Archiv für März, 2009
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

März 31st, 2009

München, den 31.03. (autaro) Bereits gestern berichteten wir über massive technische Schwierigkeiten bei dem online Reservierungsverfahren für die Umweltprämie des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Unser Radaktionsmitglied, das seinen alten Volvo abzuwracken plant, saß den ganzen Tag am PC und versuchte auf der Homepage des BAFA durchzukommen. Nachts hat es dann geklappt, um 01:30 Uhr lief alles wie am Schnürchen. „Das war leichter als Online-Banking, warum nicht gleich so?“ Der Grund: das BAFA hat die Bearbeitung der Anträge an einen externen Dienstleiter abgegeben. Zwar verfügt dieser über einen Server, der bis zu 1.000 Anträge pro Sekunde bearbeiten kann, doch existiert irgendwo in der Zuleitung ein so genannter Flaschenhals, der einen massiven Datenstau verursacht. So kommt es auch heute wieder zu langen Wartezeiten und noch längeren Gesichtern bei völlig entnervten Antragstellern. „Leider konnte Ihre Anfrage zum jetzigen Zeitpunkt nicht bearbeitet werden. Bitte versuchen Sie es in ca. drei Minuten erneut“, so der immer gleiche Text, der Antragstellern anstelle der Eingabemaske auf dem Monitor erscheint.

Zudem ereigneten sich laut Meldungen des Onlinedienstes Heise.de zahlreiche Pannen bei Anträgen, die tatsächlich durchgingen. So wurden Datensätze vertauscht und teilweise Reservierungsbestätigungen mit Name, Anschrift, E-Mail-Adresse und Fahrzeugidentifizierungsnummer an die falschen Adressaten verschickt. Laut BAFA ließen sich diese Probleme zwar mit „relativ wenig Aufwand“ beheben. Aus Datenschutzgesichtspunkten sind solche Patzer hingegen kaum vertretbar und eine riesige Blamage für das Bundesamt.

Ohnehin kritisierten Datenschützer von Anfang an, dass die Daten der Antragsteller nicht per Hyper Text Transfer Protocol Secure (https) an den bearbeitenden Dienstleister gesendet wurden, wie es beim Umgang mit persönlichen und sensiblen Daten heute längst üblich ist. Die Daten wurden und werden nämlich weiterhin über das herkömmliche Hyper Text Transfer Protocol (http) versendet, wodurch sie vor Zugriffen Fremder kaum geschützt sind. Hoffen wir also, dass aus diesem Vorgang keine Missbrauchsfälle resultieren.

Eingegangen ist bis zum 31.03. beim BAFA übrigens die beträchtliche Zahl von 75.816 Reservierungsanträgen. Wieviel Zeit hierfür insgesamt von Privatpersonen und Händlern am gestrigen Tage verwendet wurde, weiß wohl nur der liebe Gott. (autaro)

 

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März 30th, 2009

München, den 30. März (autaro) Man sei bestens vorbereitet, tönte es noch bis zum vergangenen Wochenende aus dem für die Umweltprämie verantwortlich zeichnenden Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Denn ab heute acht Uhr früh lässt sich die Umweltprämie reservieren, das heißt alle Käufer eines Neuwagens können einen Antrag auf Erhalt der Umweltprämie stellen, auch wenn das neue Auto noch gar nicht geliefert oder zugelassen wurde. Die wesentliche Neuerung: um die erwartete Flut von Anträgen besser bewältigen zu können, stellte das BAFA auf elektronische Übermittlung der Anträge um; über eine einfache Eingabemaske werden die relevanten Daten des Antragstellers erfasst. Als vorerst einzigen Nachweis muss der Antragsteller seinen Kaufvertrag oder die verbindliche Bestellung in Form einer maximal zwei Megabyte großen PDF-Datei mit übermitteln.

Um einen authentischen Erfahrungsbericht für unsere Leser abgeben zu können, trennte sich eines unserer Redaktionsmitglieder eigens für das Procedere der Antragstellung von seinem geliebten alten Volvo 850 Kombi. Voller Spannung erwarteten wir heute Morgen um acht das Chaos auf der Internetseite des BAFA – und wurden nicht überrascht. Da ging rein gar nichts. Unser Volvo-Fahrer ging um 13:30 entnervt zu Tisch, um es nach einer Stärkung weiter zu versuchen. Nach schier unendlich vielen Versuchen, das Online-Dokument abzusenden bekamen wir auch endlich einen Mitarbeiter des BAFA ans Telefon. Dieser teilte mit, dass fieberhaft nach einem „Engpass im Internet“ gesucht werde. Wie viele Anträge bisher eingegangen seien, konnte er allerdings nicht beantworten. Experten rechnen damit, dass zusätzlich zu den privat gestellten Anträgen noch Hunderttausende Verträge in den Schubladen der Autohändler liegen und die Händler diese nun in den nächsten Tagen an das BAFA schicken werden. So geht das Bangen erst einmal weiter, denn es wurde zwar eine Verlängerung der Aktion beschlossen, doch weiß noch keiner, wie viel frisches Geld von der Regierung in den Topf geschüttet wird und ob es bei der Summe von 2.500 Euro pro Antrag bleiben wird.

Unser Volvo-Fahrer versucht es inzwischen weiter. Bis einschließlich Freitag letzter Woche gingen beim BAFA 379.141 Anträge ein, es standen also von heute morgen an noch 220.859 Möglichkeiten zur Verfügung, in den Genuss der Prämie zu kommen. Wir drücken unserem Volvo-Fahrer die Daumen und werden weiter berichten. (autaro)

 

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März 30th, 2009

München, den 30. März (autaro) Dass die Japaner die absolute Hegemonie über Hybrid-Fahrzeuge weltweit besitzen, ist eine wohl bekannte Tatsache. Toyota hat die komplizierte Technik vor etwa drei Jahrzehnten eingeführt, etabliert und vor allem zu ihrem Erfolg verholen. Der größte Automobilhersteller der Welt gilt immer noch als Spezialist in Sachen Kombi-Antriebstechnologie, Sparsamkeit und Elektro-Motor. Um diese Position weiterhin zu stärken, gründete Toyota die Luxusmarke Lexus, deren Automobile in einer bewundernswert kurzen Zeit für positive Furore gesorgt haben. In Deutschland gilt Lexus immer noch als eine Art Legende – von Mysterien umhüllt, von Träumen begleitet. In den USA sind die Fahrzeuge mit dem stillvollen L-Emblem hingegen absolute Bestseller; und das aus gutem Grund. Auf den ersten Blick bietet keine andere Marke ein vergleichbares Preis-Leistungsverhältnis – so viel Qualität und Exklusivität für relativ wenig Geld. Auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon zieht Lexus wieder die Aufmerksamkeit auf sich. Der neue RX450h sorgt für verträumte Blicke und panische Kalkulationen der eigenen Budgetreserven.

Bahnbrechend konservativ
Der Lexus RX450h überrascht auf jeden Fall schon beim ersten Anblick. Sensationell ist hier nichts – ausgenommen sind hierbei die Ähnlichkeiten mit dem Vorgänger. Auf den zweiten Blick fallen kleine Details auf – der RX450h ist größer geworden. Da muss man aber ein sehr gut trainiertes Auge haben, um den Unterschied von zehn Millimetern in der Länge und 40 Millimetern in der Breite zu bemerken. Der Radstand ist um 20 Millimeter gewachsen, was aber kaum mehr Komfort für die Insassen schafft, sondern lediglich etwas mehr Stabilität. Der RX450h wird als ein Crossover-Fahrzeug verkauft. Die genaue Definition des Begriffs ist immer noch unklar, doch ein Zwischending zwischen SUV und Limousine biete sich als eine plausible Erklärung an. Diese Symbiose ist am neuen Modell deutlich erkennbar – die flache Nase stammt definitiv von einer Limousine, das geräumige Hinterteil erinnert an die großen Toyota-Modelle. Etwas zwischen Fisch und Katze, würden manche Autokritiker meinen. Doch die Lexus-Ingenieure sind durchaus smarter. Die zwei Stile harmonieren perfekt im neuen Modell, sorgen für ein eindrucksvolles und überaus modernes Design.

KOMFORT schreibt man GROSS
Bei Lexus sind Komfort und Luxus die dominierenden Prinzipien. Auch im neuen Modell wird man königliches Feeling nicht missen. Die Sitze sind mit Abstand die komfortabelsten in dieser Klasse, das Leder, das den Salon beherrscht, ist aus bester Qualität und schafft eine durchaus edle Atmosphäre. Auch die vielen Ablagen, das HiFi- und das GPS-System sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Das Armaturenbrett ist übersichtlich und geschmackvoll stilisiert. Ein provokanter Touch ist der Drück-Dreh-Knopf, mit dem man den Cursor auf dem Bildschirm bewegt. Die Ähnlichkeit zu Audi und BMW ist dabei unübersehbar.

Fest der Highlights
Der Höhepunkt im RX450h-Programm ist aber zweifelsohne der Motor. Dieser vereint alle Vorzüge der modernen automobilen Technologie und setzt auch einige zukunftsweisende Akzente. Das Modell ist eines der ersten Vollhybride weltweit. Was bedeutet das? Ein Vollhybrid macht sowohl kombiniertes Fahren mit Elektro- und Verbrennungsmotor als auch die rein elektrische Fahrt möglich. Der Verbrennungsmotor ist ein robuster Langstreckenläufer. Aus dem 3,5-Liter Hubraum bietet er 183 kW/249 PS an. Gleich zwei Elektroaggregate gibt es im neuen Crossover. Das erste ist eine phantastische Entwicklung, die den Traum von völlig elektrischen Autos durchaus realer macht. Es leistet 123 kW/ 167 PS und kann bei einem moderaten Tempo und beim Anfahren die komplette Antriebsarbeit übernehmen. Der zweite Elektromotor ist nur als eine Unterstützung gedacht. Er leistet 50 kW/68 PS und springt bei hohen Geschwindigkeiten oder bei fehlendem Grip der Vorderräder ein.

Der Überblick
Die aufwendige und durchaus revolutionäre Motortechnik macht den Spritverbrauch unglaublich niedrig. Nur 6,5 Liter Super schluckt der edle Japaner auf 100 Kilometer. Somit hat er literweise die deutschen Konkurrenten überholt. Der CO2-Ausstoß beträgt 154g/km, was auch mit Abstand den niedrigsten Wert in dieser Klasse darstellt. Das Beste am RX450h ist aber der Preis – für lediglich 53.000 Euro ist der Crossover zu haben. Das macht die Rechnungen des Familienbudgets deutlich leichter – für so wenig Geld ist so viel Luxus fast ein Geschenk. (autaro)

 

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März 27th, 2009

Bereits Anfang des Monats einigte sich das Europa-Parlament auf umfassende technologische Maßnahmen, um die europäischen CO2-Emissionen weiter zu reduzieren. Zwar sind Übergangszeiten bis 2018 vorgesehen, doch sollen bereits ab dem ersten November 2011 alle europäischen Neuwagen mit Kraftstoff sparenden Leichtlaufreifen ausgestattet werden. Ebenfalls Pflicht wird das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP, mit dem ab frühestens 2011 ebenfalls alle Neufahrzeuge bestückt werden müssen. Neben der Senkung der CO2-Emissionen haben die Europa-Politiker die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Reifenhersteller im Visier, die hierdurch steige.

Ganz generell seien die neuen Standards vorteilhaft, insbesondere für deutsche Autobauer. Denn hier wird ohnehin bereits seit längerem fast jedes Auto mit ESP ausgerüstet, wohingegen ausländische Wettbewerber sich das Sicherheitsfeature gerne extra bezahlen lassen. Glaubt man dem CDU-Abgeordneten Andreas Schwab, nach dem rund 65 Prozent aller Autofahrer mit zu geringem Luftdruck in den Reifen unterwegs seien, liegt der Vorteil ohnehin auf der Hand. Denn zu wenig Luft in den Reifen erhöht nicht nur das Unfallrisiko, sondern wirkt sich empfindlich auf den Verbrauch des Fahrzeuges aus. So nannte EU-Industriekommissar Günter Verheugen die Verordnung auch völlig zu Recht einen “Meilenstein für die Umweltverträglichkeit und Verkehrssicherheit”. (autaro)

 

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März 26th, 2009

An der staatlichen Umweltprämie scheiden sich die Geister. Während Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) der „Frankfurter Rundschau“ jüngst noch mitteilte, die Abwrackprämie sei als „Konjunktur stimulierendes Mittel sehr erfolgreich”, teilte sein Parteikollege Michael Fuchs dem NDR mit: “Ich bin der Meinung, es ist genug.” FDP-Vize Rainer Brüderle gab zu bedenken, dass das Umsatzplus auf dem Neuwagenmarkt durch ein großes Minus auf dem Gebrauchtwagenmarkt aufgefressen werde und zuletzt meldete sich gar Daimler-Chef Dieter Zetsche zu Wort, der eine weitere Aufstockung der Fördermittel ebenfalls nicht begrüßt. Der Grund: Daimler ist, wie viele deutsche Hersteller, in dem besonders gefragten Segment der Klein- und Kleinstwagen schlecht aufgestellt, den größten Profit an der Aktion machen zurzeit ausländische Hersteller. Allen voran zuletzt Daihatsu, Hyundai und Co. Zudem ist doch bereits jetzt klar, dass wer sich gerade einen Neuwagen zugelegt hat, höchstwahrscheinlich in den nächsten Jahren auch keinen weiteren kaufen wird.

Die Regierung, namentlich die große Koalition, kümmern all diese Bedenken herzlich wenig, denn im Herbst steht die Wahl ins Haus. Und da die Umweltprämie beim Wähler außerordentlich beliebt ist, wird die internationale Autoindustrie auch vermutlich noch mindestens bis zum Herbst 2009 weiter am deutschen Tropf hängen. Nähere Einzelheiten wurden bisher nicht bekannt gegeben, nur habe man sich darauf geeinigt, die Aktion auf jeden Fall nicht in das nächste Jahr zu verlängern. So tönt bis zur Wahl im Herbst das alte und doch so aktuelle Lied: „Wes Brot ich ess’ des Lied ich sing.“ (autaro)

 

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März 25th, 2009

Glaubt man einem Sprichwort, nach dem Totgesagte länger leben, könnte man sich in dieser Meldung direkt bestätigt sehen. Der schwer angeschlagene Autobauer Opel stellte nun in Kooperation mit Bosch einen Prototypen auf Basis eines Opel Zafira vor, der erstmals einen Elektromotor mit einem Gas betriebenen Verbrennungsmotor kombiniert. Der kleine Dreizylinder bringt es trotz seines Hubraumes von gerade einmal einem Liter auf eine Leistung von 97 PS und 160 Nm Drehmoment, Turboaufladung sei dank. Der Elektromotor steuert weitere 35 kW bei und kann das Fahrzeug über kürzere Strecken auch selbstständig bewegen.

Ansonsten verfügt auch der Prototyp über die üblichen Innovationen, die maßgeblich zur Verbrauchssenkung beitragen, Bremsenergie-Rückgewinnung und Star-Stopp-Syste, sind also mit an Bord. Ein weiterer Clou ist allerdings eine neue Software, die von der Universität Stuttgart beigesteuert wurde. Sie nutzt ein GPS-Signal sowie die Informationen mehrerer ohnehin im Fahrzeug verbauter Sensoren für die Erkennung der Fahrbahnbedingungen, speichert einzelne Fahrbahnprofile ab und trägt so zu einer optimalen Verteilung und Kombination beider Antriebsquellen bei. Laut Opel und Bosch sollen Emissionswerte von weniger als 90 Gramm CO2 pro Kilometer realisierbar sein. Sollte sich dies bewahrheiten, leben Totgesagte, in diesem Falle Opel, vielleicht wirklich länger. (autaro)

 

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März 24th, 2009

München, den 24. März (autaro) Bezüglich einer Verlängerung der staatlichen Umweltprämie kam aus Berlin Anfang der Woche ein Dementi. Das Investitionsvolumen sei bewusst auf 1,5 Milliarden Euro begrenzt worden, um kurzfristig zum Kauf von Neuwagen zu reizen. Sollte dies das letzte Wort der Bundesregierung sein, sind nun wieder die Hersteller gefragt und die lassen sich derzeit einiges an originellen Maßnahmen einfallen, um ihren Absatz anzukurbeln. Vorreiter Volkswagen gewährt nun Familien, die sich für einen neuen Multivan in der Ausstattungslinie Comfortline, Highline oder United entscheidet, einen Rabatt von 1.500 – pro Kind. Voraussetzung ist freilich, dass das Kind noch nicht volljährig ist und das Elternhaus noch nicht verlassen hat, sprich: bei den Eltern noch behördlich gemeldet ist.
So sparen die Eltern von vier Kindern bereits allein durch diese Aktion 6.000 Euro. Rechnet man noch den Preisvorteil hinzu, der sich beispielsweise durch die Ausstattungslinie United ergibt, kommen weitere 2.365 Euro Preisvorteil hinzu, da Klimaautomatik, Sitzheizung, Aluräder und ein Sportfahrwerk gleich mit an Bord sind. Wären wir also schon bei einem Preisvorteil von rund 8.300 Euro.

Ein wahres Schnäppchen machen indes Käufer, die zusätzlich noch in den Genuss der staatlichen Umweltprämie kommen. Addieren scharf rechnende Eltern diese 2.500 Euro mit auf, wäre ein fabrikneuer Multivan Comfortline TDI bereits für knapp über 30.000 Euro zu haben, oder anders gerechnet: die Familie spart gute 11.000 Euro. (autaro)

 

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März 24th, 2009

München, den 24. März (autaro) Das Öko-Auto des Monats, der Honda Insight Hybrid, wird das bisher mit Abstand günstigste Hybridfahrzeug auf dem deutschen Markt sein. Zu haben ist der Honda Insight schon ab 19.550 Euro. Ab dem 18. April 2009 gibt’s das Hybridauto beim Händler. Vorher wird der Honda Insight noch auf der AMI in Leipzig vorgestellt.

Günstigstes Hybrid-Auto seiner KlasseBisher waren Hybridfahrzeuge eher etwas für Besserverdiener. Mit dem Honda Insight Hybrid soll jetzt das Zeitalter des „Volkshybridwagens“ anbrechen, so Honda-Sprecher Alexander Heintzel. Mit seinem Einstiegspreis liegt der Honda Insight knapp 4000 Euro unter dem Civic Hybrid, und sogar fast 6000 Euro unter dem Preis des größten Konkurrenten, dem Toyota Prius.

Turbokraft mit dem „Integrated Motor Assist“

Und nicht nur der Preis kann sich sehen lassen. Im Gegensatz zum Toyota Prius, haben die Ingenieure den Honda Insight mit einem wesentlich einfacheren Antriebssystem ausgestattet. Statt eines Elektromotors hat der Honda einen nur 14 PS starken, so genannten „Integrated Motor Assist“, der zwischen Benziner und Automatikgetriebe eingeschoben ist. Zum rein elektrischen Anfahren fehlt diesem Motor die Kraft. Der E-Motor speist stattdessen die Start-Stopp-Automatik und wirkt so beim Fahren wie ein Turbo. Er hilft dem weiterentwickelten Vierzylindermotor aus dem Honda Jazz beim Beschleunigen. So bringt es der Honda Insight auf 98 PS und 167 Nm. Vor allem beim Anfahren und Beschleunigen zeigt sich die Wirkung des Turbos.

Grüner Knopf als Ökotrainer
Wer die Vorteile eines Hybridautos optimal nutzen will, muss auch seinen Fahrstil ändern. Dabei unterstützt die Fahrer des Honda Insight das Programm „Eco Assist“. Neben dem Lenkrad befindet sich ein grüner Knopf. Wer ihn drückt, startet damit ein Sparprogramm, das die Antriebsleistung begrenzt und bekommt in Echtzeit Rückmeldung zum ökologischen Fahrverhalten. Je nach Fahrstil wechselt dann die Farbe der Instrumentenbeleuchtung. Und für jeden sparsam gefahrenen Kilometer sprießen Blümchen auf dem Bordmonitor. Die können allerdings auch wieder vertrocknen, wenn sich das Fahrverhalten ändert. So lässt sich das Sparpotential des Hybridsystems optimal ausnutzen.

Gute Sicherheitsausstattung, Sparzwang im Detail

Um den günstigen Preis anbieten zu können, wurde beim Honda Insight allerdings auch an einigen Stellen kräftig gespart. Details wie die Ablagefächer im Armaturenbrett und die Kofferraumablage wirken billig, Parksensoren gibt es beim Insight nur in der Top-Version „Elegance“. Die wären aber bei allen Ausstattungen nötig, weil der Blick zurück von einer geteilten Glasklappe getrübt wird.

Nicht gespart wurde erfreulicherweise bei der Sicherheit: Serienmäßig ist bereits die Basisversion mit sechs Airbags, ESP und Klimaautomatik ausgestattet. Außerdem bietet der Insight eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrische Fensterheber, ein höhen- und weitenverstellbares Lenkrad und viel Platz.
Mehr Luxus gibt’s in der „Comfort“ Ausführung für 20.550 Euro mit 15’’ Leichtmetallfelgen und einem MP3-fähigen CD-Radio.
Und die Version „Elegance“ für 22.200 Euro ist neben 16’’ Leichtmetallfelgen außerdem mit einem Licht- und Regensensor und weiteren Komfortfeatures. (autaro)

 

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März 23rd, 2009

Alles begann in Dresden, allerdings im damals noch sozialistischen Dresden: im Jahre 1969 verließ der erste RS 1000 aus dem Hause Melkus, gegründet von Rennfahrer und Konstrukteur Heinz Melkus, seine Fabrikationsstätte. Die kleine Flunder auf Basis eines Wartburg wurde von 1969 bis 1979 zwar nur 101 mal gebaut, doch mauserte sich die gerade einmal 1,07 hohe Flunder mit ihren 75 PS aus einem Liter Hubraum und den exotischen Flügeltüren in der damaligen DDR schnell zur Legende. Damit stiftete Heinz Melkus der DDR ein Stück Identität, den legendären Melkus RS 1000: Ein rassiger Flügeltürer, auf den die Genossen zurecht stolz sein durften. Nun soll die Legende auferstehen, allerdings zeitgemäß. Mit einem Leergewicht von nur 950 Kilo und 270 Turbo-PS soll demnächst der Melkus RS 2000 an den Start gehen.

Der Sohn des Firmengründers, Peter Melkus, macht sich nun mit seinem Sohn Sepp an die Neuinterpretation dieser Legende, den Melkus RS 2000. Das Fahrzeug soll 270 PS aus einem 1,8 Liter Vierzylinder mit Turboaufladung schöpfen, der Motor wird zugunsten einer optimalen Gewichtsverteilung mittig eingebaut. Der Clou ist das niedrige Leergewicht, angepeilt sind 950 Kilo. Um diesen ehrgeizigen Wert zu verwirklichen setzt man konsequent auf Leichtbau. Die Karosserie des RS 2000 wir aus Glas- und Kohlefaser hergestellt, das Chassis besteht aus Aluminium. Für die Rennstrecke ist bereits eine modifizierte Version mit einer Leistung von 320 PS im Gespräch.
Wer den Motor für diese originelle Konstruktion, von der jährlich 25 Einheiten in Handarbeit entstehen sollen, zuliefert, wird indes noch nicht verraten. Dass er ebenfalls im Osten sitzt, wenn auch im fernen Osten, ist mittlerweile aber ein offenes Geheimnis. (autaro)

 

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März 23rd, 2009

München, den 23. März (autaro) Mit dem Hybrid-Antrieb wollte die Automobilindustrie Geschichte schreiben. Die Verbindung eines Verbrennungsmotors mit einer Elektrobatterie galt eine Zeit lang als die Erfüllung aller großen Herstellerträume – vereint seien hier Liebe und Lenz, Umweltfreundlichkeit und Sparsamkeit, zukunftsweisende Technik und beeindruckende Performance. In so mancher Weltgegend sagt man jedoch, dass jedes Wunder nur fünf Tage dauert. Im Fall des Hybrid-Antriebs erwies sich das Sprichwort als Wahrheit. Und das wiederum ist kein Wunder… Die Welt konzentriert sich inzwischen auf Kleinwagen, die ohnehin viel weniger verbrauchen als Hybrid-Modelle, oder auf Elektroautos, die eigentlich gar nichts verbrauchen. Nun kommen auch die ersten Hybrid-Modelle der deutschen Hersteller in die Gänge. Eine Tatsache, ja fast ein Paradox, das irgendwohin führen soll. Doch wohin genau, das scheinen selbst die Hersteller nicht zu wissen.

Der erste Hybrid-Wagen von VW
Gerade wenn man von Verspätungen spricht, sollte hier der VW-Konzern besonders geehrt werden. Erst nachdem Mercedes und BMW eine Reihe von Hybrid-Modellen auf den Markt gebracht haben, präsentieren auch die Wolfsburger ihre erste Entwicklung auf diesem Gebiet. Auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon wird zum ersten Mal der VW Touareg Hybrid brillieren – ein Ereignis, das durchaus Aufmerksamkeit verdient.

Warum ausgerechnet ein Touareg?
Das neue Hybrid-Modell erscheint zuerst nur als ein Konzeptfahrzeug. Die offizielle Premiere wird erst in einigen Monaten erfolgen, wenn auch die neue Serie des Touareg an der Reihe ist. Konkret bedeutet dies, dass Design und Leistung immer noch streng geheim sind. Doch bereits das Konzeptfahrzeug enthüllt einige wichtige Aspekte.
Dass die Entscheidung der VW-Vorstände ausgerechnet auf den Touareg gefallen ist, ist nicht bloß eine Laune. Hybrid-Modelle gibt es soweit das Auge reicht, doch Hybrid-SUVs sind rar gesät. Deshalb bekommen die Wolfsburger den ersten Plus-Punkt. Dabei darf der Konzeptwagen jedoch nicht bezüglich aller Parameter als Basis für die Beurteilung des neuen Models dienen. Samt Hybridkomponenten wiegt der neue Touareg 2,4 Tonnen, was eindeutig zu viel ist für ein Fahrzeug, das „Sport“ in seinem Namen trägt.

Die Technik
Ein absoluter Vorteil des neuen Modells ist, dass die Elektro-Batterie in der Reserveradmulde untergebracht ist. Auf diese Weise muss kein Zentimeter des Kofferraums geopfert werden. Ein weiteres Plus ist die beispielhafte Motorleistung. Trotz aufwendiger Technik bietet der Touareg weiterhin das, was er früher zu bieten hatte – Sportlichkeit, muskulöse Eleganz und absolute Zuverlässigkeit. Darüber hinaus bleiben auch die weiteren Charakteristika wie etwa die hohe Anhängelast, uneingeschränkte Zuladung und der permanente Allradantrieb, so wie man sie von VW kennt, in bester Form und absoluter Perfektion. Der Verbrennungsmotor, der an den Start geht, ist der V6-Benzindirekteinspritzer, den man bereits aus dem Audi S4 kennt. Die Zahlen sprechen für sich – 333 PS, 440 Nm maximales Drehmoment bedeuten alles andere als Langeweile. Man muss lange suchen, um einen stärkeren Hybrid-Motor zu finden. Aber auch die Elektrobatterie weiß zu beeindrucken. Die Systemleistung steigt dadurch auf 374 PS und das maximale Drehmoment auf 550 Nm. Tempo 100 ist in nur 6,8 Sekunden erreicht und die maximale Geschwindigkeit liegt bei 240 km/h.

Und was ist mit der Umwelt-Akte?
Die VW-Ingenieure betonen, dass das Konzept für den neuen Touareg einen Akzent auf die Sparsamkeit legt. Die Leistung ist dabei nachrangig. 25% weniger Sprit als das normale Modell verbraucht die neue Entwicklung, und das bei deutlich mehr Leistung. Bei Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h kann der Hybrid-Touareg ohne jegliche Emissionen fahren. Ein Schlussfaktor für die beeindruckende Leistung des neuen Modells ist zweifelsfrei das neue 8-Gang-Getriebe, das für stets niedrige Touren sorgt.

Happy-Go-Unhappy
Alles in allem ist der Touareg-Hybrid eine durchaus sehenswerte Entwicklung. Der Hersteller verspricht eine neue Designkonzeption und viele Extras, die das Fahren zu dem für VW gewohnten Erlebnis machen werden. Die Preise halten sich in Grenzen – knapp unter 55.000 Euro soll der neue SUV kosten. Somit positioniert er sich zwischen den vielen Lexus-Limousinen, die immer noch weltweit den Hybrid-Markt dominieren. (autaro)

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