Archiv für die ‘Wirtschaft’ Kategorie
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

April 2nd, 2011

München, den 02. April 2011 (autaro) Seit einiger Zeit häufen sich die Schreckensmeldungen um den schwedischen Autohersteller Saab, durch die niederländische Sportwagenschmiede Spyker Cars vor dem Untergang gerettet wurde. Doch für wie lange? Vor der Übernahme durch Spyker Cars befand sich Saab in den Händen des US-Riesen General Motors (GM), der die Marke sukzessive zu Grunde gerichtet hatte. Nun, quasi in der Übergangszeit, verkauft Saab bei weitem nicht so viele Fahrzeuge, wie das Unternehmen eigentlich müsste, um langfristig bestehen zu können. 2010 verließen rund 32.000 neue Saab das Werk im schwedischen Trollhättan, während die Unternehmensleitung mittelfristig einen Absatz von 80.000 Einheiten pro Jahr plant. So ergab sich ein Gesamtverlust von gut 218 Millionen Euro im Jahr 2010.

In dieser Woche berichtete die schwedische Presse nun erneut von Zahlungsproblemen. Mittlerweile haben sogar mehrere Zulieferer ihre Belieferung eingestellt, da Saab schon seit längerem keine Rechnungen mehr beglichen haben soll. Seither stehen die Produktionsstraßen bei Saab still. Selbst die Werbeagentur Low Brindfords ist nach über zehn Jahren Zusammenarbeit nicht mehr bereit, weiter zu arbeiten. Verschiedenen schwedischen Blättern gegenüber bestätigte das Unternehmen, Saab habe seit Dezember des vergangenen Jahres keine Rechnungen mehr beglichen. Derweil ist Spyker Chef und Saab-Eigner Victor Muller bemüht, Meldungen über eine mögliche Zahlungsunfähigkeit zu dementieren. Gegenüber der Presse berichtete er von Investoren, die neues Kapital bereitstellen würden, ohne diese jedoch zu benennen. “Saab Automobile hat ausreichend Mittel, um seinen Liquiditätsbedarf aus den bisherigen und zugänglichen Quellen zu decken.” Kenner der Branche gehen davon aus, dass es sich bei dem Investor um den Russischen Milliardär Wladimir Antonow handelt, den die amerikanische CIA für einen Mafioso hält. In dieser Woche beantragte er dennoch die Erlaubnis der schwedischen Regierung, sich mit 50 Millionen Euro an Saab beteiligen zu dürfen.

Sicherlich eines der größten Probleme des schwedischen Traditionsunternehmens ist das mangelnde Vertrauen in der Bevölkerung. Wer kauft schon ein Auto für mehrere Zehntausend Euro, wenn er befürchten muss, dass der Hersteller in der nächsten Zeit vor die Wand fährt. Hinzu kommt, dass die Modellpalette teilweise völlig veraltet ist und dass die einzigen neuen Modelle noch unter der Regie von General Motors entwickelt wurden. Mit Spannung wird ein neues SUV erwartet, während sich der große Saab 9-5, der sich vieles auch mit dem unter GM entwickelten Opel Insignia teilt, eher schleppend verkauft. Die Durststrecke, bis Saab wieder eigenständige Fahrzeuge, darunter auch solche aus dem Kompaktsegment, entwickeln kann, muss das Unternehmen noch überwinden. (autaro)

 

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März 28th, 2011

München, den 28. März 2011 (autaro) Noch bevor die Pläne für die angedachte Billigmarke des französischen PSA-Konzerns konkret werden, überschlagen sich die Neuigkeiten. Der PSA-Konzern, ein Zusammenschluss der beiden Hersteller Peugeot und Citroën, will wie der Konkurrent Renault mit Billigheimer Dacia eine neue Marke ins Leben rufen. Dabei waren als Handelsnamen bereits die niedergegangenen, ebenfalls französischen Namen Talbot oder Simca im Spiel, die jedoch vermutlich in der Schublade bleiben werden. Grund dafür ist die geplante internationale Vermarktung.

Großes Augenmerk legen die Franzosen auf die Vertriebskosten der neuen Marke. Markenvorstand Jean-Marc Gales hält einen Anteil der Vertriebskosten von 15 Prozent für die Obergrenze, darüber sei das Vorhaben nicht profitabel. Da die Vertriebskosten aktuell bei rund 30 Prozent lägen, wären neue Vertriebswege im Gespräch. Darunter an erster Stelle läge der Direktvertrieb der Autos, nach dem Vorbild des Gebrauchtwagenmarktes. Auch Versandhäuser wie Amazon oder Ikea wurden als Vorbilder genannt. Ob für Reparatur und Wartung dann eine eigene Werkstattkette eingerichtet wird, ist dagegen unklar, eine Kooperation mit den Vertragswerkstätten von Peugeot und Citroën würde sich wohl anbieten.

Mit dem Vorhaben, eine eigene Billigmarke ins Leben zu rufen und hauptsächlich über das Internet zu vertreiben, geht der PSA-Konzern einen neuen Weg. Mündige Kunden könnten im Prinzip fast alles von zu Hause aus erledigen, von der Fahrzeugkonfiguration über Versicherungsvergleich bis hin zum Ratenzahlungsantrag. Dass die Autos auch in China oder in Indien produziert werden könnten, passt ebenso ins international vernetzte Vertriebskonzept. Außerdem zeigt der Erfolg des Konkurrenten Dacia, dass es einen großen Kreis von Interessenten und Kunden gibt, denen nicht so viel an Prestige liegt, wie das vermutlich viele Anbieter bisher angenommen haben. (autaro)

 

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März 15th, 2011

München, den 15. März 2011 (autaro) Die Erdebeben in Japan, nebst der nicht minder verheerenden Tsunami-Fälle, fordern neben unzähligen Opfern in der Bevölkerung auch einen Tribut der Autoindustrie. Bei vielen Herstellern stehen die Fließbänder still, daneben sind die Aktienkurse dramatisch eingebrochen. Der Nikkei-Index, vergleichbar mit dem deutschen DAX (deutscher Aktienindex), ist um ganze sechs Prozentpunkte eingebrochen. Im Nikkei sind die 225 größten japanischen Unternehmen gelistet. Auch die Werte einzelner Unternehmen sind spürbar geschrumpft. So verlor Toyota, der größte Autohersteller der Welt, gegenüber Freitag der letzten Woche rund 8,5 Prozent.

Toyota, ebenso die Tochter-Unternehmen Hino Motors und Daihatsu, haben ihre Produktionsstraßen angehalten und wollen mindestens bis Mittwoch pausieren. Offiziellen Meldungen zufolge sei dies eine Sicherheitsvorkehrung für die Beschäftigten und deren Familien. Allein innerhalb von drei Tagen entsteht ein Produktionsausfall von rund 40.000 Autos. Wie weit die japanische Regierung Druck auf die Industrie ausübt, Strom zu sparen, oder ab dies auch eine freiwillige Maßnahme der Fabrikanten ist, lässt sich von außen allenfalls erahnen. Das nationale Verantwortungsbewusstsein der drittgrößten Wirtschaftsnation der Welt ist im Vergleich zu Europa deutlich stärker ausgeprägt.

Daneben haben auch die Japaner das Problem, auf eine nahtlose Versorgung durch die zuliefernden Unternehmen angewiesen zu sein. Da das Beben und der Tsunami unzählige Werke zerstört oder stark beschädigt haben, ist vielerorts eine Versorgung mit benötigten Teilen nicht mehr gewährleistet. Aus diesen Gründen will der Hersteller Isuzu sogar eine Produktionspause bis Freitag einlegen, ähnlich ergeht es Honda und Nissan. (autaro)

 

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Februar 16th, 2011

tata-aria
München, den 16. Februar 2011 (autaro) Mit drei Modellen will der indische Hersteller Tata künftig auch auf dem europäischen Markt vertreten sein. Das gilt zumindest teilweise, denn eine Belieferung beispielsweise des deutschen oder französischen Marktes ist nicht geplant. Noch nicht. Bislang gibt es Tata in Italien, Spanien, der Türkei und in Polen zu kaufen, wobei sicher auch weitere Länder ins Visier genommen werden dürften. Dass der Markt für billige Autos durchaus noch Potential hat, zeigt der Erfolg der Renault-Tochter Dacia. Und auch der französische PSA-Konzern plant die Wiederbelebung der Marke Simca, um bewährte aber einfache Technik zum niedrigen Preis anbieten zu können.

Tata zeigt in Genf den Kleinwagen Indica Vista, eine Stufenhecklimousine namens Manza und ein SUV, das auf den Namen Aria hört. Sicherlich die größten Marktchancen hat der Indica, sofern der Preis stimmt. Zu diesem macht Tata nämlich noch keine Angaben, ebenso wenig bekannt ist, wie viel der Kleinwagen bei der Kfz-Versicherung kosten wird. Denn als Import, beispielsweise aus Italien, dürfte das ein oder andere Exemplar auch in Deutschland zugelassen werden. Ebenso wenig wie verlässliche Daten zur Haftpflicht- oder Kaskoversicherung sind verlässliche Verbrauchswerte zu bekommen. Verfügbar sind im Indira ein 1,4-Liter-Benziner mit 90 PS sowie ein 1,3-Liter-Diesel mit 75 PS. Serienmäßig mit an Bord sind zwei Airbags und ABS, für ein wenig Komfort sorgen eine Klimaanlage und elektrische Fensterheber. Weitere Extras sind gegen Aufpreis erhältlich, darunter auf Wunsch sogar Lederpolster.

Einen hauch edler kommt die Limousine Manza daher, wenn auch ebenfalls nur mit kleinen Motoren. Viel Chrom-Zierrat und eine Innenraumausstattung in Bicolor sorgen für ein gediegenes Ambiente, zwei Airbags, ABS und ein Seitenaufprallschutz sind auch hier serienmäßig mit an Bord. Und schließlich sorgt das SUV Aria für Aufsehen, das mit sieben Sitzen in leicht aufsteigender Reihung für gute Sicht aller Passagiere sorgt. Hier sind Ledersitze, ein Navigationssystem und eine Klimaautomatik serienmäßig mit an Bord, während der Innenraum an die massive Architektur der Land Rover erinnert. Land Rover gehört übrigens, wie auch Jaguar, bereits seit 2008 zum Tata-Konzern. (autaro)
(Foto: Tata Motors)

 

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Februar 15th, 2011

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München, den 15. Februar 2011 (autaro) Eilig macht sich der Fiat-Konzern daran, die neue Vermählung mit dem amerikanischen Chrysler-Konzern in Ergebnisse umzusetzen. Synergien werden genutzt, im Falle der gediegenen Tochter Lancia vielleicht ein wenig brachial. Denn gleich drei neue Modelle kommen in nächster Zeit auf den Markt, die eigentlich gar nicht so neu sind. Es sind nahezu unveränderte Versionen von Modellen aus dem Hause Chrysler. Entsprechend groß und opulent kommen sie daher, irgendwie gar nicht so filigran oder elegant, wie wir sie aus dem Hause Lancia erwartet hätten.

Den Anfang macht der Lancia Thema. Damit haben die Spekulationen ein Ende, unter welchem Namen das Dickschiff Chrysler 300 in Europa firmieren wird. Die immerhin 5,08 Meter lange Limousine kommt ausschließlich mit Sechszylinder-Motoren nach Europa, die großen Achtzylinder werden vorerst nicht angeboten. Der Benziner schöpft 292 PS aus satten 3,6 Litern Hubraum (bekannt aus dem Jeep Grand Cherokee), die beiden Diesel 190 oder 224 PS aus drei Litern Hubraum. Serienmäßig übernimmt eine Wandlerautomatik die Schaltarbeit und verteilt die Kraft grundsätzlich auf die Hinterachse. Der genaue Verkaufsstart steht ebenso wenig fest, wie der Startpreis, präsentiert wird die Oberklasse-Limousine wie ihre beiden Geschwister auf dem Genfer Autosalon.

Die erwähnten Geschwister könnten unterschiedlicher nicht sein. Der Lancia Phedra kommt als umgestylte Version des Chrysler Voyager und damit als stolzer Mini-Van nach ur-amerikanischem Geschmack. 5,14 Meter lang und mit sieben Sitzen ausgestattet kommt der Phedra ab Sommer mit 3,6-Liter-Sechszylinder-Benziner (283 PS) oder als 2,8-Liter-Diesel (163 PS). Die Preise dürften sich auf einem durchaus konkurrenzfähigen Niveau bewegen, ebenso die Beiträge zur Kfz-Versicherung sowie zur Kasko. Das Finanzamt schlägt aber wegen des großen Hubraums ordentlich zu, die Kfz-Steuer dürfte kein Schnäppchen werden. Ebenso der hohe zu erwartende Benzin-Verbrauch. Hier macht der kleine Ypsilon wieder eine eher europäische Figur, denn der Stadtflitzer steht auf der Plattform des nächsten Fiat Panda. Damit wird sie voraussichtlich auch über die neuen Twin-Air-Motoren mit nur zwei Zalindern und Knauser-Verbrauch verfügen. Erstmals kommt die dann vierte Generation des Lancia Ypsilon übrigens auch als Fünftürer. Der Verkaufsstart ist für Juni geplant, Preise wollte Lancia auch hier noch nicht verraten. (autaro)
(Foto: Lancia)

 

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Februar 10th, 2011

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München, den 10. Februar 2011 (autaro) War der VW Jetta hierzulande stete eine Randerscheinung neben dem Golf, verkauft er sich in den USA schon seit längerem prächtig. Die Amerikaner stehen auf Limousinen, dort ist der Golf die Randerscheinung. Auch wenn der neue Jetta in Europa künftig mehr Erfolg haben dürfte, an die Verkaufszahlen des neuen Kontinents wird er vermutlich nicht herankommen. Nun erhalten auch die Amerikaner eine neue Version des Jetta, opulent ausgestattet und sportlich motorisiert – zum Kampfreis. Auf der Chicago Auto Show, die von heute an bis zum 20. Februar ihre Pforten öffnet, wird der Neue zu sehen sein.

Nun aber Butter bei die Fische: 23.500 US-Dollar, das sind umgerechnet derzeit rund 17.200 Euro, soll der Jetta GLI kosten. Motorisiert durch den Zweiliter-TSI, der bei uns den Golf GTI antreibt, im Jetta aber „nur“ 203 PS leistet. Wählt der Amerikaner die nächst höhere Ausstattungslinie, sind sogar 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Ledersitze, eine Zweizonen-Klimaautomatik, ein Soundsystem der Spitzenklasse und selbst ein Sonnendach mit an Bord – für umgerechnet 18.700 Euro. Für weitere 800 Euro extra lässt sich dann noch das Navi und der schlüssellose Zugang bestellen. Serienmäßig wird der TSI über ein manuelles Sechsganggetriebe geschaltet, das Doppelkupplungsgetriebe kostet auch in den USA extra. Wer nun einmal einen Blick in die deutsche Preisliste des VW Jetta wirft, stellt schnell die unglaublichen Differenzen zur amerikanischen Version fest. Als 200 PS starke TSI-Version steht der Jetta bei uns bereits mit gut 28.000 Euro auf dem Papier, will man die gleiche Ausstattung wie in Amerika haben, gehen nochmals etliche Tausender flöten. Da fragt sich der deutsche Kunde zurecht, warum all der Luxus und die Leistung auf dem alten Kontinent so teuer bezahlt werden müssen.

Die Antwort ist wie immer nicht einfach. Einerseits bewegt sich der US-Jetta bei weitem nicht auf dem hohen technischen Niveau der europäischen Version. Allein die aufwendige Mehrlenker-Hinterachse schlägt schon mit ordentlichen Kosten zu Buche, der amerikanische Jetta hat hinten nur eine Kugelgelenk-Achse. Und so verhält es sich mit vielen weiteren Innovationen, die teuer sind, auf die der Amerikaner aber schlicht keinen Wert legt. Hinzu kommt die Konkurrenz-Situation. Gerade amerikanische Fabrikate, aber auch solche aus Japan oder Korea werden ähnlich billig angeboten, VW muss hier konkurrenzfähig bleiben. Ob Importeure möglicherweise künftig auch den US-Jetta zu bringen werden bleibt abzuwarten. Ebenso die Frage, was die Kfz-Versicherer oder das Finanzamt dazu zu sagen haben. Fest steht jedenfalls, dass der neueste Stand der Technik seinen Preis hat. Einen hohen Preis. (autaro)
(Foto: VW)

 

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Januar 31st, 2011

München, den 31. Januar (autaro) Die Konkurrenz dürfte aufmerken, bei den neuesten Meldungen aus Wolfsburg: Volkswagen will den neuen Golf VII bereits im November 2012 auf den Markt bringen, also deutlich früher, als bisher angekündigt. Dies berichtet die „Automobilwoche“ und beruft sich dabei auf das nähere Umfeld des VW-Vorstandsvorsitzenden, Martin Winterkorn. Nach nur vier Jahren Bauzeit würde der aktuelle Golf VI damit aufs Altenteil gehen, der an sich topfit ist und nach wie vor fast alle Vergleichstests in dieser Klasse für sich entscheidet. Der Genauigkeit halber sollte aber auch an dieser Stelle nochmals erwähnt werden, dass es sich beim Golf VI u, keine komplette Neuentwicklung, sondern um eine tiefschürfend weiterentwickelte Version des Vorgängers handelt. Damit dürfte ebenfalls klar sein, dass der gerade erst weiterentwickelte VW Passat früher einen Modellwechsel erleben dürfte, als bisher erwartet.

Die Konkurrenten des VW Golf dürfte diese Nachricht ins Schwitzen bringen. Denn der neue Golf, dann in kompletter Neuentwicklung, soll ein Kracher werden. Optisch wesentlich dynamischer und nicht mehr so bieder wie der aktuelle Golf, kommt er größer aber flacher daher. Außerdem bietet der Neue ebenso mehr Platz, nicht nur für die Passagiere, sondern auch für Elektrotechnik nebst Akkus. Bereits 2013 soll dann auch die Elektro-Version unter Namen Golf blue-e-motion aus den Werkshallen rollen, zu einem moderaten Preis und mit praxisgerechter Reichweite. Ebenfalls geplant und im Golf VII erstmals erhältlich: eine Hybridversion, die vermutlich sogar in mehreren Leistungsstufen erhältlich sein wird. Hinsichtlich der konventionellen Verbrennungsmotoren setzt Volkswagen weiterhin verstärkt auf Downsizing, dank mehrerer Aufladungskonzepte werden die Benziner trotz kleinen Hubraums aber nachdrücklich zur Sache gehen. Auch die Diesel sollen nochmals knauseriger mit ihrem Heizöl umgehen, möglicherweise wird es auch Versionen mit weniger als vier Zylindern geben – bereits jetzt röhrt im Polo BlueMotion unter anderem ein Dreizylinder.

Was die Verarbeitungsqualität, die Materialauswahl und das Geräuschniveau im Innenraum angeht, soll der Golf VII ein echter Meilenstein werden. Bereits das aktuelle Modell ist das leistete seiner Klasse, der Neue müsste also für Erstaunen sorgen. Dabei können die Wolfsburger aus dem Vollen schöpfen, der Golf VII wird auf dem neuen „Modularen Querbaukasten“ (MBQ) des VW-Konzerns aufbauen, der die Basis für mehr als ein Duzend neuer Modelle stellt. Darunter der Audi A3, der Skoda Oktavia und der Seat Leon. Die Modelle verwenden also die gleiche Plattform und können sich jede Menge Technik einfach teilen, was eine immense Kostenersparnis bedeutet. Die eingesparten Kosten lassen sich in feiere Materialen und aufwendigere Technik investieren. Auch bei den allseits beliebten Assistenzsystemen will der Golf die Vorreiterrolle übernehmen. Der Preis sollte im Vergleich zum Golf VI kaum steigen, möglicherweise bleibt er sogar gleich. Ansonsten freut der Golf seine Fahrer mit günstigen Schadensfreiheitsklassen, was bares Geld bei der Kfz-Versicherung einpsart – dass soll sich auch in Zukunft nicht ändern. Und schließlich hat ein Golf traditionell den geringsten Wertverlust in seiner Klasse. (autaro)

 

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Januar 27th, 2011

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München, den 27. Januar (autaro) Wegen möglicher Undichtigkeiten an der Kraftstoffleitung ruft Toyota abermals rund 1,6 Millionen Fahrzeuge weltweit zurück in die Werkstätten. Was nun aber so gefährlich klingt und vor dem inneren Auge eines manchen Bilder von brennenden Autos entstehen lässt, ist in der Praxis freilich harmlos. Die Undichtigkeiten können zu minimalem Austritt von Benzin und infolge dessen zu Benzingeruch im Innenraum der Fahrzeuge führen. In Deutschland sind gut 24.000 Fahrzeuge betroffen. Weltweit betroffen sind allein Autos der Serie Avensis mit 2,0- und 2,4-Liter-Benzindirekteinspritzer, die zwischen Juli 2000 und September 2008 die Werkshalle verlassen haben.

In ganz Europa handelt es sich dabei um rund 135.000 Fahrzeuge. Ursache für den möglichen Mangel ist der unterschiedliche Chloranteil im Benzin. Durch diesen kann es dazu kommen, dass entweder die Benzinleitung spröde wird, oder ein Dichtring an der Kraftstoff-Hochdruckpumpe. Auch die Edel-Tochter Lexus ist betroffen, bei dieser das Modell IS 250, bei Exemplaren mit Baujahr zwischen August 2007 und Februar 2009. Bei diesen Lexus wird im Rahmen der Rückrufaktion der Drucksensor der Kraftstoffleitung untersucht und unter umständen neu justiert. Toyota reagiert damit prompt und mit großem Aufwand auf Klagen einiger weniger Kunden. Weltweit hatten rund 110 Toyota-Fahrer Benzingeruch in ihrem Fahrzeug reklamiert. In einer Mitteilung des größten Autobauers der Welt heißt es: „Toyota-Kunden erwarten zu Recht eine gleichbleibend hohe Qualität“. Im Falle von Zweifeln an der einwandfreien Funktion der Fahrzeuge stünde Toyota „auch dann zu seiner Verantwortung und ruft konsequent alle infrage kommenden Fahrzeuge in die Werkstätten“.

Für Kritiker der japanischen Marke mag dieses Verhalten eine weitere Bestätigung dafür sein, dass die Japaner gewisse Probleme mit der Qualität nicht in den Griff bekommen. Man muss aber andererseits auch im Blick behalten, dass solche Materialfehler immer einmal vorkommen und für Ungemach sorgen können. Für einen Autohersteller bedeutet eine solche Rückrufaktion stets immense Kosten und meist auch einen erheblichen Image-Schaden. Im Falle von Toyota sollten Fahrer wie Versicherer (hier finden Sie weitere Informationen rund um die Kfz-Versicherung) also froh sein, dass trotz dieser Einwände zeitnah reagiert wird. (autaro)

 

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Januar 20th, 2011

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München, den 20. Januar (autaro) Ab 2013 will der japanische Hersteller keine Autos mehr in Europa verkaufen. Als Grund gibt Daihatsu an, der Verkauf sei in Europa nicht mehr profitabel. Dies liegt zum einen daran, dass sich zuletzt immer weniger Käufer für einen Daihatsu entschieden (in Deutschland wurden 2009 rund 5.300 gekauft). Und zum anderen an der Wertentwicklung des Yen, der im Vergleich zum Euro kräftig angezogen hat. Für Daihatsu ist dies besonders problematisch, da die Japaner mit Sitz in Osaka ihre Autos nicht innerhalb Europas fertigen, sondern aus Japan importieren und daher unter den Wechselkursen leiden. Als mögliche weitere Ursache sehen Branchenkenner die strengen europäischen Klimaschutz-Richtlinien, die für die Autohersteller mit steigenden Produktionskosten einhergehen.

Die Aktienmehrheit an Daihatsu hält der japanische Riese Toyota mit 51 Prozent. Künftig will man sein Engagement in Japan und auf den Märkten Malaysias und nach Indonesiens verstärken, wo Daihatsu eigene Produktionsstandorte unterhält. In Japan liegt Daihatsu im Ranking der größten Hersteller auf Platz sieben, weltweit auf Platz 18.

Wichtig für die europäischen Fahrer eines Daihatsu ist, dass Service und Ersatzteilhandel weiterhin auch hier gewährleistet sind und das auch für längere Zeit. Die Unternehmensleitung stellt dies sicher in Aussicht, wobei noch nicht gänzlich geklärt ist, wie es nach mehreren Jahren aussehen wird. Und bei all jenen, die auf einen eventuell steigenden Wert seltener Klassiker hoffen, dürfte die Neuigkeit die Angst vor steigenden Ersatzteilpreisen schüren. (autaro)

 

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Januar 6th, 2011

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München, den 06. Januar (autaro) Der amerikanische Riese General Motors (GM) ist dabei, sich neu zu positionieren. Dazu gehört auch, das Profil der zahlreichen unterschiedlichen Marken wie Opel und Cadillac, freilich aber auch von hierzulande kaum bekannten Marken wie zum Beispiel Buick zu schärfen oder neu zu formen. Buick war einer der ganz großen in den USA, konnte sich aber zuletzt kaum noch gegen die Konkurrenz aus Europa und Japan behaupten und wurde ein wenig zur „Spießermarke“ älterer Patrioten. Eine gewisse Nähe zur ursprünglich deutschen Marke hat derweil Tradition, bereits ab den 1950er-Jahren wurden Opel in den USA als Buick angeboten, darunter selbst der legendäre Opel GT.

So überrascht es kaum, dass der neue Buick Verano, der auf dem neuen Kontinent in den Startlöchern steht, eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Opel Astra aufweist. Mit diesem teilt er sich die Plattform sowie eine beträchtliche Zahl von Teilen. Deutlich sichtbar wird die Verwandtschaft beim Blick in den Innenraum, wo beispielsweise das gleiche Volant zum Einsatz kommt, an dem lediglich das Label getauscht wurde. Ansonsten kommt der Verano deutlich hochwertiger daher, denn er soll in erster Linie gegen Konkurrenten wie Lexus oder Audi Punkte machen. Sicherlich hat Buick aber auch den auf dem US-Markt höchst erfolgreichen Konkurrenten VW Jetta im Visier. Bestochen werden die Kunden mit umfangreicher Serienausstattung und feinen Zutaten wie reichlich Chrom, Leder oder Wurzelholzapplikationen. Zudem sollen sich die Ingenieure besondere Mühe bei der Schallisolierung gegeben haben, der Buick soll der leiseste Vertreter seiner Klasse sein. Auch die Sicherheitsausstattung verfügt über alles namhafte, darunter Traktionskontrolle, ESO und zehn Airbags.

Die Passagiere haben in der 4,60 Meter langen Limousine reichlich Platz und können dank 460 Litern Ladevolumen noch reichlich Gepäck einladen. Dagegen herrscht antriebsseitig zum Marktstart Eintönigkeit: allein ein 2,4 Liter großer Vierzylinder-Sauger sorgt von Anfang an für Forttrieb, leistet 177 PS und drückt 230 Newtonmeter auf die Antriebswelle. In Kombination mit der serienmäßigen Sechsstufenautomatik soll der Verano laut GM 7,6 Liter Benzin pro 100 Kilometer verbrauchen. Bald folgen soll ein Zweiliter-Turbo, der deutlich mehr Dampf haben und weniger verbrauchen soll. Ab dem letzten Quartal wird der Verano in den USA angeboten, ein Export nach Europa ist noch nicht entschieden. Ebenso wenig wie der Preis. (autaro)

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