Archiv für Mai, 2010
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Mai 31st, 2010

München, den 31. Mai (autaro) Nissan erweitert seine Crossover-Modellpalette konsequent nach unten. Neben Qashqai, Qashqai+2 und Murano kommt nun der Nissan Juke, den die Japaner auf dem Genfer Salon 2010 der Weltöffentlichkeit vorstellten. Ab dem 11. Juni 2010 können Interessenten den Juke bestellen, zu Preisen ab 16.990 Euro, wie Nissan soeben bekanntgab. Für diese Summe erhält der Kunde den Juke 1.6 in der Basisausstattung Visia. Für die beiden höherwertigen Ausstattungslinien Acenta und Tekna ruft der Händler 18.390 Euro bzw. 19.890 Euro auf, ebenfalls motorisiert durch den 1,6-Liter-Benziner mit 117 PS Leistung.

Daneben sind für den europäischen Markt zwei weitere Motorisierungen lieferbar, ein 1.5-Liter-Diesel und ein weiterer Benziner mit Turbolader und Direkteinspritzung. Der Diesel leistet dank Common-Rail-System 110 PS, der Turbo-Benziner stellt ordentliche 190 PS zur Verfügung – alle drei Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro 5. Zu den Durchschnittsverbräuchen lassen sich noch keine belastbaren Zahlen festschreiben, letztlich werden diese auch von der Wahl des Getriebes abhängen. Je nach Ausstattungslinie kommen manuelle Schaltboxen mit fünf oder sechs Gängen zum einsatz, optional wird auch ein stufenloses Xtronic-Sechsganggetriebe zur Verfügung stehen. Verfeinert wurde außerdem der Allradantrieb. Das bereits in den Modellen Quashqai und Murano eingesetzte All-Mode-System wird durch eine “torque-vectoring”-Funktion ergänzt, die den Antriebsschlupf nun auch zwischen den beiden Hinterrädern verteilt und damit noch mehr Bodenhaftung verspricht.

Dass der Juke hauptsächlich auf Asphalt zum Einsatz kommen wird, wissen auch die Ingenieure von Nissan. So wird er, einem allgemeinen Trend folgend, auch als reiner Fronttriebler erhältlich sein, der knapp einen Liter weniger verbrauchen soll, als seine geländegängigen Geschwister. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Mai 30th, 2010

München, den 30. Mai (autaro) In Deutschland ist der Nissan Micra seit seiner Markteinführung im Jahre 1983 (Damals noch unter dem Namen Datsun Micra) zum echten Verkaufsschlager geworden. Einfache aber robuste Technik und im Vergleich zur Konkurrenz niedrige Preise sind in dieser Klasse eben ein Argument. Mit der Zeit gewöhnten sich die Deutschen an die ausgesprochen niedliche Optik, das aktuelle Modell geriet geradezu verspielt. Nun steht wieder ein Modellwechsel auf der Agenda, der tiefschürfende Änderungen mit sich bringt.

Der Neue kommt aus Thailand

Dank eines üppigen Subventionsprogramms wurde die Produktion des Nissan Micra nach Thailand verlegt. Neuerdings fördert das Königreich nämlich Hersteller, die in Thailand nach europäischen Umwelt- und Sicherheitsstandards Autos herstellen lassen. Die Regierung legt außerdem noch einen obendrauf und erlässt Käufern des neuen Micra nahezu die komplette Mehrwertsteuer. So vermag es eigentlich kaum zu verwundern, dass sich die Thailänder neuerdings auch für Kleinwagen erwärmen können, wo doch bislang Pickups maßgeblich das Verkehrsbild des Urlaubsparadieses prägen. Knapp 10.000 Vorbestellungen gingen bislang bei Nissan ein.

Äußerlich wirkt der Micra erwachsener

Die Dimensionen des Kleinen wachsen Moderat, in der Länge misst der Nachfolger gute sechs Zentimeter mehr. Das Design wurde dem Trend zu opulenten Lufteinlässen angepasst, der Micra reißt nun auch im Rückspiegel weit das Maul auf. Insgesamt kommt er auch, da deutlich flacher, dynamischer daher, der mäßig verlängerte Radstand kommt in erster den Insassen zugute. Das Interieur hingegen kann nur als einfallslos und billig bezeichnet werden, Hartplastik soweit das Auge reicht und wenig gestalterischer Einfallsreichtum. Da wird es europäische Interessenten freuen, dass bis zur hiesigen Markteinführung noch Hand angelegt wird. Ob sich die Designer und Werkstoffingenieure dabei auf hochwertigere Oberflächen beschränken werden, oder ob ein komplett neues Design zum Einsatz kommen wird, ist bislang allerdings nicht klar. Ein Trost vorweg: die Verarbeitung entspricht dem bisherigen, durchaus ordentlichen Niveau.

Die größten Veränderungen finden unter dem Blech statt

Die mit Abstand größten Veränderungen betreffen Motor und Fahrwerk. Zum Einsatz kommen neue Dreizylinder-Benziner, die dank herabgesetzter Reibung deutlich sparsamer laufen und einen Durchschnittverbrauch von knapp Litern Benzin ermöglichen sollen. Zunächst kommen zwei 1,2-Liter-Aggregate auf den Markt, die Einstiegsversion mit 80 PS, die nächst stärkere offeriert dank Kompressoraufladung immerhin 98 PS. Auf die SO-Emission umgerechnet, ergibt sich für den Kompressor ein Wert von 95 Gramm pro Kilometer – ein durchaus respektabler Wert. Nissan hält diesen für nahezu optimal und verzichtet daher auch im neuen Micra komplett auf einen Diesel. Hieran hat aber auch konsequenter Leichtbau seinen Anteil, der Kleine bringt ein Leergewicht von 945 Kilogramm auf die Waage und gehört damit zu den leichtesten seiner Klasse. Darüber hinaus gefallen die Motoren mit einem unauffälligen und vibrationsarmen Lauf, in der Klasse der Dreizylinder setzen sie Maßstäbe. Beide können übrigens mit einem stufenlosen CVT-Getriebe kombiniert werden, bislang blieb die Automatik der Topmotorisierung vorbehalten.

Sehr agiles Fahrverhalten und zeitgemäße Ausstattung

Nicht zuletzt wegen des geringen Gewichts wetzt der Micra äußerst behände auch um enge Kehren. Zwar geriet das auf fernöstlichen Geschmack getrimmte Fahrwerk für europäische Verhältnisse sehr weich, doch wird es für Europa noch entsprechend angepasst. Hinsichtlich der Sicherheitsausstattung hat Nissan dazugelernt: beide Varianten werden künftig serienmäßig mit ESP ausgerüstet, ABS und eine Entsprechende Anzahl an Airbags gehören ohnehin zum Standard. Darüber hinaus hat der Käufer die Wahl zwischen mehreren pfiffigen Extras, vom Touchscreen-Navi bis zur neuen Parkplatzgrößen-Vermessung. Bei gesetztem Blinker und langsamer Fahrt erfassen Sensoren im Vorbeifahren Parklücken und melden solche von geeigneter Größer dem Fahrer.

Erfolg praktisch garantiert

Dass der Nissan Micra hierzulande eine Feste Größe in seiner Klasse bleiben wird, daran besteht eigentlich kein Zweifel. Voraussetzung dafür ist freilich eine moderate Preisgestaltung, was mit Hinblick auf die Niedrigen Produktionskosten in Thailand allerdings als gewährleistet betrachtet werden kann. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Mai 27th, 2010

München, den 27. Mai (autaro) Bislang unbestätigten Meldungen zufolge hat Toyota einen Namen für seinen geplanten Van mit Hybridantrieb gefunden: Prius Alpha. Damit wird die Serie der bereits 2007 vorgestellten Studie Hybrid X immer greifbarer, die Markteinführung könnte bereits im nächsten Jahr erfolgen. Der auf der Plattform des aktuellen Toyota Prius basierende Familienwagen ist sowohl als Fünfsitzer als auch als Siebensitzer geplant und soll trotz Hybridantriebes und üppigen Platzverhältnissen im Innenraum kaum ausladender messen, als der Prius. Der Radstand wird mit zwei Zentimetern kaum wachsen und die Gesamtlänge wird mit voraussichtlich 30 Zentimetern ebenfalls nicht übermäßig zunehmen.

Optisch kommt der Prius Alpha wesentlich weniger futuristisch und serienfern daher, als die 2007 vorgestellte Studie. Deutliche Anleihen nimmt der Van an seinem kompakten Bruder Prius, es wird ein eher konservativ gestylter, klassischer Van herauskommen, der Anklang bei einem breiten Publikum finden soll. Zum Einsatz wird die bewährte Vollhybrid-Technik kommen, die später auch als Plug-In-Version verfügbar sein könnte. Das würde bedeuten, dass der Van an der heimischen Steckdose aufgeladen werden und dann kürzere Strecken, beispielsweise zum Einkauf in die Stadt und zurück, rein elektrisch zurücklegen könnte. Bis dahin werden aber vermutlich noch ein- bis zwei weitere Jahre vergehen. Der getankte oder beim Bremsen bzw. Bergabfahren gewonnene Strom wird unterdessen in klassischen Nickel-Metallhydrid-Akkus zwischengespeichert, auf teure Lithium-Ionen-Batterien wird Toyota zunächst verzichten. Präsentieren werden die Japaner ihren Prius Alpha voraussichtlich auf dem Genfer Autosalon 2011. Die Markteinführung in den USA, dem wichtigsten Markt auch für den Prius, wird allerdings aller Voraussicht nach parallel zu der in Europa stattfinden. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Mai 26th, 2010

München, den 26. Mai (autaro) Die weltweite Nummer Zwei nach Toyota, der Volkswagen-Konzern, setzt seinen Expansionskurs weiter fort. Nicht zuletzt, um die eigene Designabteilung zu entlasten, übernimmt VW 90,1 Prozent der Anteile an dem italienischen Autodesigner und -entwickler Italdesign Giugiaro (IDG). Dies teilten die Vorstände beider Unternehmen nach bereits länger andauernden öffentlichen Spekulationen gestern (am 25.05.) der Presse mit. Bereits seit den 1970ern arbeiten beide Unternehmen regelmäßig zusammen, unter der Federführung Giugiaros entstanden unter anderem das Gesicht des legendären ersten VW Golf sowie des Audi 80. Da das Design des aktuellen VW Golf ebenfalls starke Anleihen bei seinem Urahn nimmt, wird außerdem die Nachhaltigkeit deutlich, mit der die italienische Designschmiede seit den Siebzigern das gestalterische Geschehen in Wolfsburg prägen. “Das Unternehmen ist das Aushängeschild für kreatives italienisches Automobildesign und hat das Gesicht der Automobilindustrie weltweit mitgeprägt”, schwärmt VW-Vorstandschef Martin Winterkorn.

Laut Konzernmutter Volkswagen beschäftigte IDG zuletzt rund 800 Mitarbeiter und erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von gut 100 Millionen Euro. Die Hauptaufgaben innerhalb des VW-Konzerns werden künftig die Modelle aller Marken vor allem für die Wachstumsmärkte in China und Indien, aber auch für die USA und für Kanada einschließen. Formal übernimmt die Audi-Tochter Lamborghini besagte 90,1 Prozent an IDG und damit auch alle bisher angemeldeten Namensrechte und Patente. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Mai 25th, 2010

München, den 25.Mai (autaro) Bereits seit einiger Zeit fordern Automobilverbände, Motorpresse und Politik stärkeren Bürokratieabbau hinsichtlich der Zulassung von Kraftfahrzeugen in Deutschland. Gerade für Halter mehrerer Fahrzeuge geisterte in der Vergangenheit immer wieder eine interessante Alternative durch die Medien: das Wechselkennzeichen. Mit diesem sollen Fahrzeughalter bis zu drei Autos bewegen dürfen, ohne jedes extra anmelden und versichern zu müssen – ein gewaltiger Schritt in Richtung Vereinfachung. Bisher sträubten sich aber vor allem die Versicherer gegen das Modell, sie befürchteten einen Rückgang ihrer Gesamteinnahmen.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Andreas Scheuer (CSU), kündigte nun an, das Wechselkennzeichen werde „zum Jahreswechsel“ kommen. Vorgesehen ist eine Regelung, nach der Halter nur das teuerste Fahrzeug versteuern und versichern müssten und dann bis zu zwei weitere, preisgünstigere Fahrzeuge „mitbewegen“ könnten. Einer der Gründe, warum die starke Lobby der Versicherer einlenkte, ist eine Studie des Institutes für Automobilwirtschaft (IFA). Laut dieser Studie würde die vorgesehene Regelung den Anreiz zum Kauf weiterer 1,3 Millionen Fahrzeuge schaffen, was zu deutlichen Mehreinnahmen führen könnte. “Eine Menge kommt zum Beispiel durch die Mehrwertsteuer beim Kauf des Zweitwagens wieder rein”, rechnet Johann Grill, Leiter des Verbraucherschutzes des ADAC vor. ADAC-Präsident sieht außerdem Vorteile für die Umwelt: “Der Gesetzgeber würde einen Anreiz schaffen, sich einen sparsamen und emissionsarmen Kleinwagen als Zweitfahrzeug anzuschaffen. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Mai 23rd, 2010

München, den 23. Mai (autaro) Bei Lexus tut sich was, was nicht zuletzt mit dem zwanzigjährigen Firmenjubiläum der Edeltochter Toyotas zu tun hat. Ulrich Selzer, Geschäftsführer Lexus Deutschland blickt mit Stolz auf die vergangenen zwei Jahrzehnte zurück und betont die Leistung, sich „auf einem extrem schwierigen Markt für Premium-Fahrzeuge“ behauptet zu haben. Neben einem dezenten Facelift, dem Lexus alle seiner Baureihen unterzieht, steht eine straffe Neuorganisation des deutschen Vertriebsnetzes ins Haus. Momentan unterhalten die Japaner 41 „Foren“ in Deutschland – bei anderen Herstellern heißen solche schlicht Autohaus. Von diesen werden schließlich 32 übrig bleiben. Zudem betont Selzer, dass alle künftigen Modelle nur noch als Hybridfahrzeuge eingeführt werden und unterstreicht damit die Ambitionen eines besonders fortschrittlichen Flottenverbrauchs. Den Start wird der Lexus CT 200h machen, der den Einstieg in die Kompaktklasse bedeutet und die Gesamtstückzahl als Volumenmodell anheben wird.

Leistung satt, zu Lasten des Verbrauchs

Wir nehmen nun das Topmodell, den Lexus LS 600h als Vollhybrid mit Achtzylinder unter die Lupe. In Kombination mit Elektromotor ergibt sich damit eine Gesamtsystemleistung von 445 PS, die den Zweitonner in 6,3 Sekunden auf Stammtischtempo katapultiert. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 250 km/h elektronisch abgeregelt, den Durchschnittsverbrauch gibt Lexus mit 9,3 Litern je 100 Kilometer an. Erfahrungsgemäß sind solche Werte, die nach europäischer Norm auf dem Prüfstand ermittelt werden, in der Praxis kaum erreichbar, der Testwagen hatte selten Werte unter 12 Litern auf dem Display stehen. Daran änderte auch der per Knopfdruck aktivierbare Eco-Modus nichts.

Mehr Sicherheit serienmäßig

Besonderen Wert legten die Ingenieure bei der dezenten Überarbeitung auf die passive Sicherheit. So gehören aktive Kopfstützen, die einem Schleudertrauma vorbeugen sollen, ebenso zur Serienausstattung wie ein Fernlichtassistent und eine neue Bremsanlage vom italienischen Zulieferer Brembo. Letztere reagiert nun deutlich sensibler auf Bremsbefehle und lässt sich insgesamt feiner dosieren als ihre gefühllose Vorgängerin. In Verbindung mit dem serienmäßigen, permanenten Allradantrieb und der ausreichend gefühlvollen Lenkung ergibt sich damit ein erstaunlich handliches und vertrauenerweckendes Fahrgefühl.

Die Hybridtechnik glänzt mit Unauffälligkeit

Erstaunlich ist nach wie vor, wie unauffällig und zurückhaltend sich der V8 bei Bedarf zu- oder auch wieder abschaltet. Kein noch so kleiner Ruck verrät seine Tätigkeit und zu hören bekommen ihn die Passagiere allenfalls bei stärkerer Last. Dann offenbart auch das stufenlose CVT-Getriebe seine Schwäche, das das Drehzahlniveau empfindlich anhebt. Ganz generell geht der Benziner jedoch sehr unauffällig an die Arbeit und gefällt mit extrem seidigem Lauf.

Der Innenraum ist endlich Klassenstandard

Bislang war der Innenraum des LS eine zweischneidige Angelegenheit. Zwar war dieser sauber verarbeitet und machte auch auf der Holperpiste nicht mit Knistern oder Knarzen auf sich aufmerksam. Jedoch war die Auswahl der Materialien, gerade im Vergleich zur deutschen Konkurrenz nicht ganz Oberklasse. Insbesondere unterhalb der Sichtlinie kam auch im LS Hartplastik zum Einsatz. Dies hat sich geändert, der LS kommt nun deutlich hochwertiger daher. Außerdem verfügt das zentrale Display des Festplattennavigationssystems nun über LED-Technik und zeigt damit eine bisher unbekannte Brillanz. Die vielleicht größte Änderung betrifft allerdings den Kofferraum. Den Ingenieuren gelang es nämlich, die Akkus in zwei Kompartimente aufzuteilen, wodurch das nutzbare Kofferraumvolumen von 330 auf 420 Liter anstieg und damit endlich auf Augenhöhe mit den Modellen der Konkurrenz liegt. Das gilt längst auch für den Preis. 108.400 Euro ruft der Lexushändler in seinem Forum für den LS 600h auf – eine Menge Geld, auch wenn die Serienausstattung nahezu komplett ist. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Mai 21st, 2010

München, den 21. Mai (autaro) Autoevents sind überall, darunter billige, teure, bunte, graue, langweilige und höchst aufregende. Die Automobilwelt hat einen übervollen Terminkalender. Kaum ist die eine Ausstellung zu Ende gegangen, dann ist es schon wieder Zeit, die Koffer für die nächste zu packen. Das Publikum ist riesig, die Presse kann kaum noch [...]

München, den 21. Mai (autaro) Autoevents sind überall, darunter billige, teure, bunte, graue, langweilige und höchst aufregende. Die Automobilwelt hat einen übervollen Terminkalender. Kaum ist die eine Ausstellung zu Ende gegangen, dann ist es schon wieder Zeit, die Koffer für die nächste zu packen. Das Publikum ist riesig, die Presse kann kaum noch Platz für gute Spots finden. Krise? Ja, aber nicht bei den Automobilausstellungen. Deshalb haben wir uns entschieden, die fünf besten Ausstellungen der Welt zu bestimmen. Berücksichtigt wurden vor allem solche Events, die für den durchschnittlichen europäischen Besucher zugänglich sind. Besonders interessante Events aus Thailand oder Vietnam, kann man in diesen Top 5 deshalb nicht. Hier sind sie also, die Top 5 für den Monat Mai.
Top 5: AMI Leipzig
Die AutoMobil International findet jedes Jahr in Leipzig statt – nicht unbedingt die spannendste Touristendestination, aber als automobile Hauptstadt der Welt hat Leipzig auf jeden Fall etwas zu bieten. Ein Markenzeichen dieser Ausstellung ist die Nähe zum Automobil. Hier kann man nämlich alles anfassen. Eingecremte Hostessen und hochnäsige Geschäftsmänner sucht man hier vergebens. Die AMI ist die Automobilausstellung für das Volk, weshalb sie immerhin auf Platz 5 zu finden ist. Warum konnte die AMI nicht besser positioniert werden? Die Antwort ist ganz einfach: Die Ausstellung kann kaum mit dem Angebot der anderen Konkurrenten mithalten. Präsentiert werden hier unter anderem die großen deutschen Hersteller. Köstlichkeiten und Raritäten aus anderen Ecken der Welt sind hier nur eingeschränkt zu finden.

Top 4: Genfer Automobilsalon
Jedes Jahr im März startet der Genfer Automobilsalon die Saison der Automobilausstellungen. Hier gibt es für jeden etwas – wunderschöne Stadtaussichten und bahnbrechende, automobile Leckereien. Der Genfer Automobilsalon ist aber der absolute Gegensatz zur AMI. Während man sich in Leipzig frei mit allen Ausstellungsstücken fotografieren lassen kann, geht es in Genf ganz anders zu. Dort werden die Autos sorgfältig gepflegt und gesondert vom Publikum ausgestellt. Tuning-Meisterwerke haben hier in der Regel wenig verloren.

Top 3: Motor Show Essen
In den letzten Jahren erntete die jährliche Motor-Show in Essen viel Kritik. Bemängelt wurden unter anderem das immer magerer werdende Angebot, die Organisation und das Rahmenprogramm. Doch die Essener Ausstellung hat immer noch viel zu bieten. Ein absolutes Plus ist die informelle Atmosphäre – hier scheinen alle Freunde zu sein, das Duzen ist Gang und Gebe und die Ausstellungsstücke sind nicht nur zum Bewundern, sondern auch zum Erkunden da.

Top 2: Tuning World Bodensee
Jedes Jahr im Mai wird der Bodensee zu einer internationalen Hauptstadt der Automobilwelt. Die Tuning World Bodensee ist zweifelsfrei ein Höhepunkt des automobilen Jahres. Perfekte Organisation, reichhaltiges Rahmenprogramm und viele getunte Meisterwerke – das sind die unangefochtenen Vorteile der exklusiven Veranstaltung. Die Tuning World Bodensee hat auch mit Sicherheit dazu beigetragen, dass Tuning zu einem riesigen Geschäft auf der internationalen Bühne wurde. Alles, was die Veranstalter herausfinden, wird zu einem riesigen Erfolg. Sogar der dubiose Contest zur Miss Tuning genießt eine herausragende Popularität.

Top 1: IAA Frankfurt
Eigentlich war das so nicht beabsichtigt, aber vier von fünf Veranstaltungen, die hier angeführt werden, finden in Deutschland statt. Das liegt entweder daran, dass Deutschland weltweit als Symbol der internationalen Automobilindustrie gilt, oder einfach daran, dass die anderen europäischen Länder nur wenige Auto-Messen zu bieten haben. Die IAA in Frankfurt der unangefochtene und absolute Renner unter den Autoveranstaltungen weltweit. Hier werden die großen Premieren gefeiert, hier treffen sich die Genies der Auto-Industrie, führende Politiker und prominente Popstars. In Frankfurt wird einem klar, welche Macht die automobile Industrie eigentlich besitzt. Perfekt organisiert, uneingeschränkt aufregend und in jeder Hinsicht hochkarätig – die IAA ist die einsame Spitze der Automobilwelt. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Mai 20th, 2010

München, den 20. Mai (autaro) Ford gibt derzeit mächtig Gas. Oder besser: Strom. Bereits 2011 soll mit dem Transit Connect Electric ein vollwertiger Transporter mit reinem E-Antrieb auf den Markt kommen, 2012 folgt ihm der Focus Electric. Vorerst allerdings nur in den USA. Für den alten Kontinent hat sich Ford, aus welchen Gründen auch immer, eine behutsamere Elektrifizierungs-Strategie ausgedacht, in Form zweier unterschiedlicher Hybrid-Konzepte.

Im spanischen Valencia werden für den europäischen Markt zunächst zwei Derivate des C-Max entstehen: der C-Max HEV (HEV = Hybrid Electric Vehicle) und der C-Max PHEV (PHEV = Plug-In Hybrid Electric Vehicle). Bei ersterem handelt es sich um ein Konzept, das einen kleinen Verbrennungsmotor als Generator einsetzt. Dieses Konzept kennen wir bereits vom Opel Ampera, der ebenfalls bald in Serie gehen soll. Der C-Max PHEV ist ein sogenannter Vollhybrid, der allerdings an der heimischen Steckdose mit Strom geladen werden kann und dann, zumindest über kürzere Strecken, komplett ohne fossilen Brennstoff auskommt. Ein Konzept also, das eher für den Stadtverkehr vorgesehen, allerdings bei Bedarf auch langstreckentauglich ist. Alle Versionen werden auf der neuen Version des C-Max basieren, die bereits Ende dieses Jahres auf den Markt kommen wird – mit besonders sparsamen Verbrennungsmotoren, verspricht Ford. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Mai 19th, 2010

München, den 19. Mai (autaro) Grundsätzlich setzt sich in der Europäischen Union (EU) ein grundlegender Trend fort: Kraftfahrzeuge sollen durchschnittlich umweltfreundlicher werden, auch solche mit Verbrennungsmotor. Um allerdings Autos hinsichtlich Durchschnittsverbrauch und CO2-Emission realistisch einschätzen zu können, bedarf es einer realistischen Norm für den Testzyklus, nach dem der Verbrauch eines jeden in der EU zugelassenen Modells ermittelt wird. Der bislang gültige Testzyklus nach Euro-Norm ist allenfalls ein guter Witz. Insider sprechen von 2013 als Ziel für die Umsetzung neuer Normen – Verbraucher könnten dann außerdem endlich den Herstellerangaben vertrauen.

Für praktisch jedes Modell hätte dies allerdings steigende Steuern zur Folge, in bestimmten Fällen vermutlich in empfindlichem Ausmaße. Denn wer erreicht beispielsweise mit seinem Mercedes S 600 die nach bisherigem Zyklus ermittelten 14,3 Liter Durchschnittsverbrauch?

Der ADAC fordert eine Anpassung der Steuersätze, da die durchschnittlichen Steuerkosten für praktisch jedes Modell steigen werden. Die Hersteller sehen sich allerdings noch einem ganz anderen Problem gegenüberstehen. Durch die bisher gültige Mogelpackung schien das von der EU vorgegebene Ziel, bis 2015 einen Hersteller-Flotten-Grenzwert von 130 Gramm CO2 pro Kilometer zu erreichen, nicht unrealistisch. Würden nun der Praxis entsprechende Verbrauchswerte zugrunde gelegt, könnte dies die Hersteller ganz schön in die Bredouille bringen. Am Ende müssten sie tatsächlich anfangen, komplett auf verbrauchsarme Fahrzeuge umzustellen – allerhand! (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Mai 18th, 2010

München, den 18. Mai (autaro) Nissan verrät, zu welchen Preisen der rein elektrisch betriebene Leaf auf den Markt kommen wird. Zumindest in den Ländern, in denen er noch in diesem Jahr bestellt werden kann. Das sind zunächst England, die Niederlande und Portugal, während sich deutsche Interessenten noch mindestens bis Ende 2011 gedulden müssen. Einer der Gründe für diese „Salami-Taktik“ ist, dass hierzulande noch nicht klar ist, ob der Staat den Kauf reiner Elektroautos fördern wird, oder nicht. Nach wie vor wird in der Regierung erörtert, ob nur die Forschung, oder auch jedes einzelne Auto in Form einer Prämie gefördert werden wird.

In den oben genannten Ländern greift der Staat den Interessenten in Form einer Prämie oder durch kräftige Steuervergünstigungen unter die Arme. So kostet der Leaf in Großbritannien voraussichtlich umgerechnet 27.471 Euro, während er ohne Prämie mit umgerechnet 33.353 Euro zu Buche schlagen würde. In den Niederlanden beträgt der Kaufpreis stets 32.839 Euro, dafür kommt der Fahrer aber in den Genuss von Steuererleichterungen in Höhe von gut 6.000 Euro – für Halter eines Firmenwagens sind noch deutlich höhere Beträge drin. Auch in Portugal und in Irland wird der Kaufpreis nach Abzug aller Subventionen deutlich unter 30.000 Euro bleiben, außerdem müssen die Fahrer zunächst eine Kraftfahrzeugsteuer bezahlen. Der Leaf „kostet damit etwa genauso viel wie ein vergleichbar ausgestattetes Diesel- oder Hybrid-Fahrzeug”, wie uns Nissan vorrechnet. Bedenkt man hierzu die nahezu komplette Serienausstattung mit Schnelllader, Klimaanlage, Rückfahrkamera und dem ansonsten in dieser Klasse üblichen Schnickschnack, ergibt sich tatsächlich ein faires Angebot. Bleibt abzuwarten, wie sich die deutsche Politik in Sachen Förderung entscheiden wird. Doch auch ein nicht geförderter Preis von rund 32.000 Euro wäre ein Schritt in die richtige Richtung – der deutlich kleinere Mitsubishi i-MiEV soll bei uns voraussichtlich über 40.000 Euro kosten. (autaro)

Zurück zum Seitenanfang