Archiv für August, 2009
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

August 11th, 2009

München, den 11. August (autaro) In Japan tut sich, wenn man es global betrachtet, in Sachen alternative Antriebe am meisten. Gerade erst verabschiedete Mitsubishi seinen ersten Serien-Stromer, Nissan stellte den für 2010 geplanten Leaf vor und Subaru, Tochtergesellschaft von Fuji, wird ebenfalls nicht mehr lange auf sich warten lassen (eine Nischenmodell, der Subaru Stella, ist sogar bereits am Markt). Um den gesamten Prozess der Elektrifizierung voranzutreiben, gründeten die Drei nun eine Kooperation mit dem Stromproduzenten Tokyo Electric Power (TEPCO), einem der größten Energieanbieter Japans.

Erstes Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist die Einführung einer flächendeckenden Infrastruktur für Elektroautos, sprich: ein ausgedehntes Netz an „Tankstellen“ und Akku-Tausch-Stationen. Dabei ist es eine große Herausforderung „die Infrastruktur wie Ladegeräte zu standardisieren”, äußerte sich Vize-Präsident von Fuji Heavy, Akira Mabuchi, gegenüber der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo.

Insbesondere die Verbreitung und damit auch eine Preisreduktion von Schnellladestationen wollen die vier Unternehmen vorantreiben. Dass hierbei auch der Export nach Europa und in die USA im Auge behalten wird, werden sich die Konkurrenten von dort hoffentlich zum Ansporn nehmen. (autaro)

 

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August 10th, 2009

München, den 10. August (autaro) General Motors versucht dieser Tage alles, sich einen umweltfreundlicheren Anstrich zu geben. Kein Wunder, war doch die Halsstarrigkeit, mit der wider jeden Trend vor allem großhubige, Sprit fressende Ungetüme entwickelt wurden, letztlich einer der Gründe für den Konkurs.

Der Chevrolet Volt bzw. sein technischer Zwillingsbruder, der Opel Ampera, markieren nur den Gipfel des Wisberges. Für 2011 plant GM eine neues SUV mit sogenannter Plug-in Hybridtechnik, das unter dem Label Buick firmieren wird. Es wird also eine Kombination aus E-Antrieb und konventionellem Verbrennungsmotor zum Einsatz kommen. Derweil werden sich die Akkus auch an der heimischen Steckdose laden lassen, was dann eine längere Fahrt im reinen Elektromodus ermöglicht – beispielsweise in der Stadt. GM gibt die Reichweite einer rein elektrisch betriebenen Fahrt mit 16 Kilometern an, was durch zwei Elektromotoren ermöglicht werden soll, die ebenfalls im Chevrolet Volt zum Einsatz kommen werden. Beim dem sich spätestens dann zuschaltenden Ottomotor wird es sich um einen 3,6-Liter Sechszylinder mit einer geschätzten Leistung um die 260 PS handeln. Während man nun an Sinn und Unsinn sogenannter SUV (Sports Utilitiy Vehicle) bereits gar keine Gedanken mehr macht, drängt sich unterdessen unwillkürlich der Verdacht auf, es könne sich um einen reinen Image-Träger handeln. Ein Name für das Fahrzeug würde übrigens noch nicht genannt. (autaro)

 

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August 7th, 2009

München, den 07. August (autaro) Die erste Modelloffensive aus dem Hause Smart war, man kann es nicht anders formulieren, ein Flop. Der in Eigenregie entwickelte Smart Roadster wird für immer ein Exot bleiben, er verkaufte sich von Beginn an wie Blei. Der Smart forfour, gemeinsam mit Mitsubishi auf der Basis des Mitsubishi Colt entwickelt, legte zwar einen respektablen Start hin, verkaufte sich allerdings später ebenfalls kaum noch – gravierende Qualitätsmängel sprechen sich schnell herum- Daher wurde die Produktion nach Millionenverlusten im Jahr 2006 kurzerhand wieder eingestellt.

Nun soll alles anders werden. Der für 2012 geplante, neue forfour soll sich ebenso gut verkaufen, wie der kleine Bruder, der fortwo. Einer der Gründe für den erneuten Vorstoß ins Kleinwagensegment ist, dass Daimler unterhalb seiner A-Klasse hier nichts zu bieten hat, die Nachfrage in den letzten Monaten jedoch stetig stieg. Als Partner, insbesondere für die Entwicklung, haben sich die Schwaben Renault auserkoren. Optisch wird sich der geplante forfour mithin an der bereits 2008 vorgestellten Studie Renault Zero Emission orientieren, bei einer Außenlänge von gut 3,60 Metern. Außerdem ist eine Version mit Hochdach in Planung, die konsequent mit „formore“ benannt werden soll. Von allen Modellen wird es selbstverständlich auch Ableger mit Renault-Emblem auf dem Kühler geben. (autaro)

 

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August 6th, 2009

München, den 06. August (autaro) Bereits zu Beginn des letzten Jahres, also noch vor der weltweiten Wirtschaftskrise, verkündete BMW das Schaffen eines vierten Produktzweiges, also neben den Fahrzeugen von BMW, Mini und Rolls-Royce. Der Fokus sollte dabei im Besonderen auf der Umweltverträglichkeit liegen, außerdem wurde das Verkehrsbild in sogenannten „Mega-Cities“ unter die Lupe genommen.

Klar war nur nicht, ob es für die geplanten Fahrzeuge eine neue Marke geben würde, oder ob diese unter dem Namen BMW vermarktet würden. Nun verkündete Vorstandsvorsitzender Norbert Reithofer, es werde keine vierte Marke geben. Es erwartet uns also spätestens ab Mitte des nächsten Jahrzehntes eine flut kleiner und umweltfreundlicher BMW. Dabei setzen die Bayern auf einen reinen Elektroantrieb. Derweil schweigt man sich zu Details in der Münchener Zentrale weiter aus. Es wurde lediglich verraten, dass die Batterien für die umweltfreundlichen Flitzer aus eine Kooperation zwischen Bosch und dem Koreanischen Elektronikherstellers Samsung werden. Unklar bleibt jedoch auch weiter, ob es sich um Fahrzeuge mit zwei, drei oder vier Rädern handeln wird. Denkbar sind alle der genannten Optionen, auch wenn der überdachte Stadtroller BMW C1 (konventionell mit Benzin betrieben) wegen mangelnder Nachfrage nach nur dreijähriger Bauzeit wieder vom Markt genommen wurde. (autaro)

 

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August 5th, 2009

München, den 05. August (autaro) Eine Kooperation zwischen Mini und dem Energieversorger E.on sorgt in München für Aufsehen. Zunächst werden insgesamt 15 Stück der bereits im Großversuch in Los Angeles eingesetzten Mini E für ein Jahr in Deutschlands südlichster Metropole eingesetzt, um Erfahrungen im alltäglichen Einsatz zu liefern. Das ist prinzipiell auch in Deutschland nichts neues, verrichten doch bereits seit Februar 50 Fahrzeuge gleicher Bauart in Berlin ihren Dienst. Neu in München ist allerdings die Kooperation mit E.on, der Energiekonzern kümmert sich nämlich hier um die „Betankung“. Die erste Ladestation wurde im Innenhof des Deutschen Museums errichtet, 14 weitere werden in den nächsten Wochen folgen. Die Energie soll derweil hauptsächlich aus regenerativen Quellen gewonnen werden, Wasserkraft steht ganz vorne in der Reihenfolge.

Die Zwerge haben es in sich: mittels aufwendiger Lithium-Ionen-Akkus ermöglichen sie eine Reichweite jenseits der 200 Kilometer. Und mit 150 Kilowatt Leistung und einem Drehmoment von 220 Newtonmetern haben die Mini ordentlich Bums. BMW setzt also klar auf ein dynamisches Image und macht klar, dass ein E-Fahrzeug keineswegs nur etwas für die Batik-Fraktion sein muss, die ihren Nachwuchs bei gutem Wetter im Fahrradanhänger durchs überfüllte Verkehrsgeschehen zirkelt.

Weitere Tests sind bereits geplant, als nächstes Ziel hat BMW Großbritannien anvisiert. Klaus Draeger, Mitglied des BMW-Vorstandes, teilte mit: “Weltweit werden in den kommenden Monaten mehr als 600 Kunden Erfahrungen mit dem Mini E im ganz normalen Alltag sammeln können.” (autaro)

 

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August 4th, 2009

München, den 04. August (autaro) In keiner anderen Wirtschaftsnation der Welt wurde der Automobilmarkt derart hart von der allgemeinen Wirtschaftskrise mitgerissen, wie in den USA. Es wundert niemanden, denn hier kommt die Krise ja auch her. Ganz nach deutschem Vorbild wurde daher auch in den USA eine ähnliche Form der Abwrackprämie eingeführt, unter dem bildhaften Namen „Cash For Clunkers“. Die am 24. Juli in Kraft getretene Aktion prämiert den Kauf eines modernen und damit umweltfreundlicheren Fahrzeuges bei gleichzeitiger Verschrottung des Alten mit bis zu 4.500 US-Dollar. Und bereits in der ersten Woche zeigte die Aktion ihre Wirkung: seit mehr als eineinhalb Jahren konnte der Riese Ford in den USA wieder ein Umsatzplus vermelden, während Konkurrent Chrysler den Abwärtstrend ebenfalls umkehren konnte. Auf ein positive Zwischenbilanz des schwerst angeschlagenen Giganten General Motors (GM) wird unterdessen noch gewartet. Bei den Importeuren zeichnet sich ebenfalls kein allzu positives Bild, sowohl Mercedes als auch BMW und Porsche befinden sich weiter im Sinkflug. Gute Nachrichten dagegen für Europas größten Autobauer. Volkswagen profitiert merklich von der Prämie, insbesondere die Nachfrage nach dem VW Jetta stieg sprunghaft an. Hieran trägt auch der von Volkswagen in den USA massiv beworbene Diesel-Motor seinen Anteil, wenn auch einen kleinen.

Insgesamt kann gesagt werden, dass sich auch in den USA kleinere Fahrzeuge verstärkt durchzusetzen scheinen, wenngleich auch nicht in dem Maße, wie wir es gerade in Europa erleben. Doch auch in den USA werden sich Themen wie Rohstoffknappheit und Erderwärmung weiter herumsprechen – spätestens nach der nächsten Naturkatastrophe. (autaro)

 

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August 3rd, 2009

München, den 3. August (autaro) Was kann man von einem Toyota erwarten? Eine zuverlässige Technik, ein etwas uninspiriertes Design, einen angemessenen Preis, viel Komfort und eine hoch qualitative Verarbeitung. Im Modellkatalog des führenden Automobilherstellers weltweit gibt es aber auch ein Modell, das ganz andere Antworten auf diese Frage zu geben scheint. „Was kann man von einem Toyota Prius erwarten?“ ist der Satz der schnell die angemessenen Adjektive mit den spektakulärsten Superlativen ersetzt. Das gilt insbesondere für den neuen Prius, der im Hochsommer 2009 seine Premiere feierte. Es handelt sich um ein exklusives Modell, das einen Vorgeschmack auf die automobile Zukunft anbietet.

Der Außenraum
In den letzten Jahren sollte Toyota viel Kritik für seine Design-Studien abkassieren. Manchmal begründet, manchmal nicht – der Hersteller wurde vor allem für die etwas altmodische, wenig kreative und viel zu standardmäßige Erscheinung seiner Kreationen kritisiert. Schönheit ist natürlich etwas Subjektives und es gibt kaum ein Modell auf der Erde, der allen Erwartungen gerecht wird. Der Prius stellt aber eine absolute Ausnahme im Toyota-Produktkatalog dar. Das Modell besticht mit einer phantastischen Balance zwischen Modernismus und Klassizismus, zwischen weichen Profil-Linien und scharfen Akzenten wie etwa die viereckigen LED-Scheinwerfer. Es ist daher kaum ein Wunder, dass Toyota das Grundprofil des Prius auch für die neue Generation reserviert hat. Neu sind die Windabweiser, die nicht nur optisch eine gute Figur machen, sondern auf Anhieb auch die Aerodynamik enorm verbessern.

Im Fahrzeuginneren
Im Interieur haben sich mit Sicherheit mehr Sachen getan. Auffallend ist hier vor allem die neue und ungewohnt hohe Mittelkonsole. Diese wirkt gut stilisiert – Bedieninstrumente, sämtliche Knöpfe (von denen es wirklich sehr viel gibt) und Ablagefächer sind übersichtlich gestaltet und immer gut zu erreichen. Einzig die Bedieninstrumente für die Klimaanlage und die Sitzheizung sind ganz unpraktisch unter dem riesigen Mittelelement eingebaut, doch das kann man leicht verschmerzen. Typisch für Toyota sind die reichlichen Platzverhältnisse – darauf konzentrieren sich auch die Mühen der Toyota-Designer. Der Kofferraum ist mit seiner Zuladung von 310 bis 360 Kg nicht gerade üppig, doch auf jeden Fall für eine mittelgroße Familie ausreichend. Die Autaro-Radaktion ist bekanntlich kein Fan der Kunststoff-Hegemonie, die bei einer Unmenge von Herstellern im Innenraum der Modelle dominiert. Ein schwarzer Punkt bringt auch die Kunststoff-Dominanz im neuen Modell dem Toyota auch. Das war nicht sehr gut überdacht, Jungs. Von einem Hybrid-Auto erwartet man auch eine entsprechende zukunftsweisende Ästhetik, nach der man hier vergebens in dem Hartplastik-Wald sucht.

Der Motor
Der Prius ist in Sachen Motorisierung eine Legende – der Pinier des Hybrid-Antriebs macht diese Technologie einfach selbstverständlich in der heutigen Welt und dafür sind wir dem Modell besonders dankbar. In der neuen Version zeigt sich die komplizierte Motorisierung ausgereifter und leistungsfähiger als bei den Vormodellen. Das Triebwerk ist nun leichter, kleiner und spritsparender – es leistet 72 kW aus dem 1,8-Liter-Vierzylinder und 59 Kw aus der Elektrobatterie. Die gesamte Systemleistung zeigt sich dementsprechend in beeindruckender Form – 99 kW und 134 PS, die Systemspannung steigt somit auf 650 Volt. Somit zeigt sich der Prius sportlicher, wendiger und fahrlustiger als je zuvor. In nur 10,4 Sekunden schafft der Japaner den Sprint auf 100 km/h. Das beste kommt aber aus der Sprit-Sparte: Der Hersteller verspricht einen Durchschnittsverbrauch von 3,9 Liter, was sich bei den unterschiedlichen Tests als durchaus realisierbar zeigte und dabei muss man sich nicht nur auf Schritttempo begrenzen, sondern ganz normal die Fahrt genießen.

Fazit
Der Toyota Prius revolutionierte vor etwa 13 Jahren den Markt – das Modell zeigte, dass ein Hybrid-Antrieb durchaus leistungsfähig und erschwinglich ist. Dies bestätigt auch die jüngste Version des Dauer-Öko-Spezials. Mit einem Basispreis von knapp 25.000 Euro ist der neue Prius ein gefährlicher Konkurrent für alle Limousinen der Mittelklasse. Doch, was dann die Spritersparnis betrifft, können die Konkurrenten aus Deutschland, Frankreich und den USA nur die Füße des Prius von unten sehen. Toyota ist einfach Generationen von seinen Mitbewerbern entfernt. (autaro)

 

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August 3rd, 2009

München, den 03. August (autaro) Es ist schon seit längerer Zeit kein Geheimnis mehr: Audi wird unterhalb des A3, seiner bisher kleinsten Baureihe, eine weitere Linie einführen. Den Audi A1. Auf ihm sollen weitere Modellvarianten, wie etwa ein Sportback, ein SUV oder weitere denkbare Abwandlungen basieren.

Die Basis des Ganzen ist die neue Konzertplattform, auf der auch der neue Polo von Volkswagen steht. Ansehen wird man dem Audi seine nähe zum Volkswagen freilich nicht, Eigenständigkeit der Marken ist insbesondere im Falle Audi noch immer oberste Maxime bei Europas größtem Autohersteller. Erste Blicke wurden bereits gewährt, auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt dürfte der A1 für Begeisterung sorgen. Und wer hätte es gedacht: der A1 wird deutlich teurer daherkommen, als ein vergleichbarer Polo. Dies erklärt sich zum Einen dadurch, dass Audi ausschließlich auf die aufwendigen Turbomotoren setzen wird, die erst bei 105 PS starten. Währenddessen ist ein Polo, mit einem Basispreis von 12.150 Euro, auch noch mit konventionellen Saugmotoren zu haben. Los soll es im falle des kompakten Ingolstädters bei Preisen zwischen 16.000 und 18.000 Euro gehen. Premium hatte eben schon immer seinen Preis. (autaro)

 

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August 2nd, 2009

München, den 2. August (autaro) An sich sind die Modelle in unserer aktuellen Top 5-Klassifikation nicht schlecht – sie bieten eine respektable Leistung für einen angemessenen Preis. Doch das Äußere muss dringend erneuert werden. Es handelt sich um einige der am schlechtesten aussehenden Modelle, die mit etwas Feinarbeit in ein neues Leben aufbrechen könnten. Dabei [...]

München, den 2. August (autaro) An sich sind die Modelle in unserer aktuellen Top 5-Klassifikation nicht schlecht – sie bieten eine respektable Leistung für einen angemessenen Preis. Doch das Äußere muss dringend erneuert werden. Es handelt sich um einige der am schlechtesten aussehenden Modelle, die mit etwas Feinarbeit in ein neues Leben aufbrechen könnten. Dabei ist uns völlig bewusst, dass Schönheit eine äußerst subjektive Kategorie ist und es steht außer Frage, dass die hier vorgestellten Modelle ihre Fangemeinden haben. Doch bei aller Umsicht und Lieb handelt es sich um einige der langweiligsten Designstudien der Automobilbranche weltweit. Da zeigt sich schnell, dass Langeweile zum Alptraum werden kann. Hier sind die 5 nötigsten Facelifts in der weltweiten Automobilbranche.

Top 5: Ford Scorpio
Ford Europa und Ford Amerika haben wenig miteinander zu tun. Die beiden Marken entwickeln und vermarkten ihre Modelle eigenständig und verfolgen nur ein klares Prinzip – die US-Fords sollen für die europäische Kundschaft nicht erhältlich sein und umgekehrt. Im Falle des aktuellen Ford Scorpio ist das eine gute Sache. Das Automobil bietet eines der schrecklichsten Gesichter in der Automobilbranche weltweit. Basierend auf dem Klassiker Ford Granada, zeigt der Scorpio eine extravagante – im schlechtesten Sinne des Wortes – Figur. Dabei ist alles andere am Modell absolut perfektioniert – respektable Motorpower gepaart mit einem komfortablen Salon und qualitativer Verarbeitung der verschiedenen Elemente.

Top 4: BMW 7er Serie
Die absolute Überraschung in dieser Klassifikation ist die 7er BMW Serie aus dem Jahr 2001. Das Flaggschiff der Bayern, das die Sternstunde des Star-Designers Chris Bangle auszeichnete, ist nichts anderes als eine hässliche Bestie. Die Hässlichkeit macht sich vor allem in der inkonsistenten Struktur des Exterieurs bemerkbar. Bangle wollte mit diesem einen Modell wohl alles aus einmal zeigen – geschwungene und eckige Linien, gepaart mit fragwürdigen Aerodynamik-Akzenten. Das Ergebnis aus solch chaotischer Kombinatorik ist jedoch eindeutig und so gar nicht chaotisch – ein optisches Desaster.

Top 3: Saab 9-5
Der 9-5 entpuppte sich kurz nach seinem Debüt als das Sorgenkind der Schweden. Trotz der perfekten Technik und des phantasievollen Innenraums, zeigte sich das Modell als eine zu extravagante Designentscheidung für den ansonsten durch seine klassische Linie bekannten Hersteller. Facelifts reihten sich eines nach dem anderen kurz nach der Premiere, doch keines schaffte es, den Schweden in eine bessere und appetitlichere Form zu bringen. Das Problem: altmodisch – der 9-5 wäre ein Super-Automobil in den frühen 90ern, doch heute sind seine großmaßstabsgetreuen Linien, langweilige Scheinwerfer und die fragwürdigen Aerodynamik-Elemente nicht unbedingt mehr ästhetisch. Alles andere an dem schwedischen Meisterwerk ist jedoch erste Sahne.

Top 2: Fiat Multipla
Auch hier taucht der Name Chris Bangle auf. Fiat darf bei einer solchen Klassifizierung eigentlich nicht fehlen und, siehe da, Fiat bekommt die Silbermedaille. Die Italiener sind bekannt für die trägen Exterieurs, wobei der neue Cinquecento eine nennenswerte Ausnahme ist. Der Multipla ist aber ein ganz besonderes Modell im Produktkatalog der Italiener. Langeweile, die für das Leben gefährlich ist, strömt von jedem Element dieses Cross-Over-Projekts. Die kantigen Linien vermitteln eine längst vergessene und für die dynamische Zeit, in der wir leben, höchst problematische Ästhetik. Schade einfach, dass die technische Ausstattung des Automobils so leistungsstark und absolut ansprechend ist.

Top 1: Subaru Imprezza
Die Krone gehört zweifelsohne dem Subaru und seinem Meisterwerk Imprezza, das sich immer noch einer enormen Popularität erfreut. Das Hauptproblem: Einfach kein Gefühl für Harmonie und Einklang zwischen den verschiedenen Elementen. Front und Heck scheinen zu zwei ganz unterschiedlichen Modellen zu gehören. Und dabei gilt auch das Motto aller asiatischen Hersteller: Hier regiert die Langeweile. Ob getrennt oder zusammen, sämtliche Elemente des Imprezza sind einfach katastrophal langweilig, düster und phantasielos. Sogar nach drei Facelifts schafft es Subaru nicht, sein Modell etwas akzeptabler zu machen. Dank einer beispiellosen Technik verkauft sich das Modell jedoch sehr gut. (autaro)

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