Archiv für November, 2008
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

November 28th, 2008

München, den 28. November (autaro) Russland schickt mit dem Lada Priora zwei neue Modelle in die deutschen Verkaufsräume: einmal als klassische Stufenheck- und einmal als praktische Fließhecklimousine. Interessieren dürfe, das ist in Sachen Ost-Import nichts neues, besonders der Preis.

Die neue Mittelklasse-Limousine aus dem Hause Lada, der Priora, steht in Deutschland ab sofort zu Preisen ab 8.500 Euro bei den Händlern. Der Kunde hat die Wahl zwischen der Fließheck- oder der Stufenhecklimousine. Leicht dürfte die Entscheidung bezüglich der Motoren fallen, denn es gibt nur einen. Beide Varianten werden von einem 1,6-Liter-Benziner mit vier Zylindern in Fahrt gebracht, der maximal 98 PS leistet und die Auro-4-Abgasnorm erfüllt. Den Durchschnittsverbrauch gibt Lada mit 6,3 Litern auf 100 km an, die Höchstgeschwindigkeit mit 183 km/h.
Verglichen mit früheren Ladamodellen ist der Priora recht opulent ausgestattet. So sind serienmäßig eine Servolenkung, eine fernbedienbare Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber und sogar die Metallic-Lackierung mit an Bord, für die passive Sicherheit sorgen hintere Kopfstützen, Frontairbags und ein Antiblockiersystem. Gegen Aufpreis bietet Lada eine Klimaanlage, eine Standheizung oder Leichtmetallfelgen an, genauso wie eine bivalente Autogasanlage (Aufpreis: 2.300 Euro). Damit ist die Mittelklasse-Limousine aus Russland konkurrenzlos preiswert und wird auf dem deutschen Automarkt sicherlich den ein- oder anderen Käufer finden. (autaro)

 

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November 27th, 2008

München, den 27. November (autaro) Von wegen Finanzkrise und Börsenkrach – Audi will nichts davon wissen. Große und kleine Hersteller rund um den Globus machen dicht, veranstalten deprimierende Konferenzen mit grimmigen Gesichtern und kündigen das Ende einer grandiosen Ära der Autoindustrie an. Kein Wunder, dass man in letzter Zeit doch viel lieber die Events der Ingolstädter besucht und Interviews mit den Vorstandschefs der Bayern macht. Sie lachen, strahlen positive Energie aus und zeigen einen gesunden Optimismus. Ja, Probleme gibt es überall, doch Audi wird es überleben – so der allgemeine Ton des Herstellers. Die gleiche positive, fast ansteckende Botschaft sendet auch die jüngste Entwicklung des Erfolgsunternehmens aus – die sportliche Variante der 4er Serie.
S steht bei Audi bekanntlich für Sport, wobei Sportlichkeit in Ingolstadt immer recht individuell definiert wird. Für die Fans von Ferrari und Maseratti: pure Enttäuschung; für alle Sterblichen: wahre Meisterwerke, die nicht nur agil und schnell sind, sondern auch sehr praxistauglich und zuverlässig. Solch eine Sportlichkeit vermittelt auch der neue S4. Das Wichtigste: Der Komfort. Die Audi-Ingenieure bringen diesen auf ein ganz neues Niveau. Gerade für dieses Modell entwickelte der Hersteller ein spezielles Sportfahrwerk, das weniger Luftwiderstand, bessere Aerodynamik und optimale Sicherheit bietet. Normalerweise zittert man, wenn man von sportlichen Fahrwerken hört, denn sie bedeuten in der Regel ein erhebliches Maß an Robustheit. Nicht aber in Ingolstadt. Die Sportlimousine lässt sich weiterhin sehr leicht steuern, und die Fahrt wird zu einem absoluten Genuss. Neues Element bei diesem Fahrwerk ist die Verteilung der Kraft zwischen Vorder- und Hinterachse. Das neu entwickelte Differenzial treibt das kurvenäußere Rad um einige Prozent stärker an als das kurveninnere, was das perfekte und einfach das beste Kurvenverhalten bei den Sportlimousinen weltweit gewährt.
Der S4 ist in zwei Varianten bestellbar – als Limousine und als Kombi. Beide sehen phantastisch aus. Der individuelle Stil der Ingolstädter ist inzwischen weltbekannt und macht die Runde. Hier ist er vor allem in der beeindruckenden Harmonie zwischen geschmeidigen Linien und schärferen Kanten sichtbar. Der Innenraum wartet mit viel Platz, hochwertigen Materialien und anatomischen Sitzen auf, die die Passagiere als First-Class-VIPs verwöhnt.
Markenzeichen des neuen S4 ist allerdings die Antriebstechnologie. Und hier hat der Hersteller die größte Überraschung vorbereitet: Weniger PS und kleinere Motorisierung als bei dem A4. Revolution! Anstatt 8 Zylinder, hat der S4 nur noch sechs, und anstatt mehreren Tausend PS stehen hier nur noch 245 bei 5500 – 7000 U/Min. zur Verfügung. Das Minus wird aber zu einem dicken Plus bei der Leistung. Höchstgeschwindigkeit ist 250 km/h, die Standardbeschleunigung schafft der Bayer in 5,1 Sekunden und das maximale Drehmoment liegt bei 440 Nm bei 2900 – 5300 U/Min. Tja, wie schaffen sie das denn? Wie man alles Schöne im Leben erreicht – mit einer sehr aufwendigen Technik. Zunächst ist der Motor aufgeladen, wobei das Aufladen hier von einer eher in Vergessenheit geratenen Technik vollzogen wird – dem Rootsgebläse. Somit wird eine enorme Druckerhöhung ermöglicht. Darüber hinaus arbeitet im neuen S4 ein permanenter Allradantrieb, der mit der Optimierungsfunktion Audi Drive Select ausgestattet ist.
Der Schlüssel zum Geheimnis liegt aber im siebenstufigen Getriebe. Dabei handelt es sich um ein Doppelkupplungssystem, bei dem die Schaltvorgänge ohne Zugkraftunterbrechung funktionieren. Auf diese Weise kann das Triebwerk eine optimale Kraftentfaltung erreichen, und zwar in allen Bereichen des Tachos. 250 km/h scheinen hier ein Kinderspiel zu sein, sind aber gleichzeitig die Abfluggeschwindigkeit eines kleinen Airbus.
Alles in allem ist der S4 eine Sportlimousine der Superlative, ein Fest der Technik und des Designs. Am Kraftstoffverbrauch wird noch gearbeitet, aber sogar die 9,7 Liter pro 100 Km sind bei den aktuellen Ölpreisen keine Hürde für die potentiellen Käufer des Sportwagens. Bei einem Startpreis von 50.950 Euro positioniert sich das neue Modell bequem in der Mitte der Mittelklasse und winkt seriösen Geschäftsmännern zu, die gleichzeitig viel Wert auf Komfort legen. (autaro)

 

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November 27th, 2008

München, den 27. November (autaro) Noch bis 2005 konnten Besitzer besonders schwerer Geländewagen die Hubraumsteuer umgehen und ihren Koloss nach Gewicht versteuern lassen. Zahlen mussten sie dadurch nur einen Bruchteil des üblichen Tarifs – und zogen damit nicht nur die Aufmerksamkeit der Umweltschützer auf sich.

Im November 2008 entschied der Bundesfinanzhof erneut: schwere Geländewagen müssen nach dem europäischen Gemeinschaftsrecht weiterhin wie PKW besteuert werden, nämlich nach ihrem Hubraum. In der Urteilsbegründung ist zu lesen, dies sei der „historische Wille des Gesetzgebers“. Damit bestätigte der Finanzhof das erste Urteil aus 2005, das der Sonderregelung für sogenannte Kombinationskraftwagen mit einem Leergewicht von über 2,8 Tonnen einen Riegel vorschob. Nach dieser Sonderregelung, eigentlich für Land- und Forstwirtschaft vorgesehen, konnten besonders schwere Geländewagen zu einem Bruchteil der eigentlich fälligen Hubraumsteuer versteuert werden. Die Klage gegen das Urteil wurde von dem eigens hierfür gegründeten Verein Proallrad e.V. eingereicht, nachdem die Fahrerin eines Toyota Land Cruiser J7 das Gewicht ihres Fahrzeuges von 2800 kg auf 2400 kg hatte reduzieren lassen und prompt Post vom Finanzamt bekam: das Fahrzeug wurde ab sofort nach Hubraum besteuert.
Proallrad e.V. zeigte sich uneinsichtig und kündigte umgehend eine Verfassungsbeschwerde an. (autaro)

 

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November 24th, 2008

München, den 24. November (autaro). Die Los Angeles Motor Show gilt seit Jahren als Mekka der Automobilindustrie – hier messen sich große und kleine Hersteller und geben genügend Signale für die Entwicklung der Branche in der nahen Zukunft. Wenn das auch für das Jahr 2009 gelten soll, dann erwartet uns nichts Gutes. Die große Depression macht sich breit in den USA und das prägt natürlich auch die großen Hersteller weltweit.
Ganz wenige Neuheiten werden in Kalifornien zu erleben sein. Weltbekannte Marken wollen keine Risiken eingehen, verlassen sich deshalb auf aufgewärmte Spezialitäten aus den bestehenden Kollektionen. Eine der wenigen richtigen Neuentwicklungen präsentiert Mazda mit der Stufenheckversion des Mazda3 – einer Limousine der Superlative, die Sportlichkeit neu definieren will. Interessantes gibt es auch von Lamborghini – den 560 PS starken Spyder-Gallardo – sowie von Nissan – einen schnittigen Zweisitzer mit einem 332 PS starkem 3,7-Liter V6.
Viel Deprimierendes gibt es dagegen von den großen US-Produzenten. GM, Ford und Chrysler haben gerade Staatshilfe beantragt und möchten/dürfen/sollen sich in Los Angeles nicht gerade stark zeigen. Die Stände von GM und Chrysler sehen traurig aus – keine kunstvolle Beleuchtung, keine attraktiven Hostessen, sondern nur noch Chaos, biederen Einblick in den unfertigen Vorbereitungen der Hersteller und grimmig guckende Mitarbeiter. Optimistischer sieht der Stand von Ford aus. Die neuen Modelle der Marke verkaufen sich außerordentlich gut und das bringt natürlich Hoffnung.
Die ganze Welt ist gespannt: Die Los Angeles Motor Show zeigt, in welche Richtung sich die Zukunft bewegen will. Mehr davon berichten wir in den folgenden Tagen.
(autaro)

 

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November 21st, 2008

München, den 21. November (autaro). Die durch die finanzielle Schieflage der Konzernmutter GM höchst angeschlagene Traditionsmarke Opel darf sich für einen Moment ausruhen und freuen, und zwar richtig: ihr neues Flaggschiff, der Opel Insignia, hat den begehrten Preis „Auto des Jahres“ gewonnen.

Es ist der Hoffnungsträger der Opelaner, das Modell, das Opel nun endgültig aus der Krise fahren soll, der Opel Insignia. Und das Zeug dazu hätte der Neue durchaus, würde da nicht die Gefahr drohen, dass der marode GM-Konzern, der seit geraumer Zeit täglich ein Defizit von knapp einer Milliarde Dollar erwirtschaftet, seine Tochter Opel mit in den Ruin reißen. Da kommt ein Lichtblick gerade recht. Und wenn es sich hierbei auch noch um die Auszeichnung „Auto des Jahres“ handelt, die nun schon seit 1964 von einer Jury aus internationalen Fachjournalisten (dieses Jahr waren es 59 Experten aus 23 Ländern) vergeben wird, dann ist man bei Opel zurecht stolz. Opel-Chef Hans Demant ließ das Publikum nach der Preisverleihung wissen: “Die Auszeichnung ist eine Bestätigung für die Ideen und die harte Arbeit unserer Designer, Ingenieure und Produktionsmitarbeiter, die aus dem Insignia ein wirkliches Flaggschiff für unsere Marke gemacht haben”.
Den zweiten Platz belegte mit 320 denkbar knapp der Ford Fiesta (Insignia: 321 Punkte), auf Platz drei landete deutlich abgeschlagen der neue Golf, mit 223 Punkten. (autaro)

 

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November 20th, 2008

München, den 20. November (autaro) Dass ausgerechnet der sportliche Premium-Hersteller BMW in den letzten Jahren große Summen in die Entwicklung spritsparender Techniken investiert hat, zahlt sich bereits jetzt aus. Doch will man sich in München darauf nicht ausruhen und entwickelt weiter – unter dem Namen Project i.

In einer großzügig angelegten Image-Umfrage, in der die Auto Zeitung über 20.000 Leser nach einer Marke fragte, die umweltfreundliche Autos baue, nannten 25,1 % der Befragten BMW. Damit kommen die Münchner auf Platz 3, Nach VW mit seinen Blue Motion Modellen und Toyota mit seinem Hybridauto Prius. Das hätte noch vor zwei Jahren sicherlich niemand für möglich gehalten. Und um auf dem Gebiet der umweltschonenden Konzepte weiter ganz oben mitmischen zu können, will BMW bis 2015 unter dem Namen „Project i“ ein völlig neues Megacity-Fahrzeug entwickeln, das sowohl mit Elektroantrieb als auch mit extrem sparsamem Verbrennungsmotor angeboten werden soll. Was jedoch im Mini-E bereits erprobt wird, soll später mehr bieten, als nur zwei Sitze und ein Handschuhfach als Kofferraum, wie beispielsweise beim Smart. “Wir werden auf dieser Basis mehr als ein Karosseriekonzept anbieten, auch wegen unterschiedlicher Erfordernisse der einzelnen Märkte wie Japan und USA. Wir versuchen flexibel zu sein, um die Ableitung unterschiedlicher Varianten zu erleichtern“, so BMW-Strategie-Vorstand Friedrich Eichinger. Noch unklar ist hingegen, ob es bei BMW künftig eine weitere Marke geben wird, oder ob es auf Basis von Mini und BMW eine neue Projekt-i-Linie geben wird.
Sicher hingegen ist bereits seit Tagen, dass es die sportliche Oberklasse-Limousine CS nicht geben wird und ebenfalls zur Diskussion wurde nun die geplante Crossover-Variante des Dreier, über die analog zum 5er-PAS nachgedacht wurde. (autaro)

 

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November 18th, 2008

Mpnchen, den 18. November (autaro) An diesem Donnerstag startet die 22. Ausgabe der berühmten Auto Zürich Car Show. Der Weltfinanzkrise zum Trotz präsentieren sich einige der größten Welthersteller in der größten Stadt der Schweiz. Und noch bevor das offizielle Programm eröffnet ist, konnten die Veranstalter von einem respektablen Rekord berichten. So werden bei der diesjährigen Ausgabe zum ersten Mal ganze 30 Autopremieren stattfinden.
Die Highlights auf der elitären Schweizer Szene bilden unter anderem die Modelle Chevrolet Cruze, der neue Ford Ka, der absolut umwerfende 7er BMW, Audi Q5, der Ferrari California und der Alfa Romeo MiTo. Der Mitsubishi Colt, sowie der lang erwartete Renault Megané, der sportliche Seat Ibiza SC und der Kleinwagen Toyota iQ ergänzen das spannende Programm. Kein Wunder ist es, dass ausgerechnet in Zürich zum ersten Mal offiziell auch die sechste Variante des VW Golf präsentiert wird. Zahlreiche Statistiken und Umfragen zeigen eindeutig, dass gerade der Wolfsburger Klassiker das Lieblingsauto der Schweizer ist.
Der kalifornische Tesla Roadster des Verbandes e’mobile ist das abgefahrenste Exponat auf der Messe. Angetrieben von einem Elektromotor erreicht die Limousine die sagenhaften 250 PS bei einer Laufleistung der Batterie von 350 km. Das alles und vieles mehr wird ab dem 20. November in Zürich zu bewundern sein. (autaro)

 

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November 10th, 2008

München, den 10. November (autaro) Schwierig für manche, für andere ganz leicht ist es, Schlagzeilen als Automobilproduzente zu machen. Die großen Haie kämpfen verzweifelt um jeden Blitz PR-Aufmerksamkeit, ganz unbekannte, kleine Garagen-Amateure schaffen es über Nacht, einen fabulosen Spazierganz durch die Titelseiten der führenden Medien zu machen. Und gleich etwas vorwegnehmen: im folgenden Artikel geht es um die jüngste Entwicklung von Alois Ruf. Alois Ruf ist kein Unbekannter – seit Jahren arbeitet er im Tuning-Bereich und spezialisiert in der Umwandlung von Porsches. Der Erfolg lässt sich bis jetzt sehen – die Ambitionen allerdings auch. Innerhalb von 12 Stunden war Ruf in aller Munde. Vor zehn Tagen kündigte die Firma an, dass sie mit dem Projekt ihres Elektro-Porsches fertig ist. Von der Süddeutschen und Stern bis Auto Bild berichteten alle von der Sensation. Den bemerkenswerten Charakter der neuen Entwicklung wollten wir genau austesten.
Ein Porsche mit Elektro-Triebwerk ist eine sehr mutige Herausforderung. Man denkt, dass ein Elektrotriebwerk, das imstande ist, die sportlichen Parameter zu erfüllen (Spitzengeschwindigkeit, Beschleunigung, Traktion usw.), nur von einem großen Unternehmen entwickelt werden kann. Dafür sind Investitionen in Millionenhöhe notwendig, Testtechnik, die sich kleinere Unternehmen einfach nicht leisten können. Und dann kommt Alois Ruf.
Das von ihm entwickelte Triebwerk hat seine absoluten Vorteile. Zum einen ist es sehr kompakt – die Dimensionen sind kaum größer als eine Wäschetrommel und das Gewicht ist mit 91 Kilogramm absolut akzeptabel. Die Kraft, die daraus kommt, ist erstmals … Ok. Vielleicht etwas mehr als nur Ok, aber viel ist es auch nicht drin. Umgerechnet entspricht die Leistung 205 PS und 650 Nm, das ist auch völlig Ok, doch fühlen sich diese Zahlen nicht so auf der Straße. Typisch für den Elektromotor ist es, dass er besser beschleunigen kann, als der Verbrennungsmotor. Das liegt einfach daran, dass das maximale Drehmoment bei der elektrischen Kraft noch beim Anschalten zur Verfügung steht. Katapult-Effekt gibt es bei dem elektro-Porsche allerdings nicht. Beschleunigt wird hier, gelassen und für einen Sportwagen etwas langatmig. Der Standardsprint von 0 auf 100 km/h klappt in durchschnittlichen 7 Sekunden. Zum Ausgleich müsste man allerdings wiederholen, dass man ein Elektromobil fährt. Und das ist nicht wenig und sogar eine Revolution – im Bereich des sportlichen Fahrens nicht, im Bereich der Umwelttechnik – mit Sicherheit.
Ein großes Problem bei der Entwicklung von E-Triebwerken sind Speicherkapazitäten für die elektrische Kraft. Im Ruf-Porsche stehen gleich fünf Lithium-Ionen-Batterien, die diese Aufgabe erfüllen sollen. Jede schleppt fast 6 Kg mit sich, woher auch wahrscheinlich das etwas beeindruckende Gesamtgewicht des Coupés kommt.
Ruf macht aber ausdrücklich klar, dass es sich bei diesem Modell um eine vorläufige Version des Endprodukts handelt. Für 2009 ist die offizielle Premiere geplant. Und das ist vielleicht auch unser größtes Anliegen – warum dann jetzt vorstellen? Andere Hersteller verstecken lieber solche „unreife“ Prototypen und schaffen den großen Boom mit einer grandiosen Premiere. Der Sinn, der hinter dieser ganzen PR-Aktion steckt, bleibt uns unklar. „Wir wollen die Reaktion der Öffentlichkeit testen“, war die Erklärung eines Pressesprechers, die uns allerdings nichts erklärt. Wie soll denn die Reaktion der Öffentlichkeit auf den ersten Elektro-Sportwagen der Welt sein?
Ruf möchte auf jeden Fall weiter an seinem E-Porsche arbeiten. Optimistisch klang er, wenn es um die Optimierung der Lithium-Ionen-Batterien ging: „Bereits heute steht eine modernere Batteriegeneration zur Verfügung, die bei 15 Prozent geringerem Gewicht rund 30 Prozent mehr Energie speichern kann.“ Die jetzige Reichweite der Speicher ist auch nicht schlecht – erst nach rund 300 Kilometern wollen sie wieder aufgeladen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist ein Urteil über die Entwicklung einfach nicht möglich – in einem Jahr wird es hoffentlich anders aussehen. Die PR-Aktion ist allerdings gut gelungen.
(autaro)

 

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November 10th, 2008

München, den 10. November (autaro) Hohe Motorleistung und geringer Verbrauch sind die Träume eines jeden Automobilherstellers. Mittlerweile gibt es genügend Modelle, die diese erträumte Kombination anbieten. Doch mehr, viel mehr muss es davon geben. Vor allem sollten sich gerade die deutschen Hersteller mehr Mühe in diesem Bereich geben. Auf der SEMA präsentierte sich Volkswagen ganz stark auf dem Spielfeld der sparsamen Fahrzeuge.
Der zum jetzigen Zeitpunkt stärkste deutsche Hersteller stellte seine neue Studie mit dem Namen „CC Eco Performance Concept“ vor. Das Fahrzeug verfügt über einen 2,0-Liter-Ottomotor, der aus dem Passat CC teilweise bekannt ist. „Teilweise“ bedeutet hier, dass der Hersteller natürlich auch einige Veränderungen vollzogen hat, um die Performance des Triebwerks zu optimieren und eine sparsamere Fahrleistung zu erzielen. Dem Fahrer stehen dabei drei Fahrlevels zur Verfügung. Die „performance“-Stufe bietet 232 kW/ 315 PS an, der GT-Modus hat 188 kW/256 PS und die Eco-Stufe – 165 kW/ 225 PS.
„Was heißt hier eigentlich Umwelttechnik?“ lautet die berechtigte Frage, die sich jeder Kunde stellen wird. 7,1 Liter Benzin schluckt der Wolfsburger auf 100 km und das im sagenhaften Öko-Modus. Das ist nicht gerade wenig. Für das Mittelklassensegment ist das allerdings eine durchaus beachtliche Leistung. So erzielt der CC Eco Performance Concept eine Geschwindigkeit, die man von den nicht-öko, voll-benzinigen Limousinen kennt, allerdings mit mehr als 50% Spritersparnis. (autaro)

 

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November 8th, 2008

München, den 8. November (autaro) Wegen der massiven Umsatzeinbrüche auf dem europäischen und dem amerikanischen Automarkt, musste der größte amerikanische Reifenhersteller, die Firma Goodyear Tire & Rubber, einen massiven Gewinneinbruch hinnehmen. Im dritten Quartal viel der Gewinn um 95 Prozent auf 31 Millionen Dollar. Noch im Vorjahr betrug der Gewinn 668 Millionen Dollar, wofür allerdings hauptsächlich der Verkauf eines Tochterunternehmens verantwortlich war. Zum Dunlop-Konzern gehören auch Hersteller wie Fulda oder Dunlop, den größeren Teil seiner Gewinne (etwa 60 Prozent) erzielt der Konzern auf dem europäischen Markt. Damit zeigt sich einmal deutlicher, dass nicht nur die Automobilindustrie von der momentanen Wirtschafslage betroffen ist, sondern eben auch die Zulieferer. Auf weitere Horrormeldungen darf also bereits gefasst sein. (autaro)

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