Anhängerkupplungen gibt es für alle gängigen Fahrzeugtypen in verschiedensten Ausführungen. Man unterscheidet starre, abnehmbare und schwenkbare Anhängerkupplungen. Die starren Systeme sind der Klassiker unter den Anhängerkupplungen. Sie sind funktionell und meist am preiswertesten. Außerdem sind sie widerstandsfähig, und auch bei minimalen Bauräumen einsetzbar.
Bei den abnehmbaren Anhängerkupplungen gibt es wiederum verschiedene Systeme:
Das Riegelbolzen-System eignet sich besonders für hohe Anhängelasten.
Es handelt sich dabei um ein Stecksystem. Die Kugelstange ist durch eine
einfache Handradbewegung vertikal abnehmbar. Die Steckdose dieses automatischen
Systems ist ein- und ausschwenkbar. Sehr praktisch ist auch das Drei-Kugel-System.
Das Drei-Kugel-System ist bei führenden Automobilherstellern serienmäßig
im Einsatz. Auch hier ist eine einfache Handhabung der Kugelstange gewährleistet.
Sie lässt sich vertikal abnehmen, die Steckdose ist auch hier schwenkbar. Ein
automatischer Klappdeckel bietet Schutz gegen Verschmutzung.
Das ES-System ist ein horizontal abnehmbares System mit automatischer Auslösung. Es eignet sich besonders für Geländewagen mit Ersatzrad im Heckbereich. Das ES-System ist auch bei minimalen Bauräumen einsetzbar.
Besonders bequem funktioniert die elektrisch schwenkbare Anhängerkupplung. Per Knopfdruck lässt sich die Kugelstange mit der Steckdose ein- und ausfahren. Für den Antrieb wird lediglich ein Elektromotor benötigt. Der Schwenkmechanismus wird durch einen Schalter im Kofferraum oder per Fernbedienung ausgelöst. Dieses System benötigt extrem wenig Bauraum, schon ein kleiner Ausschnitt im Stoßfänger genügt, um die Anhängerkupplung einzubauen. Das Verriegelungssystem der schwenkbaren Anhängerkupplungen ist sehr stabil. Außerdem bietet eine elektrisch schwenkbare Anhängerkupplung auch optische Vorteile, weil sie eingefahren nicht sichtbar ist.