Archiv für Juli, 2009
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Juli 21st, 2009

München, den 21. Juli (autaro) Wenn es um das klassische Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler geht, sind sich die Experten einig. Sie gehört noch keineswegs zum alten Eisen. Auch wenn sie im Ruf steht, dem Motor immer etwas von seiner Leistung zu rauben, sind sie noch immer die komfortabelste Art, schalten zu lassen. Auch wenn hier die modernen Doppelkupplungsgetriebe (DKG), denen man eine höhere Effizienz nachsagt, deutlich aufgeholt haben.

Getriebespezialist ZF aus Friedrichshafen hat nun ein neues Wandlergetriebe entwickelt, das über acht Fahrstufen und insgesamt vier Zahnradsätze verfügt. Damit sind laut Jürgen Greiner, Geschäftsführer der ZF-Produktentwicklung, Verbrauchsoptimierungen von rund sechs Prozent möglich – gegenüber bisherigen Wandlerautomaten. “Der Handschalter ist bei einem guten Fahrer immer noch am besten”, gibt Greiner zu. Gegenüber dem DKG sieht Greiner vor Allem den Kostenvorteil auf der Seite des Wandlergetriebes, rund 15 Prozent kostet dieses weniger in der Herstellung. Außerdem braucht es weniger Platz und gilt als überaus robust.

Wie weit die Verbrauchsreduktion seitens des Getriebes ausgereizt ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Zwar sind moderne DKG mit Trockensumpfschmierungen auf diesem Gebiet bisher die Spitze, doch verkraften diese bisher nicht das maximale Drehmoment großhubiger Achtzylinder oder gar von ebensolchen, die mit Diesel befeuert werden. Es wird also weiter bei einem Rennen der verschiedenen Technologien bleiben, profitieren werden davon vor allem die Verbraucher und die Umwelt. (autaro)

 

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Juli 20th, 2009

München, den 20. Juli (autaro) Unter der Bezeichnung E 200 CDI Blue Efficiency bzw. E200 CGI Blue Efficiency halten zwei neue, sparsamere Vierzylinder Einzug in die E-Klasse von Mercedes. Der CDI, also ein Diesel mit Common-Rail-Einspritzung schöpft 136 PS aus zwei Litern Hubraum und kostet 38.735 Euro. Den Kraftstoffverbrauch gibt Mercedes mit nur 5,2 Litern auf 100 Kilometer an, das entspricht einem CO2-Ausstoß von lediglich 137 Gramm pro Kilometer. Die Fahrleistungen können angesichts einer Beschleunigung von Null auf 100 km/h in 10,2 Sekunden als angemessen bezeichnet werden, auch die Höchstgeschwindigkeit von 210 Stundenkilometern sollte ausreichen.

Der Benziner, ebenfalls ein Direkteinspritzer mit zwei Litern Hubraum leistet 184 PS und ist für 39.508 Euro zu haben. Den Spritverbrauch gibt Mercedes hier mit 7,2 Litern Super an, das wäre eine durchschnittliche CO2-Emission von 169 Gramm pro Kilometer. Baume reißt die E-Klasse auch mit diesem Motor nicht aus, doch mit einer Höchstgeschwindigkeit von 232 km/h und dem Sprint aus dem Stand auf Landstraßentempo in 8,5 Sekunden kann man leben.
Die Verbrauchswerte, die wie bei allen nach Euro-Norm bewerteten Neufahrzeugen, zu optimistisch erscheinen, sollen übrigens auch durch die serienmäßige Start-Stopp-Funktion ermöglicht werden, die auch bei Modellen ohne Automatikgetriebe zum Einsatz kommt. (autaro)

 

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Juli 18th, 2009

München, den 18. Juli (autaro) Fällt in unseren Breiten der Name Lexus, denkt man unwillkürlich an große japanische Limousinen, die unsere Platzhirschen mit Namen Mercedes S-Klasse, BMW 7er oder Audi A8 Konkurrenz machen. Die kleineren Modelle, insbesondere die IS-Baureihe, können sich hierzulande noch weniger gegen die etablierten Marken durchsetzen, als ihre großen Geschwister. Ändern könnte dies das neue Cabriolet der Baureihe, der Lexus IS 250 C.

Sportliches Design, knapper Kofferraum

Das gefällig gezeichnete Cabriolet trägt das typische, schlichte Gesicht der Marke Lexus und orientiert sich sichtlich an der Sportfraktion, die hierzulande vor allem durch BMW und Audi zusammengesetzt wird. Während die vertraute Front also praktisch eins zu eins von der Limousine übernommen wurde, erhielt das Heck eine neue Formensprache, die sich allerdings nahtlos in das Gesamtbild einfügt – die Designer haben in jedem Fall ganze Arbeit geleistet. Gegen Regen oder zu intensive Sonne schützt eine dreiteilige Metall-Klappdach-Konstruktion, die den gefälligen Proportionen nicht das Geringste anhaben kann. Außerdem zählt sie zu den schnellsten ihrer Klasse, die Verwandlung vom Coupé zum Cabriolet durchlebt der Lexus in gerade einmal 20 Sekunden. Allerdings wartet auch dieses Metalldach, wie seine Mitbewerber auch, mit einem konstruktionsbedingten Manko auf: bei geöffnetem Dach schrumpft das Kofferraumvolumen von vorher noch durchaus langstreckentauglichen 420 Litern auf klägliche 165 Liter zusammen. Und eine wirkliche Erweiterung bietet das Handschuhfach auch nicht.

Feines Finish im Innenraum

Im Innenraum dagegen gibt es nichts zu klagen. Hier regiert die markentypische Sachlichkeit, kombiniert mit feinen Materialien und ordentlichem Finish. Auch wenn der Lexus hier nicht ganz an die Perfektion eines Audi heranreichen kann. Die Fülle an Features, die praktisch alles zu bieten hat, was auf dem Markt in dieser Klasse derzeit bestellt werden kann, wird über konventionelle Knöpfe bedient, die über das gesamte Armaturenbrett und die wuchtige Mittelkonsole verteilt sind. Was anfangs verwirrend erscheint, nämlich die große Zahl eher kleiner Knöpfe, lässt sich jedoch nach ein wenig Gewöhnung fast intuitiv bedienen, ebenso wie das große zentrale Display mit Touchscreen. Allerdings schlagen die Extras auch ordentlich zu Buche: wer den Tempomat mit radargesteuerter Abstandsregelanlage ordert, muss dafür 3.500 Euro in die Hand nehmen. Dafür bremst das System dann aber auch bis in den Stand, wenn es nötig ist.

Das Sechsgangautomatik neigt zur Hektik

Wo 250 drauf steht, ist auch 250 drin: der Haubraum des V6 misst exakt 2.500 Kubikzentimeter und schöpft hieraus 208 PS. Von den 252 Newtonmeter des maximalen Drehmomentes spürt man nicht allzu viel. Schuld hieran tärgt in erster Linie das hohe Leergewicht, der IS 250 C wiegt leer bereits 1,7 Tonnen. Dann kommt allerdings auch noch die weiche Sechsstufen-Automatik dazu, in deren Drehmomentwandler der Restdruck des Motors verpufft. Will man zügig unterwegs sein, oder fährt bei höheren Geschwindigkeiten mit Tempomat, verfällt das Getriebe in planlose Hektik und nervt durch ständige Schaltrucke. Das passt so gar nicht zum sonst eher gediegenen Charakter dieses Reisegleiters. Womit wir auch wieder bei den Vorzügen wären: geht man behutsam mit dem Gaspedal zu Werke, darf man sich über Ruhe und entspannende Atmosphäre freuen. Die Audioanlage gehört eindeutig zur Spitze in dieser Klasse und der seidige Lauf des Motors bleibt eigentlich grundsätzlich im Hintergrund. Auch die Auspuffanlage wird selbst bei geöffnetem Verdeck kaum hörbar.

Ausgewogenes Fahrwerk
Als moderat darf man auch die Abstimmung des Fahrwerkes bezeichnen. Hier wurde ein gelungener Kompromiss zwischen Komfort und Sportlichkeit gefunden. Lediglich kurze Bodenwellen stoßen spürbar in den Innenraum hindurch, ansonsten herrscht Ruhe. Lediglich die Lenkung, die ansonsten ausreichend direkt abgestimmt wurde, fällt mit deutlichen Rückstellkräften auf, was bei zugiger Kurvenfahrt nerven kann.

Knapp unter 50.000 Euro geht es los

Erhältlich ist der ordentlich ausgestattete Lexus IS 250 C ab 49.650 Euro. Investiert man zusätzliche 3.700 Euro in die Luxury-Line Ausstattung, sind zusätzlich Bi-Xenon-Scheinwerfer, beleuchtete Einstiegsfußleisten und belüftete Vordersitze in besonders weichem Leder mit an Bord.

 

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Juli 17th, 2009

München, den 17. Juli (autaro) In Sachen Elektroantrieb gibt Nissan derzeit mächtig Gas. Gemeinsam mit Kooperationspartner NEC wird voraussichtlich bis 2012 ein Elektroauto zur Serienreife gebrach werden, das konventionellen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor in nichts nachstehen wird – sogar der Preis soll vergleichbar sein. Derzeit wird die Technik in einem Nissan Kube gestestet, die entsprechende Serienversion wird aber über ein Fließheck verfügen und sich am übrigen Kompaktsegment orientieren. Das heißt auch, dass fünf Personen Platz finden sollen und zusätzlich auch noch deren Gepäck.

Die Energie für den Antrieb wird in modernen Lithium-Ionen-Akkus gespeichert, die komplette Einheit wird schätzungsweise 250 Kilogramm wiegen. Zusätzlich zur Option des Tausches der kompletten Batterie an einer Art Elektrotankstelle, kommt ein Ladegerät zum Einsatz. Dieses lädt den Akku innerhalb mehrerer Stunden an der heimischen Steckdose, oder aber innerhalb von 25 Minuten zu 80 Prozent an einer Schnellladestation. Die gesamte Reichweite soll circa 160 Kilometer betragen. Neu ist dabei, dass sich das Auto per sms bei seinem Fahrer meldet, sobald es wieder über genügend Ladung verfügt. Während das Fahrzeug also an der „Tankstelle“ steht, kann sich der Fahrer in Ruhe anderen Dingen widmen, er wird informiert, sobald es weitergehen kann. Außerdem kann er über sein Handy schon einmal die Heizung oder Klimaanlage des parkenden Autos einschalten, ein großer Komfortgewinn. In Japan wird es übrigens eine Art Flatrate für das Stromtanken geben. Mit rund 60 bis 70 Euro pro Jahr würden sich damit Kilometerkosten von 0,7 Cent pro Kilometer ergeben. Wann ist denn endlich 2012? (autaro)

 

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Juli 16th, 2009

München, den 16. Juli (autaro) Mit dem Insight und dem Civic Hybrid hat Honda bereits zwei kompakte Limousinen mit gut funktionierendem Hybridantrieb zu fairen Preisen im Programm. Und man meint es ernst mit der umweltfreundlichen Antriebsvariante. So soll in den nächsten Jahren die Palette mit dualem Antrieb deutlich erweitert werden, auch Modelle oberhalb der Kompaktklasse werden folgen.
Den ersten Schritt über das Kompaktlimousinen-Segment hinaus macht Honda nun mit dem CR-Z Hybrid-Coupé. Der Zweitürer geht 2010 zunächst nur in Japan an den Start, wird allerdings auch in Europa nicht allzu lange auf sich warten lassen. Honda fokussiert beim CR-Z besonders die Eigenschaften “kompakte Größe, leichtes Gewicht und hohe Kraftstoffeffizienz”, was neben der Umweltfreundlichkeit auch auf jede Menge Fahrspatz hindeutet.
Vom futuristischen Design der 2007 vorgestellten Studio ist äußerlich eine Menge geblieben, der Innenraum ist dagegen hauptsächlich dem Honda Civic entlehnt – was ihn jedoch keinesfalls konservativ erscheinen lässt. Insgesamt wird deutlich, dass sich Honda, ähnlich wie der direkte Konkurrent Mazda, deutlich sportlicher profilieren will und dem Biedermann-Image der jüngeren Vergangenheit den Kampf angesagt hat. Wir freuen uns auf eine erste Ausfahrt. (autaro)

 

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Juli 15th, 2009

München, den 15. Juli (autaro) Es ist eine echte Sensation, die uns Toyota, der größte Autohersteller der Welt, da präsentiert: ein elektrisch betriebener Rollstuhl, der sich allein mittels Gedankenkraft steuern lässt. Während die meisten herkömmlichen Rollstühle mittels Joystick dirigiert werden, hat der Toyota-Ingenieur, der die Erfindung vorstellt, seine Hände frei. Eine dünne Kappe aus Kunststoff, die sich der Fahrer über den Kopf streift, ermittelt mit Hilfe vieler kleiner Kontaktelektroden, ob der Fahrer beispielsweise beschleunigen, oder in welche Richtung er lenken will. Lediglich wenn er bremsen möchte, muss er eine seiner Wangen kurz aufblasen, hier „durchschaut“ die Technik noch nicht den bloßen Willen des Fahrers. Ebenfalls bemerkenswert ist, wie schnell die Elektronik die „Befehle“ des Fahrers in Bewegungen umsetzt. Es vergehen gerade einmal 125 Millisekunden vom Gedanken bis zur Reaktion des Rollstuhls – gemessen an den Reaktionszeiten eines menschlichen Bremsfußes eine Marginalie.

Noch lassen sich mit diesem System nur die Grundbefehle umsetzen, die allenfalls zur Steuerung eines Rollstuhls ausreichen. Doch dass diese Technologie, die gestern noch nach Science Fiction klang, in Zukunft auch ihren Weg ins Auto finden wird, darf vermutet werden. Gerade in Bereichen, in denen eine schnelle Reaktionszeit gefragt ist, könnten sich Assistenzsysteme dieser Technik bedienen und die Sicherheit im Straßenverkehr entscheidend verbessern. Im Falle des Rollstuhls gibt Toyota die Zuverlässigkeit, mit der der Wille des Fahrers umgesetzt wird, übrigens mit 95 Prozent an. Überdies ist die Elektronik lernfähig, sie passt sich also den individuellen Feinheiten des Gehirns an und erhöht hierdurch weiter die Zuverlässigkeit. (autaro)

 

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Juli 14th, 2009

München, den 14. Juli (autaro) Der traditionsreiche deutsche Sportwagenbauer Porsche, dessen Vorstandsvorsitzender, Wendeling Wiedeking, sich zuletzt an der geplanten Übernahme Volkswagens verhoben hatte, scheint gerettet. Das Emirat Katar wird sich aller Voraussicht nach mit rund sieben Milliarden Euro durch den Kauf von Stammaktien und Aktienoptionen an der Zuffenhausener Edelschmiede beteiligen. Die Deutsche Presseagentur (dpa) teilte am Montag mit, das Angebot des Emirs sei mit Porsche-Chef Wiedeking „endverhandelt“.

In Sicherheit darf sich Wiedeking indes noch nicht wähnen. Die am 23. Juli anstehende Aufsichtsratssitzung will die Entscheidung erst nach Prüfung des endgültigen Angebotes von Volkswagen fällen. Volkswagen hatte bisher eine Summe der Größenordnung zwischen drei und vier Milliarden Euro für 49,9 Prozent der Porsche-Aktien geboten. Mittlerweile spricht man in Wolfsburg aber von „deutlich über vier Milliarden“, jedenfalls behaupten dies unbestätigte Meldungen aus engsten Kreisen des VW-Vorstandes.

Wiedeking war durch die gescheiterte Übernahme des größten europäischen Autoherstellers, nämlich Volkswagen, in die Schuldenfalle getappt. Der Porsche Holding AG gehören zwar gut 51 Prozent der VW-Aktien und sie besitzt Optionen auf den Kauf weiterer 20 Prozent. Doch hatte Porsche zuletzt dank des Übernahmeversuchs einen Schuldenberg von über 9 Milliarden Euro angehäuft und ist hierdurch gehörig ins Wanken geraten. Unklar ist auch, wie es mit Wendelin Wiedeking weitergehen soll, falls der Deal mit Katar zustande kommt. Der einstige Star unter den deutschen Topmanagern, der Porsche vom insolvenzbedrohten Nischenhersteller in einen der profitabelsten unternehmen überhaupt verwandelte, hat sich in den Augen Vieler durch seinen Großmannssucht diskreditiert. (autaro)

 

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Juli 13th, 2009

München, den 12. Juli (autaro) So langsam wird es ein wenig peinlich für den Mutterkonzern Volkswagen. Erst mussten einige Tausend des neuen Golf in die Werkstätten zurück, da es Probleme mit den vorderen Fensterhebern gab. Dann wurde bekannt gegeben, dass es bei einigen Modellen des Golf Plus Probleme mit der Bremsleuchte geben kann, es wurde ebenfalls eine Rückrufaktion gestartet.

Nun macht der neue Seat Ibiza und damit auch die neu entwickelte Plattform, auch der auch der VW Polo basiert, auf sich aufmerksam. Es betrifft zwar ausschließlich den 1,6-Liter-Benziner (105 PS) und auch nur in Kombination mit dem Siebengang-DSG. Doch ist der beschriebene Mangel keine Kleinigkeit. Stellt der Fahrer das Fahrzeug am Berg ab und vergisst, die Feststellbremse ordnungsgemäß einzulegen, kann das Fahrzeug, obwohl der Wählhebel in Stellung „P“ eingerastet ist, wegrollen. Grund sind Mängel am verbauten Schalthebelseilzug. Rein rechtlich ist die Lage für Seat unproblematisch, denn die Bedienungsanleitung sieht grundsätzlich das Sichern auch mittels Feststellbremse vor. Und passiert ist Gott sei dank bisher auch nichts. Doch kratzen derlei Pannen empfindlich am sonst sehr zuverlässigen Gesamtbild der Modelle des Volkswagen-Konzerns. Außerdem nähren sie den Verdacht, dass bei der Entwicklung zunehmend gespart wird und die Kunden der ersten Serienfahrzeuge unfreiwillig als „Tester“ mitarbeiten.

Die Halter der betroffenen Fahrzeuge werden übrigens alle von Seat angeschrieben. Der freiwillige Werkstattbesuch soll in etwa zwanzig Minuten in Anspruch nehmen, danach ist dann auch hoffentlich wieder alles sicher. (autaro)

 

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Juli 10th, 2009

München, den 10. Juli (autaro) Eigentlich sah es zuletzt so aus, als ginge Opel in die Hände von Magna nebst russischer Investorengruppe. Sollte es so kommen, wird Magna ersten Planungen zufolge rund 10.000 Stellen abbauen, davon rund 3.000 Stellen in Deutschland. Aus internen Kreisen hieß es außerdem, die Verhandlungen seien sehr weit fortgeschritten, Verhandlungsbedarf gebe es lediglich noch in Detailfragen.

Laut einem Bereicht der „Financial Times“ vom 9. Juli hat nun aber die chinesische Beijing Automotive Industry Holding Co. (BAIC) ihr Angebot nachgebessert. Unter Berufung auf die Angebotsunterlagen der Chinesen berichtete die Zeitung, BAIC wolle im Falle einer Übernahme nur rund 7.500 stellen streichen. Außerdem unterrichtete General Motors (GM), der bisherige Opel-Eigner, das Unternehmen sähe das Angebot für 51 Prozent der Opel-Anteile als durchaus interessant an.

Die Sache hat allerdings einen entscheidenden Haken: gleich zu Beginn stellte BAIC fest, dass das Ziel der Übernahme in erster Linie der Erwerb westlicher Technologie sei. “Industrialisierung eines Entwicklungslandes wie China braucht Zugang zu geistigem Eigentum” erklärte BAIC und stellte klar, dass es im Zuge einer Übernahme auch Lizenzen für die alternativen Antriebskonzepte aus der GM-Entwicklung verlange. Dass GM sich hiermit einverstanden erklärt und durch den Transfer des teuer erarbeiteten Wissens auch noch die Position des Konkurrenten China stärken wird, halten experten allerdings für wenig wahrscheinlich. (autaro)

 

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Juli 9th, 2009

München, den 9. Juli (autaro) Wer braucht denn so was? Und was hat ein Super-Sportwagen auf einer Seite, die sich primär mit umweltfreundlichen Modellen beschäftigt, verloren? Nicht viel, ist die schnelle und faire Antwort. Eigentlich wollen wir den Ferrari 430 Scuderia kritisieren. Und das aus gutem Grund – während die Automobilwelt verzweifelt nach alternativen Kraftstoffen sucht und die Wirtschaftswelt mit letzten Kräften mit den Folgen einer der schwersten Finanzkrisen der neusten Weltgeschichte kämpft, bringt Ferrari einen Wagen auf den Markt, bei dem allein das Lenkrad soviel wie ein halber Peugeot 207 kostet. Gefahren haben wir den Ferrari 430 nicht! Somit haben wir der Atmosphäre einige Kilogramm CO2 erspart und damit vielleicht auch eine Hitzewelle in Stockholm verhindert.

Nichts für Sparer
Der Käufer des neuen Ferrari ist der Graf von Luxemburg, für den einige hundert tausend Euro nicht mehr als Peanuts sind. Hier ein kurzer Auszug aus der Preisliste: Basispreis 207.840 Euro; Karbon-Paket bestehend aus Einstiegsleisten, Karbonlenkrad mit den obligatorischen fünf Drehzahldioden 4.725 Euro; gelb lackierte Bremssättel, Front- und Heckschürze plus Schweller und Radläufe aus Karbon 20.545 Euro, zwei schwarze Hornet-Streifen auf der Fronhaube für nur 6675 Euro. Naja, beim 430 Scuderia handelt es sich nicht wirklich um ein Schnäppchen. Ab einem gewissen Punkt kann man sich als Normalsterblicher nur noch amüsieren und müde lachen, denn der Wagen wird allmählich in einem Heiligenschein verpackt.

Sportliches Exterieur – na und?
Bei diesen Preisen ist es schon mal ein Wunder, dass der neue Ferrari so aussieht wie er es nun mal tut. Der Wagen ist ja kein alltägliches Auto und zieht auf jeden Fall die Aufmerksamkeit auf sich. Doch die Käufer des neuen Modells, die bestimmt schon einige Maseratti und Lamborghini in ihren Garagen haben, werden das Design etwas fad finden. Die Anlehnungen an älteren Modellen und an den Formel-1-Boliden sind mehr als nur auffällig und das hatte man nicht nur bei Ferrari schon mal gesehen. Neues in punkto Aerodynamik und Luftfluss bietet das Modell auch nicht wirklich.
Etwas besser als in den sonstigen Ferrari-Modellen scheint der Innenraum zu sein. Hier sitzt man zumindest bequem, Platz gibt es für Fahrer und einen Beifahrer, die genügend Kopf- und Beinfreiheit genießen. Viel Phantasie steckt im Fahrzeuginneren jedoch nicht, insbesondere wenn man auf die sehr teuren Extras verzichtet. Alles ist hier im Stil der Formel-1-Boliden gehalten – biedere und etwas düstere Atmosphäre dominiert im Interieur.

Super-Motor! Schafft er den positiven Eindruck?
Beim Triebwerk handelt es sich zugegebenermaßen um eine exzellente sportliche Maschine, an der die Ferrari-Ingenieure lange gearbeitet haben. Der 4,3-Liter große Achtzylinder katapultiert den 430 Scuderia wie eine NASA-Rakete. Zumindest die Zahlen lesen sich als eine Art Enzyklopädie des Unmöglichen in der Automobilwelt. In lächerlichen 3,6 Sekunden erreicht der neue Ferrari die 100 km/h-Marke – das ist nicht mal ausreichend, um ordentlich einatmen zu können. Das würde allerdings bedeuten, dass sich der 430 Scuderia auf Städtestraßen brutal quälen wird. Gefahren werden kann er anscheinend nur auf Formel-1-Pisten und unbefahrenen Autobahnen. Auch die restlichen Parameter beeindrucken beim Lesen und lassen das Herz beim Fahren mit Sicherheit höher schlagen – der V8-Motor bringt ganze 510 PS und 320 km/h auf der Straße. Gepaart mit dem niedrigen Gewicht von nur 1350 Kg und einem Drehmoment von 470 Nm bei 5250 U/Min bringt er einen logisch auf die Frage, wie sich so etwas noch auf dem Boden hält.

FazitFerrari verlässt sich auf eine treue Stammkundschaft, die vor allem aus Super-Stars und einflussreichen Geschäftsleuten besteht. Diese wird die rund 210.000 Euro problemlos verschmerzen können. Was wir nicht verschmerzen können, ist der durchschnittliche Spritverbrauch von 15,7 Litern auf 100 Km. Das ist nicht nur teuer, sondern ein Vergnügen, das auf Kosten der Atmosphäre und der Luft geht, die wir alle – Stars, Geschäftsleute, Kinder und Rentner – atmen. Eine revolutionäre Politik in der Automobilindustrie wird dringend gebraucht. Wenn die gleichen PS- und Drehmoment-Zahlen mit einem Elektromotor erreicht werden, dann werden wir den neuen Ferrari voller Faszination betrachten. Jetzt ist er nichts anderes als eine sehr teure Nummer im Produktkatalog des italienischen Meisters. (autaro)

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