Archiv für April, 2009
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

April 20th, 2009

München, den 20. April (autaro) Es scheint fast so, als schämten sich die Hersteller großer, spritfressender Statussymbole hierzulande ein wenig für ihre Produkte. Kaum ein Volumenhersteller, der auf europäischen nicht bemüht ist, besonders kleine und umweltfreundliche Autos in den Focus der Weltöffentlichkeit zu rücken. Ein ganz anderes Bild zeichnet die Shanghai Motor Show: hier wird noch unverhohlen geprotzt, wer Erfolg hat, der möchte das auch zeigen. Und womit ginge das besser, als mit einem standesgemäßen Automobil? Die Stunde des Rolls Royce Ghost hat geschlagen, wie auf der Shanghai Motor Show nun offiziell verkündet wurde.

Dass ein solcher Rolls Royce, eine Nummer kleiner als sein großer Bruder, der Phantom, mit Sicherheit kommen würde, war schon seit längerem bekannt. Doch bislang firmierten Prototypen unter dem schmucklosen Kürzel RR4. Der Ghost kommt mit einer respektablen Länge von 5,40 m und der stattlichen Breite von 1,95 m daher. Bei einer Höhe von 1,55 m und dem gewaltigen Radstand von 3,30 m werden Passagiere ähnlich viel Platz in einem Meer von feinsten Ledern, Stoffen und Hölzern, wie im großen Phantom. Für standesgemäßen Vortrieb wird ein 6,6 Liter großer V12 sorgen, der seine Kraft von 507 PS über eine Achtgang-Automatik aus dem Hause ZF auf die Straße bringen wird. (autaro)

 

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April 20th, 2009

München, den 20. April (autaro) Meine erste Reise in den ehemaligen Ostblock führte mich in die damalige USSR, genauer gesagt nach Kiev, der heutigen Ukraine. Die Bilder, die sich damals vor meinen Augen enthüllten, waren prägend – riesige Autobahnen und Gebäude aus Stein wohin das Auge reicht. Alles weiß und sauber – enorme Kaufhäuser mit leeren Schaufenstern und nur sehr wenige Autos, die auf den breiten Straßen recht unbemerkt bleiben konnten. Hier regierten andere Marken als im Westen – Volga war die Luxuslimousine, Lada die gute Mittelklasse und Moskvich ein Auto für Jedermann. Von Opel und Volkswagen hatten nur wenige gehört, doch alle kannten den Namen des Symbols der Automobilindustrie, der im Osten einen absolut kultisch-mythischen Status genoss – Mercedes. Nur wenige haben einen live gesehen und nur Auserwählte haben einen gefahren. Diese Glücklichen schwärmten von der Perfektion der Stuttgarter Kreationen, von der unvergleichbar milden Traktion und dem zeitlos geschmackvollem Design.
30 Jahre später sieht es im Osten ganz anders aus – Staus blockieren alle großen Straßen in überaus westlicher Manier, die Kaufhäuser sind voll mit teurer Ware und Mercedes ist kein Mythos mehr, sondern ein fester Bestandteil der Realität. Der Lebensstandard hat sich erhöht und zum hohen Standard gehört eben auch die automobile Perfektion mit dem markanten Emblem aus Stuttgart. Diese bleibt nämlich ein Markenzeichen des Unternehmens – anscheinend für immer.

Sportlichkeit in Zeiten der Krise
Mercedes ist ein Synonym für Exklusivität. Die Verkaufszahlen des Stuttgarter Unternehmens unterliegen nicht den traditionellen Kalkulationen, sondern individuellen Regeln. Das, was in Frankreich oder Italien absolut keinen Sinn ergibt, ist in Stuttgart der einzige Weg zum Erfolg. Das beweist auch das neue Modell. Nur Tage nach der Premiere der neuen E-Klasse wurde auch die sportliche Version E63 AMG vorgestellt. Das macht aber nichts – die zwei Modelle setzen sich deutlich voneinander ab.
Der E63 AMG wird als Sportlimousine verkauft und das ist er auf jeden Fall. Auffallend ist unter anderem das Design. Dieses wird in Stuttgart anscheinend groß geschrieben, denn jede Kreation der Ingenieure ist ein zeitloses Meisterwerk. Auch hier macht sich diese Tendenz bemerkbar. Ein für Mercedes fast skandalöses Merkmal sind die im Vergleich zum Vorgänger etwas schärferen Seitenlinien. Diese wirken jedoch nicht irritierend und harmonieren auf eine fast exzentrische Art mit dem klassischen Kühlergrill nebst Mercedes-Stern. Ungewöhnlich sieht die hintere Partie aus, die ziemlich hoch angelegt ist. Doch auch sie ist im Einklang mit dem insgesamt klassischen Gesichtsausdruck der Limousine, denn sie vermittelt gleichwohl stilvolle Sportlichkeit und dynamische Qualität.

Im Innenraum
Nimmt man Platz im Innenraum, so weiß man sofort, dass man sich in einem Mercedes befindet. Im Vergleich zum Vorgänger ist das Modell um nur wenige Zentimeter gewachsen, diese machen sich aber sofort bemerkbar. Fahrer und Beifahrer genießen einen für Sportlimousinen recht untypischen Komfort, aber auch die Passagiere in der zweiten Reihe dürfen sich auf einen Ledersalon mit viel Kopf- und Beinfreiheit freuen. Darüber hinaus erfreut das Automobil mit viel Komfort-Zusatzausstattung – Ablagen, Getränke-Kühler, auf Wunsch sogar Entertainment-Center und vieles mehr. Exzellent ist auch die neue Ausführung des Comand-Systems mit beeindruckender Bildschirmgrafik. Neue Dimensionen eröffnet Mercedes überraschender Weise auch in der Klimaautomatik. Die Klimaanlage lässt sich kinderleicht vom Comand-Centre bedienen. Dabei stehen den Passagieren unzählige Möglichkeiten zum Justieren der passenden Atmosphäre in der Kabine zur Verfügung, zum Beispiel zur Steuerung der Luftintensität – hier darf der Mercedes-Fahrer zwischen diffus, normal oder fokussiert wählen.

Motorpower a lá Mercedes
Unter der Haube der neuen Sportlimousine brummt der aus dem Roadster SL zum großen Teil bekannte 6,3-Liter V8-Benziner. Die Kraft bietet durchaus beeindruckende Sportcharakteristiken an. Dem Fahrer stehen ganze 525 PS und 386 kW zur Verfügung, was einiges an Spaß auf der Autobahn verspricht. Das maximale Drehmoment von 630 Nm sorgt für eine exzellente Performance, die auch von dem perfekten 7-Gang-Automatikgetriebe unterstützt wird. Das letztere bietet statt des gewöhnlichen Drehmomentwandlers eine bahnbrechende nasse Anfahrkupplung an, was für eine bessere Entfaltung der Motorkraft sorgt.
Im neuen E63 AMG regiert der Frontantrieb. Dieser lässt sich in vier verschiedenen Fahrmodi justieren, die durchaus leicht zu bedienen sind. Im Automatikmodus kann der Fahrer entspannen. Hier übernimmt der Bord-Computer alle Befehle und wählt automatisch die besten Programme zur Steuerung des Triebwerks. Den Standardsprint von 0 auf 100 km/h schafft der Stuttgarter in beeindruckenden 4,5 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h.

Fazit
Der neue E63 AMG ist eine Mercedes-Kreation im besten Sinne des Wortes – das Modell besticht nicht nur mit Schein, sondern vor allem auch mit Sein. Er ist nicht nur stärker, sondern vor allem auch effizienter als der ohnehin sehr erfolgreiche Vorgänger. Trotz mehr PS schafft es die Stuttgarter Limousine auf weniger Spritverbrauch. 12,6 Liter SuperPlus schluckt die Sportlimousine auf 100 Kilometer – eine durchaus respektable Zahl für diese Motorleistung und auch für das Segment der Sportwagen. Dafür mussten die Ingenieure allerdings kräftig arbeiten: Um den Spritverbrauch zu senken, wurden eine Bremsenergie-Rekuperation und ein geändertes Generatormanagement betätigt – alles in allem eine revolutionäre Entwicklungen auf Stuttgarter Qualitätsniveau. (autaro)

 

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April 17th, 2009

München, den 17. April (autaro) Mit der staatlichen Umweltprämie ist das so eine Sache. Anfangs musste der Antragsteller noch nicht einmal den Fahrzeugbrief des abgewrackten Autos abgeben, erst als Polizeivertreter vor möglichen Betrugsfällen warnten, wurde die Regelung geändert. Mittlerweile müssen also Halter, die ihr heiliges Blechle haben verschrotten lassen, ihren Fahrzeugbrief entwerten lassen und Abgeben. Verhindert werden soll hierdurch, dass angeblich abgewrackte Fahrzeuge illegal weiterverkauft werden. Gelangt ein solches Fahrzeug allerdings über die europäische Grenze, beispielsweise nach Afrika, verliert diese Schutzmaßnahme ihre Wirkung.

Der Bundesvorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Wilfried Albishausen, erklärte am vergangenen Freitag, es seien mittlerweile mindestens 500 Fahrzeuge auf diese Weise nach Afrika gelangt. “Es handelt sich um professionelle Betrüger. Sie versuchen im großen Stil, abgewrackte Autos zu verkaufen“, warnte Albishausen und forderte umfangreiche Kontrollen in deutschen Häfen und unangekündigte Kontrollen deutscher Schrottplätze und Recyclingstellen. Anders ließe sich das Problem nicht in den Griff bekommen. Die Fälle wurden größten Teils an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, den mutmaßlichen Betrügern drohen empfindliche Geld- oder sogar Haftstrafen. Ferner handelt es sich nach Einschätzung des BDK bei den Betrügern kaum um Einzeltäter, vielmehr seien hier gut organisierte und professionell arbeitende Kriminelle am Werke. (autaro)

 

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April 16th, 2009

München, den 16. April (autaro) Autos mit Erdgasantrieb freuen sich zwar dank steuerlicher Erleichterungen und des gut ausgebauten Tankstellennetzes wachsender Beliebtheit. Doch gibt es nach wie vor Vorbehalte, insbesondere auf dem Gebiet der Fahrzeugsicherheit. Gerade nachträglich eingebauten Gasanlagen haftet hartnäckig der Ruf an, sie könnten während eines heftigen Auffahrunfalls explodieren, da der Gastank schlecht geschützt unter dem Fahrzeug angebracht sei. Zwar liest man praktisch nie von solchen Fällen, doch in den Köpfen der Autofahrer haben sich solche Szenarien komischerweise eingebrannt.

Abhilfe soll hier beispielsweise der neue Golf BiFuel schaffen, der ab Mai 2009 bei de3n VW-Händlern steht. Volkswagen verspricht eine höhere Betriebssicherheit, da der Gastank so in die Reserveradmulde des Kofferraums eingebaut wurde, dass er auch schwere Unfälle ohne Beschädigung überleben soll. Die Reichweite des Golf, der sowohl Gas als auch Benzin tanken kann, vergrößert sich laut VW auf bis zu 1.100 Kilometer. Billig ist das gute Gewissen gegenüber der Umwelt indes nicht. Der 98 PS starke Golf BiFuel kostet in der Basisversion, also als Golf Trendline bereits 21.150 Euro. Zum Einstiegsgolf, der als 80 PS-Benziner in der Ausstattungslinie Trendline mit 16.500 Euro zu Buche schlägt, ergibt sich bereits eine Preisdifferenz von 4.650 Euro. Bis sich dieser Betrag amortisiert hat, kann man mit dem Basis-Golf eine Menge Kilometer runterspulen. (autaro)

 

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April 15th, 2009

München, den 15. April (autaro) Fieberhaft arbeiten die großen Automobilhersteller unseres Planeten an Antriebskonzepten, die letzteren weniger in Mitleidenschaft ziehen sollen und unseren Kindern ein lebenswertes Klima erhalten sollen. Mit mäßigem Fortschritt. Dass es auch anders geht, zeigt uns der ehemalige VW-Designchef Murat Günak, der im Jahre 2007 gemeinsam mit dem Schweizer Investor Lorenzo Schmid das Projekt Mindset startete. Und das Ergebnis kann sich in jeder sehen lassen, optisch wie technisch.

Ein Elektromotor leistet 70 kW und mit 220 Nm ein beachtliches Drehmoment. Damit schafft der gerade einmal 800 Kilogramm schwere Viersitzer eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/ (elektronisch abgeregelt) und bewältigt den Sprint von Null auf Landstraßentempo in sieben Sekunden. – das ist mehr als alltagstauglich. Die Reichweite beträgt je nach Fahrweise zwischen 100 und 200 Kilometer, lässt sich allerdings mittels Range Extender auf gute 800 km erweitern. Der Range Extender, ein kleiner Verbrennungsmotor, der als Elektro-Generator die Lithium-Ionen-Akkus lädt, leistet 17 kW. Der Clou allerdings ist eine Sammlung moderner Solarzellen auf dem Dach. Diese erweitern, zumindest bei schönem Wetter, die Reichweite um zusätzliche 15 km, womit sich kurze Fahrten allein mit reiner Sonnenenergie erledigen lassen.

Noch sind Günak und Lorenzo auf der Suche nach einem Großinvestor. Sollte sich dieser finden, ist ein Absatz von 10.000 Mindset pro Jahr geplant, mit der Auslieferung könnte noch dieses Jahr begonnen werden. Und die ersten Bestellungen liegen auch schon vor. (autaro)

 

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April 14th, 2009

München, den 14. April (autaro) Das Chaos um die wirtschaftlich fragwürdige aber ausgesprochen beliebte Umweltprämie ist der Bundesregierung, insbesondere dem Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), sichtlich peinlich – zurecht. Denn selten wurde in so kurzer Zeit so viel skandiert, relativiert und schließlich wieder dementiert, wie in den vergangenen Wochen zum Thema Umweltprämie. Schlussendlich einigte man sich auf eine massive Aufstockung der Fördermittel, insgesamt sollen fünf Milliarden Euro aus dem Staatssäckel in die (internationale) Automobilindustrie fließen.

Derweil wird die Auszahlung der Prämien an die einzelnen Haushalte noch eine ganze Weile dauern, vermutlich bis in das Jahr 2010 hinein. Von den rund 1,2 Millionen Anträgen, die bis einschließlich Ostermontag beim BAFA eingegangen sind, wurden bisher gerade einmal 70.000 bearbeitet. Einem Bericht der “Westdeutsche Allgemeine Zeitung” zufolge, die sich auf das BAFA beruft, seien derzeitig 30 Mitarbeiter mit der Bearbeitung der Anträge beschäftigt, wodurch pro Woche gut 25.000 Anträge bearbeitet werden könnten. Eine massive Verstärkung des Personals sei jedoch bereits geplant.

Dass die Prämie auch in den nächsten Monaten weiter in voller Höhe gewährt werden wird, kann indes als sicher betrachtet werden. Dies versicherten erneut der CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer und der SPD-Kanzlerkandidat und Außenminister Frank-Walter Steinmeier vergangene Woche nach einer Sitzung des SPD-Präsidiums in Berlin. (autaro)

 

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April 9th, 2009

München, den 09. April (autaro) Mit dem Insignia hat Opel bewiesen, dass in Rüsselsheim ein frischer Wind weht. Das Topmodell verkauft sich wie geschnitten Brot und die Kunden sind zufrieden. Der Corsa, mittlerweile im dritten Produktionsjahr, kann ebenfalls überzeugen und findet dank der Umweltprämie reißenden Absatz. Ab Oktober dieses Jahres sollen zufriedene Gesichter nun auch aus dem dritten Volumenmodell, dem Opel Astra schauen, der seit dem Opel Kadett das eigentliche Rückgrat in der Modellfamilie der Rüsselsheimer bildet. Und gerade in dieser Klasse liegt die Messlatte dank VW Golf und Ford Focus hoch.

Optisch kann bereits jetzt festgestellt werde, dass Opel der Coup gelungen ist. Die neue Designsprache, die mit dem Insignia Einzug gehalten hat, wird eins zu eins auf den neuen Kompakten übertragen – fesch. Und auch im Innenraum erkennt man die neue Opel-Sprache auf Anhieb, außerdem werden Features wie das adaptive Fahrwerk mit drei Kennlinien oder die Verkehrsschilderkennung OpelEye aus der Oberklasse übernommen. Gegenüber dem Vorgänger hat sich außerdem der Qualitätseindruck spürbar verbessert, genau wie die verwendeten Materialien. Das neue Cockpit erfreut wie das des Insignia mit einem Hauch von Oberklasse und soll außerdem mit tausenden von Ablagemöglichkeiten, Fächern und Getränkehaltern deutlich praxisgerechter daherkommen, als das des Vorgängers. Ab 16.300 Euro fährt man mit dem 1,4 Liter Benziner mit 80 PS vom Hof des Händlers. Weiter unten in der Preisliste werden sich neue Downsizing-Maschinen finden, beispielsweise ein 1,4 Liter Turbo mit 136 oder 180 PS. Die Turbodiesel 1,3, 1,7 und 2,0 CDTI sollen indes eine CO2-Bilanz von unter 120 Gramm pro Kilometer möglich machen.

Sollte Opel finanziell wieder auf die Beine Kommen, könnte der traditionsreiche deutsche Autobauer mit dem Astra endgültig aus der Krise fahren. (autaro)

 

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April 8th, 2009

München, den 08. April (autaro) Den beinahe einprägsamsten Werbeslogan der letzten Jahrzehnte prägte Anfang der 90er Jahre Mercedes, als die legendäre S-Klasse der Baureihe W 126 auf das Altenteil geschickt wurde. „Freuen Sie sich auf die neue S-Klasse“. Auch wenn die aktuelle Baureihe nur ein Facelift erfährt, also optisch nur dezent überarbeitet wird, halten einige Neuerungen Einzug.

Optisch begnügt man sich, wie bereits erwähnt, mit dezenten Retuschen, der Kühlergrill wurde stärker gepfeilt, es gibt ein Tagfahrlicht und auf Wunsch LED-Rückleuchten. Außerdem sind künftig bei allen Modellen die Auspuffendrohre sichtbar. Im Innenraum finden ebenfalls nur dezente Änderungen statt, auffälligstes Extra ist künftig die Ambientebeleuchtung, die das Innere der S-Klasse wahlweise in bernsteinfarbenes, weißes oder eisblaues Licht hüllt. Außerdem hält eine Flut weiterer Assistenzsysteme Einzug wie beispielsweise ein adaptiver Fernlicht-Assistent, ein Spurhalte-Assistent, ein Geschwindigkeitslimit-Assistent, ein Abstandsradar mit Pre-Safe-Bremse, eine Müdigkeitserkennung, eine automatische Seitenwindstabilisierung und eine Torque Vectoring Bremse, welche die S-Klasse im Grenzbereich stabilisiert, indem sie gezielt einzelne Räder einbremst.

Unterdessen feiert unter der Haube der neue Hybridantrieb des S 400 Hybrid Premiere, eine Kombination aus dem bekannten 3,5-Liter V6 Benziner, dessen Leistung von 279 PS Unterstützung durch einen E-Motor erhält, der nochmals 20 kW beisteuert. Den Japanern ist Mercedes hier bei der Wahl moderner Lihium-Ionen-Akkus einen Schritt voraus, rein elektrisches Fahren ist mit der neuen S-Klasse allerdings noch nicht möglich. Mercedes gibt übrigens eine Gesamtleistung von 299 PS und ein maximales Drehmoment von 385 Nm an. Den Durchschnittsverbrauch, den Mercedes mit 7,9 Litern Super pro 100 Kilometer angibt, muss ein Praxistest freilich noch bestätigen. (autaro)

 

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April 7th, 2009

München, den 07. April (autaro) Die Erfindung des Radnabenmotors ist keineswegs neu, bereits 1900 präsentierte Ferdinand Porsche auf der Weltausstellung in Paris das erste Fahrzeug mit elektrischem Motor direkt in der Radnabe. Der nächste prominente Vertreter seiner Art war das Mondfahrzeug der NASA.

Jüngst entwickelte nun der Reifenhersteller Michelin eine neue Generation von Radnabenmotoren. Doch nicht nur der Motor ist direkt in das Rad integriert, sondern auch noch die Bremse sowie die Schraubenfeder nebst zugehörigem Stoßdämpfer. Dieses Active-Wheel-Modul eröffnet potentiellen Abnehmern aus der Automobilindustrie neue Freiheiten bei Konstruktion und Gestaltung neuer E-Fahrzeuge, denn das kompakte Bauteil lässt alle nur denkbaren Kombinationen, ob Heck-, Front- oder Allradantrieb zu und ermöglicht die einzelne Steuerung eines jeden angetriebenen Rades. Die Angst vor zu großen ungefederten Massen kann Michelin übrigens zerstreuen: da durch die integrative Bauweise schwergewichtige Bauteile wie beispielsweise der Achslenker, die Spurstangen usw. entfallen und der Motor nur sieben Kilogramm wiegt, belaufen sich die ungefederten Massen an der Vorderachse auf unter 35 Kilogramm – ein herkömmlicher Kleinwagen hat hier bereits ein paar Kilo mehr zu schleppen. Dass der E-Motor im Schubbetrieb als Generator arbeitet und frei werdende Energie so nutzbar macht, erklärt das Bauprinzip.

Gemeinsam mit dem französischen Autokonstrukteur Heuliez wurde nun ein Elektroauto mit modernen Lithium-Ionen-Akku, der Will entwickelt. Da bei der beschriebenen Konstruktion schwere Komponenten wie das Getriebe und das Achsdifferenzial entfallen, wiegt das Fahrzeug gerade einmal 900 Kilogramm. Daraus errechnet sich ein Stromverbrauch von 15 Kilowattstunden auf 100 Kilometer, was bei den derzeitigen Strompreisen ca. zwei Euro bedeutet. In einem Jahr soll das Fahrzeug serienreif sein und damit die vielleicht beste Erfindung des Jahres. (autaro)

 

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April 6th, 2009

München, den 06. April (autaro) Bei dem schwedischen Traditionsunternehmen Saab, das wie die deutsche Marke Opel zum strauchelnden US-Konzern General Motors gehört, ist die Produktion wieder angelaufen. Das Unternehmen musste Insolvenz anmelden, nachdem Bemühungen der Schwedischen Regierung gescheitert waren, zusammen mit dem Mutterkonzern GM und der US-Regierung eine Lösung zur Sanierung des schwer angeschlagenen Unternehmens zu finden. Die schwedische Regierung hatte sich von der GM-Konzernführung nicht unter Druck setzen lassen und milliardenschwere Hilfen an massive Bedingungen geknüpft.

Die Insolvenz macht den Weg frei für eine eigenständige Produktion, ein hierfür zwingend erforderlicher Investor wurde allerdings noch nicht gefunden. Der bisherige Konzernchef Jan-Åke Jonsson sagte in der Zeitung “Svenska Dagbladet”, es gebe derzeit “sieben bis acht seriöse Kaufinteressenten”. Sollte sich in der gesetzlich geregelten Übergangsfrist keine endgültige Lösung finden, muss der GM-Konzern neue Gelder zur Verfügung stellen, um die Produktion weiter am Laufen zu halten. Dies könnte schlussendlich doch das Aus für die schwedische Marke bedeuten. (autaro)

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