Archiv für August, 2010
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

August 18th, 2010

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München, den 18. August (autaro) Kaum ein Automobilhersteller hat in den letzten Jahren eine solche Berg- und Talfahrt erlebt wie der schwedische Traditionshersteller Saab. Von General Motors (GM) zur Nischenmarke ohne nennenswerte, eigenständige Entwicklung degradiert, wäre Saab im letzten Jahr beinah abgewickelt worden. Doch dank des niederländischen Sportwagenbauers Spyker kann Saab nun in eine aussichtsreiche Zukunft blicken, es sollen bald die ersten Neuentwicklungen vorgestellt werden. Bis dahin bedient man sich noch der Entwicklungen von GM, was zumindest im Falle des brandneuen Oberklassemodells 9-5 keine Schande ist. Solide verarbeitet, eigenständig im Design – der 9-5 ist ein echter Saab geworden, allein hinsichtlich neuer Antriebskonzepte könnten noch Innovationen folgen.

Um bei den Verkäufen auf adäquate Stückzahlen zu kommen, braucht Saab dringend weitere Modelle. Der Mittelklasse-Saab 9-3 mit all seinen Ablegern kommt allmählich auch in die Jahre und wird wohl in den nächsten Jahren zu den ersten Eigenkonstruktionen unter neuer Führung zählen. Darüber hinaus ist möglicherweise ein Coupé auf Basis des 9-5 geplant, das außerdem als Technologieträger für Saabs ersten Hybridantrieb dienen könnte. Das SUV 9-4 könnte ebenfalls elektrisch unterstützt angetrieben werden.

Wichtigstes Modell wird aber zweifelsfrei der neue Kompakte werden, vermutlich unter dem Namen 9-2 oder 9-1. Er soll direkt gegen Lifestyle-Kompakte wie Mini oder Audi A1 positioniert werden und ein besonders juveniles, zahlungskräftiges Publikum rekrutieren. Möglicherweise könnte just Mini bzw. BMW zum Partner einer Kooperation werden, gemeinsam mit dem französischen PSA-Konzern, also namentlich Peugeot und Citroën. Denn BMW und PSA planen eine gemeinsame Plattform für einen frontgetriebenen Kompakten, die Saab nebst Diesel- und Benzinmotoren sowie Getriebe schlicht einkaufen könnte. (autaro)

 

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August 17th, 2010

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München, den 17. August (autaro) Ein echtes Original aus dem Hause Toyota ist zweifelsfrei der Land Cruiser. Für die einen Inbegriff des robusten Kletterers, für die anderen Statussymbol und edles City-SUV. Um fit für das Modelljahr 2011 zu bleiben und die für Europa wichtige Abgasnorm Euro 5 zu erfüllen, bekommt das Dickschiff (Leergewicht zwischen 2,1 und 2,4 Tonnen) einen neuen Diesel: ein Dreiliter-Vierzylinder mit 190 PS Leistung stemmt ab sofort 420 Newtonmeter maximales Drehmoment auf die Antriebswelle und begnügt sich, wie auch schon der Vorgänger, mit 8,1 Liter Diesel pro 100 Kilometer. Hierbei handelt es sich freilich um die auf dem Prüfstand ermittelte Werksangabe, zehn Liter sind es meist in der Praxis.

Da der Land Cruiser nun die strengere Abgasnorm Euro 5 erfüllt, darf er auch 2011 zugelassen werden. An der Besteuerung oder der Einstufung bei der Kfz-Versicherung wird sich voraussichtlich nicht viel ändern (hier geht’s zum Tarifcheck). Der Grundpreis liegt in Kombination mit dem manuellen Sechsganggetriebe bei 36.950 Euro, in Kombination mit dem 5-Stufen-Automatikgetriebe bei 39.150 Euro. In beiden fällen steht ein Dreitürer vor der Tür. Wer den Fünftürer ordert, muss wenigstens 39.700 Euro anlegen, schaltet dann aber immer noch selbst. Mit ein wenig Ausstattung ist schnell die 50.000 geknackt, die TEC-Edition steht mit rund 66.000 Euro in der Liste. Sie enthält dann aber alles, was dem Fahrer lieb und teuer ist- vom Festplatten Navi über Sourroundsystem bis zu den Ledersitzen.

Unterm Blech geht es gewohnt rustikal zu. Ein Torsen-Differential regelt je nach Schlupf mehr Antriebskraft auf die Vorder- oder auf die Hinterachse, auf der Straße dominiert stets der Heckantrieb. Für grobes Gelände stehen Differentialsperren und eine Geländeuntersetzung zur Verfügung, der Land Cruiser kann nach wie vor klettern wie ein großer. (autaro)

 

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August 16th, 2010

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München, den 16. August (autaro) Seit 1998 ist der Smart Fortwo am Markt und verkauft sich so zuverlässig, wie die Uhr am Bahnhofsvorplatz tickt. Nicht sensationell gut, aber eben kontinuierlich. Und das, obwohl es nun wirklich den einen oder anderen begründeten Kritikpunkt gibt. Hauptsächlich: für einen reinen Zweisitzer ist das Gesamtpaket schlicht zu teuer und es verbraucht einfach zu viel Sprit. 4,4 Liter Super waren es bislang im Schnitt auf 100 Kilometer.

Damit wären wir auch gleich bei der wichtigsten Neuerung, die den Zweisitzer dank des jüngsten Facelifts betrifft: der Durchschnittsverbrauch sank auf nunmehr 4,2 Liter, was im Grunde genommen noch immer zu viel ist. Der typische Nähmaschinen-Sound des Dreizylinders blieb unverändert, ebenso das alltagstaugliche Temperament der 61 Pferdchen. Leider auch die gewöhnungsbedürftige Charakteristik des sequentiellen Schaltgetriebes, das für den Gangwechsel zwar eine gefühlte Sekunde weniger benötigt als das Vorgängermodell. Es neigt aber noch immer zum Ruckeln, zumal im manuellen Modus. Damit man sich zwischen diesem und dem Automatik-Modus überhaupt entscheiden kann, werden 310 Euro fällig, ansonsten muss immer von Hand geschaltet werden. Überhaupt kostet praktisch jedes Extra teilweise happige Aufpreise, auch die neuen Features machen da keine Ausnahme. Es bleibt bei den vier Ausstattungslinien „pure“, „pulse“, „passion“ und „BRABUS“, wobei letztere gegenüber der Einstiegs-Linie pure (9.990 Euro) bereits mit 16.870 in der Preisliste steht. Dafür tanzen unter Haube auch 102 Pferdchen und der Sprint von Null auf Tempo 100 ist in 8,9 Sekunden erledigt.

Insgesamt neu sind seit dem Facelift kleine aber feine Retuschen am Design sowie neue Polster- und Verdeckfarben. Ein neues Infotainment-System mit Touchscreen-Navi, CD-/DVD-Spieler und Surround-Soundsystem sind außerdem erhältlich. Geblieben sind weiterhin die außerordentlich günstige Einstufung bei der Kfz-Versicherung (hier geht’s zum Tarifcheck) und dank des kleinen Hubraums auch wenig Steuern, die ans Finanzamt überwiesen werden müssen. (autaro)

 

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August 15th, 2010

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München, den 18. August (autaro) Mit dem Qashqai ist Nissan ein großer Wurf gelungen, trotz des sperrigen Namens. Das SUV verkauft sich wie geschnitten Brot, das jüngste Facelift hielt die Optik aktuell. Diesen Erfolg wollen die Japaner nun eine Klasse tiefer fortsetzen, mit dem Nissan Juke. Ob es das eigenwillige Design des Juke ebenfalls auf über 200.000 Stück in drei Jahren bringen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedenfalls, dass Nissan mit seinen ausgefallenen Modellen eine lukrative Nische gefunden hat, auch der auffällige Cube verkauft sich bestens.

Basis mit Frontantrieb

Grundsätzlich kommt der Juke mit Frontantrieb daher, schließlich wird er sich die meiste Zeit auf befestigten Straßen, vornehmlich vermutlich in der Stadt, bewegen. Wer es aber wissen will, der kann den Juke auch mit 190-PS-Turbo, Allradantrieb und Sperrdifferential an der Hinterachse bestellen. Durch dieses lässt sich die Antriebskraft beliebig zwischen linkem und rechtem Rad variieren, wodurch sich der Kleine auch durch grobe Schlammpisten wühlen kann. Doch auch der von uns getestete 110-PS-Diesel mit 1,5 Litern Hubraum und Frontantrieb hinterlässt schon einen ausgesprochen agilen Eindruck. Aus dem Drehzahlkeller heraus geht es zügig voran, der Selbstzünder nimmt willig Gas an und dreht mühelos bis in den roten Bereich des Drehzahlmessers. Darüber hinaus hat Nissan bei der Motor-Kapselung ganze Arbeit geleistet, das Diesel-Nageln dringt kaum bis in die Fahrgastzelle durch. Darüber hinaus läuft der Vierzylinder überraschend vibrationsarm. Das gut gestufte Sechsgang-Schaltgetriebe hilft außerdem, den Motor stets in seinem „Wohlfühl-Bereich“ zu halten, selbst auf der Autobahn bleibt der Nissan überraschend leise. Schade übrigens, dass sich der Basis-Benziner mir 1,6 Litern Hubraum und 117 Pferdestärken mit einem Fünfgang-Getriebe begnügen muss, vorausgesetzt man ordert ihn nicht mit dem stufenlosen CVT-Getriebe (Aufpreis: 1.400 Euro).

Individuell gestaltetes Interieur

So auffällig sich der Juke äußerlich gibt, so auffällig setzt sich das Design im Innenraum fort. Langeweile kommt hier nicht auf, die Mittelkonsole ist teilweise in Wagenfarbe lackiert und nachts fühlt man sich dank der hellen Beleuchtung ein bisschen wie in Tokyo mit all seinen Reklame-Tafeln. Trotz des juvenilen Auftrittes stimmt aber die Verarbeitungsqualität und die verwendeten Materialien genügen auch europäischen Ansprüchen. Dass der Juke kein Raumwunder ist, sieht man ihm bereits von größerer Entfernung an. Die Platzverhältnisse könnten, gemessen an der beträchtlichen äußeren Größe (Länge: 4,13 m, Breite: 1,76 m, Höhe: 1,57 m), großzügiger ausfallen. Sie reichen aber für den Alltag aus, auch hinten können zwei Erwachsene entspannt sitzen. Ein bisschen dürftig fällt der Kofferraum aus, der seine 251 Liter Ladevolumen nur erreicht, wenn man das Fach unter dem eigentlichen Laderaum mit einrechnet.

Faire Preisgestaltung

Der Basis-Benziner steht mit 16.990 Euro in der Liste. Dafür bekommt der Kunde bereits eine Klimaanlage, eine CD-Radio, sechs Airbags, ESP und die wichtigsten, in dieser Klasse üblichen Features. Der Top-Benziner mit 190 Turbo-PS und Allradantrieb hat des weiteren 17-Zoll-Alus sowie Navi und eine Rückfahrkamera mit an Bord. Hinsichtlich der Kfz-Versicherung (hier geht’s zum Tarifcheck) und der Steuer wird eine niedrige Einstufung erwartet (bei Steuer dank des kleinen Hubraums der aufgeladenen Motoren), zum Verbrauch sind noch keine verlässlichen Werte ermittelt. Außerdem bietet Nissan günstige Finanzierungsmöglichkeiten inklusive Wartung und Garantie an, was die Kosten kalkulierbar macht. (autaro)

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August 13th, 2010

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München, den 13. August (autaro) Kleine SUV kommen neuerdings häufig auch ohne Allradantrieb aus. Warum auch nicht? Die meisten Vertreter dieser Zunft werden ja doch nur Hausfrauen bewegt, die bei der täglichen Fahrt zum Supermarkt oder während des Transportes der Sippschaft höher sitzen und sich sicherer fühlen möchten, als in einem herkömmlichen Pkw. Es ist daher nur konsequent, dass künftig auch der Land Rover Freelander dem Beispiel von VW Tiguan und Co. folgt und als reiner Fronttriebler erhältlich sein wird.

Dies geht Hand in Hand mit dem für das Modelljahr 2011 fälligen Facelift, die neue Basisversion lautet auf den Namen „e4D“. Unter der Haube verrichtet ein 2,2-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel seinen Dienst, der 150 PS leistet und mit Sechsgang-Schaltung und Start-Stopp-Automatik ausgerüstet sein wird. Laut Land Rover soll er mit nur sechs Litern Diesel 100 Kilometer weit kommen, ein Wert, der auf dem Prüfstand nach ECE-Norm ermittelt wurde und in der Praxis eher nach acht Litern aussehen wird. 11,7 Sekunden vergehen für den Sprint auf Tempo 100 und bei 181 Sachen wird die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Wenigstens 28.200 Euro müssen Fahrer des e4D anlegen.

Mit 36.400 Euro steht der TD4 mit Allradantrieb, 190-PS-Diesel und Sechsstufenautomatik in der Liste, der laut Testnorm einen Liter mehr verbraucht als der Einstiegsmotor. Den Stammtisch-Sprint absolviert diese Variante in 9,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 190 Stundenkilometern. (autaro)

 

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August 12th, 2010

München, den 12. August (autaro) Voraussichtlich im ersten Halbjahr 2011 wird Chrysler die nächste Generation der Oberklasselimousine 300C zu den Händlern schicken. Erste Erlkönige drehen noch stark getarnt ihre Runden, das Design lässt sich kaum erahnen. Klar scheint, dass die bullige Optik beibehalten wird, die Form aber durch mehr Kanten und stärker ausgestellte Radhäuser an Kontur gewinnen wird. Ansonsten steht scheinbar die Reduktion des Verbrauchs im Vordergrund, laut Chrysler sollen die neuen Motoren insgesamt bis zu 19 Prozent weniger Sprit verbrauchen. Bereits im letzten Jahr gab Chrysler einen vagen Ausblick auf die kommende Generation (s. Foto), auch der Innenraum wird an Strenge verlieren und soll insgesamt hochwertiger ausfallen.

Hinsichtlich des Verbrauchs stellt sich dann allerdings die Frage, warum Chrysler aus den vergangenen Fehlern nichts gelernt hat und nicht verstärkt auf Downsizing setzt. Das Topmodell, das zwar ebenfalls gut 15 Prozent weniger verbrauchen soll als sein Vorgänger und über eine Zylinderabschaltung verfügt, ist keineswegs bescheiden. Aus 6,4 Liter Hubraum schöpft der Achtzylinder seine Kraft, von Umweltverträglichkeit kann hier per se nicht gesprochen werden. Auch die Motoren darunter verfügen über acht oder wenigstens sechs Zylinder und wie es mit einem Selbstzünder aussieht, kann seit Auslaufen der Kooperation mit Mercedes nicht gesagt werden. Die Schwaben steuerten bisher den Dreiliter-Sechszylinder-CDI bei.

Im Hinblick auf die aktive und passive Sicherheit wird der neue 300er freilich alles aufbieten, was derzeit in dieser Klasse üblich ist. Dazu zählen neben ABS, ESP und einer Armada von Luftsäcken auch ein Toter-Winkel-Assistent und einer für das Halten der Fahrspur. Die Preise stehen noch nicht fest, verglichen mit den deutschen Konkurrenten wie BMW 5er oder Audi A6 dürfte der Chrysler aber ein Schnäppchen werden. (autaro)

 

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August 11th, 2010

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München, den 11. August (autaro) Die letzte „Offroad-Variante“ des VW Polo, die bereits unter dem Namen CrossPolo firmierte, war erfolgreich. So erfolgreich, dass auch vom neuen Modell eine entsprechende Variante aufgelegt wird, abermals unter dem Namen CrossPolo – never change a winning team! Wer allerdings Allradantrieb, Sperrdifferential oder Bergabfahrkontrolle sucht, wird vom CrossPolo enttäuscht sein. Dieser ist allein optisch auch Offroader getrimmt, wenn auch mit dem sogenannten Schlechtwegefahrwerk ausgestattet, das ihn gelegentlich etwas steifbeinig über Kanaldeckel oder ähnliches staksen lässt. Und gut, die Bodenfreiheit ist auch etwas größer als beim profanen Straßen-Polo. Hinzu kommen spezielle 18-Zoll-Felgen, ein markiger Unterfahrschutz und Rammschutzleisten sowie exklusive Farben, innen wie außen.

Im Innenraum gefallen zwar die speziellen Polster und die frische Farbgebung, dafür haben die vorderen Sitze ein wenig Komfort eingebüßt. Der Rest ist aus dem Polo bekannt und passt einfach, um es salopp zu formulieren, wie die Faust aufs Auge. Penible Verarbeitung, feine Materialien und eine makellose Bedienung.

Ein wenig unharmonisch geriet die Kombination aus dem 1,2-Liter-TSI (105 PS) mit dem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe (DSG): wer aus dem Stand zu forsch aufs Gas tritt, bringt das DSG ins Ruckeln, zumindest in diesem Punkt ist das serienmäßige Sechsgang-Schaltgetriebe die bessere Wahl. Ansonsten läuft aber alles glatt, dieses DSG in Verbindung mit dem durchzugsstarken und sparsamen (5,5 Liter je 100 Kilometer) Turbo macht einfach Laune! 188 Sachen Spitze sind drin, der Sprint auf Stammtischtempo ist in 9,9 Sekunden erledigt. Und der Preis ist, typisch Volkswagen, sein Sonderangebot: 20.175 Euro. (autaro)

 

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August 10th, 2010

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München, den 10. August (autaro) Die Europapolitik von Nissan nebst Edel-Tochter Infiniti will sich einem Europäer nicht so recht erschließen. Zwar verkaufen sich Micra und Co. in unseren Gefilden recht ordentlich, auch der Quashquai ist dann und wann zu sehen. Doch das große und äußerst apart gezeichnete SUV Murano, das bereits seit mehreren Jahren auch in Europa zum Verkauf steht, ist ein echter Exot. Einer der Hauptgründe für die geringe Stückzahl dürfte darin liegen, dass SUV in Europa wegen des hohen Gewichts meist als Diesel geordert werden. Und genau hier lag bislang die Schwachstelle – den Murano gab es schlicht nur als Benziner.

Ab September wird sich das nun ändern, dann kann der Murano auch mit dem aus dem Pathfinder bekannten 2,5-Liter-Diesel mit 190 PS geordert werden. Der hat zwar 66 PS weniger als der bekannte 3,5-Liter-V6 mit 256 PS, drückt allerdings auch über 100 Newtonmeter mehr auf die Kurbelwelle. Damit fühlt sich die gesamte Fuhre nicht nur deutlich leichter an, auch das stufenlose CVT-Getriebe scheint sich mit dem Selbstzünder wohler zu fühlen. Während der V6 häufig im hohen Drehzahlbereich unterwegs ist, um Fahrt aufzunehmen, bewegt sich der Diesel auch bei stärkerem Druck aufs Gaspedal gerne unterhalb der 2.000 Touren. Das schont die Nerven und schließlich auch den Geldbeutel. Nissan gibt für den Diesel einen Durchschnittsverbrauch von acht Litern an, die Wahrheit dürfte irgendwo um die zehn Liter herum liegen, nicht unüblich in dieser Fahrzeugklasse.

Ansonsten kommt der Diesel ähnlich gut ausgestattet daher, wie der feine Sechszylinder. Zwei Ausstattungslinien sind erhältlich, wobei bereits die Basis alles enthält, was man braucht – inklusive Navi mit Touchscreen und CVT-Getriebe. Die aufwendigere Linie „Executive“ bietet dann zusätzlich noch Lederpolster und allen sonst nur erdenklichen Luxus. 45.590 Euro ruft der Händler für den Murano 2.5 dCi auf, 46.740 Euro sind es für den Benziner. (autaro)

 

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August 9th, 2010

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München, den 09. August (autaro) Der niederländische Verband “Koninklijke Nederlandse Toeristenbond ANWB” ist so etwas wie das holländische Pendant zum ADAC. Auch dort werden Autos getestet und gecrasht, auch dort wird der sogenannte Elchtest durchgeführt. Hierzulande erlangte der Test, bei dem ein Fahrzeug einem abrupt auftauchenden Hindernis (oder „Elch“) ausweichen muss traurige Berühmtheit, als er eine A-Klasse von Mercedes kurzerhand auf die Seite legte. Der Imageverlust für Mercedes war groß und nur durch umfassende Modifikationen an der damals neuen A-Klasse in den Griff zu bekommen. Im Zuge dieser Überarbeitung wurden fortan alle A-Klassen mit ESP ausgerüstet, was damals noch alles andere als selbstverständlich war.

Der ANWB schickte nun den Dacia Duster auf ein solch plötzlich auftauchendes Hindernis, mit teilweise erschreckenden Folgen. Während die Allradvarianten des französischen Billig-SUV das Hindernis sicher umkurvten und kaum Anstalten zum Umkippen machten, zeichnete sich bei den Basisvarianten ohne Allradantrieb ein ganz anderes Bild: bei Fahrt mit 65 Sachen um die Pylonen verlor die Fuhre mit beiden Innenrädern die Bodenhaftung und drohte gar umzukippen. Der Grund: Dacia stattet bislang nur die Allrad-Versionen des Duster mit ESP aus, während die frontgetriebenen Kameraden von einem ESP nicht einmal gegen Aupreis träumen dürfen.

Dacia bzw. Renault zeigte sich indes bestürzt. Man habe die Fronttriebler ausreichend getestet und es habe sich ein solches Verhalten nicht gezeigt. Die Ingenieure mutmaßen, die Kippbewegungen und das unkontrollierbare Verhalten der Fahrzeuge könnte mit der witterungsbedingten Temperatur des befahrenen Asphalts zusammenhängen. Wie sich der Test auf das Kaufverhalten potentieller Kunden oder gar auf die Einstufung bei der Versicherung (hier geht’s zum Tarifcheck) auswirken könnte, kann man bislang nicht absehen. Unabhängig davon will Konzernmutter Renault aber alle Duster ab 2011 mit ESP ausstatten. (autaro)

 

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August 8th, 2010

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München, den 08. August (autaro) Gut 47 Prozent Marktanteil hat der VW Touran in Deutschland in seinem Segment. Das ist ein bisschen so wie beim VW Golf, nur eben noch deutlicher: die Deutschen lieben ihn. Sicher nicht wegen seines Designs, wohl aber wegen seiner Praxistauglichkeit und dem hohen Maß an Solidität. Dass sich auch für das neue Modell, das ab sofort im Handel steht, kaum einer wegen der überragenden Optik entscheiden wird, dürfte sich auch in Zukunft kaum ändern. Zu würfelartig und langweilig ist die Form aufgrund der Anforderungen des Alltagsgeschehens geraten. Im Vergleich zum Vorgänger ist der Neue dann aber doch einen Tick frischer und edler ausgefallen, ohne dabei seine praktischen Seiten zu vernachlässigen. Das Konzept ist also gleich geblieben: vorn angeschlagene Türen für die Sitzreihen zwei und drei, keine Experimente mit Schiebetüren wie beim großen Bruder, dem Sharan. Dazu die von den anderen Volkswagen-Modellen bekannten Benzin- und Dieselmotoren, allesamt durch Downsizing auf niedrigen Verbrauch getrimmt.

Innen durchaus edel

Während der Touran äußerlich durch das neue VW-Gesicht und einen feineren Abschluss mit geschwungener Heckklappe auffällt, sind die Änderungen im Innenraum noch deutlicher spürbar. Die Verarbeitung, auch beim Vorgänger nahezu mustergültig, ist wohl die beste in diesem Segment, ebenso die Auswahl der Oberflächen-Materialien und das optische Finish. Das Bedienkonzept orientiert sich an dem bewährten VW-Konzept, schlüssig und ohne Schnick-Schnack. Wer im Touran sitzt, findet sich auf Anhieb zurecht, die dicke Bedienungsanleitung kann zunächst im Handschuhfach bleiben. Ähnlich schlicht aber ausgereift gibt sich das Konzept der Bestuhlung. Die beiden letzten Plätze, die optional im Kofferraum Platz finden, reichen Kindern völlig aus, allein für große Erwachsene dürften sie eher Notsitz sein. Die übrigen fünf Plätze sind vollwertig, bieten ordentlichen Seitenhalt und ausreichend Schenkelauflage. Besonders in der ersten Reihe sitzt man prinzipiell wie in der Oberklasse. Daher sind die Sitze drei bis sieben allerdings nicht im Wagenboden zu versenken, wie man das von einigen Konkurrenten kennt – sie müssen ausgebaut und in der Garage verstaut werden, wenn man sie nicht braucht. Dies geht allerdings leicht von der Hand und erspart den Passagieren den Notsitzcharakter manches Konkurrenten mit faltbarem Gestühl.

Der Touran fährt sich wie ein Kompakter

Bereits nach den ersten Kilometern überrascht der kleine Van mit einem außerordentlich leichtfüßigen und unproblematischen Fahrverhalten. Wer es nicht besser weiß wird denken, er säße in einem Golf. Dank der präzisen elektrohydraulischen Servolenkung und dem gut abgestimmten Fahrwerk lässt sich die Fuhre zielgenau in jede Parklücke bugsieren, zirkelt wieselflink auch um enge kehren und wetzt behände auch durch kurvige Passstraßen. Die optionale Fahrwerksregelung DCC macht ihre Arbeit nochmals besser als das gute Serienfahrwerk und lässt dem Fahrer überdies die Wahl zwischen drei Modi: Komfort, Normal und Sport. Letzterer verschärft die Manieren des Touran tatsächlich, ohne dabei jedoch wirklich einen Vorteil mitzubringen, während der Modus Komfort seinem Namen alle Ehre macht. Überhaupt gefällt der Touran durch hohen Fahrkomfort, wozu auch eine besonders effektive Geräuschdämmung beiträgt. Ärgerte die Fahrer des Vorgängers noch regelmäßig das laute Abrollgeräusch und gelegentliches Poltern von der Vorderachse, herrscht im Neuen himmlische Ruhe. Selbst die Diesel sind mittlerweile so gut gekapselt, dass Laien sie vom Benziner kaum noch unterscheiden können.

Klare Empfehlung: der 1,4-Liter TSI

Bei den Motoren haben Käufer die Wahl zwischen den üblichen VW-Maschinen, zunächst allerdings mit gewissen Einschränkungen. Die Benziner kommen in Form von 1,2- und 1,4-Liter-TSI mit 105 und 140 PS daher. Beide in Kombination mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe, der stärkere lässt sich optional mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) kombinieren. Die selbstzünder-Fraktion wartet mit 90 oder 105 PS auf, bei den Getrieben ebenfalls mit Sechsgang-Schalter oder Siebengang-DSG. Schließlich beitet VW noch einen 150 starken Erdgasantrieb an und freilich zu allen Varianten eine besonder sparsame BlueMotion-Version. Ob und wann noch weitere Motorisierungen hinzukommen, darf mit Spannung erwartet werden. Im Test gefiel besonders der größere Benziner mit 140 PS. Er reicht für praktisch alle Situationen des Alltages völlig aus, läuft ausgesprichen leise und kultiviert. Dass er die Werksangabe von 6,6 Litern Durchschnittsverbrauch deutlich überbietet, wundert keinen, die auf dem Prüfstand ermittelten Werte lassen sich bei praktisch keinem Auto im Alltag realisieren. Die durchschnittlichen acht Liter, die er tatsächlich konsumiert, sind für seine Klasse aber ein respektabler Wert und angesichts des harmonischen Gesamteindruckes durchaus akzeptabel.

Nicht billig aber preiswert

Wenigstens 21.740 Euro müssen Fahrer eine Touran berappen, dafür gibt es den kleinen Benziner mit 105 PS in der Ausstattungslinie Trendline. Wer den Erdgas-Motor mit DSG wählt, hat bereits 29.700 Euro auf dem Zettel stehen, mit reichlich Platz für teure Extras. Dafür hat der Touran in seiner Klasse den durchschnittlich geringsten Wertverlust und kostet bei Steuer und Versicherung (hier geht’s zum Vergleich) nicht die Welt. Schließlich gewährt Volkswagen verschiedene, günstige Wartungs- und Garantie-Pakete – und kaum ein Händler ist heutzutage nicht zu satten Preisnachlässen und langen Verhandlungsrunden bereit. (autaro)

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