Archiv für Februar, 2009
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Februar 9th, 2009

München, den 9. Februar (autaro) Während die Autoindustrie schlechte Nachrichten am laufenden Band produziert, geht es der Tuning-Branche doch sehr gut. Sogar die hauseigenen Tuning-Werkstätten der großen Hersteller haben nur Gutes zu vermelden. So zum Beispiel die Tuningschmieden AMD und M-GmbH, die im vergangenen Jahr Rekordumsätze erzielt haben.
AMG, die Tuning-Tochter von BMW hat 2008 weltweit 24.400 Fahrzeuge verkauft. Das bedeutet auch gleich ein Plus von 19 Prozent gegenüber den Ergebnissen von 2007. Der Bestseller hier ist das Modell C63 AMG. Dieses leistet die unglaublichen 457 PS und verfügt über einen 6,3-Liter-v8 mit hervorragender Technik. Der Mittelklassenwagen ist ab 67.830 Euro zu haben und wurde weltweit über 8.100 Mal ausgeliefert.
Fast genauso viele Einheiten hat auch das BMW-Tochterunternehmen M-GmbH weltweit ausgeliefert. Mit 24.186 abgesetzten Hochleistungsautomobilen übertrifft der Hersteller gleich mit 50 Prozent sein Vorjahresergebnis. Der Renner hier war das M3-Coupé, doch sehr gut hat sich auch die M3-Limousine. Besser als erwartet hat sich der Verkauf des Modells M5 entwickelt, welches es nun sowohl als Limousine als auch als Touring gibt. (autaro)

 

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Februar 6th, 2009

München, den 6. Februar (autaro) Biodiesel war, zumindest bis er ebenfalls mit der Energiesteuer belgt wurde, eine günstige und vermeintlich umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichem Diesel. Seit er nun ebenfalls besteuert wird und der konventionelle Sprit so günstig geworden ist, kämpft die Bio-Variante um ihre Existenz.

Dietmar Possart, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes freier Tankstellen, formulierte es drastisch: „Die Steuer bringt dem Biodiesel das Aus.“ Kostete Biodiesel dank günstigerer Besteuerung bislang weniger als herkömmlicher Diesel, hat sich das Blatt mittlerweile nachhaltig gewendet. Heute kostet der Liter je nach Tankstelle zwischen 1,18 und 1,20 Euro, während man herkömmlichen Diesel meist schon für 1,05 Euro tanken kann. Da verwundert es kaum, dass mittlerweile jede vierte der 1.800 Tankstellen, die Biodiesel im Programm hatten, keinen mehr anbietet. Laut Possart stehen die Biodieselhersteller „am Rande des Abgrundes“.
Was indes schon immer ein Problem der angeblich umweltfreundlichen Alternative war, war die Angst vieler Käufer, er könne dem Einspritzsystem des Motors schaden. Ärgerlich ist Preisentwicklung natürlich besonders für diejenigen Autofahrer, die ihr Fahrzeug extra auf Biodiesel haben umrüsten lassen. Diese können zwar bedenkenlos auch fossilen Diesel tanken, die Mehrausgaben für die Umrüstung werden sie jedoch schwerlich wieder hereinfahren können. (autaro)

 

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Februar 5th, 2009

München, den 5. Februar (autaro) Erinnern Sie sich an die Amöben-Modelle, die man im Biologieunterricht in der vierten oder vielleicht fünften Klasse verwendet hat? Formlose, geleeförmige Gebilde, mit denen die Anpassungsfähigkeit eines einzelligen Organismus demonstriert werden sollte. Diese Amöbe muss eine dominante Rolle bei der Designentwicklung des Aptera Typ-1 gespielt haben. Denn er erinnert so stark an die weichen Dinger, dass die Ähnlichkeit fast unheimlich wirkt.
Die Meinungen in Sachen Aptera Typ-1 bilden zwei klare Lager – die eine Seite besteht aus Jüngern, die von der Schönheit des Fahrzeugs fast hypnotisiert sind und die andere aus Leuten, die den Sinn der eigenartigen Kreatur so gar nicht zuordnen können. Es mutet durchaus wie eine Szene aus einem Science-Fiction Film an, wenn der Aptera Typ-1 auftaucht. Die drei Räder ähneln frappierend den Beinen eines Insekts. Im Innenraum gibt es immerhin Platz für ganze drei Passagiere. Diese sitzen wiederum perfekt und besteigen das spaceshipartige Fahrzeug über die zwei riesigen Flügeltüren. Die großen Fenster und die runde Form der Karosserie erlauben eine perfekte Rundumsicht. Interessant ist auch die Antriebsart des Aptera. Das Elektrotriebwerk setzt nur die zwei hinteren Räder in Bewegung. Am Heck ist nur ein einzelnes Rad platziert, das über einen Riemen angetrieben wird. Aus diesem Grund kann das Fahrzeug in den USA als Motorrad zugelassen werden. Die Fans eines sportlich wuchtigen BMWs oder eines pompösen Mercedes würden diese Art der Fortbewegung wahrscheinlich lustig finden. Doch das Rad-Spar-Prinzip birgt einige Vorteile – weniger Steuern, billigere Versicherung, keine Parkprobleme.
Die Elektrobatterie, die in dem eigenartigen Fahrzeug zum Einsatz kommt, ist eine interessante Entwicklung. Diese leistet 10 kW/ 13 PS, was die „Amöbe“ auf eine maximale Geschwindigkeit von beeindruckenden 225 km/h katapultiert. Die Reichweite der Batterie liegt bei 190 km, was auch viele der großen Konkurrenten verhältnismäßig klein macht.
Der Typ-1 soll ab Ende 2008 auf dem Markt sein. Ob die Menschheit für so eine skandalöse Entwicklung bereit ist, wird sich zeigen. Mit Sicherheit verdienen die Entwickler des Amöben-Fahrzeugs Respekt für die Elektro-Batterie, das kunstvolle Design und vor allem für den Mut. (autaro)

 

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Februar 5th, 2009

München, den 5. Februar (autaro) Der Druck auf die Automobilindustrie, umweltfreundlichere Fahrzeuge herzustellen, wächst. Ein probates Mittel des Gesetzgebers ist hier die Regelung über den Flottenverbrauch. Um diesen zu optimieren, erweitert BMW seine Motorenpalette nach unten – die Geburtsstunde des 116d.

Die Zeiten, als man bei BMW über das Kürzel am Heck auf den Hubraum schließen konnte, sind endgültig vorbei. Beim neuen 116d, also dem kleinsten Diesel-BMW überhaupt, handelt es sich um eine weitere Variante des bereits bekannten Zweiliter-Diesels, allerdings mit reduzierter Leistung (115 PS, maximales Drehmoment: 260 Nm) und optimiertem Durchschnittsverbrauch. Letzterer ist wohl das interessanteste Kriterium und wird von BMW mit 4,4 Liter pro gefahrene 100 Kilometer angegeben, was einem CO2-Ausstoß von 118g/km entspricht. Angesichts der immer noch ordentlichen Fahrleistungen (Beschleunigung von Null auf 100 km/h in 10,3 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 200 km/h) gehen diese Werte völlig in Ordnung. Und die Tatsache, dass wir es mit einem Diesel zu tun haben, der weniger als 120 g CO2 pro Kilometer emittiert, sichert dem Fahrer einen geringen Steuersatz. Einziges Manko: bislang erfüllt der Motor lediglich die Euro-4-Norm.
Es tut sich zudem etwas im Bereich der Benziner: den aktuellen 116i, den bisher tatsächlich auch ein 1,6-Liter-Vierzylinder antrieb, ersetzt BMW nun durch einen Zweiliter. Die Leistung bleibt damit unverändert bei 122 PS, allerdings erstarkt das maximale Drehmoment von 160 auf 185 Nm. Damit soll der Neue in unter zehn Sekunden auf Tempo 100 sprinten und für eine Höchstgeschwindigkeit von 204 km/h gut sein. Den Durchschnittsverbrauch gibt BMW mit 6,2 Litern auf 100 km an. (autaro)

 

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Februar 4th, 2009

München, den 4. Februar (autaro) In Mlada Boleslav kennt man keine Ruhe. Tag und Nacht, an Arbeits- und Feiertagen entwickelt man in der tschechischen Industriestadt neue Konzepte, neue Karosserien, neue Designsvisionen, mit denen der westliche Kunde für die Škoda-Idee gewonnen werden soll. Škoda assoziiert man längst nicht mehr mit den biederen Kreationen, die man massenmäßig in Belgrad, Bukarest oder Sofia zu sehen bekam. Der Hersteller kämpft mehr als erfolgreich auf dem weltweiten Markt und kann sich sogar in Deutschland auf eine treue Kundschaft verlassen. Die Firmenpolitik ist mehr als kristallklar – Technik aus den Lagern des VW-Mutterkonzerns wird zu günstigeren Preisen in etwas umgestylten Limousinen verkauft. Ja klar, das funktioniert. Wenn der Unterschied zwischen einem Passat und einem Octavia aus rund 5.000 Euro besteht, dann sind nur diejenigen von dem Wolfsburger Meisterwerk immer noch angezogen, die in den ersten Klassen im Mathe-Unterricht immer zum Zahnarzt mussten.
Dieser Konzeption bleiben Škoda und VW auch bei der jüngsten Inspiration zum Thema Octavia treu, die mehr als aussagekräftige Technik und einen günstigen Preis anbietet. Neu soll vor allem das Design sein. Im Vergleich zum Vorgänger bleiben der neu gestaltete Kühlergrill, die etwas markanteren Stoßfänger und die muskulöseren Scheinwerfer (übrigens inklusive Tagfahrlicht) in Erinnerung. Das Ergebnis ist auf jeden Fall sehenswert – die einstigen Anlehnungen am Fabia sind weg und jetzt ist eher die Verwandtschaft zum Superb unterstrichen. Wer bahnbrechende Designstudien erwartet, muss einige Tausend Kilometer westlich (oder östlich) gucken – die Tschechen haben hierbei nichts zu bieten. Hier regiert der kühle Konservatismus. Der Škoda-Kunde im Allgemeinen und der Octavia-Kunde im Besonderen ist jedermann, Mitte 30 bis Mitte 40, hat die FAZ abonniert und trennt gewissenhaft Papier von Restmüll. Etwas langweilig, würde man denken, oder einfach vertrauenswürdig – der Octavia hat alles, was man von einer Mittelklasse-Limousine erwarten kann.
… Übrigens inklusive fulminanter Technik mit dem VW-Markenzeichen. Vier Benziner- und zwei Dieselmotoren bilden die Antriebspalette des Octavia. Ein verstecktes Highlight ist mit Sicherheit der 1,4-Liter TSI-Benziner. Stolz trägt dieser Motor das VW-Markenzeichen und wird im neuen Octavia erst dann eingesetzt, wenn er in einigen Modellen der Wolfsburger längst seine Vorzüge unter Beweis gestellt hat. Das Beste an diesem Benziner ist seine einmalige Kombination aus perfekter Laufkultur und Sparsamkeit. Er schluckt genau so viel wie ein Diesel – 6,6 Liter Super, bietet aber die überzeugenden 122 PS. Gegen einen erschwinglichen Aufpreis gibt es das 7-Gang-DSG-Getriebe, mit dem der Motor seine vollen Kräfte entfalten kann. Weniger empfehlenswert ist der 80-PS-Bruder, der offensichtlich zum Schwitzen auf der Autobahn kommt und im oberen Geschwindigkeitsregister eine für VW-Produkte völlig untypische Laufkultur aufweist. Noch dubioser – die Diesel-Motoren, die aus ungeklärten Gründen immer noch die antike Pumpe-Düse-Einspritzung besitzen.
Ein deutlicher Vorteil ist auf jeden Fall der großzügige Laderaum, der zwischen 560 und 1420 Liter anbietet. Das erlaubt eine gewisse Freiheit beim Umzug oder auf der Urlaubsreise. Außerdem wird das Be- und Entladen des Fahrzeugs durch eine Menge Gadgets äußerst leicht gemacht. Auf der Plus-Seite ist auch das stillvoll gestaltete Interieur, in dem Fahrer, Beifahrer und zwei bis drei erwachsene Passagiere bequem Platz finden.
Der Basispreis des neuen Modells wurde bei 14.000 Euro festgelegt. Somit wird die neue Variante des Octavia sehr attraktiv gemacht. Konkurriert wird er nur von den kleineren Limousinen in seinem Segment; die Geschwister aus Wolfsburg sind zumindest im Preis-Leistungsverhältnis längst geschlagen. In Mlada Boleslav arbeitet man doch sehr effizient – Tag und Nacht, um das zuverlässige Image der tschechischen Marke immer wieder aufs Neue im internationalen Raum zu bestätigen. (autaro)

 

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Februar 2nd, 2009

München, den 2. Februar (autaro) Die Abwrackprämie stößt auf enorme Kundenresonanz. Nicht nur die Autohändler haben nun seit längerem etwas mehr Stress, sondern auch die Autoverwerter erleben unerwartet im Winter Hochsaison. Hamburger Abendblatt berichtet in seiner online Ausgabe vom kleinen Autoverwerter Dabelstein, der gerade einen Run erlebt. Bis wohin das Auge reicht sind im Hof des traditionsreichen Meisters unzählige VW Golf, Opel Kadett, Fiat und sonstige Autos zu sehen.
„Wir ersticken an Autos. Die Leute sind wie wild“, sagt der Geschäftsführer des Autohofes Claus Dabelstein der online-Ausgabe der Zeitung. Und der Herr kennt sich gut aus. Der Meister führt seit rund 40 Jahren den staatlich zertifizierten Autohof im Gewerbegebiet Bültbek in Siek. In normalen Zeiten landen bei ihm 1 bis 2 Fahrzeuge pro Woche, neulich sind es aber 5 bis 6 pro Tag und diese Zahlen werden sich noch erhöhen.
Herr Dabelstein weist aber auch auf eine etwas beunruhigende Tendenz hin. Verschrottet werden auch völlig verkehrstüchtige Fahrzeuge, die noch mindestens fünf oder sechs Jahre Leben in sich haben. „Ein Seat Arosa“ – gibt der Geschäftsführer als Beispiel – „43.000 Kilometer gelaufen, neun Jahre alt.“ Auch der 94-er Golf Cabriolet mit zwei Jahren TÜV und grüner Schadstoffplakete muss verschrottet werden. Man fragt sich deshalb, ob die Abwrackprämie wirklich nur Vorteile für die Umwelt hat. In diesen Autos wurden einst Ressourcen investiert, die anscheinend noch nicht völlig verbraucht sind.
Claus Dabelstein prognostiziert, dass der Run auf die Abwrackprämie noch zwei bis drei Monate maximal dauern wird, dann ist aber wieder Ruhe. (autaro)

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