Archiv für März, 2010
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

März 31st, 2010

München, den 31. März (autaro) Der EcoTest des ADAC ist so etwas wie die Champions-League unter den Verbrauchstests. Bislang schafften es nur die Hybridmodelle Toyota Prius und Honda Insight sowie der VW Passat 1.4 TSI EcoFuel mit Erdgasantrieb, 5 Sterne in der Gesamtwertung einzuheimsen. Damit waren Diesel, die ja eigentlich als besonders sparsam gelten, bislang nicht vertreten. Mit ein Grund ist ihre im Vergleich zum Benziner weniger saubere Verbrennung und der damit verbundene höhere Ausstoß an Schadstoffen. Schließlich dreht sich nicht alles nur um das Treibhausgas Kohlendioxid.

Der Volvo V70 1.6D DRIVe schaffte es nun als erster Selbstzünder auf den 5-Sterne-Olymp des ADAC. Mit einem ermittelten Durchschnittsverbrauch von 4,97 Litern Diesel pro 100 Kilometern und einer entsprechenden CO2-Emission von 131,1 Gramm pro Kilometer fährt der Volvo in seiner Klasse dem Mercedes E200 CDI BlueEfficiency, der bisher die Liste in seiner Klasse anführte, davon. Dabei ist schließlich der etwas schlechtere Schadstoffausstoß, der dem Schweden nur 41 von 50 möglichen Punkten bescherte, von zweitrangiger Bedeutung. Immerhin handelt es sich bei den knapp fünf Litern Verbrauch um Werte eines ausgewachsenen Familienkombis, der trotz allem zügig bewegt werden kann und auch hinsichtlich Fahrkomfort und Sicherheit keine Kompromisse eingeht. Anerkennung verdient Volvo außerdem für seine halbwegs realistische Herstellerangabe des Durchschnittsverbrauches. Zwar wurden die angegebenen 4,5 Liter um knapp einen halben Liter überboten. Dies kann jedoch als tolerierbarer Wert angesehen werden, weichen doch die unter realen Bedingungen ermittelten Werte in vielen Fällen gleich um mehrere Liter von den nach ECE-Norm ermittelten Werten ab. (autaro)

 

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März 30th, 2010

München, den 30. März (autaro) So ganz in der Gegenwart fühlt man sich nicht, beim Anblick des EN-V Concept von General Motors (GM). Eher wie in einem Science-Fiction Film neuester Machart. Das rein elektrisch betriebene Vehikel befördert bis zu zwei Insassen auf zwei Rädern. Dabei kann entweder der Fahrer steuern, oder das EN-V Concept dirigiert sich selbstständig durch den Straßenverkehr. Möglich machen dies ausgeklügelte Abstandsregel-Sensoren in Kombination mit GPS-Navigation – das Fahrzeug ist also auch in der Lage, auf Notfallsituationen zu reagieren und eine entsprechende Vollbremsung einzuleiten. Darüber hinaus muss sich der Fahrer im Autopilot-Modus nicht einmal Gedanken über die Fahrtroute machen. Er gibt einfach das Ziel an, das Zweirad ermittelt dann in Echtzeit den kürzesten Weg anhand aktueller Verkehrsinformationen. Auf der Expo, die dieses Jahr vom 01. Mai bis 31. Oktober in Shanghai stattfindet, wird das EN-V Concept zu bewundern und zu testen sein.

Dank kompaktester Abmessungen (gerade 1,5 Meter in der Länge) und des niedrigen Gewichtes von knapp 500 Kilogramm eignet sich das Konzept hervorragend für Großstädte. Zwei Elektromotoren in den Radnaben werden durch eine moderne Lithium-Ionen-Batterie mit Energie für gut 40 Kilometer Reichweite versorgt. Danach kann das Fahrzeug an jeder herkömmlichen Steckdose wieder aufgeladen werden. Der Preis oder überhaupt eine Entscheidung für eine mögliche Serienproduktion stehen noch nicht fest. Der Blick in die Zukunft macht jedenfalls mächtig Laune. (autaro)

 

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März 26th, 2010

München, den 26. März (autaro) Das Konzept car2go, vor gut einem Jahr von Daimler in Ulm ins Leben gerufen, war ein voller Erfolg. Über 18.000 Kunden registrierten sich im ersten Jahr für das unkonventionelle Carsharing-System, gerechnet wurde etwa mit der Hälfte. “Die geplante Markteinführung auf internationaler Ebene ist daher der nächste logische Schritt”, teilte Projektleiter Robert Henrich gestern der Öffentlichkeit mit. Sitz der Gesellschaft bleibe Ulm, doch noch in diesem Jahr werde das Projekt auf eine weitere europäische Großstadt ausgeweitet. Im nächsten Jahr werde dann eine beträchtliche Zahl weiterer europäischer Metropolen hinzukommen.

Sollte das Projekt dort ähnlichen Anklang finden, wie in Ulm, könnte dies erheblich zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs führen. In Ulm ist mittlerweile laut Statistik jeder dritte Führerscheininhaber im Alter von 18 bis 35 Jahren registriert. Genutzt wurden die 500 eingesetzten Smart im Durchschnitt 30 bis 60 Minuten lang und für eine Strecke von durchschnittlich 15 Kilometern. Der bahnbrechende Erfolg liegt insbesondere in der großen Flexibilität von car2go begründet: während bei anderen Carsharing-Gesellschaften das Fahrzeug vorab reserviert und an der entsprechenden Station auch wieder zurückgegeben werden muss, kann ein Smart von car2go auch per Handy geortet und gebucht werden. Nach der Fahrt kann man ihn dann einfach stehen lassen, der nächste Fahrer holt ihn sich dann einfach von dort oder ein Mitarbeiter des Service-Personals bringt ihn zu definierten Stellen, die quer über das Stadtgebiet verteilt liegen. (autaro)

 

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März 25th, 2010

München, den 25. März (autaro) Die Richtung der Chrysler-Fiat-Allianz ist vorgegeben: die Italiener stellen für künftige E-Motor-Konzepte Ihre modular einsetzbaren Plattformen zur Verfügung, während Chrysler für die Gesamtentwicklung der Fahrzeuge und der Elektrifizierten Antriebsstränge verantwortlich zeichnet. Zumindest hinsichtlich der Fahrzeuge, die auf beiden Kontinenten, als Amerika und Europa zum Einsatz kommen werden.

Den Anfang der neuen Strategie wird der Fiat 500 machen. Als reines Elektrofahrzeug soll dieser noch Ende 2011 oder Spätestens Anfang 2012 auf den Markt kommen – allerdings vorerst nur in den USA. Und dort auch nicht unter dem Fiat, sondern vermutlich unter einem eigenständigen Markennamen oder als Chrysler. Es ist allerdings damit zu rechnen, dass ein E-500 auch den Weg auf europäische Straßen finden wird und dann vermutlich auch unter dem Namen Fiat. Mit der Ausrichtung der E-Technologie auf den amerikanischen Markt wird allerdings auch deutlich, dass weiterhin in erster Linie Entwicklungen gefördert werden, die aus europäischer Sicht wenig sinnvoll sind und eigentlich der Vergangenheit angehören sollten. So steht die Entwicklung eines Dodge Ram mit Hybrid-Antrieb ganz oben auf der Agenda und wird sogar aus Mitteln der US-Regierung gefördert. Allerdings wird es sich bei der benzingetriebenen Hälfte des mehrere Tonnen schweren Trucks um den bekannten 5,7-Liter-HEMI-V8 aus dem Chrysler-Regal handeln. Selbst mit einem Elektromotor kombiniert wird es sich noch immer um ein Sprit saufendes Monster handeln, das mehr verbrauchen wird, als ein konventioneller Diesel-Truck. (autaro)

 

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März 22nd, 2010

München, den 22. März (autaro) Noch im Herbst dieses Jahres soll der VW „Up!“ und damit das vorerst kleinste Automobil aus dem Hause Volkswagen den internationalen Markt erobern. Mit neuen Dreizylinder-Motoren und schließlich auch einem reinen E-Antrieb soll er nicht nur kompakter und preiswerter sein, als die bisherigen VW-Alternativen, sondern vor allem nochmals sparsamer. Doch wird es künftig vielleicht sogar noch eine Version unterhalb des „Up!“ geben? In Brasilien wurde gerade eine Studie namens „IN Concept“ entwickelt. Dabei handelt es sich um einen reinen Zweisitzer a la Smart, der aber den Fahrkomfort eines VW Fox und damit eines „vollwertigen“ und langstreckentauglichen Automobils realisieren soll.

Ein angeblich revolutionäres Raumkonzept packt all diese Attribute auf eine Länge von gerade einmal 2,5 Metern und will damit die Frage nach dem wachsenden Raumproblem der immer enger werdenden Metropolen beantworten. Zwar dürfte es bis zur Serienreife noch eine ganze Weile hin sein. Doch kann bereits jetzt spekuliert werden, mit welchem Antrieb der Zweisitzer kombiniert werden könnte. Denkbar ist alles, vom herkömmlichen Verbrennungsmotor bis hin zum reinen Elektroantrieb. Im Falle des Verbrennungsmotors würde vermutlich gerade für den Südamerikanischen Raum eine Version herangezogen, die mit Ethanol betrieben werden kann – an dem andernorts gescheiterten Konzept der Bio-Ethanol-Gewinnung hält Südamerika noch immer fest. (autaro)

 

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März 20th, 2010

München, den 21. März (autaro) Fast alle großen Hersteller präsentierten beeindruckende Neuheiten auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon. Große, starke, spritschluckende Limousinen mit abgefahrenen Triebwerk-Technologien konnte man bei den Ständen von BMW, Opel, Audi, Toyota, Chevrolet und vielen anderen erleben. So konnte der neue Nissan Micra nahezu unbemerkt bleiben. Doch wahre Autoexperten wissen, dass man das japanische Kleinauto nicht unterschätzen darf. Deshalb konnte sich das winzige Schmuckstück doch noch schnell als ein Höhepunkt auf der aufregenden Automobilausstellung etablieren. Der Micra geht nun in seine vierte Auflage und gilt inzwischen als eines der erfolgreichsten Automobile weltweit. Seit über 25 Jahren überzeugt das japanische Meisterwerk die weltweite Kundschaft. Auch die neue Inspiration zum Thema Micra wird die treuen Kunden nicht enttäuschen.

 

Klein, aber ohoooo…

Die Nissan-Ingenieure haben versucht, fast jedes Element neu einzustudieren. Der neue Micra erscheint in einem ganz andern Licht, und zwar als ein modernes Automobil, das sowohl praktisch, kompakt und puristisch wirkt, als auch erlebnisreiche Momente auf der Autobahn verspricht. Gearbeitet wurde unter anderem am Außendesign. Neu ist der Kühlergrill, der nun sportlich und nicht mehr kindlich oder naiv wirkt. Großartige Akzente werden mit den großen mandelförmigen Scheinwerfern gesetzt. Der neue Micra ist kein Kinderauto mehr, sondern hinterlässt einen reiferen, kraftvolleren Eindruck.

Begeben wir uns nun aber  in den Innenraum. Das Erste, was auffällt, ist der Komfort. In den früheren Versionen des Micra mussten sich groß gewachsene Personen eher quälen. Akrobatische Nummern aus der Gymnastik waren unter anderem auf den hinteren zwei Sitzen gefragt. Das ist nun nicht mehr der Fall. Natürlich hat man in einem Audi A8 mehr Platz, doch die Japaner schenken den Micra-Passagieren einige zusätzliche Zentimeter, sodass wir durchaus den Begriff Kleinwagen-Komfort einführen können. Was das Armaturenbrett angeht, da haben die Ingenieure alles klar und übersichtlich gehalten. Verzichtet haben sie auf unnötigen Schnickschnack, der die Konzentration stören könnte. Obwohl das Hartplastik im Innenraum dominiert, wirken die Elemente gut verarbeitet, sodass man sich hier durchaus wohl und nicht unbedingt als Besitzer eines Billig-Autos fühlt.

 

Motorstärke pur

So überzeugend wie die Innen- und Außenräume auch sind, wären sie doch nichts, ohne die beachtlichen Triebwerke. An den Start geht der neue Micra mit lediglich zwei Motoren, doch die Palette soll langsam aber sicher erweitert werden. Beide Maschinen sind auf jeden Fall sehr gelungene Entwicklungen und werden die neuen Micra-Fahrer nicht enttäuschen. Als Basis-Antrieb dient ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner, der 59 kW und 80 PS anbietet. Die Motorkraft ist für die Maße des Stadtflitzers durchaus ausrechend. 108 Newtonmeter Drehmoment stehen dem Fahrer zur Verfügung, was eine akzeptable Leistung darstellt. Ein großes Plus ist der CO2-Ausstoß, der nach Herstellerangaben bei 115 g/km liegt – so ist die Euro 5-Norm mit Bravour geschafft.

Stärker ist der Alternativ-Motor, der 72 kW und 98 PS aus einem 1,2-Liter Hubraum auf die Räder bringt. Hier wurde der Co2-Ausstoß weiter auf 95 g/km gesenkt.

 

Fazit

Der neue Micra wird in Deutschland erst ab dem kommenden November verkauft. Doch bereits jetzt kann man ruhigen Gewissens sagen, dass die Verbesserungen, die die Nissan-Ingenieure an dem Vorgänger-Modell vorgenommen haben, durchaus gelungen sind. Ein weiterer Plus-Punkt ist die zusätzliche Ausstattung, die für den kleinen Stadtflitzer angeboten wird. ABS, ESP, Front- und Seitenairbags, Gurte mit einem innovativen Sicherheitsverschluss – die Japaner halten bekanntlich viel von der Sicherheit der Passagiere und bieten ein Rund-Um-Paket, mit dem man sich im kleinen, aber gereiften Micra durchaus wohl fühlen kann. (autaro) 

 

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März 19th, 2010

München, den 19. März (autaro) Wie bereits seit längerem geplant, haben Renault und Nissan in Indien ein gigantisches neues Werk eröffnet. Am neuen Standort Chennai an der indischen Ostküste soll im Mai die Produktion starten, jährlich ist eine Kapazität von bis zu 400.000 Einheiten möglich. Dadurch entstehen gut 1.500 neue Jobs, die Errichtung der Fabrik hat Firmenangaben zufolge 45 Milliarden Rupien, also umgerechnet rund 720 Millionen Euro gekostet. Zunächst soll im Indischen Werk vornehmlich der Nissan Micra gebaut und in über 100 Länder exportiert werden. Folgen werden ab nächstem Jahr die Modelle Renault Fluence und Renault Koleos.

“Das Werk markiert eine entscheidende Etappe für die Allianz Renault-Nissan in Indien”, bemerkte der Vorstandschef Ghosn in seiner Eröffnungsrede am 17. März. Wie auch andere Hersteller haben Nissan und Renault das gewaltige Potential des indischen Automarktes erkannt, der das größte Wachstum direkt nach China verzeichnet. So soll in den nächsten vier Jahren auch sukzessive das Händlernetz ausgebaut werden, sodass dann alle Modelle der Palette auch in Indien verfügbar sein werden. Freilich hat die hohe Attraktivität Indiens für international tätige Automobilkonzerne auch einen weiteren Grund: im Durchschnitt verdient ein indischer Arbeiter nochmals weniger, als es bereits eine vergleichbare Arbeitskraft in Indien tun würde (Zahlen sind wegen der schnellen Schwankungen und großer regionaler Unterschiede kaum verlässlich zu bekommen). Das Geschäft würde sich also auch noch deutlich rechnen, wenn ein Großteil der Fahrzeuge für den Export bestimmt wäre. (autaro)

 

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März 18th, 2010

München, den 18. März (autaro) Irgendwie ist in Japan derzeit der Wurm drin: galten japanische Fabrikate bis vor kurzem noch als besonders Zuverlässig und wenig anfällig für Pannen, hat sich dieses Bild im letzten halben Jahr dramatisch geändert. Zuerst verzockte Branchen-Primus Toyota durch Probleme mit defekten Gaspedalen und störanfälligen Bremssystemen das Vertrauen der Käufer, dann war der zweitgrößte japanische Hersteller, Honda, an der Reihe: allein in diesem Jahr mussten knapp eine Million Honda zurück in die Werkstätten, teils wegen gravierender Mängel. So konnte es bei gut der Hälfte der betroffenen Modelle zu gefährlichen Kurzschlüssen der elektrischen Fensterheber kommen. In anderen Fällen bargen herumfliegende Teile beim Auslösen der Airbags sogar Lebensgefahr für die Insassen.

Nun ruft Honda rund 412.000 Fahrzeuge der Modelle Odyssey und Element zurück, die allerdings nicht in Europa angeboten werden, sondern vornehmlich in den USA. Bei diesen Modellen kann sich im Bramssystem Luft ansammeln, sodass unter Umständen deutlich höhere Pedalwiderstände, insbesondere bei Vollbremsungen zu überwinden sind. In den meisten Fällen komme es allerdings schleichend zu diesen Veränderungen, sodass die Kunden in aller Regel nicht von diesem negativen Effekt überrascht würden. Der Image-Verlust, gerade in den USA und damit auf dem für Japan wichtigsten Auto-Exportmarkt, ist immens. Zwar steht Honda, gemeinsam mit Nissan und anderen nationalen Konkurrenten, nicht dermaßen unter medialem Beschuss wie Toyota. Der fatale Imageverlust Toyotas hängt allerdings auch hauptsächlich mit dem verfehlten Krisenmanagement der Konzernspitze zusammen – sie hatte nach dem internen Bekanntwerden der Probleme nicht gehandelt, sondern die Situation großflächig versucht zu vertuschen. (autaro)

 

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März 17th, 2010

München, den 17. März (autaro) Schon seit Jahresbeginn kündigt Peugeot den iOn, das erste serienreife E-Auto des PSA-Konzerns an, ab Oktober wird es erhältlich sein. Und um kühlen Rechnern ausreichend Zeit für umfassende Kalkulationen einzuräumen, kündigen die Franzosen bereits jetzt die Konditionen an, zu denen das grüne Vehikel erstanden werden kann. Für unter 500 Euro pro Monat können Kunden den iOn ausschließlich leasen, zum Kauf wird er nicht angeboten. In diesem Preis inklusive sind die aufwendigen Lithium-Ionen-Akkus sowie alle weiteren Wartungskosten. Das hat für den Kunden den großen Vorteil, dass die Angst vor hohen Folgekosten durch möglichen Verschleiß weniger begründet ist. Andererseits ergibt sich hinsichtlich der Gesamtkosten ein gewisser Widerspruch: zwar kann durch die Kilometerkosten von rund 1,50 Euro pro 100 Kilometer richtig Geld gespart werden (ein vergleichbarer Benziner kostet gut das Zehnfache). Andererseits ergeben solche Kostenrechnungen mit hohem Fix- und niedrigem Kilometerpreis nur bei hohen Gesamtlaufleistungen einen wirtschaftlichen Sinn. Mit seiner Reichweite von gut 130 Kilometern wird der iOn allerdings hauptsächlich in der Stadt und auf kürzeren Überlandfahrten zum Einsatz kommen.

Die Ladezeit für eine vollständige Füllung der Energiereserven beträgt übrigens an einer haushaltsüblichen Steckdose sechs Stunden, während eine 80-Prozent-Füllung innerhalb einer halben Stunde bewältigt ist. Zudem versucht Peugeot den Kunden nicht nur die Angst vor unkalkulierbaren Kosten zu nehmen: diese kommen automatisch in den Genuss des Notrufsystems Peugeot Connect SOS. Über dieses kann im Notfall per Knopfdruck ein Rettungsdienst angefordert werden, nach einem Unfall ruft das Auto diesen selbst. (autaro)

 

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März 16th, 2010

München, den 16. März (autaro) Laut Berichten des Auto Club Europa (ACE) sind viele der in Deutschland als Beweismittel erhobenen Blitzer-Fotos unbrauchbar. Dabei beruft sich der Verein auf eine Studie der Polizei-Fachschule Sachsen aus dem Jahre 2006. In dieser wurden Stichproben aufgenommener Bilder aus mobilen und stationären Radaranlagen ausgewertet, mit einem deutlichen Ergebnis: rund 26 Prozent der Fotos zeigten entweder den Fahrer oder das Nummernschild undeutlich, in manchen Fällen auch beides. Dabei ist es für die Behörden besonders ärgerlich, wenn zwar das Kennzeichen, nicht aber der Fahrer eindeutig identifiziert werden kann – eine Ahndung aufgrund der sogenannten Halterhaftung ist in Deutschland, anders als in einigen anderen Ländern, nicht möglich. Hier muss der Fahrzeughalter in bestimmten Fällen lediglich für die entstandenen Kosten eines Verfahrens aufkommen, wenn der tatsächliche Fahrer nicht ermittelt werden konnte.

Insgesamt stützt sich das Ergebnis der Studie auf 5,15 Millionen erfasste Vergehen. In über 500.000 Fällen, also rund 10 Prozent, konnte der Fahrer nicht eindeutig zugeordnet werden. Dabei ist es ausgesprochen unwahrscheinlich, dass jede Behörde von sich aus auf eine weitere Verfolgung des Vergehens verzichtet, sobald sie die Unbrauchbarkeit eines Beweisfotos bemerkt. Es empfiehlt sich daher zumindest in Fällen, die empfindliche Konsequenzen für den Fahrer nach sich ziehen könnten, Akteneinsicht durch einen Rechtsanwalt nehmen zu lassen. Die Chancen auf Einstellung des Verfahrens stehen offensichtlich gar nicht so schlecht. (autaro)

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