Archiv für Juni, 2009
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Juni 18th, 2009

München, den 18. Juni (autaro) Eines muss man zugeben – das Marketing-Team der Wolfsburger hat sich dieses Mal besonders angestrengt, um das neue Modell im Rahmen einer beispiellosen Aktion vorzustellen. Anstatt auf einer großen Automobilmesse, wo die neue Modelle meistens statisch bewundert werden und von unzähligen gleich aussehenden Schönheiten umgarnt werden, die wenig Erfolg bei prominenten Schönheitswettbewerben hatten, präsentierte Volkswagen seinen neuen Kompaktsportler beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings. Ort und Zeit hätten besser nicht ausgewählt werden können und das Signal, das damit gegeben wurde, war mehr als klar: Der Scirocco R hat keine falsche Scheu, wenn es um die Demonstration seiner athletischen Qualitäten geht.

Gewöhnungsbedürftiges Design
Der Scirocco an sich ist keine neue Entwicklung – neu ist nur die ultra-sportliche Version mit dem Buchstaben R, die den Katalog ab Mai 2009 bereichert. Noch bei der Premiere des „alltäglichen“ Modells mussten die Wolfsburger heftige Kritik kassieren. Es geht uns nicht um eine zeitlose Ästhetik, die man bei diesem Automobil vergeblich sucht, sondern um eine gewisse Praxistauglichkeit, die nur schwer zu finden ist. Schönheit ist schließlich eine sehr subjektive Sache, Praxisnähe ist wiederum recht objektiv zu bewerten. Die Spaltmasse der Karosserie zum Beispiel ist nicht auf dem Niveau, das man von den Wolfsburger Meistern erwartet. Unser Freund der Kofferraum ist auch da – unangetastet, unbequem – eine Nervensäge im wahrsten Sinne des Wortes. Problematisch ist hier vor allem die ultra hohe Ladekante, die als eine Herausforderung für den Scirocco-Besitzer auch im sportlichen Modell in dieser Form bleibt.
Dennoch haben es die Ingenieure geschafft, dem R-Modell eigene Charakterzüge zu geben. Neu sind unter anderem das LED-Tagfahrlicht, die dunklen Heckleuchten, die speziell geformten Schürzen und die vielen R-Logos im Innenraum.

Noch seltsamer Innenraum
Können Sie sich noch an die Kritik in Sachen Innenraum des Standardmodells erinnern? Tja, diese können hier einfach reinkopiert werden. Limitierte Kopf- und nicht existierende Seitenfreiheit, unbequeme Hintersitze und fades Armaturenbrett – das sind die Charakteristiken, die den Innenraum des Scirocco auszeichneten. Ok, ok, im R-Modell gibt es neue sportliche Sitze, aber nur für Fahrer und Beifahrer. Das Armaturenbrett wurde nicht neu konzipiert, sondern nur mit weiß beleuchteten Instrumenten und Alu-Zierteilen ausgestattet. Vier Erwachsene fühlen sich hier … naja, unwohl, aber der Scirocco ist ja nicht als Spa-Palast auf vier Rädern konzipiert, sondern vor allem als sportliche Bestie. Gucken wir uns deshalb den Motor an!

Die richtigen Highlights
Diese verbergen sich erwartungsgemäß nicht im Kofferraum oder im Handschuhfach, sondern ausgerechnet unter der Haube. Und die Wolfsburger enttäuschen hier nicht. Auf dem Nürburgring fühlt sich der 195 kW/ 265 PS starke Motor zu Hause, zeigt seine wahre Qualitäten ohne falsche Scheu und überzeugt den künftigen Besitzer in der Richtigkeit seiner Entscheidung. Das maximale Drehmoment von 350 Nm, das zwischen 2500 und 5000 Umdrehungen zur Verfügung steht, unterstreicht die kultivierte Sportlichkeit, die der R-Scirocco zu bieten hat. Der Sprint von 0 auf 100 dauert beim neuen Modell nur 6,5 Sekunden und die maximale Geschwindigkeit wurde bei 250 Km/h festgelegt.

Fazit
Einen Startpreis möchten die VW-Produktmanager zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen. Das Modell wird Anfang Herbst an die Händler ausgeliefert und mit dem Verkaufsstart werden in Wolfsburg viele Hoffnungen verbunden. Zu Recht würde man sagen. Die wenigen Nachteile im Innenraum und an der Karosserie weiß der Scirocco R nur zu gut mit Motorhighlights zu kompensieren. Preislich wird sich das Modell zwischen dem Renault Megane Coupé und dem Audi TT positionieren – eine bequeme Stellung, aus der der Scirocco R seinen weltweiten Anmarsch starten kann. (autaro)

 

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Juni 18th, 2009

München, den 18. Juni (autaro) Bereits im September will der Autoteilezulieferer Luis aus Ahrensburg bei Hamburg seine ersten Elektroautos auf deutsche Straßen loslassen. Der Preis ist ein Knaller: 11.999 soll die Basisversion kosten, für 14.999 erhält man den Luis Free Comfort. Möglich wird dieser Preis durch handelsübliche Blei-Akkus und durch die Fertigung im fernen China. Der dort ansässige Partner der Luis AG befindet sich unterdessen in guter Gesellschaft, laut Angaben eines Pressesprechers sind an dem Projekt noch weitere Partner des Zulieferers beteiligt, den man bisher vor allem im Zusammenhang mit Rückfahr-Kamerasystemen kannte.

Das Fahrzeug wiegt mit Batterien nur 1.070 Gramm, da es ohne Zutaten wie ein Getriebe auskommt. Die Motorleistung ist mit 8,5 Kilowatt zwar eher bescheiden, sollte aber für den Stadtverkehr ausreichen und ist gut für eine Höchstgeschwindigkeit von immerhin 100 km/h. Die Reichweite kann man mit 150 bis 210 Kilometern gerade noch als alltagstauglich durchgehen lassen, für Überlandfahrten wird sich wohl kaum jemand ein solches Auto zulegen. Die altmodischen Bleibatterien sind zwar im Vergleich zu modernen Lithium-Ionen-Akkus ausgesprochen billig, verkraften aber laut Hersteller höchstens 800 Ladungen. Legt man einer Rechnung eine mittlere Reichweite von 180 km zugrunde und geht von 700 Ladezyklen aus, entspräche dies einer Lebensdauer von 126.000 Kilometern. Über den Preis des dann anstehenden Batteriewechsels äußerte sich der Hersteller bislang nicht. Wohl aber zur durchaus kompletten Ausstattung. Wer sich für den Free Comfort entscheidet und mithin 15.000 Euro anlegt, erhält dafür: einen Fahrspurassistenten, eine Videoblackbox, einen Stop-and-Go-Assistenten und eine Rückfahrkamera. Außerdem enthalten ist eine Standheizung, ein aufwendiges Soundpaket inklusive iPod-Vorbereitung, eine Bluetooth-Freisprechanlage, die Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Nebelscheinwerfer, Stoßfänger in Wagenfarbe, Alufelgen und ein höhenverstellbares Lenkrad. Da dürfte die Konkurrenz keine Fragen mehr haben.

Kaufen kann man den Luis Free bei mehreren Autohäusern, die bereits jetzt mit Luis kooperieren. Die Probefahrt wird aber zuerst nur in zehn deutschen Städten möglich sein. (autaro)

 

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Juni 17th, 2009

München, den 17. Juni (autaro) Der Insignia von Opel verkauft sich wie geschnitten Brot. Das gilt sowohl für die Limousine als auch für den seit einigen Wochen erhältlichen Kombi, der bei Opel früher den Namen Caravan trug, jetzt aber auf den Namen Sports Tourer getauft wurde. Damit dieser Boom anhält, arbeiten die Rüsselsheimer Ingenieure natürlich ständig an neuen Innovationen. Da war ein Einparkassistent, den bisher nur der direkte Konkurrent Volkswagen im Programm hat, nur der nächste logische Entwicklungsschritt.

Das System kostet ab sofort 645 Euro Aufpreis und assistiert dem Fahrer insbesondere beim Finden passender Parklücken. Dabei kommen sogar Parklücken in Frage, die gerade einmal einen Meter länger sind, als das gesamte Fahrzeug. Die Lenkarbeit muss der Fahrer indes noch selbst leisten. Anders als das System von Volkswagen, bei dem der Fahrer nur noch Gas und Bremse bedienen muss, unterstützt der Opel seinen Fahrer durch Anzeigen im Zentraldisplay des Armaturenbrettes. Der richtige Lenkeinschlag wird ebenso vorgegeben wie die Halte- und Umlenkpunkte an der richtigen Stelle. Und all das soll laut Opel intuitiv verständlich sein. Fährt der Fahrer an einer Reihe parkender Autos vorbei und ist mit höchstens 30 km/h unterwegs, kann das System per Knopfdruck zugeschaltet werden. Insgesamt zehn Sensoren in den Stoßfängern des Insignia erkennen nun die geeignete Lücke, natürlich einschließlich etwaiger Hindernisse. Damit bietet der Assistent zwar nicht den gleichen Komfort und bei weitem nicht den Vorführeffekt des Systems von Volkswagen. Doch könnte in der Praxis ein entscheidender Vorteil darin liegen, dass selbst enge Parklücken auch noch bei zügiger Fahrt erkannt werden sollen, hier unterligt das System von Volkswagen größeren Einschränkungen. (autaro)

 

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Juni 16th, 2009

München, den 16. Juni (autaro) Porsche will in naher Zukunft seine Modellpalette nach unten erweitern. Das berichtet die „Automobilwoche“, die den Fokus ihrer Berichterstattung auf die wirtschaftlichen Aspekte rund um das Automobil richtet. Bisher markiert der Porsche Boxster mit einem 2,9-Liter-Sechszylinder und 255 PS den Einstiegspreis bei der Zuffenhausener Sportwagenschmiede. Kostenpunkt: 46.506 Euro. Den gemeinsamen Produktplanungsausschuss der beiden Unternehmen habe das Thema bereits passiert.

Darunter platziert werden soll der 2,0-TFSI-Motor aus dem Volkswagenregal, der bislang z.B. im Audi TT seinen Dienst verrichtet. Den Preis stellt man sich in Zuffenhausen bei rund 40.000 Euro vor, womit der kleinste Porsche dann immer noch rund 6.000 Euro mehr kosten würde, als ein vergleichbarer Audi TT Roadster. Dafür dürfte die Einstiegsmotorisierung der erste Porsche sein, der weniger als 200 Gramm Kohlendioxyd pro Kilometer ausstößt. Auch hierin dürfte der Plan eines vierzylindrigen Porsche begründet liegen, denn die Flottenverbrauchsregelung dürfte speziell die Zuffenhausener hart treffen, wenn nicht bald besonders sparsame Motoren die Palette ergänzen. Der Cayenne Diesel war bisher der erste Schritt in diese Richtung und dürfte eingefleischten Fans der Marke natürlich ein weiterer Dorn im Auge sein. Doch diese konnten bisher auch mit den wenig erfolgreichen Modellen 944 und 924 aus der Porsche-Vergangenheit leben. Bleibt natürlich, dem vierzylindrigen Boxster mehr Erfolg zu wünschen, als den weniger rühmlichen Vorgängern. (autaro)

 

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Juni 15th, 2009

München, den 15. Juni (autaro) Bis einschließlich letzter Woche konnten Skeptiker und Gegner der so genannten Abwrackprämie (der eigentliche staatliche Titel: Umweltprämie) noch hoffen. Zwar galt die Erhöhung der Fördermittel auf insgesamt fünf Milliarden Euro bereits als sicher, doch musste sie erst noch den Bundesrat passieren. Dies passierte nun vergangenen Freitag (12.06.). Hierfür musste das Gesetz zur Errichtung des Sondervermögens “Investitions- und Tilgungsfonds” geändert werden.

Anfangs waren Fördermittel in Höhe von 1,5 Milliarden Euro geplant, doch wegen der immensen Nachfrage wurde schnell klar, dass all jene, die ihren Antrag nicht rechtzeitig einreichen konnten, wohl leer ausgehen würden (s. autaro-news vom 30.März). Bis zur letzten Woche gingen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BafA) 1.578.533 Anträge auf Erlangung der Umweltprämie ein. Folgt man den Hochrechnungen des ARD-Hauptstadtstudios und legt 5.000 weitere Anträge pro Tag zugrunde, wäre der Fördertopf ziemlich genau zur kommenden Bundestagswahl am 27. September erschöpft. Hier eingerechnet ist freilich bereits eine Ablehnungsquote von nahezu zehn Prozent. (autaro)

 

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Juni 12th, 2009

München, den 12. Juni (autaro) Egal was man vom Lexus hält, eines muss man sich auf jeden Fall eingestehen: Die Tochter-Marke des weltweit führenden Automobilherstellers hat das Luxus-Segment revolutioniert und für sich erobert. Jeder, der in dieser Kategorie kämpfen will, muss sich einige Punkte gut überlegen. Luxus heißt nicht mehr nur in aufwendiges Design und unnützen Schnick-Schnack im Innenraum zu investieren, sondern umfangreiche Projekte auszuarbeiten, die jedes einzelne Element des Automobils auf ein neues Niveau bringen. Keine Ausnahme stellt hierbei das neue Modell der Japaner, das Ende Mai an den Start geht – der Lexus RX, den wir für Sie getestet haben.

Der dubiöse Zwillingsbruder
Am Äußeren bemerkt man die aufwendige Arbeit, von der wir gerade gesprochen, allerdings nicht. Die Ähnlichkeiten mit dem Vorgänger – dem RX 350 – sind weder subjektiv noch dezent. Um lediglich zwei Zentimeter ist der Radstand gewachsen, was sich bei den Platzverhältnissen überhaupt nicht bemerkbar machen. Im Lexus-SUV sitzt man weiterhin bequem, ohne aber dabei besonders üppige Komfortverhältnisse zu genießen. Geändert hat sich allerdings viel am Innendesign. Hauptfigur ist hier das neue Armaturenbrett, das sich besonders stilvoll und elegant zeigt. Fast revolutionär ist die geschwungene Mittelkonsole, die für eine künstlerische Atmosphäre sorgt.
Nicht zu retten ist aber der Kofferraum. Dieser bleibt unterdurchschnittlich klein und beweist einmal mehr, dass Perfektion nur nahbar ist, erreichbar aber nicht. 446 Liter fasst das hintere Kompartiment, bei umgeklappter Rückbank stehen allerdings 1180 bis 1570 Liter zur Verfügung.

Luxus a lá Lexus
Einen kleinen Kofferraum können die Luxusfans auf jeden Fall verschmerzen. Schließlich verwenden wenige so einen Wagen zum Transport von Parkett für einen ganzen Ballsaal oder von Holzbrettern für ein Oktoberfestzelt. Nicht fehlen dürfen hingegen die Luxus-Highlights im Innenraum. Sie sollten eine besondere Botschaft vermitteln – hier fährt ein kleiner Star mit seiner Familie. Besonderes Lob verdienen hier die Ablagen, die Sitze und das Head-Up-Display. Die Materialien für die Tapezierung der Oberflächen hinterlassen einen teuren Eindruck und geben ein klares Signal: Hier wurden weder Finanzen noch Arbeitskraft gescheut.

Aufwendige Motorisierung
Das Luxus-Gefühl wird von der absoluten Geräuschlosigkeit abgerundet. Der Motor macht sich sogar beim festeren Gaspedaldrücken kaum bemerkbar. Dabei kann der Kunde zwischen zwei Varianten wählen – entweder mit Hybrid-Technik oder mit reiner Verbrennungstechnologie. Die erstere entpuppt sich als ein wahres Wunder. Die Systemleistung liest sich fast wie eine Ode an den Hybrid-Motor – mit 220 kW und 299 PS wird dieses Triebwerk sogar die größten Skeptiker überzeugen. In nur 7,8 Sekunden sprintet der Japaner auf Tempo 100, die Spitzengeschwindigkeit beträgt dabei 200 km/h. Noch zeremonieller wird es bei dem Spritverbrauch, der mit 6,3 Liter Super auf 100 km unvorstellbar sparsam ist. So viel verbrauchen schließlich einige Kleinmodelle und kein anderes SUV im weltweiten Automobilkatalog.
Wie macht Lexus das alles möglich? Zugegeben, die Motortechnik ist sehr aufwendig. Der Verbrennungsmotor – ein 3,5-Liter-V6-Antrieb – arbeitet ausschließlich im so genannten Atkinson-Modus, der eine höchst effiziente Umsetzung der Verbrennungsenergie ermöglicht. Gleichzeitig arbeiten auch ganze zwei Elektrobatterien für den Komfort und das Umweltbewusstsein der Fahrer und Passagiere. Die schwächere konzentriert sich dabei völlig auf die Hinterachse. Viel gearbeitet wurde am Hybrid-Steuergerät, das mittlerweile nur noch 22 Kilogramm wiegt. Kleiner konnten die Lexus-Ingenieure die Nickel-Metallhydrid-Batterie nicht konzipieren. Sie übernimmt weiterhin einen riesigen Raum unter der Rücksitzbank.
Das ganze Motorspektakel wird von einer Reihe Fahrassistenzen und Elektronik unterstützt, die dafür sorgen, dass das richtige Gemisch aus Elektro- und Verbrennungsenergie zu jedem Zeitpunkt erzielt wird.

Fazit
Die 59960 Euro, die man für das Basismodell parat haben sollte, erweisen sich als ein Kinderspiel, wenn man bedenkt, was für Investitionen im neuen Lexus-SUV stecken. Die Toyota-Tochtermarke hat vor der Autoindustrie mit Sicherheit neue Horizonte eröffnet. Wer einmal einen Lexus gefahren ist, wird kaum jemals aussteigen wollen. Dieser hohe Maßstab macht sich auch beim neuen Modell bemerkbar. Lexus erfüllt alle Kundenwünsche – vom Komfort, über beeindruckende Motorleistung bis hin zur Umweltfreundlichkeit seiner Maschinen. (autaro)

 

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Juni 12th, 2009

München, den 12. Juni (autaro) Der bislang hoch profitable und angesehene Sportwagenhersteller Porsche ist durch seine Übernahmepläne des Autoriesen Volkswagen und die Machtkämpfe zwischen Porsche-Chef Wiedeking und dem VW-Aufsichtsratschef Piech tief in die Schuldenfalle getreten. Seit geraumer Zeit ist Porsche daher auf der Suche nach Kreditgebern für ein Darlehen über insgesamt 12,5 Milliarden Euro. Mehrere Banken haben nun schon seit einiger Zeit Kredite in Höhe von 10,75 Mrd. zugesagt, es bleibt also eine Differenz über 1,75 Mrd. Euro.

Diese 1,75 Mrd. hat Porsche wiederum bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als Kredit beantragt. Laut Informationen gut unterrichteter Kreise der Stuttgarter Landesregierung stünde einem solchen Kredit auch kaum etwas im Wege, die Risikoprüfung durch die KfW sei außerordentlich günstig ausgefallen. Doch tobt offenbar ein Machtkampf zwischen dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Oettinger und seinem niedersächsischen Kollegen Wulff (beide CDU). Wulff versuche mit allen Mitteln, einen Überbrückungskredit durch die KfW zu verhindern, so der Vorwurf aus Stuttgart.

Hilfe wurde unterdessen vom Emir von Katar angeboten. Das Emirat könnte Aktienoptionen über 24 Prozent der Volkswagen-Aktien von dem Zuffenhausener Sportwagenbauer erwerben. Zusätzlich zu diesen Optionen ist Porsche bereits im Besitz von 51 Prozent der VW-Aktien. Eine alternative Variante wäre der Einstieg Katars in die Porsche Holding AG, die ebenfalls die Beteiligung an Volkswagen kontrolliert. Der Weg hierhin würde über eine deutliche Kapitalerhöhung führen. (autaro)

 

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Juni 11th, 2009

München, den 11. Juni (autaro) Ab dem 13. Juli erhält der kleine Stadtflitzer Toyota IQ einen weiteren Benziner. Der 1,33-Liter mit vier Zylindern und 98 PS Leistung ist ein alter Bekannter aus den Modellen Auris, Yaris und Urban Cruiser. Kombiniert mit einem manuellen Sechsganggetriebe verbraucht der IQ 1,33 laut Toyota nur 4,8 Liter Benzin auf 100 Kilometer, das würde einem CO2-Ausstoß von 113 g/km entsprechen. Mit diesen Werten liegt der IQ 1,33 leicht über denen seiner beiden Geschwister, dem 1,0i mit 68 PS und dem Diesel 1.4 D-4D mit 90 PS. Zu erwarten sind allerdings gerade gegenüber dem 1,0i eklatant bessere Fahrleistungen, allein schon wegen des höheren maximalen Drehmomentes von 123 Newtonmeter.

Der Umwelt zuliebe rüstet Toyota den Kleinen mit einer Start-Stopp-Automatik aus, die sowohl für das serienmäßige Sechsganggetriebe als auch für die aufpreispflichtige stufenlose Automatik, genannt Multidrive, zu haben sein wird. Letztere kostet gegenüber dem Serienmodell (15.600 Euro) einen Aufpreis von 1.200 Euro, womit ein IQ 1,33 Multidrive dann mit 16.800 Euro zu Buche schlägt. Da der 1,33 nur mit der Ausstattungslinie IQ-Plus geordert werden kann, sind in diesem Preis bereits das elektronischen Stabilitätsprogramm VSC+, eine Klimaautomatik, einen CD-Player mit MP3-Wiedergabe, ein höhenverstellbares Lederlenkrad, Nebelscheinwerfer, Abblendlichtautomatik, ein Regensensor, automatisch anklappbare Außenspiegel, ein automatisch abblendender Innenspiegel und ein schlüsselloses Zugangssystem enthalten. Und für den chicen Auftritt in der City wurden für das Spitzenmodell der Baureihe neue Leichtmetallfelgen entworfen. (autaro)

 

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Juni 10th, 2009

München, den 10. Juni (autaro) Fiat ist auf Einkaufstour. Nachdem der Zuschlag für Opel an Magna nebst Investoren ging, steigt Fiat nun bei der ehemaligen Daimler-Tochter Chrysler ein. Das Präsidialamt der US-amerikanischen Regierung ließ heute verlauten: “Wir sind glücklich, dass die Allianz zwischen Chrysler und Fiat nun realisiert werden kann”. Kurz zuvor hatte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten sein grünes Licht zu den Plänen gegeben.

Probleme hatte es zuvor gegeben, nachdem mehrere Klein- und Großaktionäre Chryslers, darunter drei Renten-Fonds, klage gegen den geplanten „Verkauf“ an Fiat eingereicht hatten. Fiat drohte daraufhin, die Verhandlungen platzen zu lassen. Der Oberste Gerichtshof beeilte sich daraufhin sichtlich mit seiner Bewertung der Situation. Experten sehen hierin auch ein gutes Stück mehr Rechtssicherheit für den geplanten Verkauf der General-Motors-Tochter Opel. Denn das Konzept, mittels dessen Chrysler schnell und möglichst ohne das laufende Geschäft zu beeinträchtigen, in neue Hände geht, ähnelt bis in einige Feinheiten dem Opel-Deal. Vermutlich noch heute, spätestens aber in den kommenden Tagen sollen die entsprechenden Verträge zur Unterzeichnung bereit liegen. (autaro)

 

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Juni 9th, 2009

München, den 09. Juni (autaro) In Sachen Elektroauto überschlagen sich derzeit die Meldungen aus Japan. Gut, die Reichweite ist noch nicht optimal und der Preis kann auch noch nicht wirklich mit den herkömmlichen Alternativen konkurrieren. Aber es wird so langsam klar, wo die Reise hingehen wird. Den jüngsten Coup landet nun Subaru mit dem Stella EV. Zwar sind bis März 2010 gerade einmal 170 Einheiten geplant, doch handelt es sich immerhin schon um eine Serienversion. Der Minivan Stella wird durch einen E-Motor mit 63 PS Leistung und einer kleinen Sammlung aufwendiger Lithium-Ionen-Akkus zum Stella EV. Damit lässt sich eine Reichweite von gut 90 Kilometern realisieren, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 100 Stundenkilometern. Und da der kleine Subaru leer nur 1010 Kilogramm wiegt, sein Elektromotor aber ab der ersten Drehzahl ein maximales Drehmoment von 170 Newtonmetern zur Verfügung stellt, dürfte es in der Stadt zügig (und natürlich sehr geräuscharm) voran gehen.

An der heimischen 200-Volt-Steckdose dauert ein kompletter Ladezyklus fünf Stunden. Subaru gibt aber für ein Schnellladegerät eine Zeit von 15 Minuten an, danach sollen 80 Prozent der Gesamtkapazität geladen sein. Bleibt der eingangs erwähnte Haken, nämlich der Preis: umgerechnet gut 35.000 Euro wird der kleine Van kosten – jede Neuentwicklung hat eben gerade anfangs ihren Preis. (autaro)

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