München, den 23. September (autaro). Mit dem Super-Sportler Audi R8 Spyder möchten die Ingolstädter bei der diesjährigen IAA die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Audi gehörte ohnehin nie zu den moderaten Herstellern, die sich gerne in einer Messeecke verstecken und einfach darauf warten, dass diejenigen, die sich speziell für die Autos mit den vier Ringen interessieren, vorbeischauen. Nein, das ist der Audi-Stil ganz bestimmt nicht. Die Bayern gehen auf die Kunden zu – mit neuen Modellen, die auch neue Dimensionen in Sachen Geschwindigkeit und Sportlichkeit eröffnen. Das passiert auch mit dem neuen R8 Spyder, der erst ab Frühjahr 2010 auf den Markt kommen wird, doch jetzt schon für Aufregung in Frankfurt sorgt.
Ein deutsch-italienisches Kind
Der R8 Spyder ist das Kind einer deutsch-italienischen Liebesbeziehung. Audi hat anscheinend einige schöne Abende mit Lamborghini verbracht. Die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Spinnen – dem R8 und dem Gallardo Spyder – sind nicht zu übersehen. Dabei handelt es sich nicht um bloße Copy-Paste-Aktion, sondern viel mehr um „sich inspirieren lassen“ und um die Suche nach einem unvergleichbar sportlichen Gefühl, das beide Modelle jetzt uneingeschränkt vermitteln. Das Profil des R8 gibt sich ganz im Stil des Gallardo – sportlich und luxuriös, elegant und dynamisch, klassisch und extravagant zugleich. Das konnten früher nur die Italiene, jetzt können es auch die Ingolstädter. Ähnlich wie bei dem Gallardo ist auch bei dem Bayern das mächtige V10-Triebwerk im Heck verborgen. Die Front-Partie und gibt klare Signale: Hinter der Haube versteckt sich ein Raubtier, das unbedingt zeigen will, was es kann.
Großartiger auch das perfekte Verdeck, das technisch und auch optisch völlig ausgereift ist. In knapp 20 Sekunden öffnet und schließt sich das Dach und dabei muss man nicht anhalten, sondern kann sogar mit einer maximalen Geschwindigkeit von 50 Km/h fahren.
Die Fahreigenschaften
Noch ist der R8 Spyder nur ein Messe-Exponat. Zum Testfahren steht er bislang nicht zur Verfügung, was das Urteil über seine Fahreigenschaften sehr schwierig macht. Doch das Design der Karosserie und die technischen Daten verraten, dass es sich bei dem neuen Ingolstädter um einen Hochleistungsportler handelt. Audi gehört ohnehin zu den Herstellern, die keine Kompromisse bei der technischen Perfektion ihrer Entwicklungen kennen. Das Design der Karosserie lässt vermuten, dass die aerodynamischen Verhältnisse exzellent sind. Die geschwungenen Linien und der lange Radstand von 2,65 Metern deuten auf eine wilde sportliche Leistung.
Der Motor stammt nicht aus den eigenen Laboratorien, sondern aus den Werkstätten der Lamborghini-Meister in Sant‘ Agatha. Der 5,2-Benzindirekteinspritzer bringt ganze 525 PS auf der Straße. Das ist Power, die man sich kaum vorstellen kann. Auch die sonstigen Parameter scheinen aus einer anderen Welt zu kommen. Die Höchstleistung steht dem Fahrer bei 8000 U/Min zur Verfügung, das maximale Drehmoment liegt bei 530 Nm. In 4,1 Sekunden katapultiert sich der bayerische Spyder auf 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit von 313 Km/h können als technischer Etappensieg betrachtet werden.
Fazit
Bei der jüngsten Entwicklung handelt es sich um ein Produkt harter Arbeit und innovativer Technologie. Nicht unterschätzt werden darf die Arbeit an dem Gesamtgewicht von nur 1,7 Tonnen. Damit man auf diese Zahl kommt, sollte man modernste Materialien einsetzen. Und tatsächlich – bei der Fertigung des neuen Spyder dominieren wertvolle Stoffe wie Aluminium und Carbon.
Der Basispreis liegt bei „moderaten“ 156.400 Euro, womit der Ingolstädter in der unteren Sektion der Porsche-Klasse Platz nimmt. Enttäuschen wird er seinen neuen Besitzer nicht. Begeistern? Das sehen wir im Frühjahr 2010.
In Kategorie: Audi, Hersteller, Neuvorstellung