München, den 2. August (autaro) An sich sind die Modelle in unserer aktuellen Top 5-Klassifikation nicht schlecht – sie bieten eine respektable Leistung für einen angemessenen Preis. Doch das Äußere muss dringend erneuert werden. Es handelt sich um einige der am schlechtesten aussehenden Modelle, die mit etwas Feinarbeit in ein neues Leben aufbrechen könnten. Dabei [...]
München, den 2. August (autaro) An sich sind die Modelle in unserer aktuellen Top 5-Klassifikation nicht schlecht – sie bieten eine respektable Leistung für einen angemessenen Preis. Doch das Äußere muss dringend erneuert werden. Es handelt sich um einige der am schlechtesten aussehenden Modelle, die mit etwas Feinarbeit in ein neues Leben aufbrechen könnten. Dabei ist uns völlig bewusst, dass Schönheit eine äußerst subjektive Kategorie ist und es steht außer Frage, dass die hier vorgestellten Modelle ihre Fangemeinden haben. Doch bei aller Umsicht und Lieb handelt es sich um einige der langweiligsten Designstudien der Automobilbranche weltweit. Da zeigt sich schnell, dass Langeweile zum Alptraum werden kann. Hier sind die 5 nötigsten Facelifts in der weltweiten Automobilbranche.
Top 5: Ford Scorpio
Ford Europa und Ford Amerika haben wenig miteinander zu tun. Die beiden Marken entwickeln und vermarkten ihre Modelle eigenständig und verfolgen nur ein klares Prinzip – die US-Fords sollen für die europäische Kundschaft nicht erhältlich sein und umgekehrt. Im Falle des aktuellen Ford Scorpio ist das eine gute Sache. Das Automobil bietet eines der schrecklichsten Gesichter in der Automobilbranche weltweit. Basierend auf dem Klassiker Ford Granada, zeigt der Scorpio eine extravagante – im schlechtesten Sinne des Wortes – Figur. Dabei ist alles andere am Modell absolut perfektioniert – respektable Motorpower gepaart mit einem komfortablen Salon und qualitativer Verarbeitung der verschiedenen Elemente.
Top 4: BMW 7er Serie
Die absolute Überraschung in dieser Klassifikation ist die 7er BMW Serie aus dem Jahr 2001. Das Flaggschiff der Bayern, das die Sternstunde des Star-Designers Chris Bangle auszeichnete, ist nichts anderes als eine hässliche Bestie. Die Hässlichkeit macht sich vor allem in der inkonsistenten Struktur des Exterieurs bemerkbar. Bangle wollte mit diesem einen Modell wohl alles aus einmal zeigen – geschwungene und eckige Linien, gepaart mit fragwürdigen Aerodynamik-Akzenten. Das Ergebnis aus solch chaotischer Kombinatorik ist jedoch eindeutig und so gar nicht chaotisch – ein optisches Desaster.
Top 3: Saab 9-5
Der 9-5 entpuppte sich kurz nach seinem Debüt als das Sorgenkind der Schweden. Trotz der perfekten Technik und des phantasievollen Innenraums, zeigte sich das Modell als eine zu extravagante Designentscheidung für den ansonsten durch seine klassische Linie bekannten Hersteller. Facelifts reihten sich eines nach dem anderen kurz nach der Premiere, doch keines schaffte es, den Schweden in eine bessere und appetitlichere Form zu bringen. Das Problem: altmodisch – der 9-5 wäre ein Super-Automobil in den frühen 90ern, doch heute sind seine großmaßstabsgetreuen Linien, langweilige Scheinwerfer und die fragwürdigen Aerodynamik-Elemente nicht unbedingt mehr ästhetisch. Alles andere an dem schwedischen Meisterwerk ist jedoch erste Sahne.
Top 2: Fiat Multipla
Auch hier taucht der Name Chris Bangle auf. Fiat darf bei einer solchen Klassifizierung eigentlich nicht fehlen und, siehe da, Fiat bekommt die Silbermedaille. Die Italiener sind bekannt für die trägen Exterieurs, wobei der neue Cinquecento eine nennenswerte Ausnahme ist. Der Multipla ist aber ein ganz besonderes Modell im Produktkatalog der Italiener. Langeweile, die für das Leben gefährlich ist, strömt von jedem Element dieses Cross-Over-Projekts. Die kantigen Linien vermitteln eine längst vergessene und für die dynamische Zeit, in der wir leben, höchst problematische Ästhetik. Schade einfach, dass die technische Ausstattung des Automobils so leistungsstark und absolut ansprechend ist.
Top 1: Subaru Imprezza
Die Krone gehört zweifelsohne dem Subaru und seinem Meisterwerk Imprezza, das sich immer noch einer enormen Popularität erfreut. Das Hauptproblem: Einfach kein Gefühl für Harmonie und Einklang zwischen den verschiedenen Elementen. Front und Heck scheinen zu zwei ganz unterschiedlichen Modellen zu gehören. Und dabei gilt auch das Motto aller asiatischen Hersteller: Hier regiert die Langeweile. Ob getrennt oder zusammen, sämtliche Elemente des Imprezza sind einfach katastrophal langweilig, düster und phantasielos. Sogar nach drei Facelifts schafft es Subaru nicht, sein Modell etwas akzeptabler zu machen. Dank einer beispiellosen Technik verkauft sich das Modell jedoch sehr gut. (autaro)