

Der VW-Konzern ist inzwischen ein regelrechtes Imperium. Die Werke des Herstellers produzieren Automobile auf Hochtouren und zwar auf allen Kontinenten der Welt. Von Indien und den USA über Brasilien und Südafrika – die zwei Buchstaben V und W sind überall auf frisch gestrichenen, gerade zugelassenen Automobilen zu sehen. In dieser ganzen fast unüberschaubaren Konstellation von Werken und Repräsentanzstellen nimmt Škoda eine ganz besondere Stellung ein. Mit dem Kauf des tschechischen Automobilstolzes gab VW kurz nach der Wende in den frühen 90ern ein Zeichen von sich, dass er den östlichen Nachbarn vertraut und dass er ihr Potenzial zum Wachstum sieht. Getäuscht haben sich die Spezialisten nicht. Škoda ist inzwischen eine eigenständige und sehr erfolgreiche Marke, die sich im Premium- und Mittel-Segment gegen starke Konkurrenten behaupten kann. Mit dem Škoda Superb bestätigt sie diesen Status und versucht sogar neue Käuferschichten zu erobern.
Zuerst die Nachteile. Auf der negativen Seite sollte vor allem das Gepäckraumvolumen erwähnt werden. Lediglich 462 Liter stehen den Reisenden zur Verfügung, was nicht viel mehr als drei Koffer bedeutet. Die umlegbare Rücksitzbank, die man von den früheren Modellen kennt, ist hier aus ungeklärten Gründen nicht mehr zu sehen. Dies geht leider alles auf Kosten des Fahrkomforts. Im Superb fühlen sich Fahrer und seine Insassen äußerst bequem. Die Materialqualität des Interieurs harmoniert perfekt mit den Platzverhältnissen. Die fehlende Fensterrahmenverkleidung soll an die neuen Sparmaßnahmen erinnern, die Škoda vor einigen Monaten ankündigte. Im Superb stört das aber nicht besonders.
Die Triebwerke, die der Hersteller entwickelt hat, sind erste Sahne. Gleich sechs Varianten stehen für den Verkaufsstart bereit – drei Diesel und drei Benziner. Das Leistungsspektrum ist breit und fängt bei den Benzinern mit dem vier-Liter-Aggregat mit 115 PS/85 kW an und endet mit dem V-Sechszylinder, der mit 193 PS/ 142 kW beeindruckende Kraft anbietet.
Škoda hat sich Anfang der 90er vor allem mit einem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis auf dem westeuropäischen Markt durchgesetzt. Dieser Strategie bleibt der Hersteller bis heute treu. Der Superb ist ab 23.000 Euro zu haben. Bei so einem Preis schafft man sich eine Luxuslimousine an, die sich fahren und sehen lässt. Auch die Ausstattung kann mit den Modellen der namhaften Konkurrenten durchaus mithalten. Zu dieser gehören unter anderem ein Touch-Screen-Navigationssystem und Scheinwerfer, die die Straße tempo- und witterungsabhängig ausleuchten.
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