Archiv für Januar, 2009
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Januar 31st, 2009

München, den 31. Januar (autaro) Warum ist man darauf eigentlich nicht schon früher gekommen? Ein simpler Mechanismus verhindert künftig bei allen BMW Dieselmodellen, dass man versehentlich Benzin tankt und damit einen folgenschweren und kostspieligen Fehler macht.

Eigentlich müsste es den Schutz eines Dieselfahrzeuges gegen die Betankung mit Benzin schon längst geben, möchte man meinen. Denn das Prinzip ist, verglichen mit Innovationen wie ESP, Abstandsradar oder Reifendruck-Kontrollsystem denkbar simpel: in den Einfüllstutzen aller BMW-Diesel wird ab sofort eine Sperrklinke integriert, die sich nur durch einen genormten Dieselzapfhahn entriegeln lässt. Da Benzinzapfhähne schmaler sind, bleibt der Einfüllstutzen verriegelt, wenn man diese hineinsteckt. Die Gefahr, die von solchen Verwechslungen für moderne Dieselmotoren ausgeht, ist immens. Und selbst wenn der Fehler bemerkt und rechtzeitig abgestellt wird, kommen Kosten in beträchtlicher Höhe auf den Fahrer zu. Denn es muss dann nicht nur der Tank ausgepumpt werden, sondern unter Umständen auch der Kraftstofffilter getauscht und die Kraftstoffleitungen gereinigt werden. Laut ADAC wird allein dieser rund 5.000 Mal gerufen, um Fahrer nach einer solchen Verwechslung zu mobilisieren bzw. gleich in die Werkstatt zu schleppen. Angesichts der Leichtigkeit, mit der einem solche Fehler unterlaufen, wundert es eigentlich auch, dass sie nicht viel häufiger passieren. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Januar 30th, 2009

München, den 30. Januar (autaro) Auf deutschen Schildern machen sie mittels des Akronyms „P+R“ auf sich aufmerksam, in Finnland muss man nach dem Wort “Liityntäpysäköinti” Ausschau halten. Gemeint sind Park-and-Ride-Plätze, die manchmal preiswert, manchmal aber auch zu völligen Wucherpreisen die Innenstädte vor dem Verkehrskollaps bewahren sollen.

Seit den 60er Jahren, in denen die Zulassungszahlen, rapide stiegen, sollen Park-and-Ride-Plätze die Verkehrssituation und die Luftverhältnisse in großen Städten mit verbessern. Die Idee dahinter ist vorbildlich, doch die Umsetzung und der Erfolg zeigen deutliche Unterschiede. Dies hat der ADAC, gemeinsam mit 19 anderen europäischen Automobilclubs, in Erfahrung gebracht, der die Park-and-Ride-Systeme vieler europäischer Hauptstädte unter die Lupe nahm. Die gewaltigsten Unterschiede fanden sich in der Preisgestaltung und in der Beschilderung der Parkhäuser. So muss man in Genf unter Umständen umgerechnet 40,59 Euro für ein 24 Stunden abgestelltes Auto und Mobilität via öffentlicher Verkehrsmittel berappen, während man beispielsweise in Paris nur 3,20 bezahlen muss. Am günstigsten kommt man Ljubljana davon, hier kostet die gleiche Leistung nur einen Euro. Dafür fehlt dann aber die Ausschilderung zu den Parkhäusern komplett, was einem in vielen anderen Städten auch begegnet. Spitzenreiter ist Deutschland, wo das System am ehesten etabliert ist. So hält z.B. Hamburg knapp 9.500 kostenlose Plätze bereit, in Berlin sind es immerhin knapp 5.000. In München (7128) existieren im Stadtgebiet ca. 1.000 kostenlose Parkplätze, die übrigens steigen preislich mit ihrer Nähe zur Innenstadt. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Januar 30th, 2009

München, den 30. Januar (autaro) Beim diesmaligen Öko-Auto des Monats handelt es sich um ein längst etabliertes Modell. Vor etwa drei Jahren präsentierte der Wolfsburger Konzern Volkswagen seine Bluemotion-Modellserie. Dabei handelte es sich weder um Hybrid-Technologien, Elektromotoren noch um sonstigen technischen Schnick-Schnack, sondern einfach um eine spritsparende Motorisierung, eigentlich um eine extrem spritsparende Motorisierung. Zuerst kam der Polo Bluemotion, der einen ersten Einblick in die neue Modell-Reihe gewährte. Der Polo entpuppte sich aber als ein viel zu schüchterner erster Versuch. Bei Kleinwagen ist der Spritverbrauch ohnehin nicht üppig und man fragte sich logischerweise, ob einige Milliliter mehr oder weniger wirklich was bringen. Anders sah es aber beim Passat Bluemotion aus. Vor allem, weil das Modell kurz vor dem Höhepunkt der Sprithysterie erschien und im Mittelklassensegment eine durchaus respektable Ersparnis anbot.

Ausgereiftes Konzept

Etwas, das man den deutschen Herstellern zugestehen sollte, ist die immer sehr durchdachte Strategie. Die Öko-Modelle, die sie auf den Markt bringen, sind oft keine bahnbrechenden Meisterwerke und im Vergleich zu einigen asiatischen Kreaturen gar nicht so umweltfreundlich. Dennoch handelt es sich bei ihnen immer um völlig ausgereifte Konzepte. Das trifft auch auf den Passat Bleumotion zu. Der spritsparende Motor ist hier kein einsamer Kämpfer für das Wohl der Erde und den Geldbeutel, sondern er wird von einer Reihe zusätzlicher Techniken und Extras unterstützt. Allen voran soll die verbesserte Aerodynamik erwähnt werden. Das Fahrwerk wurde um 15 Millimeter vorne und um 8 Millimeter hinten tiefer gelegt, damit der cW-Wert (der Widerstand) niedrig gehalten werden kann. Weniger Widerstand leistet auch der Kühlergrill, und auch die Karosserie wurde nach neusten Konzepten in der Fahrdynamik gestaltet.
Das Wichtigste hat sich aber natürlich unter der Haube getan. Das Etikette Bluemotion trägt ein einziges Diesel-Triebwerk – der 1,9 TDI. Um den Spritverbrauch niedriger zu halten, mussten natürlich einige der Parameter des ansonsten sehr überzeugenden Motors geopfert werden. So wurde zum Beispiel die Drehzahl von 830 auf 730 U/Min gesenkt. Außerdem wurden Ladedruck, Einspritzzeitpunkt und Abgasrückführrate angepasst. Darunter leidet die Höchstgeschwindigkeit jedoch nicht. Stolze 193 km/h stehen dem Bluemotion-Fahrer zur Verfügung. An diese kommt man natürlich nicht so leicht wie mit dem gängigen Motor, sie stehen aber auf jeden Fall zur Verfügung. Somit muss man sich nicht endgültig vom Fahrspaß verabschieden; man kann durchaus immer noch abenteuerliche Momente auf der Autobahn erleben. Der Spritverbrauch beläuft sich auf 5,1 Liter Diesel pro 100 Kilometer, was 136 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer bedeutet. Somit ist der Verbrauch um 0,5 Liter niedriger als beim normalen Diesel-Aggrega

Spaß vs. Sparen
Eine wichtige Frage muss noch geklärt werden: Wo liegen die Vorzüge des Bluemotion-Antriebs gegenüber einem Hybird-Aggregat? Die Frage sollte eigentlich anders gestellt werden – gibt es sie überhaupt, die Vorzüge? Mir fällt nur ein einziger auf: Die Hybrid-Technologie ist deutlich komplizierter – unter der Haube arbeiten schließlich zwei ganz unterschiedliche Systeme und das reflektiert natürlich auf die Fahrkultur (zumindest bei einigen Modellen). Tja, der Bluemotion-Motor ist zwar nicht so aufwendig, dafür aber sehr laut. In der Stadt und generell bei niedrigerem Fahrtempo ist der Hybrid-Motor zwar kaum wahrnehmbar, das VW-Prachtstück bietet aber eine überdurchschnittlich laute Motorensymphonie, die im höheren Drehzahlbereich fast an Schostakowitschs wilde Drei-Orchester-Meisterwerke erinnert.
Ein absoluter Vorteil ist der Preis. Das Bluemotion-Modell kommt mit einer Reihe von Sonderausstattungen, die die 26.300 Euro für das Basismodell zu einem richtigen Schnäppchen machen. Vor einigen Monaten bereicherte Volkswagen seinen Katalog mit dem Golf Bluemotion – einer viel verspäteten Entwicklung, die in den heutigen Zeiten fast nichts Nennenswertes an Öko-Technik anbietet. Die Zukunft der Bluemotion-Modelle ist angesichts der angekündigten Voll-Elektrofahrzeuge klar. Bei einem Spritpeis von knapp 2 Euro pro Liter waren sie aber durchaus eine Erleichterung, für viele gar eine Sensation. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Januar 27th, 2009

München, den 27. Januar (autaro) Honda Motors ist neben Toyota einer der absoluten Pioniere in Sachen Hybridtechnologie. Die Hybrid-Modelle gehören seit fast einem Jahrzehnt zum festen Katalog der Japaner, was nicht nur von Tradition und Know-How zeugt, sondern vor allem auch von Zuverlässigkeit. Der Antrieb ist in den High-Tech-Werken ausgereift und mehrmals in unterschiedlichsten Situationen getestet worden, wodurch absolut keine Zweifel mehr an Tauglichkeit und Qualität aufkommen dürfte.
Vor allem wenn es um die sportliche Anwendung des Hybrid-Antriebs geht, ist der Beitrag von Honda bahnbrechend. 2007 präsentierte der Hersteller im Rahmen der Tokyo Motor Show den Honda CR-Z. Es handelte sich um ein absolut atemberaubendes Modell, perfektioniert bis ins kleinste Detail, markant, individuell und hoffentlich zukunftsweisend.
Da es sich immer noch um eine Studie handelt, an der der Hersteller wohl weiterhin arbeitet, wurden bis jetzt keine genauen technischen Daten veröffentlicht. Man weiß allerdings, dass es sich um einen Benzin-Hybrid-Motor handelt, bei dem der Stromspeicher extrem leistungsfähig und ergiebig zu sein scheint. Der Zweck der Erstvorstellung in Tokyo zielte darauf ab, das Design der neuen Limousine zu präsentieren. CR-Z – der Name des Modells – steht für Compact Renaissance Zero. Die Renaissance bezieht sich auf die etwas leidenden Sportmodelle, die angesichts der Öko-Hysterie nicht mehr so beliebt sind. Honda möchte aber beweisen, dass der Hybrid-Motor durchaus Spaß bereiten und unvergessliche Fahrerlebnisse bieten kann.
Mit gut vier Metern Länge verspricht der Renaissance-Gladiator agiles und aufregendes Fahrverhalten, höchste Sicherheit und individuellen Stil. Das Außendesign ist mit Abstand das Beste, was die Automobilindustrie momentan zu bieten hat. Die steil ansteigende Gürtellinie dominiert das Profil. Die ungewohnt hohe Abrisskante am Heck verleiht der Limousine einen futuristischen Touch a lá Batmobil. Diesen unterstreichen auch die kantigen Leuchten, die wiederum an die Mazda-Modelle aus den 80ern erinnern – eine geschmackvolle Kombination, die durchaus beeindruckt.
Wann genau der CR-Z die Serienreife erreichen wird ist immer noch unklar. Fest steht allerdings, dass es nicht sehr lange dauern darf, bis das Modell auf dem Markt ist. Die Konkurrenz im Öko-Automobilgeschäft wird jede Minute schärfer und die Hybrid-Fahrzeuge werden langsam von den reinen Strom-Mobilen überholt. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Januar 26th, 2009

München, den 26. Januar (autaro) VW brachte den Scirocco im September 2007 auf den Markt. Begleitet von einer beispiellosen Werbekampagne soll sich das Modell weltweit in ein Flaggschiff der Marke verwandeln. Investiert wurde damit viel – jahrelange Entwicklungsphasen, völlig neue Konzeptionen für Technik, Design und eine Motorisierung, die das Beste auf dem Markt anbieten soll. Am meisten investierten die Wolfsburger allerdings Emotionen und Erwartungen. Der VW-Chef präsentierte die jüngste Kreation als die lang erwartete Bereicherung des Modellprogramms: „Endlich haben wir wieder ein Sportcoupé für den Alltag im Programm. Mit dem Scirocco werden wir nicht nur neue Kunden für die Marke gewinnen, sondern auch Geld verdienen“. Unklar bleibt aber, ob der Markt ein Sportcoupé für den Alltag wirklich so schrecklich vermisst hat. Und noch unklarer bleibt die Frage, wo die lang ersehnten Schlangen von Scirocco-Interessenten vor den VW-Läden geblieben sind. War Scirocco wirklich die richtige Entscheidung für die heißeste Phase der Automobilkrise? Fragen, Fragen, Fragen, die auf eine plausible Antwort warten.
An sich ist die Idee des Wagens nicht schlecht. Eine sportliche VW-Legende soll im neuen Zeitalter wieder belebt werden. In den 70ern war der Scirocco ein absoluter Star auf den europäischen Straßen. Das Design der im Jahr 2008 vorgestellten Limousine knüpft daran an. Inspiriert von der Kreation des legendären Giorgio Giugaro fällt die neue Limousine durch die geschmeidigen Linien auf, die eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft darstellen. Ein ganz feiner Touch sind die verchromten Leuchtkörper, die weltweit mit dem neuen Scirocco ihr Debüt feiern.
Das Genre „alltagstaugleiche Sportlimousine“ ist besonders anspruchsvoll. Ein Fahrzeug, das hier kämpfen möchte, soll eine schwierige Balance zwischen Sportlichkeit und Praxisnähe erreichen. Beim Scirocco setzen die Designer einen Akzent auf den Innenraumkomfort. Das Dach ist länger gezogen und die Heckscheibe ist steil konzipiert, was Raum für Variabilität und bis zu 755 Liter Stauvolumen ermöglicht. Passagiere und Fahrer dürfen sich auf hochwertige Materialien freuen. Die Sitze sind ergonomisch ausgelegt, damit man die Fahrt richtig genießen kann.
Unter der Haube warten für Volkswagen übliche technologische Leckerbissen. Die Motorenpalette besteht momentan aus vier Aggregaten, die ein breites Leistungsspektrum parat halten. Die drei TSI-Motoren warten mit 90 kW/ 122 PS 118 kW/ 160 PS bzw. 147 kW/ 200PS auf. Das ganz neue TDI-Triebwerk bietet wiederum 103 kW/ 140 PS an und stellt somit die Untergrenze der Motorleistung dar. Schlüsselcharakteristikum aller Antriebe ist die ausgezeichnete Fahrkultur. Bei ganz niedrigen Drehzahlen wird ein sehr hohes Drehmoment erreicht, was dazu führt, dass das gesamte Potenzial des Motors mit einer beeindruckenden Leichtigkeit ausgereizt werden kann.
Die Triebwerke werden von einer ganzen Reihe moderner Sonderausstattungen unterstützt – allen voran aber vom phantastischen Getriebe-System. Der sechste Gang ist inzwischen Standard bei allen modernen Limousinen und deshalb ist dieser nicht überragend interessant. Ganz anders sieht es bei da schon mit dem siebten Gang aus, der hier optional zur Verfügung steht. Dieser ist mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG zu haben, das leichtgängig und äußerst präzise ist.
Noch beeindruckender ist der Kraftstoffverbrauch. Das Motto, nach dem der Scirocco entwickelt wurde, lautet: „Viel Kraft mit wenig Sprit“. Der Verbrauch entwickelt sich in ein Paradigma zwischen 5,4 (beim kleinsten TSI) und 7,7 Liter Kraftstoff (beim 200 PS-Motor). Somit erfüllen alle Motoren im Katalog die Euro-5-Norm (bis auf den größten). Somit ist die Frage nach dem passenden Zeitpunkt beantwortet. Der Scirocco ist ein besonders leistungsfähiges und beeindruckend sparsames Fahrzeug – genau die passende Kombination in den schweren Zeiten für die Automobilindustrie.
Eine absolut lohnenswerte Investition ist der Scirocco auf jeden Fall. Für den Grundpreis von 25.500 Euro bekommt man eine Sportlimousine der Superlative mit einer mehr als üppigen Grundausstattung. Somit steht es außer Frage, dass die Wolfsburger sehr genau wissen, wie man in Zeiten einer deprimierenden Krise kämpft. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Januar 26th, 2009

München, den 26. Januar (autaro) Škoda gibt sich stark. Die tschechische Tochter des VW-Konzerns scheint nichts von der Finanz- oder Automobilkrise gehört zu haben. Die Modelle des Herstellers verkaufen sich weltweit mehr als ausgezeichnet. Der Superb hat bereits mehrmals seiner Qualitäten bewiesen und erfreut sich nun einer soliden Kundschaft. Fabia und Octavia sind auch richtige Sensationen in ihren jeweiligen Segmenten. Im Herbst 2008 wagte Škoda neue Territorien zu erforschen und zwar mit dem Geländewagen Yeti.
Dabei handelt sich um einen Kompakten 4×4 Geländewagen, der durch seine übersichtliche Größe (4,10 Meter Länge) unschwer sämtliche Herausforderungen auf der Straße bewältigt. Wie für Škoda üblich, findet man beim Yeti ein Triebwerk, das bereits aus bewährten VW-Modellen bekannt ist. Diesmal ist es der Motor aus dem etwas größeren Tiguan. Das heißt, dass unter der Haube ein VW-typisches Allradsystem arbeitet, bei dem die Kraft mittels einer sog. Haldex-Kupplung zwischen Vorder- und Hinterachse bedarfsgerecht verteilt wird. Zur Verfügung stehen übrigens wahlweise ein 1,4-Liter-TSI-Benziner mit 125 PS, 140 PS oder 170 PS. Ganz neu ist aber der 1,6-Common-Rail-Diesel, bei dem die Serienausstattung auch ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder Doppelkupplungsautomatik berücksichtigt. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Januar 23rd, 2009

München, den 23. Januar (autaro) Hat die Onlineversteigerung des Privatwagens unseres Papstes einen Trend gesetzt? Oder wurde dieser schon mit dem Reliquienhandel lange vor der Erfindung des Automobils gestartet? Fakt ist: es kann sich lohnen. Bei Ebay wurde nun der Chrysler 300C aus dem privaten Besitz des US-Präsidenten, Barack Obama, versteigert.

Gerade wurde bei Ebay ein Chrysler 300C versteigert, noch mit Garantie, knappe vier Jahre alt, und erst mit 21.000 Meilen auf dem Buckel. Die Ausstattung ist komplett, der Wagen steht auf polierten Leichtmetallfelgen und ist in einem dunklen Blau lackiert. Üblicherweise wäre das Fahrzeug für ca. 10.000 Dollar unter den Hammer gekommen, doch dieser brachte dem Verkäufer satte 271.300 Dollar ein. Denn er gehörte zwischen 2005 und 2007 niemand geringerem als dem gerade ins Amt gehobenen US-Präsidenten, Barack Obama.

Überraschen mag die Tatsache, das Obama, der in seinem Wahlkampf den Umweltschutz weit in den Vordergrund rückte, den Chrysler 300C 5.7 Hemi fuhr. Also das Topmodell der Baureihe mit strammen 340 PS und einem Verbrauch jenseits der neu ausgerufenen Vernunft. Nun wäre es freilich zu früh, die gerade erst ausgerufene neue Vernunft auf dem Automobilsektor als Lippenbekenntnis eines um ein Amt kämpfenden Politikers zu entwerten. Den ein oder anderen kritischen Blick sollten wir allerdings weiter auf die amerikanische Automobilindustrie werfen. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Januar 22nd, 2009

München, den 22. Januar (autaro) Noch Ende 2008 wurde die Abwrackprämie beschlossen, wer also sein altes Auto verschrotten lässt und sich stattdessen ein neues, umweltfreundliches kauft, wird mit 2.500 Euro prämiert. Die Händler rechnen diese Prämie in ihre Angebote mit ein und präsentieren nun Neuwagen für unter 5.000 Euro.

Die Tatsache, dass ein Neuwagen auch immer jede Mange Energie für seine Herstellung benötigt, macht natürlich jede Umweltbilanz dieses Prämiensystems zunichte. Der (automobilen) Wirtschaft dürfte die „Verschrottungsprämie“ indes ein wenig Triebkraft zurückgeben. Wer sein altes Auto, das vor dem 14.01.2000 erstmalig zugelassen wurde und mindestens ein Jahr auf den Halter zugelassen war, verschrottet, bekommt einmalig eine Prämie über 2.500 Euro von unserer Regierung. Klar dass die Autohersteller dieses Argument für ihre Preispolitik nutzen und die Prämie gleich in ihre Angebote mit einrechnen. Damit erhält man einen fabrikneuen Dacia Logan bereits für 4.800 Euro, das Modell Sandero gibt es für 5.000 Euro. Einen Renault Twingo darf man für 5.990 Euro sein Eigen nennen (vormals 8.490 Euro), während ein Citroen C1 bereits für 5.490 Euro zu haben ist. Deutsche Fabrikate sind zwar immer noch ein paar Euro teurer, doch wer konnte bis vor kurzem noch sagen, er habe einen neuen VW Fox für 7.050 Euro erworben, oder einen Opel Corsa für 8.490 Euro? Das Topangebot offerieren indes die Italiener: Fiat verkauft seinen Panda nun ab 4.990 Euro, vorher kostete er noch 9.690 Euro. Damit hat man in Turin einen neuen Rabatt-Rekord aufgestellt – fast 50 Prozent. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Januar 19th, 2009

München, den 19. Januar (autaro) Der Hybrid-Antrieb erobert inzwischen Europa. Nachdem die hartnäckigsten Gegner des Mischling-Antriebs neue Hybrid-Konzepte entwickelt haben, folgen ihnen nun auch die kleineren Hersteller. Seat bringt sein eigenes Hybrid-Modell. Kräftig unterstützt von dem Mutterkonzern VW, präsentiert der spanische Hersteller eine neue Plug-In-Entwicklung.
Seats Hybrid-Motor ist auf jeden Fall ein sehr interessantes Produkt. Unter der Haube brummen wie gewohnt ein Elektro- und ein Verbrennungsmotor. Doch bei dem ersten handelt es sich hier um Lithium-Ionen-Batterien, die durch ein innovatives Energie-Management optimiert wurden. Somit kann der Leon Twindrive Ecomotive problemlos eine Strecke von 50 Kilometer abgasfrei zulegen.
Auch der Verbrennungsmotor ist eine angenehme Überraschung. Anstelle des üblichen Benzin-Aggregats findet man im Leon Twindrive Ecomotive einen leistungsfähigen Diesel-Motor. Dieser bringt gleich 77 kW/ 105 PS auf der Straße und somit gleich 100% mehr als die Elektrobatterie.
Der Seat Leon mit Plug-In-Hybrid soll ab 2014 serienmäßig hergestellt werden. Die Höchstgeschwindigkeit der Lithium-Ionen-Speicher soll 100 km/h betragen – eine Leistung, die durchaus das Interesse der Käufer wecken soll. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Januar 16th, 2009

München, den 16. Januar (autaro) Nicht zuletzt wegen ihrer unfortschrittlichen Modellpolitik stecken amerikanische Autobauer tief in der Krise. Dass nun ausgerechnet Chrysler mit dem 200 C eine seriennahe, eigenständige Studie mit Elektromotor vorstellt, zeigt, dass man es in den USA ernst meint mit der angekündigten Elektro-Offensive.

Mit den Elektro-Prototypen „Chrysler Van Town & Country“ oder „Jeep Patriot EV“ gab Chrysler bereits Ausblicke auf die künftige Elektrotechnik, bei Chrysler ENVI-Technologie genannt. So entstand nun auch mit dem 200 C ein seriennahes Conceptcar, das diese Technik nutzen soll, inklusive Bremsenergie-Rückgewinnung.
Angetrieben wird der 200 C von einem 200 kW leistenden Elektromotor, der das Fahrzeug in 7 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und für eine Reichweite von 64 km im rein elektrischen Modus gut sein soll. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei beachtlichen 193 km/h. Per Range Extender erhöht sich die Reichweite auf 644 km, hierbei schaltet sich ein Verbrennungsmotor zu, der als Generator fungiert und die Lithium-Ionen-Akkus mit Strom versorgt.
Rein optisch präsentiert sich die Limousine sehr selbstbewusst im typischen Stil der Marke Chrysler: kurze Überhänge der Karosserie, wuchtige 20-Zoll-Leichtmetallfelgen, geringe Höhe (1,45 m) und immerhin 1,87 Meter Breite. Neu ist die Gestaltung des Kühlergrills, der nicht mehr so monumental wie beispielsweise beim 300 C daherkommt, sondern mittig spitz nach unten zuläuft und einen Ausblick auf das künftige, dynamischere Chrysler-Design gibt. (autaro)

Zurück zum Seitenanfang