Archiv für Mai, 2009
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Mai 29th, 2009

München, den 29. Mai (autaro) Wer kennt diese Situation nicht? Man rempelt mit dem eigenen PKW einen anderen an, denkt sich, dass es eigentlich nicht so schlimm gewesen sein kann und nach dem Werkstattbesuch kommt dann die böse Überraschung – eine teure Reparatur. Denn oft befinden sich die Stoßfänger unterschiedlicher Autos nicht auf gleicher Höhe, oder aber sie sind unterschiedlich breit, unterschiedlich hart und haben unterschiedliche Deformationszonen, also Bereiche, in denen sie sich stärker verformen als in anderen, steiferen Bereichen.

Dieser Missstand könnte sich ab 2010 ändern. Dann nämlich werden neu entwickelte PKW nicht mehr allein zur Überprüfung des Insassenschutzes auf eine harte Betonbarriere gefahren. Sondern auf einen genormten Stoßfänger. Danach lässt sich dann gut erkennen, ob kostspielige Ersatzteile wie beispielsweise die Motorhaube oder die Front- und Nebelscheinwerfer stärker in Mitleidenschaft gezogen wurden, als eigentlich nötig. Die Versicherer wollen auf diese weise erreichen, dass die Hersteller gleiche oder ähnliche Maßstäbe bei der Konstruktion der nachgiebigen Fahrzeugteile anlegen und so viel Geld für Reparaturen einsparen. Sollten der vordere und der hintere Stoßfänger eines Autos dann nicht den gestellten Anforderungen entsprechen, kann die Versicherung das Fahrzeug bei der Typklasseneinstufung um eine Klasse schlechter einstufen, bekommt also vom Halter mehr Geld. Den Verbraucher sollte die neue Regelung freuen. Angst um das eigenständige Design der „eigenen“ Marke muss er sich indes nicht machen. Auf die Frage, ob solche Vorgaben die Kreativität der Designer einschränke, teilte Stefan Sielaff, Chefdesigner bei Audi, mit: “Es ist unsere professionelle Aufgabe, alle Themen unter einen Hut zu bekommen.” (autaro)

 

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Mai 28th, 2009

München, den 28. Mai (autaro) Nach und nach trimmt Volkswagen alle seine Modelle auf den neuen Familien-Look, der mit dem Scirocco und dem Golf VI Ende letzten Jahres erstmalig gezeigt wurde. So trifft es nun, nachdem erste Bilder des überarbeiteten Golf Variant gezeigt wurden, auch den Touran. Vermutlich wird auch dieser serienmäßig einen schwarzen Kühlergrill bekommen, Chromeinlagen zieren bei VW bisher nur die Modelle ab Ausstattungslinie Comfortline. Außerdem wird der Innenraum aufgehübscht, neue Farben und Intarsien sollen die oft bemängelte Tristesse des beliebten Touran vertreiben.

Neben neuen Leichtmetallfelgen, die dem Touran mehr Eigenständigkeit in der Volkswagen-Familie bescheren sollen, verpasst man ihm natürlich die neue Motorenpalette. Dabei fallen allerdings die Einstiegsmotoren des Golf weg, los geht es erst mit dem 1,4-Liter TSI mit 122 PS. Darüber rangiert der bekannte 1,8-Liter-TFSI. Die Dieselfraktion unter den Touran-Käufern wird sich über die neuen, effizienteren 1,6-Liter-Commonrail-Motoren freuen, die zudem noch wesentlich kultivierter laufen, als ihre Vorgänger. Sie decken ein Leistungsspektrum bis 110 PS ab, darüber gibt es noch den Zweiliter-TDI, der 140 PS leistet und mit Sechsgang-DSG kombiniert werden kann. Die Benziner kommen dank ihres schwächeren Drehmomentes auf Wunsch in den Genuss des Siebengang-DSG mit Trockensumpf-Schmierung. (autaro)

 

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Mai 27th, 2009

München, den 27. Mai (autaro) Dass Deutschland nicht nur die Hybrid-Technologie, sondern auch die Entwicklung leistungsfähiger Akkus verschlafen hat, zeigt sich deutlich in der Kooperationswut, die die großen Automobilhersteller jüngst gepackt hat. So hat sich, um nur eine Beispiel zu nennen, gerade erst Mercedes mit dem US-Hersteller Tesla auf eine enge Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Elektroantriebe verständigt (s. autaro-news vom 20.Mai).

Volkswagen sucht nun den Schulterschluss mit dem chinesischen Autobauer und Akkuhersteller BYD, was für den blumigen Firmennamen “Build Your Dreams” steht. Der chinesische Großkonzern verfügt bereits über Erfahrungen mit der Hybrid-Technologie und sorgte bereits Mitte 2008 mit einer Hybrid-Limousine für Aufsehen, die zum Preis von 9.500 Euro an den Start gehen sollte. Ferner ist BYD nach eigenen Angaben der weltweit zweitgrößte Hersteller leistungsfähiger Lithium-Ionen-Akkus für Handys. Diese Woche unterzeichneten der BYD-Vorstandsvorsitzende Wang Chuanfu und VW-Chef Martin Winterkorn ein “Memorandum of Understanding”, das die Zusammenarbeit in diesen beiden wichtigen Bereichen besiegeln soll. VW-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg teilte während des Besuchs einer chinesischen Delegation in Wolfsburg mit: “Volkswagen wird seine erfolgreichen BlueMotionTechnologies konsequent ausbauen.“ Außerdem stellte Hackenberg klar, dass es nicht beim reinen Verbrennungsmotor bleiben werde, sondern dass Elektroantrieb und Hybridtechnologie in die BlueMotion-Linie integriert würden. “Insbesondere für den chinesischen Markt könnten potenzielle Partner wie BYD uns beim zügigen Ausbau unserer Aktivitäten unterstützen” (autaro)

 

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Mai 26th, 2009

München, den 26. Mai (autaro) Fiat hat sein Übernahmekonzept für die General Motors (GM)- Tochter Opel nachgebessert. Im Kern reduzierten die Italiener ihre Forderung nach sieben Milliarden Euro in Bürgschaften um eine Milliarde. Außerdem sieht der Plan eine garantierte Rückzahlung der sechs Milliarden innerhalb der nächsten vier Jahre vor.

Außerdem legte Fiat-Chef Sergio Marchionne einen milderen Plan für den unumgänglichen Stellenabbau vor. In ganz Europa würden der Übernahme rund 10.000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen, davon aber höchstens 2.000 in Deutschland. Und Fiat versichert, man wolle in Deutschland keine Werke schließen. Konkret bedeutet das, dass es in den Standorten Rüsselsheim und Bochum zu Personalkürzungen kommen würde, während der Standort Kaiserslautern nur noch auf die dort angesiedelte Komponentenproduktion reduziert würde. Die Standorte Aspern (Österreich) und Szentgotthard (Ungarn) würden ebenfalls überleben, allerdings nur mit Stellenabbau. Unverändert bliebe die Situation in Italien und Polen.

Zum Mutterkonzern selbst erklärte Marchionne, er wolle das komplette Autogeschäft schuldenfrei in den geplanten neuen Konzern überführen. Fehlen würden hierbei die Edelmarken Maserati und Ferrari. (autaro)

 

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Mai 25th, 2009

München, den 25. Mai (autaro) Volkswagen baut seine BlueMotion-Serie konsequent aus, an der Reihe ist nun auch das große SUV, der Touareg. Dabei sind die Veränderungen so einfach wie effektiv: eine geänderte Elektronik lässt den bekannten Dreiliter-Diesel mit 225 PS knauseriger mit dem Sprit umgehen. Zudem wird die Lichtmaschine teilweise entkoppelt, lädt sich nun nur noch beim Beschleunigen auf, was letztlich ebenfalls den Verbrauch senkt. Schließlich wird, wie bisher bei allen Modellen mit BlueMotion-Technik, die Karosserie um 25 Millimeter tiefer gelegt, die Achsübersetzung verlängert und Leichtlaufreifen aufgezogen. Laut Volkswagen verbraucht der Touareg dank dieser Maßnahmen nur 8,3 Liter Diesel pro 100 Kilometer, was gegenüber dem serienmäßigen Touareg 3.0 TDI eine Ersparnis von rund 10 Prozent bedeuten würde.

Dies alles sind löbliche Entwicklungen. Doch wirft sich angesichts der Einfachheit, mit der hier recht ordentliche Ergebnisse hinsichtlich des Durchschnittsverbrauchs erzielt werden, die Frage auf, warum nicht alle Modelle serienmäßig entsprechend ausgerüstet werden. Die Anschaffung eines schweren SUV nur für die mittägliche Fahrt zum Supermarkt oder um morgens und nachmittags die Kinder durch die Gegend zu chauffieren, rechtfertigt indes auch dieser Touareg nicht. (autaro)

 

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Mai 22nd, 2009

München, den 22. Mai (autaro) Der Honda Insight, dessen Verkauf in Deutschland gerade erst begonnen hat, wird in Japan bereits seit Januar dieses Jahres verkauft. Dort hat er sich also bereits bewährt. Nun macht er allerdings als meistverkauftes Auto Japans Schlagzeilen, wie die Zulassungsstatistik April 2009 belegt: 19.475 Insight verkaufte Honda in Japan in den ersten drei Monaten seit seiner Markteinführung. Das bedeutet ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 256 Prozent und richtet sich deutlich gegen den allgemeinen Trend. Denn in Japan ging der Inlands-Jahresabsatz um 28,6 Prozent zurück. Für den Hersteller selbst bedeuten diese Zahlen, dass jeder dritte in Japan zugelassene Honda im besagten Zeitraum ein Insight war.

Doch auch die Fahrzeuge mit konventioneller Antriebstechnik verkaufen sich in Japan derzeit prächtig. Der Honda Jazz, der dort allerdings den Namen Honda Fit trägt, ist das meistverkaufte Auto des Jahres 2008, in diesem Jahr wurde er bisher nur vom Insight überflügelt. Währenddessen sieht es bei der japanischen Konkurrenz weniger rosig aus: Der Branchenprimus Toyota musste gegenüber dem Vormonat einen Absatzeinbruch von insgesamt 32,5 Prozent hinnehmen, seine Nobeltochter Lexus immerhin 25,7 Prozent. Mitsubishi ließ mit 28,6 Prozent ebenfalls Federn und besonders happig kam es für Nissan. Ganze 38,7 Prozent Rückgang musste der Hersteller gegenüber dem Vormonat März hinnehmen. Da kann sich Honda mit einem Plus von vier Prozent auf die Schulter klopfen. (autaro)

 

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Mai 21st, 2009

München, den 21. Mai (autaro) Auf der Suche nach einem ausgereiften Elektroantrieb, wollte sich die Redaktion von autaro.de den abgefahrenen Tango T600 unbedingt einmal näher ansehen. Das Modell zirkuliert seit etwa vier Jahren in den Kreisen der großen und kleinen Hersteller und gilt als eine der erfolgreichsten Entwicklungen im Bereich der umweltfreundlichen Antriebe. Der Tag, an dem das erste elektrogetriebene Fahrzeug die Werke eines großen Herstellers verlassen wird, liegt derzeit wohl noch in ferner Zukunft. Bis dahin bestimmen die sporadischen Entwicklungen der kleineren Auto-Meister wie der Tango, entwickelt und hergestellt von dem zumindest in Europa recht unbekannten US-Produzenten Commuter Cars, den internationalen Markt.

Nicht abschrecken lassen!
Warum die Automobilproduzenten elektrogetriebene Autos unbedingt mit abgefahrenem Design kombinieren, bleibt eine der größten Mysterien der Automobilbranche. Der Elektroantrieb ist keine modische Erscheinung aus der Zukunft, sondern ein etwas verspätetes Muss für die Gegenwart. Der Tango T600 macht hierbei keine Ausnahme. Ich verspreche Ihnen – so ein Automobil haben Sie bis jetzt noch nicht gesehen. Die ganze Extravaganz fängt doch nicht bei der Länge an. Mit 2,57 Metern bewegt sich der kleine Amerikaner in der durchaus bekannten smart-Klasse. Mit seiner Breite von gerade mal 99 Zentimetern eröffnet er sein eigenes Segment. Ich wiederhole das nochmals, um sicher zu gehen, dass es alle gelesen haben – die Breite beziffert genau 99 Zentimeter. Wenn man sich das Automobil anschaut, kann man sich dem Gefühl nicht entziehen, dieses Auto in könnte in die eigene Hosentasche passen.
Das Geheimnis – wenn das überhaupt ein Geheimnis ist – liegt in der Position der Sitze. Platz gibt es für genau zwei Passagiere – Fahrer und einen Beifahrer, der dem Fahrer wohl nicht unbedingt sympathisch ist. Denn der zweite Passagier sitzt nicht neben dem Fahrer, sondern hinter ihm. Ungewohnt, aber durchaus praktisch – so muss man sich nicht immer ein Gesicht anschauen, das man vielleicht nicht so gerne sieht.

Eine Kinderportion?
Nein, das heißt natürlich nicht, dass der Tango T600 mit Pommes und Fischstäbchen geliefert wird. Vielmehr heißt es, dass das Modell nur die Hälfte eines Standardparkplatzes braucht. Das eröffnet neue Perspektiven in der Stadt, denn der Tango lässt sich in den kleinsten Lücken parken. Im Innenraum herrscht ein extravagantes, sportliches Feeling. Vermittelt wird dieses unter anderem von den Sparco-Rennsitzen mit den Hosenträgergurten, bei deren Entwicklung es nicht nur um das Show-Element geht…

Man glaubt seinen Augen nicht…
Die Elektrobatterie des Tango T600 wiegt stolze 450 Kilogramm, was zu dem Gesamtgewicht von 1400 Kilogramm führt – nicht gerade das, was man sich als Kinderportion vorstellt. Für dieses Gewicht bringt das Aggregat jedoch eine respektable Leistung auf der Straße. Das Drehmoment von 1355 Newtonmetern ist schwindelerregend und beschleunigt den Tango in nur 4 Sekunden auf Tempo 100. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 240 km/h, was auch für so manche Luxuslimousine mit umweltbelastendem Verbrennungsmotor nicht zu machen ist. Ausgestattet ist das Automobil mit einem speziellen Stabilitätsprogramm, damit der Schmalspurwagen vor lauter Kraft nicht aus dem Gleichgewicht kommt. Verlassen kann man sich auf die Technik hier zu jedem Zeitpunkt.

Ein Tango aus der Zukunft
Der Tango T600 hat sehr gute Chancen, das Umwelt-Auto des Jahres zu werden – seine Elektrobatterie ist stark genug, um sogar sportliches Feeling zu vermitteln. Das Design ist extravagant, modern und wirklich bahnbrechend. Darüber hinaus zeigt sich das Automobil als durchaus praxistauglich. Das Triebwerk hat eine Laufzeit von 120 Kilometern, wonach der Tango für etwa drei Stunden an die Steckdose muss. Das kann man durchaus verschmerzen – im Alltag sind 120 Kilometer völlig ausreichend. Beim Preis hapert es allerdings. Stolze 85.000 US-Dollar verlangt der Hersteller für diese revolutionäre Entwicklung. Das liegt aber nur daran, dass das Modell in sehr kleinen Auflagen hergestellt wird. Mit einem starken Investor kann die Zukunft des amerikanischen Tangos ganz anders aussehen. (autaro)

 

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Mai 20th, 2009

München, den 20. Mai (autaro) Gestern gab Mercedes seine Beteiligung an dem amerikanischen Elektroauto-Konstrukteur Tesla bekannt. Dass solche Beteiligungen auch immer etwas mit dem Einkauf von Know-How zu tun haben, wird auf beiden Seiten niemand leugnen, und auf dem heiß umkämpften Feld der Elektroantriebe wundert es ohnehin, dass nicht schon viele mehr auf die gemeinschaftliche Forschung setzen.

Aus Unternehmenskreisen dringen nun nach und nach Details der geplanten Koalition für den E-Antrieb nach außen. So scheint der einfache und zugleich geniale Plan, die aktuelle A-Klasse auf den E-Antrieb umzurüsten, in greifbare Nähe zu rücken. Denn für das Jahr 2011 plant Daimler die Neuauflage der erfolgreichen A-Klasse, allerdings nicht wie bisher mit dem aufwendigen doppelten Boden, in dem bisher Teile wie Antriebsstrang, Getriebe und dergleichen Platz finden. Aus Kostengründen wird die neue A-Klasse mit einem klassischen Aufbau auf konventionellem Chassis daherkommen. Für Tesla ein Geschenk: denn der doppelte Boden schafft jede Menge Platz für die Lithium-Ionen-Batterien, die dann die Energie für das neue Tesla-Einstiegsmodell liefern sollen. Die Kunden des umweltfreundlichen Fahrzeuges wird es ebenfalls freuen, denn die aktuelle A-Klasse freut sich großer Beliebtheit und gilt als ausgereift und zuverlässig. Es scheint also, als dürften wir uns auf ein Elektroauto mit jeder Menge Alltagstauglichkeit bereits in zwei Jahren freuen. Hoffentlich auch zu einem erschwinglichen Anschaffungspreis. (autaro)

 

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Mai 19th, 2009

München, den 19. Mai (autaro) In den USA zeigt man sich skeptisch gegenüber den Plänen der Bundesregierung, Opel zwischenzeitlich durch einen Treuhänder verwalten zu lassen, um so eingesetztes Kapital vor Zugriffen durch Gläubiger des Mutterkonzerns General Motors (GM) zu schützen. Opels Betriebsratschef Klaus Franz ist hingegen der Meinung, man solle diese Skepsis nicht überbewerten. Er brachte es gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) gestern auf den Punkt: “Wer bezahlt, der bestellt auch.” Gemeint war damit, dass die Amerikaner die Bedingungen der Bundesregierung werden, schließlich stellt diese dringend benötigte Mittel in beträchtlicher Höhe in Aussicht.

Laut Franz ist die Lage des angeschlagenen Traditionsunternehmens aus Rüsselsheim besser, als gemeinhin angenommen. “Wir brauchen die Brückenfinanzierung, um dann in Ruhe gemeinsam mit der Bundesregierung und General Motors einen Partner zu suchen.” Geht es nach Franz und vermutlich nach der Mehrheit aller Beschäftigten, wäre der neue Eigner einer hierfür gegründeten Opel Europa AG der österreichisch-kanadische Konzern Magna. Franz zeigte sich begeistert von der Gründlichkeit, mit der eine mögliche Übernahme seitens Magna und seiner Spezialisten geprüft wurde. “Die sind das von innen nach außen angegangen” bemerkte der Betriebsratschef anerkennend, der für die Pläne Fiats weniger Zuspruch übrig hat. Fiat verließe sich allein auf eine Analyse des Unternehmensberaters Roland Berger und unterstellt Fiat-Chef Sergio Marchionne, es ginge bei der geplanten Übernahme Opels hauptsächlich um die Hilfen der Bundesregierung in Milliardenhöhe. (autaro)

 

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Mai 18th, 2009

München, den 18. Mai (autaro) Der Zuffenhausener Sportwagenbauer Porsche steckt möglicherweise tiefer in der Krise, als bisher angenommen. Durch die gescheiterte Übernahme Der Volkswagen AG steckt das Traditionsunternehmen, das unter Wendelin Wiedeking zu einer der wertvollsten Marken Deutschlands avancierte, tief in den roten Zahlen. Offenbar so tief, dass nach Berichten der „Bild“ ein „gefährlicher Liquiditätsengpass“ droht, sollte es nicht gelingen, binnen zwei Wochen Kreditlinien von mindestens einer Milliarde Euro zu verlängern. Unbestätigten Meldungen zufolge habe sich Porsche auch bereits bei der KfW nach den Bedingungen für einen Staatskredit in Höhe von rund einer Milliarde Euro erkundigt. Ein Unternehmenssprecher dementierte indes eilig: “wir geben nicht bekannt, mit welchen Banken wir reden.”

Unter der Belegschaft formiert sich währenddessen Widerstand gegen das Geschacher der Unternehmerfamilien Porsche und Piëch. Betriebsratschef Uwe Hück warf Piëch „Verrat“ vor. Piëch hatte sich öffentlich zu den Schwierigkeiten geäußert, die Porsche aktuell bei der Beschaffung neuer Kredite habe. Für diese Woche rief Hück tausende Mitarbeiter des Sportwagenbauers zu Demonstrationen auf. (autaro)

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