Archiv für August, 2010
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

August 31st, 2010

audi_a1
München, den 31. August (autaro) Wie beinahe alle Audi-Baureihen, bekommt auch der neue Audi A1 (Foto) eine besonders potente Variante, die auf den Namen S1 hören wird. Auf dem Pariser Autosalon 2010 (2. bis 17. Oktober) werden die Ingolstädter ihr Kraftpaket präsentieren und sorgen jetzt schon für eine Überraschung: dieser Audi wird das erste S-Modell sein, das ohne Allradantrieb auskommen muss. Die Technik teilt sich der S1 mit dem VW Polo GTI, so auch den 1,4-Liter-Turbo, der Im Polo 180 PS leistet. Im Audi wird er vermutlich ein paar PS mehr auf die Straße bringen, schließlich wollen die Bayern den schärfsten Konkurrenten, den Mini Cooper S mit 184 PS, deklassieren. Für den Audi können also wenigstens 185 PS orakelt werden.

Rein optisch wird sich das Topmodell von seinen braveren Geschwistern durch 19-Zoll-Felgen im S-Design sowie gebürstete Alu-Rückspiegel unterscheiden, außerdem durch eine modifizierte Frontschürze mit größeren Lufteinlässen und eine Heckschürze mit angedeutetem Diffusor. Innen werden die üblichen Zutaten, darunter ein unten abgeflachtes Sportlenkrad, ein sportives Flair versprühen – stilistisch erinnert das Serien-Cockpit ohnehin bereits an den sportlichen Audi TT.

Der S1 wird seine Kraft stets über ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe an die Vorderräder schicken und soll den Sprint von Null auf Tempo 100 in weniger als sieben Sekunden bewerkstelligen, der Mini Cooper S braucht dafür genau sieben Sekunden. Auch die Höchstgeschwindigkeit des Mini (228 km/h) will der Audi mit rund 230 km/h leicht überbieten. Im Februar wird der Audi S1 an den Start gehen, bei der Kfz-Steuer dank Abgasnorm Euro 5 und wenig Hubraum günstig eingestuft. Die Versicherer (hier geht’s zum Tarifcheck) stufen ihn hingegen wohlbegründet etwas höher ein. Der Preis indes wurde noch nicht verraten, dürfte aber relativ exakt bei 25.000 Euro liegen. Damit wäre auch der Abstand zum Polo wieder gewahrt, der als GTI mit 22.500 Euro in der Liste steht. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

August 30th, 2010

saab_9-5_vorne
München, den 30. August (autaro) Das schwedische Traditionsunternehmen Saab, das durch den holländischen Sportwagenhersteller Spyker Cars vor der drohenden Abwicklung gerettet wurde, steckt nach wie vor tief in den roten Zahlen. Seit seiner Übernahme durch General Motors (GM) im Jahr 1990 hatte Saab fast durchweg ein sattes Minus in der Bilanz, der Misswirtschaft von GM sei Dank. Doch auch unter holländischer Führung erschrecken die Zahlen – zumindest auf den ersten Blick.

Im ersten Halbjahr verbuchte Saab einen Verlust von 139 Millionen Euro, wie Spyker am vergangenen Freitag (27.08.) mitteilte. Man verfüge aber über ausreichend Kapital, die Produktion bis Jahresende fortzusetzen und plane daher keine Emission weiterer Anteile. “Eine fast leere Fabrik schlägt natürlich zu Buche”, erklärte Spyker- Chef Victor Muller den Millionenverlust. “Wichtig ist aber, dass wir im Plan liegen und sogar noch etwas besser.” Man habe im ersten Halbjahr 10.500 Fahrzeuge verkauft und plane einen Jahresabsatz von 45.000 Einheiten. Im nächsten Jahr lautet das Ziel: 80.000 Fahrzeuge, 2012 sollen dann bereits 120.000 Saab vom Band rollen. Allzu unwahrscheinlich scheinen diese Vorgaben nicht. Denn mit dem neuen Topmodell Saab 9-5 kommt die erste Neuentwicklung seit Jahren, die altgedienten Vorgänger konnten zuletzt nur noch wenige Käufer für sich begeistern. Und der 9-5 – wenn auch noch unter GM-Regie entwickelt, ist erst der Anfang. Mit dem SUV 9-4 und dem geplanten Kompaktwagen 9-2 werden weitere Attraktive Modelle folgen.

Kein Grund zur Panik also, auch wenn die Zahlen sich auf den ersten Blick erschreckend lesen. Sollten sich die Erwartungen hinsichtlich der Stückzahlen erfüllen, wird Saab spätestens mit dem Produktionsjahr 2012 wieder schwarze Zahlen schreiben. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

August 28th, 2010

01_exterieurdesign_02
München, den 28. August (autaro) BMW versteht es wie kaum eine zweite Marke, aus praktisch jedem Motor pure Dynamik zu kitzeln. Das gilt längst nicht mehr nur für die legendären BMW-Reihensechser, die bis heute keinem V-Motor weichen mussten. Schon die Vierzylinder, ob nun Selbstzünder oder Otto, sind eine kleine Klasse für sich.

184 PS, die sich wie 200 PS anfühlen

Das gilt ausnahmslos auch für den Zweiliter-Diesel, der im 520d wie auch im Touring seinen Dienst verrichtet. Satte 184 PS schöpft das Kraftpaket aus seinem vergleichsweise kleinen Hubraum, die sich im Vergleich zur etablierten Konkurrenz aber eher nach 200 PS anfühlen. Die Zahlen sprechen eine ähnliche Sprache: in nur 8,3 Sekunden sprintet der immerhin fast 1,8 Tonnen schwere Kombi von Null auf Tempo 100 und rennt 222 Sachen, ohne viel Anlauf nehmen zu müssen. Unser Testwagen machte sogar sieben km/h mehr, als ab Werk angegeben. Dabei liegt das maximale Drehmoment von 380 Nm zwischen 1.750 und 2.750 Newtonmetern an und macht den Motor für einen Zweiliter unglaublich elastisch. Nur 7,1 Sekunden vergehen für den Zwischenspurt von Tempo 80 bis 120, der 306 PS starke 535i schafft das nur eine Sekunde schneller. Beeindruckend auch, wie konsequent die Bayern das Turboloch ausgemerzt haben. Dieser 5er lässt sich mühelos mit Standgas bewegen, die früher übliche Gedenksekunde nach einem beherzten Tritt aufs Gaspedal ist komplett verschwunden.

Sensationeller Durchschnittsverbrauch

Die Bayerischen Motorenwerke erkannten früh die Notwendigkeit, Verbrennungsmotoren hinsichtlich ihrer Effizienz zu optimieren. Efficient Dynamics heißt das Zauberwort in München, hinter dem sich jede Menge Technik und Know-how zum Spritsparen verstecken. Auch im Falle des 5ers bedeutet das, dass Bremsenergierückgewinnung, bedarfsgesteuerte Entkopplung verschiedener Verbraucher wie Lichtmaschine oder Klimakompressor, automatisches Starten und Stoppen des Motors, eine temperaturabhängige Luftklappensteuerung und andere Detaillösungen ständig und vom Fahrer nahezu unbemerkt im Hintergrund ablaufen. Und der Aufwand lohnt sich: 5,1 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbraucht der 520d und das bei den genannten Fahrleistungen. Nun wurde dieser Wert nach ECE-Norm ermittelt und ist damit freilich ziemlich praxisfern. Wer aber sanft mit Gas umgeht, kommt im Alltag durchaus in die Nähe dieses Wertes, mit knapp sieben Litern Verbrauch ist man schon ziemlich rasant unterwegs. Die Abgasreinigung macht den 5er fit für die ab nächstem Jahr vorgeschriebene Abgasnorm Euro 5, die nächst strengere Norm mit der Nummer 6 wird allerdings noch nicht erfüllt. Für eine günstige Einstufung bei der Kfz-Steuer reicht das bisher gebotene allerdings aus, wodurch der 520d auch für Flottenbetreiber hoch interessant bleiben dürfte. Auch bei der Kfz-Versicherung (hier geht’s zum Tarifcheck) kostet der 520d nicht mehr als seine Artgenossen.

Sportler mit Langstreckenqualitäten

Es gehört beinah schon zur Tradition bei BMW, dass sich die Modelle beim Fahren meist nach einer Nummer kleiner anfühlen. Dass man in einem 4,90 Meter langen Oberklassemodell sitzt, hat man jedenfalls im Handumdrehen vergessen. Der 5er wetzt um die Kurven wie ein Kleiner und macht auf jeder Strecke Laune. Dabei kommt der Langstreckenkomfort keineswegs zu kurz. Die Federung bügelt nahezu jede Unebenheit aus der Fahrbahnoberfläche, der Geradeauslauf ist unbeirrbar. Das geht noch einen Tick feiner, wenn man bei der Bestellung das Kreuzchen bei den verstellbaren Dämpfern macht. Dann hat man drei Modi zur Auswahl, wobei selbst „Sport“ noch nicht unkomfortabel wirkt und den 5er herrlich straff auf die Straße klebt. Die Luftfederung mit Niveauregulierung an der Hinterachse ist Serie.

Schöner Wohnen im Innenraum

Wofür man sein Geld anlegt, wird einem spätestens im Innenraum klar. Die Verarbeitung ist makellos, der 5er steht fest wie eine Burg. Auch auf übelsten Buckelpisten lässt sich kein Knistern oder noch so leises Knirschen vernehmen, was auch der höchst verwindungssteifen Karosserie zuzuschreiben ist. Dazu kommen Materialien, die schlicht als Referenz in dieser Klasse angesehen werden können – besser geht’s nicht. Windgeräusche und Lärm von der Straße bleiben draußen, selbst der tendenziell brummige Vierzylinder-Diesel wurde so effizient gedämmt, dass man sich unweigerlich fragt, ob man nicht doch in einem Benziner sitzt. Die Sitze gehören bei BMW traditionell zum Besten am Markt und der Klang der feinen Audioanlage schmeichelt den Ohren. Außerdem hat BMW endlich den Weg zu einem schlüssigen Bedienkonzept gefunden, die einstigen Irrwege durch verschachtelte iDrive-Menus gehören in München der Vergangenheit an. Ansonsten ist diese Business-Class aus Bayern die bislang geräumigste. Waren 5er bisher zumindest im Fond recht knapp geschnitten und zusätzlich wegen des Heckantriebes durch den Kardantunnel eingeschränkt, bewegt sich das aktuelle Modell platzmäßig durchaus auf Augenhöhe mit der Konkurrenz.

Mehr 5er braucht eigentlich keiner

Das Fazit: bedenkt man, dass der 520d das untere Ende der 5er-Palette markiert, drängt sich unweigerlich eine Frage auf: braucht man wirklich mehr? Sicher, gerade die Reihensechszylinder von BMW machen noch mehr Spaß, ob nun als Diesel oder als Benziner. Aber schon der 520d kann alles so gut, ist so leise und motorisiert den Touring derart souverän, dass man eigentlich auf alles weitere verzichten kann. Außerdem kostet ein 520d Touring bereits 42.660 Euro. Und auch wenn die Serienausstattung alles Nötige enthält und vergleich zu D-Mark-Zeiten in München geradezu als opulent bezeichnet werden kann: 42.600 Euro waren einmal rund 80.000 Mark. (autaro)

wallpaper_14_big
wallpaper_10_big
wallpaper_20_bigwallpaper_12_big
wallpaper_04_big
02_interrieurdesign_0102_interrieurdesign_02

 

Zurück zum Seitenanfang

August 27th, 2010

renault_latitude
München, den 27. August (autaro) Seit dem Jahr 2009 wird Renault nur noch bis zur oberen Mittelklasse vertreten, durch das Interims-Topmodell Laguna. Das eigentliche Topmodell, der Renault Vel Satis, wurde mangels Nachfrage im letzten Jahr vom Markt genommen, er war ein wenig zu gewagt, zu avantgardistisch.

Auf der Moskau Motor Show 2010 (25. August bis 5. September) wird nun der legitime Nachfolger des Vel Satis, der Renault Latitude, seine Weltpremiere feiern und hoffentlich an die Zeiten anknüpfen, als Renault mit großen Limousinen á la Safrane noch Erfolg hatte. Vorerst wird der Latitude allerdings nur in Ländern außerhalb West-Europas zu haben sein, darunter Russland, die Türkei, Rumänien, Australien, Nordafrika, Asien, Mexiko, und die Golf-Region. Westeuropa muss sich noch bis zum Autosalon Paris 2010 (2. bis 17. Oktober) gedulden, wo der Latitude schließlich ein zweites Mal präsentiert wird. Dabei sind die Franzosen emsig bemüht, die Verbindung nach Südkorea zur Renault-Tochter Samsung kleinzureden. Der Latitude basiert nämlich auf der Oberklasselimousine Samsung SM5, was hier in Europa das Prestige nachhaltig schmälern könnte. “Bei der Entwicklung kamen das gesamte Renault Engineering-Know-how und die höchsten Qualitätsstandards der Renault-Nissan Allianz zum Einsatz”, sucht das Unternehmen die Presse zu beschwichtigen.

Technisch ist der Latitude zumindest auf der Höhe der Zeit. Von der üblichen Airbag-Armada über einen Fahrersitz mit Massagefunktion bis hin zur Dreizonen-Klimaautomatik, die sogar über einen Luft-Ionisator und einen zweiteiligen Parfum-Zerstäuber verfügt, ist alles mit an Bord. Allein der Preis ist bislang noch geheim, ebenso die Antwort auf die Frage, ob sich Renault mit dem Latitude wieder in der Oberklasse behaupten können wird. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

August 26th, 2010

chevrolet_orlando
München, den 26. August (autaro) Allein sieben neue Modelle will die General Motors-Tochter Chevrolet in den nächsten 15 Monaten vom Stapel lassen, um kräftig auf Neukunden-Fang zu gehen. Den Start macht der erste Kompakt-Van, der auf den Namen Orlando hören wird und bereits 2008 in Form einer Studie vorgestellt wurde. Dabei legten die Designer Wert darauf, den Orlando zwar praktisch zu gestalten, formal aber nicht sofort als Familienkutsche zu outen. Die Dachlinie geriet daher ungewöhnlich niedrige, das Cockpit ist ein wenig der Corvette nachempfunden und die weit ausgestellten Radläufe sollen Dynamik symbolisieren.

Sieben Personen sollen im Orlando maximal Platz nehmen können, die allesamt eine gute Aussicht genießen sollen. Zu diesem Zwecke wurden die Sitzreihen von vorn nach hinten ansteigend konstruiert, die hinteren Passagiere können also über die Köpfe der vorderen hinweg auf die Straße schauen. Ansonsten soll der Orlando genau das bieten, was Kunden an Vans so schätzen. Hohe Variabilität und jede Menge Ablagen und Staufächer. Dazu ein besonders ausgetüfteltes Infotainment-System, das Kind und Kegel auf langen Strecken die Zeit vertreiben soll. Übrigens versteht Chevrolet den Orlando nicht als profanen Kompakt-Van. Präsentiert wird er als Multi Purpose Vehicle (MPV) und soll damit auch freizeitaktive Singles und Paare ansprechen, die Platz für ein Surfbrett oder ähnliches Sportutensil suchen.

Neu ist auch, dass Chevrolet den Orlando vom Marktstart an mit einem Benziner und zwei (!) Dieseln anbieten will. Der Benziner leistet 141 PS aus 1,8 Litern hubraum, die beiden Diesel schöpfen 131 oder 161 PS aus je zwei Litern Hubraum. Preise stehen noch nicht fest, zur Serienmäßigung gehören allerdings schon in der bescheidensten Ausstattungslinie sechs Airbags, ESP und eine Klimaanlage. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

August 25th, 2010

toyota-iq-01
München, den 25. August (autaro) Seit einem guten Jahr ist der Toyota IQ am Markt, als viersitzige Alternative zum Smart, oder aber als eigenständiger Stadtflitzer für Individualisten. Doch viele Kunden bemängelten bislang die bescheidene Materialanmutung im Innenraum, sollte der iQ doch schließlich als Premium-Auto vermarktet werden. Also spendiert Toyota seinem Kleinen künftig serienmäßig die Ausstattungsvariante „Look“, die bislang gegen Aufpreis mit Feinheiten wie Applikationen in Piano-Schwarz sowie weiteren Details den Innenraum aufwertete. Auch weiter im Programm bleibt die Variante „Lounge“, die aber ebenfalls spürbar an Qualität gewinnen wird. Geschäumte Oberflächen werden teilweise die Oberflächen aus Hartplastik ersetzen, zudem kommt im oberen Bereich der Türverkleidungen und des Armaturenträgers künftig Schwarz zum Einsatz. Die bisher verwendeten, gedeckten Farben neigten dauerhaft deutlich zur Verschmutzung. Für beide Varianten stehen nun außerdem beheizbare Sitze mit farblich abgestimmten Teilleder-Bezügen zur Auswahl.

Äußerlich bleibt der iQ unverändert, hier gab es bislang auch kaum etwas zu beanstanden. An die wegen der geringen Länge sonderlich wirkenden Proportionen muss man sich eben gewöhnen – entweder sie gefallen, oder sie gefallen nicht.

Hinsichtlich der Motoren ändert sich ebenfalls nichts. Nach wie vor stehen zwei Benziner mit 1,0 oder 1, 4 Litern Hubraum und 68 bzw. 98 PS zur Auswahl. Oder die Entscheidung fällt auf einen Common-Rail Diesel der wie gehabt 90 PS aus 1,4 Litern Hubraum mobilisiert. Alle drei Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro 5 und sind somit steuerlich sehr genügsame Kandidaten. Auch bei der Kfz-Versicherung (hier geht’s zum Vergleich) ist der IQ einer der günstigsten. Für Minimalisten gibt es außerdem ab sofort den Toyota iQzero, der nur mit dem 1,0-Liter-Benziner und Fünfgang-Schaltgetriebe ausgeliefert wird. Mit 11.900 Euro kostet er nun 800 Euro weniger als das bis dato angebotene Einsiegsmodell. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

August 24th, 2010

peugeot_3008_hybrid4
München, den 24. August (autaro) Bis der Peugeot 3008 Hybrid4 tatsächlich in den Verlaufsräumen der Händler steht, müssen wir uns noch bis zum Frühjahr 2011 gedulden. Doch bis auf Details sind die Eckdaten bereits bekannt, die Technik scheint bereits bestens zu funktionieren.

So verraten die Ingenieure bislang noch nicht, wie schwer der Hybrid schlussendlich sein wird. Ein Leichtgewicht wird er wohl nicht, allein die Nickel-Metallhybrid-Akkus dürften den einen oder anderen Zentner auf die Waage bringen. Stolz wird hingegen bereits seit Monaten der Durchschnittsverbrauch angekündigt. Bei einer Leistung von insgesamt immerhin 200 PS soll sich der Franzose mit 3,8 Litern Diesel pro 100 Kilometer begnügen, was einem CO2-Ausstoß von 99 Gramm pro Kilometer entspricht. Und der 3008 bietet Platz wie bisher kein anderer Hybrid. Der E-Motor mit maximal 37 PS Leistung unterstützt einen Zweiliter-Diesel mit 163 PS. Der Fahrer hat die Wahl zwischen mehreren Modi. Im “Auto”-Modus regelt die Elektronik vollautomatisch den Wechsel vom Verbrennungs- auf den Elektromodus und umgekehrt. Wählt der Fahrer den “ZEV”-Modus (ZEV = Zero Emission Vehicle), fährt der 3008 so lange wie möglich rein elektrisch, der Diesel schaltet sich erst hinzu wenn die Batterien leer sind, oder wenn Leistung zum schnellen Beschleunigen, beispielsweise bei einem Überholvorgang benötigt wird. Außerdem hat der Fahrer die Möglichkeit, den „4WD“-Modus zu wählen, in dem ständig beide Achsen, die vordere vom Diesel, die hintere elektrisch angetrieben werden und wodurch sich ein Allradantrieb ergibt. Schließlich steht auch noch die Option „Sport“ zur Auswahl, die die Automatik und die Kennlinie der Leistungsannahme verschärft.

Besonders gespannt sind wir auf den Preis, den die Franzosen für ihr neuartiges Konzept aufrufen werden. Bislang sind sie die einzigen, die einen Diesel mit einem E-Motor kombinieren, die meisten anderen Hersteller sehen hierfür aufgrund des großen Drehmomentes von Selbstzündern keinen Grund. Hinsichtlich der Kfz-Steuer dürfte der 3008 Hybrid4 ein Kracher werden, wie die Versicherer ihn einstufen werden, bleibt ebenfalls abzuwarten (hier geht’s zum Tarifcheck). (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

August 23rd, 2010

ca0939
München, den 23. August (autaro) der VW California, also jene Variante des VW-Bus, deren Dach sich ausklappen und damit zeltartig vergrößern kann, ist ein Klassiker. Seit Generationen nicht nur bei Individualisten und Abenteurern beliebt, technisch nicht überkompliziert aber schlicht genial. Und so wichtig billig war das Vergnügen auch noch nie. Um Kaufanreize zu schaffen, haben die Wolfsburger den California nun in drei Sondermodellen aufgelegt, die bis zu 3.643 Euro Preisvorteil mit sich bringen.

Die Sondermodelle heißen „Europe“, „Safety“ oder „Executive“. Während man dem Europe seinen Unterschied zum Basismodell nicht ansieht, kommt das Sondermodell mit einigen Extras daher, die bei VW ansonsten Aufpreis kosten. Dazu zählt der Fahrradträger, der am Heck montiert wird, sowie die Privacy-Verglasung im Fahrgastraum inklusive grüner Wärmeschutzverglasung im Fahrerhaus. Für Unterhaltung sorgt das Radio RCD 310, für Wohlfühlatmosphäre flauschige Einlegeteppiche und ein Teilleder-Paket. Schließlich steht der VW auf Alurädern der Dimension 7,5 J x 17 und sorgt für einen sportiven Auftritt.

Das Safety-Paket kommt mit Multifunktions-Lenkrad, Spurhalte-Assistent und Safe in der Küchenzeile, außerdem parkt die Fuhre auf Knopfdruck selbstständig ein. Und wer sich die Variante Executive gönnt, bekommt zusätzlich noch Das Navigationssystem RNS 510, über dessen Display auch eine Rückfahrkamera ihre Bilder sendet. Fahrer und Passagiere werden außerdem von Leder-Alcantara-Sesseln umschmeichelt. Die Preise beginnen bei 54.119 Euro, zur Wahl stehen vier TDI-Motoren, die ein Leistungsspektrum zwischen 84 und 180 PS abdecken. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

August 20th, 2010

fiat_500_cabrio
München, den 20. August (autaro) Wenn es um die Entwicklung neuer Motoren geht, zeigen dich die Italiener derzeit von einer besonders innovativen Seite. Die erste Generation der sogenannten MultiAir-Motoren erhielt gar die Auszeichnung „Engine Of The Year“, die ein Jahr zuvor noch an den TSI von Volkswagen ging. Bei der MultiAir-Technologie werden die Ventile des Verbrennungsmotors nicht mehr mechanisch über eine Nockenwelle angesteuert, sondern einlassseitig über ein Elektrohydraulisches System geregelt. Dies ermöglicht eine zylinderselektive Steuerung der Einlassventile, was mehr Drehmoment bei gleichzeitig verbesserten Emissionswerten zur Folge hat. Im Falle des neuen Zweizylinders, der im Fiat 500 unter dem Namen „TwinAir“ debütiert, wird diese Technologie mit einem Turbolader kombiniert und liefert wenigstens 85 PS aus nur 875 Kubikzentimetern Hubraum.

Besonderes Augenmerk lenkten die Ingenieure dabei auf den Verbrauch und die CO2-Emission der Verbrennungsmotoren. In Verbindung mit dem automatisierten Dualogic-Getriebe gibt Fiat den Durchschnittsverbrauch mit 4 Litern Super je 100 Kilometer an, was einem CO2-Ausstoß von 92 Gramm pro Kilometer entspricht. Das Maximale Drehmoment des Zweizylinders beträgt 145 Newtonmeter bei 1.900 Touren, für die Limousine werden 12.900 Euro fällig, das Cabrio kostet 15.700 Euro. Weitere Helfer beim Sparen sind die serienmäßige Start-Stopp-Automatik, eine Schaltpunktanzeige und der sogenannte Eco-Modus: hier wird die Motorleistung per Knopfdruck auf 57 PS reduziert, was insbesondere im Stadtverkehr deutliches Sparpotenzial birgt. Fiat gelingt damit ein besonders sparsames Konzept, das durchaus mit modernen Hybriden mithalten kann, ohne jedoch vergleichbar aufwendig zu sein. Hinsichtlich Steuern und Kfz-Versicherung (hier geht’s zum Tarifcheck) und erfreulicher Weise sogar hinsichtlich des Wertverlustes ist der 500er eine gute Partie.

Wer sich übrigens Sorgen um die Laufkultur und das Temperament der kleinen Benziner macht, kann beruhigt sein. In der Praxis ist der Verzicht auf einen oder zwei Zylinder kaum spürbar. Und der Sound der Winzlinge erinnert ohnehin seit Jahren mehr an eine Nähmaschine denn an einen Verbrennungsmotor alter Schule. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

August 19th, 2010

porsche-panamera
München, den 19. August (autaro) Der aktuelle Porsche Panamera Turbo ist mit seinen 500 PS nun keineswegs schwach aufgestellt. Sollte man meinen. Doch wie es in Zuffenhausen so üblich ist, geht es auch in diesem Fall immer noch eine Nummer doller. So bietet Porsche nun ab September ein Leistungskit für das Topmodell an, das im Wesentlichen aus einer modifizierten Motorelektronik und größeren Turboladern besteht. Auf dem Papier äußert sich die Leistungsspritze in 540 PS statt der bisherigen 500 PS und das maximale Drehmoment erstarkt von 700 auf 800 Newtonmeter. Wer bei seiner Bestellung das entsprechende Kreuzchen macht, muss 16.695 Euro extra bezahlen – dafür kaufen sich andere einen neuen Golf.

Was das Ganze bringt? Diese Frage lässt sich indes nicht mit einem Satz beantworten. Einerseits lesen sich die Werte recht imposant und werden Thema an so manchem Stammtisch sein. Andererseits ist der gewonnene Effekt beinahe Makulatur: des Sprint von Null auf 100 erledigt der Panamera Turbo in 3,9 Sekunden, mit der Leistungssteigerung geht es genau 0,1 Sekunde schneller. Und die Höchstgeschwindigkeit liegt serienmäßig bei 303 km/h, mit dem Leistungskit wird sie erst zwei mörderische Stundenkilometer später erreicht. Erfreulich ist, dass der Durchschnittsverbrauch unverändert bei 11,5 Litern Super liegen soll. Sicher, dieser Wert ist kein Pappenstiel, geht aber angesichts einer solchen Limousine völlig in Ordnung.

Ein wesentlich preiswerteres Schmankerl halten die Ingenieure mit dem Sport-Design-Paket parat. Es kostet 4.581 Euro und beinhaltet neben üppigeren Schwellern eine Frontschürze mit riesigen, schwarzen, vergitterten Lufteinlässen sowie einen Diffusor am modifizierten Heck. Die Schwellerverkleidungen lassen sich auch für 969 Euro separat bestellen. Schließlich gibt es noch spezielle Leichtmetallräder im 20-Zoll-Format, in Wagenfarbe, Schwarz oder Silber. Kostenpunkt pro Felge: 1.588 Euro. (autaro)

Zurück zum Seitenanfang