelohnt zu haben. Mit nur 99 Gramm CO2 pro Kilometer ist der Franzose auch eine ernsthafte Konkurrenz für längst etablierte Modelle aus Asien. Dazu kommt das beispiellose französische Design, das alleine als größter Vorteil gesehen werden kann. Die Presse ist längst von dem ersten französischen Hybrid überzeugt, abzuwarten bleibt die Frage, ob er auch bei den Kunden so gut punkten wird. Die Voraussetzungen sind auf jeden Fall da. (autaro)

 

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Juli 18th, 2010

München, den 18. Juli (autaro) Die Zukunft ist da! Das erste voll-elektrische Automobil feiert bald Premiere. Produziert wurde dies natürlich von Japanern, doch nicht von dem ständig verdächtigten Hersteller Toyota, sondern von dem großen Rivalen und inzwischen der absolute Leader im Bereich der umweltfreundlichen Automobile – Nissan. Der Nissan Leaf soll Ende des Jahres 2011 auf dem Markt sein und bis dahin eine Serienreife erreichen. Die online-Bestellungen starten aber jetzt schon und die Tatsache, dass das Interesse an Öko-Automobilen riesig ist und dass es in diesem Segment noch viele freie Nischen gibt, beweist die Statistik: Innerhalb der ersten paar Stunden wurden alle geplanten Einheiten für 2011 reserviert. Das spricht von einem großen Erfolg, den man gebührend feiern muss.

Der japanische Stolz
Das war ein echt harter Kampf, in dem sich Nissan eigentlich immer sehr bescheiden gegeben hat. Autoexperten haben mit der japanischen Nummer zwei nie gerechnet. Man dachte, dass Toyota das erste Zero-Emission-Fahrzeug auf den Markt bringen sollte. Dann präsentierte Chevrolet die Studie Volt, die stolz auf fast allen großen Automobilausstellungen weltweit Auftritte feierte. Gefolgt wurde dieser amerikanische Erfolg von dubiosen Studienmodellen von fast allen großen Automobilherstellern – von Honda über Mercedes bis hin zu BMW, Peugeot und Renault. Der Gewinner in diesem fast zu amüsanten Kampf ist aber Nissan mit seinem vollblutigen Auto mit fünf Türen, innovativem Design und ausgereifter Elektro-Motorisierung.

Debüt in den USA
Die ersten Kunden, die den neuen Leaf fahren dürfen, leben in den USA. Dort kommt das Elektrofahrzeug schon Ende dieses Jahres auf den Markt. Das ist natürlich nicht verkehrt. Die Obama Regierung startete vor einigen Monaten eine beispiellose Umwelt-Strategie, die an eine Prämie in Höhe von 7.500 Dollar gekoppelt ist. In Kalifornien gibt es zusätzlich 5.000 Dollar für die Besitzer von Zero-Emission-Fahrzeugen. Rechnen wir dann mal aus! Bei einem Basis-Preis von rund 30.000 Dollar für den Leaf wird er seinem Besitzer in Kalifornien nur rund 20.000 Dollar kosten. So wird das Elektro-Wunder einfach unschlagbar im Segment der Elektro-Fahrzeuge. Der Erfolg ist somit gesichert: Wir hatten bereits in den ersten drei Stunden 2700 Reservierungen – das ist deutlich mehr als wir kalkuliert haben“ zeigt sich stolz der Nissan-Manager Dave Mingle.

Zukunftsweisende Technik
Unter der Haube des neuen Leaf versteckt sich eine potente Elektro-Batterie, die unglaubliche 109 Ps anbietet. Somit schafft das Automobil eine Spitzengeschwindigkeit von 140 km/h. Ja, das ist die Power eines Porsches, doch auf jeden Fall ist diese automobile Kraft ausreichend. Aufgeladen werden will die Elektrobatterie nach etwa 160 Kilometern. Laut den Nissan-Ingenieuren soll das die Einwohner der Großstädte wie New York, Tokyo oder London auf jeden Fall zufrieden stellen. Die Aufladezeit beträgt dabei neun Stunden. Wenn die Batterie voll ist, wird der Besitzer über eine SMS informiert auch über SMS kann er auch die Klimaanlage, die Scheinwerfer und das Autoradio in seinem Fahrzeug regulieren. Die Nissan-Ingenieure perfektionieren aber immer noch die Elektrobatterie. Bald nach der Premiere soll auch ein Schnellademodus eingeführt werden. Durch eine Versorgung mit Hoch-Druck-Strom sollen die Akkus innerhalb von dreißig Minuten aufgeladen sein.
Fazit
Der Nissan Leaf ist mit Sicherheit der Elektro-Messias und die beste Nachricht von dem weltweiten Automobilmarkt nach der Einführung des Toyota Prius. Nissan ist eine phantastische technische Entwicklung gelungen, die jetzt schon für schiere Begeisterung sorgt. Natürlich muss die Technik noch ausreifen, natürlich muss das Netz von Ladestationen weltweit ausgebaut werden. Doch natürlich ist auch die Tatsache, dass der Leaf eine Sensation auf dem Automobilmarkt ist. (autaro)

 

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Mai 9th, 2010

München, den 9. Mai (autaro) Eigentlich hätten wir uns von solchen Automodellen längst trennen müssen – der Venturi Astrolab ist kaum ein straßentaugliches Automobil. Besonders ist an ihm … eigentlich alles. Doch auf dem Automobilmarkt passiert in letzter Zeit so wenig in Richtung Elektromobile, dass wir uns dazu gezwungen sehen, mal wieder von so einem extravaganten Modell zu berichten. Venturi ist unter den Auto-Enthusiasten keine unbekannte Größe. Der Hersteller brachte in den 90ern eine kleine Serie phantastisch sportlicher Modelle heraus. Doch seit kurzem schaut der Autobauer in die Zukunft und will sich im Bereich der Elektromotore spezialisieren. Ganze drei Zero-Emission-Fahrzeuge schmücken nun seinen Katalog und der Astrolab ist mit Abstand das gelungenste Modell.

Nichts für Konservative
Also wenn Sie am liebsten die klassischen Bestseller-Modelle von Toyota oder Opel fahren, sollten Sie den Astrolab am besten vergessen. Die Karosserie erinnert ziemlich aufdringlich an ein Schiff. Viele Autokritiker bezeichnen das Modell mit Hang zu einem Seewesen nicht umsonst als Katamaran. Hauptcharakteristik des Automobils ist die Cabrio-Form – Fahrer und Beifahrer sitzen auf zwei hintereinander gelegenen Sitzen, und dabei auch noch im Freien. Dabei liegt die Karosserie weit höher als normal, was wiederum an ein Flugzeug erinnert. Einzig als „normal“ erscheinen dabei die Räder. Diese sind in großen Radhäusern positioniert, was den sportlichen Charakter des Modells unterstreichen soll. Einen Gepäckraum gibt es nicht – mit dem Astrolab kann man also nicht zum Aldi fahren. Auch das Armaturenbrett ist ein absolutes Unikat in der Automobilwelt – statt normalem Tacho und sonstigen Instrumenten, leuchtet hier ein Computer-Display, das anscheinend ausreichend Information über die Technik liefern soll.

Die Technik
Auch die Technik ist zukunftsweisend und revolutionär. Venturi verzichtet gerne auf Klischees und bezieht den Strom nicht von „konventionellen“ Strom-Akkus, sondern von der Sonne. Der Astrolab ist ausgestattet mit großen Photovoltaik-Solarzellen, die auf der filigranen Karosserie eine Fläche von 3,6 Quadratmetern belegen. Das erklärt auch die ungewöhnlichen Proportionen des Automobils. Die Karosserie ist so breit, dass sich die zwei Sitze ganz in ihrer Fläche verlieren. Die Solarzellen dienen lediglich als Akkumulatoren; sie laden die flüssigkeitsgekühlten Nickel-Metallhybrid-Batterien auf, die das Fahrzeug eigentlich in Bewegung setzen. Dadurch bietet der Astrolab eine geradezu ausreichende Power. 120 km/h ist die maximale Geschwindigkeit, die für ein Sport-Automobil vielleicht nicht gerade prickelnd ist. Doch bedenken sollte man vor allem den Zero-Emission-Aspekt, der in jedem Fall für sich spricht. Die Reichweite der Nickelbatterien ist eigentlich auch völlig ausreichend – erst nach 110 Kilometern wollen sie wieder Sonne sehen, um sich dadurch aufzuladen. Unterstützt wird der Elektromotor von einer hervorragenden Aerodynamik, dank des extravaganten Karosseriedesigns und durch die schmalen 17-Zoll-Räder, die für deutlich weniger Rollwiderstand sorgen als bei den normalen Fahrzeugen.

Fazit
Der Astrolab ist mit Sicherheit eine interessante, wenn auch zugleich eine vielleicht viel zu revolutionäre Entwicklung. Ob diese irgendwann zu einem Verkaufsrenner wird, bleibt fraglich. Die Automobilwelt sollte vielleicht zunächst versuchen, etwas Normaleres mit dem Elektromotor zu machen. Im Anschluss daran wird es sicherlich noch genügend Zeit und Raum für die extravaganteren Entwicklungen geben. (autaro)

 

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April 6th, 2010

München, den 6. April (autaro) Langsam, viel zu langsam entwickeln sich die Dinge im Bereich des Elektroantriebs. Trotz der schier unzähligen, begeisterten Presseberichte, so manch ermüdender Pressekonferenz und erschöpfenden Werbekampagnen, kann bis jetzt keiner der weltweit großen Automobilhersteller von einer gelungenen Elektrobatterie berichten. Das bewies auch der diesjährige Genfer Automobilsalon. „Zurück zu den Wurzeln“ oder ein Schritt zurück zu den protzigen Spritschluckern, großen Limousinen, die sogar Mühe haben, die Euro-5-Norm zu erfüllen – darauf lagen die Akzente bei der großen Ausstellung.
Anders sieht es aber bei kleineren Autoproduzenten aus. Vor etwa zwei Jahren präsentierte der bis dahin unbekannte Hersteller Tesla seine Projekte im Bereich des Elektroantriebs. Man fängt in Amerika anscheinend ganz groß an – es ging um keinen Stadtflitzer, sondern um ein vollblutiges Sportautomobil, das zugleich viel Fahrspaß und Zero-Emission anbieten sollte. So mancher Automanager dieses Segments lachte damals, doch wer zuletzt lacht … wie es weitergeht, weiß doch jeder. Der Tesla Roadster steht vor der Serienproduktion – „wir sind die, die das Autofahren verändern werden“, erklärt der Tesla-Firmenchef Martin Eberhard und das ist keine phantastische Illusion, sondern durchaus Realität.

Cool, oder?
Mit nur 60 Millionen Dollar starteten die Tesla-Geschäftsführer das Projekt „Tesla Roadster“; eine Investition, die sich auf jeden Fall auszahlen wird. Die Bestellungen laufen besser als erwartet und das ist natürlich nicht verwunderlich. Der Tesla Roadster schafft irgendwie das Unmögliche und vereint Fahrspaß mit 0 g/km CO2-Ausstoß. Inspiriert wurde das Außendesign von den Sport-Giganten des Automobilmarktes. Die Form der Karosserie erinnert an den Porsche Carrera und an den Audi TT zugleich. Dass es diesem Punkt an Individualismus fehlt, ist durchaus verzeihlich – individueller als im neuen Roadster unter der Haube, geht es bei keinem anderen Hersteller.
Der Tesla Roadster ist ein Zweisitzer. Auffallend sind die kompakten Massen – 1,13 Meter Höhe und 3,95 Meter Länge – und die etwas seltsamen Seitenlinien, die nicht unbedingt Aerodynamik-freundlich sind. Gerade in diesem Punkt ist mehr Arbeit gefragt – ein Elektromotor muss schließlich von allen möglichen Windkräften profitieren können. Im Innenraum wirkt alles schlicht, konservativ, doch auf keinen Fall langweilig. Die Tesla-Entwickler verzichten auf modernen und ausgefallenen Schick-Schnack, was für Öko-Limousinen, wie zum Beispiel den Prius, eigentlich Gang und Gebe ist.

Fahrspaß pur
Setzen Sie sich bequem in dem Sportcoupé und drehen Sie den Zündschlüssel – gleich ertönt eine Motormusik, die für unsere viel zu belasteten Ohren gar nicht normal zu sein scheint. Man hört eigentlich nur ein leichtes Summen – keine bohrenden Auspuffe, keine furchterweckenden Motorgeräusche. Das ist die Elektrobatterie. Auf der Straße macht der Tesla Roadster eine gute Figur. Die Kurven werden mit Bravour gemeistert und der Fahrer verliert zu keinem Augenblick das Sicherheitsgefühl.
Das Triebwerk ist ein Dreiphasen-Wechselstrom-Elektromotor mit ganzen 300 PS. In diesem steckt eine Lithium-Ionen-Batterie, mit einer Lebensdauer von insgesamt 160.000 Kilometer. Noch beeindruckender lesen sich die weiteren technischen Daten. So liegt die maximale Geschwindigkeit etwa bei 200 km/h. Ja, klar ist das nicht die Leistung eines durchschnittlichen Porsches, aber denken wir nun mal für eine Sekunde an die Umwelt und was die über-300km/h-maximale Geschwindigkeit in den Stuttgarter Meisterwerken an Schäden anrichtet. Aufgeladen werden muss die Batterie des Tesla Roadsters erst nach 365 Km, der Ladezyklus liegt bei 3,5 Stunden; alles Parameter, die sich nicht nur gut lesen, sondern auch großartig fahren lassen.

Fazit
Eines der größten Probleme vor der Elektro-Batterie waren bis jetzt die Produktionskosten. Den großen Herstellern zufolge soll der Basispreis für ein Elektrofahrzeug so hoch sein, dass es sich niemand, außer Bill Gates, leisten kann. Doch auch hier zeigt Tesla, dass es enormes Potenzial gibt. Ab 99.000 Euro ist der Tesla Roadster zu haben – für ein Sport-Coupé der Extra-Klasse durchaus erschwinglich. Zum jetzigen Zeitpunkt kann der Tesla Roadster nur über die amerikanische Zentrale bestellt werden. Doch der Erfolg des Elektro-Meisterwerks macht Hoffnungen, dass es bald auch international Zentralen geben wird. (autaro)

 

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Februar 14th, 2010

München, den 14. Februar (autaro) Es scheint, also ob der Erfolg der Hybrid-Technologie nur von kurzer Dauer war. Inzwischen steht vor allem die reine Elektrobatterie im Fokus der großen Automobilhersteller und sorgt für das Aufrechterhalten des Publikumsinteresses. Wenn es aber eine Marke gibt, die ihre Hybrid-Modelle immer noch recht gut verkauft und die sich mit dieser Technologie vor allem einen Namen gemacht hat, dann ist es die Toyota-Luxustochter Lexus. Lexus ist das Synonym des Hybrid-Motors par excellence. Während die Geschwister aus Frankreich, den USA und Deutschland doch sehr wenig und vor allem wenig Erfolgreiches aus der Kombination Kraftstoff-Strom machen konnten, bewiesen die Japaner mit Lexus, dass im Hybrid-Motor sehr viel Potenzial steckt, das nur noch richtig präsentiert, entwickelt und vermarktet werden muss. Aus diesem Grund ist unser aktuelles Öko-Auto des Monats eines der aufregendsten Modelle im Lexus-Produktkatalog – das SUV mit der Bezeichnung RX450h.

Erstmal das Negative
Ein SUV als Hybrid-Modell anzubieten, ist an sich eine grandiose Idee. Immerhin sind die großen Brüder der Mittelklassenlimousine bekanntlich durstige Spritschlucker, weshalb sich ihre Besitzer über jeden ersparten Tropfen Treibstoff freuen. Vielleicht haben sich die Lexus-Ingenieure gerade aufgrund des Erfolgsmodells nicht gerade aufopferungsvoll um eben dasselbe gekümmert. Denn Defizite finden sich in nahezu in allen Bereichen. In Sachen Innenraumkomfort etwa – überraschenderweise in jenem Bereich also, in dem die sonstigen Modelle des Herstellers wirklich punkten können. Allen voran soll das etwas merkwürdige Bildschirmmenü erwähnt werden. Dieses wird über eine Computer-Maus, wie die eines heimischen PCs bedient. Das Bediengefühl ist dabei etwas verwirrend – der Wagen ist schließlich kein Arbeitsplatz. Die Handhabung ist absolut unpraktisch und unbequem. Ein großer Stolz von Lexus ist die Klimaanlage, die serienmäßig angeboten wird. Doch auch diese entpuppt sich nicht unbedingt als Geniestreich. Ihre Bedienung bedarf einer langweiligen Einarbeitungsphase.
Während über diese Minus-Punkte noch recht leicht hinweggesehen werden kann, sieht es mit den Fahreigenschaften etwas anders aus. Vor allem ist der Kraftstoffmotor im höheren Drehzahlbereich sehr laut. Das stört und schafft ein sehr dubioses Gefühl. Auch die Federung lässt zu wünschen übrig, vor allem angesichts der vielen Federungs-Meisterwerke, die die Toyota-Werke bereits verlassen haben.

Und das Positive
Doch es gibt auch Positives, und zwar reichlich. Natürlich fangen wir mit der aufwendigen und sehr umweltfreundlichen Hybrid-Technologie an. Insgesamt zwei Elektrobatterien kümmern sich darum, dass der RX450h weniger als alle anderen SUVs auf dem Markt schluckt. Neben dem Elektromotor auf der Vorderachse gibt es auch einen zweiten, der einen unabhängigen 50 kW-Hinterradantrieb darstellt. Die zweite Batterie kommt nur dann zum Einsatz, wenn es dem Japaner an Traktion mangelt. 6,3 Liter Benzin schluckt der Lexus im Durchschnitt auf 100 Km; ein Wert, der durch und durch begeistert. Doch hier muss man aufpassen – der Durchschnittswert ist durchaus nur eine Orientierungsgröße. Bei normalem Fahrtempo auf der Autobahn gibt sich das Modell mit nicht weniger als zehn Litern Sprit auf 100 Km zufrieden. Und das ist leider etwas zu viel – eigentlich mehr als ein Standard-Renault-Koleos zum Beispiel.
Der Objektivität halber müssen wir auch einige Charakteristiken des Innenraums erwähnen. So sind zum Beispiel die Sitze äußerst komfortabel. Die Materialien im Fahrzeuginneren wirken luxuriös und perfekt verarbeitet. Außerdem scheint die Ausstattung weit vom spartanischen Niveau entfernt zu sein.

Fazit
Alles in allem ist der RX450h ein automobiles Meisterwerk, das man allerdings mit Vorsicht genießen sollte. Bedauerlich hat er weniger als Standard-SUVs zu bieten. In den nächsten Generationen soll vor allem der Spritverbrauch im normalen Fahrmodus drastisch gesenkt werden. Wenn die Japaner ihre Entwicklung als Öko-Auto verkaufen wollen, sollten sie ausgerechnet diesen Aspekt stärker betonen. Ansonsten passt an dem Modell alles und Fahrspaß auf der Autobahn ist garantiert. Nicht unwichtig ist auch die Tatsache, dass der RX450h sehr gut aussieht, besser als fast alle anderen japanischen Automobile. (autaro)

 

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Januar 10th, 2010

München, den 10. Januar (autaro) Die Blue Motion-Serie von Volkswagen wurde entwickelt, um den Durst nach umweltfreundlichen, sparsamen und power-effizienten Automobilen zu löschen. Erinnert sich noch jemand an die große Sprit-Hysterie, die vor zwei Jahren wie ein Lauffeuer auch die Automobilbranche erreichte? Ja, genau zu diesem Zeitpunkt erschien auch das erste Blue Motion-Modell bei den Wolfsburgern. Und das war ausgerechnet der Polo, der als erster die neue öko-freundliche und vor allem spritsparende Serie angekündigt hat. Die Überraschung war groß. Das Modell hielt zwar durchaus, was es versprach, doch die Nachteile zeigten sich ebenfalls so zahlreich, dass sich der Polo Blue Motion schnell als das Sorgenkind von Volkswagen entpuppte. Nun folgt die revidierte Version, die auch mit vielen, vielleicht viel zu vielen Erwartungen belastet wird.

Das Exterieur
Am meisten Kritik bei dem Vorgänger erntete der Motor. Vielleicht entschieden sich die Wolfsburger Ingenieure aus diesem Grund, an dem Äußeren nichts zu ändern. Die Aerodynamik zeigt sich auf gewohnt hohem Niveau. Markanter Akzent ist der optimierte Frontspoiler, der eigens für die Blue Motion-Serie strömungstechnisch optimiert wurde. Auch die Frontmaske soll dank eines Querspalts den Luftwiderstand minimieren. Ein absoluter Vorteil, der für das Modell spricht, ist die Garantie von zwölf Jahren, die VW gegen Durchrostung der Karosserie gewährt. Das kann sich nicht jeder leisten und ist ausschließlich dem klugen Einsatz von Zink bei der Anfertigung der verschiedenen Bauelemente zu verdanken. Zugleich bietet das Coupé einen phantastischen Schutz gegen Unfälle, und zwar dank der crashoptimierten Sicherheitsstruktur des Wagens.

Das Interieur
Im Interieur wartet der Polo Blue Motion mit einer Ausstattung auf, die den gewohnt hohen Standards der Wolfsburger folgt. Hohe Wertigkeit der Materialien, Ergonomie, Funktionalität und Qualität – das sind die Charakterzüge des Modells und auch die Punkte, ohne die ein Volkswagen kein Volkswagen sein könnte. Fahrer und Passagiere fühlen sich im relativ kleinen Innenraum sehr wohl. Dank der phantastisch konzipierten Sitze kann man die Fahrt im Polo Blue Motion richtig genießen. Auch der Gepäckwagen macht den umweltfreundlichen Polo zu einem perfekten Reisebegleiter. Ganze 270 Liter Gepäck kann man mit dem neuen Modell transportieren – das sind deutlich mehr als alle Konkurrenten in diesem Segment fassen können.

Das Triebwerk
Im neuen Modell wurde der Spritkonsum nochmals deutlich reduziert. Während der Vorgänger 3,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer brauchte, genügen in der neuen Entwicklung bereits 3,3 Liter. Das hört sich phantastisch an, doch damit sind die guten Nachrichten im punkto Motor auch leider erschöpft. Der Polo Blue Motion kommt mit einer Motorkraft auf den Markt, die bei weitem keine Fahrerlebnisse auf der Autobahn verspricht. Dem Fahrer stehen lediglich 75 PS und 55 KW zur Verfügung. Unterstützt werden diese Zahlen von 180 Nm bei 2000 Umdrehungen als maximales Drehmoment – auch keine Highlights also. Das neue Modell ist aber dank seines geringen Spritverbrauchs sehr praktisch – mit vollem Tank kann man über 1000 Kilometer zurücklegen. Doch wer wirklich 1000 Kilometer mit seinem Polo Blue Motion verbringen will, muss etwas für seine Ohren und Nerven tun. Unter den aktuellen Modellen im weltweiten Automobilkatalog ist das Triebwerk der Wolfsburger mit Abstand das lauteste. Gepaart wird die Charakteristik mit einem lang ausgelegten Getriebe, das sich auf die Agilität und Dynamik des Automobils auswirken.

Fazit
Angesichts der oben genannten Punkte wird der Basispreis von 16.575 Euro zu einem Fest der Arroganz. Für diese Summe bekommt der Käufer eine ziemlich biedere Ausstattung. Sollte man den Polo Blue Motion auf den aktuellen Stand bringen – mit Klimaanlage, Stereoanlage, mehr Airbags usw. – muss man natürlich viel tiefer in die Tasche greifen, für so manch VW-Interessenten mit Sicherheit viel zu tief. (autaro)

 

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Dezember 6th, 2009

München, den 6. Dezember (autaro) Zugegebenermaßen gehört die autaro-Redaktion zu den treusten Fans des legendären Trabant. Das liegt jedoch nicht an der momentan ach so in Mode gekommenen Ostalgie, sondern ausschließlich daran, dass der Trabant als protziger Stadtflitzer einen besonderen Charme besitzt. Die Marketing-Politik im ehemaligen Ostblock wollen wir an dieser Stelle freilich nicht besprechen; und von den Daten, dass zwischen 1957 und 1991 in Zwickau rund drei Millionen „Trabis“ gebaut wurden, lassen wir uns ebenfalls nicht beeindrucken. Denn diese Zahlen künden weniger vom Erfolg des Automobils als davon, dass man in den ehemaligen kommunistischen Ländern mit der Frage konfrontiert war „Trabi or no car at all?“

Zum Anfang – etwas Geschichte
Der Geburtstag des Trabant fällt auf den7. November. An diesem Tag im Jahr 1957 rollte der erste kommunistische Stolz vom Band der Zwickauer Fabrik. Das Modell sollte die Lücke im osteuropäischen Automobilkatalog des Segments der Kleinautos füllen. Mit ganz einfacher Technik und nur einem kleinen Zweizylindertriebwerk schaffte der Trabi dieses Ziel mit Bravour. Schnell wurde der Wagen zur erfolgreichsten Entwicklung des Ostblocks und auch noch zu einer absoluten Legende und Inspiration von nicht etwa nur einem oder zwei Gedichten und Liedern. Die Trabant-Hymne klingt etwa so:
Ein himmelblauer Trabant
Rollte durchs Land
Mitten im Regen
Der große Himmel war grau
Trübe und grau
Ich aber fuhr
Im himmelblauen Trabant
Quer übers Land
Mitten im Regen.
Interessant ist in diesem Werk vor allem der Kontrast zwischen dem grauen Himmel und dem himmelblauen Trabant. So wird der Wagen als ein Symbol der Freiheit, Perfektion und positiven Energie gefeiert. Während es draußen regnet, findet das lyrische Ich Frieden und Freude in der Kabine des Trabants. So wird das Auto zu einer Rettung nicht nur von der Naturkatastrophe (dem grauen Himmel und starken Regen), sondern auch von dem grauen Alltag, langweiliger, monotoner Existenz. Aber genug der Träume… zurück zum Trabi.

Eine Legende kehrt zurück
Auf der IAA 2009 wurde der neue Trabi vorgestellt. Entwickelt wurde das Modell von einem Konsortium, in dem der Miniaturwagenhersteller Herpa und der sächsische Autobauer IndiKar die führenden Rollen übernehmen. Der neue Trabi soll ein Null-Emissions-Fahrzeug mit potentem und technisch perfektioniertem Elektrotriebwerk sein. „Er wird als Elektroauto für die Stadt und den stadtnahen Bereich präsentiert“, sagte Ronald Greschewski, Geschäftsführer von IndiKar. Als Start für den neuen Wagen wurde das Jahr 2012 festgelegt. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun – aus dem Projekt soll ein vollblutiges Elektro-Automobil werden. Der Erfolg ist dann sicher – wer würde den charmanten Mini-Wagen nicht lieben? (autaro)

 

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Oktober 22nd, 2009

München, den 22. Oktober (autaro) Ohne Toyota geht im Geschäft mit den Öko-Autos gar nichts. Dieser Ansicht war man zumindest früher, als der führende Hersteller auf dem Weltmarkt das Hybrid-Segment gerade frisch für sich erobert hatte. Heute sieht das etwas anders aus. Der Elektroantrieb scheint die Runde zu machen und große und kleine Hersteller kämpfen verzweifelt darum, als erster Automobilproduzent das perfekte Elektro-Auto auf den Markt zu bringen. Toyota hat immer noch die besten Vorsätze, doch ob dabei eine Goldmedaille zum Greifen nahe ist, scheint mehr als unklar. Ein positives Signal gab es im Rahmen der diesjährigen Detroiter Motor Show, als der Hersteller die Studie FT-EV präsentierte. Es handelt sich um ein Vollelektro-Kleinauto, das als Stadtflitzer ab 2012 serienmäßig produziert werden soll. Auf der diesjährigen Tokyo Motor Show wird der Hersteller eine weitere Entwicklung zum Thema FT-EV präsentieren und dann wird man hoffentlich erkennen, dass das Jahr 2012 durchaus realistisch für den Start des dezenten Elektro-Stadtflitzers ist.

iQ als Basis
Der FT-EV basiert auf dem Kleinstwagen im Toyota-Produktkatalog – dem iQ. Das Außendesign ist mehr als nur inspiriert von dem seit Januar 2009 eingeführten Modell. Doch einige besondere Akzente sind am FT-EV deutlich zu erkennen. So ist unter anderem die Frontschürze neu, die Scheinwerfer und die Rückleuchten sind auch geändert und wirken extravaganter als beim Zwerg-Toyota. Absolutes Highlight sind die neuen Felgen mit Gold-Einlage, die eine besondere Balance zwischen Exklusivität und Zugänglichkeit schaffen. Gold scheint beim FT-EV eine ganz besondere Rolle zu spielen, da das Messe-Exponat in Detroit mit goldenen Sternchen beklebt war. Was das zu bedeuten hat, ist zumindest für die autaro-Redaktion unklar. Kitschig und unpassend für den puristischen japanischen Hersteller ist dieser Versuch auf jeden Fall.

Noch viel Arbeit!
Einige Mysterien bleiben also nach wie vor bestehen. Toyota will noch keine Daten zu der Batterie verraten, die dann als Antriebstechnologie im FT-EV dienen wird. Daher kann man nur schwer Schlussfolgerungen über die Praxistauglichkeit dieser Studie ziehen. Eins weiß man allerdings jetzt schon: mindestens 80 Km wird die Batterie auf jeden Fall aushalten. Das ist weder viel noch wenig und hält sich in solchen Grenzen, wie sie von anderen Elektrostudien, etwa von smart oder Trabant, etabliert wurden. In diesem Sinne ist der FT-EV keine bahnbrechende Entwicklung, sondern viel mehr ein weiterer Schritt zu der erfolgreichen Einführung des Elektroantriebes auf dem Weltmarkt. (autaro)

 

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September 12th, 2009

München, den 12. Septe,ber (autaro) Fisker Automotive Corporation gehört zu denjenigen Herstellern, die von dem aktuellen Öko-Wahn profitieren konnten. Mit nur einem Modell, das bei dem Detroiter Automobilsalon zum ersten Mal vorgestellt wurde, konnte sich der Hersteller auf einer großen Weltbühne etablieren. Der Fisker Karma verwandelte sich bei seinem Debüt innerhalb von wenigen Sekunden in einen absoluten Star und überzeugte weltweit die Kundschaft. Der Verkauf läuft gerade ausgezeichnet und die Auslieferung des Serienmodells beginnt Mitte 2010 – ein guter Grund, warum der Fisker Karma als Öko-Auto des Monats gefeiert werden soll.

Weit vom Prius
Der Toyota Prius ist bekanntlich die Ikone der Öko-Fahrzeuge, das erste Serienfahrzeug mit Hybridantrieb und zweifelsohne das erfolgreichste Modell in der „grünen“ Automobilszene. Ein Vergleich mit dem Elektro-Japaner ist aus diesem Grund unverzichtbar. Dabei können eigentlich die zwei Fahrzeuge nicht unterschiedlicher sein. Während der Prius auf Purismus und Klarheit setzt, ist der Fisker Karma ein Eye-Catcher par excellance. Die Limousine des ambitionierten Fahrzeugentwicklers Henrik Fisker vermittelt sportliche Extravaganz, Stärke und Dynamik zugleich. Die Limousine bietet eine Länge von 4,98 Metern, eine Breite von 1,98 Metern und eine Höhe von nur 1,31 Metern an. Das spricht zeugt von Sport-Charakter a lá Mercedes SL 65 AMG oder Audi R8 (wobei der Fisker Karma doch etwas größer als der Ingolstädter ist).

Komfort pur!
Nicht dass der Prius nicht komfortabel genug sei. Ganz im Gegenteil, doch der Besitzer von Fisker Karma wird von seiner Limousine richtig verwöhnt. Exklusivität hat das Sagen im Innenraum – hochwertige Materialien, äußerst bequeme Sitze und viel Platz für alle Passagiere – das sind Qualitäten, die man sogar von einigen etablierten Verbrennungsmotor-Limousinen nicht erwarten kann.

Öko-Motor
Wenn es allerdings um Hybrid-Fahrzeuge geht, ist der wichtigste Parameter die Arbeit des Motors. Wie bei allen üblichen Hybrid-Fahrzeugen stehen auch hier zwei Fahrmodi zur Wahl. Rein mit dem Benzin-Triebwerk fährt der Fisker Karma wie eine brillante Sportlimousine. Innerhalb von sechs Sekunden ist Tempo 100 erreicht und mit 200 km/h die Spitzengeschwindigkeit. Die Elektro-Partie besteht aus ganzen zwei Triebwerken mit einer Kraft von insgesamt 296 kW. Die Rolle des Energiespeichers erfüllt eine Lithium-Ionen-Batterie, die alle 80 Kilometer an die Steckdose will, wenn man ausschließlich elektrisch fährt.
Fazit
Wie bereits angemerkt, kann man den Fisker Karma schon jetzt bestellen, doch die Warteliste ist inzwischen so lang, dass man mit bis zu einem Jahr Wartezeit rechnen muss. Das liegt vor allem daran, dass das Modell, das übrigens in Norwegen serienmäßig hergestellt werden soll, eine Reihe von phantastischen Vorzügen anbietet und eine Lücke im weltweiten Automobilkatalog schließt. Zu den ausgesprochenen Vorzügen des kalifornischen Hybrids zählt auch der moderate Basispreis, der bei 87.900 Dollar liegt. (autaro)

 

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Juli 28th, 2009

Die große Frage in der Automobilwelt lautet: Welcher Hersteller wird als erster das umweltfreundlichste Automobil der Welt herstellen? Der Schauplatz der großen Schlachten zwischen den führenden Herstellern beschränkte sich bis jetzt auf ein einziges Land, und das wird in den nächsten Jahren vermutlich auch so bleiben: Japan. Zwei Autoproduzenten kämpfen bitter und mit allen Kräften um den Titel „Umweltfreundlichster Autohersteller der Welt“. Während Toyota wenig von Konzeptstudien hält und so schnell wie möglich nahezu jede Entwicklung – von Hybrid-Antrieb über Erdgas bis hin zum Elektromotor – im Automarkt integriert, gibt sich Nissan mit einer Reihe von Studien-Modellen zufrieden. Doch diese zeigen eines: Der zweitgrößte japanische Hersteller hat alle Chancen, den umstrittenen Kampf für sich zu entscheiden.

Der Pivo II als Superstar
Vor etwa vier Jahren präsentierte der Hersteller den Pivo I. Damals lachte man mehr über das Modell als man ernsthaft darüber nachdenken wollte. Nur zwei Jahre später kam jedoch schon die aktuelle Studie, die auf der Tokyo Motor Show als ein Stadtflitzer der Zukunft triumphierte. Der Pivo II bewies einmal mehr, dass Nissan nur sehr selten mit seinen Modellen spielt und dass sogar die innovativsten und mutigsten Entwicklungen sehr schnell praxistauglich gemacht werden können.

Nicht erschrecken!
Wichtig zu wissen ist, dass der Pivo II kein normales Fahrzeug ist; jedenfalls kein Fahrzeug, das man zum jetzigen Zeitpunkt irgendwo treffen kann. Er ist ein Stadtflitzer der Zukunft. Seine Außenansicht ist mehr als ungewöhnlich und bietet optische Anlehnungen an Badespielzeug, Seifenspender oder extravagante Schlüsselanhänger. Die Akzente des Außenraums bilden die vier kleinen Rädchen, die an ausgestreckte Füßchen erinnern. Das City-Auto ist nur 2,6 Meter lang, was sämtliche Parkprobleme sofort in Luft auflöst. Die Kabine ist kugelförmig und verfügt über riesige Fenster, die dem Fahrer nebst Passagieren eine einmalige Rundumsicht ermöglichen. Noch interessanter ist die Tatsache, dass die Karosserie drehbar ist. Dieses Element ist erstaunlicherweise bei vielen Herstellern präsent, was den Gedanken erweckt, dass die Zukunft des Automobils der breiten Rundumsicht gehört und der Möglichkeit, jedes Teil des Fahrzeugs zu jedem Augenblick der Fahrt zu beobachten.

Anspruchsvolle Technik
Im Innenraum wartet der Pivo II mit einer Reihe von technischen Leckerbissen auf, die von Science-Fiction-Meisterwerken inspiriert sind. So übertragen zum Beispiel die Kameras in den A-Säulen ihre Bilder auf Bildschirme auf der Innenseite. Weitere Objektive an Bug und Heck fangen die gesamte Umgebung des Pivo ein und setzen diese zu einem 360-Grad-Bild zusammen. Unsere Beobachtung bestätigt sich nun einmal mehr: Der Fahrer muss ständig wissen, was mit seinem Auto passiert.
Das Highlight im Innenraum ist der Roboter, der die Rolle eines Fahrassistenten übernimmt. Er begrüßt freundlich den Fahrer, informiert ihn über sämtliche Gefahren, über die Temperatur draußen, mögliche Staus, Spritmenge, Defekte und vieles mehr. Doch das ist längst nicht alles: Mit diesem neu geschaffenen Freund kann sich der Fahrer unterhalten. Er kann während der Fahrt Fragen stellen, Musik auswählen und ihm Witze erzählen. Nissan-Ingenieure sind der Meinung, dass die Stimmung des Fahrers enorm zur Sicherheit des Automobils beiträgt.

Noch mehr anspruchsvolle Technik
Nichts weniger als ein 100%iger Elektromotor bewegt das abgefahrene Meisterwerk. Das bedeutet natürlich 0 Gramm CO2 und wenig Kohle für Sprit. Darüber hinaus sucht man hier nach Bremsen, Gaspedalen und Kupplung vergebens. All das übernimmt der Autopilot – die kabellose „drive-by-wire“-Technologie, die inzwischen völlig ausgereift und absolut zuverlässig erscheint. So kann die Zukunft kommen – ohne Abgas, ohne Lenkung und Getriebe, mit einem Roboter-Freund, der sich stets zu Diensten seines Besitzers stellt. Der Pivo II ist ein absolutes Highlight, das durch und durch fasziniert.

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