Öko
Alternative Fahrzeugantriebe - Motivation und Historie
Warum brauchen wir die Alternative?

In dem Bericht des Weltklimarats aus dem Jahr 2001 wird es klar und deutlich gemacht: „Wir können mit großer Sicherheit sagen, dass die Aktivität des Menschen zur Erwärmung beigetragen hat“. Damit gemeint sind natürlich die Klimakatastrophen, die inzwischen zu einem unentbehrlichen Teil unseres Lebens geworden sind, und die laut Experten in der Zukunft immer dramatischere Ausmaße und Folgen haben werden. Als Ursache Nummer eins für den Klimawandel auf unserem Planeten werden eindeutig die Treibhausgase bezeichnet. Das sind unter anderem Methan und Lachgas, vor allem aber CO2. Durch mehrere Analysen wurde festgestellt, dass rund 20 Prozent der CO2-Emissionen in der EU im Verkehrssektor entstehen, besonders durch die Nutzung von privaten Autos im städtischen Bereich. Nur rund ein Drittel des Verkehrsaufkommens entsteht auf Autobahnen, der Rest konzentriert sich in Großstädten und auf Landstraßen.

Drastische Maßnahmen wurden in den letzten Jahren getroffen, um den Ausstoß dieser klimaschädlichen Stoffe in die Atmosphäre zu reduzieren. So verabschiedete zum Beispiel die Europäische Union ein Paket von Gesetzen, die die Abgasnormen für alle Fahrzeuge strengstens vorschreiben. Die Automobilhersteller müssen sich nun an diesen halten und entsprechende Partikelfilter in die Fahrzeuge einbauen.

Die drastische Reduzierung beim Kraftstoffverbrauch von Fahrzeugen ist jedoch nicht nur aus Gründen des Klima- und Umweltschutzes zwingend notwendig. Experten zufolge steht Erdöl zum Beispiel nur noch bis 2040 in großen Mengen zur Verfügung. Gleichzeitig ist aber gerade Energie das treibende Element der Globalisierung und die Grundlage für wirtschaftliche Stabilität und Frieden. Die Suche nach alternativen Antriebstechniken und Treibstoffen ist aus diesem Grund absolut notwendig, gar lebenswichtig.

Etwas Geschichte

Die Idee des Hybrid-Motors ist sogar älter als die Idee für den konventionellen Antrieb in der Form, in der wir ihn kennen. In der Technik beginnt die Geschichte des Hybridantriebs eigentlich mit James Watt und Thomas Newcomer, die die ersten Dampfmaschinen entwickelt haben. Watt entwickelte das sog. Wattsche Parallelogramm, das ein Schwungrad als Energiespeicher verwendet. Somit bildet das Parallelogramm den ersten Hybridantrieb, denn per Definition sind Hybridantriebe Systeme, die zwei oder mehrere unterschiedliche Technologien miteinander verbinden. Im Fall von Watt verbanden sich Dampfmaschine und Schwungrad perfekt zum ersten Hybridantrieb der Geschichte.

Soviel zu den Wurzeln der Technologie. Auf die detaillierte Suche nach möglichen Energiequellen möchten wir uns in diesem Rahmen nicht begeben. Wichtig für die Geschichte ist vor allem, dass der erste große Automobilproduzent, der die Hybridtechnologie einsetzte, die stärkste asiatische Marke ist - Toyota. Im Rahmen der Toyota Motor Show im Jahr 1975 stellte der Hersteller seine ersten Ergebnisse auf dem Gebiet der alternativen Fahrzeugantriebe vor. Somit überholte er einige der stärkeren Konkurrenten wie zum Beispiel General Motors, der seit Ende der 60er an der Entwicklung eines Hybridmotors arbeitet. Erst 20 Jahre danach präsentiert Toyota auch den ersten Prototypen eines Autos mit innovativem Antrieb. 1995 geht in die Geschichte als das Geburtsjahr des ersten Hybrid-Fahrzeugs ein. Publikum und Presse sind vom neuen Prius begeistert. Ab dem nächsten Jahr wird das Automobil auch in Serie produziert. Heute gibt es auf dem Markt Hybridmodelle von allen renommierten Automobilproduzenten – von Mercedes über Volkswagen bis zu Renault.