Archiv für Juni, 2009
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Juni 30th, 2009

München, den 30. Juni (autaro) Was sich zuerst anhört wie ein verspäteter Aprilscherz, ist bei genauerer Überlegung eigentlich ein kleiner Geniestreich: der britische Sportwagenhersteller Aston Martin, der wie kaum ein anderes englisches Fabrikat für Sportlichkeit in höchst exklusivem Kleid steht, plant einen Kleinwagen. Zwar feiert eine weitere Karosserievariante demnächst Premiere, nämlich die Limousine Lagonda. Doch die Ankündigung eines Stadtflitzers, der auf den Namen Cygnet hören soll, ist eine kleine Sensation.

Freilich ist sie auch ein Tribut an die Flottenverbrauchsregelung. Die kann für Aston Martin angesichts der bisherigen Motorenpalette, die sich ausschließlich durch großvolumige Acht- und Zwölfzylinder zusammensetzt, irgendwann ganz schön teuer werden. Eine weitere Überraschung ist der Kooperationspartner: die Plattform wird nämlich Toyota liefern, auf ihr basiert der kürzlich vorgestellte Winzling Toyota IQ. Damit ist dann auch sicher, dass unter dem Blechkleid bewährte Toyota-Technik zum Einsatz kommen wird – kein Nachteil, wirft man einen Blick auf die Pannenstatistik der Japaner. Zwar befindet sich das Projekt noch in seiner frühesten Entwicklungsphase, doch Aston Martin-Chef Ulrich Bez gibt sich optimistisch: „Es liegt noch viel Arbeit vor uns, aber ich bin zuversichtlich, dass dieses Projekt schon in naher Zukunft Realität wird“ erklärte Bez und fuhr fort: „Mit dem Cygnet werden wir erstmals die Aston Martin-Markenwerte und die Aston Martin-Designsparche in des Kleinwagensegment einbringen.“ (autaro)

 

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Juni 29th, 2009

München, den 29. Juni (autaro) Bereits seit geraumer Zeit sind der insolvente US-Konzern General Motors (GM) und der chinesische Spezialmaschinen-Hersteller Sichuan Tengzhong in Verhandlungen zum Verkauf der Geländewagenmarke Hummer. GM muss sich von mehreren seiner Marken, darunter auch Opel und Saab trennen, um gestärkt aus der Insolvenz herausgehen zu können. Dabei galt Hummer als das Problem-Kind in der GM-Familie, für den Hersteller Sprit fressender Ungetüme wollte sich zunächst kaum ein Käufer finden lassen.

Die Verhandlungen sind nun soweit gediehen, dass es eigentlich nur noch eine Hürde zu überwinden gilt: die Zustimmung der chinesischen Regierung. Und diese scheint plötzlich ihr grünes gewissen entdeckt zu haben, laut mehrerer chinesischer Medien sei der Flottenverbrauch der Marke Hummer zu hoch, die Zustimmung wurde daher bislang nicht erteilt. Außerdem moniert das chinesische Handelsministerium, dass Sichuan Tengzhong nicht über das nötige Know-how zum Bau dieser Sorte Auto verfüge.

Zwar wollten die chinesischen Behörden zu dem geplanten Kauf von Hummer bisher nicht offiziell Stellung nehmen, die chinesische Tageszeitung „People’s Daily“ zeigte sich aber dennoch optimistisch. Das Gebot, das Sichuan Tengzhong an GM gerichtet hat, sei „vernünftig und normal“. Zwar gibt es auch hierzu keine offiziellen Meldungen, doch gehen Branchenkenner von rund 100 Millionen Dollar aus, das entspricht umgerechnet 71 Millionen Euro. (autaro)

 

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Juni 29th, 2009

München, den 29. Juni (autaro) Von Automobil- und Wirtschaftskrisen scheint der führende französische Hersteller wenig gehört zu haben. Die Absatzzahlen von Renault und seinen Tochtermarken blieben im vergangenen Jahr auf einem konstanten Niveau und vor kurzem meldete sich der Hersteller auch noch mit einer sehr erfreulichen Nachricht: Der Monat Mai 2009 war deutlich erfolgreicher als der Mai 2008. Ist die Wende in der Autobranche somit geschafft? Oder ist das nur ein Ergebnis, das in die Wirtschaftsschulbücher als Ergebnis einer erfolgreichen Modellpolitik, konsequentem Management und gutem Marketing eingehen wird? All das wird sich in naher Zukunft zeigen. Was wir jetzt schon wissen ist, dass Renault seine Modellpalette konsequent entwickelt, immer auf höchste Qualität achtet und das Wort „Langeweile“ in seinem Wortschatz nicht vorkommt. Das beweist einmal mehr auch der neue Mégane Grandtour.

Aufregendes Design
Bekanntlich zählt die Redaktion von autaro.de zu den treusten Fans des französischen Automobildesigns. Auch der neue Renault enttäuscht nicht. Geschwungene Linien, elegante Front und sportliche Silhouette sind die dominierenden Merkmale des Exterieurs. Die Formgebung – ganz im Stil des gerade überall dominierenden post-modernistischen Stils – zeichnet sich durch eine spannungsvolle Signatur aus. Den Renault-Designern ist etwas Beeindruckendes gelungen – eine Balance zwischen Dynamik und Eleganz, zwischen Modernität und Klassik. Das markante Heck, die lang gestreckte, zum Heck hin abfallende Dachlinie und die nach hinten spitz zulaufenden Seitenscheiben sollen sowohl Familienväter als auch seriöse Geschäftsmänner ansprechen.

Salonartiger Innenraum
Nehmen wir nun Platz im Innenraum! Im Vergleich zu vielen Mitbewerbern wartet hier der neue Renault mit viel Raum und Komfort auf. Der aktuelle Mégane ist um 5,9 Zentimeter länger und um 2,7 Zentimeter breiter als der Vorgänger. Diese Vergrößerung wurde wirklich gut ausgenutzt, um Fahrer, Beifahrer, zwei erwachsenen Passgieren und einem Kind genügend Kopf- und Beinfreiheit anzubieten. Dies gilt auch für lange Reisen. Sonnenschirme, Koffer voll mit Klamotten und Souvenirs – all das passt in dem 524 Liter großen Kofferraum (33 Liter davon sind in der Reserveradmulde). Bei umgeklappter Rückbank wächst das gesamte Volumen auf ganze 1.595 Liter. Das ist aber längst nicht alles. Um bequemen Zugang zum voluminösen Gepäckabteil zu gewährleisten, zogen die Renault Entwickler die Heckklappe weit in den Stoßfänger hinein. Auf diese Weise realisierten sie die mit 561 Millimetern niedrigste Ladekantenhöhe im Segment der kompakten Kombis.

Nun aber der Motor!
Renault will anscheinend nicht klein spielen. Die meisten Hersteller bieten für den Anfang immer so zwei bis maximal drei Triebwerke zur Auswahl, bei dem neuen Mégane Grandtour gibt es aber gleich neun – fünf Benziner und vier Diesel. Die Spitzenleistung bei den Dieselaggregaten liegt bei 118 kW/ 160 PS. Bei den Benzinern bei 132 kW/ 180 PS. Das ist auch unser Liebling und absoluter Favorit. Er beschleunigt den eleganten Franzosen auf ganze 225 km/h maximale Geschwindigkeit und verbraucht gleichzeitig nur 7,6 Liter Super auf 100 km. Der Kombi bleibt dabei immer stabil auf der Straße, zeigt sich athletisch und gehorcht immer dem Willen des Fahrers. Ab Juni dürfen sich die Mégane-Fans auch auf das neue 2.0-16V-140-CVT-Triebwerk mit 103 kW und 140 PS freuen. Das besondere dabei ist das CVT-Getriebe, das mit Abstand eine der sinnvollsten Neuentwicklungen auf dem Automobilmarkt darstellt. Es ermöglicht immer die für den Motor effizienteste Gangschaltung. So arbeitet das Triebwerk immer im optimalen Drehzahlbereich, verbraucht weniger Sprit und bringt das Automobil richtig auf Touren.

Fazit
Der neue Mégane ist ein großartiges Automobil – er fährt sich grandios, sieht sexy aus und bietet viel Komfort. Noch erfreulicher ist allerdings der Akzent in Sachen Umweltfreundlichkeit. Serienmäßig bekommt jedes Fahrzeug einen Monitor, auf dem der optimale Getriebegang angezeigt wird. So wird weniger Sprit geschluckt und die CO2-Emissionen werden auf einem Minimum gehalten. Das ist aber längst nicht alles. Die Mégane-Show wird von einer beispiellosen Serienausstattung abgerundet, die den Kauf des Familien-Kombis in ein heißes und sehr lukratives Deal verwandelt. (autaro)

 

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Juni 26th, 2009

München, den 26. Juni (autaro) Hinsichtlich der Entwicklung alternativer Antriebskonzepte wie beispielsweise der Hybrid-Technik oder des reinen Elektroantriebes haben die Deutsch – wir wissen es mittlerweile – den Einstieg verschlafen. Da diese Tatsache angesichts der knapper werdenden Rohstoffe und insbesondere durch die Wirtschaftskrise deutlich an Brisanz gewinnt, sind deutsche Automobilhersteller verstärkt auf der Suche nach ausländischem Know-how.

Volkswagen meldet nun die Unterzeichnung eines “Memorandum of Understanding” zwischen dem Vorstandsvorsitzenden des Chinesischen BYD-Konzerns Wang Chuanfuund und Volkswagen-Chef Martin Winterkorn. BYD ist die Akronym für „Build Your Dreams“ und bezeichnet einen vielschichtig orientierten Konzern, der sich vor allem als weltzweit zweitgrößter Hersteller von Lithium-Ionen-Akkus einen Namen gemacht hat. In jüngster Vergangenheit ist BYD allerdings auch wegen seiner dreisten Plagiate eines Rolls-Royce Phantom oder des Porsche Cayenne in Verruf geraten.

Die Absichtserklärung der beiden Firmenvorstände wurde im Rahmen eines Informationsbesuchs der Chinesen im Volkswagenwerk unterzeichnet. Dabei erklärte Ulrich Hackenberg, Vorstand Technische Entwicklung Volkswagen: “Insbesondere für den chinesischen Markt könnten potenzielle Partner wie BYD uns beim zügigen Ausbau unserer Aktivitäten unterstützen”. Erklärtes Ziel ist allerdings zunächst eine intensive Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Hybrid- und Elektrofahrzeuge, was ebenfalls deutlich macht: Volkswagen setzt künftig auf die moderne Lithium-Ionen-Technik und nicht, wie etwa Hybrid-Pionier Toyota, auf kostengünstigere Nickel-Blei-Batterien. (autaro)

 

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Juni 25th, 2009

München, den 25. Juni (autaro) Die Marketingstrategen aus dem Hause Mercedes haben Transparenz und Schlichtheit entdeckt. Zumindest hinsichtlich der Typenbezeichnungen. Damit werden Namen CL, CLS und CLK hoffentlich bald der Vergangenheit angehören. Den start macht das E-Klasse Coupé, C-Klasse und S-Klasse werden in Bälde mit einem zweitürigen Ableger folgen.

Schon nahezu ungetarnt drehen Prototypen des neuen S-Klasse Coupé ihre Runden auf deutschen Straßen. Das aktuelle Coupé, das noch unter der Bezeichnung CL firmiert, soll 2011 mit feinen Retuschen und aktualisierter Technik als S-Klasse Coupé an den Start gehen, optisch wird es sich deutlicher an der Limousine orientieren. Die markantesten Änderungen betreffen die Frontpartie, wo Leuchten der neuesten LED-Generation zum Einsatz kommen werden. Doch auch die Rückleuchten und das Design der Auspuffrohre, die dann eckig gestaltet werden, werden sich nachhaltig ändern.

Außerdem wird das neue S-Klasse Coupé in den Genuss der überarbeiteten Motoren der S-Klasse kommen. Zwar ist noch unklar, ob es auch Versionen mit Selbstzünder geben wird, die sich aus Sicht einiger Marketingstrategen in feinen Zweitürern nicht schicken. Vermutlich wird aber die Hybrid-Technik, die gerade im S 400 Hybrid mit 279 PS Premiere feierte, ihren Beitrag zur Umwelt leisten. (autaro)

 

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Juni 24th, 2009

München, den 24. Juni (autaro) Zu den Hochzeiten der Brennstoffzell-Forschung, als Wasserstoff als non plus ultra galt und als jeder Automobilhersteller, der etwas auf sich hielt, Forschungsprojekte zur so genannten Brennstoffzelle unterhielt, gründete die Daimler AG zusammen mit Ford die Nucellsys GmbH. Das Joint Venture sollte gemeinschaftlich die Führungsrolle auf diesem Gebiet der alternativen Kraftstoffe sichern.

Doch im Mai 2009 verkaufte Ford seinen 50-Prozent-Anteil an die Daimler AG, man wolle seine Ressourcen bündeln und sich lieber auf die Erforschung des Elektro- und Hybridantriebes konzentrieren. Da Daimler sein Budget zwar in nächster Zeit beibehalten, keinesfalls aber aufstocken wird, bedeutet diese Nachricht auch, dass wohl 65 der bisher 204 Mitarbeiter ihren Job verlieren werden. Eine Sprecherin des Ford-Konzerns, Monika Wagener, betonte, man werde das Antriebskonzept weiter erforschen. “Wovon wir aber jetzt mit dem Verkauf unserer Anteile an Daimler absehen, ist der Ausbau einer neuen Fahrzeug-Flotte mit Brennstoffzellen-Antrieb”, so Wagener weiter.

Damit schließt sich Ford dem internationalen Trend an. Dieser geht eindeutig weg von der Brennstoffzelle und konzentriert sich insbesondere auf den Elektromotor bzw. die Erforschung leistungsfähigerer und haltbarerer Akkus. (autaro)

 

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Juni 23rd, 2009

München, den 23. Juni (autaro) Es vergeht mittlerweile kaum eine Woche ohne neue Meldungen aus der Elektro-Ecke der Automobilbauer. Bislang scheinen zwar die Entwickler aus Fernost die Nase vorn zu haben, doch auch in den USA und in Europa tut sich einiges. Die neueste Ankündigung kommt nun aus Osteuropa: die kroatische Dok-Ing stellt ihr zweisitziges Elektromobil, den XD, vor. Doc-Ing machte sich bislang vor allem durch die Herstellung elektrisch betriebener Roboter zur Entschärfung bzw. Räumung von Minen einen Namen, der größte Kunde ist bislang die Regierung der USA. Da scheint die Erschließung neuer Märkte eigentlich nur einleuchtend, zumal die Kapazitäten die komplette Produktion des Fahrzeuges zulassen – lediglich die Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus werden zugekauft.

Für das Design des Stadtflitzers, der ein bisschen an einen sehr rund geratenen Smart erinnert, zeichnet Igor Juric verantwortlich. In der Welt des automobilen Designs hat sich dieser unter anderem durch sein Mitwirken an Smart Roadster, Porsche Cayenne oder Opel Zafira Reputation erworben.

Das wirklich Revolutionäre Idee an diesem Prototypen ist indes das Vertriebskonzept. Es lehnt sich eng an das Vertriebskonzept deutscher Handy-Verträge inklusive Gerät an: kroatische Energieunternehmen subventionieren dabei den Kaufpreis des XD, während der Kunde dann individuell nach gefahrenen Kilometern abgerechnet wird. (autaro)

 

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Juni 22nd, 2009

München, den 22. Juni (autaro) Berichten der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zufolge hat Chinas staatlicher Autobauer Beijing Automotive Industry Corp (BAIC) großes Interesse an der Übernahme Opels. Unter Berufung auf Interna aus dem bisherigen Mutterhaus Opels, General Motors (GM), teilte die Zeitung mit, dass das Pekinger Unternehmen bereits in den nächsten Tagen mit der Prüfung der Bücher beginnen wolle. Ein Angebot an die für den Verkauf verantwortlich zeichnende Bank Dresdner Kleinwort wird damit ebenfalls in den nächsten Tagen erwartet.

Zwar ist der bisherige Favorit für den Verkauf Opels nach wie vor Magna, Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) teilte jedoch mit, es gebe noch Austausch mit mehreren Mitinteressenten. In den nächsten Wochen wird eine Delegation aus China die Opel-Werke besuchen, um bei Politikern, Betriebsräten und Gewerkschaften für eine Chinesische Übernahme zu werben. Unter den Mitreisenden wird auch BAIC-Chef Xu Heyi sein, der nach Auskünften des Wirtschaftsministeriums bisher in allen relevanten Punkten das großzügigere Angebot unterbreitet hatte, als Magna nebst seiner russischen Partner.

Bislang lässt sich ein gewisses Misstrauen gegenüber China nicht wegdiskutieren. Vor allem in Sachen Arbeitsplatzsicherung halten sich insbesondere unter der Belegschaft Vorbehalte. Andererseits eröffnet der Einstieg Chinas in das Geschehen der deutschen Regierung und GM eine gestärkte Position. Sie können nun mehr Bedingungen stellen, zumal Magna aus Sicht von Experten bei der Inanspruchnahme staatlicher Hilfen das anfänglich gute Verhältnis stark strapazierte. (autaro)

 

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Juni 19th, 2009

München, den 19. Juni (autaro) Vor etwa zwei Jahren zeigte Nissan das Studienkonzept Mixim, mit dem der japanische Hersteller um Aufmerksamkeit und Lob auf der IAA 2007 in Frankfurt kämpfte. Das Automobil schaffte es aus ungeklärten Gründen nicht, sich auf Anhieb in einen absoluten Star der Ausstellung zu verwandeln. Sogar auf dem Nissan-Stand schien der überarbeitete Micra die Journalisten und die Gäste mehr zu interessieren als das extravagante Automobil. Wir sorgen nun für eine Widergeburt des besonderen japanischen Modells, in dem zweifelsohne sehr viel Arbeit, Phantasie und Inspiration steckt.

Aufregendes Design
Vergleichen kann man den Mixim mit keinem anderen Automobil. Wie viele andere Konzeptwagen eröffnet er ein ganz eigenes Segment und revolutioniert die konservativen Vorstellungen des Automobildesigns. Francois Bancon, der Leiter des Nissan-Forschungslabors in Tokio, meint, dass sich der Wagen vor allem an jugendliche Kunden richtet, die den Löwenanteil ihrer Freizeit in Online-Welten wie Second Life und Everquest verbringen, anstatt sich hinter das Steuer eines realen Autos zu setzen. Die Welt der Computerspiele scheint tatsächlich die größte Inspiration für die hauseigenen Ingenieure gewesen zu sein. Der Außenraum wirkt dynamisch bis aggressiv. Die Passagiertüren öffnen sich natürlich nach oben, um jeden Tropfen Konservativismus zu vernichten. Zur extravaganten Aussicht trägt auch die wie ein Helmvisier abgerundete Windschutzscheibe bei, die das Profil der Studie dominiert. Die Seitenscheiben sind auch im Einklang mit dem gesamten Bild und haben eine dreieckige Form. Die aerodynamische Form der Limousine wird von der fließenden Dachlinie und dem scharf abgeschnittenen Heck unterstützt, die für weniger Luftwiderstand sorgen und nicht nur ästhetische Aufgaben erfüllen.

Im Innenraum – viel Neues
Wenn Sie vom Außendesign überrascht sind, warten Sie mal ab, bis Sie Platz im Innenraum genommen haben. Platz gibt es hier für drei Passagiere – der Fahrer ist weiterhin nur einer, die Art, auf die er den Wagen Steuert ist aber nicht mehr wie man sie kennt. Anstatt Steuer wartet der Mixim mit zwei Joysticks auf, ganz im Stil der modernen Computerspiele. Noch extravaganter scheint die Situierung der Sitze zu sein. Im vorderen Bereich findet man nur den Fahrer auf einem in der Mitte der Kabine positionierten Sitz. „Wir haben ihn als eine Art ‚Mini-Monster‘ konzipiert, mit der grimmigen Ausstrahlung. Wir wollten eine Ikone für die digitale Generation entwerfen, etwas, das jenseits aller Schönheitsideale ihrer Eltern liegt“, sagt Masato Inoue von Nissan und verwirklicht somit die Ängste der besorgten Eltern – Autofahren wird in einigen Jahren tatsächlich ganz anders aussehen als heute. Man muss seine Ideale ändern oder aufs Autofahren verzichten.

Elektroantrieb der besonderen Klasse
In den letzten Jahren hat sich Nissan als der einzige wahre Konkurrent von Toyota im Bereich der umweltfreundlichen Antriebe entpuppt. Gemeinsam mit Honda bilden die drei japanischen Hersteller das führende Triumvirat im Bereich der low-emission-Fahrzeuge. Dementsprechend waren auch die Erwartungen, die mit der Konzeptstudie Mixim verbunden waren, hoch. Der Hersteller wusste aber zu beeindrucken und bot ein Motorkonzept, das auf Anhieb begeisterte. Allen Sachen voran – es handelt sich nicht um ein low-emission-Fahrzeug, sondern um ein reines zero-emission-Modell. Ganze zwei potente Elektrobatterien sorgen für genügend Schub. Die zwei Triebwerke bringen je 80 PS mit und sorgen für den separaten Antrieb der vorderen und der hinteren Achse. Somit hat man sofort einen Allradler, der es auch noch auf eine Spitzengeschwindigkeit von 180 km/h schafft, und das ist eine Leistung, die man von fast keinem anderen Elektrotriebwerk kennt. Gearbeitet wurde an dem Lithium-Ionen-Akku anscheinend sehr viel. Dieser erfüllt alle Träume der umweltbewussten Fahrer – leistet viel, wird schnell geladen (innerhalb von 20 bis 40 Minuten) und ist nahezu federleicht.
Die Nissan-Spezialisten müssen allerdings noch weiter forschen. Die Lithium-Ionen-Batterie hat immer noch das Problem des extremen und sehr gefährlichen Erhitzens, das schnell zu einem Feuer an Bord führen kann. Aus diesem Grund arbeiten die Nissan-Ingenieure weiter an dem Mixim.

Öko-Auto des Monats Juni
„Diese Studie zielt auf das Jahr 2010, bis dahin sollten wir soweit sein“, bestätigte Bancon, der Forschungschef im Nissan-Konzern. Wenn Nissan sein Ziel schafft, wird das eine absolute Revolution auf dem Automobilmarkt bringen. Dabei sollten wir allerdings wissen, dass einige Elemente aus dem Konzeptauto nie Serienproduktion erreichen werden. Das bezieht sich unter anderem auf die Joysticks im Cockpit und die sich nach oben öffnenden Türe. Doch auch das, was bleibt, ist revolutionär genug: 180 km/h und eine Power, die ausschließlich aus der Steckdose kommt – das ist etwas, was ein neues Zeitalter in der Automobilbranche ankündigen wird. (autaro)

 

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Juni 19th, 2009

München, den 19. Juni (autaro) Wer den Namen des neuen Sprösslings der Kia-Familie hört, wird sich nichts Spektakuläres dabei denken: No.3 heißt die Studie, die 2010 kaum verändert in Serie gehen wird. Die 2009 auf dem Genfer Salon vorgestellte Studie verfolgt das Hochdach-Konzept, das wir bereits von Autos wie dem Golf Plus kennen. Allerdings ist die Interpretation deutlich pfiffiger geraten und wird bis zum Marktstart kaum etwas von ihren unkonventionellen Details verlieren. Das jedenfalls verspricht Chefdesigner Peter Schreyer: “Der Wagen unterscheidet sich nur im Detail von der Serienversion […] sogar das Glasdach und die längs verstellbare Rückbank werden wir beibehalten.“

Zur Auswahl stehen ab Markteinführung zwei Benziner und ein Dieselmotor. Bei den Benzinern handelt es sich um einen 1,4-Liter-Vierzylinder mit 101 Pferdestärken, der zweite, ein 1,6-Liter-Vierzylinder leistet 126 PS. Die Dieselfraktion besteht zunächst nur aus einem 1,6-Liter-Vierzylinder, der immerhin 128 PS leistet. Dieser soll aber Ende 2010 Verstärkung durch einen besonders sparsamen 1,4-Liter-Vierzylinder erhalten. Spätestens dann soll auch die optionale Wandler-Automatik durch ein Doppelkupplungsgetriebe ersetzt werden. Die aktuelle Automatik ist zwar mit dem geplanten Start-Stopp-System kombinierbar, verfügt allerdings nur über vier Gänge, was den Verbrauch leider deutlich in die Höhe treibt. Die No.3 aus dem Hause Kia ist damit ein schlüssiges Konzept. Zwar hält man sich bezüglich der Preisgestaltung in Korea noch bedeckt, doch auf diesem Gebiet ist man von Kia eigentlich nur positive Überraschungen gewohnt. (autaro)

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