Archiv für Januar, 2010
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Januar 19th, 2010

München, den 19. Januar (autaro) Die Riege der Benziner unter der Haube des BMW X1 erhält Zuwachs. Ab März ist das überaus erfolgreiche SUV mit einem neuen Vier- sowie einem neuen Sechszylinder erhältlich. Dabei leistet ersterer aus zwei Litern Hubraum genau 150 PS und ist gut für eine Höchstgeschwindigkeit von 202 Stundenkilometern. Außerdem beschleunigt er den Hecktriebler (für die allradgetriebene Version ist der Einstiegsbenziner nicht erhältlich) in 9,7 Sekunden aus dem Stand auf Landstraßentempo. Der Kunde hat die Wahl zwischen einer manuellen Schaltbox und einer Automatik, beide mit sechs Gängen. Den Durchschnittsverbrauch gibt BMW mit 8,2 Litern je 100 Kilometer an, der Einstiegspreis dürfte bei ungefähr 28.000 Euro liegen.

Den kleinsten Sechszylinder stellt künftig der bekannte Dreiliter, allerdings leistungsreduziert mit 218 PS. Serienmäßig ist dieser mit Allradantrieb und Sechsstufenautomatik kombiniert, der Einstiegspreis sollte unter 40.000 Euro liegen. Die Fahrleistungen sind eine ganze Ecke sportiver gelagert: Null bis 100 Sachen in nur 7,9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 223 km/h. Der Verbrauch geht mit angegebenen 9,3 Litern in Ordnung. Die Sechsstufenautomatik mit verbessertem Wirkungsgrad ist ab März zudem für alle Dieselmotoren im X1 verfügbar. (autaro)

 

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Januar 18th, 2010

München, den 18. November (autaro) Eines wird mittlerweile beim Blick auf koreanische Fabrikate a la Kia oder Hyundai deutlich: sie werden erwachsen, sind teilweise sogar schon fast ausgereift. Die Zeiten, als man nach dem Einsteigen in einen Koreaner vor lauter Plastikduft zu ersticken fürchtete, sind vorbei. Auch die Peinlichkeit, bei der Flucht an die frische Luft den Türgriff der billigen Blechdose abzureißen, wird man sich künftig nicht mehr ausmalen müssen. Das Vertrauen, das man seit langem schon in japanische Autos hat, kann man offenbar getrost auf Korea ausweiten. Kia untermauert diesen Eindruck außerdem durch eine siebenjährige Garantie auf alle neuen Modelle – und wie erste Erfahrungen beweisen: zu Recht.

Stimmiges Design

Der neueste Coup aus dem Hause Kia hört auf den Namen Venga, was zu Deutsch soviel bedeutet wie „los geht’s!“. Und tatsächlich, die Formensprache setzt den Namen konsequent um. Im Segment der ganz kleinen Familien-Vans kommt bislang keiner so sportiv daher, wie der Venga. Zwar darf auch bei der in Bälde erscheinenden Neuauflage des Opel Meriva mit einem deutlich frischeren Design gerechnet werden. Doch wird der Vergleich im Verhältnis nicht mehr aussehen, als habe man eine Tupperbox neben einen Römertopf gestellt. Rein optisch ist der Venga durchaus gelungen.

Überdurchschnittliches Platzangebot

Der positive Eindruck setzt sich nach dem Platznehmen im Innenraum fort. Obwohl der Kia sich mit den Außenmaßen in der Länge mit denen eines VW Golf zufrieden geben muss, herrscht innen Raum nahezu im Überfluss. Vorn erleben zwei Erwachsene ein überaus luftiges Raumgefühl, während sich in der zweiten Reihe drei Kinder ebenso großzügig unterbringen lassen. Selbst vier Erwachsene müssen hinsichtlich des Sitzkomforts auch längere Reisen nicht scheuen, reisen drei Erwachsene im Fond, wird es freilich etwas eng. Dass offensichtlich Anleihen beim Hauptkonkurrenten Opel Meriva genommen wurden, zeigt sich auch in der Variabilität. Die Rücksitzbank lässt sich stufenlos verstellen, verschieben oder sogar zu einer ebenen Ladefläche zusammenlegen. Hinsichtlich der Materialauswahl muss festgehalten werden, dass diese zwar nicht ganz auf dem Niveau der europäischen Konkurrenz liegt, angesichts des Kaufpreises aber völlig in Ordnung geht. Die Verarbeitungsqualität stimmt. Außerdem gibt die Bedienung, wenngleich das Armaturenbrett ein wenig verspielt geriet, keinerlei Rätsel auf.

Die Motorisierung reicht aus

Zum Marktstart bietet Kia den Venga mit zwei neu entwickelten Motoren an. Für 13.990 Euro bekommt man einen 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 90 PS Leistung. 1.100 Euro mehr und damit genau 15.090 Euro muss auf den Tisch legen, wer den sparsamen, ebenfalls 90 PS leistenden, 1,4-Liter-Diesel fahren möchte. Dieser ist zwar ebenfalls keine Spaßkanone, kann den Venga aber dank seines maximalen Drehmomentes von 220 Newtonmetern bei 1.750 Touren bequem durch die Stadt oder über Land bewegen. Das Geräuschniveau passt dank des gut gestuften Sechsganggetriebes recht gut zum komfortablen Verhalten der Federung, lediglich ab 3.500 Touren neigt der Selbstzünder zum Brummen und vibriert dann deutlich vernehmbar. Dabei ist der Diesel übrigens die deutlich komfortablere Wahl, die Benziner wirken in nahezu jeder Lebenslage zäh und ungehobelt. Die übrigen angebotenen Motoren kennen wir bereits von Kia cee’d und Soul. Das Fahrverhalten ist, trotz der deutlich spür- und sichtbaren Seitenneigung problemlos – diese ist natürlich auch der großen Höhe des Aufbaus von 1,60 geschuldet.

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Preis ist eine Kampfansage. Ein vergleichbarer Opel Meriva kostet mindestens 1.200 Euro mehr, bei schlechterer Garantieleistung und in der Regel höheren laufenden Kosten. Hinzu kommt, dass der Basisdiesel ein kleines Sparwunder ist und dass sich alle Motoren für einen Aufpreis von 300 Euro mit einer tadellos funktionierenden Start-Stopp-Automatik kombinieren lassen. Der von uns gestestete Diesel konnte den von Kia versprochenen Wert von 4,7 Litern Diesel auf 100 Kilometer zwar nicht ganz einhalten, bewegte sich aber nicht deutlich über fünf Litern. Und erwartungsgemäß gestaltet sich auch die Aufpreisliste übersichtlich und in klare Pakete gegliedert. Das Soundpaket sorgt mit 650 Euro Aufpreis für Kurzweile, die Klimaanlage schlägt mit 800 Euro zu Buche. Gute Reise! (autaro)

 

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Januar 18th, 2010

München, den 18. Januar (autaro) Bislang kennt man den privaten chinesischen Automobilhersteller BYD (Build Your Dreams) in erster Linie dank dreister Kopien europäischer oder japanischer Fabrikate. Dass das Kopieren technischer Innovationen in China Gang und Gäbe ist, in großen Teilen der Bevölkerung sogar als ausgesprochen chic gilt, ist bekannt aber nicht sofort sichtbar. Anders beim Design. In einem Prospekt kündigte BYD ein SUV für rund 12.000 Euro Anschaffungspreis an, das optisch eins zu eins dem Porsche Cayenne entspricht. Lediglich das Label wurde auf den Fotos ersetzt.

So verwundert es beinah nicht mehr, dass der BYD e6 dem Honda CR-V zum Verwechseln ähnlich sieht. Es handelt sich also um eine Art Minivan, allerdings mit Plug-In-Hybridtechnik. Dabei sollte man, bis das Vehikel in den Showrooms der Händler steht, über technische Daten allenfalls spekulieren. Bereits 2009 kündigte BYD das Fahrzeug als Studie an, mit abenteuerlich anmutendem Datenblatt. Die Reichweite betrage gut 400 Kilometer, so der stolze Firmengründer, trotz einer Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern. Außerdem lasse sich der Akku innerhalb von zehn Minuten komplett laden – wahre Rekorde wurden versprochen. Nun stellten die Chinesen das Fahrzeug mit viel Tamtam erneut vor. Auf der Detroit Motor Show wurde allerdings weit weniger geprahlt, als noch ein Jahr zuvor: die Reichweite beträgt laut BYD nun 330 Kilometer, für einen kompletten Ladezyklus verstreichen acht Stunden. Allerdings lassen sich die altmodischen Nickel-Metallhybrid-Batterien angeblich innerhalb weniger Minuten bis zur Hälfte aufladen, was für den Alltagsgebrauch ausreichen sollte. Wegen der erwähnten Akkus der alten Schule beträgt das Leergewicht des Prototypen übrigens stattliche 2,3 Tonnen. Noch in diesem Jahr will BYD die ersten Fahrzeuge ausliefern. Ob dies gelingt und welche Werte dann im Datenblatt zu lesen sein werden – warten wir es ab. Es wurden schließlich auf Messen auch schon chinesische Elektro-Prototypen präsentiert, bei denen man zuvor noch eilends den Auspuff abgeschraubt hatte. Im Innenraum fiel hingegen der Schaltknüppel auf, während Elektroautos in der Regel doch ohne Getriebe auskommen. (autaro)

 

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Januar 15th, 2010

München, den 15. Januar (autaro) Die dritte Generation des Ford Focus, Nachfolger des legendären Ford Escort steht in den Startlöchern. Anfang 2011 sollen die ersten Einheiten ausgeliefert werden, die Produktion startet zeitgleich in Saarlouis und Michigan. Und damit gleich zur nächsten Parallele zwischen den USA und Deutschland: zwei Versionen des Focus wird es nicht mehr geben, gleicher Focus für alle!

Dabei setzt Ford konsequent auf Handlichkeit und Sportlichkeit, bereits der aktuelle Ford Focus ist in Sachen Handling sicherlich einer der Besten seiner Klasse. Darüber hinaus kommen neue Motoren zum Einsatz, die Benziner mit Direkteinspritzung und Turboaufladung – mehr Leistung bei geringerem Verbrauch. In Verbindung mit dem optionalen Doppelkupplungsgetriebe soll der Neue laut Ford bis zu 20 Prozent weniger Sprit verbrauchen als sein Vorgänger. Nochmals effektiver sollen auch die modifizierten Dieselmotoren arbeiten, außerdem sollen die als Rauhbein verschrienen Ford-Selbstzünder in Sachen Laufkultur deutlich zulegen. Der schlichten Innenraumgestaltung des Focus begegnet Ford mit hochwertigeren Materialien und softeren Oberflächen, die Verarbeitungsqualität stimmt seit der letzten Modellpflege ohnehin. Und Technikfans sollen ebenfalls auf ihre Kosten kommen. Features wie eine Bluetooth-Schnittstelle für Telefon oder MP3-Player sind ebenso zu haben wie eine automatische Einparkhilfe, eine schlüsselloses Zugangssystem und ein neues Bedienkonzept. Dieses hört auf den Namen HMI (Human Machine Interface) und verfügt über einen extragroßen Farbmonitor.

Einen Unterschied zwischen den Kontinenten wird es dann aber doch geben. Während sich die Europäer mit einem 1,6-Liter-Turbo als Massenmotorisierung zufrieden geben müssen, wird der Hubraum für den amerikanischen Markt auf zwei Liter aufgebohrt. Ansonsten verfügen die Motoren über ein Leistungsspektrum von 115 bis über 200 PS. Für die USA ist zudem ab 2011 eine Kleinserie rein elektrisch angetriebener Focus in Planung. (autaro)

 

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Januar 14th, 2010

München, den 14. Januar (autaro) Kaum eine deutsche Großstadt ist vom Feinstaub derart gebeutelt, wie Stuttgart. Über Smog schimpften die Schwaben geographisch bedingt schon immer. Doch seit das Augenmerk auf den Kleinstpartikeln aus Auspuff, Zigarette und Co. liegt, ist in der Neckarmetropole eine regelrechte Hysterie ausgebrochen. So die eine Meinung.

Wohlbegründet sehen die anderen Meiner all die Aufmerksamkeit, die diesem Thema seit einiger Zeit geschenkt wird: im letzen Jahr überschritt Stuttgart die von der EU festgelegten Grenzwerte an insgesamt 111 Tagen – erlaubt ist eine Überschreitung an maximal 35 Tagen. Schließlich wurde Stuttgart gerichtlich gezwungen, etwas für seine Luftqualität zu tun. Und dazu zählt neben dem bekannt probaten Mittel des LKW-Durchfahrtsverbotes ein gänzlich neuer Ansatz. Stuttgart will den Feinstaub „festkleben“. Am Stuttgarter Neckartor wurden daher am 12.01. gut 1.000 Liter Calcium- und Magnesiumacetat (CMA) als Lösung versprüht. Bislang wurde dieses Mittel in skandinavischen Ländern als Taumittel von den Winterdiensten verwendet, es eigne sich aber auch zum Binden von Feinstaub. Zwei Monate will Stuttgart die neuartige Methode testen, dann sollen erste verwertbare Zahlenwerte vorliegen. (autaro)

 

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Januar 13th, 2010

München, den 13. Januar (autaro) Für Freunde des Besonderen hat sich Mercedes etwas einfallen lassen: zwei exklusive Sondermodelle auf Basis des Mercedes SLK und SL. Dabei beschränkt sich die Exklusivität allerdings auf Optik und Ausstattung, hinsichtlich der Motorisierung bleibt alles beim Gewohnten.

Der Mercedes SLK Grand Edition wartet mit einer speziellen Metalliclackierung in tiefem Grau auf. Auf der Motorhaube finden sich silberne Finnen, während die Scheinwerfer ebenfalls ein neues Design erhielten. Außerdem ist der Innenraum, also Sitze, Armlehne und Türverkleidungen komplett mit grauem Leder ausgeschlagen, vernäht mit roten Ziernähten. Im günstigsten Falle werden für den 1,8-Liter-Vierzylinder-Kompressor 42.274 Euro fällig – inklusive der 18-Zoll-Leichtmetallfelgen.

Eine ganze Liga höher spielt der auffällige SL Night Edition. Er ist in mattem Schwarz lackiert, die 19-Zoll-Felgen kommen in Bicolor und mit silbernen Bremssätteln daher. Abgedunkelte Scheinwerfer vorn wie hinten sorgen zusätzlich für eine eminente Erscheinung. Der Innenraum gibt sich mit schwarzen Leder-Fauteuils nebst silbernen Applikationen ebenfalls edel, ein schwarzer Dachhimmel rundet das Bild ab. 88.000 Euro kostet der SL 350 in dieser Version – Exklusivität inklusive. (autaro)

 

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Januar 12th, 2010

München, den 12. Januar (autaro) Der Tata Nano, der in Indien im August des vergangenen Jahres zu ersten Mal ausgeliefert wurde, ist das billigste Auto der Welt. Umgerechnet rund 1.300 Euro sind für den Kleinen fällig – viel mehr kann sich der Durchschnitts-Inder in der Regel auch nicht leisten. Er bietet fünf Personen Platz und schützt diese vor Wind und Wetter. Ein Vorzug, den das ansonsten gebräuchliche Zweirad, das meist mehr als zwei Personen transportiert, nicht bietet.

Nun überraschte Ratan Tata, der millionenschwere Gründer des Mutterkonzerns Tata Group erneut für Aufsehen. In einem Interview mit der südkoreanischen Wirtschaftszeitung „Maeil“ kündigte er eine Hybridversion des Nano an. Zwar machte er noch keine Angaben darüber, wann das Vorhaben die Serienreife erreichen werde. Doch habe auch er den weltweiten Öko-Trend erkannt und wolle sich diesem anschließen. Wie es unterdessen mit den Marken Jaguar und Land Rover weitergehen werde, ließ er offen. Sicher sollen diese ihren Kurs hin zu einer besseren Umweltverträglichkeit korrigieren – seit der Übernahme von Ford bescheren Sie Tata nur rote Zahlen.

Für die zweite große Schlagzeile seit seiner Markteinführung sorgte der Tata Nano übrigens gegen Ende des vergangenen Jahres: in drei Fällen hatten Kurzschlüsse im Lenkstockhebel für Schwelbrände gesorgt. Da hierfür laut Tata weder ein Konstruktions- noch ein Materialfehler als Ursache in Frage kam, wurde von einer Rückrufaktion abgesehen. (autaro)

 

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Januar 11th, 2010

München, den 11. Januar (autaro) Bis heute hatte die Auto Expo 2010 in Neu-Delhi, Indien, ihre Pforten geöffnet. Und allen voran buhlten die Autohersteller aus Europa und Japan um die Gunst der Besucher, denn Indien ist nach China der am schnellsten Wachsende Markt weltweit. Obwohl die weltweite Wirtschaftskrise auch an Indien nicht spurlos vorbeiging, verzeichnet der Subkontinent bei den Neuzulassungen ein Plus von über 16 Prozent – das sind gut 1,4 Millionen Fahrzeuge. Dabei ist eines völlig klar: den Kleinen gehört der Markt. 80 Prozent der neuzugelassenen Fahrzeuge sind Kleinwagen.

Gerade von diesem Kuchen wollen sich die großen Hersteller eine Scheibe abschneiden. Noch beherrscht das indisch-japanische Konsortium Maruti Suzuki mit einem Marktanteil von 55 Prozent deutlich das Geschehen. Doch geht es nach dem Willen der internationalen Konkurrenz, wird sich die Situation bald ändern. Honda präsentierte sein „New Small Concept“ in der Preisklasse um 10.000 Dollar. Volkswagen präsentierte einen abgespeckten Polo, speziell für den indischen Markt. Und auch Toyota entwickelte eigens für den Boom-Markt den Kleinwagen Etios. Auch Hyundai, Ford und Renault haben entsprechende Antworten auf die Fragen des indischen Konsumenten. Und der fragt in erster Linie nach dem Preis und dem dafür gebotenen Platz für Passagiere. Komfort oder Sicherheit werden nachrangig behandelt.

Allerdings gibt es auch einen Markt für sogenannte Premium-Fahrzeuge. Geschätzt werden in Indien pro Jahr gut 10.000 Autos der Ober- und Luxusklasse geordert – Tendenz steigend. Wer es zu etwas gebracht hat, der möchte das in Indien auch zeigen. Folglich sind auch Marken wie Audi, BMW oder Mercedes präsent. (autaro)

 

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Januar 10th, 2010

München, den 11. Januar (autaro) Citroën steht wie kaum eine andere französische Marke für Extravaganz und die sprichwörtliche Joie de vivre – Citroën ist automobile Lebensart. Allerdings hatte man bislang, und das durchaus zu Recht, auch immer ein wenig Angst vor der französischen laissez fair. Fahrzeuge mit dem Doppelwinkel auf dem Kühlergrill gelten als nicht sonderlich zuverlässig. Und eines ist klar: in der ausdifferenzierten Kompaktklasse muss auch ein Citroën mehr bieten als nur ausgefallenes Design, gepaart mit zukunftsweisender Technik.

Das Design sorgt für frischen Wind in der Kompaktklasse

Zumindest optisch passt alles. Der Kompakte wirkt wie aus einem Guss, die Spaltmaße passen, alles wirkt nicht mehr ganz so verspielt und unausgegoren wie beim Vorgänger. Die Formen wirken, wie übrigens auch der gerundete Doppelwinkel, der bislang eckig auf allen Citroën prangte, stimmig, die Proportionen stimmen. Und doch kommt der C3 keineswegs so konservativ und langweilig daher, wie beispielsweise ein VW Polo. Einen gewichtigen Beitrag zum futuristischen Aussehen leistet die riesige Panorama-Windschutzscheibe, die für 400 Euro Aufpreis nachhaltig den Horizont erweitert. Das macht vor allem Nachts und bei trübem Wetter Laune, während man sich vor starker Sonneneinstrahlung mit einem verschieblichen Rollo schützen kann. So wirkt denn auch der Innenraum des knapp vier Meter langen C3 luftig und großzügig. Beifahrer freuen sich zudem über das auf der Beifahrerseite weit nach vorn eingebuchtete Armaturenbrett, das zusätzlich Platz schafft. Dieses Detail kommt bei Bedarf auch großgewachsenen Passagieren im Fond zugute, denn der Sozius kann mit seinem Sitz extrem weit nach vorn fahren. Der Platz in der hinteren Sitzreihe ist ansonsten aber durchaus ausreichend. Auch die Sitze erfreuen auf allen Plätzen mit angenehmem Komfort und hervorragender Passform. Hinsichtlich der Innenraumgestaltung enttäuscht der Neue indes ein wenig. Zwar ist die Verarbeitung ordentlich und auch bei der Materialauswahl hatte nicht der Rotstift das letzte Wort. Doch rein Optisch hätten wir uns von einem Citroën ein wenig mehr Chic gewünscht. Wenigstens gibt es an der Ergonomie nichts zu mäkeln.

Dynamisches Handling

Beim Fahrverhalten schlägt die große Stunde des kleinen Galliers. Kaum ein anderer Kompakter lässt sich derart leichtfüßig auch in schmalste Parklücken bugsieren oder wetzt derart flink auch um enge Kehren. Daran hat freilich auch die extrem leichtgängige, elektromechanische Servolenkung ihren Anteil. Außerdem lässt sich der Grad der Unterstützung über einen Drehregler stufenlos einstellen, auf Wunsch arbeitet die Lenkung also auch ausreichend direkt. Überhaupt haben sich die Franzosen einmal mehr Gedanken gemacht und beispielsweise die Abschaltmöglichkeit des ansonsten sehr feinfühlig regelnden ESP beschränkt. Zwar lässt es sich auch beim C3 per Knopfdruck abschalten, nimmt aber ab Tempo 50 seine Tätigkeit automatisch wieder auf.

Angenehmes Fahrwerk, brummiger Motor

Bei einem Citroën stellt sich unweigerlich die Frage nach dem Fahrkomfort. Und der fällt, um es gleich vorweg zu sagen, gut aus. Zwar verzichteten die Ingenieure aus Kostengründen auf die berühmte hydropneumatische Federung. Die Lösung aus Verbundlenker-Hinterachse und Schraubenfedern verrichtet ihren Dienst jedoch kaum schlechter. Lediglich auch langen Bodenwellen bei stärkerer Beladung gerät die Federung an ihre Grenzen, ansonsten gehört sie in dieser Klasse zum Durchschnitt. Was allerdings eindeutig nervt, ist die Stimme des von uns getesteten 1,4-Liter-Benziners mit 95 PS. Zwar sorgt der Vierzylinder für ordentliche Fahrleistungen und beschleunigt den C3 in rund elf Sekunden auf Landstraßentempo. Doch ist das serienmäßige Fünfganggetriebe zugunsten eines spritzigen Antritts sehr kurz gestuft. Daraus ergeben sich naturgemäß hohe Drehzahlen, die zu einem unüberhörbaren Brummen führen. Bereits bei Tempo 130 zeigt der Drehzahlmesser 4000 Touren an, längere Autobahnetappen werden damit zur Nervenprobe. Wenigstens sind die fünf Gänge sauber geführt, was im Stadtverkehr dann wieder durchaus Laune macht.

Der Verbrauch hängt vom Fahrer ab

Von der Geräuschkulisse abgesehen birgt das insgesamt hohe Drehzahlniveau aber auch einen weiteren eklatanten Nachteil: wer das Gaspedal nicht ständig nur streichelt, erntet schnell einen Durchschnittsverbrauch jenseits der sieben Liter. Das ist schade, denn mit seinem geringen Leergewicht von etwas über 1,1 Tonnen hat der Kleine durchaus Sparpotential. Wer sich zügelt, kann denn auch Durchschnittsverbräuche um die 5,5 Liter realisieren – Disziplin ist hier natürlich oberstes Gebot. Rundum wird der C3 es also weiterhin schwer haben, sich gegen die etablierte Konkurrenz a la VW Polo, Ford Fiesta oder Opel Corsa zu behaupten. Mit seinem Preis von 15.800 Euro für die 95 PS starken 1,4-Liter und der vergleichsweise kompletten Serienausstattung ist der Citroën C3 aber durchaus eine ernstzunehmende Alternative und wird sicherlich einen Teil der Individualisten-Fraktion für sich gewinnen können. (autaro)

 

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Januar 10th, 2010

München, den 10. Januar (autaro) Die Blue Motion-Serie von Volkswagen wurde entwickelt, um den Durst nach umweltfreundlichen, sparsamen und power-effizienten Automobilen zu löschen. Erinnert sich noch jemand an die große Sprit-Hysterie, die vor zwei Jahren wie ein Lauffeuer auch die Automobilbranche erreichte? Ja, genau zu diesem Zeitpunkt erschien auch das erste Blue Motion-Modell bei den Wolfsburgern. Und das war ausgerechnet der Polo, der als erster die neue öko-freundliche und vor allem spritsparende Serie angekündigt hat. Die Überraschung war groß. Das Modell hielt zwar durchaus, was es versprach, doch die Nachteile zeigten sich ebenfalls so zahlreich, dass sich der Polo Blue Motion schnell als das Sorgenkind von Volkswagen entpuppte. Nun folgt die revidierte Version, die auch mit vielen, vielleicht viel zu vielen Erwartungen belastet wird.

Das Exterieur
Am meisten Kritik bei dem Vorgänger erntete der Motor. Vielleicht entschieden sich die Wolfsburger Ingenieure aus diesem Grund, an dem Äußeren nichts zu ändern. Die Aerodynamik zeigt sich auf gewohnt hohem Niveau. Markanter Akzent ist der optimierte Frontspoiler, der eigens für die Blue Motion-Serie strömungstechnisch optimiert wurde. Auch die Frontmaske soll dank eines Querspalts den Luftwiderstand minimieren. Ein absoluter Vorteil, der für das Modell spricht, ist die Garantie von zwölf Jahren, die VW gegen Durchrostung der Karosserie gewährt. Das kann sich nicht jeder leisten und ist ausschließlich dem klugen Einsatz von Zink bei der Anfertigung der verschiedenen Bauelemente zu verdanken. Zugleich bietet das Coupé einen phantastischen Schutz gegen Unfälle, und zwar dank der crashoptimierten Sicherheitsstruktur des Wagens.

Das Interieur
Im Interieur wartet der Polo Blue Motion mit einer Ausstattung auf, die den gewohnt hohen Standards der Wolfsburger folgt. Hohe Wertigkeit der Materialien, Ergonomie, Funktionalität und Qualität – das sind die Charakterzüge des Modells und auch die Punkte, ohne die ein Volkswagen kein Volkswagen sein könnte. Fahrer und Passagiere fühlen sich im relativ kleinen Innenraum sehr wohl. Dank der phantastisch konzipierten Sitze kann man die Fahrt im Polo Blue Motion richtig genießen. Auch der Gepäckwagen macht den umweltfreundlichen Polo zu einem perfekten Reisebegleiter. Ganze 270 Liter Gepäck kann man mit dem neuen Modell transportieren – das sind deutlich mehr als alle Konkurrenten in diesem Segment fassen können.

Das Triebwerk
Im neuen Modell wurde der Spritkonsum nochmals deutlich reduziert. Während der Vorgänger 3,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer brauchte, genügen in der neuen Entwicklung bereits 3,3 Liter. Das hört sich phantastisch an, doch damit sind die guten Nachrichten im punkto Motor auch leider erschöpft. Der Polo Blue Motion kommt mit einer Motorkraft auf den Markt, die bei weitem keine Fahrerlebnisse auf der Autobahn verspricht. Dem Fahrer stehen lediglich 75 PS und 55 KW zur Verfügung. Unterstützt werden diese Zahlen von 180 Nm bei 2000 Umdrehungen als maximales Drehmoment – auch keine Highlights also. Das neue Modell ist aber dank seines geringen Spritverbrauchs sehr praktisch – mit vollem Tank kann man über 1000 Kilometer zurücklegen. Doch wer wirklich 1000 Kilometer mit seinem Polo Blue Motion verbringen will, muss etwas für seine Ohren und Nerven tun. Unter den aktuellen Modellen im weltweiten Automobilkatalog ist das Triebwerk der Wolfsburger mit Abstand das lauteste. Gepaart wird die Charakteristik mit einem lang ausgelegten Getriebe, das sich auf die Agilität und Dynamik des Automobils auswirken.

Fazit
Angesichts der oben genannten Punkte wird der Basispreis von 16.575 Euro zu einem Fest der Arroganz. Für diese Summe bekommt der Käufer eine ziemlich biedere Ausstattung. Sollte man den Polo Blue Motion auf den aktuellen Stand bringen – mit Klimaanlage, Stereoanlage, mehr Airbags usw. – muss man natürlich viel tiefer in die Tasche greifen, für so manch VW-Interessenten mit Sicherheit viel zu tief. (autaro)

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