Archiv für April, 2010
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

April 30th, 2010

München, den 30. April (autaro) 16.900 Euro wird der Händler wenigstens aufrufen, wenn er nach dem neuesten Wurf von Renault, dem Wind gefragt wird. So heißt das zweisitzige Cabrio-Coupé auf Basis des Renault Twingo, das vor allem junge Käufer von den Vorzügen eines Cabrios mit vollversenkbarem Hardtop überzeugen soll. Zunächst ist nur ein 1,2-Liter-Benziner mit 100 PS Leistung erhältlich, ab Herbst ergänzt ein 133 PS starker 1,6-Liter-Benziner die Motorenpalette, die grundsätzlich die Ansprüche der Abgasnorm Euro-5 bedient. Preis für die 133-PS-Variante: ab 18.300 Euro.

Wer an den Renault Twingo denkt, und sich auf Cabriovergnügen auf Niedrigpreis-Niveau freut, wird also zuerst enttäuscht, rund 17.000 Euro sind keineswegs ein Schnäppchen. Dieser Eindruck relativiert sich allerdings beim Blick auf Liste der Serienausstattung, die neben dem vollelektrisch betätigten Hardtop folgendes bietet: 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Nebelleuchten, eine elektrische Servolenkung, elektrische Fensterheber, beheizbare und elektrisch verstellbare Außenspiegel, Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer, ESP und Bremsassistent, sowie Sportsitze mit Teillederbezug. Für Unterhaltung sorgt ein 2×20 Watt CD-Radio mit MP3-Funktion, außerdem ist ein Tempopilot mit Geschwindigkeitsbegrenzer mit an Bord und die Zentralverriegelung mit Funk-Fernbedienung muss auch nicht extra bezahlt werden.

Käufer dürfen sich außerdem neben einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis auch auf jede Menge Features freuen. Außerdem offeriert die neue Verdeck-Konstruktion ein durchaus praktisches Detail. Das Kofferraumvolumen von 270 Litern bleibt auch bei geöffnetem Verdeck unverändert – durchaus keine Kleinigkeit und in diesem Segment bislang einzigartig. (autaro)

 

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April 29th, 2010

München, den 29. April (autaro) Noch ist eine Studie, die uns die Franzosen mit dem Doppelwinkel im Logo und dem kultivierten Hang zur Extravaganz da präsentieren. Doch gibt der DS High Rider, dessen Äußeres mit ausgefallenem Design, wuchtigen 19-Zoll-Rädern und ausgefallener Lackierung bereits auf dem Genfer Autosalon für Furore sorgte, einen Ausblick auf die kommende Generation des Citroën C4. Nun präsentieren uns die Designer das Innenleben des DS High Rider. Und eines wird klar: vornehm geht die Welt zugrunde – auch oder gerade in Frankreich. Nicht nur, dass die Verarbeitung und das Design ausgesprochen stimmig wirken, besonders Materialauswahl und der Umgang mit diesen Materialien sind in dieser Klasse einzigartig. Von den Sitzen über die Innenflächen der Türen bis zum Armaturenbrett, alles ist mit vollgenarbtem Nappaleder überzogen, das am Armaturenbrett teilweise das neue DS-Logo eingeprägt bekam. Dazu Aluminium und Chrom, aber alles aus dem Vollen gegossen, hier vermutet man keinen Kunststoff unter einer hauchdünnen Schicht. Auch hinsichtlich der Farbwahl greifen die Designer zu einer neuen Palette. Von Hand aufgetragene, spezielle Lacke gehen fließend von Gold in Grau über – Haute Couture auf vier Rädern.

Den Antrieb besorgen in der Studie an der Vorderachse ein Diesel und an den hinteren Rädern ein Elektromotor. Je nach Leistungsbedarf und Füllstand der Akkus hat der Fahrer so einen Allradler, einen reinen Elektroantrieb oder fährt ausschließlich mit fossilem Brennstoff. Wie viel Mut Citroën die Franzosen haben, das ausgefallene Design in die Serie zu übernehmen, sehen wir im nächsten Jahr. Dann rollt die Serienversion als Citroën DS4 zu den Händlern, hoffentlich sehr Studiennah. (autaro)

 

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April 28th, 2010

München, den 28. April (autaro) Gerade erst schuf der Volkswagen-Konzern nach Vorbild der M GmbH aus München oder der AMG GmbH aus Stuttgart eine eigene Firma für besonders schnelle Ableger der Fabrikate Golf und Co. namens R GmbH. Und schon wird deutlich, dass in diesem Hause geklotzt wird, nicht gekleckert. Die Modelle Golf R und Scirocco R zeigen bereits, auf welch hohem Niveau sich der Anspruch der R GmbH bewegt, nun ist für den kleinen Bruder Polo ebenfalls eine entsprechende Variante in Planung. Dabei ist der Polo GTI mit 180 PS gerade erst prüsentiert worden.

Der Polo R wird noch einmal 30 PS mehr leisten als der GTI, wird allerdings nicht wie der Golf mit Allradantrieb daherkommen. Er schickt die 210 Pferdchen auf die Vorderachse, die aber wie die des GTI mit der sehr effektiven elektronischen Differentialsperre XDS ausgestattet ist und für beste Traktion sorgen sollte. Der Motor ist eine Neuentwicklung und schöpft die 210 PS Spitzenleistung aus 1,6 Litern Hubraum. Die Kombination aus Turboaufladung und Direkteinspritzung soll neben adäquaten Fahrleistungen auch für einen vertretbaren Durchschnittsverbrauch sorgen.

Preise, Fahrleistungen oder Ausstattungsdetails sind noch nicht bekannt, ebenso wenig wie ein Termin für die Präsentation des Polo R. Beachtet man allerdings, dass bereits der GTI knapp 230 Sachen rennt und in 6,9 Sekunden Stammtischtempo erreicht, dürfte hier kein Auge trocken bleiben. (autaro)

 

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April 27th, 2010

München, den 27. April (autaro) Wie die meisten deutschen Autohersteller, tüftelt auch BMW an einem serientauglichen PKW mit reinem Elektroantrieb. Denn bislang hat man den alternativen Antriebsarten eindeutig zu wenig Beachtung geschenkt, selbst den Hybridantrieb bringt BMW erst langsam und vornehmlich in den großen Baureihen auf die Straße. Das soll sich 2013 ändern, wenn die Bayern ihr erstes, rein elektrisch betriebenes Auto für die Großstadt auf den Markt bringen werden: das Megacity Vehicle. Allzu viele Details ließen sich noch nicht in Erfahrung bringen, lediglich dass das Megacity Vehicle unter dem Label einer der Tochtermarken der Bayern vertrieben werden wird, gilt als sicher – vermutlich als Mini.

BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer kündigte zwischenzeitlich selbstbewusst an: “Mit diesem innovativen und von Grund auf neu konstruierten Fahrzeug setzen wir ab 2013 neue Maßstäbe im Bereich der Elektromobilität. Unser Megacity Vehicle wird deutlich leichter als herkömmliche Fahrzeuge sein und in Puncto Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine neue Bestmarke setzen.“ Damit ist unter anderem gemeint, dass das Fahrzeug hinsichtlich der Materialauswahl neue Wege gehen wird. Die Karosserie wird zu wesentlichen Teilen aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) bestehen, der eine deutlich Reduktion des Leergewichtes ermöglicht. Reithofer: “Dieses Fahrzeug wird die Automobilindustrie, wie wir sie heute kennen, in erheblichem Maße verändern.” Außerdem kündigte der BMW-Chef ein eigenständiges E-Fahrzeug für den chinesischen Markt an, das auch dort entwickelt und mit dem Joint Venture-Partner Brilliance hergestellt werden soll. (autaro)

 

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April 26th, 2010

München, den 26. April (autaro) Der Sommer steht vor der Tür und damit die wohl schönste Jahreszeit – zumindest für Freunde des offenen Fahrens. Lust auf Open Air macht seit diesem Jahr die offene Version der Mercedes E-Klasse, allen voran natürlich das E 500 Cabriolet mit acht Zylindern, knapp 5,5 Litern Hubraum und 388 PS. In Kombination mit der serienmäßigen, siebenstufigen Automatik und 530 Newtonmeter maximalem Drehmoment darf sich der Fahrer auf bulligen Durchzug und sattes V8-Wummern freuen. Dabei ergeben die 388 PS eine Literleistung von 71 PS, die mit den 1765 Kilogramm Leergewicht des Viersitzers leichtes Spiel haben. Allein der Durchschnittsverbrauch, den die Schwaben mit 11 Litern pro 100 Kilometer angeben, scheint wie immer ein wenig optimistisch. Um es gleich vorweg zu nehmen: im Test kam der 500er selten unter 13 Liter, bei entsprechend vorsichtiger Fahrweise.

Komfort ist Trumpf, aber der 500er kann auch anders

Erfahrungsgemäß gehören die Fahrer eines E 500 Cabrio eher zu den zurückhaltenden Genießern, denn in das Lager der Pistenräuber. Im CD-Player landet eher eine Verdi-Oper, als „Highway To Hell“ und die linke Spur wird in der Regel eher zum Überholen aufgesucht, als dauerhaft zum Revier erklärt. Das bedeutet aber nicht, dass die E-Klasse nicht auch anders könnte. Serienmäßig hat das Topmodell das Fahrdynamik-Paket an Bord, für das Käufer der kleineren Motoren extra berappen müssen. Damit lässt sich die Kennlinie der Dämpfer und vor allem der Automatik auf Knopfdruck verschärfen, wodurch der Achtzylinder spürbar schneller auf Gaspedal-Befehle reagiert. Außerdem lassen sich nun die Gänge per Schaltpaddel sortieren und der Motor zeigt eine überraschende Drehfreude. An die Tatsache, dass ein Mercedes brutal bis in den roten Bereich des Drehzahlmessers jagt, muss man sich zunächst gewöhnen. Souverän erreicht der V8 nach nur 5,3 Sekunden die Tempo-100-Marke, das Erreichen der abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von 250 Sachen macht sich als leichter Ruck bemerkbar, als habe man die Bremse gestreift.

Selbst bei Tempo 100 herrscht Ruhe

Besonders beeindruckend ist hingegen die Ruhe, die bei geöffnetem Verdeck und ruhiger Gangart im Inneren herrscht. Dank des Aircap-Systems treten kaum Verwirbelungen auf, was folgendermaßen funktioniert: per Knopfdruck surrt ein kleiner Spoiler aus dem Rahmen der Windschutzscheibe, der den Luftstrom sanft über die Köpfen der Insassen hinweg auf das Fahrzeugheck zu leitet. In Verbindung mit dem Airscarf genannten Heizungssystem, das bei geöffnetem Verdeck warme Luft auf Kopf und Schultern der Passagiere bläst, lässt sich so theoretisch auch in der kalten Jahreszeit offen fahren.

Nahezu perfekt: das Stoffverdeck

Doch auch geschlossen macht das E-Klasse Cabrio eine gute Figur. Das Stoffverdeck öffnet und schließt bis Tempo 40 innerhalb von 20 Sekunden und hüllt die Insassen selbst bei höherem Tempo und widriger Witterung in eine angenehm behütete Atmosphäre. Die Zeiten, als Cabrios mehr oder weniger reine Saisonfahrzeuge waren, scheinen endgültig der Vergangenheit anzugehören. Zum Verbindlichen Charakter der Geräuschdämmung passen das komfortable Fahrwerk sowie die überraschend geräumige zweite Sitzreihe. Vier Personen können ermüdungsfrei auch längere Strecken hinter sich bringen.

Qualität hat ihren Preis

Dass es einen Mercedes nicht beim Discounter gibt, wissen wir bereits. Der Preis für das E 500 Cabriolet liegt mit 71.519 Euro allerdings deutlich über dem, was Otto Normalverbraucher so für das offene Verfügung einzuplanen vermag – 71.519 Euro werden wenigstens für den 500er fällig. Da liegt der Griff zu einer günstigeren Motorisierung nahe, den E 200 CGI BlueEFFICIENCY gibt es für 45.815 Euro mit ebenfalls akzeptablen Fahrleistungen und deutlich kleinerem Durchschnittsverbrauch. (autaro)

 

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April 26th, 2010

München, den 26. April (autaro) Bis 1993 lief er in Europa vom Band, bis er vom Punto abgelöst wurde: der Fiat Uno. Und mit ihm das Vehikel unzähliger Fahrer, sie sich aus Verarbeitungsqualität und in vielen Fällen auch Zuverlässigkeit nicht allzu viel machten, sondern ein preiswertes Auto für den Alltag wollten. Mittlerweile sieht man ihn in unseren Breiten auch kaum noch – der schlechten Verarbeitung sei Dank. In Südamerika wurde er unterdessen weitergebaut, bis in die heutige Zeit. Nun schickt sich Fiat an, den Nachfolger unter das Volk zu bringen, als Novo Uno (zu Deutsch: neuer Uno).

Voraussichtlich mit zwei Benzinmotoren, einem 1,0-Liter mit 60 PS Leistung und einem 1,4-Liter, der 90 Pferdchen mobilisiert und wie sein kleiner Bruder auch mit Ethanol betrieben werden kann. Vom Marktstart an wird der kleine als Drei- und als Fünftürer erhältlich sein, später ist noch eine Mini-SUV-Variante namens Uno Way geplant. Mit der südamerikanischen Serienausstattung, die mit europäischen Standards verglichen mager ausfällt, ist ein Einstiegspreis von rund 6.000 angepeilt, der offiziell freilich noch nicht bestätigt wurde. Damit ist die Zielgruppe klar, die beispielsweise in Argentinien gerne zum Renault Sandero greift, der bei uns in Europa als Dacia Sandero vermarktet wird. Das bedeutet gleichzeitig, dass auch Deutschland in den Genuss des kleinen Italieners kommen könnte, die Vermarktung in Russland und Mitteleuropa ist jedenfalls fest eingeplant. Sollte der Novo Uno dann preislich in etwa auf Augenhöhe des Dacia Sandero liegen, könnte er eine echte Konkurrenz für diesen werden. Eine adäquate Ausstattung, besonders hinsichtlich der passiven Sicherheit, wäre natürlich eine wichtige Voraussetzung. (autaro)

 

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April 23rd, 2010

München, den 23. April (autaro) In China finden derzeit vor allem Fahrzeuge der oberen Mittelklasse und der Oberklasse reißenden Absatz. Und auch hier ist das Gute noch nicht gut genug, der wohlhabende Chinese möchte eine Langversion. Das liegt in erster Linie daran, dass sich in China einen Chauffeur leistet, wer ein Auto dieser Klasse bezahlen kann. Und in zweiter Linie natürlich auch daran, dass man in Fernost gerne zeigt, was man hat. Daher folgt auf die gerade eben erst präsentierte Langversion des BMW 5er nun auch eine in der Länge gewachsene E-Klasse. Produziert und verkauft wird diese zunächst auch nur in China, dort ist der Daimler-Konzern eine Kooperation mit der Beijing Automotive Industry Holding Company (BAIC) eingegangen.

Für Vortrieb sorgen in der um 14 Zentimeter auf insgesamt 5,01 Meter gewachsenen Limousine zwei Benziner, der E 260 CGI Blue Efficiency und der E 300 CGI mit 204 bzw. 245 PS Leistung aus vier bzw. sechs Zylindern. Grundsätzlich sind diese mit einem Automatikgetriebe verbunden und verfügen serienmäßig über adaptive Dämpfer. Dabei beeindruckt vor allem der lange Radstand von 3,01 Metern, der besonders den Platzverhältnissen im Fond zugute kommt. Sollte der Herrschaft trotzdem beklommen zumute sein, kann diese den Beifahrersitz per Knopfdruck nach vorn fahren – gleichwohl ob dieser besetzt ist, oder nicht. Grundsätzlich steht die E-Klasse L in zwei Ausstattungsvarianten zur Wahl, Elegance oder Avantgarde. Die Ausstattungslinie Elegance bietet serienmäßig eine Zweizonen-Klimaautomatik, ein Schiebedach und ein DVD-Navigationssystem. Wer sich das Avantgarde-Logo auf der Seite des Fahrzeuges leistet, erhält zusätzlich eine Mehrzonen-Klimaautomatik, Sitzheizung hinten sowie ein großes Panorama-Schiebedach. Auf Wunsch, oder serienmäßig im E 300 L Avantgarde, sind dann noch ein aufwendiges Entertainment mit zwei Bildschirmen und außerdem zwei hintere Einzelsitze mit mannigfaltigen Verstellmöglichkeiten mit an Bord. (autaro)

 

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April 22nd, 2010

München, den 22. April (autaro) Endlich, nach insgesamt 14 Jahren Bauzeit, bekommt auch der Seat Alhambra, der sportliche Zwillingsbruder des VW Sharan, einen Nachfolger. Dieser verfügt wie der Wolfsburger über seitliche Schiebetüren und fünf oder optional sieben Einzelsitze. Neu ist die Tatsache, dass die hinteren beiden Einzelsitze bei Platzbedarf im Kofferraum nicht mehr komplett ausgebaut werden müssen, sondern mit wenigen Handgriffen einen ebenen Boden ergeben. Ebenfalls optional erhältlich sind Kindersitze für alle fünf der hinteren Plätze, serienmäßig mit an Bord sind unzählige praktische Ablagen und Fächer für all den Krempel, den einem die Kinder so täglich ins Auto schleppen.

Die Außenmaße sind identisch mit denen des Sharan. Damit misst der Alhambra in der Länge 4,85 Meter und in der Breite 1,9 Meter. Freilich gestalten sich Front und Heck ein wenig dynamischer als im Falle des Volkswagen und ein Dachspoiler sorgt für die gewünschte Prise Sportlichkeit. Unter der riesigen Heckklappe dagegen herrscht wieder Gleichmut: 885 Liter Kofferraumvolumen offeriert der Seat bei fünf Passagieren, legt man die Sitze in der zweiten um, sind es satte 2.296 Liter.

Die Motorenpalette entspricht ebenfalls der des Sharan und beginnt mit einem 1,4-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 150 PS. Darüber gibt es einen 2,0-Liter-Turbobenziner mit 200 PS als vorläufigen Topbenziner. Die selbstzündende Fraktion besteht zunächst aus zwei 2,0-Liter-Vierzylinder-Triebwerken mit 140 PS und 170 PS Leistung. Serienmäßig fahren eine Start-Stopp-Automatik sowie ein System zur Rückgewinnung der Bremsenergie mit, die den Verbrauch im Falle des 170-PS-Diesels auf sagenhafte 5,5 Liter Diesel reduzieren sollen. (autaro)

 

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April 21st, 2010

München, den 21. April (autaro) Mit Einführung des BMW 525 tds, Mitte der 90er Jahre, brachte BMW den Diesel endgültig auf die Überholspur, der Sechszylinder war mit 140 PS und höchst kultivierten Manieren damals der schnellste Seriendiesel der Welt. Und seither führt BMW die Business-Diesel an, Konkurrenten vom Schlage eines Mercedes E 300 CDI oder Audi A6 3.0 TDI fahren immer mit kleinem Abstand hinterher – in Sachen Laufkultur ebenso wie dynamisch. Es liegen also hohe Erwartungen auf dem neuen 530 d, denen zumindest das Datenblatt schon auf den ersten Blick gerecht wird. 245 PS holt der Reihensechser aus drei Litern Hubraum und stemmt ein maximales Drehmoment von 540 Newtonmetern auf die Kurbelwelle. Damit sprintet der 1,8-Tonner in lässigen 6,3 Sekunden von Null auf 100 und ermöglicht ohne größeren Anlauf eine Höchstgeschwindigkeit von 250 Stundenkilometern. Und dabei gehen auf 100 Kilometer nur 6,2 Liter Diesel durch die Einspritzdüsen, einen extrem vorsichtigen Umgang mit dem Gaspedal vorausgesetzt. Dass der Diesel bereits jetzt die Abgasnorm Euro 6 erfüllt, ist freilich ein Schmankerl, dass sich auch an der jährlichen Überweisung ans Finanzamt bemerkbar machen wird.

Das Fahrwerk ist ein perfekter Kompromiss aus Sport und Komfort

Galt der alte 5er hinsichtlich des Federungskomforts noch als ein wenig unausgegoren, ist der Neue das, was man eigentlich als perfekt gelungen bezeichnen kann. Der Fahrer fühlt sich, als säße er in einem 3er oder sogar 1er, so leichtfüßig und behände wetzt die große Limousine um die Kurven. Narrensicher uns spurstabil passt sich die Aktivlenkung völlig unauffällig der Fahrsituation an, ermöglicht kinderleichtes Einparken in der Stadt sowie nahezu ermüdungsfreies Dahingleiten auf der Autobahn. Derweil freuen sich die Mitreisenden über den harmonischen Abrollkomfort. Nicht nur, dass dies der mit Abstand leiseste 5er überhaupt ist, er bügelt auch noch praktisch jede Unebenheit glatt, egal bei welchem Tempo oder mit welcher Beladung. Dabei wirkt selbst der Sport-Modus, den der Fahrer neben „Normal“ und „Komfort“ auswählen kann, zwar verbindlich, aber keineswegs übertrieben hart. Auf dem Handlingkurs zeigt sich außerdem der Vorteil der optional mitlenkenden Hinterachse, die wir bereits aus dem 7er kennen.

Das Kraftpaket harmoniert perfekt mit der Automatik

Der Motor an sich ist, wir hatten nichts anderes erwartet, vielleicht der beste, den es in dieser Klasse derzeit gibt. Dermaßen harmonisch und vibrationsfrei läuft kein zweiter Diesel mit sechs Zylindern. Dabei hängt der Selbstzünder am Gas, als hätte er das Wort Turbolader noch nie gehört. Keine Anfahrschwäche ist zu spüren, der Motor dreht willig aus wie ein Benziner und beschert bei praktisch jeder Geschwindigkeit noch eine kleine Beschleunigungsorgie. Dabei ist die Kombination mit der Achtstufenautomatik ebenfalls perfekt gelungen, den Eingriff über die Schaltwippen am Lenkrad kann man sich getrost sparen.

Der Innenraum ist vom Feinsten

Neben dem bereits erwähnten Geräuschpegel, der selbst bei 200 Sachen noch ein Flüstergespräch ermöglicht, tragen die ausgesuchten Materialien und die ambitionierte Verarbeitungsqualität im Innenraum zur Wohlfühlatmosphäre bei. Dabei gilt, wie auch im 7er, an den der kleine Bruder in jedem Winkel angenehm erinnert: beinah alles ist möglich, hat aber auch seinen Preis. Für Ledersessel werden wenigstens 2.260 Euro fällig, diverse Holzintarsien, Aluminium oder Carbon schlagen dann ebenfalls zusätzlich zu Buche. So lässt sich der Preis locker auf 100.000 Euro steigern, bei einem Grundpreis von 49.300 Euro. Dafür bekommt der Fahrer dann aber auch den vielleicht besten Diesel, den man in dieser Klasse derzeit kaufen kann. (autaro)

 

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April 21st, 2010

München, den 21. April (autaro) Um es gleich vorweg zu nehmen: wir sprechen bei sämtlichen Verbrauchsangaben der verschiedenen Hersteller grundsätzlich von solchen, die nach ECE-Norm und damit unter ausgesprochen praxisfremden Bedingungen ermittelt wurden. Die von VW für den Golf BlueMotion angegebenen 3,8 Liter Diesel je 100 Kilometer werden denn in der Regel auch nur auf dem Papier erreicht. Die 4,1 Liter Diesel, die Opel für den neuen Astra 1.3 CDTi EcoFlex ausruft, sind nur wenig schlechter, aber freilich ebenfalls nur von höchst ambitionierten Gaspedal-Streichlern zu erreichen. Wer sich ein wenig bescheidet, kann aber durchaus auf Werte um die viereinhalb Liter kommen – in beiden Fällen.

Für den Opel spricht indessen der etwas günstigere Anschaffungspreis von 19.390 Euro. Für diesen Preis verrichtet ein 1,3-Liter-Commonrail-Diesel mit 90 PS und einem maximalen Drehmoment von 200 Newtonmetern deutlich vernehmbar seine Arbeit. Damit ist der Rüsselsheimer kein Leistungssportler, der Sprint von Null auf Tempo 100 in 13,6 Sekunden geht aber angesichts der guten Verbrauchswerte durchaus in Ordnung. Zumal der Astra EcoFlex, ebenso wie seine nicht auf Verbrauchsoptimierung Serienbrüder, keinen Verzicht in Sachen Platzangebot oder Komfort fordert. Selbst die besonders schmalen und für besonders geringen Rollwiderstand konstruierten Reifen machen sich im Fahrverhalten kaum bemerkbar, lediglich die Abrollgeräusche fallen etwas leiser aus als mit den 225er 17-Zöllern, die in der Version Sport montiert werden. (autaro)

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