München, den 25. Oktober (autaro) Während Deutschland und die Welt verzweifelt um Opel kämpfte, verlief der Verkauf des traditionsreichen schwedischen Herstellers Saab augenscheinlich recht ruhig. Der Auto- und Flugzeugproduzent existiert nun in einer neuen Form, bei der die zwei Produktionszentren völlig unabhängig voneinander arbeiten. So kann sich Saab nun völlig auf den Automobilbau konzentrieren und noch mehr Meisterwerke zur Welt bringen. Lange Zeit gab es aber kein Signal aus Schweden. Manche Pessimisten sprachen von einer großen Krise, in der der Hersteller steckt und von einer panischen Angst davor, mit einem neuen Modell die ohnehin schon dramatische Situation des Automobilbauers weiter zu gefährden. Doch dann kam der Saab 9-5 und bewies, dass es in Schweden noch viel Potenzial für neue Entwicklungen gibt. Es handelt sich um ein exklusives Fahrzeug, das wir uns näher angeschaut haben.
Das Äußere
Schönheit ist natürlich etwas sehr Subjektives. Die bisherigen Entwicklungen von Saab waren mit Sicherheit nicht Jedermanns Sache. Kantig, viereckig, robust – so präsentierten sich die meisten Saab-Modelle – sogar in einem Zeitalter, in dem die geschwungenen Linien dominierten. Der 9-5 kündigt anscheinend eine neue Ära an. Die nach hinten abfallende Dachlinie, die leicht ausgestellten Kotflügel, die hinten mit den Reifen abschließen, und die flache Heckklappe bieten ein klares Signal: Im Hause Saab gibt es einen neuen Meister, und der heißt Aerodynamik. Wie aus einem Guss wirkt alles an dem neuen Modell und das sieht nicht nur schön, sportlich und dynamisch aus, sondern unterstützt tatsächlich die Aerodynamik des Automobils.
Das Innere
Nehmen wir doch Platz im Innenraum. Wenn das Exterieur bei Saab früher immer wieder Stoff für Diskussionen bot, war der Salon der Limousinen fast immer unbestritten: Hier regierte einfach der Komfort der Passagiere und die Übersichtlichkeit der Instrumente. Interessant ist zu sehen, was aus diesen Vorteilen nun im neuen Saab geblieben ist. Zum Glück vieles. Fahrer und Beifahrer genießen hier die äußerst bequemen Sitze mit viel Bein-, Seiten- und Kopffreiheit. Auch die Passagiere auf dem hinteren Sitz können sich nicht beklagen. Das Armaturenbrett erinnert an ein Flugzeug-Cockpit – schließlich muss der Hersteller seine Beziehung zum Flugzeugbau unterstreichen. Die vielen Knöpfe leuchten in einer schönen grünen Farbe und der Tacho-Meter ist in der Form eines Höhenmessers. Die A- und B-Säulen sind dezent, schick und verstärken das Fahrzeug-Feeling.
Der Motor
Erst hier zeigen sich die viele Ähnlichkeiten mit dem Opel Insignia, wobei das Wort „Ähnlichkeit“ vielleicht viel zu dezent ist – der Motor ist eigentlich eine vollständige Opel-Entwicklung und brummt inzwischen seit Jahren in dem sehr erfolgreichen Insignia. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass es sich um ein sehr gutes Triebwerk handelt. An den Start geht der 9-5 mit insgesamt drei Motorvariationen – einem 160 PS starken 2.0-Liter Turbodiesel, einem 220 PS-Turbobenziner und dem Spitzenreiter, dem 2.8 V6 Turbo mit 300 PS. Alle Maschinen sind phantastische Entwicklungen und gehören zu den besten Triebwerken auf dem weltweiten Automobilmarkt. Wie immer hat sich Saab darum gekümmert, dass sich die Opel-Produkte wohl in dem schwedischen Sportler fühlen. Sie zeigen sich besonders reaktionsfähig mit perfekter Traktion und Dämpfung.
Üppige Sonderausstattung
Der Käufer des neuen 9-5 wird mit einer sehr umfangreichen Ausstattung verwöhnt. Dazu gehören unter anderem Bi-Xenon-Scheinwerfer, ein adaptiver Geschwindigkeitsregler und das Saab-Allradsystem XWD. Ein besonderes Highlight ist auf jeden Fall die exklusive Surroundsound-Audioanlage von Harman-Kardon, die für unvergessliche Momente auf der Autobahn sorgen wird. (autaro)
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