Archiv für Dezember, 2008
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Dezember 11th, 2008

München, den 11. Dezember (autaro) Es ist seit jeher die Crux des Verbrennungsmotors, dass ein großer Teil der gewonnenen Energie schlicht und einfach als Wärme frei wird und damit wirkungslos in unserer Atmosphäre verpufft. Nun will sich BMW, gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) , einen Teil dieser Verlorenen Energie zurückholen und damit beispielsweise die immer aufwendiger werdende Bordelektronik seiner Autos versorgen.

Dabei ist das Prinzip eigentlich sehr einfach: im Auspuff des Fahrzeuges entzieht ein thermoelektrischer Generator (TEG) , der aus drei Heißgas- und vier Kühlmittelwärmeüberträgern besteht, dem Abgas einen Teil seiner Wärme. Hiervon wird wiederum ein Teil in elektrische Energie umgewandelt, die dann zur Bordstromversorgung des Fahrzeuges eingesetzt werden kann, was bei immer größerem Stromverbrauch moderner Fahrzeuge wiederum die Lichtmaschine entlastet und mithin Treibstoff spart. “Serienreif wird der TEG erst dann, wenn die jetzige Prototypenphase abgeschlossen ist und entsprechende großserientaugliche Technologien zur Verfügung stehen“, so Prof. Horst Friedrich vom DLR. Damit ist klar, dass es bis zur Serienreife noch eine gute Weile dauern kann. Einen optimistischen Ausblick gibt Prof. Friedrich auf den Preis, sollte es die Technik einst in die Serie schaffen: er geht davon aus „dass Systemkosten von wenigen 100 Euro zu erwarten sind“. (autaro)

 

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Dezember 9th, 2008

München, den 9. Dezember (autaro) Von Toyota könnte eigentlich nichts Schlechtes kommen. Die Produkte der japanischen Nummer eins haben sich inzwischen als Markenzeichen automobiler Qualität, Sicherheit und Umweltfreundlichkeit rund um den Globus etabliert. Jede Neuvorstellung des Herstellers erwartet man mit einer vorweihnachts-ähnlichen Spannung. Der Grund dafür ist, dass aus der Wundertüte eigentlich immer eine kostbare Überraschung hervorgeht – etwa ein Elektroantrieb, eine revolutionäre Hybrid-Technologie oder eben ein neues Raumkonzept, das allen Konkurrenten Angst einjagt. Als der Mini-Toyota iQ vor zwei Jahren auf der IAA als Konzeptstudie vorgestellt wurde, wusste man bereits, dass es sich um eine weitere japanische Sensation handeln wird. Die erste öffentliche Vorstellung des iQ wurde von einer massiven Werbekampagne umrahmt und dann auf allen Kontinenten vorgestellt. Zwei Jahre danach – kurz vor der offiziellen Einführung auf den Markt – fragt man sich „Ist das alles?“ Nicht, dass der iQ enttäuscht, aber so richtig überraschen tut er auch nicht.
Wie schon angedeutet, handelt es sich beim iQ um einen Mini-Wagen, der in der smart-Klasse kämpfen will. Der Vergleich mit dem deutschen Konkurrenten ist eigentlich unvermeidlich. Die sehr übersichtlichen Proportionen von 2,98 Meter Länge, 1,68 Meter Breite und 1,50 Meter Höhe machen den iQ um nur 30 Zentimeter länger als den smart. Im Innenraum finden sich jedoch – wer hätte das gedacht – ganze vier Sitze. Zwar kann man sich angesichts der bescheidenen Platzverhältnisse so manche Yoga-Stellung vorstellen, mit der sich das Leben im iQ erleichtern ließe – doch nichts desto trotz, auch wenn es sich nicht um keine Liegewiese handelt, bietet das revolutionäre Sitzkonzept zumindest für kürzere Strecken mit etwa drei Insassen ausreichend Spritz-Tour-Comfort.
Revolutionär ist auch der Frontantrieb, der hier zum Einsatz kommt. Bisher war eine solche Kombination – Mini-Wagen und Frontantrieb – einfach undenkbar. Toyota bricht eben mit Klischees. Um dem Frontantrieb Platz zu machen, wurde das Differential samt entsprechend versetztem Gaspedal um zwölf Zentimeter nach vorne verlagert. Diese Maßnahme ist aber längst noch nicht ausreichend. Der iQ besitzt unter anderem auch eine verkürzte Hinterachse, kompakte Servolenkung und einen zwischen den Achsen verlegten Flachtank. Auf einmal wirkt hier alles wie in einem Puppenhaus – sogar die Klimaanlage und das Armaturenbrett oder die Heizung und die Türtafel wirken so, als ob sie von einem Zauberer verkleinert wurde. Wohlgemerkt aber – nur verkleinert, denn an Extras, Leistung und Technikpotenzial mangelt es im iQ bei keinem Teil.
Wie bei Toyota üblich, wird Sicherheit ganz groß geschrieben. Dank der ausgeklügelten Karosserie schafft die Mini-Limousine sämtliche Crash-Tests mit Bravour. Airbags sind dezent, fast überall in der Kabine versteckt und für die gesamte Fläche der Heckscheibe gibt es einen Prallbeutel.
Als nicht unbedingt spektakulär entpuppt sich allerdings die Motorkraft. An den Start gehen gleich zwei Versionen – ein Diesel und ein Benziner. Überraschend schwach ist die Benzin-Variante, wobei schwach hier als Toyota-schwach verstanden werden muss, was immer noch das Beste im internationalen Vergleich bedeutet. 68 PS und 50 kW stehen dem Fahrer hier zur Verfügung. 14,1 Sekunden dauert es bis Tempo 100 erreicht wurde und die Höchstgeschwindigkeit ist schon mit durchschnittlichen 150 km/h erreicht. Spritzig ist wiederum der Diesel mit 66 kW und 90 PS. 170 km/h Höchstgeschwindigkeit hören sich nämlich schon wieder ganz anders an und auch die 10,7 Sekunden bedeuten nun mal Fahrspaß.
Einer der absoluten Vorteile von Toyota ist die Umweltfreundlichkeit der Antriebstechnologie. Diesem Prinzip bleibt die Marke auch im neuen iQ treu. 4,2 Liter schluckt der Benziner und nur 4 Liter der Diesel. Auch anderen Prinzipien bleibt Toyota treu – etwa keine Sensationen in Preisfragen anzubieten. Der iQ ist teurer als die meisten Mitstreiter im smart-Segment. Mindestens 12.700 Euro kostet der Benziner und der Diesel ist erst ab 14.900 Euro zu haben. Obwohl der iQ ein durchaus gelungenes Automobil ist, können wir unsere kleine Enttäuschung nicht verstecken. Irgendwie dachten wir, dass im japanischen smart mehr stecken wird – einige Zaubertricks in punkto Raumdesign und Komfort-Extras zumindest. Doch vielleicht brauchen die Japaner solche Tricks überhaupt nicht. Ihre Meisterwerke sind mit Abstand das Beste, was der Automobilmarkt momentan zu bieten hat und eine solche Qualität verkauft sich immer hervorragend. (autaro)

 

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Dezember 8th, 2008

München, den 8. Dezember (autaro) Opel zittert gerade: Es geht um alles oder nichts. Der Mutterkonzern General Motors kämpft mit den ganzen Kräften ums Überleben und somit ist auch der deutsche Traditionshersteller lebensbedroht, obwohl es ihm international eigentlich ganz gut geht. Opel möchte sich nicht frühzeitig geschlagen geben und startet eine der besten Öko-Aktionen, die in Deutschland jemals von einem Automobilproduzenten organisiert wurden. Der Hersteller möchte neun Großunternehmen und staatliche Institutionen mit Fahrzeugen ausstatten, die mit der neu entwickelten Wasserstoff-Brennstoff-Zelle bestückt sind.
Zu den ausgewählten Unternehmen, die als erste Kunden die Sondermodelle von Opel fahren dürfen, gehören unter anderem der ADAC, Coca-Cola und die Hilton-Hotelkette. Das Projekt läuft im Rahmen der Regierungsinitiative „Clean Energy Partnership“, die von dem Staat mit 500 Mio. Euro unterstützt wird. Daran beteiligt sich die Industrie mit der gleichen Summe.
Das von Opel vorgestellte Triebwerk ist das Ergebnis einer zehnjährigen Entwicklungsphase. Der Motor kam zum Einsatz zuerst bei einem SUV der Marke Chevrolet und fährt immer noch sehr erfolgreich unter anderem in Korea, den USA und Japan. (autaro)

 

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Dezember 5th, 2008

München, den 5. Dezember (autaro) In den USA gibt es derzeitig einen regelrechten Run auf Autos mit einem Kaufpreis unterhalb der magischen Grenze von 10.000 Dollar. Dass hiervon besonders die Importeure profitieren, ist wieder einmal eine Folge des fatalen Missmanagements der großen amerikanischen Hersteller.

Es klingt eigentlich vollkommen logisch: wenn der Verbraucher weniger Geld zur Verfügung hat, kauft er auch billigere Autos. So erfreut sich beispielsweise der neue Hyundai Accent, der in den USA zu Preisen ab 10.665 US-Dollar angeboten wird (inkl. Überführung), einer boom-artigen Nachfrage. Nur schlappe 20 Dollar mehr sind für den in Mexiko montierten Nissan Versa fällig und den Kia Rio kaufen die Amerikaner für 12.145 Dollar. Damit haben sich die Koreaner ein großes Stück vom Kuchen des minimalen Autobaus abgeschnitten, während GM, Ford und Co. Weiter auf ihren Spritfressern sitzen.
In Deutschland ist weiterhin der Dacia Logan die billigste Möglichkeit, einen Neuwagen zu fahren, er kostet mit seinen 75 PS genau 7.200 Euro. Den Lada Kalina kaufen die Deutschen für 8.650 Euro als Fliesheck, oder für 8.950 Euro als Kombi – die niedrigsten Eintrittspreise in den Klub der Neuwagenfahrer berechnet also auch in Deutschland der Importeur. Allerdings ist auch deutsche Technik zu Preisen unterhalb der 10.000 Euro zu haben: VW bietet den Fox für 9.475 Euro an, die Mercedes-Tochter Smart verkauft ihr Basismodell für 9.850 Euro. (autaro)

 

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Dezember 4th, 2008

München, den 4. Dezember (autaro) Dass Elektromotoren, gerade im Vergleich zu konventionellen Verbrennungsmotoren, ausgesprochen geräuscharm zu Werke gehen, hat nicht nur Vorteile. Besonders betroffen sehen Sich Blindenverbände von der steigenden Dichte von Elektro- oder Hybridfahrzeugen.

Da es für die meisten von uns selbstverständlich ist, herannahende Autos sowohl optisch als auch akustisch wahrzunehmen, rückte ein Sicherheitsaspekt der leisen Elektrofahrzeuge, oder der im Stadtbetrieb rein elektrisch fahrenden Vollhybriden bisher nicht in unser Blickfeld: stark sehbehinderte Menschen, oder gar völlig blinde Menschen nehmen herannahende Fahrzeuge beispielsweise beim Überqueren von Straßen unter umständen gar nicht mehr wahr. Darauf machen angesichts steigender Zulassungszahlen von Hybridfahrzeugen die Blindenverbände aufmerksam.
Erste Zulieferer reagieren bereits und tüfteln an Lösungen. So entwickelte der britische Hersteller Lotus auf Basis eines Toyota Prius den “Safe & Sound”-Hybrid, der über einen wasserdichten Lautsprecher hinter dem Kühlergrill einen konventionellen Motor imitiert. Da die Geräusche hauptsächlich vor dem Lautsprecher wahrgenommen werden, bekommt der Fahrer von ihnen kaum etwas mit. Bei Brabus entwickelte man für den Elektroroadster Tesla ein System, mittels dessen der Fahrer den Schall eines bollernden V8 oder eines Formel-1-Wagens zuschalten kann.
Ein weiterer Ansatz zur Lösung des Problems wären Systeme, die den Blinden direkt warnen. Beispielsweise ein Vibrationsalarm, ähnlich wie bei einem Handy. Diesen könnte man z.B. in die Armbanduhr integrieren und Elektro- oder Hybridautos würden ihn dann über Funk auslösen. (autaro)

 

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Dezember 1st, 2008

München, den 1. Dezember (autaro) Talent ist etwas, was immer beeindruckt. Unter den kleinen und großen, kreativen und langweiligen asiatischen Herstellern ist nur einer immer dazu fähig, eine richtige Überraschung auf den Markt zu bringen. Und das ist auf jeden Fall Talent. Suzuki präsentiert pünktlich zu der Geschenksaison ein neues Modell. Dieses nennt sich Kiddy Swift Sport und ist eine phantastische Neuentwicklung par excellance. Zwar handelt es sich um kein echtes Fahrzeug, sondern nur um ein Spielzeug. Doch die Art, auf die das Automobil präsentiert wurde, sein Design und detailgetreue Konstruktion sind Sachen, die nicht nur den Kindern Freude bereiten werden.
Allen Sachen voran betrachtet Suzuki selbst den Kiddy als eine eigenständige Neuentwicklung und Bereicherung des bestehenden Modellkatalogs. Der Hersteller zitiert CO2-Werte und sonstige technische Angaben, gibt genaue Informationen über die Dimensionen und die Extras usw. Das Design ist nicht einfach eine billige Imitation, sondern ganz detailiert und präzise. 3D-Applikationen wie Scheinwerfer, Rückleuchten, Auspuff und Instrumententafel sorgen für leuchtende Kinderaugen. Alle Elemente basieren eigentlich auf dem Suzuki Swift Sport.
Noch Spannender wird es, wenn man bedenkt, dass das Kindermobil bei den Suzuki Händlern verkauft wird, also da, wo auch der Papa seinen Wagen kauft. Somit ist die Illusion vollständig. Keine halbwegs überlegte Lügen – sondern ein Märchen, das wahr ist. (autaro)

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