Archiv für Juli, 2010
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Juli 19th, 2010

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München, den 19. Juli (autaro) Scheibchenweise präsentiert uns Volvo immer wieder Neuigkeiten rund um die neuen Modelle S60 und V60, also der neuen schwedischen Mittelklasse als Limousine und Kombi. Die Zeiten, als man in Schweden die Wahl zwischen Limousine oder Kombi hatte, ohne dass eine der Varianten teurer gewesen wäre, als die andere, sind ohnehin vorüber. Doch dass Volvo mittlerweile einen echten Premium-Aufschlag für seine Lifestyle-Fahrzeuge verlangt, zeugt von einem neuen Selbstbewusstsein. Dabei halten die Schweden, respektive die Chinesen zwar einen kleinen Abstand zur etablierten deutschen Konkurrenz. Ein wirklich großer Unterschied ist jedoch wirklich nicht mehr erkennbar.

So kostet denn der neue V60 in seiner kleinsten Motorisierung als V60 T3 genau 28.000 Euro. Damit ist der Edellaster exakt 1.000 Euro teurer als die Limousine, die ebenfalls einen 1,6-Liter-Turbo-Benziner mit 150 PS Leistung unter der Motorhaube hat. Ein paar Euro weniger kostet der kleinste Diesel mit der Volvo-Spartechnik DRIVe. 27.750 Euro müssen Freunde des Selbstzünders wenigstens hinblättern, dafür bekommen sie den 1,6-Liter Vierzylinder mit 115 PS und Knauserverbrauch. Der schnellste Diesel mit 205 PS schlägt mit 34.950 Euro zu Buche, der Topbenziner T6 beschert dem Fahrer für 45.900 Euro neben 304 PS auch einen permanenten Allradantrieb.

Vergleichen wir einmal den Einstiegsbenziner mit der deutschen Konkurrenz: 28.000 kostet der Volvo mit 150-PS-Benziner. Knapp 2.000 Euro mehr kostet ein Audi A4 Avant mit 160-PS-Benziner, nämlich 29.900 Euro. Ein BMW 318i mit 143 PS will 30.350 Euro auf der Ladentheke sehen, ein Mercedes C180 T mit 156 PS kostet genau 33.974,50 Euro. Allein der Mercedes kann hier einen kleinen Ausgleich einfahren, denn er ist in der KfZ-Versicherung deutlich günstiger eingestuft als die Konkurrenz (hier geht’s zum Vergleich). Auch wenn die deutsche Konkurrenz noch immer ein paar Euro über Volvo liegt: zum Sparpreis gibt es die Schwedenlaster nicht, China hin, China her. (autaro)

 

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Juli 18th, 2010

München, den 18. Juli (autaro) Die Zukunft ist da! Das erste voll-elektrische Automobil feiert bald Premiere. Produziert wurde dies natürlich von Japanern, doch nicht von dem ständig verdächtigten Hersteller Toyota, sondern von dem großen Rivalen und inzwischen der absolute Leader im Bereich der umweltfreundlichen Automobile – Nissan. Der Nissan Leaf soll Ende des Jahres 2011 auf dem Markt sein und bis dahin eine Serienreife erreichen. Die online-Bestellungen starten aber jetzt schon und die Tatsache, dass das Interesse an Öko-Automobilen riesig ist und dass es in diesem Segment noch viele freie Nischen gibt, beweist die Statistik: Innerhalb der ersten paar Stunden wurden alle geplanten Einheiten für 2011 reserviert. Das spricht von einem großen Erfolg, den man gebührend feiern muss.

Der japanische Stolz
Das war ein echt harter Kampf, in dem sich Nissan eigentlich immer sehr bescheiden gegeben hat. Autoexperten haben mit der japanischen Nummer zwei nie gerechnet. Man dachte, dass Toyota das erste Zero-Emission-Fahrzeug auf den Markt bringen sollte. Dann präsentierte Chevrolet die Studie Volt, die stolz auf fast allen großen Automobilausstellungen weltweit Auftritte feierte. Gefolgt wurde dieser amerikanische Erfolg von dubiosen Studienmodellen von fast allen großen Automobilherstellern – von Honda über Mercedes bis hin zu BMW, Peugeot und Renault. Der Gewinner in diesem fast zu amüsanten Kampf ist aber Nissan mit seinem vollblutigen Auto mit fünf Türen, innovativem Design und ausgereifter Elektro-Motorisierung.

Debüt in den USA
Die ersten Kunden, die den neuen Leaf fahren dürfen, leben in den USA. Dort kommt das Elektrofahrzeug schon Ende dieses Jahres auf den Markt. Das ist natürlich nicht verkehrt. Die Obama Regierung startete vor einigen Monaten eine beispiellose Umwelt-Strategie, die an eine Prämie in Höhe von 7.500 Dollar gekoppelt ist. In Kalifornien gibt es zusätzlich 5.000 Dollar für die Besitzer von Zero-Emission-Fahrzeugen. Rechnen wir dann mal aus! Bei einem Basis-Preis von rund 30.000 Dollar für den Leaf wird er seinem Besitzer in Kalifornien nur rund 20.000 Dollar kosten. So wird das Elektro-Wunder einfach unschlagbar im Segment der Elektro-Fahrzeuge. Der Erfolg ist somit gesichert: Wir hatten bereits in den ersten drei Stunden 2700 Reservierungen – das ist deutlich mehr als wir kalkuliert haben“ zeigt sich stolz der Nissan-Manager Dave Mingle.

Zukunftsweisende Technik
Unter der Haube des neuen Leaf versteckt sich eine potente Elektro-Batterie, die unglaubliche 109 Ps anbietet. Somit schafft das Automobil eine Spitzengeschwindigkeit von 140 km/h. Ja, das ist die Power eines Porsches, doch auf jeden Fall ist diese automobile Kraft ausreichend. Aufgeladen werden will die Elektrobatterie nach etwa 160 Kilometern. Laut den Nissan-Ingenieuren soll das die Einwohner der Großstädte wie New York, Tokyo oder London auf jeden Fall zufrieden stellen. Die Aufladezeit beträgt dabei neun Stunden. Wenn die Batterie voll ist, wird der Besitzer über eine SMS informiert auch über SMS kann er auch die Klimaanlage, die Scheinwerfer und das Autoradio in seinem Fahrzeug regulieren. Die Nissan-Ingenieure perfektionieren aber immer noch die Elektrobatterie. Bald nach der Premiere soll auch ein Schnellademodus eingeführt werden. Durch eine Versorgung mit Hoch-Druck-Strom sollen die Akkus innerhalb von dreißig Minuten aufgeladen sein.
Fazit
Der Nissan Leaf ist mit Sicherheit der Elektro-Messias und die beste Nachricht von dem weltweiten Automobilmarkt nach der Einführung des Toyota Prius. Nissan ist eine phantastische technische Entwicklung gelungen, die jetzt schon für schiere Begeisterung sorgt. Natürlich muss die Technik noch ausreifen, natürlich muss das Netz von Ladestationen weltweit ausgebaut werden. Doch natürlich ist auch die Tatsache, dass der Leaf eine Sensation auf dem Automobilmarkt ist. (autaro)

 

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Juli 18th, 2010

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München, den 18. Juli (autaro) Als Audi 1988 mit dem Audi V8 in die automobile Oberklasse einzog, wurden die Ingolstädter noch belächelt. Der Audi V8 war zwar weitgehend eine Neukonstruktion, sah aber einfach aus wie ein aufgeblasener Audi 100, auf dem er schließlich auch basierte. Nach sechs Produktionsjahren und rund 20.000 verkauften Exemplaren wurde die Produktion der technisch ambitionierten und weltweit einzigen Luxuslimousine mit permanentem Allradantrieb wieder eingestellt. Doch mit dem Nachfolger, dem ersten Audi mit der Modellbezeichnung A8 begann eine furiose Erfolgsgeschichte, die sich seither ununterbrochen fortsetzt. Mittlerweile ist der Audi A8 eine feste Größe in der Oberklasse und wird selbstverständlich mit der S-Klasse von Mercedes und dem BMW 7er in einem Zuge genannt.

Die Langversion kommt im Herbst

Bereits der „kurze“ A8 misst in der Länge 5,14 Meter und macht damit klar, dass er sich für den Platzhirsch in seiner Liga hält. Wer aber den ultimativen Luxus und noch mehr Beinfreiheit im Fond möchte, wird zum A8 L W12 greifen, der ganze 5,27 Meter lang ist und damit sowohl den 7er als auch die S-Klasse um ganze sechs Zentimeter überbietet. Vorerst gibt es den Zwölfzylinder nur als Langversion, ab nächstem Jahr wird es den W12 auch mit kurzem Radstand geben. Im Blick haben die Marketingstrategen vor allem den stetig wachsenden chinesischen Markt, aber auch in Russland und im mittleren Osten wird das Flaggschiff Käufer finden. Im umweltbewussten Europa wird der Zwölfzylinder eher die Rolle des Exoten spielen, gerade die Deutschen greifen vorwiegend zu den Benzinern und Dieselmotoren mit sechs oder acht Zylindern.

Eine elegante Erscheinung

Nüchtern betrachtet ähnelt der neue A8 deutlich seinem Vorgänger. Man bemerkt zwar, dass man den neuen vor sich hat, muss jedoch unweigerlich zweimal hinschauen. Seine schiere Größe sieht man dem Ingolstädter derweil nicht an, die Proportionen mit kurzen Karosserieüberhängen und der schlichten, geraden Linienführung versprühen gar einen Hauch Sportlichkeit. Derweil sieht man sofort: der A8 ist mit seiner Aluminiumkarosserie gebaut für die Ewigkeit. Penibel gleichmäßige Spaltmaße tun ein Übriges, der A8 sieht aus, als wäre er aus einem Klotz gehauen.

Unerreicht: der Innenraum

Ein Eindruck, der sich im Innenraum fortsetzt. Wer die Tür hinter sich schließt, befindet sich in einer anderen Welt. Feinste Materialien soweit das Auge reicht, dazu eine Verarbeitungsqualität, die eindeutig den Maßstab in dieser Klasse setzt. Jeder noch so kleine Schalter verbreitet den Eindruck einer Präzision, wie man sie nur von Audi kennt. Derweil fahren die Hände über glattes Edelholz, mattes Aluminium und handschuhweiches Leder. Wer den Chauffeur ans Volant setzt, kann sich übrigens auf dem rechten hinteren Einzelsitz richtig ausbreiten. Auf Knopfdruck fährt der Beifahrersitz nach vorn, die Kopfstütze klappt um und die Rücklehne offeriert ein Fußbänkchen. Entspannter reist es sich wohl nur noch in einem Maybach 62 mit Liegesitzen. Hinzu kommt ein Arsenal an technischen Raffinessen, das die Passagiere völlig vergessen lässt, dass sie in einem Automobil unterwegs sind. Von den großen Bildschirmen für die hinteren Plätze und dem feinen Sound aus dem Bang&Olufsen-Soundsystem abgesehen sorgen ein TV-Tuner und eine 20-Gigabyte-Festplatte für beinah grenzenlose Unterhaltung. Und ebenfalls ein Novum: über ein kleines Touchpad, das die Bedienung des zentralen Dreh-Drück-Reglers clever ergänzt, kann der Fahrer das Navigationsziel auswählen – die Software erkennt die vom Finger „gemalten“ Buchstaben.

Das Fahrwerk beherrscht den Spagat zwischen Sport und Komfort

Kritiker warfen dem Vorgänger unangebrachte Härte vor. Die Ingenieure hatten ihr Hauptaugenmerk eindeutig auf Sportlichkeit gerichtet und dabei den Komfort ein wenig vernachlässigt. Ein Lapsus, der im neuen Modell nicht wiederzufinden ist. Davon einmal abgesehen, dass der Fahrer die Kennlinie von Federung, Lenkung, Gasannahme usw. selbst einstellen kann, regelt der Computer im Automatikmodus sehr feinfühlig. Dabei besticht der A8 mit perfektem Federungskomfort, gleich auf welchem Untergrund man unterwegs ist. Von dem famosen 500-PS-Zwölfzylinder vernimmt man lediglich unter Volllast ein sonores Grollen, ansonsten geht es im A8 derart leise zu, als würde man sich von Ort zu Ort beamen. Dabei macht die schwere Limousine auch auf engen Gebirgsstraßen durchaus Spaß und lässt sich behände wie ein Sportwagen auch um enge Kehren zirkeln. Wer will, erreicht Tempo 100 aus dem Stand in 4,7 Sekunden, das ist ebenfalls schneller, als es so mancher Sportwagen schafft. Schluss ist vernünftiger Weise bei 250 Sachen, elektronisch abgeregelt. Dabei soll sich der auf 6,3 Liter Hubraum vergrößerte Zwölfzylinder angeblich mit dem Durst zurückhalten. Audi gibt einen Durchschnittsverbrauch von 12,4 Litern an, in der Praxis sind es freilich selten weniger als 14 Liter.

Fazit

Vernünftig ist dieser Audi nicht, kühle Rechner und umweltbewusste Fahrer werden eher zu Sechs- und Achtzylindern greifen, insbesondere zu den Selbstzündern. Einen Hybriden bietet Audi voraussichtlich ab Mitte 2011 an. Wer den ultimativen Luxus und richtig viel Platz im Fond will, ist mit dem A8 L W12 hingegen richtig beraten, auch wenn zu dem Grundpreis von immerhin 137.000 Euro horrende Unterhaltskosten hinzukommen. Steuern und Versicherung (hier können Sie vergleichen) kosten ein Vielfaches eines Kleinwagens, außerdem ist der Wertverlust immens und die Vertragswerkstatt arbeitet auch nicht gratis. Doch alles hat eben seinen Preis, erst recht ein Audi. (autaro)

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Juli 17th, 2010

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München, den 16. Juli (autaro) Der schwer angeschlagene russische Autobauer Lada, der als Tochter der AutoVAZ auch gleichzeitig der Größte Hersteller auf dem russischen Automarkt ist, bekommt Hilfe von Renault. Bereits vor über zwei Jahren stieg der französische Hersteller Renault bei den Russen ein, seitdem ist Lada allerdings weiter auf Talfahrt. Nun investiert Renault weitere 240 Millionen Euro, der Marktanteil der Marke mit der Raute wird aber mit 25 Prozent konstant bleiben. Bis 2012 soll das Geld transferiert sein. Schon für das Aufstellen einer funktionierenden Produktion von Renault- und Nissan-Fahrzeugen hatten Renault und der erst im Juni hinzugetretene Partner Nissan jede Menge Geld in die Hand genommen.

Seit letztem Jahr dauern die Bemühungen an, das Lada-Werk Togliatti mit französischem Know-how auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen, die russische Regierung sicherte hierfür Staatshilfen in Höhe von rund einer Milliarde Euro zu. Das Ziel: die Produktion von jährlich 900.000 Fahrzeugen. Das Fernziel: bis 2015 wollen Lada, Nissan und Renault ihren Marktanteil in Russland von 30 auf 40 Prozent steigern. Ein ehrgeiziges Ziel, zumal die Verkaufszahlen insbesondere der Marke Lada ständig rückläufig sind. Und das trotz einer russischen Abwrackprämie, die allerdings nur beim Kauf russischer Fabrikate ausgezahlt wird. 2009 lag der Nettoverlust der Marke bei umgerechnet 984 Millionen Euro, was auch der Allgemeinheit Tränen in die Augen treibt. Denn die AutoVAZ befinden sich im Miteigentum des russischen Staates, womit ein Teil also 1:1 den Steuerzahler belastet. Um künftig wieder wettbewerbsfähige Autos entwickeln zu können, braucht Lada also nicht nur das Know-how der Franzosen, sondern in erster Linie frisches Geld. Ob die oben genannten Investitionen hierfür ausreichen, gilt als fraglich. Kaum eine andere Marke weltweit gilt technisch als derart antiquiert, sowohl mit Hinblick auf die Produkte selbst als auch hinsichtlich der Produktionsanlagen. (autaro)

 

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Juli 16th, 2010

Chevrolet Volt 1
München, den 15. Juli (autaro) Der Chevrolet Volt wird Ende des Jahres in den Handel gehen und damit eines der ersten Elektroautos überhaupt. Genau genommen handelt es sich bei ihm, wie auch bei dem nahezu baugleichen Schwestermodell Opel Ampera aber um keinen reinen Stromer, sondern um ein Elektroauto mit benzinbetriebenem Range Extender. Im Klartext: bis zu 60 Kilometer fährt der Volt rein elektrisch, geladen wird wie gewohnt an der heimischen Steckdose. Wird diese Distanz überschritten, schaltet sich ein kleiner Benziner zu, der dann den Strom für die Elektromotoren produziert. Somit erhöht sich die Reichweite auf gute 550 Kilometer. Die oben genannten 60 Kilometer im reinen Elektrobetrieb reichen übrigens für über 90 Prozent der durchschnittlichen Strecken des Durchschnittseuropäers völlig aus.

Um potentiellen Käufern die Angst vor möglichen Folgekosten zu nehmen, gewährt General Motors (GM) den Kunden eines Volt volle acht Jahre (oder bis zu 100.000 Kilometer Laufleistung) Garantie auf die gesamte Akku-Einheit nebst Kühlsystem und Elektronik. Und selbstverständlich auch für die gesamte Antriebseinheit. Denn verständlicher Weise fürchten sich mögliche Kunden besonders vor den Tücken der bislang kaum erprobten Technologie. Dabei geht die Garantie selbstverständlich auf folgende Besitzer über, sollte der Volt weiterverkauft werden.

Weiterhin bedeckt hält sich GM bezüglich des Preises für den Volt oder auch für den Opel Ampera. Kenner der Branche gehen von rund 35.000 bis 40.000 Euro aus, doch auch Zahlen unterhalb der 32.000 Euro machten bereits die Runde. Mit der angekündigten Garantie ist GM jedenfalls einen Schritt in die richtige Richtung gegangen, denn auch Käufer brauchen Pioniere. (autaro)

 

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Juli 14th, 2010

München, den 14. Juli (autaro) Dass man mit Klotzen weiter kommt als mit Kleckern, ist eine altbekannte Volksweisheit. Im Falle von Toyota und Tesla wurde allerdings richtig rangeklotzt, die im Mai besiegelte Kooperation will bereits Ende Juli die ersten, rein elektrisch betriebenen Prototypen verabschieden. Dies teilte JB Straubel, Chef-Techniker bei Tesla-Motors, dem amerikanischen Magazin „CNN Money“ mit. Toyota hatte sich im Mai im Rahmen der geplanten Zusammenarbeit mit rund 50 Millionen US-Dollar an dem kalifornischen Start-Up-Unternehmen Tesla-Motors beteiligt.

Bei der Entwicklung konzentrieren sich beide Unternehmen auf ihre Kerntugenden. Während Toyota die Karosserie bereitstellt, kümmert sich Tesla um den Elektromotor und die Akkus. Gerade bei letzteren haben die Kalifornier einen immensen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz, was Toyota durch sein Wissen hinsichtlich effizienter Fertigungsverfahren ausgleicht. Die Japaner gehen sogar noch einen Schritt weiter: im Zuge der Kooperation überlassen sie Tesla die komplette New United Motor Manufacturing Incorporation Bei San Francisco. 2012 soll dort die Produktion starten, geplant sind bis zu 20.000 Elektroautos pro Jahr.

Zu den Prototypen selbst wollte sich Straubel indes nicht näher einlassen. Es kann vermutet werden, dass es sich möglicherweise um eine E-Version des Toyota iQ handeln wird, die Toyota bereits im letzen Jahr – also vor der Zusammenarbeit mit Tesla – angekündigt hatte. (autaro)

 

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Juli 13th, 2010

Peugeot 508
München, den 13. Juli (autaro) Der PSA-Konzern setzt große Hoffnungen in die neue Baureihe der Marke Peugeot, die auf den Namen 508 hören wird. Zumal sie gleich zwei alte Baureihen ersetzen wird, den großen Peugeot 607 und den kleineren 407. Ab Anfang 2011 wird der 508 bei den Händlern stehen, als mondäne Stufenheck-Limousine und als dynamisch geschnittener Kombi. Dem Design hat Peugeot mit dem Neuen ein wenig die Schärfe genommen, das riesige Kühlermaul und das krawallige Emblem des 407 gehören der Vergangenheit an. Dafür gewann das Design durch das neue Topmodell sichtlich an Eleganz und Spannung.

Auch im Innenraum soll bei den Franzosen künftig ein anderer Wind wehen. Neben einer nochmals verbesserten Verarbeitungsqualität kommen edle Materialien und Oberflächenbeschaffenheiten zum Einsatz – man will aufschließen zur deutschen Konkurrenz. Details wie ein beleuchteter Streifen am Automatik-Wählhebel sorgen für die nötige Brise Individualität. Auf dem Pariser Autosalon werden beide Modevarianten vorgestellt, mehr oder weniger zeitgleich mit der europäischen Markteinführung erfolgt auch der Export einer leicht modifizierten Version für den chinesischen Markt.

Gänzlich neues Land betreten die Franzosen mit ihrem Topmodell bei den Motoren. So kommt neben herkömmlichen Benzinern und Selbstzündern, die mit der aktuellen Spritspar-Technik wie Start-Stopp-Systemen und reibungsoptimierten Getrieben mit möglichst vielen Gängen bzw. Fahrstufen, eine Weltpremiere in den Handel: der erste Diesel-Hybrid, der gut 200 PS leisten wird, aber lediglich 99 Gramm CO2 pro Kilometer in die Luft blasen soll. Eine weitere Besonderheit: der Selbstzünder und der Stromer treiben unterschiedliche Achsen an, sodass sich quasi nebenbei auch noch ein Allradantrieb ergibt. (autaro)
Peugeot 508

 

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Juli 12th, 2010

S-Klasse
München, den 12. Juli (autaro) Konsequent baut Mercedes seine Baureihen mit neuen Diesel-Aggregaten aus, die noch mehr Kraft bei weniger Verbrauch und vor allem bei sauberer Verbrennung garantieren. So auch in der S-Klasse, die künftig um den S 350 BlueTEC erweitert wird. Unter der Haube verrichtet ein Dreiliter-V6-Diesel seine Arbeit, der 258 PS liefert und satte 620 Newtonmeter Drehmoment auf die Kurbelwelle stemmt. Dabei begnügt sich der seidenweich und praktisch vibrationsfrei arbeitende Sechszylinder nach ECE-Norm mit 6,8 Litern Diesel pro 100 Kilometer bzw. bläst pro Kilometer nur 177 Gramm Kohlendioxyd in die Luft. Solche Werte setzen bei einer Luxuslimousine dieses Kalibers zwar einen äußerst sensiblen Gasfuß voraus, liegen aber erfahrungsgemäß zumindest im Bereich des Möglichen.

Das Besondere an diesem Diesel ist jedoch das aufwendige Abgasreinigungs-System. Mittels Harnstoffeinspritzung verbrennt das Aggregat derart Rückstandsarm, dass der S 350 BlueTEC die hohen Standards der Abgasnorm Euro-6 erfüllt. Das garantiert ihm nicht nur die Zulassungsfähigkeit im Vorreiter-Staat Kalifornien in den USA. Es bringt dem Halter auch hierzulande deutliche Ersparnisse bei der KfZ-Steuer. Darüber hinaus dürfen sich Sparfüchse über ausgesprochen niedrige Beiträge hinsichtlich der Versicherung (hier geht’s zum Vergleich) freuen, was den Anschaffungspreis von immerhin 76.279 Euro zumindest teilweise wieder relativiert.

Schließlich halten auch zwei neue Assistenzsysteme Einzug in die S-Klasse, ebenso wie in dem dreitürigen Ableger Mercedes CL. Ein aktiver Spurhalteassistent warnt den Fahrer künftig nicht nur vom Abweichen von der Fahrspur, sondern greift notfalls direkt ins Geschehen ein. Ebenso macht es der aktive Assistent, der den toten Winkel überwacht. Damit zeigt Mercedes wieder einmal, dass die Schwaben noch immer Vorreiter auf dem Gebiet der aktiven Sicherheit sind. (autaro)

 

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Juli 11th, 2010

München, den 09. Juli (autaro) Der 1903 gegründete, französische Automobilhersteller Talbot könnte eine Renaissance erleben. Grundlage für diese Spekulation ist ein Interview des PSA-Chefs Philippe Varin in der gallizischen Zeitung “La Voz de Galicia”. Der PSA-Konzern beherbergt unter seinem Dach unter anderem die beiden Marken Peugeot und Citroën und will laut Varin künftig stärker vom Marktsegment der unteren Preiklasse profitieren. Renault machte mit der tschechischen Tochtermarke Dacia vor, welch hohe Profite in dem Markt für Fahrzeuge unter 10.000 Euro zu erzielen sind. Zwar werden die längst neu aufgelegten Modelle Peugeot 206+ und Citroën C3 First mit alter Technik und Billigpreis recht erfolgreich weiter vermarktet, doch die Nachfolger sollen sich über den Namen deutlich von den Produkten aus den Häusern Citroën und Peugeot differenzieren.

Derzeit prüft der PSA-Konzern, allerdings noch unbestätigten Meldungen zufolge, die Wiederbelebung von Talbot. Zwar hat die Marke nie ausschließlich Billfahrzeuge hergestellt, doch waren die letzten Modelle, der Samba und der Horizon, Kleinwagen und speziell in Südeuropa sehr beliebt. Hierzulande prägte die Marke zwar nie wirklich das Verkehrsbild, doch waren die wenigen Exemplare äußerst langlebig und sind daher den meisten Menschen über zwanzig zumindest noch ein Begriff.

Möglich wäre es daher auch, dass die in näherer Zukunft erwarteten Modelle Peugeot M3 und Citroën M4 eben als Talbot Samba und Talbot Horizon den Weg in die Showrooms der Händler finden. (autaro)

 

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Juli 11th, 2010

Grand Cherokee 2011

Grand Cherokee 2011

München, den 11. Juli (autaro) Im Herbst kommt der neue Jeep Grand Cherokee, der Inbegriff eines amerikanischen SUV, zumindest aus Sicht der Europäer. Denn während die wirklich großen Hausfrauenpanzer vom Schlage eines Chevrolet Suburban oder Cadillac Escalade eher selten den Weg auf den alten Kontinent finden, verkauft sich der Grand Cherokee hier bereits in der dritten Generation. Und da es sich bei der Neuauflage formal um ein Derivat der M-Klasse von Mercedes handelt, dürften auch die Verkaufszahlen der vierten Generation zumindest nicht stagnieren. Allerdings fehlen dem aus der alten Mercedes-Chrysler-Ehe entstanden Modell wichtige Voraussetzungen, um den Anschluss an die etablierte Konkurrenz zu halten: darunter vor allem sparsamere Motoren und Getriebe auf dem neuesten Stand.

Die Technik stammt aus erster Ehe

Mittlerweile Ist Chrysler mit Fiat liiert, doch für die Modelle aus der geschiedenen Ehe mit Mercedes liefert der Daimler-Konzern weiterhin die Motoren und entsprechende Technik-Komponenten. Das gilt allerdings offensichtlich nur für den bei der Entwicklung verinbarten Stand der Technik. Während die M-Klasse mittlerweile über ein modernes Siebengang-Automatikgetriebe und sogar über eine Version mit Hybridantrieb verfügt, müssen sich Chrysler Kunden mit Brot-und-Butter-Technik von vor Jahren zufrieden geben. Zur Auswahl steht allein ein Fünfgang-Wandler, Hybrid-Modelle oder gar einfache Zutaten wie ein Start-Stopp-System: Fehlanzeige. Dafür gestaltet sich die Motoren-Palette nach typisch amerikanischem Vorbild, Hubraum satt und Leistung im Überfluss.

Motoren aus einer vergangenen Ära

Während sich europäische Käufer zum überwiegenden Teil für den Diesel entscheiden werden, hat in den USA auch bei großen SUVs und Geländewagen der Benziner die Nase vorn. Diesel gelten dort nach wie vor als schlapp, laut und wenig chic, den TDI-Boom der 90er haben die Amerikaner komplett verschlafen. So ist der einzige Selbstzünder im Programm den auch der bekannte Dreiliter-V6 von Mercedes, der 218 PS liefert und gute 500 Newtonmeter auf die Kurbelwelle stemmt. Allein er dürfte adäquate Verbrauchswerte abliefern, Fünfgangautomatik hin oder her. Des Weiteren wird ein 3,6-Liter-V6-Benziner zur Auswahl stehen, 284 PS liefert und ein maximales Drehmoment von 353 Newtonmetern bereitstellt. Laut Chrysler soll der Durchschnittsverbrauch nach ECE-Norm 10,2 Liter je 100 Kilometer betragen, auszugehen ist daher wohl von einem Praxiswert um die 12 Liter. Wesentlich trinkfester dürften sich die beiden V8-Benziner zeigen, mit Hubräumen von 5,7 und 6,1 Litern. Der 5,7-Liter-Hemi leistet 365 PS und der ab 2012 geplante 6.1-V8 stolze 426 PS. Durchschnittsverbrauch? Jenseits von Gut und Böse.

Innen endlich Premium

Profitiert von der Zusammenarbeit mit Daimler haben die Amerikaner deutlich hinsichtlich der Qualität ihrer Fahrzeuge. Fühlte sich schon das Leder der Sitze bei den älteren Versionen an wie Kunststoff, geht sich die künftige Version im Innenraum deutlich feiner an. Nicht nur die Auswahl der Materialien fiel feiner aus, auch die Verarbeitung entspricht mittlerweile dem Klassenstandart. Hinzu kommen eine Komfort- und Sicherheitsausstattung, die sich nicht mehr hinter der Konkurrenz verstecken muss. Front- Seiten- und Fensterairbags sind mittlerweile ebenso Serie wie aktive Kopfstützen, die einem Schleudertrauma vorbeugen sollen. Dazu kommen ein Radar gestützter Schutz vor Auffahrunfällen, ein adaptiver Tempomat und ein System, dass den toten Winkel überwacht und den Fahrer beim Spurwechsel vor Kollisionen schützt. Auch die Unterhaltung der Passagiere kommt nicht zu kurz. Ein Festplatten-Multimediasystem mit Touchscreen sorgt ebenso für Kurzweile wie optionale Displays in der zweiten Reihe. MP3-Player können ebenfalls angeschlossen und dann über den Touchscreen oder das edle Multifunktionslenkrad aus Holz mit Lederbezug angesteuert werden.

Auch im Gelände macht der Neue eine gute Figur

Auch wenn schwere SUVs hauptsächlich auf dem Asphalt eingesetzt werden, haben die Entwickler dem Grand Cherokee ein ordentliches Arsenal an Offroad-Goodies mit auf den Weg gegeben. Neben dem bekannten Allradantrieb und einer Geländeuntersetzung stehen unter anderem ein Hill Start Assistant System und eine Hill Descent Control zur Verfügung, die den Fahrer über voreingestellte Geschwindigkeiten immens entlasten und das Scharren der Räder verhindern. Geregelt wird alles über einen Drehregler in der Mittelkonsole – chic.

Fazit: der Grand Cherokee hat durchaus Potential

Mit der vierten Generation unter der Mitregie von Mercedes ist Jeep bzw. Chrysler prinzipiell ein echter Wurf gelungen. Optisch wie technisch ist das SUV der europäischen Konkurrenz dichter auf den Fersen als je zuvor. Dazu kommt eine Material- und Verarbeitungsqualität, die sich endlich nicht mehr verstecken muss und eine angemessene Sicherheits- und Komfortausstattung. Dringend sollte Chrysler allerdings sparsamere Motoren und Getriebe der neuesten Generation nachschieben, hier fährt der Cherokee der Konkurrenz mit großem Abstand hinterher. Wer aber den Diesel wählt und sich mit dem Gasfuß zurückhält, könnte mit diesem Jeep aber durchaus glücklich werden. Das Aggregat erfüllt die Abgasnorm Euro-5, was sich auch bei der KfZ-Steuer bemerkbar macht. Zwar macht Chrysler noch keine Angaben zum Preis, doch das aktuelle Modell gibt es vor vereinbarten Rabatten schon zu Preisen ab rund 45.000 Euro. Außerdem scheinen Jeep-Fahrer zu den besonders vorsichtigen Vertretern ihrer Zunft zu gehören, was sich in vertretbaren Einstufungen bei der KfZ-Versicherung (hier geht’s zum Vergleich) niederschlägt. Der Grand Cherokee darf also auch auf dem alten Kontinent in eine vielversprechende Zukunft blicken – vorausgesetzt, die Entwicklung zeitgemäßer Antriebstechnik bleibt in der Fiat-Chrysler-Ehe nicht gänzlich stehen. (autaro)

Grand Cherokee 2011
Grand Cherokee 2011
Grand Cherokee 2011

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