München, September (autaro) Kein alltägliches Hybrid-Automobil, sondern ein Symbol der Zukunft ist der Toyota Prius. Als 1997 das Modell in Japan vorgestellt wurde, dachten alle, Toyota meine es nicht so ganz ernst. Ich meine, naja, in den 80ern und 90ern wurden immer wieder abgefahrene Modelle von sämtlichen Herstellern weltweit auf Messen und Ausstellungen vorgestellt, die mal mit Wasser, Strom, aber auch mit Orangensaft oder reiner Luft betrieben werden sollten. Und die Japaner waren ja auch zu der Zeit vor allem für ihre extravaganten Technik-Ideen bekannt, die zwar die Visionen von Star Trek und Star Wars belebten, kaum aber etwas Nützliches für den durchschnittlichen europäischen Käufer produzierten. Was wir damals nicht wussten ist, dass Toyota es durchaus ernst meint. Gut versteckt blieben der enorme Aufwand für die Entwicklung eines Hybrid-Motors, der zu Beginn der 90er als eine reine Exotik galt – niemand wusste genau, was das sein soll. Und noch dramatischer: Niemand, sogar die mutigsten Toyota-Vorstände waren sich wahrscheinlich in dem Erfolg des Modells sicher. Damals war Öl billig und alles, was zählte, waren PS und Drehmoment.
Oktober 1997 gilt als Geburtsstunde des Prius. Zuerst wird das Modell ausschließlich in Japan für einen Preis von 2 Mio. Yen verkauft. Genau so viel kostet zu dem Zeitpunkt auch der Toyota Corolla – ein weltweit etablierter Bestseller aus Japan. Das erste Modell bietet eine exzellente Fahrleistung – der Vierzylinder mit 1497 cm³ leistet 72 PS bei 4500 U/min. Der elektrische Antrieb kann maximal 45 PS mobilisieren und das ist genug, um entspannt durch die Großstadt zu fahren. Ansonsten war alles wie in einem normalen Pkw. Tja, fast. Herausragendes Merkmal im Innenraum des Prius war der zentrale Monitor im Bereich der Mittelkonsole, der ständig über den aktuellen Kraftfluss des Antriebssystems informiert. Solch kleine Details sollten signalisieren, dass man nicht in einem gegenwärtigen Fahrzeug sitzt, sondern in einer Entwicklung aus der Zukunft.
2000 kam er dann auch nach Europa, wo er nach anfänglicher Euphorie schnell an Reiz verlor. Die Gründe sind vielfältig. Der wichtigste ist aber, dass das Design der Karosserie nicht den Erwartungen der anspruchsvollen europäischen Kunden entsprach. In Deutschland verkaufte sich das Modell lediglich 1200 Mal bis zur Einführung der neusten Version 2004. Und das ist wenig, viel zu wenig. Bei Toyota arbeitet man aber anders als sonst irgendwo. Der Hersteller hat sich vier Jahre Zeit gegeben, um konzentriert an einem neuen Modell arbeiten zu können. Das Ergebnis kam dann triumphal im Jahr 2004. Der regierende Prius ist weltweit das erfolgreichste Hybrid-Modell.
Das aktuelle Modell von Prius trennt sich endgültig von dem braven Beamten-Look, der beim Vorgänger hauptsächlich bemängelt wurde. Pingelige Kritiker deuten auf Anlehnungen an bestimmten Audi-Modellen, Peugeot- und Volkswagen-Elementen. Die Wahrheit ist aber, dass er ein waschechter Toyota ist. Gezähmte Provokation, kultivierte Inspiration und edel-künstlerischer Geschmack charakterisieren das Außendesign. Sportlichkeit war nie so richtig groß geschrieben bei den Japanern. Im Prius ist sie aber durch feine Akzente unterstrichen – so zum Beispiel die Rädergröße von 16 Zoll, die wiederum so plastisch integriert ist, dass sie nicht aussticht. Über Geschmack lässt sich freilich nicht streiten – uns erscheint das Design des neuen Prius allerdings zukunftsweisend. Manifestiert wird eine Eklektik, die im Automobilgeschäft bisher nie so richtig erfolgreich war. Im Prius wirkt sie aber atemberaubend – von allem etwas scheint hier zum ersten Mal ein Erfolgsrezept zu sein.
Im Innenraum regiert die Informationstechnik – digitale Bildschirme, Knöpfe und andere Instrumente erinnern daran, dass hier eine aufwendige Technik tüchtig arbeitet. Gleichzeitig scheint alles einfach und logisch aufgeteilt zu sein. Nach wenigen Minuten kann ein erfahrener Fahrer loslegen und alle Komfort-Leckerbissen der Limousine ausprobieren.
Was die Motortechnik angeht, muss man immer damit anfangen, dass Toyota der Pionier in Sachen Hybrid-Technologie ist. Das ist das absolut wichtigste. Der Kunde profitiert von jahrzehntelanger Erfahrung – der Antrieb konnte genügend ausreifen und getestet werden. Das Ergebnis lässt sich fahren und sehen. Das Umschalten von Elektro- auf Verbrennungsmotor und umgekehrt funktioniert perfekt – eigentlich merkt das der Fahrer gar nicht, denn die Computertechnik kümmert sich selbst darum. Die Technologie, die dahinter steckt, ist allerdings sehr aufwendig. Elektromotoren erlauben keine großen PS-Zahlen, dafür sind sie aber stark bei dem Drehmoment. Dieses Potenzial wird im Prius völlig ausgenutzt. Rund 400 Newtonmeter bei nur 12000 Umdrehungen stehen dem Prius-Besitzer zur Verfügung. In der neuen Version konnte auch die Kraftleistung enorm optimiert werden – statt 33 kW gibt es jetzt ganze 50 kW zur Freude der Umweltbewussten. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, mittels Benzinmotor zum Antrieb des Stromgenerators die Energie für Elektroantrieb und Batterie zu liefern. Und das heißt, dass im Prius nicht zwei, sondern ganze drei Triebwerke zum Einsatz kommen. Bei stärkerer Beschleunigung schaltet sich der potente 1,5-Liter-Benzinmotor ein, der auch noch 87 PS auf der Straße bringt. Das bedeutet Sage und Schreibe 10,9 Sekunden bis Tempo 100 und 170 km/h Spitzengeschwindigkeit. Somit übernimmt der Prius souverän einen renommierten Platz in der guten Mittelklasse. Deutlich besser als alle Konkurrenten in diesem Segment schneidet der Prius beim Spritverbrauch ab – nur 4,3 Liter Benzin braucht die Limousine auf 100 km. Um den Elektromotor braucht man sich nicht zu kümmern – beim Bremsen und Beschleunigen akkumuliert er Energie, die er dann später bei Bedarf verbrauchen kann.
Der Preis hält sich allerdings auch in Grenzen – 23.900 Euro kostet das Hybrid-Modell samt einer breiten Palette an Zusatzausstattungen – ESP, ABS, Traktionskontrolle, CD-Radio, Multifunktionslenkrad, höhenverstellbarem Fahrersitz, Klimaanlage und vieles mehr bekommt der Besitzer mit dem Autoschlüssel. Der Unterschied von 2.000 Euro zu den deutschen Konkurrenten aus den Häusern Opel und Volkswagen zahlt sich früh aus – der Spritpreis macht den Prius gerade zu einem Super-Spar-Auto, einer empfehlenswerten Investition und einem guten Beitrag zu der neuen Umweltkultur, die gerade die Runde macht. Die perfekte Verarbeitung, die bewegende Geschichte des Modells und die exzellente Technologie machen den Prius zum perfekten Öko-Auto des Monats. (autaro)
Oktober 13th, 2008
In Kategorie: Hersteller, Oeko Auto des Monats, Toyota, Öko
Oktober 13th, 2008
München, den 13. Oktober (autaro) Wo bleibt denn der Tata Nano? Die Automobilrevolution, vor der feste Automobilgrößen zittern mussten, hat Probleme. Nicht wegen mangelndem Interesse seitens der Kundschaft, sondern… naja, es sind ja etwas untypische – genauso wie auch der Preis von 1700 Euro, für den der Nano verkauft werden soll – Probleme.
Die Bauern in der Region, in der Tata die Fabrik für das Billigstmodell aufbauen wollte, haben nach starken Protesten es geschafft, den Autohersteller aus ihrer Region loszuwerden. Der Autoproduzent muss jetzt einen neuen Standort für seine Fabrik finden. Das scheint aber keine leichte Aufgabe zu sein, denn die letzten Proteste machen nun einen zweiten Bundesstaat Indiens für Tata unzugänglich. Vor einer Woche protestierten die Einwohner der östlichen Provinz Westbengalen. In den südlicheren Arealen des Landes ist Tata aber auch nicht willkommen, nachdem die Bauer auch im Staat Andhra Pradesh auf die Straße gingen.
Abgesehen von der interessanten Situation, in der sich jetzt Tata befindet, waren die Proteste äußerst aggressiv und machten den Polizeieinsatz zwingend notwendig. Auch in den weiteren Staaten, die der Hersteller befragt hat, scheint Tata unerwünscht zu sein. Die Spannung zwischen Industrie und Landwirte wächst von Jahr zu Jahr in Indien. Die Bauer wollen ihr wertvolles und fruchtbares Land für Fabriken nicht aufgeben. (autaro)
In Kategorie: Hersteller, News, Startseite, Tata, Wirtschaft
Oktober 10th, 2008
München, den 10. Oktober (autaro) Deutsche Autos vermitteln eine ganz individuelle und unverwechselbare Ästhetik. Klein oder groß, sportlich oder elegant, die Produkte aller heimischen Marken strahlen Kraft aus und diese macht sich auch am Außendesign bemerkbar. Kann Kraft auch schön sein? Laut den Lesern der Fachzeitschrift Auto Bild eindeutig ja. Jedes Jahr beteiligen sich mehrere tausend Autobegeisterte an der Wahl des schönsten Wagens Deutschlands. In diesem Wettbewerb entpuppt sich die Marke Audi als ein absoluter Liebling. In den letzten drei Jahren ging der angesehene Preis an die Ingolstädter. 2006 war es der Audi TT, 2007 – der Audi R8 und 2008 heißt der Sieger A4 – eine Triumph-Serie, die einfach beeindruckt.
Auch die anderen Entwicklungen des Herstellers konnten in ihren jeweiligen Kategorien punkten. So wurde der Audi A3 der schönste Klein- und Kompaktwagen und der Audi Q5 triumphierte in der Kategorie „Geländewagen und SUV“. Und 2008 war die Konkurrenz größer denn je. Rund 100 Neuwagen in sieben Kategorien standen zur Wahl und insgesamt haben sich mehr als 42.000 Leser aktiv am Wettbewerb beteiligt.
Audi konnte seine führenden Positionen in mehreren Kategorien bestätigen. Neben der Ästhetik lobten die Leser auch die Gesamtqualität des A3 und die Innovation des Concept-Cars A1. Die Preis werden im Rahmen einer Zeremonie auf dem Pariser Automobilsalon verliehen. (autaro)
In Kategorie: Audi, Hersteller, News
Oktober 9th, 2008
München, den 9. Oktober (autaro) Autofahren ist inzwischen zu einem Luxus geworden. Kosmisch hohe Spritpreise, enorme Wartungskosten und beachtliche Automobilsteuer – es sieht so aus, als wäre die Versicherung die einzige Möglichkeit eine Ersparnis zu erzielen. Jedes Jahr kurz nach dem Sommer fängt für die Versicherungsbranche die heiße Phase an, denn der Stichtag zum Wechsel des Versicherers ist immer der 30. November. Wer im neuen Jahr günstiger fahren will, sollte seinen alten Anbieter bis zu diesem Tag kündigen und einen neuen Vertrag abschließen.
Versicherungsexperten betonen in letzter Zeit immer wieder, dass nicht der Preis der Policen ausschlaggebend sein sollte, sondern vor allem die Leistungen und die Rahmenbedingungen der Versicherung. Die Kunden sollten sich sehr gut informieren, bevor sie den Vertrag abschließen. Sogar wenn der Preis ganz attraktiv ist, müssen die Versicherten auf versteckte Fallen achten – überteuerte Kundenhotlines, dubiose Werkstattanbindungen, niedriger Deckungsumfang sprechen immer von einer ungünstigen Versicherung.
Im Bereich der Vollkaskoversicherungen sind solche Policen angesagt, die einen maximalen Schutz gewähren. Von Erdbeben, über Betrugshandlungen bis hin zu verschiedenen Betriebsschäden – die moderne Vollkaskoversicherung deckt all solche Fälle ab.
Angesichts des unüberschaubaren Angebots auf dem Versicherungsmarkt sind die unabhängigen Versicherungsvergleiche ein absolutes Muss. Wie bereits angedeutet, sollten die Kunden nicht nur die Beitragshöhe, sondern auch die Leistungen und Vertragsbedingungen berücksichtigen. Nur so kann man sicher sein, dass man sich für einen effektiven und günstigen Schutz entschieden hat. (autaro)
In Kategorie: News, Versicherung
Startseite