München, den 21. Dezember (autaro) Spätestens seit dem Erscheinen des aktuellen 7ers freut man sich wieder auf Neuerscheinungen der Marke mit dem weiß-blauen Propeller in der Niere. Bei BMW fließen die Formen wieder, die Proportionen stimmen, man sieht den Produkten ihre Dynamik wieder an. Und diesem Beispiel folgt auch der neue 5er, der in wenigen Wochen ausgeliefert wird. Bestellbar ist er freilich jetzt schon, parallel kann aber auch noch sein Vorgänger bestellt werden – zu wahren Schnäppchen-Preisen.
Knapp drei Meter Radstand
Die Form gefällt auf Anhieb, egal von welcher Seite man die neue Business-Limousine betrachtet. Dabei bemerkt man kaum, dass der 5er auf eine Außenlänge von 4,90 Meter gewachsen und damit sogar länger als eine E-Klasse von Mercedes geworden ist (4,87 m). Sehr gestreckt und dynamisch kommt der Bayer daher, was nicht zuletzt seinem langen Radstand (2,97 m) und den kurzen Karosserieüberhängen zu verdanken ist. Frontal zeigt die große, steile Niere, wohin der Hase läuft und das Heck bildet mit dem neuen Leuchtendesign auch nachts einen unverwechselbaren und harmonischen Abschluss.
Der Innenraum ist vom Feinsten
Wer im Fünfer Platz nimmt, sieht, wo all die Euros hingewandert sind. In dieser Klasse setzt BMW ab sofort Maßstäbe, was seit Erscheinen des 5er GT zu erwarten stand. In dieser Klasse bewegen sich Materialauswahl und Verarbeitungsqualität erwartungsgemäß ohnehin auf hohem Niveau, verglichen mit dem 5er kommt die Konkurrenz dagegen beinahe bürgerlich daher. Das beginnt bei Details wie den Rundinstrumenten mit Black-Pannel-Technik, geht über die zahlreichen feinen Details in Chrom, Aluminium oder Edelholz und endet bei satt ratenden Rädchen und Schaltern – hier ist wirklich alles premium. Tadellos ist auch die Bedienung, selbst am überarbeiteten iDrive gibt es nichts mehr zu kritisieren. Und wie wir es von BMW bis zum letzten Fünfer gewohnt waren, neigt sich die mächtige Mittelkonsole wieder leicht dem Fahrer zu. Der 5er ist wieder der Sportler unter den feinen Limousinen der Oberklasse. Darüber hinaus lässt sich eine Unzahl an Assistenzsystemen ordern, die das Fahren noch entspannter und sicherer gestalten helfen. Neuigkeiten wie “permanente Speedlimit-Anzeige mit Navigation gekoppelt, Nightvision mit Personenerkennung, Head-up-Display, jetzt in Farbe, Surround-View“ und so weiter, klärt 5er-Projektleiter Josef Wüst auf. Darüber hinaus parkt der 5er auf Wunsch automatisch ein und das bereits erwähnte Surround-View-System bietet Sicht auf sämtliche Hindernisse in 270 grad um das Auto herum. Dass das High-Tech-Vehikel außerdem über eine selbst mitlenkende Hinterachse verfügt (gegen Aufpreis, versteht sich), wundert seit Erscheinen des 7ers eigentlich kaum noch. Und ist in dieser Klasse trotzdem eine weitere Premiere.
Perfekte Ergonomie
Das wirklich tolle daran ist, wie unauffällig der 5er mittels sämtlicher genannter Systeme den Fahrer unterstützt. Dieser kann sich in die perfekt und tausendfach verstellbaren Komfortsitze einpassen (2260 Euro extra) und dem Fahrspaß hingeben. In der Sportversion ist die perfekt arbeitende Achtstufenautomatik auch über Paddel am Lenkrad bedienbar, auch wenn manuelle Eingriffe allenfalls dem Spieltrieb dienen. Von Umwelt und Motor bekommt der Fahrer praktisch nichts mit, außer einem dezenten und sportlichen Wohlklang. Selbst der von uns in der Vorserienversion getestete 530d mit 245 PS fühlt sich an wie ein Sportwagen. 540 Newtonmeter Drehmoment tun ihr Übriges und beschleunigen die Limousine in nur 6,3 Sekunden von Null auf 100 Sachen. Die Höchstgeschwindigkeit von abgeregelten 250 km/h ist in dieser Klasse Standard, der angegebene Durchschnittsverbrauch von 6,2 Litern Diesel jedoch eine kleine Sensation. (autaro)
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