Archiv für September, 2010
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

September 20th, 2010

bmw_concept_6_series_coupe
München, den 20. September (autaro) BMW präsentiert dieser Tage mit dem Concept 6 Series Coupé, das auf der Mondial de l’Automobile in Paris ausgestellt ist, einen Ausblick auf die nächste Generation der 6er-Reihe. Die Studie zeigt große Ähnlichkeit zum Gran Coupé, das die Bayern jüngst in Peking vorstellten und das mit vier Türen ebenfalls in den nächsten zwei Jahren auf den Markt kommen wird. Eine langgestreckte Motorhaube, ein ebenfalls sehr langer Radstand sowie die weit nach hinten gerückte Fahrgastzelle in Kombination mit kurzen Karosserieüberhängen lassen das große Coupé ausgesprochen schlank und elegant erscheinen. Außerdem erkennt man sofort die Ähnlichkeit zum aktuellen 5er – die Design-Sünden des ehemaligen Designchefs Chris Bangle gehören damit endgültig der Vergangenheit an.

Wie bei BMW üblich, kommt die Studie mit allerlei Neuheiten daher. Das beginnt mit Voll-LED-Scheinwerfern, die Kurven perfekt ausleuchten können und die sich an nahezu jede Fahrbahnsituation perfekt anpassen können sollen. Auch die Heckleuchten bestehen vollständig aus Dioden, was etwa die Reaktionszeit der Bremslichter nochmals verbessert. Innen kommt informiert Head-up-Display über die wichtigsten Fahrwerte, während sich Fahrer und Passagiere von einer besonders hochwertigen Anlage aus dem Hause Bang & Olufsen unterhalten lassen können. Außerdem ist die Studie mit einem Glasdach ausgestattet, das allen vier Insassen uneingeschränkten Ausblick gen Himmel ermöglicht.

Dass Leistung satt zur Verfügung steht, suggerieren bereits die opulenten 20-Zoll-Räder. Wie viel PS die unterschiedlichen Motoren schließlich leisten werden, wollten die Ingenieure noch nicht verraten. Erwartet werden aber die großen, teilweise doppelt aufgeladenen Achtzylinder aus 5er und 7er sowie eine besonders potente M-Variante. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

September 20th, 2010

München, den 20. September (autaro) Diesmal werden wir nicht meckern: Ja, die europäischen Automobilhersteller haben die Vorteile des Hybrid-Antriebs unterschätzt und verschenkten riesige Markträume den Konkurrenten aus Asien. Weder die Riesen VW, Mercedes oder Renault noch der Mittelstand mit Opel und BMW dachten, dass es Potenzial in dieser zwar sehr komplizierten, doch aber auch sehr sparsamen und umweltfreundlichen Technik gibt. Jetzt ist es zu spät, sogar dringende Maßnahmen würden wahrscheinlich nichts bringen. In dieser komplizierten und undurchdringlichen Situation erscheint auch das erste Hybrid-Fahrzeug von Peugeot. Das klingt fast lächerlich, doch wer zuletzt lacht… Das Ende ist bekannt. Und doch schafft es die französische Kreation die Presse und das Publikum zu beeindrucken. Wie?

Engagement für die Umwelt
Erst einmal muss betont werden, dass Peugeots Automobile mit Abstand die umweltfreundlichsten sind. Alleine im Jahr 2009 verkauften die Franzosen über 700.000 Fahrzeuge in Europa. Alle von denen pusten in der Atmosphäre 120 Gramm CO2 oder weniger aus. Das sind Zahlen, von denen die Konkurrenten aus Wolfsburg oder Stuttgart nur träumen können. Das Ziel des Unternehmens, laut Entwicklungsvorstand Guillaume Faury, ist, im Jahr 2012 über eine Million 120-Gramm-pro-Kilometer Autos zu verkaufen. Das ist ein Plan, der durch und durch beeindruckt. Dazu kommt das Projekt 3008, das Anfang 2011 auf den Markt kommen soll. Dieses Engagement für die Umwelt darf nicht unbemerkt und ohne Lob bleiben – die Investition in der Zukunft ist im PSA-Konzern anscheinend Priorität Nummer eins.

Revolutionäre Technik
Natürlich soll das erste Hybrid-Automobil von Peugeot eine Revolution sein. Das liegt nicht nur daran, dass der französische Hersteller immer mit technischen Revolutionen assoziiert wird, sondern vor allem daran, dass die Hybrid-Technologie längst woanders eine Tradition ist. Der erste Punkt, der genannt werden muss, ist die Tatsache, dass es sich beim 3008 um eine Kombination aus Elektro-Batterie und Diesel-Antrieb handelt. Das ist schon mal ein guter Anfang. So kombiniert der 3008 die zwei sparsamsten Technologien. Darüber hinaus ist die Stelle der Elektrobatterie im Automobil bahnbrechend. Diese ist nicht wie sonst ins Getriebe integriert, sonder sitzt sie zusammen mit der Leistungselektronik und dem Elektromotor an der Hinterachse. Dabei sind der Diesel-Motor und das E-Triebwerk elektronisch gekoppelt. Das erlaubt eine bessere Verbindung und unproblematischere Schaltung zwischen den zwei Triebwerken. Der Zulieferer Bosch weist auf einen weiteren Vorteil dieser Positionierung und Verkopplung hin: Die Elektro-Technologie kann so in jede Technik eingebaut werden. Also ob Diesel oder Benzin – der 3008 erlaubt alles.
Die Diesel-Mechanik verspricht eine solide Leistung. Untergebracht unter der vordereren Haube stellt diese 170 PS dem Fahrer zur Verfügung. Der elektrische Motor wartet wiederum mit 41 PS auf. So kommt man auf eine Gesamtleistung von 200 PS. Die Höchstgeschwindigkeit wird dementsprechend bei über 200 km/h liegen. Überzeugend ist auch der Spritkonsum: Der neue 3008 wird sich mit lediglich 3,8 Litern Diesel zufrieden geben.

Fazit
Der neue Hybrid-Peugeot ist eine längst fällige Neuvorstellung. Das Publikum hat zwar lange gewartet, doch das Warten scheint sich gelohnt zu haben. Mit nur 99 Gramm CO2 pro Kilometer ist der Franzose auch eine ernsthafte Konkurrenz für längst etablierte Modelle aus Asien. Dazu kommt das beispiellose französische Design, das alleine als größter Vorteil gesehen werden kann. Die Presse ist längst von dem ersten französischen Hybrid überzeugt, abzuwarten bleibt die Frage, ob er auch bei den Kunden so gut punkten wird. Die Voraussetzungen sind auf jeden Fall da. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

September 17th, 2010

fiat_punto_evo
München, den 17. September (autaro) Bei kaum einer Marke, die sich unter anderem dem Spritsparen und der Reduktion der CO2-Emissionen verschrieben hat, führt derzeit ein Weg am Downsizing vorbei. So auch bei Fiat. Die Italiener bescheren dem Volumenmodell Punto Evo und dem Kastenwagen Doblo neue Dieselmotoren, die deutlich sparsamer mit dem kostbaren Kraftstoff umgehen und daher auch weniger Treibhausgase in die Luft blasen sollen.

Im Falle des Punto Evo handelt es sich bei dem neuen Spar-Motor um einen 1,3-Liter-Turbodiesel, der 85 PS mobilisiert und laut Fiat mit 3,6 Litern Diesel auf 100 Kilometer auskommen soll. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 95 Gramm pro Kilometer. Außerdem erfüllt der Selbstzünder nun die Abgasnorm Euro 5, womit er steuerlich günstiger eingestuft wird, als die bisher verfügbaren Diesel aus Turin. Darüber hinaus fehlt es dem Kraftpaket nicht an Temperament. Dank Multijet-Technik soll der Kleine bis zu 172 Stundenkilometer rennen.

Im Fiat Doblo, der nicht nur bei Gewerbetreibenden mit reichlich Platzbedarf, sondern auch bei jungen Familien zur beliebten Kombi-Alternative avancierte, hält ein 1,6-Liter-Diesel Einzug. Auch dieser erfüllt die Abgasnorm Euro 5 und soll laut Hersteller genau fünf Liter Diesel pro 100 Kilometer verbrauchen – entsprechend einer CO2-Emission von 133 Gramm pro Kilometer. Neben dem serienmäßigen Sechsganggetriebe steht gegen Aufpreis das bei Fiat „Dualogic“ genannte Doppelkupplungsgetriebe zur Auswahl, das den Krafstoffverbrauch weiter reduzieren helfen soll. Über einen Rußpartikelfilter verfügen selbstverständlich beide Selbstzünder, auf eine Veröffentlichung der Preise konnte man sich noch nicht verständigen. Ebenso bleibt abzuwarten, wie die Versicherer (hier geht’s zum allgemeinen Vergleich) die beiden neuen Varianten einstufen werden und in welcher Liga sich die laufenden Kosten damit bewegen werden. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

September 16th, 2010

lancia_ypsilon_elle
München, den 16. September (autaro) Die Allianz zwischen dem amerikanischen Riesen Chrysler und dem italienischen Fiat-Konzern trägt erste Früchte. Zunächst profitiert die italienische Marke Lancia und ein Stück weit auch die Umwelt davon: Lancia bekommt nämlich neue Modelle, die mit dem Umweltfreundlichen LPG (Liquefied Petroleum/Propane Gas) betrieben werden können und damit CO2 sparen. Die Einführung des sogenannten bivalenten Antriebes, der sowohl mit Gas als auch Benzin befeuert werden kann, betrifft die beiden Modelle Lancia Ypsilon und Musa.

Für den Ypsilon suchten sich die Italiener das Sondermodell „Elle“ aus, das mit der gleichnamigen Modezeitschrift kreiert wurde und insbesondere modebewusste Frauen hinters Volant locken will. Unter der Haube sorgt ein 1,2-Liter-Benziner mir 69 PS für Vortrieb, im Innenraum wurden besonders extravagante Farben verwendet und äußerlich fällt der Ypsilon Elle durch eine besondere Perleffekt-Lackierung auf. Der Musa mit Gasanlage kommt als Sondermodell „5th Avenue“ daher und steht dem Kleinen in nichts nach. Innen fällt die helle, exklusive Lederausstattung auf, äußerlich will ein schwarzes Dach auf ansonsten weiß lackierter Karosserie Akzente setzen. Vorerst werden beide Modelle für den italienischen Markt zur Verfügung stehen, direkt darauf sollen beide auch in Frankreich verkauft werden.

Ein besonderes Highlight zeigt Lancia außerdem mit dem Delta „Hard Black“. Er kommt in mattem Schwarz, mit reichlich Ausstattung und besonderen Felgen und ist entweder als Benziner oder als Diesel verfügbar. Der Benziner ist ein 1,4-Liter-MultiAir-Motor mit 140 PS und soll lediglich 5,7 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen. Wer den Diesel ordert, bekommt einen 1,6-Liter-Multijet mit 120 PS und in der Ausstattungslinie „Platino“ das automatisierte “Selectronic”-Getriebe. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

September 14th, 2010

München, den 14. September (autaro) Noch existiert der Nachfolger des Opel Astra GTC nur als Studie, die wir in ähnlicher Form bereits mehrfach gesehen haben. Die sozusagen finale Studie zeigt sich nun auf dem Pariser Autosalon, wird also zumindest sehr ähnlich auch in Serie gehen. Im Herbst 2011 wird es dann soweit sein, dann rollt der “Gran Tourismo Compact” zu den Händlern.

Der Astra GTC wird sich wesentlich strenger vom herkömmlichen Astra unterscheiden, als dies bisher der Fall war. Beim aktuellen Modell (s. Foto) beschränkten sich die Modifikationen auf die fehlenden hinteren Türen, eine flachere Dachlinie und das optionale Panorama-Glasdach. Zumindest hatte man diesen Eindruck. Ob der Neue ebenfalls über das optionale Glasdach verfügen wird, das die Aussicht nach oben um etliche Grad erweitert, ist fraglich. Insgesamt war die Konstruktion nicht allzu ausgereift, das Innenlicht an der einschlägigen Stelle fehlte und der Rückspiegel drohte jeden Moment abzufallen – zumindest hatte man diesen Eindruck. Insgesamt setzten die Designer die Vorgabe um, ein emotionales, spannungsgeladenes Auto auf seine wuchtigen 21-Zoll-Räder zu stellen. Ob tatsächlich alles, vom extravaganten Licht-Design bis hin zu den riesigen Rädern, in die Serie übernommen wird? Wir werden sehen.

Ansonsten halten sich die Ingenieure hinsichtlich technischer Details auffallend bedeckt. Dies mag daran liegen, dass es sich beim Neuen noch immer um eine Studie handelt, es könnte aber auch daran liegen, dass Opel noch eine Überraschung parat hat. Vermutlich wird für den Vortrieb ein Zweiliter-Turbo mit rund 200 PS sorgen, der seine Kraft über ein manuelles Sechsganggetriebe an die Vorderräder schickt. Damit nicht übermäßig viel Leistung in Form schwarzer Streifen auf dem Asphalt bleibt, kommt außerdem ein mechanisches Sperrdifferential an der Vorderachse zum Einsatz. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

September 13th, 2010

München, den 13. September (autaro) Der Supersportwagenwagen aus dem Hause Lexus, der LF-A, ist für viele ein Blech gewordener Traum, quasi die japanische Antwort auf Porsche und Co. Doch folgt er nicht ganz der Philosophie des Hauses. Denn die Edel-Tochter des größten Herstellers der Welt legt eigentlich jedes Modell auch mit Hybrid-Antrieb auf – den LF-A bislang allerdings nicht. Dass sich dies möglicherweise ändern wird, darauf weisen Erlkönige hin, die derzeit stark getarnt ihre Runden drehen. Bei diesen verdeckt eine quadratische Abdeckung an der A-Säule möglicherweise einen Ladeanschluss. Denn wie auch der von Porsche geplante Hybrid-Flitzer 918 wird der LF-A als Plug-In-Hybrid, kommen – so er denn tatsächlich auf den Markt kommt.

Kenner munkeln, die Hybrid-Variante könnte die Antriebseinheit des Lexus LS 600h übernehmen, die einen Fünfliter-V8 mit einem E-Motor kombiniert und so 435 PS leistet. Wieder andere Stimmen geben allerdings zu bedenken, dass dieser Antriebsstrang relativ viel Platz braucht und womöglich gar nicht in den LF-A passen würde.

Wünschenswert wäre eine entsprechende Variante mit Plug-In-Hybrid in jedem Fall. Der momentan erhältliche 4,8-Liter-V10 leistet zwar 560 PS und geht wie die oft zitierte Katze der Familie Schmidt. Dass bei einer Höchstgeschwindigkeit von 325 Stundenkilometern und einer Beschleunigung von Null auf Tempo 100 in nur 3,7 Sekunden auch der eine oder andere Liter Benzin verbrennt, kann sich sicherlich jeder denken. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

September 12th, 2010

München, den 12. September (autaro) Der Vorgänger des aktuellen Audi A4 war zweifelsohne eines der besten und beliebtesten Autos seiner Klasse. War? Naja, zumindest unter anderem Namen wird er weitergebaut und das bereits seit letztem Jahr. In Form des Seat Exeo und Seat Exeo ST (Kombi). Dass man dem Seat seine Ähnlichkeit zum Audi A4 sofort ansieht, von dem er sich lediglich durch leichte stilistische Merkmalsänderungen unterscheidet, muss bei der gefällig gezeichneten Limousine, erst recht aber beim Kombi, keine Schande sein. Und auf der Haben-Seite stehen die schon sprichwörtliche Audi-Qualität und ein vergleichsweise günstiger Anschaffungspreis.

Insgesamt Kein Schnee von gestern

Auch im Innenraum ist der Seat vielleicht nicht mehr auf dem Gipfel des aktuellen Zeitgeschehens, muss sich aber keineswegs verstecken. Die Bedienbarkeit ist, typisch Audi, perfekt und die Materielauswahl war bislang bei keinem anderen Seat so hochwertig.

Die neuen Benziner machen richtig Laune

Allein die leicht angestaubte Motorenpalette bot bislang Anlass zu verhaltener Kritik, weswegen der Volkswagen-Konzern seiner spanischen Tochter nun zwei brandaktuelle Turbo-Benziner aus dem Konzern-Regal beschert. Während der 1,8-Liter-TSI seine 160 Turbo-PS und das maximale Drehmoment von 250 Newtonmetern gleichmäßig und komplett ohne Turboloch auf die Antriebswelle loslässt, gibt sich der größere Zweiliter von einer weniger harmonischen Seite. Er leistet 211 PS und stemmt 320 Newtonmeter aufs Getriebe, gönnt sich allerdings beim Tritt aufs Gaspedal eine kleine Gedenksekunde. Außerdem geht er akustisch weniger zurückhaltend zu Werke, trompetet bisweilen recht sportlich aus dem Endschalldämpfer. Gut gedämmt sind freilich beide, die Insassen bekommen kaum mit, ob sie in einem Vier- oder einem Sechszylinder sitzen.

Harmonie durch High Tech

Hinter dem gefälligen Bild, das die beiden Benziner zeichnen, steckt freilich jede Menge High Tech. Beide Motoren werden längs eingebaut und verfügen über jeweils zwei gegenläufig rotierende Ausgleichswellen, die die Laufruhe spürbar steigern. Das Benzin wird direkt in den Brennraum gespritzt und der Große verfügt neben variablen Steuerzeiten der Einlassventile über einen variablen Hub der auslassseitigen Ventile. Das Ergebnis ist eine spürbar größere Leistungsbereitschaft bei hohen Drehzahlen – so willig und leichtfüßig dreht in dieser Klasse kaum einer hoch. Dazu passt gut das fein abgestufte Sechsgang-Schaltgetriebe, dessen Gänge satt einrasten und durch dessen Schaltkulisse man von Anfang an blind den Weg findet. Dabei sollte der Fahrer sich nicht allzu oft mitreißen lassen, denn unter Volllast können auch die neuen Benziner in Sachen Verbrauch keine Wunder vollbringen. Hält man sich mit dem Gasfuß gelegentlich auch einmal im Zaum, quittiert der Seat dies aber mit einem Durchschnittsverbrauch von runden sieben bis acht Litern, in dieser Klasse ein sehr guter Wert. Außerdem ein schönes Novum: der nach ECE-Norm ermittelte Durchschnittsverbrauch, den Seat im Falle des Zweiliters mit 6,9 Litern je 100 Kilometer angibt, scheint nicht völlig aus dem Wunderland zu stammen, bei besonders sparsamer Fahrt lässt er sich sogar unterbieten.

Der Dritte im Bunde folgt Ende September

Ab Ende September steht außerdem ein weiterer Turbo-Benziner zur Verfügung, der als 1,8-Liter-TSI genau 120 PS leistet und nochmals sparsamer sein soll, als seine beiden Brüder. Ob und wie weit es in diesem Zuge auch eine besonders auf Effizienz getrimmte „Ecomotive“-Version geben wird, steht zwar noch nicht fest, darf aber mit Hinblick auf den Erfolg der kleineren Seat-Modelle mit dieser Technik als sehr wahrscheinlich gelten. In letzteren kommen die üblichen Spar-Zutaten zum Einsatz, darunter ein Start-Stopp-System, geänderte Motor-Elektronik, ein länger gestuftes Schaltgetriebe, Leichtlaufreifen usw.

Allein das Platzangebot ist nicht mehr Klassenstandard

In einem Punkt allerdings muss sich der Seat der Konkurrenz geschlagen geben. In Punkto Raumangebot merkt man ihm an, dass er langsam in die Jahre kommt. Das mag zwar allein daran liegen, dass in jeder Klasse die Autos mit jedem Modellwechsel größer werden, ändert aber nichts an der Tatsache, dass andere Hersteller hier mehr bieten. Vergleicht man allerdings beispielsweise mit dem aktuellen Audi A4, wird man angesichts des deutlich höheren Preises den einen oder anderen Abstrich in Kauf nehmen.

Fazit

Einem echten Erfolgstypen wie dem Audi A4 bzw. Seat Exeo können auch ein paar Jahre nichts anhaben. Bis auf das kleinere Raumangebot insbesondere im Fond kann der Seat Exeo mit beinah jedem aktuellen Konkurrenten mithalten. Dabei werden die famosen neuen Turbomotoren aus dem VW-Regal sicherlich weitere Kunden zu Seat locken – völlig zurecht. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

September 11th, 2010

fox
München, den 11. September (autaro) Was passiert, wenn man in der hoch gepriesenen sozialen Marktwirtschaft nicht alles dem Markt selbst überlässt, sondern durch verschiedene, staatlich finanzierte Aktionen in das Geschehen eingreift? Richtig. Es kommt zu einer Art Wettbewerbsverzerrung. So geschehen mit dem Gebrauchtwagenmarkt, insbesondere mit gebrauchten Kleinwagen. Denn dank der Abwrackprämie ist das Angebot an gebrauchten Kompakten so gering wie nie, die Nachfrage aber nach wie vor sehr hoch. Und während in den höheren Klassen Leasing-Rückläufer für genügend Nachschub sorgen, bleibt der Markt für Kleine ungesättigt. Das schlägt sich vor allem auf die Preise nieder, Angebote mit geringer Laufleistung und fairem Preis muss man derzeit mit der Lupe suchen.

So sind Kleinwagen wie VW Fox, Nissan Micra, Fiat Panda, Smart und Opel Agila im alter von vier Jahren kaum unter 4.000 Euro zu bekommen, es sei denn, sie sind schon entsprechend runtergeritten. Da lohnt sich oft schon eher der Griff zu einem Jahreswagen oder zu Fahrzeugen, die bereits eine Tageszulassung hatten. Diese sind in manchen Fällen nur ein- bis zweitausend Euro teurer, dafür aber drei Jahre jünger und die Neuwagengarantie ist noch gültig. Hinzu kommt, dass das Ausstattungsniveau bei Kleinwagen in der jüngeren Vergangenheit deutlich zugelegt hat, ESP, Klima und Co. sind bei den meisten Einjährigen heute mit drin.

Ebenfalls bares Geld lässt sich sparen, wenn man vorab die laufenden Kosten vergleicht. So fallen gerade Kleinwagen bei der Steuer und der Kfz-Versicherung oft sehr unterschiedlich aus, ein kurzer Online-Vergleich (hier klicken!) spart Zeit. Außerdem wird dringend geraten, Erfahrungswerte hinsichtlich des Durchschnitts-Verbrauchs einzuholen. Die nach ECE-Norm ermittelten Werte der Hersteller taugen in der Regel höchstens für den Stammtisch, in der Praxis kommt oft das böse Erwachen. Wer an den Wiederverkauf denkt, sollte eine klassische Farbe wählen. Wer hingegen in erster Linie einen Schnapp machen will, der greift zur Design-Sünde der jüngeren Vergangenheit – und parkt einfach um die Ecke. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

September 9th, 2010

suzuki_swift1
München, den 09. September (autaro) Suzuki hat den Swift und damit einen echten Klassiker unter den Kleinstwagen neu aufgelegt. Morgen kommt der Kleine zu den deutschen Händlern und die Kunden werden feststellen: so klein ist der Kleine gar nicht mehr. So wuchs er in der Länge um neun Zentimeter auf 3,85 Meter, der Radstand legte um fünf Zentimeter zu. Das klingt nun nicht nach allzu viel, macht sich im Alltag allerdings deutlich bemerkbar. Während die hinteren Passagiere zwar nicht in Raum schwelgen, haben der Pilot und sein Beifahrer nun endlich Platz. Selbst bei einer Körpergröße von knapp unter zwei Metern müssen auch längere Strecken nicht zur Tortur werden. Auch die Gestaltung und die Auswahl der Materialien haben im Vergleich zum Vorgänger deutlich an Güte zugelegt – das bewährte Außendesign haben die Kreativen hingegen nahezu unangetastet gelassen.

Ebenfalls auf Augenhöhe mit der Konkurrenz, teilweise gar darüber: die Sicherheitsausstattung. Sieben Airbags, ABS und ESP sind nun serienmäßig mit an Bord, in der Ausstattungslinie „Comfort“ fahren sogar eine Klimaautomatik, ein CD-Radio, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, ein Tempomat und eine Start-Stopp-Automatik mit. Die senkt den Verbrauch des neuen 1,2-Liter-Benziners, der ohne solches Rüstzeug laut Suzuki mit fünf Litern Benzin auf 100 Kilometer auskommt. Ab Winter ist als noch sparsamere Variante auch ein 1,3-Liter-Diesel (75 PS) erhältlich, außerdem können fahraktive Kunden dann auch optional einen Allradantrieb ordern.

Ob Suzuki auch Fahrer anderer Marken in das Swift-Lager wird locken können, bleibt abzuwarten. Für Fans der Marke aber ist klar, dass der Neue ein gelungener Wurf geworden ist. Nach wie vor ist er hinsichtlich Kfz-Steuer und Versicherung (hier können sie vergleichen) ein echtes Sparbrötchen, optisch ist er fast der Alte und technisch spielt er in einer neuen Liga. Außerdem dürfte sich die Tuning-Szene, bei der der Swift traditionell sehr beliebt ist, auch für den Neuen begeistern. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

September 8th, 2010

saab_9_3
München, den 08. September (autaro) Seit 2002 wird der Saab 9-3 nun schon gebaut, also seit geschlagenen acht Jahren. Und während die Konkurrenz einen Modellzyklus meist nach gut sechs Jahren beendet, will Saab den 9-3 nun noch einmal in die Verlängerung schicken. Freilich optisch und technisch auf die aktuelle Linie gebracht, aber prinzipiell alt. Doch das sind keine konservativen Anwandlungen, noch fehlt dem holländischen Eigentümer des schwedischen Traditionsunternehmens schlicht das Geld für ein neues Modell. Vorerst wird also der einzige wirklich neue Saab die große Limousine 9-5 bleiben, deren Kombi-Version dafür mit Freude erwartet wird.

Beim 9-3 beschränken sich die Modifikationen äußerlich auf dezente Retuschen, insgesamt sieht die mittlere Baureihe dem 9-5 nun ähnlicher. Die wirklich tiefschürfenden Neuerungen halten unter der Motorhaube Einzug, wo künftig weniger Kraftstoff bei gleicher oder gestiegener Leistung verbrannt werden soll. Der 1,9-Liter-TTiD-Diesel soll mit 180 PS und 400 Newtonmeter maximalem Drehmoment nur 4,5-Liter im Drittelmix verbrauchen, was einem CO2-Ausstoß von 119 Gramm pro Kilometer entsprechen würde. Darunter rangieren die beiden kleineren Diesel, die nun 130 und 150 PS leisten, statt vormals 120 bzw. 130 Pferdchen. Der Durchschnittsverbrauch wird bei 4,5 bzw. 5,1 Litern Diesel liegen – angesichts der gebotenen Leistung ein wirklich respektabler Wert. Schließlich rundet ein neuer Benziner die Motorenpalette ab, ein 2,0-Liter-Turbo mit 163 PS und dem Allradantrieb XWD. Ermöglicht wird die Verbrauchsreduktion bei allen Modellen durch eine geänderte Getriebeübersetzung und eine Schaltpunktanzeige, die zu sparsamem Fahren animieren soll. Dazu kommen Leichtlaufreifen und ein verbesserter Windschlupf.

Für den großen 9-5 wird übrigens ab 2011 auch ein neuer Einstiegsbenziner zur Verfügung stehen, ein 1,6-Liter-Turbo mit 180 PS. Kostenpunkt: ab 33.700 Euro. (autaro)

Zurück zum Seitenanfang