Archiv für Oktober, 2009
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Oktober 30th, 2009

München, den 30. Oktober (autaro) Exklusiv für den nordamerikanischen Automarkt, das heißt also für die USA und für Kanada, entwickelt Volkswagen eine neue Mittelklasse-Limousine. Bis der endgültige Name steht, nennt sich das Projekt „New Midsize Sedan (NMS)“, also frei übersetzt: neue Mittelklasselimousine. In den USA ist der Begriff Mittelklasse freilich ein etwas anderer, als hierzulande. Der NMS wird nicht etwa dem VW Passat entsprechen, sondern in der Größe in etwa zwischen Passat und Phaeton angesiedelt werden. Der Phaeton wurde übrigens nach kurzer Zeit vom US-Markt genommen – er konnte zu wenig Käufer für sich gewinnen.

Preislich sieht die ganze Sache ein wenig anders aus. Um spezielle der japanischen Konkurrenz Paroli bieten zu können, die in den USA über ein ähnliches Prestige verfügt, wie die Importe aus Deutschland, muss Volkswagen einen anderen Weg einschlagen, als in Europa. So wird der NMS wohl preislich ein paar Tausend Euro unterhalb des Passat angesiedelt, schließlich sollen auch Fahrer eines Toyota Camry über einen Modellwechsel nachdenken. Insgesamt plant Volkswagen einen Absatz von jährlich 150.000 Einheiten und rechnet für US-Verhältnisse mit einem sehr optimistischen Diesel-Anteil von rund 30 Prozent.

Bislang finden die Amerikaner vor allem Gefallen am VW Jetta, neben dem auch noch die Modelle Golf, Beetle, Tiguan und Tuareg angeboten werden. Mit einem anderen Modell, dem VW Routan, hat VW bislang ebenfalls einen ordentlichen Gewinn eingefahren. Das Modell basiert auf dem Chrysler Voyager (was man ihm auch deutlich ansieht) und ist damit ein klassischer Maxi-Van. Wie dieser, so soll auch der NMS im VW-Werk in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee gefertigt werden. (autaro)

 

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Oktober 29th, 2009

München, den 29. Oktober (autaro) Mit einem ganz im Sinne der Umwelt entwickelten Zweisitzer sorgt die junge britische Firma Axon Automotive dieser Tage für Furore. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Plug-In-Hybriden, soweit also nichts Neues. Der Clou allerdings ist, dass neben dem Elektromotor ein kleiner Verbrennungsmotor seinen Dienst verrichtet, der auch mit Bioethanol befeuert werden kann. Die Kombination (in der Stadt fährt der Zwerg auch über längere Distanzen rein elektrisch) realisiert einen CO2-Ausstoß von weniger als 50 Gramm pro Kilometer – alles unter 100 Gramm darf sich aktuell als besonders umweltfreundlich betrachten. Zu vergessen ist in diesem Zusammenhang freilich nicht, dass lediglich zwei Passagiere Platz finden, bei konventionellen Spritsparern wie beispielsweise dem VW Polo BlueMotion können bis zu fünf Personen mitreisen. Über einen alltagstauglichen Kofferraum verfügt indes auch der Axon.

Dabei besteht das Grundgerüst der Karosserie aus Kohlefaser. Steve Cousins, Geschäftsführer bei Axon verkündet stolz: „Neue Verarbeitungsmethoden haben dazu geführt, dass die ursprünglich der Formel 1 vorbehaltenen Techniken nun auch Öko-Autos zugänglich sind.“ Auch der Innenraum gibt sich grün. Die Sitzbezüge bestehen aus Stoffen recycelter Jeans, die Türverkleidung aus wiederverwerteter Kohlefaser. Der Produktionsplan sieht eine Herstellung in kleinen und anpassungsfähigen Fabriken direkt im Bestimmungsland vor – der aufwendige und ebenfalls umweltschädliche Transport über den halben Erdball würde damit ebenfalls der Vergangenheit angehören. (autaro)

 

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Oktober 28th, 2009

München, den 28. Oktober (autaro) Chrysler, einer der Verlierer der aktuellen Weltwirtschaftskrise konnte nebst Konzerntochter Jeep nur durch milliardenschwere Unterstützung der US-Regierung und durch eine angeschlossene, äußerst straffe Insolvenz gerettet werden. Außerdem erhielt Fiat einen zwanzigprozentigen Anteil am Konzern und außerdem die Geschäftsführung. Nun wird langsam klar, wie die Turiner sich die Zukunft des Dinosauriers Chrysler vorstellen.
Laut Berichten des “Wall Street Journal” vom 27. Oktober sollen in den nächsten drei Jahren verschiedene Modelle entwickelt werden, die auf Fiat-Technologie basieren. Zwischenzeitlich wird sich Chrysler auf die Vermarktung der aktuellen Modellpalette konzentrieren, die allerdings ein wenig der heutigen Zeit angepasst werden soll. So wird der ungeliebte Chrysler PT Cruiser aus den Verkaufsräumen verschwinden, ebenso wie mehrere Modelle der Marke Jeep. Ob und wie weit sparsamere Motoren zum Einsatz in den aktuellen Modellen kommen werden, ist noch unklar.

Klar ist hingegen, dass die Italiener im gleichen Zuge auch ihre eigenen Modelle auf den US-Markt bringen wollen. Allen voran Fiat und Alfa Romeo. Dabei setzt man insbesondere auf Kompaktmodelle wie Fiat 500 und Alfa Romeo MiTo und geht selbstbewusst davon aus, dass sich so etwas wie Umweltbewusstsein und Vernunft in den nächsten Jahren auch in den USA entwickeln werden. Klar ist ebenfalls, dass sich ein Export aus Sicht der Turiner nicht lohnen wird, die verschiedenen Standards verhageln entsprechende Kalkulationen ebenso wie der schwache Dollar. Daher werden sich die Amerikaner über neue Arbeitsplätze in den entsprechenden Werken freuen dürfen, Fiat will bis spätestens 2012 mit der Produktion in den USA beginnen. (autaro)

 

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Oktober 27th, 2009

München, den 27. Oktober (autaro) Machen uns nun ausgerechnet die USA, jahrelange Ignoranten des Kyoto-Protokolls und nach wie vor weltweit größter Verursacher von Kohlendioxid, vor, wie es gehen könnte? Die Umweltprämie förderte hierzulande in erster Linie konventionelle Technik, allen voran den Verbrennungsmotor. Die geförderten Fahrzeuge mussten indes keine besonderen technischen Merkmale wie beispielsweise eine verbesserte Aerodynamik, eine Start-Stopp-System oder eine Anlage zur Bremsenergierückgewinnung aufweisen.

In dem US-Bundesstaat Colorado locken rekordverdächtige Steuerrabatte in die Showrooms umweltbewusster Hersteller. So erhält der Käufer eines Tesla Roadster, der mit reinem E-Antrieb und modernen Lithium-Ionen-Akkus fährt, einen Steuernachlass in Höhe von 42.000 US-Dollar. Gerechnet am Neupreis entspricht dies einem Rabatt von 38 Prozent. Auch der Käufer eines Lexus LS 600h, der über Vollhybrid-Technologie verfügt und sich eines der sparsamsten Modelle der Luxusklasse nennen darf, wird mit 24.000 Dollar gefördert. Selbst Interessenten eines vergleichsweise preisgünstigen Toyota Prius dürfen in Colorado 4.000 Dollar Vergünstigung mit in ihre Rechnung nehmen.

Das Modell, für das sich bereits mehrere andere Bundesstaaten der USA interessieren, verfolgt in erster Linie das Ziel, die Preisdifferenz zu konventionellen Autos mit Verbrennungsmotor zu verringern oder vollständig zu überbrücken. Vorerst limitiert bis zum Ende des Jahres, könnte die Aktion bei einem sichtbaren Erfolg auch noch deutlich verlängert werden. (autaro)

 

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Oktober 26th, 2009

München, den 26. Oktober (autaro) Gerade fand in München zum ersten Mal die eCarTec, eine Messe rund um die Elektromobilität, statt. Danach ist eines klar: nämlich dass nichts klar ist. Wirklich neue Ideen hinsichtlich der Entwicklung des reinen Elektroflitzers wurde nicht präsentiert. Zwar gibt es Ansätze, wie das Projekt “Embedded Photovoltaics” von ESG beweist. Vorgestellt wurde mit dem „Hot-C“ ein Elektroauto, das mittels Solarzellen auf dem Dach auch besonders umweltfreundliche Sonnenenergie nutzt. Der Durchbruch auf dem Weltmarkt scheint aber noch in weiter Ferne zu liegen. Am weitesten gediehen schien eine Kooperation zwischen Pininfarina und Bolloré zu sein. Ob sich die geplante Markteinführung des schnittigen Viersitzers namens „Bluecar“ aber wirklich bis 2011 realisieren lässt, ist eher fraglich.

Für noch mehr Verwirrung sorgte der eigentliche Schwerpunkt der Messe. Der lag nämlich offensichtlich auf der Infrastruktur, die für eine flächendeckende Elektromobilität noch fehlt. Wohl gut die Hälfte aller Aussteller zeigte ihre Interpretation der optimalen „Zapfsäule“. Dabei reicht die Palette vom simplen Münzautomaten (Sie haben richtig gelesen!) über logistisch aufwendige Tauschsysteme für die gesamte Batterieeinheit bis hin zum Induktionsgerät, das Ihren Stromer kabellos mit Saft versorgt, wenn Sie ihn auf einer ausgewiesenen Fläche abstellen. Dieses System, das artverwandt auch die meisten handelsüblichen Elektro-Zahnbürsten mit Energie versorgt, hätte durchaus Potenzial. Doch müssten die Hersteller, die ihre Prototypen und Studien bislang mit konventionellen Ladebuchsen ausrüsten, diese Entwicklung freilich mittragen. Schon werden erste Rufe nach gemeinsamen Standards laut – richten wird’s letztlich bestimmt die EU. (autaro)

 

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Oktober 25th, 2009

München, den 25. Oktober (autaro) Während Deutschland und die Welt verzweifelt um Opel kämpfte, verlief der Verkauf des traditionsreichen schwedischen Herstellers Saab augenscheinlich recht ruhig. Der Auto- und Flugzeugproduzent existiert nun in einer neuen Form, bei der die zwei Produktionszentren völlig unabhängig voneinander arbeiten. So kann sich Saab nun völlig auf den Automobilbau konzentrieren und noch mehr Meisterwerke zur Welt bringen. Lange Zeit gab es aber kein Signal aus Schweden. Manche Pessimisten sprachen von einer großen Krise, in der der Hersteller steckt und von einer panischen Angst davor, mit einem neuen Modell die ohnehin schon dramatische Situation des Automobilbauers weiter zu gefährden. Doch dann kam der Saab 9-5 und bewies, dass es in Schweden noch viel Potenzial für neue Entwicklungen gibt. Es handelt sich um ein exklusives Fahrzeug, das wir uns näher angeschaut haben.

Das Äußere
Schönheit ist natürlich etwas sehr Subjektives. Die bisherigen Entwicklungen von Saab waren mit Sicherheit nicht Jedermanns Sache. Kantig, viereckig, robust – so präsentierten sich die meisten Saab-Modelle – sogar in einem Zeitalter, in dem die geschwungenen Linien dominierten. Der 9-5 kündigt anscheinend eine neue Ära an. Die nach hinten abfallende Dachlinie, die leicht ausgestellten Kotflügel, die hinten mit den Reifen abschließen, und die flache Heckklappe bieten ein klares Signal: Im Hause Saab gibt es einen neuen Meister, und der heißt Aerodynamik. Wie aus einem Guss wirkt alles an dem neuen Modell und das sieht nicht nur schön, sportlich und dynamisch aus, sondern unterstützt tatsächlich die Aerodynamik des Automobils.

Das Innere
Nehmen wir doch Platz im Innenraum. Wenn das Exterieur bei Saab früher immer wieder Stoff für Diskussionen bot, war der Salon der Limousinen fast immer unbestritten: Hier regierte einfach der Komfort der Passagiere und die Übersichtlichkeit der Instrumente. Interessant ist zu sehen, was aus diesen Vorteilen nun im neuen Saab geblieben ist. Zum Glück vieles. Fahrer und Beifahrer genießen hier die äußerst bequemen Sitze mit viel Bein-, Seiten- und Kopffreiheit. Auch die Passagiere auf dem hinteren Sitz können sich nicht beklagen. Das Armaturenbrett erinnert an ein Flugzeug-Cockpit – schließlich muss der Hersteller seine Beziehung zum Flugzeugbau unterstreichen. Die vielen Knöpfe leuchten in einer schönen grünen Farbe und der Tacho-Meter ist in der Form eines Höhenmessers. Die A- und B-Säulen sind dezent, schick und verstärken das Fahrzeug-Feeling.

Der Motor
Erst hier zeigen sich die viele Ähnlichkeiten mit dem Opel Insignia, wobei das Wort „Ähnlichkeit“ vielleicht viel zu dezent ist – der Motor ist eigentlich eine vollständige Opel-Entwicklung und brummt inzwischen seit Jahren in dem sehr erfolgreichen Insignia. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass es sich um ein sehr gutes Triebwerk handelt. An den Start geht der 9-5 mit insgesamt drei Motorvariationen – einem 160 PS starken 2.0-Liter Turbodiesel, einem 220 PS-Turbobenziner und dem Spitzenreiter, dem 2.8 V6 Turbo mit 300 PS. Alle Maschinen sind phantastische Entwicklungen und gehören zu den besten Triebwerken auf dem weltweiten Automobilmarkt. Wie immer hat sich Saab darum gekümmert, dass sich die Opel-Produkte wohl in dem schwedischen Sportler fühlen. Sie zeigen sich besonders reaktionsfähig mit perfekter Traktion und Dämpfung.

Üppige Sonderausstattung
Der Käufer des neuen 9-5 wird mit einer sehr umfangreichen Ausstattung verwöhnt. Dazu gehören unter anderem Bi-Xenon-Scheinwerfer, ein adaptiver Geschwindigkeitsregler und das Saab-Allradsystem XWD. Ein besonderes Highlight ist auf jeden Fall die exklusive Surroundsound-Audioanlage von Harman-Kardon, die für unvergessliche Momente auf der Autobahn sorgen wird. (autaro)

 

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Oktober 23rd, 2009

München, den 23. Oktober (autaro) Wer hätte vermutet, zu welch florierender Marke sich Skoda, einst Relikt aus dem Ostblock, unter der Federführung von Volkswagen aufschwingen würde? Das Mittelklasse-Modell Octavia verkauft sich wie geschnitten Brot, der Superb, in seiner Klasse ebenfalls ein Kassenschlager wird immer mehr zum echten Konkurrenten für die etablierte Oberklasse. Und mit der Produktion des kleinen Fabia kommt man kaum noch hinterher.

So verwundert es kaum, dass neue Expansionspläne geschmiedet werden. Spätestens 2012 soll eine weitere Mittelklasse-Limousine unterhalb des Octavia positioniert werden. Dabei wird es nicht um einen Billigheimer á la Dacia Logan handeln, sondern um eine „erwachsene Limousine mit Stufenheck“, so Vorstandschef Reinhard Jung. Preislich sieht er die neue Limousine irgendwo zwischen 12.000 und 15.000 Euro – eine echte Kampfansage. Bedenkt man, dass der preiswerteste Golf bereits mit 16.500 Euro zu Buche schlägt, drängt sich außerdem auch die frage auf, ob sich die Konzernmutter VW mit solchen Planspielen nicht in das eigene Knie schießt. Außerdem keimt bereits die Sorge, Skoda könne bei der guten VW-Qualität, die schließlich der Hauptpfeiler des Markenerfolges ist, Abstriche machen. Skoda-Entwicklungschef Eckhard Scholz beruhigt: „Unser Auto wird trotz aggressiver Materialkostenplanung vollwertig und sehr gut gemacht sein – schließlich haben wir den Ruf unserer Marke zu verteidigen.“

Vermutlich wird auch spätestens mit Einführung der neuen Baureihe das ehemalige Octavia-Modell, der Skoda Octavia Tour, vom Markt verschwinden. Wegen des großen Erfolges hatte man sich bei Skoda dazu entschlossen, parallel zum aktuellen Octavia auch den Vorgänger weiterzubauen und zu verkaufen, natürlich zu einem deutlich reduzierten Preis. (autaro)

 

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Oktober 22nd, 2009

München, den 22. Oktober (autaro) Ohne Toyota geht im Geschäft mit den Öko-Autos gar nichts. Dieser Ansicht war man zumindest früher, als der führende Hersteller auf dem Weltmarkt das Hybrid-Segment gerade frisch für sich erobert hatte. Heute sieht das etwas anders aus. Der Elektroantrieb scheint die Runde zu machen und große und kleine Hersteller kämpfen verzweifelt darum, als erster Automobilproduzent das perfekte Elektro-Auto auf den Markt zu bringen. Toyota hat immer noch die besten Vorsätze, doch ob dabei eine Goldmedaille zum Greifen nahe ist, scheint mehr als unklar. Ein positives Signal gab es im Rahmen der diesjährigen Detroiter Motor Show, als der Hersteller die Studie FT-EV präsentierte. Es handelt sich um ein Vollelektro-Kleinauto, das als Stadtflitzer ab 2012 serienmäßig produziert werden soll. Auf der diesjährigen Tokyo Motor Show wird der Hersteller eine weitere Entwicklung zum Thema FT-EV präsentieren und dann wird man hoffentlich erkennen, dass das Jahr 2012 durchaus realistisch für den Start des dezenten Elektro-Stadtflitzers ist.

iQ als Basis
Der FT-EV basiert auf dem Kleinstwagen im Toyota-Produktkatalog – dem iQ. Das Außendesign ist mehr als nur inspiriert von dem seit Januar 2009 eingeführten Modell. Doch einige besondere Akzente sind am FT-EV deutlich zu erkennen. So ist unter anderem die Frontschürze neu, die Scheinwerfer und die Rückleuchten sind auch geändert und wirken extravaganter als beim Zwerg-Toyota. Absolutes Highlight sind die neuen Felgen mit Gold-Einlage, die eine besondere Balance zwischen Exklusivität und Zugänglichkeit schaffen. Gold scheint beim FT-EV eine ganz besondere Rolle zu spielen, da das Messe-Exponat in Detroit mit goldenen Sternchen beklebt war. Was das zu bedeuten hat, ist zumindest für die autaro-Redaktion unklar. Kitschig und unpassend für den puristischen japanischen Hersteller ist dieser Versuch auf jeden Fall.

Noch viel Arbeit!
Einige Mysterien bleiben also nach wie vor bestehen. Toyota will noch keine Daten zu der Batterie verraten, die dann als Antriebstechnologie im FT-EV dienen wird. Daher kann man nur schwer Schlussfolgerungen über die Praxistauglichkeit dieser Studie ziehen. Eins weiß man allerdings jetzt schon: mindestens 80 Km wird die Batterie auf jeden Fall aushalten. Das ist weder viel noch wenig und hält sich in solchen Grenzen, wie sie von anderen Elektrostudien, etwa von smart oder Trabant, etabliert wurden. In diesem Sinne ist der FT-EV keine bahnbrechende Entwicklung, sondern viel mehr ein weiterer Schritt zu der erfolgreichen Einführung des Elektroantriebes auf dem Weltmarkt. (autaro)

 

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Oktober 22nd, 2009

München, den 22. Oktober (autaro) In Japan haben Volumenhersteller traditionell ihre kleineren Ableger, die ein besonders feines und hochpreisiges Segment bedienen. Was für Toyota Lexus, ist für Nissan Infinity. Speziell in den USA, wo japanische Autos von jeher ein größeres Ansehen haben, als in der alten Welt, verkaufen sich Automobile aus dem Hause Infinity prächtig. Grund genug für den Hersteller aus Nippon, seine edlen Gefährte auch auf den europäischen Markt zu bringen. Doch hier geriet die Markteinführung eher schleppend. Ein möglicher Grund liegt in der konventionellen Technik und den durstigen Motoren der angebotenen Fahrzeuge, sparsame Diesel oder gar Hybriden suchen wir vergeblich.

Dass ausgerechnet die Konzernmutter Nissan, gemeinsam mit dem französischen Hersteller Renault emsig an der Marktführerschaft für umweltfreundliche Elektrofahrzeuge arbeitet, beweist der kürzlich vorgestellte Nissan Leaf – ein reines Elektroauto. Es scheint daher auch klar, dass früher oder später auch Infinity von der umweltschonenden Technik profitieren wird, vermutlich sogar schon in den nächsten drei bis vier Jahren. So ist für 2011 ein Vollhybrid auf Basis der dann auch bei uns erhältlichen Oberklasse-Limousine M35 geplant. Die nächste Stufe, über deren Erscheinung allerdings zeitlich noch keine näheren Informationen vorliegen, wird dann folgerichtig ein reines Elektrofahrzeug sein. Es wurde aber bereits verraten, dass auch im größeren Umfang Komponenten des kompakten Nissan Leaf zum Einsatz kommen. Sollte der Infinity-Stromer also markenuntypisch eher kompakt daherkommen, dann zumindest mit betont luxuriöser Ausstattung und freilich ebenfalls Platz für bis zu vier Personen. Und spätestens dann sollte auch der Verkauf in Europa so richtig ins Rollen kommen. (autaro)

 

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Oktober 21st, 2009

München, den 21. Oktober (autaro) Die Hybrid-Technologie mag hierzulande ihre Skeptiker haben, Fakt ist jedoch: im Stadtverkehr gibt es derzeit kaum etwas Effektiveres, sieht man vom reinen Elektroantrieb einmal ab. Andernorts, spezielle in Japan, hat sich die Technik durchaus schon etabliert. Während in Deutschland als Alternativen zu Toyota Prius oder Honda Insight lediglich Dickschiffe wie der Mercedes S400 Hybrid eine Bugwelle auf den Asphalt drücken, sieht die Realität in Japan schon ganz anders aus. Hier bietet allein Toyota demnächst sein drittes Modell mit dualem Antriebskonzept an und schließt damit die Lücke zwischen Prius und Camry.

SAI wird der neue Toyota heißen. Die viertürige Limousine bietet deutlich mehr Platz als ein Prius und mit rund 190 PS Leistung auch spürbar mehr Bums. Die Antriebseinheit mit ihrem 150 PS starken 2,4-Liter-Benziner und dem 143 PS starken E-Motor kommt bereits im Lexus HS 250h zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Vollhybriden, der bei Bedarf und bei niedrigeren Geschwindigkeiten bis zu 20 Kilometer rein elektrisch fahren kann.

Bislang ist ein Export nach Europa nicht geplant. In Japan wird die Limousine mit angepeilten 26.000 Euro gut 5.000 Euro weniger kosten, als ihr Geschwister aus dem Hause Lexus. Im Innenraum kommen 60 Prozent der verwendeten Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen, was für die grüne Seele des umweltbewussten Europäers natürlich erneut Balsam wäre. Einen Markt für den Toyota SAI sehen Experten hierzulande sehr wohl – vielleicht kommt er ja doch auch noch zu uns. (autaro)

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